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Starnberg

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Starnberg
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Starnberg ist vielbesuchter Naherholungsort und namensgebende Stadt des Starnberger Sees südwestlich von München.

Karte von Starnberg

Hintergrund[Bearbeiten]

kleiner historischer Abriss:

Die erstmalige Erwähnung von Starnberg wird auf das Jahr 1226 unter dem Namen "Starnbergk" datiert, das Schloss ist seit 1244 als "Starnberch Castrum" unter dem Adelsgeschlecht der Grafen von Andechs-Meran belegt und wurde 1246 von den gegnerischen Wittelsbachern erobert.

Der Ort entsteht aus ursprünglich zwei Siedlungskernen: Das Bauern- und Fischerdorf Aheim liegt am See und ist das heutige Achheim-Viertel mit der ersten Kirche St. Benedikt, der Ort Niederstarnberg um den heutigen Tutzinger-Hof-Platz liegt vom See schon etwas weiter weg. Starnberg hat keine Altstadt, wer historische Substanz sucht, wird hier noch am ehesten fündig.

Ab dem 14. Jahrhundert ist Starnberg Sitz des Landgerichtes, hat aber nie Marktrechte und steht daher lange an Bedeutung hinter den benachbarten Orten Erling oder Gilching zurück. Bedeutung gewinnt Starnberg durch die von den Wittelsbachern ab dem 16. Jahrhundert vom Schloss aus veranstalteten Sommerfeste, die Zeit unter Kurfürst Ferdinand Maria (Amtszeit 1651­ bis 1679) und seiner Gattin Adelhaid von Savoyen gilt als Starnbergs größte Blütezeit. 1663 wurde der berühmte „Bucentaur", eine große, nach dem Krönungsschiff der venezianischen Dogen benannte Lustfregatte, gebaut: Das ganz in Blau gehaltene und teilvergoldete Prunkschiff gilt als das größte und schönste Ruderschiff, das je auf einem deutschen Binnengewässer gefahren ist.

Bahnhof Starnberg

Mitte des 18. Jahrhunderts verliert der Adel das Interesse am Ort, ab dem 19. Jahrhundert findet Starnberg und der See die Beachtung der Münchner Bürger und es beginnt der Ausflugsverkehr, zunächst noch mit Droschken, die Zeit ist auch der Auftakt zur Besiedelung des Seeufers. Start für den Massenansturm der Besucher ist dann der Beginn der Dampfschifffahrt auf dem See im Jahre 1851 und die Eröffnung der direkten Bahnstrecke München - Starnberg am 26. November 1854. Der Name "Starnberger Bahnhof" existiert noch heute als die Bezeichnung für einen Seitenflügel des Münchner Hauptbahnhofs. Seinerzeit prominentester Sommerfrischler war Maximilian II. Joseph, König von Bayern.

Seit 1912 hat Starnberg mit damals ca. 3700 Einwohnern das Stadtrecht, die Zeit um 1900 ist auch Starnbergs große Zeit als mondänes, nobles und auch teures Seebad. Berühmte Namen sind das Hotel Bayrischer Hof, Hotel Bellevue und Hotel Seehof. Im Jahre 1905 wird das Undosa als erstes deutsches Wellenbad eröffnet, Sensation war eine mit Dampfkraft betriebene Wellenmaschine. Das Undosa war bis 1960 in Betrieb und wurde 1983 abgebrochen, der Name lebt im Seerestaurant weiter.

In der bayerischen Gemeindegebietsreform wurden 1978 die Orte Hadorf, Landstetten, Leutstetten, Percha, Perchting, Wangen und Söcking der Kreisstadt Starnberg eingemeindet. Das Stadtgebiet vervierfachte sich, die Einwohnerzahl stieg von knapp 10.000 auf heute über 21.000.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßen-km)
Andechs15 km
München28 km
Landsberg47 km
Garmisch76 km
Augsburg83 km
Innsbruck134 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster Großflughafen ist Flughafen München (auch "Franz Josef Strauß", IATA CodeMUC in ca. 66 km Entfernung). Von hier bieten vor allem die Lufthansa und ihre Partner der Star Alliance Verbindungen zu Städten in Deutschland, Europa und weltweit. Als zweitgrößter Flughafen Deutschlands ist er mit einer steigenden Anzahl von Städten verbunden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Starnberger See liegt im Südwesten des Münchner Umlands und hat über den MVV Anbindung an das System der Münchner S-Bahnen und Buslinien.

Anfahrt von München mit der S-Bahn Linie S6 nach Starnberg und Tutzing, der Bahnhof Starnberg liegt unmittelbar an der Bootsanlegestelle am See.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Über die Autobahn A95 (München - Garmisch-Partenkirchen), und die Autobahn A 952, (Abzweig am Starnberger Dreieck);

Mobilität[Bearbeiten]

Starnberg: Bootsanlegestelle;
Die Schiffsflotte besteht aus sechs Fahrgastschiffen. Stolz der Flotte ist der hochmoderne Galerie-Katamaran "MS STARNBERG" (Kapazität: 900 Personen, 280 Innensitzplätze und 4 Salons auf 2 Decks) und das Museumsschiff "MS PHANTASIE".
Anlegestellen der Boote sind: Starnberg, Berg, Leoni, Ammerland, Ambach, Seeshaupt, Bernried, Tutzing und Possenhofen; Dauer einer Rundfahrt ca. 3 Stunden, zweimalige Fahrtunterbrechung erlaubt.
Betriebszeit von etwa Anfang April bis Ende Oktober Info: Seenschifffahrt;
  • Der RVO (Regionalverkehr Oberbayern / DB) betreibt die Buslinien in der Region;
Regionalverkehr Oberbayern GmbH, www.rvo-bus.de;

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Starnberg ist wegen seiner Lage am See berühmt, nicht unbedingt wegen der Stadt selber. Das etwas planlos wirkende Ortsbild wurde von einer großen süddeutschen Zeitung auch schon mal als verschandelt bezeichnet. Hinzu kommt, dass die Stadt nicht verkehrsberuhigt ist und sich der Durchgangsverkehr ab dem Ende der Autobahn vom östlichen Stadtrand aus mitten durch den Ort quälen muss. Die echten Sehenswürdigkeiten lassen sich an den Fingern abzählen. Wer aber zufällig in die richtige Nebenstraße gerät, wird an den vor den Villen geparkten Automarken schnell die Bestätigung finden, dass die Region Starnberg mit die höchste Millionärsdichte in ganz Deutschland hat.

Kirchen[Bearbeiten]

Kirche St. Joseph
  • Kath. Kirche St. Joseph, 1765/66 von Maximilian III. im Stil des Spätrokoko erbaut.
Bedeutendste Sehenswürdigkeit im Inneren ist der Hochaltar von Ignaz Günther; der Künstler gilt als der bedeutendste bayerische Bildhauer des Rokoko (wr:Ignaz Günther).

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Starnberger Schloss
  • Starnberger Schloss:
Entstanden in strategisch günstiger Lage auf einem dreiseitig steil abfallenden Moränenhügel über dem See und als ein Vorposten der im frühen Mittelalter mächtigen Grafen von Andechs gegen die damals aufstrebenden und weniger mächtigen Wittels
  • Die Burg wurde schon 1246 von den Wittelsbachern erobert und noch weiter ausgebaut, aber vermutlich schon im 15. Jahrhundert in ein Schloss umgebaut und für die sommerlichen Vergnügungen des Hofes der Wittelsbacher genutzt. Heute ist im Schlossgebäude das Finanzamt untergebracht.
  • Schlossgarten vor dem Schloss, mit weitem Blick über den (bei Starnberg verbauten) See.

Museen[Bearbeiten]

  • Museum Starnberger See, Regionalmuseum; Dauerausstellung zur höfischen Schifffahrt am Starnberger See; Entwicklung Starnbergs und des ganzen Sees mit seinen Gemeinden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des heutigen Massentourismus; wichtigstes Exponat ist das Lustschiff Delfin, das einzige erhaltene Prunkschiff aus der Flotte der Wittelsbacher.
Öffnungszeiten: Di. - So. 10 – 17 Uhr;
Possenhofener Str. 5, 82319 Starnberg; 08151/ 4477 57 - 0;

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Tutzinger Hofplatz: das Areal um den ehemaligen Siedlungskern von Niederstarnberg ist eine kleine Fußgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Gastronomie. Lage: direkt an der Hauptstraße.

Parks[Bearbeiten]

  • Seepromenade: Flanieren, Cafes und Gastronomie;

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wasserpark Starnberg (Schwimmbad, Hallenbad, Strandbad, Wellness), Strandbadstraße 5, 82319 Starnberg (direkt am Starnberger See). Tel.: (0)8151 12666. Preis: Erwachsene 4.- €.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die meisten Läden gibt es an der Wittelsbacherstraße (Zufahrtsstraße zum Bahnhof / Schiffsanlegestelle) und am Bahnhofsplatz / Straße vor dem Bahnhof.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Gasthof zur Sonne (Metzgerei und Pension, alteingesessene Wirtschaft), Hanfelder Straße 7, 82319 Starnberg. Tel.: (0)8151 2060.

Mittel[Bearbeiten]

  • Starnberger Alm (Spezialität ist eine große Auswahl an Württemberger Weinen, auch im Straßenverkauf), Schloßbergstraße 24, 82319 Starnberg (auf der Anhöhe zum Schloss). Tel.: (0)8151 15577.
  • sowieso Essen & Trinken (Regionale und internationale Küche, Kuchen und ausgesuchte Bar), Bahnhofstraße 2, 82319 Starnberg. Tel.: (0)8151 3261. Geöffnet: täglich von 9.00 bis 1.00 Uhr.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Sturmwarnung über die Drehscheinwerfer am See:
    • 40 Lichtblitze pro Minute = Vorwarnung;
    • 90 Lichtblitze pro Minute = Sturmwarnung;
  • Rettungsstation Percha der Wasserwacht Starnberg: Tel. 08151-744 711;

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Apotheken, Allgemeinmediziner, Zahnärzte und Fachärzte sind in Starnberg mehrfach vertreten.
Kurzinfos
Telefonvorwahl08151
Postleitzahl82319
KennzeichenSTA
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Schober: Prunkschiffe auf dem Starnberger See: Eine Geschichte der Lustflotten Bayerischer Herrscher. Oreos, 2007 (1. Auflage), ISBN 978-3923657889; 191.

Weblinks[Bearbeiten]

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