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Bernried am Starnberger See

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BRied Schloss Süd.jpg
Bernried am Starnberger See
BundeslandBayern
Einwohner
2.251 (2015)
Höhe
600 m, 583 m
Tourist-Info(0)8158 99390-0
www.bernried.de
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Lage
Lagekarte von Bayern
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Bernried am Starnberger See

Bernried am Starnberger See ist eine Urlaubsgemeinde in Oberbayern und liegt am Südwestufer des namensgebenden Sees. Der Ort ist regionales Naherholungsziel und hat auch internationale Bedeutung durch die Expressionistensammlung im Buchheimmuseum.

Karte von Bernried am Starnberger See

Hintergrund[Bearbeiten]

Hofmarkskirche und ehemaliges Pfarrhaus

Der Name Bernried wird nach neuerer Forschung von der „Rodung des Pero“ abgeleitet, die Siedlung gilt mit Funden aus dem 9. Jahrhundert als eine der ältesten der Region. Die erstmalige urkundliche Erwähnung ist das Jahr 1120 anlässlich der Stiftung des Klosters. Bernried ist im weiteren lange Zeit ein Bauern- und Fischerdorf um das Stift.

Erste touristische Anfänge als Zweitwohnsitz wohlhabender Münchner Bürger im Dorf sind bereits für 1475 und 1535 belegt.

Zur Jahrhundertwende etabliert sich in Bernried um den hier wohnhaften Kriegsschriftsteller Karl Tanera (1849 - 1904) ein kleiner Künstlerkreis, Namen und Besucher sind Max Halbe und Lovis Corinth;

Die eigentliche Entwicklung von Bernried beginnt dann nach dem zweiten Weltkrieg. Bis dahin hat der Ort nur ca. 700 Einwohner in ca. 20 kleinen Bauernhöfen. Durch Zuzug von Aussiedlern und durch den Siedlungsdruck aus dem nahen Großraum München wächst die Bevölkerung auf heute über 2000 Einwohner. Maßgebend für die wirtschaftliche Entwicklung in der Nachkriegszeit war der Bau der Klinik Höhenried durch die LVA Oberbayern und die Ansiedlung von Gewerbe- und Technologiebetrieben (Hochtechnologie, Biotechnologie), dafür reduziert sich die Landwirtschaft auf nur noch 4 Vollerwerbslandwirte. Außerdem gewinnt der Tourismus zunehmend an Bedeutung.

Höhepunkte in der neueren Ortsgeschichte sind die Jahre 1984 mit der Silbermedaille im Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", 2006 mit der Goldmedaille im Bezirksentscheid und 2007 mit der Goldmedaille im Landesentscheid der Wahl zum "schönsten Dorf Bayerns" und 2007 auch einer Goldmedaille im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

Von 1998 bis 2001 entstand das Buchheim-Museum auf dem Gelände des Bernrieder Parks.

Seit dem 1. Januar 2007 führt die Gemeinde die offizielle Bezeichnung "Bernried am Starnberger See".

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßen-km)
Andechs20 km
Starnberg21 km
Landsberg am Lech44 km
Garmisch55 km
München56 km
Augsburg83 km
Innsbruck113 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster größerer internationaler Flughafen ist der Flughafen München - Franz Josef Strauß (91 km, ca. eine gute Autostunde). Von hier bieten vor allem Lufthansa und ihre Partner der Star Alliance Verbindungen zu Städten in Deutschland, Europa und weltweit. Als zweitgrößter Flughafen Deutschlands ist er mit einer steigenden Anzahl von Städten verbunden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Anfahrt aus München mit S-Bahn: Mit der S6 bis nach Tutzing und dann weiter mit dem Bus (Regionalverkehr Oberbayern); außerdem von Mai bis Oktober mit dem Museumsschiff "Phantasie" von S-Bahn-Halt Starnberg aus möglich;

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Über die Autobahn A 95 (München - Garmisch-Partenkirchen), Symbol: AS Seeshaupt und auf der Staatsstraße 2063 in Richtung Tutzing bis nach Bernried.

Mobilität[Bearbeiten]

  • der RVO (Regionalverkehr Oberbayern / DB) betreibt die Buslinien in der Region;
Regionalverkehr Oberbayern GmbH, www.rvo-bus.de;
  • Bernried ist Anlegestelle der Starnberger Seenschiffahrt. Die Anlegestellen der Boote sind: Starnberg, Berg, Leoni, Ammerland, Ambach, Seeshaupt, Bernried, Tutzing und Possenhofen; Dauer einer Rundfahrt ca. 3 Stunden, zweinmalige Fahrtunterbrechung erlaubt.
Betriebszeit von etwa Anfang April bis Ende Oktober;

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

ehemalige Klosterkirche St. Martin

Kirchen[Bearbeiten]

  • Hofmarkkirche, ehemalige Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, erbaut 1362, 1693 Umgestaltung im Stil des Barock. Gruftkapelle mit gotischem Vesperbild.
  • Pfarrkirche St. Martin: Seit 1222 Stiftskirche der Augustinerchorherren, im dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, 1659 bis 1663 barockisiert; der Turm wurde 1734 durch Blitzschlag zerstört und 1873 neu gebaut. Seit 1803 (Säkularisation) ist St. Martin Pfarrkirche in Bernried. Im Inneren besonders sehenswert ist der gotische Flügelaltar aus einer Münchner Schule um 1500.

Buchheimmuseum[Bearbeiten]

Buchheimmuseum

Mit der berühmten Expressionistensammlung (die "Brücke") von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphiken des Buchautors Lothar-Günther Buchheim und "Nebensammlungen" zu Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerischer Volkskunst, Kultgegenständen aus Afrika und anderen außereuropäischen Ländern. Außerdem Werke des Künstlers Lothar-Günther Buchheim und wechselnde Ausstellungen in dem von Günther Behnisch geschaffenen mehrgliedrigen und abwechslungsreichen Gebäudekomplex.

  • Öffnungszeiten: April - Okt. Die.-So. und an Feiertagen: 10-18 Uhr; Nov.-März Die.-So. und an Feiertagen: 10-17 Uhr;
  • Anfahrt: Mit der S6 von München bis nach Tutzing und dann weiter mit dem Bus (Regionalverkehr Oberbayern); außerdem von Mai bis Oktober mit dem Museumsschiff "Phantasie" von Starnberg aus;
  • Adresse: Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried, Tel: 08158 - 997020, Fax: 08158 - 997061; Info: www.buchheimmuseum.de

Kloster Bernried[Bearbeiten]

Klosterhof, Kirche St. Martin

Das ehemalige Kloster und heutige Schloss wurde 1120 als Augustiner-Chorherrenstift durch den Grafen Otto von Valley gegründet und liegt im Ort unmittelbar am Ufer des Starnberger Sees. 1330 erhielt das Kloster durch Kaiser Ludwig dem Bayern die Hofmarksgerechtigkeit (niedere Gerichtsbarkeit) verliehen und galt mit ca. 14 km² Waldfläche als reich.

Das Stift hatte dann eine recht wechselhafte Geschichte mit mehreren Bränden (1400 und 1685), die Klosteranlagen gelangten ab 1810 in Folge der Säkularisation in Privatbesitz, die Gebäude wurden ab 1852 durch August Freiherrn von Wendland im Stil der Spätrenaissance in ein Schloss umgebaut. Seit 1949 ist die gesamte ehemalige Klosteranlage im Eigentum des Klosters den Missionsbenediktinerinnen aus dem nahen Tutzing, die hier unter anderem ein Bildungshaus betreiben.

Sehenswert in der Klosteranlage sind die Klosterkirche St. Martin (heutige Pfarrkirche), die Wallfahrtskapelle und an der Klostermauer zur Seeseite die kleine Kapelle zur „liab woanatn Frau“.

Hofgut[Bearbeiten]

Tor zum Meierhof
Meierhof / Hofgut (Südseite)

Ehemaliger Meierhof des Klosters zur Versorgung mit landwirtschaftlichen Gütern, im dreißigjährigen Krieg zerstört und anschließend wiederaufgebaut; Nach der Säkularisation in wechselndem Privatbesitz. Die Fresken stammen aus dem Jahr 1949;

Schloss und Park Höhenried[Bearbeiten]

Der Hof zu „Hohenriet“ wird im 14. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt.

Das Höhenrieder Schloss wurde dann von Dr. Carl Borchard und seiner Frau Wilhelmina (geborene Busch, Miterbin der Anheuser-Busch-Brauerei) in den Jahren 1937 bis 1939 erbaut. Es entstand südlich des Ortes auf dem Gelände des Hofguts Bernried, Gut Adelsried und Gut Höhenried. Das Schloss hat auch historische Bedeutung, hier wurden die Marshall-Pläne für Deutschland verhandelt.

Im Krieg als Lazarett beschlagnahmt ist das Gelände seit Oktober 1955 im Besitz der LVA Oberbayern (seit 1. Oktober 2005: Deutsche Rentenversicherung Oberbayern), die hier verschiedene Kliniken betreibt.

Schlosscafé.

weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Haus Dengg
  • verschiedene historische Gebäude und Bauernhäuser (Rundgang mit Schautafeln an den Gebäuden)
  • Rathaus, seit 1730 Sitz des Hofmarkrichters, ab 1803 Pfarrhaus und von 1826 bis 1882 Schule.
  • Stupperhaus (Reitweg 2) 1685 erbaut, denkmalgeschütztes zweigeschossiges Kleinbauernhaus in Blockbauweise mit Flachsatteldach, Laube und Bundwerk im Dachgiebel.
  • Haus Denggg, Kleinbauernhaus aus dem Ende des 17.Jahrhunderts;
  • Wilhelmina-Busch-Woods-Stiftungspark; Unmittelbar am Starnberger Seeufer südlich von Bernried gelegen. Der Park steht unter Landschafts- und Denkmalschutz, hat ca. 80 ha Fläche und ist frei zugänglich. Ca. 7,5 km Wanderwege, Ruhebänke und kleinere Badebuchten;
  • Bernrieder Filz, gilt als das älteste bayerische Hochmoor;

Aktivitäten[Bearbeiten]

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Lichtprozession zu Mariä Himmelfahrt am 15.08;

Einkaufen[Bearbeiten]

Meierhof / Hofgut: Scheune

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Sturmwarnung über die Drehscheinwerfer am See:
    • 40 Lichtblitze pro Minute = Vorwarnung;
    • 90 Lichtblitze pro Minute = Sturmwarnung;
  • Rettungsstation Tutzing der Wasserwacht Tutzing: Tel. 08156-3161;
  • Rettungsstation Lido der DLRG Geretsried: Tel. 0179-7204569;

Gesundheit[Bearbeiten]

Kurzinfos
Telefonvorwahl08158
Postleitzahl82347
KennzeichenWM
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

winterlicher Yachthafen Bernried

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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