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Via Claudia Augusta (Radroute)

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Via claudia augusta bayern.jpg

Die Radroute Via Claudia Augusta führt von Donauwörth über die Alpen bis nach Venedig.

Transalp als "Otto-Normalradler"? - Die Via Claudia Augusta machts möglich. Die Route folgt der historischen Römerstraße, die von Donauwörth über Fern- und Reschenpass bis nach Norditalien verlief. Beide Pässe besitzen mit 1.210 und 1.504 m Mittelgebirgscharakter. Etwas Bergkondition benötigt man natürlich schon - ein Jan Ulrich muss man aber nicht sein.

Wichtig zu wissen: Beide Pässe sind die "Knackpunkte" der Route (Beschreibung siehe Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten). An beiden Pässen verkehren übrigens auch Busse mit Fahrradmitnahme.

Streckenprofil[Bearbeiten]

  • Länge: gut 700 km (Länge der "Bikelinebeschreibung" Donauwörth - Venedig)
  • Ausschilderung: eine durchgängige, einheitliche Ausschilderung besteht nicht (Datenstand 03-2007); lokale Wegweisung ist aber meist vorhanden
  • Steigungen: zum Teil erheblich, in Tirol sind der Fernpass und der Reschenpass zu überwinden, für die es aber auch Shuttle-Busse gibt. Insgesamt besitzt die Route etwa 2500 Höhenmeter.
  • Wegzustand: überwiegend sehr gut, es gibt aber in Österreich ein paar geschotterte und unbefestigte Wegabschnitte (Fernpass!)
  • Verkehrsbelastung: Am Fernpass sehr hoch, wenn man auf der Straße fährt.
  • Geeignetes Fahrrad: Eine bergtaugliche Schaltung sollte das Fahrrad besitzen, sonst muss man öfters schieben (Reschenpass 400 Höhenmeter).
  • Familieneignung: durchgängig nein
  • Inlinereignung: durchgängig nein

Hintergrund[Bearbeiten]

Vorbereitung[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird nur von einzelnen ICs angefahren. Ansonsten gibt es Verbindungen im Nahverkehr aus mehreren Richtungen. Der nächste Fernbahnhof mit IC-Halts ist Augsburg. In Ingolstadt halten keine ICs.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Neuschwanstein

Donauwörth − Augsburg − Füssen: 162 km[Bearbeiten]

  • Von Donauwörth folgt die Radroute dem Lech bis nach
  • Augsburg · km: 45. − Hier wartet u.a. das Römische Museum auf einen Besuch.

Weitere Höhepunkte auf dem Weg nach Füssen sind:

Füssen − Fernpass − Landeck: 88 km[Bearbeiten]

Hinter Füssen wird das Lechtal am Lechdurchbruch (mit Wasserfall) das erste Mal eng. Hier ist quasi das Tor in die Alpen. Aber schon nach einigen Kilometern erreicht man die weite Talniederung rund um Reutte. Von hier geht es hinauf in das Hochtal, nach Heiterwang (die 1000 m Höhenmarke wird das erste Mal auf der Tour überschritten). Nach Querung der "Tiroler Zugspitzarena" bei Ehrwald heißt es kräftiger strampeln (schieben ist auf der Römerroute auch erlaubt). Mit dem 1210 m hohen Fernpass wird der erste große Pass der Tour erreicht: Der Fernpass

Radroute am Fernpass 1210 m[Bearbeiten]

  • Passstraßennutzung ist sehr gefährlich (sehr stark befahrene Straße, kein Radweg vorhanden)
  • Alternative I: ausgesetzte, zum Teil steile MTB-Route mit Schiebestrecken für Tourenräder über den Fernpass (Strecke ist nicht beschildert; ausführliche Infos siehe Römerweg (MTB-Strecke) Radreise-Wiki).
  • Alternative II: Hahntennjoch mit 1903 m - anspruchsvoller Pass mit weniger KFZ-Verkehr, aber vielen Motorradfahrern; für Reiseradler mit Gepäck eigentlich keine Alternative zum Fernpass (siehe auch Hahntennjoch auf www.quaeldich.de
Landeck mit Innbrücke der Arlbergbahn

Über Nassereith radelt man weiter nach Imst mit seiner historischen Altstadt. Mit einem Aufenthaltstag kann man hier der über 3000 m langen Sommerrodelbahn "Alpin Coaster" einen Besuch abstatten. Von Imst aus ist es nicht mehr weit bis Landeck, dem Zentrum "Westtirols", aber der Radweg geht ein paar Kilometer neben der Autobahn lang.

Landeck − Reschen am See: km: 59[Bearbeiten]

Durch das Inntal über Nauders zum Reschenpass (1507 m)[Bearbeiten]

Hinter Landeck geht es schon wieder kontinuierlich bergauf. Richtig ernst wird es aber erst am Anstieg zum Reschenpass, der an der Grenze zu Italien liegt.

Innbrücke von Alt-Finstermünz
Reschenpass Richtung Reschensee
Reschensee mit versunkenem Kirchturm

Orte:

  • Landeck · km 250 - 816 m
  • Tösens · 931 m
  • Prutz · 866 m
  • Pfunds (A) · km 281 - 971 m
  • Vinadi Weinberg (Finstermünzpass) · km 289 - 1086 m
  • Martina (CH) · km 294 - 1035 m
  • Norbertshöhe (A) · km 300 - 1406 m
  • Nauders (A) · km 302 - 1340 m (Ortsmitte: 1394 m)
  • Reschenpass (Passo Resia) (I) · km 307 - 1507 m
  • Zum Pass führt die viel befahrene Bundesstraße 180, die auf 6 km im Steigungsbereich keine Radwege besitzt. Auf diesen 6 km finden sich ferner mehrere Tunnels und Galerien . Eine Befahrung ist daher eher nicht empfehlenswert (laut Radreisewiki darf die Bundesstraße nach Abschluss der Bauarbeiten 2007 wieder per Rad genutzt werden. Info korrekt ?).
  • Von Norden aus dem Inntal sollte man daher evtl. besser über die Norbertshöhe (1461 m) Richtung Süden fahren. Die Passstraße ab Martina im Inntal ist nur mäßig befahren. Die eigentliche Auffahrt zur Passhöhe vor Nauders beträgt etwa 430 hm verteilt auf 6,5 km Strecke mit 7 - 8% Steigung. Aber auch hier: Etwa 7 km der Zollstraße im Inntal unterhalb Martina besitzen aber ebenfalls keinen Radweg. Immerhin ist die Steigungsstrecke dafür bei dieser Variante weniger befahren und die Strecke enthält weniger Galerien. Wer über die Norbertshöhe fährt kann im Inntal einen Abstecher zur historischen Grenzstation Finstermünz an der alten Reschenstraße machen. Achtung: Die alte Reschenstraße führt von Finstermünz zwar als groberer Schotterweg auf die oben angesprochene Bundestraße, aber es müssen trotzdem noch die gefährlichsten 3 km der Straße (mit den meisten Tunnels und Galerien) im Steigungsbereich überwunden werden.
  • Nachdem die Kehren der Norbertshöhe bezwungen sind öffnet sich ein weites Hochtal. Etwa 80 Höhenmeter saust man nun hinunter zum Wintersportort Nauders. Hinter Nauders radelt man durch den weiten Talboden leicht ansteigend wieder Richtung Süden. An der Grenzstation quert man auf etwa 1450 m Höhe die Bundesstraße. Zwei braune Schilder an der Straße weisen hier auf den angeblich hier liegenden Reschenpass mit 1455 m Höhe hin. Die Schilder sind jedoch irreführend. Die geografische Passhöhe (auf 1.504 m) mit der Wasserscheide liegt noch weiter südlich beim Dorf Reschen.

Weitere Infos zum Reschenpass:

  • siehe auch Reschenpass bzw. Norbertshöhe im Radreise-Wiki (ausführlicher Artikel Rechenpass) oder auch Infos auf www.quaeldich.de - evtl. Alternative: fahrbare MTB-Route (es liegen keine Infos auf Wikivoyage bzw. im Radreise-Wiki über diese MTB-Route vor).
  • Bike-Shuttle Fahrplan 2012: Landeck → Pfunds → Nauders · 5 mal täglich von Mai bis Oktober (Postbus-Verbindung; Fahrräder sollten laut Hinweis auf dem Fahrplan wohl möglichst vorher angemeldet werden).
  • PostAuto von Martina in der Schweiz nach Nauders (A) in 11 min., 7 mal täglich, Fahrpreis: 4,20 CHF + Fahrradkarte: 4,20 CHF. am Besten bereits in „Nauders Norbertshöhe“ (1406m) aussteigen und in den Ort (1340m) runterradeln. Voranmeldung ratsam, Tel.: 0041 (0)58 - 453 28 28 · Fahrplan 2012

Reschen − Meran: 80 km[Bearbeiten]

Vom Reschen am See nach Mals[Bearbeiten]

  • Im Reschenstausee findet man den bekannten, im Wasser stehenden Kirchturm von Alt-Graun (bei 46° 48′ 39″ N 10° 32′ 12″ O). Wer den Turm sehen möchte, muss den weitgehend ebenen Radweg an der Staatsstraße am Ostufer entlang radeln.
  • Hügeliger, aber ruhiger (da abseits des Straßenverkehrs gelegen) ist der Radweg an der Westseite des Stausees.

Nach dieser Strapaze wird man im Vinschgau, dem Obstgarten Südtirols, mit einer traumhaften Radroute belohnt - dem Vinschger Radweg.

Vinschger Radweg[Bearbeiten]

Das Etschtal mit Ortlergruppe aus 1221 m Höhe von Höfl am Naturner Sonnenberg aus gesehen.
Blick vom Pulverturm auf Meran

Ab der Sperrmauer des Reschensees läuft das Rad über den neuen Vinschger Radweg "wie von alleine". Die mit Ausschilderung und Infotafeln versehene Strecke bringt einen schnell Richtung Meran (86 km ab Reschen am See fast durchgehend Asphaltweg; meist verkehrsfreie Führung).

Im Frühjahr gegen Mitte April bis Mitte Mai fährt man in nur einem Tag mitten hinein in den Frühling. Während am Reschenpass noch alles braun ist und höchsten die Krokusse blühen, sind in Meran schon die Obstbäume in voller Blüte oder sogar schon verblüht. Was im Frühling angenehm ist, kann übrigens im heißen Hochsommer zur Qual werden. In Meran sind Temperaturen von über 30 °C dann keine Seltenheit. Dann sehnt man sich zu den angenehmen Temperaturen am Reschenpass zurück (Unterschied bis zu 10 °C).

Charakteristisch für den Vinschger Radweg sind die vielen Apfelplantagen, die im mittleren und unteren Vischgau am Wegesrand zu finden sind. Wer möchte kann zu diesem Thema das Obstbaumuseum in Lana bei Meran besuchen. Sehenswert sind auch die Burgen und Schlösser, die die Berghänge des Vinschgau bevölkern. Bekannt sind zum Beispiel Schloss Juval bei Naturns mit dem Messner Mountain Museum.

Orte an der Strecke:

  • Reschen am See (Rèsina) · km 309 - 1513 m
  • Graun im Vinschgau (Curòn Venosta) · 1501 m
  • St. Valentin auf der Haide (San Valentino alla Mutte) · 1474 m
  • Burgeis (Burgusio) · km 324 - 1208 m
  • Mals (Màlles Venosta) · 1052 m
  • Schleis (Clùsio) · 1064 m
  • Laatsch (Laùdes) · 987 m
  • Glurns (Glorenza) · km 330 - 914 m − kleines Städtchen mit einer sehr gute erhaltenen Altstadt mit Stadtmauer.
  • Alt-Spondinig (Spondigma) · 886 m hier geht es vor dem Sudenbach links nach Prad.
  • Prad am Stilfserjoch (Prato allo Stelvio) · km 329 - 911 m
  • Laas (Lasa) · 869 m − ist bekannt für den Laaser Marmor, der hier abgebaut wird.
  • Göflan (Covelano) · 755 m
  • → Schlanders (Silandro)(abseits) · 775 m
  • Morter (Mortèr) · 701 m, Alternativ über Goldrain (Coldrano)
  • Latsch (Làces) · 642 m
  • Kastelbell-Tschars (Catellbello-Ciardes)· 587 m
  • Tschars (Ciardes) · 636 m
  • Staben (Stava)
  • Naturns (Naturno) · 528 m − mit Schloss Juval. Das Schloss ist Wohnsitz des bekannten Bergsteigers Reinhold Messner. Es kann das Messner-Mountain-Museum besucht werden.
  • Plaus · 519 m
  • Töll
    Partschins (Parcines) · 626 m − Partschinser Wasserfall, ca. 1 Stunde Fußmarsch
  • Algund-Forst (Lagundo-Foresta) · 302 / 350 m− Brauerei Forst
  • Meran(Merano) · 325 m
  • km 40: Laas (875 m) - ist bekannt für den Laaser Marmor, der hier abgebaut wird.
  • km 69: Naturns (540 m) mit Schloss Juval. Das Schloss ist Wohnsitz des bekannten Bergsteigers Reinhold Messner. Es kann das Messner-Mountain-Museum besucht werden.
  • km 79: Töll (508 m) - Unterhalb von Töll wurde in Bereich der Etsch ein aufwendiger Radweg errichtet, der in mehreren Kehren über etwa 100 hm hinab in den Talgrund nach Algund führt.
  • km 82: Algund (350 m)
  • km 86: Meran (323 m) - In Meran stößt man das erste mal auf südliches Flair. Weinberge zieren die Hänge und an der Flusspromenade gedeihen Palmen. Die Altstadt lädt zum Bummel ein. Besuchen sollte man unbedingt den Aussichtsturm "Pulverturm" mit traumhaftem Blick über der Stadt (Aufstieg zu Fuß).

Meran − Bozen − Trient: 91 km[Bearbeiten]

Strecke ALTINATE

Von Bozen erreicht man schnell die Region Überetsch mit Eppan an der Weinstraße und dem Kalterer See. Hier kann man sich bei großer Hitze Abkühlung verschaffen. Alternativ kann man auch über Kalten fahren. Das sind noch ein paar Höhenmeter auf einem Radweg durch Tunnel (War wohl mal eine Zugtrasse).

  • Bozen-Kaiserau · km: 420
    Bozen, die Hauptstadt Südtirols.

Trient − Venedig: 237 km[Bearbeiten]

Weiter südlich teilt sich bei Trient (Trento) die Via Claudia:

Der beliebtere Abschnitt (bergig) ist allerdings die Route an die Adria mit dem Zielort Altino, kurz vor Venedig.

  • Trient · km: 480 - 194 m − Wer den heftigen Anstieg scheut kann die sich schlängelnde stündlich verkehrende Bahn benutzen und ist in 20 min. in Pergine, oder den Bus, der alle viertel Stunde fährt und 25 min. benötigt. Er kostet mit Fahrrad 5,- €.
  • Pergine Valsugana · km: 493 - 490 m
  • Borgo Valsugana · km: 525
  • Feltre · km: 577
  • Valdobbiadene · km: 601
  • Treviso · km: 655
  • Quarto d'Altino · km: 681
  • Altino · km: 698 (kleines Dorf)
  • Venézia-Mestre · km: 706 - Ende der Via Claudia Augusta
    Bis nach Venedig ist es von hier aus nur ein Katzensprung. Nach Venedig kann man auch über Bassano del Grappa fahren, allerdings nicht auf Radwegen, sondern Landstraßen mit wenig Verkehr; nur sind die paar Autos die hier fahren sehr schnell, also nicht gerade vorsichtig.

Ast: Trient − Verona − Ostiglia: 185 km[Bearbeiten]

Strecke PADANO

Ein Ast führt entlang der Etsch weiter über Verona bis nach Ostiglia am Po. Bis Verona folgs der Radweg der Etsch, dann geht es über flaches Land.



Hinweis: Wenn Sie sich auf der Route auskennen, arbeiten Sie die Routenbeschreibung in eine ausführliche Streckenbeschreibung mit Etappen und genauen Routeninfos um. Eine Anleitung dazu finden sie hier.

Ein Beispiel für eine fertig ausgearbeitete Radroute mit Etappen ist hier zu finden.


Ausflüge[Bearbeiten]

Rücktransport[Bearbeiten]

GPS - Daten[Bearbeiten]

  • Routenprofil mit GPS-Daten und Google Earth KMZ-Datei im Radreise-Wiki

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

  • Artikel Via Claudia Augusta im Radreise-Wiki (mit Routenkarte auf Basis Google Maps und einigen Bildern).

Weblinks[Bearbeiten]

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