Erioll world 2.svg
Unesco-Welterbestätten in Europa
Artikelentwurf

Verona

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verona
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Verona ist eine geschichtsreiche Großstadt in Norditalien. Weltbekannt ist sie vor allem als Handlungsort der Tragödie Romeo und Julia, an den das Haus der Capulets mit dem (angeblichen) Balkon der Julia erinnert; sowie für seine Arena – ein großes römisches Amphitheater, das heute für Opernaufführungen genutzt wird.

Hintergrund[Bearbeiten]

Schon im 1.Jahrhundert v. Chr. war Verona eine römische Kolonie, die im Jahre 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht erwarb. Da sie an einem strategisch günstigen Punkt lag - an der Kreuzung dreier wichtiger römischer Straßen - erlangte sie bald große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.

Nachdem das Weströmische Reich gefallen war, wurde Verona Hauptstadt von Theoderich, dem König der Ostgoten, auch bekannt als Dietrich von Bern (Bern=Verona). Im 12. Jahrhundert wurde Verona zur freien Stadt. 1117 zerstörte ein schweres Erdbeben viele Gebäude der Stadt, darunter auch einen Großteil des Amphitheaters, der heutigen Arena di Verona. Im 13. und 14.Jahrhundert herrschte das Stadtgeschlecht der Scaliger über Verona und baute sie innerhalb eines Jahrhunderts zu einer blühenden Stadt aus. Viele prachtvolle Gebäude erinnern heute noch an diese Blütezeit.

Von 1405 bis zum Einfall der Franzosen 1796 gehörte Verona zur Republik Venedig, der sie sich freiwillig ergeben hatte. Unter dieser Regierung entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Kunst und Kultur. Nach etlichen unruhigen Jahren des Wechselns zwischen Italien, Frankreich und Österreich kam Verona 1814 endgültig zu Österreich. Seit 1866 gehören die Stadt und ihre Provinz zu Italien.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
Trient102 km
Rovereto75 km
Sirmione42 km
Brescia71 km
Mantua45 km
Vicenza52 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen heißt Valerio Catullo Airport (IATA CodeVRN) und befindet sich 10 km südwestlich der Stadt, auf halber Strecke nach Villafranca (daher auch Flughafen Verona-Villafranca genannt). Es gibt u. a. Direktflüge von München (Air Dolomiti), Frankfurt (Lufthansa), Berlin-Schönefeld, Hamburg und Nürnberg (Ryanair).

Mit den Buslinien 164 und 199 kann man aller 20 Minuten vom Flughafen in die Innenstadt fahren, die Fahrt zum Hauptbahnhof Porta Nuova dauert 15 Minuten.

Falls ein Flug nach Verona nicht möglich ist, kann man auch die größeren Flughäfen Bergamo (BGY; 115 km westlich) oder Venedig (VCE; 125 km östlich) in Betracht ziehen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der zentrale Bahnhof1 liegt unweit der Innenstadt. Er liegt an der Strecke Mailand–Venedig, die vom Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa befahren wird. Von Venezia S. Lucia braucht man 1:10 Std. und zahlt (Normalpreis) 27 € (mit dem wesentlich preiswerteren Regionalexpress dauert die Fahrt knapp 1½ Std.); von Mailand 1:15 Std. für 25 €. Seltener, aber immer noch mehrmals täglich, fährt der Frecciargento von Rom (über Florenz und Bologna) nach Verona, er braucht knapp drei Stunden, ein Ticket zum Normaltarif kostet 81 € (Sparpreise sind oft für 60 € zu haben). Fahrplanauskunft und Buchung der italienischen Bahn

Aus München, Rosenheim, Innsbruck und Bozen fährt der Eurocity im Zweistundentakt direkt nach Verona. Aus Innsbruck ist man 3½ Std., aus München knapp 5½ Std. unterwegs.

Zudem gibt es eine direkte Nachtzugverbindung aus Wien (über Wr. Neustadt, Klagenfurt, Villach). Die Fahrt dauert gut 11 Stunden und kostet auf der „Sparschiene“ 49 € pro Strecke (Sitzplatz; im Liegewagen 109 €, im Schlafwagen 169 €). Auch PKW- und Motorradverladung ist auf dieser Route möglich. An diesen ÖBB Nightjet werden auch Kurswagen aus München (über Rosenheim, Salzburg) angekoppelt. Buchung bei den ÖBB

UEX Urlaubs-Express bietet Nacht- und Autoreisezüge zwischen Hamburg-Altona und Verona an. Für die Gesamtstrecke braucht man rund 16 Stunden. Ein Ticket ist – je nach Termin – ab 89 € zu haben (zzgl. Preis für Auto oder Motorrad). Ohne Autoverladung ist der Zustieg auch in Hamburg Hbf, Lüneburg, Hannover, Göttingen und Fulda möglich (Stand Sommer 2017).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Flixbus bietet Fernbusverbindungen von verschiedenen Städten im deutschsprachigen Raum nach Verona an. Beispielsweise fährt man von München 5½ Stunden, von Zürich 5:50 Std., von Stuttgart 7:40 Std., von Wien 10 Stunden, von Frankfurt a. M. 11 Std.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Verona liegt nahe der (kostenpflichtigen!) Autobahnen A4/E70 Mailand–Venedig und A22/E45 Bologna–Innsbruck. In der Innenstadt gibt es einige ebenfalls kostenpflichtige Parkhäuser – am Straßenrand finden sich kaum Parkmöglichkeiten. Zu beachten wäre, daß die Innenstadt von Verona rund um das Theater eine "Zona Traffico Limitato" ist, hier gilt "Zufahrt nur mit Sondererlaubnis" - wer zum Beispiel ein Hotel in dieser Zone gebucht hat, darf einfahren sollte sich aber vorher bei der Hotelrezeption rückversichern.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Verona

Der Nahverkehr wird mit Bussen ausgeführt. Die Taktdichte im Stadtkern ist recht hoch. Ab 20.00 Uhr wird das Netz spürbar ausgedünnt.

Grundsätzlich lässt sich die gesamte Innenstadt sehr gut zu Fuß erkunden, zudem gibt es etwa 20 Bikesharing-Stationen. Das System scheint sich um dasselbe wie jenes von Mailand zu handeln.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

San Zeno Maggiore
  • 1 San Zeno Maggiore. San Zeno Maggiore in der Enzyklopädie Wikipedia San Zeno Maggiore im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSan Zeno Maggiore (Q1763642) in der Datenbank Wikidata. Eine der bedeutendsten Kirchen Veronas, erbaut im 12. und 13. Jahrhundert. Ein Großteil der Kirche ist noch von der Romanik geprägt, in der Decke zeigen sich aber schon gotische Formen. Der Campanile (Glockenturm) und das große Rundfenster in der Hauptfassade sind besonders beeindruckend.
  • 2 Duomo (Cattedrale di Santa Maria Matricolare). Duomo in der Enzyklopädie Wikipedia Duomo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDuomo (Q2713844) in der Datenbank Wikidata. Der Dom von Verona wurde 1187 geweiht und ist teils der Romanik, teils der Renaissance zuzuordnen.
  • 3 San Lorenzo. San Lorenzo in der Enzyklopädie Wikipedia San Lorenzo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSan Lorenzo (Q3670901) in der Datenbank Wikidata. An dieser Stelle stand bereits ab dem 4. Jahrhundert eine Kirche. Sie wurde jedoch bei einem Erdbeben zerstört und im 12. Jahrhundert völlig neu aufgebaut, im karolingischen Stil.
  • 4 Sant'Anastasia. Sant'Anastasia in der Enzyklopädie Wikipedia Sant'Anastasia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSant'Anastasia (Q1056442) in der Datenbank Wikidata. Eine der bedeutendsten katholischen Kirchen in der Innenstadt von Verona. Sie wurde ab 1290 erbaut, aber erst 1471 eingeweiht und ist im gotischen Stil gehalten.
  • 5 San Fermo Maggiore. San Fermo Maggiore in der Enzyklopädie Wikipedia San Fermo Maggiore im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSan Fermo Maggiore (Q3669965) in der Datenbank Wikidata. Der Bau der Kirche wurde im 11. Jahrhundert begonnen, zog sich aber bis zum 15. Jahrhundert hin. Daher zeigt die Kirche einen architektonischen Stilmix aus Romanik, Gotik und Renaissance.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Castelvecchio

6 Castelvecchio. Castelvecchio in der Enzyklopädie Wikipedia Castelvecchio im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCastelvecchio (Q1049016) in der Datenbank Wikidata. Die im 14. Jahrhundert errichtete „alte Burg“ ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie liegt an der Kreuzung des Corso Cavour mit der Via Roma direkt am Fluss Etsch. In diesem größten Bauwerk aus der Scaligerzeit ist heute das bedeutende Kunstmuseum Museo di Castelvecchio zu Hause. Präsentiert werden darin u. a. die Meister der Veroneser und der venezianischen Kunstschule vom 13. bis 18. Jahrhundert. Unter den hier ausgestellten lebensgroßen Standbildern ist das Reiterstandbild des Cangrande della Scala – auch bekannt als der „lächelnde Ritter zu Pferde“ – aus der Mitte des 14. Jahrhunderts hervorzuheben.

Bauwerke[Bearbeiten]

Außenansicht der Arena von Verona

Die bekannteste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen von Verona ist die 7 Arena Arena in der Enzyklopädie Wikipedia Arena im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArena (Q641556) in der Datenbank Wikidata Typ ist Gruppenbezeichnung, wo im Sommer weltberühmte Opernaufführungen stattfinden. Sie ist nach dem Kolosseum in Rom und dem Theater von Capua in Kampanien das drittgrößte Amphitheater Italiens. Die im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtete römische Arena befindet sich an der Piazza Brà. Ursprünglich mächtiger in seiner Länge und Breite, ist das Amphitheater nach einigen Erdbeben immer noch 138 m lang und 109 m breit. Mit dieser Größe kann es über 20.000 Menschen aufnehmen.

„Julias Balkon“ am Haus der Capulets

Auch das 8 Haus der Capulets Haus der Capulets im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaus der Capulets (Q3661293) in der Datenbank Wikidata Typ ist Gruppenbezeichnung (Casa di Giulietta) mit dem „Balkon der Julia“ ist ein beliebtes Touristenziel. Dieser wurde wahrscheinlich erst im 14. Jahrhundert – hundert Jahre nach der Handlungszeit von Romeo und Julia – angebaut und in den Urfassungen der Tragödie gab es gar keine Balkonszene. Das tut dem enormen Besucherandrang allerdings keinen Abbruch, in der Phantasie der Besucher ist dies eben der Balkon, auf dem Julia ihren Romeo empfing.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • 9 Museo Civico di Storia Naturale, Lungadige Porta Vittoria, 9. Tel.: +39 045 807 94 00, Fax: +39 045 803 56 39, E-Mail: . Museo Civico di Storia Naturale in der Enzyklopädie Wikipedia Museo Civico di Storia Naturale im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuseo Civico di Storia Naturale (Q3867829) in der Datenbank Wikidata. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich neben einer umfangreichen Fossiliensammlung auch Raritäten aus Mineralogie, Geologie und Botanik und kostbare paläontologische Funde aus der Region.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 10 Piazza Bra Piazza Bra in der Enzyklopädie Wikipedia Piazza Bra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPiazza Bra (Q1056360) in der Datenbank Wikidata an der Arena
  • 11 Piazza delle Erbe Piazza delle Erbe in der Enzyklopädie Wikipedia Piazza delle Erbe im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPiazza delle Erbe (Q2717102) in der Datenbank Wikidata mit dem Torre dei Lamberti

Parks[Bearbeiten]

Giardino Giusti
  • 12 Palazzo und Giardino Giusti. Palazzo und Giardino Giusti in der Enzyklopädie Wikipedia Palazzo und Giardino Giusti im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalazzo und Giardino Giusti (Q3891638) in der Datenbank Wikidata. Der Garten wurde 1570–80 nach Plänen von Agostino Giusti angelegt, dessen Familie großen Reichtum in der Wollweberei und -färberei erworben hatte und der hohe Positionen sowohl in der Republik Venedig als auch im Großherzogtum Toskana inne hatte. Mit seinem Parterre, Irrgarten und den Hügel hinaufsteigenden Terrassen ist er einer der schönsten italienischen Renaissancegärten. Der im manieristischen Stil gehaltene Palazzo stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert und diente lange Zeit als Sitz der Accademia Filarmonica von Verona.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Opernbesuch in der Arena – hier finden von Juni bis August Opernaufführungen mit aufwändiger Ausstattung und Effekten statt, aber auch Rock-Konzerte. Gute Plätze kosten allerdings ein Vermögen.
  • 1 Teatro Filarmonico di Verona. Teatro Filarmonico di Verona in der Enzyklopädie Wikipedia Teatro Filarmonico di Verona im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTeatro Filarmonico di Verona (Q3527898) in der Datenbank Wikidata. Während in der Arena nur während der Sommersaison Opern aufgeführt werden, ist das Teatro Filarmonico das ganzjährig bespielte Opernhaus von Verona. Es geht auf die Accademia Filarmonica di Verona zurück, die seit 1543 besteht und damit die älteste Musikakademie Europas ist. Am Teatro Filarmonico wurden schon Opern von Vivaldi und Rossini uraufgeführt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Haupteinkaufsstraße ist die Via Mazzini, die von der Piazza Bra zur Piazza delle Erbe führt. Hier findet man viele Geschäfte, die für jeden Geschmack etwas bieten.

Jeden Dienstag und Freitag kann man auf den Wochenmärkten vor der Kirche S. Zeno und jeden Samstag am großen Markt am Stadio Comunale shoppen gehen.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Arche, Via Arche Scaligere 6. Tel.: 045 8007415. Geöffnet: So + Mo mittag geschlossen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Due Torri Hotel Baglioni, Piazza S. Anastasia 4. Tel.: 045 595044. Fünf-Sterne-Luxus.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Post- und Telegrafenamt, Piazza Viviani 7.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael von Albrecht: C. Valerius Catullus. Sämtliche Gedichte - Lateinisch/Deutsch. Reclam, Stuttgart 1995 ISBN 3-15-059395-6
  • Niklas Holzberg: Catull. Der Dichter und sein erotisches Werk. C. H. Beck, München 2002 ISBN 3-406-48531-6
  • Hans Peter Syndikus: Catull. Eine Interpretation. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1984, 1987 und 1990 ISBN 3-534-01507-X, ISBN 3-534-03146-6 und ISBN 3-534-03147-4
  • Thornton Wilder: Die Iden des März. dt. S. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1960 (ein Roman)
  • Thomson, D.F.S. (Hrsg.): Catullus. Toronto 1998.
  • Andreas Bigelmair: Zeno von Verona, Münster 1904
  • Herbert Vogel: Über die Anfänge des Zenokultes in Bayern, in: Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 27 (1973) 177-203
  • Stefania Salti , Renata Venturini: La vita di Teodorico, Ravenna 2001.
  • Hans Dieter Huber: Paolo Veronese. Kunst als soziales System. München 2005
  • Ch. Lenz: Veroneses Bildarchitektur. Diss. München 1969
  • G. Piovene u. R. Marini: L'opera completa del Veronese. Milano 1968
  • Delia Fringesi: Cesare Lombroso. Turin, Einaudi, 2003, ISBN 88-06-13866-9
  • Klaus Hofweber: Die Sexualtheorie des Cesare Lombroso. München, Univ. Diss., 1969

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
Erioll world 2.svg