Internet-web-browser.svg
Gewählt zum Ziel des Monats
Vollständiger Artikel

Meran

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Meran vom pulverturm wv ds 08 2004.jpg
Meran
Region Trentino-Südtirol
Einwohner
40.047 (2017)
Höhe
325 m
Tourist-Info Web www.meraninfo.it
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Norditalien
Reddot.svg
Meran

Der Kurort Meran (italienisch Merano, ladinisch Maran) liegt im Westen Südtirols und war im Mittelalter die Hauptstadt ganz Tirols. Im fast mediterranen Klima zu Füßen der Alpen gedeihen Wein und sogar Palmen. Die Altstadt kann mit einer gut erhaltenen Mischung aus Mittelalter und "Belle Époque" aufwarten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Meran liegt nur rund 300 Meter über dem Meeresspiegel mit südseitiger Ausrichtung in klimatisch und strategisch günstiger Lage in einem Talkessel am nördlichen Ende des breiten Etschtals, in das von Nordosten das Passeiertals (mit dem Fluss Passer), und von Westen der Vinschgau mündet.

Meran ist die zweitgrößte Stadt der italienischen Provinz Südtirol, Stadtteile sind die Altstadt, Gratsch, Obermais (Villenviertel), Untermais (seit 1924 bei Meran), Labers und Sinich (ein Dorf im Etschtal).

Kleine Chronik[Bearbeiten]

Das Etschtal wird schon sehr früh besiedelt. Prähistorische Funde wie Menhire und Schalensteinen werden auf den Zeitraum um ca. 2000 v.Chr. datiert. Einer der wichtigsten Alpenübergänge der Antike führt durch das Etschtal, das um 15 vor Chr. von den Römern besetzt wurde. Der Name der römischen Zollstation „Castrum Maiense“, benannt nach der römischen Frühlingsgöttin Maias, lebt in den Namen Untermais und Obermais für zwei Meraner Stadtteile fort.

Nach dem Ende des Römischen Reiches gelangten im Frühmittelalter Ostgoten, Franken, Langobarden und am Ende die Bajuwaren in die wirtschaftlich bedeutende Region.

Eine befestigte Siedlung " Mairania" wurde im Jahre 857 zum ersten Mal erwähnt, die Stadterhebung erfolgte im 13. Jahrhundert. Meran steht seinerzeit zunächst im Einflussbereich der Vögte und Bischöfe von Brixen und Trient.

Margarethe von Tyrol

Margarethe von Tyrol (auch Margaretha Maultasch) ist die letzte Gräfin von Tirol. Sie wird 1318 als die Tochter der Adelheid von Braunschweig und des Tiroler Grafen und Kärntner Herzogs Heinrich geboren.

Bereits mit zwölf Jahren wird sie mit dem nochmal drei Jahre jüngeren böhmischen Königssohn Johann Heinrich verheiratet. Ihr "Angetrauter" gilt als infantil. Die Zwangsverbindung verläuft schon in den Kindesjahren unglücklich und die Ehe wird angeblich nie vollzogen. 1342 verstößt Margarethe ihren Mann aus dem Land Tirol und heiratet ohne eine offizielle Scheidung den Markgrafen Ludwig von Brandenburg, einen Sohn Kaiser Ludwigs des Bayern. Die in Tirol selbst begrüßte Heirat gilt im Reich vordergründig als Eheskandal, hintergründig beginnt ein Kampf verschiedenster europäischer Dynastien um Einfluss über die strategisch bedeutende Region Tirol: Papst Benedikt XII. verhängt den Bann über das Fürstenpaar. Kaiser Karl IV, der Bruder des verstoßenen Johann Heinrich, fällt in Tirol ein und belagert Schloss Tirol ohne es einnehmen zu können. Er brennt anschließend ersatzweise Meran und Bozen nieder.

Nach dem Tod ihres Gatten und einzigen Sohnes Meinhard III übergibt Margarethe im Jahre 1363 die Regierung der Grafschaft Tirol formell an die mit ihr befreundeten Habsburger, übt sie aber noch eine Zeitlang selber aus. Sie verbringt ihren Lebensabend in Wien, wo sie im Jahre 1369 im Alter von 51 Jahren stirbt. Der Wiener Stadtteil Margareten ist nach ihr benannt.

Der ihr schon zu Lebzeiten verpasste Beiname Maultasch ist hier als "Hure" zu verstehen: Viele Details über den Lebenswandel der Margarethe sind nicht überliefert. Die moderne Wissenschaft interpretiert den Beinamen heute eher als eine Propaganda ihrer politischen Gegner. Gleiches gilt für ihren zweiten Beinamen die "häßliche Herzogin", der unter Lion Feuchtwanger 1923 Eingang in die Literatur fand.

Ausgehend von Schloss Tirol im nahen Dorf Tirol entsteht ab dem 12. Jahrhundert die Herrschaft Tirol. Die Grafen von Tirol verwalten schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Gebiet, das die Herrschaftsrechte südlich und nördlich des Brenners vereint. Die Herrschaft Tirol wird als Grafschaft im deutschen Reich anerkannt. Die Verwaltung der Grafschaft wird mit ständeübergreifenden Strukturen vom Adel und Landständen, Städten und bäuerlichen Gerichtsgemeinden gemeinsam getragen und ist in Folge identitätsstiftend für das gemeinsame Selbstverständnis ihrer Einwohner als Tiroler.

Bodenschätze im Gebirge und der Transithandel machen Tirol zu einem reichen Land. Die Handelsstadt Meran wird 1310 die Hauptstadt und erhält von den Tiroler Grafen zahlreiche Privilegien, unter anderem das Münzrecht. Die Stadt wird wohlhabend und erlebt ihre erste große Blütezeit. Der Wohlstand von Stadt und Region weckt aber auch die Begehrlichkeiten der Nachbarn.

Im Jahre 1363 übergibt Gräfin Margarete von Tirol (siehe Kasten), die erstgeborene der beiden Töchter des Herzogs Heinrich VI. von Kärnten und letztem Grafen von Tirol (um 1270-1335), nach politischen Turbulenzen das Land Tirol formell an die mit ihr befreundeten Habsburger, übt aber die Amtsgeschäfte zunächst noch weiter aus. Im Jahre 1420 wird der landesfürstliche Hof Tirol endgültig nach Innsbruck verlegt, die Münzprägestätte folgt 1477 nach Hall in Tirol.

Meran bleibt zwar bis 1848 offizielle Hauptstadt Tirols, ist aber über mehrere Jahrhunderte politisch und wirtschaftlich bedeutungslos, die wichtigen Städte sind jetzt Innsbruck und Bozen als Achse an der Handelsstraße über den Brenner. Erst das 19. Jahrhundert mit den Beginn des Kurbetriebs und dann der Sommer- und Wintertourismus der Neuzeit beenden für Meran ein Dornröschenschlaf.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Meran mit Südtirol zu Italien. Dank einer geschickten Politik der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Dr. Max Markart (1922-1935) entgeht Meran, im Gegensatz zur neuen Landeshauptstadt Bozen, der Assimilierungspolitik des faschistischen Regimes unter Mussolini und kann sein Stadtbild aus der Zeit der k.u.k. Monarchie erhalten.

Kurstadt[Bearbeiten]

Meran ist Kurstadt: Dr. Johann Huber empfahl im Jahre 1836 der hochadligen Fürstin Mathilde von Schwarzenberg (Tochter des damaligen österreichischen Ministerpräsidenten Felix zu Schwarzenberg) einen Kuraufenthalt in Meran: Molke- und Trinkkuren waren im Ort seinerzeit bereits üblich und die vielen Sonnentage im Jahr waren dem allgemeinen Wohlbefinden und auch einer Kur nicht abträglich. Besucher sind daher zunächst überwiegend Lungenkranke.

Der eigentliche Durchbruch für den Kurbetrieb war dann aber der mehrmalige Aufenthalt der österreichischen Kaiserin Sisi, die unter anderem in den Jahren 1870 bis 1872 zweimal mit ihrem ganzen Hofstaat im milden Klima Merans überwinterte. Ihr folgte der ganze europäische Hochadel und auch das Großbürgertum zu Kuraufenthalten oder einfach nur zum Verweil in der Stadt. Wesentlich unterstützt wurde die Entwicklung von der Eröffnung der Brennerbahn 1867 und vom Bahnanschluss für Meran im Jahre 1881. In der Glanzzeit Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Meran eine umfangreiche touristische Infrastruktur aus Edelhotels, Kulturbauten wie Ball- Theater- und Konzertsälen, Sommer- und Winterpromenade, Sportanlagen und zahlreichen Villen für die betuchten Gäste. Allerdings brachte dann der Erste Weltkrieg und sein Ende mit den folgenden politischen Umwälzungen der Region, Südtirol wurde italienisch, ein jähes Ende des mondänen Kurbetriebs. Der Schwerpunkt der damaligen Besucher stammte aus den Ländern der ehemaligen italienischen Kriegsgegner Deutschland und Österreich und blieb in Folge aus.

Meran war seinerzeit überwiegend Luftkurort, heute wird daneben auch noch das zwischen 1933 und 1936 erstmals untersuchte Meraner Kurwasser aus sogenannten "sauren" Gesteinen der Umgebung (insgesamt über 700 Quellen, davon ca. 100 leicht radioaktiv) in der ab dem Millenium neu entstandenen Therme und den neu angelegten Parkanlagen für verschiedene therapeutischen Zwecke angewendet.

Anreise[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte von Südtirol in Italien
Meran
Meran
Entfernungen (Straßen-km)
Lana 9 km
Bozen 32 km
Trient 84 km
Sterzing 59 (120) km
Innsbruck 110 (151) km
Verona 183 km
München 271 (311) km
Klammerwerte: Route über Bozen

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster Regionalflughafen ist der Airport Bozen. Die Flughäfen Verona, Innsbruck sind beide ca. 2 Autostunden von Meran entfernt. Etwas weiter entfernt gelegen, aber trotzdem in akzeptabler Reichweite sind die Flughäfen München, Salzburg, Brescia (Montichiari), Bergamo (Orio al Serio), Mailand Malpensa und Linate, Venedig und Treviso gelegen. Diese werden auch teilweise von Billigfluggesellschaften angeflogen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Nächster Fernverkehrshalt ist Bozen. In Bozen halten zahlreiche Fernzüge der Brennerstrecke (z. B. aus Innsbruck bzw. München). Von Bozen aus besteht mit dem Nahverkehr Anschluss Richtung Meran (1/2 Stundentakt).

Aus Deutschland bietet sich übrigens die Anreise mit dem Nachtzug an. Die Züge halten auch in Bozen. Weiteres siehe www.nachtzugreise.de (offizielle Seite der DB)

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Mautfrei von Deutschland aus:
    • Autobahn A 7 bis Füssen, dann über den Fernpass ins Inntal. Über Landeck geht es hinauf zum Reschenpass. Durch den schönen Vinschgau erreicht man schließlich Meran.
    • Achtung: Der Landecker Umgehungstunnel ist vignettenpflichtig. Wer keine Vignette für die österreichischen Autobahnen besitzt, muss durch die Stadt Landeck fahren. Wichtig: Die offizielle Ausschilderung zum Reschenpass führt durch den Tunnel (also nicht beachten). Es wird oft am Tunnel kontrolliert.
    • Bergige Alternative ab Imst: Fahrt durch das Ötztal und über das mautpflichtige Timmelsjoch (Achtung: Nacht- und Wintersperren beachten).
  • Autobahn von Deutschland aus:
    • Über Rosenheim oder über Garmisch-Partenkirchen bis Innsbruck und von dort weiter über die Brennerautobahn bis Bozen. An der Ausfahrt Bozen-Süd von der Autobahn abfahren und über die MeBo-Schnellstrasse die letzten Kilometer durchs Etschtal fahren bis Meran.
    • Bergige Variante über den Jaufenpass: In Sterzing von der Brennerautobahn abfahren und über den Jaufenpass (Achtung: Nacht- und Wintersperren beachten) bis Meran.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • aus München: "Meraner Land Express" von März bis Oktober jeden Mittwoch und Samstag in München ab dem ZOB, Fahrtzeit ca. sechs Stunden, Hin- und Rückfahrt ca. € 65,00, Einzel ca. 40.-€ Buchung bei der Kurverwaltung.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Meran liegt an der Via Claudia Augusta, die von Donauwörth nach Venedig führt.

Radtransport Vinschgau: Zwischen April und Oktober ist auf der Vinschgerbahn ab Meran, Algund und Marling in Richtung Mals der Radtransport nicht möglich. Stattdessen steht an diesen Bahnhöfen ein Bike Shuttle mit LKW zur Verfügung. Tel.: +39 0473 201500

Mobilität[Bearbeiten]

Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für PKWs gibt es altstadtnahe, gebührenpflichtige Parkplätze.

Meran gehört zum Verkehrsverbund Südtirol. Mit der 2005 modernisierten Vinschgauer Bahn kann man die gleichnamige Region erkunden, in der übrigens auch Reinhold Messner zu Hause ist.

Die Mobilcard ermöglicht, an einem, drei oder sieben aufeinander folgenden Tagen alle öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol zu nutzen, einschließlich der Seilbahnen nach Ritten, Meransen, Jenesien, Mölten und Vöran. Sie kostet 15 €, 23 € bzw. 28 €. Die Museumobil Card kostet für 3 Tage 28 € und für 7 Tage 32 € und ermöglicht außerdem den Besuch in 80 Museen.

Im Preis der Bikemobil Card zu 24 / 30 / 34 € ist zusätzlich die Nutzung eines Leihfahrrads für einen frei gewählten Tag enthalten. Es kann an einer der 24 Leihstationen zurückgegeben werden, darf aber nicht mit der Bahn transportiert werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtplan
Bitte auf das Symbolbild klicken.
Pfarrkirche St. Nikolaus
In der Stadtmitte
Hist. Fußgängerbrücke über die Passer
Tappeinerweg mit Pulverturm

Die Sehenswürdigkeiten Merans spiegeln ganz deutlich die Geschichte der Stadt: Sie stammen im Wesentlichen aus der Glanzzeit im Mittelalter und aus der Zeit als mondäne und bedeutende europäische Kurstadt in der "Belle Epoque": Der Zeitraum des Barocks, als in anderen Gegenden Südtirols verschiedene herausragende Kirchenbauten und Schlösser mit entsprechend prunkvollen Inneneinrichtungen entstanden, ist in Meran so gut wie nicht vertreten.

In Meran fand die Italienisierung Südtirols im Gegensatz zum nahen Bozen so gut wie keinen Niederschlag: wer Meran sieht, sieht wie Bozen aussehen könnte.

Kirchen und Gemeinden[Bearbeiten]

  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Pfarrkirche St. Nikolaus - erbaut im 14. Jahrhundert als gotischer Bau. Der Turm wurde im Jahr 1617 aufgestockt. Damit ist der Kirchturm heute weithin in der Stadt sichtbar.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Barbarakapelle - ein zweistöckiger, achteckiger Zentralbau aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Sehenswert ist auch der gotische Schnitzaltar in der oberen Kapelle.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Spitalkirche zum Hl. Geist - Die Kirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet, nachdem eine Flutwelle der Passer den Vorgängerbau zerstört hatte. Das Westportal ist reich geschmückt. Der dreischiffige Innenraum fällt durch seine sehr harmonische Gestaltung auf.
  • Christliche Gemeinde Meran (EFK) - Die EFK Meran wurde in den 1980er Jahren gegründet und hat seit 1990 eigene Gemeinderäume in der Postgranzstr. 8 in Meran. In diesen findet auch der regelmäßige Sonntags-Gottesdienst, jeden Sonntag um 10 Uhr statt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Christ Sein Heute", an jedem ersten Sonntag im Monat - im Bürgersaal von Meran (Otto-Huber-Str. 8)- verschiedene Expertenvorträge veranstaltet.[1]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Zenoburg - Von der aus spätrömischer Zeit stammenden Burg ist noch der Burgfried und eine später errichtete Kapelle erhalten. Diese ist dem Hl. Zeno geweiht. Die teilweise restaurierte Ruine ist in Privatbesitz und nicht allgemein zugänglich.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Pulverturm - Das Bauwerk liegt hoch über der Altstadt. Vom Turm (frei zugänglich) hat man einen schönen Panoramablick über die Stadt.
  • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Stadttheater - Jugendstilbau von 1899
  • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Steinerne Steg ist eine Steinbogenbrücke aus dem 16. Jahrhundert über die Passer. Die Brücke ist ein beliebter Anziehungspunkt für Besucher. Hier kommen mediterrane Gefühle auf. Das Bauwerk darf nur von Fußgängern benutzt werden.
  • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Altes und Neues Kurhaus - An das alte Gebäude wurde zwischen 1912 und 1914 das neue Kurhaus angebaut.
  • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Laubengasse - Die " Via Portici" mit ihrer historischen Bebauung lädt zum Bummel ein. Für eine Einkehr gibt es diverse Gastronomie.
  • Stadttore - Von der ehem. Stadtbefestigung sind noch drei Tore erhalten: Bozner Tor, Passeirer Tor, Vinschger Tor

Museen[Bearbeiten]

  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Städtisches Museum, Pfarrplatz 6, Tel. 270038, von Ostern bis zum 6. Januar von Dienstag bis Samstag 10:30 – 17:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 10:30 – 13:00 Uhr, Montag geschlossen. Kunsthistorische und volkskundliche Objekte sind neben der umfangreichen geologischen und urzeitlichen Sammlung ausgestellt.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Landesfürstliche Burg, Galileistraße, Tel. 230102, Di-Sa 10-17 h, So 10-13 h. Das aus dem Jahr 1450 stammende Gebäude wurde 1876 restauriert und mit Einrichtungsgegenständen aus dem 16. Jahrhundert ausgestattet. Sehenswert ist auch die Musikinstrumentensammlung (16., 17. und 18. Jahrhundert).
  • 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Frauenmuseum Evelyn Ortner, Lauben 68, Tel. 231216, Mo-Fr. 10-18 h, Sa 10-13 h. Alltagsgegenstände, Fotografien und Kleidungsstücke dokumentieren das Leben der Frauen seit Ende des 18. Jahrhunderts.
  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Touriseum - Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, St. Valentinstr. 51 a, Tel. 270172, täglich 9.00 – 18.00 h, 15. Mai bis 15. September 9.00 – 21.00 h, Das Touriseum ist das erste Museum des Alpenraums, das sich umfassend und ausschließlich der Geschichte des Tourismus widmet.

Spazierwege[Bearbeiten]

  • Promenaden an der Passer - schöne Strecken zum Flanieren. Südliche Gewächse wie Palmen säumen die Wege.
  • Tappeiner Weg - 6 km langer Spazierweg über der Stadt. Entlang des Wegs gedeiht mediterrane Vegetation. Der Weg wurde übrigens vom Meraner Arzt Dr. Franz Tappeiner (1816 - 1902) finanziert. Der Bau des Panoramawegs erfolgte in mehreren Etappen zwischen 1893 und 1928.

Pferderennplatz[Bearbeiten]

Der Stadtteil Untermais beherbergt den Meraner Pferderennplatz. Der Rennbetrieb beruht auf einer langen Tradition, die noch in die k.u.k.-Zeit zurückgeht. Es finden von anfang Mai bis Mitte Oktober (mit einer Sommerpause im Juli) meistens sonntags Vollbluter-Galopprennen statt. Zur Saisoneröffnung und zum Abschluss finden jeweils am Ostermontag, sowie Mitte bis Ende Oktober die Haflinger-Galopprennen statt.

Highlight des Rennbetriebes ist jeweils der letzten Sonntag im September, an dem der Große Preis von Meran stattfindet. Dieser mit großzügigem Preisgeld dotierte Event schafft es jedes Jahr aufs Neue die créme de la créme der weltbesten Pferde und Jockeys anzulocken.

Informationen über das Rennprogramm erhält man in den Tourismusbüros, in der Lokalpresse, sowie beim Betreiber des Rennplatzes.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff[Bearbeiten]

Schon Kaiserin Sissi von Österreich erkor das am östlichen Stadtrand Merans gelegene Schloss Trauttmansdorff zu ihrem Winterdomizil.

Die 12 Hektar großen „Gärten von Schloß Trauttmannsdorf“ am östlichen Rand der Stadt sind eine nicht nur für Gartenliebhaber sehenswerte Gartenanlage. Der erst vor wenigen Jahren neu angelegte Schaupark besticht durch die rund 80 moderne Themengärten, in denen zahlreiche Pflanzen rund ums Jahr für blüten- und duftreiche Abwechslung sorgen. Ein besonderes Highlight ist der Garten im Frühling, da die Frühjahrsblüher (Krokusse, Tulpen, Märzenbecher, Violen) dort sehr üppig und prachtvoll (jedes Jahr aufs Neue variierend) gepflanzt werden. Im milden meraner Klima gedeihen zudem exotische Gewächse aus aller Welt. Im Schloß Trauttmansdorff selbst ist das Museum für Tourismus „Touriseum“ untergebracht.

Vom Stadtzentrum aus erreicht man Schloss Trautmannsdorf zu Fuß über den „Sissi Weg“ (Gehzeit: 45 Minuten) oder mit dem Stadtbus (Nr. 4 oder 1B). Weitere Infos siehe auch Seite des Schlosses Trauttmansdorff bzw. Seite des Museum für Museums für Tourismus. Ab Mittag kann an schönen Tagen der schon sehr große Parkplatz bis auf den letzten Platz besetzt sein.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Meranarena (Hallenbad, Eishalle, Eislaufplatz,), Gampenstraße 74, I-39012 Meran (im Stadtteil Untermais). Tel.: 0473 236982, Fax: 0473 236984.

Sommer[Bearbeiten]

  • Radtouren durch die Obstgärten im weiten Talboden

Bergwandern[Bearbeiten]

Wandern in der Region um Meran ist in allen Klimastufen - von mediterran bis hochalpin möglich:

  • Meraner Höhenweg, der bekannteste Wanderweg zu Meran: Der Rundwanderweg verläuft am Rand des Naturparks Texelgruppe (in den Ortleralpen) mit einer Länge von rund 100 km und auf fast gleichbleibender Höhe von ca. 1.400 m, die vorhandenen Höhenunterschiede halten sich mit einigen 100 m am Tag in Grenzen. Die gesamte Gehdauer beträgt, je nach Kondition, zwischen 3 und 8 Tagen. Detailierte Infos siehe im Artikel zu den Ortleralpen.

Ausführlichere Infos zur Ausrüstung und zum Verhalten im Gebirge siehe auch im Artikel Bergsteigen;

Winter[Bearbeiten]

  • Eislaufen auf dem Kunsteislaufplatz in der Meranarena (Nov. bis März), Schlittschuhverleih.

Ski Alpin[Bearbeiten]

Schnee im Ort Meran selbst ist bei dem gegebenen milden Klima mit den vielen Sonnentagen eher selten. Unter dem Begriff Meraner Land vermarkten sich fünf Skigebiete der erweiterten Region um Meran mit gemeinsamen Skipass für insgesamt 33 Aufstiegsanlagen, 100 Pistenkilometer und 5 Rodelbahnen. Die fünf Skigebiete gehören zum Verbund der Ortler Skiarena mit 11 weiteren Skigebieten und gemeinsamen Skipass. Die Skigebiete sind:

Detailierte Infos zu den Skigebieten siehe im Artikel Skigebiete in Italien den Abschnitt Meraner Land;

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Feinschmeckermarkt im Mai auf der Passeierpromenade: kulinarische Spezialitäten der Region und Italien.
  • Asfaltart: Straßenkünstlerfest an einem Wochenende im Juni, Info; www.asfaltart.it;
  • Meraner Stadtfest, im Zweijahresrhythmus am ersten Samstag und Sonntag in der Augustwoche: Gastronomie, Musik und Unterhaltung in der Altstadt / Zentrum; Info: www.meranerstadtfest.it
  • Meraner Musikwochen: Bedeutendes Festival der klassichen Musik, seit 1986 und gegen Ende August. Der Schwerpunkt liegt jedes Jahr auf einem anderen Musikstil.
  • Meraner Traubenfest am dritten Wochenende im Oktober: Festumzug mit Musikkapellen, und Folklore, Volkstanzgruppen, Fanfaren- und Spielmannszüge, Trachtengilden an der Kurpromenade und in der Innenstadt. Das Fest gilt mit einer Tradition seit 1886 als das älteste und bekannteste Erntedankfest in Südtirol.
  • Der Meraner Christkindlmarkt findet in der Adventszeit bis zum 06.01 statt. Der Weihnachtsmarkt im Stadtzentrum bietet neben weihnachtlichen Backwaren, Südtiroler Spezialitäten und traditionellem Kunsthandwerk auch ein Rahmenprogramm mit verschiedene Veranstaltungen wie Kirchenkonzerte zum Thema. Info: www.meraneradvent.it;

Einkaufen[Bearbeiten]

Auch infolge seiner Vergangenheit als mondäner Kurort für vermögende Kurgäste aus ganz Europa hat es in Meran immer ausreichende Gelegenheit gegeben, sein Geld auszugeben.

Da es in Südtirol aufgrund lokalpolitischer Bemühungen auch in der Neuzeit keine der modernen großen außerortschaftlichen Einkauszentren gibt, ist die Meraner Innenstadt sehr einkaufsfreundlich und zusammen mit zahlreichen Stadtkaffees auch sehr einladend. Eine Vielzahl an Traditionsbetrieben sind zwischen den parallel verlaufenden Laubengasse und Freiheitsstraße sowie deren Querverbindungen angesiedelt. Das Angebot ist bunt gemischt und reicht von traditionellen Trachtenprodukten über Spielwaren, Enotheken, Spezialitäten, Schuhen, Sportartikel, Bücher bis zu Schmuck.

In der Umgebung des Bahnhofs findet dienstags der kleine und freitags (immer vormittags) der große Markt statt. Dort bieten Wanderhändler ihre Produkte an, die von Südfrüchten über Trachten bis zu Handtaschen und Lederprodukten reichen. Der Markt eignet sich auf jeden Fall für Schnäppchenjäger.

Insgesamt kann die Gesamtauswahl an Einkaufsmöglichkeiten und Geschäften in Meran als die beste in Südtirol angesehen werden.

Öffnungszeiten - Mittagpause in Südtirol: von 12 Uhr bis 15 Uhr sind die Läden geschlossen!

In der Adventszeit findet in Meran, so wie in allen größeren Städten Südtirols, der Adventsmarkt statt. Auf der Passer-Promenade sorgen mehrere Dutzend Verkaufsstände jedes Jahr für einen lebhaften Besucheransturm. Angeboten wird vor allem Weihnachtsschmuck sowie typische Südtiroler Produkte (Kulinarisches, Kunsthandwerk). Es hat sich in den letzten Jahren etabliert, dass der Meraner Adventsmarkt auch nach Weihnachten bis zum 6. Jänner noch geöffnet bleibt.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Hinsichtlich "Nightlife" hatte Meran lange Zeit eher den Ruf eine ruhige Stadt zu sein. Mit dem zunehmenden Massentourismus im Sommer und dem Skitourismus im Winter hat sich mit der Eröffnung einiger neuer Lokale in den letzten Jahren etwas im bis dahin eher bescheidenen Meraner Nachtleben getan. Zentrum des Geschehens ist zweifelsohne die Freiheitsstrasse auf der Höhe des Kurhauses, dort reihen sich mehrere Lokale aneinander und spätestens seit der Einführung des Rauchverbots hat sich das Leben definitiv auf die Außenbereiche der Lokale verlagert (Sommer wie Winter).

Einhergehend mit der Entwicklung der Kneipenszene sind entsprechende Beschwerden der "Verwahrlosung" durch die betroffenen Anwohner. Die Stadtverwaltung reagiert mit einer neuen Verordnung für das Stadtzentrum: Seit Juli 2010 ist das Vorhalten von offenen Glasbehältern oder Gläsern beziehungsweise das Konsumieren von Getränken aus Glasbehältern in bestimmten Straßen zwischen 22.00 und 6.00 Uhr verboten. Rücksichtsnahme der Kneipenbesucher auf die geplagten Anwohner ist also angesagt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Meran und damit auch die Unterkunft direkt im Kurort, gehört sicherlich zu den allernobelsten Ecken Südtirols, bei einem entsprechendem Preisniveau. Wer etwas geldbeutelschonender Übernachten möchte, kann allerdings leicht in das verkehrstechnisch gut angeschlossene und preisgünstigere unmittelbare Umfeld Merans ausweichen.

günstig[Bearbeiten]

mittel[Bearbeiten]

gehoben[Bearbeiten]

  • ****Hotel Therme Meran, Thermenplatz 1. Tel.: +39 473 259 000, E-Mail: . Das Haus wurde vom Stardesigner Matteo Thun gestylt. Es gibt 25 Wasserbecken im Innen- und im Außenbereich. In der Nähe der Altstadt gelegen und am Ufer des Etsch-Nebenflusses Passer. Preis: ab 135,00 € (DZ p.P.)..
  • Palace, Cavourstr. 2-4. Tel.: 271000. Preis: ab 140 € (DZ p.P.)..
  • Park Hotel Mignon, Grabmayrstr. 5. Tel.: 230353. Preis: ab 110 € (DZ p.P.)..
  • Marlena****, Nörderstrasse 6. Tel.: 39 0473 222266, E-Mail: . Preis: ab 85 €..
  • Hotel Villa Tivoli , Verdistrasse 72 , 0473 446282, info@villativoli.it. Das Haus liegt erhöht am Hang, eingebettet in einen weitläufigen botanischen Garten, 1,5 km entfernt vom Zentrum. Wunderbares Felsenbad mit eigener Heilquelle.

Sicherheit[Bearbeiten]

Hinsichtlich einer Einwirkung aus Fremdpersonen ist in Südtirol und damit auch in Meran keine besondere Gefährdung für den Besucher anzuführen. Hinsichtlich möglichem Taschendiebstahl in öffentlichen Bereichen und bei Menschenansammlungen sollte natürlich die übliche erforderliche Sorgfaltspflicht beachtet werden, Taschen und sonstige Habseligkeiten sollten nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen werden.

  • Lawinen- und Wetterbericht: Tel.: 0471 271 177 oder 270 555;

Gesundheit[Bearbeiten]

Kurzinfos
Telefonvorwahl 0473
Postleitzahl 39012
Notruf/Feuerwehr/Polizei 115 / 118 / 113

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Fundbüro: Bauhofstraße 1, Tel. 0473 250340
  • Hauptpostamt: Romstraße 2, Tel. 0473 237792;
  • Zweigstellen: Goethestraße 5/b, Tel. 0473 442223, Brunnenplatz (Obermais), Tel. 0473 237203;
  • Vorwahl: 0039-0473 (Ländervorwahl für Italien: +39).
  • Internet Café, Via Portici / Laubengasse 204, I-39012 Merano. Geöffnet: Mo. - Fr. 8.30 bis 12.30 und 14.00 bis 19.00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Fahrt auf das Timmelsjoch
  • Ausflüge in den Vinschgau. Dabei bietet sich die Nutzung der Vinschger Bahn an.
  • Fahrt nach Bozen
  • Ausflüge ins südöstlich der Stadt gelegene Ultental, das ursprünglichste Tal in Südtirol mit vielen Seen und Bächen und mit zahlreichen alten Bauernäusern.
  • ins Passeiertal oder nach Hafling

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

im Westen der Stadt (Ultental):

  • Kompass Wander- Bike- und Skitourenkarte Nr. 052, Ultental/Val die Ultimo (Maßstab 1:25.000); ISBN 3854914881;

im Osten (Sarntaler Alpen):

  • Sarntaler Alpen, Winterwanderkarte: Skitouren, Schneeschuhwanderungen, Winterwanderwege, Langlaufloipen (M = 1:33 000). Eppan : mapgraphic, ISBN 88-86102-30-5.
  • Kompass Blatt 056: Sarntaler Alpen, (1:25.000, Wandern / Rad / Skitouren);

Weblinks[Bearbeiten]

www.comune.merano.bz.it – Offizielle Webseite von Meran


Vollständiger Artikel Dies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.