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Fünfseenland

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Das Fünfseenland ist die oberbayrische Seenlandschaft aus Ammersee, Starnberger See, Pilsensee, Wörthsee, Weßlinger See und vielen weiteren kleineren Seen vor den Toren Münchens.

Orte[Bearbeiten]

  • Seefeld (570 m) am Pilsensee, mit Schloss und der ältesten Eichenallee Europas.
  • Iffeldorf (603 m), an den Osterseen und südlich vom Starnberger See gelegen.

am Starnberger See, Westufer:

  • Starnberg (588 m), Kreisstadt am nördlichen Seeende.
  • Bernried (600 m) mit der Sammlung Buchheim.
  • Seeshaupt (597 m) etwas ruhiger am Südende des Sees, mit dem Naturschutzgebiet der Osterseen.

am Starnberger See, Ostufer:

  • Berg (639 m) mit Schloss;
  • Münsing (666m), Feriengemeinde und Künstlerwohnort;

am Ammersee:

  • Andechs (690 m) mit dem Benediktinerkloster und weltbekannter Brauerei;
  • Inning (553 m), Ferienort an Ammersee und Wörthsee;
  • Pähl (591 - 760 m) Erholungsort am Südende des Ammmersees;

Hintergrund[Bearbeiten]

Die urtypische bayerische hügelige Moränenlandschaft vor den Toren Münchens ist beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel. Die Region um Ammersee und Starnberger See bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport, Erholung, Freizeit und Urlaub.

Sprache[Bearbeiten]

Es wird Deutsch und Bayerisch gesprochen.

Anreise[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Die Oberbayerischen Seen liegen im Südwesten des Münchner Umlands und haben über den MVV Anbindung an das System der Münchner S-Bahnen mit den Linien S6 (Stationen: Stanberg, Possenhofen, Tutzing am Starnberger See) und S8 Stationen: Steinebach am Wörthsee; Seefeld-Hechendorf am Pilsensee; und Herrsching am Ammersee). Die S8 stellt zudem eine Verbindung zum Münchner Flughafen dar. Außerdem verkehrt im Westen des Ammersees auch die BRB (Bayerische Regiobahn) von Augsburg nach Schongau. Zudem verkehen diverse Regionalbuslinien des MVV in dem Gebiet.

Südlich des Ammersees verkehren zudem Buslinien des RVO und im Westen Linien der LVG.

Straße[Bearbeiten]

  • A952 Kreuz Starnberg - Starnberg; Starnberger See
  • A96 München - Lindau; Ausfahrt Wörthsee und Inning a. A.; Wörth-/ Ammersee

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seen[Bearbeiten]

Starnberger See[Bearbeiten]

Starnberg: Bootsanlegestelle;
Daten zum Starnberger See:
Fläche: 56,4 km²
Volumen: 3,0 km³
Umfang: ca. 46,0 km
Breite/Länge: ca. 19,45 / 4,68 km
Tiefe (mittel/max): 53,2 / 127,7 m
Höhe ü. NN: 584 m

Der Starnberger See ist nach der Oberfläche der fünfgrößte See in Deutschland, gemessen am Wasservolumen nimmt er wegen seiner Tiefe sogar Platz zwei hinter dem Bodensee ein.

Der See führt die offizielle Bezeichnung "Starnberger See" erst seit 1962, zuvor war er als der Würmsee (vereinzelt auch heute noch gebräuchlich) nach der Würm bezeichnet, denn die Würm ist der Abfluss des Sees bei Starnberg. Die Würm (auch Wirm) ist auch namensgebend für die letzte große Eiszeit, die Würmeiszeit (von etwa 115.000 bis 10.000 Jahren vor heute).

Von Seeufer ist etwa die Hälfte für die Öffentlichkeit zugänglich, der übrige Teil ist durch die Villen meist wohlhabender Prominenz belegt.

Die Fläche des Sees ist sogenanntes gemeindefreies Gebiet und wird vom Landratsamt Starnberg verwaltet: Die Orte am Seeufer im Nordteil gehören zum Landkreis Starnberg, die Orte am südwestliche Teil gehören teilweise zum Landkreis Weilheim - Schongau, Teile der Orte am südöstlichen Ufer gehören zum Landkreis Bad Tölz / Wolfratshausen.

Die Roseninsel mit Casino, Gärtnerhaus und Rosarium ist die einzige Insel im Starnberger See. Die prähistorischen Pfahlbauten auf der Roseninsel gehören seit Juni 2011 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ausführlichere Infos siehe auch im Artikel zum Starnberger See.

Ammersee[Bearbeiten]

Ammersee, Uferpromenade bei Herrsching
Daten zum Ammersee:
Fläche: 46,6 km²
Volumen: 1,75 km³
Umfang: ca. 43,0 km
Breite/Länge: ca. 16,2 / 5,0 km
Tiefe (mittel/max): 37,8 / 81,1 m
Höhe ü. NN: 532,9 m

Der Ammersee verdankt seine Entstehung vor etwa 16.000 Jahren, so wie die benachbarten Voralpenseen auch, dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher. Der See reichte ursprünglich im Süden vom heutigen Weilheim und Peißenberg bis Grafrath im Norden und hatte damit eine Länge von fast vierzig Kilometern. Infolge des in den Zuflüssen, besonders der Ammer im Süden und der Windach im Norden, zugeführten Kiesgeschiebes verlandete der Ammersee dann zusehends und schrumpfte auf die heutige Größe. Die Verlandung dauert auch heute noch an, die „Lebensdauer“ des Ammersees wird auf noch etwa 20.000 Jahre geschätzt.

Ausführlichere Infos siehe auch im Artikel zum Ammersee.

Wörthsee[Bearbeiten]

Wörthsee: Blick vom Steinebacher Ufer über den See nach Nordwesten (Walchstadt)
Daten zum Wörthsee:
Fläche: 4,34 km²
Volumen: 63.627.000 m³
Umfang: ca. 9,9 km
Breite/Länge: ca. 1,2 / 3,7 km
Tiefe (mittel/max): 14 / 34 m
Höhe ü. NN: 560 m

Der Ausdruck "Wörth" wird auf das mittelhochdeutsche Werth zurückgeführt: das Wort bedeutet soviel wie Insel oder Uferlage. Die alte Bezeichnunmg für den Wörthsee ist auch Mausinsel, benannt nach der einzigen Insel im See die heute offiziell als "Insel Wörth" bezeichnet ist.

Neben Steinebach mit Walchstadt ist auch Inning mit seinem Ortsteilen Bachern und Schlagenhofen am Westufer des Wörthsees vertreten.

Zuflüsse sind der Auinger Bach, der Bulachbach, der Günteringer Feldbach, der Torf-Mühlgraben und auch einige unterirdischen Quellen. Der Abfluss des Wassers wird durch den Inninger Bach vollzogen, der in die vom Ammersee kommende Amper mündet.

Dank einer Ringkläranlage wird der Wörthsee zu den saubersten bayrischen Badessen gezählt, die Wassertemperatur erreicht wegen der mittleren Tiefe von nur 14 Metern im Sommer 22 Grad im Mittel, aber auch 25 Grad sind leicht möglich, der Wörthsee ist daher auch einer der wärmsten Seen der Region. Genauso wie der See sich im Sommer schnell aufheizt, friert er im Winter auch leicht zu und ist dann bei den Eissportlern sehr beliebt.

Vom gesamten Seeufer sind gut drei Viertel in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein kleiner Teil ist aus ökologischen Gründen für die Allgemeinheit gesperrt, hier gilt Betreten Verboten. Den Rest teilen sich die Strandbäder. Die Umrandung zu Fuß oder mit dem Rad ist auf einer ca. 11 km langen Route größtenteils auf Nebenstrecken und in Seenähe möglich, der direkte Zugang zum See bleibt aber vielfach verwehrt.

Der Wörthsee ist auch Bestandteil des Landschaftsschutzgebiets "Westlicher Teil des Landkreises Starnberg".

Ausführlichere Infos zum Wörthsee siehe auch im Artikel zur Gemeinde Steinebach.

Pilsensee[Bearbeiten]

Pilsensee im Winter
Daten zum Pilsensee:
Fläche: 1,95 km²
Volumen: 18.095.000 m³
Umfang: ca. 6,5 km
Breite/Länge: ca. 2,55 / 0,76 km
Tiefe (max): 17,1 m
Höhe ü. NN: 534 m

Der Pilsensee, früher auch Seefelder See und wegen der Schilfpflanzen und Binsen am Ufer auch Binsensee genannt, ist von den fünf großen Seen der zweitkleinste in der Region Fünfseenland.

Von den 6,5 km Uferlänge ist ca. ein Drittel als Biotop geschützt und unzugänglich, es gilt "Betreten verboten". Der größte Teil des Westufers und weitere 43 Prozent der Uferlänge ist Villengegend und damit auch für die Öffentlichkeit gesperrt. Zugänglich sind vom gesamten Ufer nur ca. sieben Prozent, die Bademöglichkeiten befinden sich überwiegend am Ostufer auf der Seefelder Seite.

Ausführlichere Infos zum Pilsensee siehe auch im Artikel zur Gemeinde Seefeld.

Weßlinger See[Bearbeiten]

Panorama Weßlinger See
Daten zum Weßlinger See:
Fläche: 0,17 km²
Volumen: 1.047.000 m³
Umfang: ca. 3,0 km
Breite/Länge: ca. 0,72 / 0,24 km
Tiefe (max): 12 m
Höhe ü. NN: 592 m

Der nahezu kreisrunde Weßlinger See ist heute das Zentrum der Gemeinde Weßling. Entstanden ist das Gewässer als "Lacken", das ist ein Toteisloch aus der letzten Eiszeit, das sich nach dem Abschmelzen eines durch Überschüttungen aus Geröll und Sand vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützten riesigen Eisblocks mit Wasser füllte. Der Weßlinger See hat keine natürlichen Zu- oder Abflüsse und hat deshalb auch keinen natürlich gewachsenen Fischbestand, Versuche mit eingesetzten Fischen scheiterten am Sauerstoffmangel des Sees.

Vor einigen Jahren drohte der See komplett umzukippen, dank einer Ringkanalisation aus dem Jahr 1970 und einer im Jahre 1981 eingebauten Tiefenwasserbelüftung hat sich die Wasserqualität aber inzwischen deutlich verbessert. Die künstliche Lunge saugt am Tag 3500 m² Luft an und pumpt sie in den See, die kleine Wasserfontäne im Seespiegel ist also keine Zuschauerbelustigung sondern der Garant für die Badewasserqualität Note 1 nach der EU-Einstufung.

Ausführlichere Infos zum Weßlinger See siehe auch im Artikel zur Gemeinde Weßling.

Osterseen[Bearbeiten]

Osterseen, Gartensee bei Seeshaupt;

Das Naturschutzgebiet der Osterseen sind, je nach Zählweise, ca. 19 - 24 kleinere Einzel-Seen, unter anderem Gartensee, Ameisensee, Schilfhüttensee, Brückensee, Ursee, Gröbensee, Lustsee und Stechsee, die gesamte Fläche der Seen beträgt rund 225 Hektar bei einer mittleren Tiefe von gut neun Metern. Der Name wird auf die der Himmelsrichtung Osten zurückgeführt und hat keinen Bezug zum Osterfest, die vielen teilweise untereinander vernetzten Einzelseen werden auch als die "Tränen" des Starnberger Sees bezeichnet.

Das ca. 1000 Hektar große Gesamtareal der Seenlandschaft liegt auf dem Grund der Gemeinden Iffeldorf ("Iffeldorfer Seegruppe": südliche und mittlere Osterseen mit dem Großen Ostersee) und Seeshaupt (Stechsee und Frechensee) am Südende des Starnbeger Sees.

Die Senken der Seen entstanden am Ende der Würmeiszeit vor 12.000 Jahren nach den Gletscherrückzug aus Toteisblöcken, das sind riesige einzelne Eisblöcke, die durch Geröll vor schneller Abschmelzung geschützt waren und daher nur langsam abtauten. Die zurückbleibenden trichterförmigen Kessel füllten sich mit Schmelz- und Grundwasser und bildeten die Seenlandschaft.

Die sumpfige Hochmoorlandschaft war vom Menschen lange nicht nutzbar und daher bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nur sehr dünn besiedelt. Durch die moderne Landwirtschaft und den wachsenden Einsatz von Kunstdünger vermehrte sich das Nährstoffangebot in den Seen mit gleichzeitig abnehmender Wasserqualität, die Region um die Osterseen wurde daher 1955 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. In dem bis dahin weitestgehend ungestörten Naturraum haben seltenste Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum: Enzian und Mehlprimeln, Türkenbund und Wildrose, Orchideen aller Art, Kiebitze, Eisvögel, Rohrdrommeln, Wildgänse, Uferschwalben und Fischadler sind hier heimisch.

Mit der verkehrstechnischen Erschließung der Region und den Badegästen aus München stand das Gebiet der Osterseen in den 1970er Jahren mit bis zu 10.000 Besuchern am Tag kurz vor dem völligen ökologischen Zusammenbruch und wurde daher 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Folge war ein strenges Wegegebot und eine Begrenzung der Badestellen und (gebührenpflichtigen) Parkplätze, die Besucherzahl an Spitzentagen konnte auf unter 5.000 Personen halbiert werden.

Im Mai 1997 wurden die Osterseen als SPA- (europäisches Vogelschutzgebiet) und FFH-Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen, im Jahr 2006 durch das bayerischen Umweltministerium mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet und hat in der naturwissenschaftliche Grundlagenforschung europaweite Bedeutung.

Die Naturidylle ist eine beliebte Wanderregion, ausgewiesene Badeplätze befinden sich am Ostufer des Großen Ostersees, am östlichen Breienauersee und an den Süd- und Ost-Ufern des Fohnsees (gebührenpflichtig). Die stimmungsvollsten Momente sind die Morgen- und Abendstunden mit der Melancholie des Nebels, bekanntester Maler am Anfang des 20. Jahrhunderts war hier Georg Schrimpf.

Ausführliche wissenschaftliche Infos bei der Limnologischen Station der Technischen Universität München (in Iffeldorf) und bei Wikipedia: Osterseen.

weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schlösser[Bearbeiten]

  • Schloss Wörth.
  • Schloss Seefeld.
  • und andere Schlösser

Klöster und Kirchen[Bearbeiten]

  • ehemaliges Kloster Andechs.

Museen[Bearbeiten]

  • Buchheimmuseum, in Bernried. Siehe hierzu das entsprechende Kapitel beim Starnberger See.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baden
  • Segeln
  • Surfen

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Fünfseen-Filmfestival. Bayerns zweitgrößtes Filmfestival findet alljährlich Ende Juli in den Kinos von Starnberg, Seefeld, Herrsching am Ammersee, Weßling (Pfarrstadl) und Wörthsee statt. Das Festival besteht aus über 300 Vorstellungen, Schwerpunkt sind Spiel- und Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eintrittskarten gibt es direkt bei den Kinos.

Sicherheit[Bearbeiten]

Bei Wassersportaktivitäten: Sturmwarnung durch die Drehscheinwerfer am See: (Nur Wörth-, Starnberger und Ammersee)

  • 40 Blitze pro Minute, orange: Sturmvor- oder Starkwindwarnung
  • 90 Blitze pro Minute, orange: Sturmwarnung

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

nach München

Literatur[Bearbeiten]

Thomas Schröder: Oberbayerische Seen. Erlangen : Michael Müller Verlag, 2009 (3. Auflage), ISBN 978-3-89953-473-3; 264.

Weblinks[Bearbeiten]


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