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Diese Seite ist allen Reisenden gewidmet, die anderen Touristen am liebsten aus dem Wege gehen. Anders als in „Insider“-Reiseführern sind hier allerdings keine „Geheimtipps“, sondern nachprüfbare Fakten über Länder und Regionen gesammelt, deren Besucherzahlen weit unter dem Durchschnitt liegen.

Alternative Ziele weltweit[Bearbeiten]

Touristendichte weltweit: Zahl der jährlichen Besucher pro Quadratkilometer des besuchten Landes (Stand 2017). Gebiete, die aufgrund sehr großer militärischer Konflikte nicht bereist werden sollten, sind dunkelgrau dargestellt.

Europa – insbesondere Mittel-, West- und Südeuropa – ist die touristisch betriebsamste Region der Welt. Nirgendwo auf der Welt kann man auf dem Weg zu einem Ferienziel so viel Zeit im Verkehrsstau verbringen wie hier. Die Weltkarte rechts zeigt, in welchen Ländern Reisende am dichtesten gedrängt sind.

Wenn Länder von internationalen Touristen kaum oder gar nicht besucht werden, hat dies freilich oft gute Gründe. Vielfach sind diese Länder Schauplatz militärischer Konflikte, oftmals fehlt es auch an grundlegender Infrastruktur, etwa im Bereich der Gesundheitsversorgung. Unzumutbar erscheint der Redaktion dieser Seite auch die in vielen Teilen der Erde gegebene Notwendigkeit, für staatliche Dienstleistungen, etwa bei Verkehrskontrollen, Schmiergelder zu zahlen. Länder, für die Reisewarnungen existieren wurden in die folgende Liste nicht aufgenommen.

Antarktis Die Antarktis bietet von allen friedlichen Regionen der Welt das beste Verhältnis von Fläche (fast 13,2 Millionen km²) zu Besucherzahlen (2016-2017: 44.367). Den größten Teil der Reise verbringt man jedoch gemeinsam mit 100+ Kabinennachbarn auf einem Schiff. Touren werden nur im antarktischen Sommer angeboten, d. h. von November bis März.
Nordlicht in Grönland Grönland ist für europäische Reisende einfacher zu erreichen als die Antarktis und offeriert, obwohl die größte Insel der Welt zu mehr als 80 % von Eis bedeckt ist, wundervolle Wandermöglichkeiten. Auch Bootstouren zu den Eisbergen der Diskobucht werden angeboten. Wer mag, kann sogar eine Tour mit dem Hundeschlitten buchen. Iceland Air fliegt die Hauptstadt Nuuk von Reykjavík aus täglich an.
Der Chowd Gol (Mongolei)

Die Mongolei ist das am dünnsten besiedelte Land der Erde. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Das Land umfasst Sandwüste, Halbwüste, Steppen und Hochgebirge. Erdbeben sind häufig und das Klima ist sehr harsch. Unter anderem wegen der sehr kurzen Vegetationsperiode hat sich in der Mongolei nur sehr wenig Ackerbau entwickelt. Etwa ein Drittel der Mongolen sind nomadische Viehhirten.

Regenwald in Gabun Gabun wird zu den autoritär regierten Staaten gerechnet, ist dank seiner Ölressourcen aber auch eines der reichsten Länder Afrikas („nur“ ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut). Wer auf Standards wie komfortable Hotels, Strom und fließendes Wasser zu verzichten bereit ist, kann in den gabunischen Nationalparks unter anderem makellosen Regenwald erleben. Französischkenntnisse sind in dem zentralafrikanischen Land unverzichtbar.
Parque Nacional de Aparados da Serra (Brasilien) In Brasilien konzentriert der Tourismus sich auf die einschlägigen Ziele, in den Weiten dieses fünftgrößten Landes der Erde lässt die Besucherdichte bald nach. Brasilien ist artenreicher als jedes andere Land, in den 72 Nationalparks gewinnt man davon einen lebhaften Eindruck. Um sich gegen die notorische Straßenkriminalität zu schützen, sollte man seinen relativen Reichtum möglichst wenig zur Schau stellen.
Blick auf La Paz (Bolivien) Bolivien belohnt seine Besucher mit dem Angebot von 13 Nationalparks der Superlative, die teils im Hochgebirge, teils auf der Hochebene und teils im Regenwald liegen. Obwohl das Land eine gut entwickelte Infrastruktur besitzt, sollten Besucher bereit und in der Lage sein, ihre Aktivitäten kurzfristig und flexibel zu regeln, weil Vorabbuchungen in Bolivien oftmals nicht funktionieren. Solide Spanischkenntnisse sind dabei zwingend.
Millstream-Chichester National Park (Australien) Australien ist fast so dünn besiedelt wie die Mongolei, und außer an den Hauptattraktionen stößt man kaum auf andere Touristen. Von den meisten anderen hier genannten Zielen unterscheidet Australien sich durch seine moderne Infrastruktur. Das Land hat sehr unterschiedliche Klimazonen, von äquatorial bis gemäßigt, das Landesinnere ist durch Wüstenlandschaften geprägt. Wer im Juli oder August kommt, mitten im australischen Winter also, findet sehr angenehme Temperaturen zum Beispiel in Cairns vor.
Ngorongoro Conservation Area (Tansania) Tansania ist das größte Land in Ostafrika, und eines der weniger besuchten, obwohl man hier immerhin den höchsten Gipfel Afrikas, den Kilimandscharo, und berühmte Nationalparks wie die Serengeti findet. Im Norden liegt der Victoriasee. Die Landschaftsformen sind vielfältig und umfassen Steppen, Savannen, Halbwüsten, Mangrovensümpfe, Krater und Vulkane.
South Luangwa National Park (Sambia) Ein weiteres wenig besuchtes, aber lohnendes ostafrikanisches Land ist Sambia. Das Land hat mildes tropisches Klima und besteht überwiegend aus Savannenland. Sambia hat 20 Nationalparks, einer davon liegt an den Victoriafällen. Wegen seines Artenreichtums weltberühmt ist der South Luangwa National Park. Einschlägiges Transportmittel für die Fortbewegung im Inland sind überfüllte Minibusse. Die Bevölkerung ist bettelarm und hat erhebliche Probleme mit AIDS und mit Malaria.
Amazonas-Dschungel (Suriname) Suriname ist ein kleines multiethnisches Land nördlich von Brasilien, in dem Niederländisch gesprochen wird. Es ist sehr dünn besiedelt und bekommt auch nur wenig Touristen, die hier aber ein freundliches tropisches Land mit spektakulärer Natur (Urwald und Strände) vorfinden. KLM fliegt die Hauptstadt Paramaribo täglich von Amsterdam aus direkt an.
Scharyn-Nationalpark (Kasachstan) Kasachstan ist das weiteste und wohlhabendste Land in Zentralasien. Das Land hat sehr vielfältige Landschaftsformen, darunter Steppen, Waldsteppen, Halbwüste, Wüste und Gebirge mit einigen sehr hohen Gipfeln, wie dem 7010 Meter hohen Khan Tengri. Der Vielvölkerstaat ist traditionell sehr besucherfreundlich. EU-Bürger brauchen, wenn sie weniger als 30 Tage bleiben wollen, kein Visum.
Namib-Skelettküste-Nationalpark (Namibia) Namibia hat für afrikanische Verhältnisse zwar viel Tourismus, ist aber so weitläufig, dass die Besucher sich auf der großen Fläche recht dünn verteilen. Die Landschaftsformen umfassen unter anderem Wüste (Kalahari), Hochland, den Fish River Canyon und einen 2000 km langen Küstenstreifen. Fast 140.000 km² Land stehen als Nationalparks, Wildparks und Naturreservate unter staatlichem Schutz. Namibia hat eine stabile parlamentarische Demokratie, ist relativ wohlhabend und hat eine gute Infrastruktur.
Los-Glaciares-Nationalpark (Argentinien) Das flächenmäßig größte spanischsprachige Land der Welt, Argentinien, bietet seinen Besuchern 31 Nationalparks, darunter den Iguazú-Nationalpark mit den berühmten Wasserfällen. Die meiste Einsamkeit ist in der Pampa und im Süden des Landes zu finden. Argentinien hat aber auch sehenswerte Städte wie etwa San Carlos de Bariloche. Neben Chile ist Argentinien das höchstentwickelte Land Südamerikas.
Gros Morne National Park (Kanada) In einer Liste von Ländern mit vergleichsweise geringer Touristendichte fehlt erwartungsgemäß auch das flächenmäßig zweitgrößte Land der Welt, Kanada, nicht. Kanada hat 47 wundervolle, wenig besuchte Nationalparks, und die nördlichen Landesteile sind nahezu unbewohnt. Im Sommer ist es dort nicht einmal bitterkalt; in Whitehorse etwa, der größten Stadt im Festlandteil des kanadischen Nordens, erreichen die Tagestemperaturen im Juli durchschnittlich 20,6°C.
Strand von Liquiçá Osttimor hat überraschend wenige Touristen. Das liegt zum einen daran, dass das noch junge Land weithin unbekannt ist, zum anderen dass man es wenn, mit den Konflikten der Vergangenheit in Verbindung bringt. Doch das Land zeigt sich inzwischen als stabil und demokratisch. Die mangelnde Infrastruktur verhindert noch den Massentourismus, doch Eco Lodges und andere lokale Initiativen bieten inzwischen in verschiedenen Landesteilen dem Individualtouristen Unterkunft. Als Attraktionen locken vor allem Traumstrände, eine reizvolle Bergwelt und andere Landschaften und die artenreichsten Korallenriffe der Welt.

Alternative Ziele in Europa[Bearbeiten]

Touristendichte in Europa: Zahl der jährlichen Besucher pro Quadratkilometer des besuchten Landes (Stand 2017).

In einer Liste der am dichtesten mit Touristen bevölkerten Länder Europas liegt Deutschland im Mittelfeld; Österreich und die Schweiz gehören sogar zu den Top-25-Prozent.

In der folgenden Liste sind alle europäischen Reiseziele aufgeführt, die eine niedrigere Touristendichte aufweisen als Deutschland. Nicht aufgenommen wurden Länder mit einem Korruptionswahrnehmungsindex von unter 31 Punkten (Russland).

Wie die Karte rechts zeigt, empfehlen sich für Individualisten besonders einige Ziele in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, sowie – außer Dänemark – ganz Nordeuropa.

Rugova-Berge (Kosovo) Von allen europäischen Ländern ist Kosovo derzeit (2018) dasjenige mit den wenigsten Besuchern pro Quadratkilometer Fläche. Und sehr zu Unrecht, denn insbesondere der Westen dieses Landes, das sich 2008 von Serbien losgesagt hat, ist überaus reizvoll, mit reichem osmanischen Erbe (gleich 4 Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes) und vielfältigen Berglandschaften. Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus Albanern. Kosovo ist einer der ärmsten Staaten des ehemaligen Jugoslawien. Swiss fliegt die Hauptstadt Pristina von Zürich täglich an.
Orthodoxe Kathedrale Geburt Jesu Christi, Tiraspol (Republik Moldau) Fast ebenso wenig besucht wie Kosovo ist die Republik Moldau. Die fruchtbare hügelige Steppe des Landes wurde im Laufe der Zeit zu 80 % in Kulturland verwandelt. Wälder bestehen noch westlich der Hauptstadt Chișinău. Mehr als zwei Drittel der ethnisch recht bunten, mehrheitlich aber rumänisch sprechenden Bevölkerung leben in Städten. Das östlich des Flusses Dnister gelegene, stärker ukrainisch und russisch geprägte Transnistrien hat sich 1990 von Moldau losgesagt, bisher aber keine internationale Anerkennung erlangt.
Topiło-See (Weißrussland) Weißrussland ist relativ flach und von Marschland, ausgedehnten Wäldern und im Süden von den Prypjatsümpfen geprägt. Sehr sehenswert ist die Hauptstadt Minsk. Obwohl die Bevölkerung überwiegend weißrussisch ist, wird heute vor allem in den Städten mehrheitlich russisch gesprochen. Die Regierung gilt bei westlichen Beobachtern als undemokratisch und autoritär und hält bis heute an der Planwirtschaft fest, was dazu geführt hat, dass das Land in Europa ökonomisch und politisch stark isoliert ist.
Helsinki (Finnland) Finnland, das zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas zählt, hat auch deutlich weniger Besucher, als ihm ansgesichts seiner Fläche eigentlich zustünden. Das Land hat 187.888 Seen und ist überwiegend flach, nur ganz im Norden, an der Grenze zu Norwegen, erheben sich Berge. Das obere Drittel Finnlands liegt nördlich des Polarkreises, wo im Sommer die Sonne niemals untergeht; im Winter kann man zur Entschädigung Nordlichter sehen.
Kloster Putna (Rumänien) Der Vielvölkerstaat Rumänien liegt an der Schnittstelle zwischen Mittel-, Süd- und Osteuropa. Der Norden des Landes (Transsylvanien) ist landschaftlich von den Karpaten geprägt, in denen man auch die Mehrzahl der 13 Nationalparks findet. Im Süden liegt die Walachei mit der Hauptstadt Bukarest, und ganz im Südosten bildet die Donau am Schwarzen Meer ihr Delta. Rumänien besitzt acht UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten und eine Vielzahl äußerst pittoresker alter Städte, wie Sibiu, Brașov und Sighișoara. Städte wie Timișoara, Oradea und Arad sind von der Habsburgerzeit geprägt und können als Klein-Wien oder Klein-Budapest beschrieben werden. Die Touristendichte ist innerhalb des Landes sehr unterschiedlich: am höchsten ist sie in der Hauptstadt Bukarest und der Dobrudscha im Südosten, am geringsten in der ländlichen Walachei und Moldau.
Nationalpark Đerdap (Serbien) Serbien, ebenfalls ein Vielvölkerstaat, hat zwei Landschaftsformen. Im Norden, in der Pannonischen Tiefebene, liegt an der Donau die sehenswerte Hauptstadt Belgrad. Der Süden ist gebirgig und dünner besiedelt als der Norden, vor allem in den Randregionen. Das Land ist sehr reich an Architekturdenkmälern, einen Besuch lohnen beispielsweise die weit über 100 serbisch-orthodoxen Klöster. Serbien ist von den hier genannten Ländern des ehemaligen Jugoslawien das wohlhabendste.
Mostar (Bosnien und Herzegowina) Bosnien und Herzegowina ist einer der ethnisch buntesten Staaten des ehemaligen Jugoslawien; die Bevölkerung ist zur Hälfte muslimisch. Die Folgen des Bosnienkrieges (1992–1995) sind leider immer noch spürbar, einzelne Landstriche sind bis heute vermint. Das Land ist aber sehr sehenswert mit malerischen alten Städten (wie Sarajevo, Brcko, Banja Luka, Konjic, Pocitelj und Mostar) und drei Nationalparks. Der südliche Teil, Herzegovina, ist im Sommer sehr warm; wer Abkühlung sucht, findet bei Neum ein 20 km langes Stück Mittelmeerküste.
Lofoten (Norwegen) Norwegen hat es auf diese Liste vermutlich deshalb geschafft, weil das Land die höchsten Lebenshaltungskosten der Welt hat und auch seinen Besuchern einiges abverlangt. Die norwegischen Fjorde und Inseln zählen jedoch zum Spektakulärsten, was Europa landschaftlich zu bieten hat. Norwegen hat auch eine Vielzahl außergewöhnlicher und sehenswerter Städte, wie Ålesund, Bergen, Fredrikstad, Henningsvær und Tromsø.
Landmannalaugar (Island) Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas mit nur 3 Einwohnern pro Quadratkilometern, das macht es Australien vergleichbar. Fast zwei Drittel der Isländer leben in der Hauptstadt Reykjavík. Das Hochland im Landesinneren ist nahezu unbewohnt. Sehenswert sind die vielen Vulkane, Geysire, Wasserfälle und Gletscher. Die Nordküste bildet eine wundervolle Fjordlandschaft. Von allen Ländern der Erde gilt Island als dasjenige, in denen Frauen und Männer am weitesten gleichgestellt sind.
Stobi (Nordmazedonien) Es muss nicht immer Griechenland oder Italien sein, wenn man Überreste antiker Baukunst bewundern möchte. Nordmazedonien hat Stobi, Heraclea Lyncestis und das Skopje-Aquädukt. Besucher können sich an einem besonders reichen architektonischen und ethnischen Erbe erfreuen. Mehr als 9 Völker leben hier zusammen, ihre Mitglieder sind teils christlich-orthodox, teils muslimisch. Das Land besteht überwiegend aus Bergen und Hügeln; im Westen liegen drei Nationalparks und zwei große Seen.
Karpaten-Nationalpark (Ukraine) Die Ukraine hat eine Vielzahl sehenswerter alter Städte, wie Lwiw, Czernowitz, Kiew, Charkiw und Odessa, und für Besucher, die anderen Touristen möglichst ausweichen wollen, die Qual der Wahl zwischen 49 Nationalparks. Sie ist eines der preiswertesten Reiseländer Europas. Die Krim sowie die östlichen Oblaste Donezk und Luhansk sollten aufgrund der sehr instabilen politischen Verhältnisse gemieden werden; der größte Teil des Landes gilt aber als sicher.
Beinisvørð (Färöer) Die Färöer liegen 321 km nordwestlich von Schottland und gehören zu Dänemark, sind praktisch jedoch selbstständig. Die Bewohner bilden ein eigenständiges Volk mit einer eigenen Sprache und leben bis heute von der Fischerei. Die 18 Inseln sind von karger, wilder Schönheit. Besucher können wandern, radwandern, reiten, angeln oder Vögel beobachten. Die Insel Vágar wird unter anderem von Frankfurt aus direkt angeflogen. Vom dänischen Hirtshals kann man auch mit der Fähre anreisen.
Padjelanta-Nationalpark Schweden ist ein Paradies für Zelturlauber, weil das Allemansrätt es jedermann gestattet, ein Zelt in der Wildnis ohne besondere Erlaubnis aufzuschlagen. In den nördlichen zwei Dritteln des Landes gibt es Wildnis satt. Schweden hat 29 Nationalparks und 14 Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Hauptstadt Stockholm ist allein schon wegen ihrer Lage am Riddarfjärden sehenswert. Die meisten Schweden sprechen verblüffend gut Englisch.
Lielais Ķemeru tīrelis (Lettland) Das Landschaftsbild von Lettland, dem mittleren und am wenigsten besuchten der drei baltischen Staaten, ist von Hügeln und Seen geprägt und hat von den dreien die meisten Waldflächen. Lettland ist das ärmste Land im Baltikum und seit der Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit (1991) schrumpft die Bevölkerung beständig. Die Hauptstadt Riga, eine Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes, bietet eine Fülle interessanter Architektur von Gotik bis Jugendstil.
bei Neringa (Litauen) Litauen hat von allen drei baltischen Staaten die niedrigsten Lebenshaltungskosten und ist darum auch für Besucher das preiswerteste. Das Land besteht aus weiten Ebenen und Hügelland. Ein erheblicher Teil der Flächen ist Farmland, Litauen hat aber auch 5 Nationalparks, darunter einen, der den gesamten litauischen Teil der Kurischen Nehrung einnimmt. Die Altstadt der Hauptstadt Vilnius ist eine Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes.
Nationalpark Białowieża (Polen) Von allen Ländern Europas, die eine geringere Besucherdichte aufweisen als Deutschland, ist Polen vom deutschsprachigen Raum aus am einfachsten zu erreichen. Noch dazu ist es unter den Reiseländern Mitteleuropas das preiswerteste. Polen hat pittoreske alte Städte – wie Kraków, Warszawa, Zamość, Toruń und Gdańsk –, von denen einige UNESCO-Weltkulturerbe sind. Hier konzentrieren sich allerdings auch die Touristenströme. Wer diesen ausweichen möchte, kann in wenig besuchte Regionen wie Podlachien und Lublin im Osten des Landes reisen. Zudem hat man die Auswahl zwischen 23 Nationalparks.
Viru-Hochmoor (Estland) Von den drei Ländern des Baltikums ist Estland zwar das kleinste, aber das wohlhabendste und am höchsten entwickelte. Die am Finnischen Meerbusen gelegene Hauptstadt Tallinn ist außerordentlich sehenswert. Einen Besuch lohnen weiterhin die vielen Burgen und Schlösser. Das Land ist reich an Hügeln und Mooren, mehr als 20 % der Flächen stehen unter Naturschutz. Estland hat auch eine längere Küstenlinie und deutlich mehr Wasserflächen als die anderen baltischen Länder.
Pirin-Nationalpark (Bulgarien) Bulgarien bietet seinen Besuchern Bergland mit bis zu 2.925 Metern hohen Gipfeln, Tiefebenen und einen 378 km langen Streifen Schwarzmeerküste. Die Küste besteht zu einem erheblichen Anteil aus Sandstränden, und im Juli und August ist das Wasser komfortable 24°C warm. Die Mehrzahl der Einwohner sind orthodoxe Christen, und Kulturinteressierte können in Bulgarien spektakuläre Sakralbauwerke wie das Kloster Rila (im Nationalpark Rila) und die Alexander-Newski-Kathedrale (Sofia) besuchen.

Siehe auch[Bearbeiten]