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Transnistrien

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Transnistrien, in Eigenbezeichnung Pridnestrowische Moldauische Republik, liegt in Südosteuropa und ist ein international nicht anerkannter Binnenstaat, der nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft weiterhin ein Teil Moldaus ist. Tatsächlich ist es jedoch seit 1990 vollständig unabhängig. Angrenzende Flächenstaaten sind Moldau im Westen sowie die Ukraine im Norden, Osten und Süden. Transnistrien ist ein langer, schmaler Landstrich östlich des Flusses Dnister mit Tiraspol als Hauptstadt und gehört bislang zu den touristisch kaum erschlossenen Reisezielen im östlichen Europa. Abgesehen von seiner interessanten jüngeren Geschichte bietet Transnistrien auch eine interessante kulturelle Mischung aus russisch-ostslawischen und rumänischen Elementen sowie Überresten jüdischer und osmanischer Kultur. Omnipräsent ist auch der Einfluß der ehemaligen Sowjetunion, überall finden sich bis heute sowjetische Symbole, Lenin-Statuen und entsprechende Straßennamen. Besonders auch unter dem Gesichtspunkt der „Ostalgie“ zieht es seit einigen Jahren verstärkt kleinere Zahlen an Touristen in die Region. Obwohl heute nicht mehr kommunistisch regiert, wird Transnistrien gelegentlich als letzter Überrest der Sowjetunion bezeichnet. Die Sicherheitslage ist inzwischen sehr stabil, so dass eine Reise keine Gefahr darstellt.

Wappen der Pridnestrowischen Moldauischen Republik

Regionen[Bearbeiten]

Die administrative Gliederung Transnistriens
rus.: Каменский район, rum. Raionul Camenca
rus.: Дубоссарский район, rum. Raionul Dubăsari
rus.: Григориопольский район, rum. Raionul Grigoriopol
rus.: Тирасполь, rum. Tiraspol
rus.: Бендéры, rum. Bendery

Das Landesterritorium umfasst 10 Städte und Ortschaften, sowie 69 Gemeinden, mit einer Gesamtheit von 147 Ortschaften (unter Mitzählung der nicht rechtsfähigen Ortschaften).

Städte[Bearbeiten]

Die wichtigsten Städte sind Tiraspol (168.000 Einwohner), Bendery und Rybniza.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Als 1990 die Sowjetunion kurz vor dem Zerfall stand, kam in Moldau eine neue Regierung an die Macht, die auf einen Austritt aus der Sowjetunion hinarbeitete. Sie verfolgte zudem eine nationalistische Politik, die sich gegen Minderheiten im Land richtete. Russisch, bis dato die Sprache zur interethnischen Kommunikation und die bevorzugte Sprache der Minderheiten, wurde als Amtssprache abgeschafft. Da Moldau mehrheitlich rumänischsprachig war, wurde auch ein Anschluss an Rumänien diskutiert. Im wirtschaftlich bedeutenderen Transnistrien waren die rumänischsprachigen Moldauer jedoch in der Minderheit, die dort lebenden Russen, Ukrainer und anderen Minderheiten sahen durch die neue Politik Moldaus ihre Rechte als bedroht an.

So erklärte Transnistrien bereits im Jahre 1990, als die Region offiziell noch zur Sowjetunion gehörte, seine Unabhängigkeit von der Moldawischen SSR, falls diese sich von der Sowjetunion lösen wolle. Dies wurde von der moldauischen Regierung jedoch nicht hingenommen. Nachdem sich dann 1991 Moldau formell für unabhängig von der Sowjetunion erklärte, versuchte das nun unabhängige Moldau mit militärischen Mitteln die Region zurückzuerobern, was zu einem Bürgerkrieg im Jahr 1992 führte. Auf Grund der Hilfe der in Transnistrien immer noch stationierten russischen Armee konnte das Land seine de-facto vollständige Unabhängigkeit erringen, und Moldau verlor die Kontrolle über das Gebiet.

Während Moldau zudem auf eine EU- und eventuell sogar auf eine NATO-Mitgliedschaft mit Hilfe Rumäniens hinarbeitet, versucht Transnistrien, bessere Beziehungen zu Russland zu erreichen.

Bis heute wünscht die Mehrheit der transnistrischen Bevölkerung auch keine Wiedervereinigung, was durch mehrere Volksbefragungen bestätigt wurde.

Bis heute wird Transnistrien zwar von keinem UNO-Mitgliedsstaat anerkannt, auch nicht von Russland. Dennoch wird es von Russland aktiv unterstützt. So agiert Russland international als Fürsprecher des Landes, unterstützt die Regierung in Tiraspol finanziell und hat weiterhin Truppen in der Region stationiert. Die russischen Truppen sind vermutlich auch der Hauptgrund, weshalb Moldau bislang nicht erneut versucht hat, Transnistrien mit Waffengewalt zurückzuerobern.

Wer das Land besucht, erkennt, dass es schon lange eigene staatliche Strukturen aufgebaut hat. Es gibt eigene Grenzkontrollen (an den Hauptverkehrsstraßen), Uniformen, Nummernschilder, Währung, Pässe und Medien.

Mittlerweile hat sich die Lage zwischen Moldau und Transnistrien soweit normalisiert, dass sich beide Konfliktparteien mit dem Status quo weitgehend arrangiert haben. Die Situation kann zur Zeit also als stabil betrachtet werden. Das Auswärtige Amt riet aber dennoch lange von Reisen in die „Region Transnistrien“ ab, da Deutschland das Land Transnistrien nicht anerkennt und daher keine Vertretung im Land hat, mittlerweile wird von Reisen nicht mehr grundsätzlich abgeraten, wobei sich Reisende über die besondere Situation im Klaren sein sollten. Die deutsche Botschaft in Chișinău (Moldau) kann auf dem Gebiet Transnistriens keine konsularischen Dienstleistungen anbieten. Problematisch wird dies, wenn man beispielsweise seinen Pass verliert oder festgenommen wird. Dennoch gibt es zahlreiche Berichte von Touristen aus dem deutschsprachigen Raum, die Transnistrien problem- und gefahrlos bereist haben. Auch vermitteln die transnistrischen Behörden im Falle eines Passverlusts den Kontakt zu ihren Amtskollegen in Moldau.

Reisemotive[Bearbeiten]

Ungeachtet der politischen Lage ist Transnistrien durchaus als Reiseziel interessant. Es wird immer wieder als „letzter Rest der Sowjetunion“ bezeichnet, nirgendwo sonst kann man das Lebensgefühl der untergegangenen Sowjetunion besser miterleben als in Transnistrien. Des weiteren finden sich im Land einige interessante Klöster, Kirchen und alte Festungen. Transnistrien ist auch ein Transitland für Reisen zur Ukraine und Moldau.

Anreise[Bearbeiten]

In der Regel wird man per Bus nach Transnistrien einreisen, und zwar meistens über die Hauptverkehrsstraße, die von Chișinău über Bendery und Tiraspol nach Odessa führt.

Kontrollen durch Polizei, Militär und Grenzer sind auf diesen Strecken häufig, jeder Bus wird mehrmals kontrolliert. Da die Busfahrer "die Grenzer kennen", beschränken sich die Kontrollen normalerweise auf reine Durchsicht. Meist wird man der einzige Westeuropäer an Bord sein, daher wird der "Überraschungsgast" gelegentlich zum Aussteigen aufgefordert. Ansonsten sieht die Abfertigung so aus, daß zuerst alle Pässe der Insassen eingesammelt werden, welche es nach ein paar Minuten wieder zurück gibt. Danach geht man vor ein kleines Grenzbüro. Dort scannt der transnistrische Grenzer die Pässe und es wird nach Abfrage einer Besuchsadresse in Transnistrien (bei Verneinung einer Übernachtungsadresse und nur Tagesaufenthalt im Juli 2017 Eintrag von genau 24 Stunden Aufenthalt in der Karte) automatisch vom Computer die Migrationskarte ausgefertigt und gedruckt sowie an den Touristen mit dem Pass übergeben. Eine Ausgabe durch Busfahrer erfolgt 2017 nicht (mehr). Man erhält einen Abriß dieser Karte zurück, mit dem man sich später beim Innenministerium zu registrieren hat, sofern man länger als 24 Stunden im Land bleiben möchte. Ebenso wird der Beleg für die Ausreise benötigt. Der notierte Ausreisezeitpunkt sollte nicht überschritten werden, da dies einen illegalen Aufenthalt in Transnistrien darstellen würde. Die Kontrolleure sind praktisch ausnahmslos freundlich, wenn man als einfacher Tourist reist und dies auch glaubwürdig ist. Gepäck wird extrem selten durchsucht.

Für Transnistrien benötigt man kein Visum. Die Migration-Card gilt als Einreisegenehmigung. Einen Stempel in den Paß erhält man nicht.

Wenn man über die Ukraine nach Transnistrien einreist und dann nach Moldau weiterfährt, kommt man häufig in die Situation, dass man nie offiziell in Moldau ankommt: Transnistrien stempelt den Pass nicht, Moldau kontrolliert entweder gar nicht (auf dem Land) oder der Moldauische Grenzer stempelt ebenfalls nichts in den Pass (Hauptverkehrsstraßen). Fälle, in denen dies bei der Ausreise aus Moldau Probleme bereitete, sind nicht bekannt, es ist jedoch ratsam, bei der Ausreise aus Moldau Richtung Rumänien nicht auf sich aufmerksam zu machen und etwas Bargeld (Euro) bereit zu halten.

Bei der Einreise nach Transnistrien wird in Einzelfällen ein "Beschleunigungsgeld" fällig. Dies sollte 10 EUR pro Person nicht übersteigen. Die offizielle Linie der Transnistrischen Regierung ist, dass die Einreise Visum-frei und kostenlos ist. Das Argument des Zolls ist, dass der Arbeitsablauf durch dieses Bestechungsgeld beschleunigt wird, man keine kyrillische Zolldeklaration ausfüllen muss und nicht durchsucht wird, was sonst angeblich Stunden dauern könnte (äußerst unangenehm, wenn der gesamte Reisebus bereits wartet). Es ist ratsam, jedem Zollbeamten sofort (noch bevor dieser nach Geld fragt) klar zu machen, dass man nichts Illegales einführt und sich ggf. gerne durchsuchen lässt. Wenn man mit den kleinen Linienbussen (russ.: Marschrutka) fährt, sind Zollkontrollen jedoch sehr selten, und somit auch keine Bestechung zu zahlen (Stand: März 2012).

Bei Kurzbesuchen unter 24 Stunden in Transnistrien muss 2017 keine Zieladresse mehr angegeben werden - die Karte wird am Computer mit den eingelesenen Passdaten vom transnistrischen Grenzer ausgefüllt. Leichter geht es als Transit und eine kurze Ausreise nach Moldau kann auch ihren Reiz haben. Dies könnte jedoch zu Problemen bei der Ausreise am Einreiseort führen.

Registrierung[Bearbeiten]

Seid neusten wird man an der Grenze registriert und das reicht bis zur Ausreise. Keine weitere polizeiliche Registrierung mehr nötig.

Der Aufenthaltszeitraum, den man bei der Einreise am Checkpoint/Grenzübergang angibt, wird auf der "Migration Card" vermerkt. Eine spätere Meldung in einer Behörde/bei der Polizei ist nicht mehr nötig (April 2018). Für die Migration Card werden 4,00 € Gebühren erhoben (Juni 2018).

In Transnistrien muß man sich bei Ankunft bzw. Aufenthalt über 24 Stunden bei der OVIR Behörde registrieren. Dazu muss man seine Migration-Card, die an der Grenze ausgestellt wurde, vom Innenministerium (MWD) in Tiraspol, in einem neuen Bürogebäude in der Kotovskiy Straße 2a, mitsamt Pass oder Reisepass vorlegen und die Migration-Card abstempeln lassen (wird bei Ausreise wieder abgegeben). Die Straße ist auf dem Stadtplan im Lonely Planet eingezeichnet, wenn auch leicht anders geschrieben. Es ist vom Zentrum aus in fünf bis zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Zur Registrierung zeigt man dort einfach seinen Pass oder Reisepass vor. Es kann sein, dass man ein paar Fragen beantworten muss (z.B. Zweck der Reise, Adresse der Unterkunft), ansonsten läuft die Registrierung problemlos ab. Auch jüngere Angestellte sprechen hier nicht unbedingt Deutsch oder Englisch, ggf. werden aber Papierschilder gezeigt, auf denen seltsame englische Sätze stehen, die einem sagen sollen, was zu tun ist. Z.B. bedeutet das Schild mit der Aufschrift What numbers leave to Tiraspol ?, dass man ihnen sagen/zeigen soll, an welchem Datum man abreist (solche Daten ergeben sich jedoch schon aus der Migration-Card, die man an der Grenze ausfüllen muss, (Stand: Okt. 2011).

Außerhalb der Öffnungszeiten (werktags 09:30-11:30 und 13:00-16:30 Uhr) bzw. außerhalb der Städte kann man sich bei der Gendarmerie registrieren lassen. Sollte man mehrere Tagen bleiben, muss man auf jeden Fall klären, ob die Registrierung nur für 24 Stunden gültig ist oder länger. Eine Registrierung ist nicht notwendig, nur bei Aufenthalt über 24 Stunden. Die Registrierung ist zwar 24 Stunden gültig, hält man sich doch länger als 8 Stunden auf, muss man sich trotzdem bei der Behörde registrieren. Bei Verstoß werden 49 Rubel und 75 Kopeken fällig (etwa 3 Euro) und man muss den Grund für den Verstoß auf einem Formular angeben (geht auch auf Deutsch). Die dann abgestempelte Migration-Card hat man während des Aufenthaltes zusammen mit dem Pass oder Reisepass zu Führen und ist bei der Ausreise wieder abzugeben, ansonsten gibt es verständlicherweise massive Schwierigkeiten.

Automobil[Bearbeiten]

Bei Einreise mit dem eigenen Auto (mit ausländischem Kennzeichen) ist zwecks „temporären Imports eines Automobils“ ein zusätzliches Formular auszufüllen umgerechnet etwa 11 EUR zu bezahlen (Juli 2010). Inzwischen ist kein Formular mehr auszufüllen, nur noch eine Fahrzeugregistrierung mit Pass des Fahrzeughalters und Fahrzeugschein ist nötig. Außerdem benötigt man eine Vignette, die der Beamte für ca. 3€ austellt (August 2018).

Zahlreiche Straßen führen nach Transnistrien. An den Hauptverkehrsstraßen wird wie an einer normalen Grenze kontrolliert, wobei die Wartezeiten zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden betragen können. Es ist ratsam, die Einreisebestimmungen für Moldau zu erfüllen, wenn man mit dem eigenen Auto nach Transnistrien fahren will.

In Odessa und Chișinău bieten einige Fahrer ihre Dienste als inoffizielles Taxi an, was den Vorteil hat, schneller als der Bus zu sein. Die Fahrten können u.U. sehr günstig sein, da die Fahrer neben den Personen auch noch andere Dinge über die Grenze bringen, wessen man sich bewusst sein sollte.

Die transnistrischen Straßen sind im Juli 2017 wesentlich besser ausgebaut und instandgehalten als die ukrainischen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die einzigen größeren Bahnhöfe in Transnistrien sind Tiraspol und Bendery.

Aus Moldau kommend fuhr nach Jahren der Blockade längere Zeit nur das Zugpaar 65/66 Chișinău – Tiraspol – Moskau über transnistrisches Gebiet.

Seit Anfang Oktober 2010 verkehrt nun wieder ein tägliches Zugpaar ChișinăuBenderyTiraspolOdessa. Während der Sommersaison verkehrt des weiteren neu der Zug Saratow – Tiraspol – Chișinău – Varna. Dazu kommen mehrere tägliche Regionalzüge Chișinău – Bendery.

Seit Juli 2012 gibt es eine Zugverbindung zwischen Chișinău und Moskau mit Halt in Tiraspol und Kiew. (Chișinău ab 22:30 Uhr Ankunft in Tiraspol um 01:30 Uhr und Ankunft in Kiew um 12:30 Uhr). Aktuelle Fahrpläne und Fahrzeiten bitte dem Poezda CIS-Fahrplan entnehmen.

In Transnistrien gekaufte Bahnfahrkarten sind sehr günstig; z. B. die einfache Fahrt von Tiraspol nach Chișinău kostet 13 PRB (knapp 1 EUR).

Um aus der Ukraine (von Osten kommend) in ländliche Gebiete Transnistriens zu gelangen, ist es üblich, einen ukrainischen Zug auf der Strecke Odessa – Lemberg (russ.: Lwow, ukr. Lwiw) zu nehmen. Dieser wird an einem der Zwischenhalte verlassen und von dort per Bus, Taxi oder Anhalter die Grenze passiert. Allerdings ist nicht jeder Grenzübergang für internationalen Reiseverkehr eingerichtet; man sollte versuchen, vorher von Einheimischen verifizieren zu lassen, dass der gewählte Übergang nicht nur kleinen Grenzverkehr erlaubt.

Weiterreise von Tiraspol (Auszug; April 2018):

  • Zug 66 (nach Moskau): 02:07 Uhr
  • Zug 642 (nach Odessa): 10:00 Uhr; Freitag, Samstag, Sonntag

Autobus[Bearbeiten]

Alle Beförderungen im nationalen Städte Verkehr sowie internationalen Verkehr unterliegen dem Übereinkommen über die internationale Beförderung von Fahrgästen und Gepäck.

Der "Busbahnhof" in der Hauptstadt Tiraspol befindet sich auf dem Parkplatz am Bahnhofsvorplatz. Die Busfahrkarten für die Überlandbusse müssen im Bahnhof am Bahnfahrkartenschalter (!) gekauft werden. Für die wenigen Busse, die bis Odessa verkehren, sollte man die Fahrkarte schon einige Stunden vorher erwerben, weil diese auch ausverkauft sein können.

Bendery (Бендеры) und Tiraspol (Тирасполь) sind ebenfalls über eine O-Bus-Linie Nr. 19 für 2,50 PRB (2017 = 15 Cent) miteinander verbunden, Pensionäre kostenlos.

Fahrpreise[Bearbeiten]

In Tiraspol werden Fahrscheine in der linken Bahnhofshalle als eigenem Busticketschalter verkauft oder man bezahlt nur eventuell möglich (mit Preisaufschlag) direkt beim Fahrer. Für den Überlandverkehr ist Vorkauf der Fahrkarten in der linken Bahnhofshalle ratsam, weil Fernbusse bisweilen ausverkauft sein können.

Die Fahrpreise wurden ab 1. Januar 2013 erhöht. Bleiben jedoch recht preiswert.[1]

  • Innerstädtischer Verkehr - 2,50 PRB Rubel pro 1 Passagier (15 Cent) im Juli 2017 (Pensionäre kostenlos).
  • Städte Verkehr - 0,47 PRB Rubel pro 1 Passagier.
  • Internationaler Verkehr - 0,47 PRB Rubel pro Kilometer und Passagier.

Internationale Autobusverbindungen[Bearbeiten]

  • Odessa <> Chișinău Auf der Strecke verkehren tagsüber mindestens alle drei Stunden Reisebusse, dazu auch noch Maxitaxi Kleinbusse (russ.: Marshrutkas), die etwa 10 bis 20 Personen mitnehmen). Dabei wird Transnistrien durchquert und mindestens in Tiraspol Halt gemacht, meistens auch noch in Bendery.
    • Allerdings gibt es dafür zusätzlich eine häufigere Autobus-Verbindung zwischen Tiraspol und der Grenze bei Perwomaisk in Transnistrien bzw. Kuchurgan (Кучурган) in der Ukraine sowie zwischen Kuchurgan und Odessa.
  • Chișinău <> Tiraspol (Тирасполь) über Bendery (Бендеры) Auf der Strecke gibt es eine relativ häufige direkte Autobus-Verbindung (ca. alle 30 min, von 07:00 bis 18:00 Uhr, sowie weniger häufig früh bereits ab 05:00 bis 07:00 Uhr und Abends ab 18:00 bis 22:00 Uhr) Busverbindung zwischen Chișinău und Tiraspol über Bendery. Da viele Angaben nur auf Russisch sind, frage man zur Sicherheit nach den Rückkehr Zeiten bereits nach der Ankunft nach. Kleinbusse (russ.: Marshrutkas) fahren auch diese Route tagsüber im halbstündigem Takt.
  • Tiraspol (Тирасполь) <> St. Petersburg (Санкт Петербург) an der Ostsee ab dem 14. Mai 2013. Abfahrt von der AU Tiraspol immer um 10:00 Uhr Dienstags und Freitags. [2] (Seite nur auf russisch)
  • Bendery (Бендеры) <> Jalta (Ялта) auf der Krim am Schwarzen Meer ab dem 17. Mai 2013. Abfahrt von AB Bendery um 18:00 Uhr jeweils Dienstags, Mittwochs, Freitags, und Sonnabends.[3] (Seite nur auf russisch)
  • Bendery (Бендеры) <> Satoka (Затока) westlich von Odessa an der Dnister-Mündung am Schwarzen Meer ab dem 1. Juni 2013. Abfahrt von AB Bendery um 08:15 Uhr täglich. [4][5] (Seiten nur auf russisch)

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Was Flughäfen angeht, hat Transnistrien welche, allerdings werden einige nicht im Linienverkehr angeflogen, da reine Militärflughäfen und andere wie der Hauptstadtflughafen sind außer Betrieb. Chișinău (Moldau) und Odessa (Ukraine) besitzen internationale Flughäfen. Von beiden Städten aus ist man per Zug, Bus oder Taxi innerhalb von etwa einer Stunde in Transnistrien.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Transnistrien ist wie Moldau ein Binnenstaat, deshalb fällt die Möglichkeit der direkten Schiffsanreise leider weg. Es besteht nur eine z.Zt. nicht durchgehend schiffbare Flußverbindung auf dem Dnister von seiner Mündung am Schwarzen Meer her.

In Tiraspol verkehrt ca. alle 2 Stunden ab dem Anleger unterhalb des Parks vor dem Lenin-Denkmal und dem Panzer mit der Ewigen Flamme ein Ausflugsschiff, welches ca. ein halbe Stunde auf dem Dnistr stromauf und dann wieder eine halbe Stunde stromab zurück fährt.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb von Transnistrien reist man i.d.R. per ÖPNV, Maxitaxi Kleinbusse (russ.: Marshrutkas), Taxi oder auf dem Land per Anhalter, wenn man kein eigenes Fahrzeug hat.

In Tiraspol verkehrt der selten fahrende O-Bus Nr. 1 vom Bahnhof in das Zentrum. Der alle 10 Minuten verkehrende O-Bus Nr. 19 fährt vom Zentrum bis in die Nachbarstadt Bendery. Taxis kommen und halten nur auf Telefonanruf - danach erhält man innerhalb Sekunden den Autotyp, die Kennziffern des Autokennzeichens und die minutengenaue Ankunftszeit des Taxis per SMS. Taxis halten also niemals auf Winken vom oder am Straßenrand.

Vor dem Bahnhof Tiraspol mit seiner gleichzeitigen Funktion als Busbahnhof warten immer einige Taxen. Fahrt zum Strand am Dnistr oder ins Zentrum im Juli 2017 ca. 12 - 40 PRB (0,70 - 2,35 €), wobei die niedrigeren Preise bei offiziell über Telefon gerufenen Taxis mit Taxameter gelten und die höheren für unerfahrene Erst-Ankömmlinge am Bahnhof bei den dort wartenden Taxen.

In Rybnitsa befindet sich am transnistrischen Ende der Grenzbrücke über den Dnjestr ein Taxistandplatz (etwas versteckt hinter den Marktbuden). Da die dortige Hauptsehenswürdigkeit, die Erzengel-Michael-Kathedrale, ganz oben auf einem Hügel liegt, wohin keine Busse fahren, ist hier ein Taxi zu empfehlen. Wer sein eigenes Auto nicht aufwändig „importieren“ will, oder seinen Leihwagen nicht über die Grenze bewegen darf, lässt das Fahrzeug einfach auf der moldawischen Seite der Grenzbrücke stehen, geht zu Fuß über die Grenze und nimmt das Taxi.

In Transnistrien sind viele sowjetische Symbole bis heute in Gebrauch

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprachen des Landes sind Russisch, Ukrainisch und Moldawisch. Letzteres ist jedoch nur eine lokale Bezeichnung für die Rumänische Sprache, die in Transnistrien zudem im kyrillischen Alphabet geschrieben wird. Die im Alltag überall dominierende und meistgesprochene Sprache in Transnistrien ist das Russische, es empfiehlt sich also zumindest grundlegende Russischkenntnisse zu besitzen. Beschilderung, Speisekarten in Restaurants, Broschüren, Stadtpläne oder Werbeplakate sind fast immer in Russisch gehalten.

Die Chance, jemanden zu treffen, der Englisch oder Deutsch spricht ist in etwa gleich hoch, in beiden Fällen leider nicht sehr wahrscheinlich. Es lohnt sich also immer, es auch auf Deutsch zu versuchen, da in sowjetischen Zeiten Deutsch als Fremdsprache recht verbreitet war. Auch junge Leute sprechen nicht unbedingt eine westliche Fremdsprache. An der Universität von Tiraspol kann allerdings Germanistik studiert werden, wenn man also Einheimische kennen lernen will, die Deutsch sprechen, könnte man es hier versuchen.

Grenzer sprechen meistens ein paar Brocken Englisch und/oder Deutsch, auch treffen sie gelegentlich westliche Ausländer und wissen, wie sie sich verständlich machen können.

Kaufen[Bearbeiten]

Währung[Bearbeiten]

Aktuelle PRB-Banknotenserie

Die amtliche Währung ist der Pridnestrowische Rubel (Abkürzung: PRB, Währungssymbol: Pridnestrovie ruble sign.svg). Die offizielle Abkürzung PRB ist jedoch im alltäglichen Dienstleistungsgeschäft nicht sehr gebräuchlich. Oft wird nämlich auf Quittungen nur das Pridnestrovie ruble sign.svg oder die nicht offizielle Abkürzung RUP (für Rubel Pridnestrovie benutzt.

Auf den Münzen prangt "Hammer und Sichel" und die Geldscheine haben das praktische Kleinformat der Geldscheine der ehem. DDR.

Umtausch nur in Transnistrien, z. B. links am Bahnhofsgebäude Tiraspol und in der Mitte des Bahnhofsgebäudes an der Vorderseite. Kurs im Juli 2017 1 € = 17 PRB.

Geldautomaten[Bearbeiten]

Geldautomaten (ATM), die VISA® oder Maestro/MasterCard® akzeptieren, gibt es nur wenige in den größeren Stadten des Landes. Die Geldautomaten geben bei ausländischen Karten nur USD und RUB aus, die Scheine müssen danach in den Wechselstuben getauscht werden.

SBERBANK (Trans-Dniester Savings Bank) Geldautomaten

  • Lenin Str. 5, Bender
  • Lenina Str. 2, Camenca
  • Octyabrskaya Str. 54, Dubasari
  • Dzerjinskii Str. 30, Grigoriopol
  • Kirova Str. 84/3, Rybnitza
  • Frunze Str. 21., Slobodzeia
  • Straße des 25 Oktober 85, Tiraspol
  • Pravda Str. 6, Tiraspol
  • Iunosti Str. 15/2, Tiraspol

Geldumtausch[Bearbeiten]

Es ist ratsam, sich bei Ankunft einige Pridnestrowische Rubel (PRB) in einer Wechselstube zu ertauschen. Durch die moderaten Preise im dortigen Dienstleistungsbereich, sind meist 10 Euro pro Tag und Person meist ausreichend. PRB Geldscheine und Kurs-Münzen werden außerhalb des Landes nicht anerkannt und können daher nicht offiziell getauscht werden.

Die reichlich vorhandenen Wechselstuben akzeptieren mindestens Euro, moldawische Lei, ukrainische Hrvna und russische Rubel sowie US-Dollar. In manchen Hotels finden sich ebenfalls Wechselstuben. Die umzutauschenden Geldscheine sollten in gutem Zustand sein, da selbst nur leicht eingerissene Banknoten oft nicht akzeptiert werden. Ein Rücktausch in andere Währungen ist von den vorhandenen Wechselstuben nur nach jeweiligen Vorräten abhängig - bei Tausch Euro gegen PRB nach der Einreise muss man also ggf. vor der Ausreise die PRB zurück in ukrainische UAH oder Dollar tauschen, da keine Euro da sind.

Einen Anhaltspunkt für den aktuellen Wechselkurs (stand 2013-12-30)

  • 1 EUR = 17 PRB (Juli 2017),
  • 1 EUR = 18,5 PRB (Juni 2018)
  • 1 MDL = 0.8501 PRB,
  • 1 RUB = 0.3402 PRB,
  • 1 UAH = 1.3887 PRB.

Kaufen[Bearbeiten]

Kaufen kann man in Transnistrien zahlreiche Dinge zu Preisen, die ein Westeuropäer meist sehr gering findet, denn schließlich liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bei nur ca. 100 € im Monat. So sollten Handeln und verantwortlicher Umgang mit Geld dort selbstverständlich sein.

Bekleidung[Bearbeiten]

Schuhe fangen bei umgerechnet 10 € und gut verarbeitete Lederschuhe ab 20 € an. Warme Kleidung lässt sich um die Wintermonate auch sehr preiswert kaufen.

Tabakwaren[Bearbeiten]

Zigaretten sind sehr günstig, falls man sich mit einer ortsüblichen Sorte anfreunden kann (1 Stange ab 2 €). Markenzigaretten fangen bei gut 0,80 € pro Schachtel an. 2018 kostete eine Schachtel West beispielsweise 0,90 €, hierbei ist aber zu beachten, dass diese Zigaretten filterlos sind. Es ist zwar die äußere Umhüllung des Filters da, jedoch steckt in dieser kein Filterröhrchen.

Alkoholhaltiges[Bearbeiten]

Alkohol, tja wer wirds vermuten: Wodka, Schnaps und ein Flachmann im Centbereich Der lokale Weinbrand "KVINT" ist exzellent, die 0,5 lt Flasche "Surprisny" mit 10 Jahre altem Cognac kostet im Laden um die 5 €. Der Standard-KVINT kostet um 1 € für 0,5 Lt. 1- bis 2-Lt-Flaschen Bier ebenfalls. KVINT-Wodka ist ab 90 Cent pro 0,5 Lt-Flasche erhältlich.

Küche[Bearbeiten]

Die Landesküche der heutigen Pridnestrowisch Moldauischen Republik ist eng mit derer der Republik Moldau verbunden, da beider Küche auf den gleichen historischen Grundlagen fußt. In einem Gebiet das von verschiedenen Kulturen und Epochen geprägt wurde, und seit der Antike verschiedene Einflüsse aus benachbarten Regionen durch Handel und Krieg wirkten. Andererseits konnten insbesondere russische, ukrainische und gagausische Einflüsse nach dem Zweiten Weltkrieg in der moldauischen ASSR stärkeren Einfluss auf die weitere Entwicklung der Küche nehmen. Am östlichen Ufer Dnjestr sind die dominanteren Einflüße die aus der Russischen und auch der ukrainischen Küche (die selbts sehr vielfältig mit Elementen aus der deutschen, türkischen, polnischen und ungarischen Küche bestückt ist).

Das Land bietet ein Geschmacklisches Potpourri das sich lohnt endeckt zu werden. Einen guten Einstieg bietet zum Beispiel das auch in der ehem. DDR bekannte Borschtsch Süppchen mit Schmand und Dill oder die „leckeren“ gefüllten Wareniki Teigtaschen (mal süß, mal würzig gefüllt). Wer lieber ‚Fast food‘ nach „westlichem Muster“ bevorzugt, findet zum Beispiel bei der Moldawischen Pizzakette «Andy's Pizza» oder «La Placinte», mit Filialen in den größeren Städten Transnistriens, ein sehr günstiges, mit zum Teil (vor allem bei «La Placinte») regional angehauchtes, ‚Fast Food‘.

Nachtleben[Bearbeiten]

In der Grenzstadt Bendery sowie im Allgemeinen ist es ratsam, sich vorher zu informieren, ob vor Ort (noch) eine Ausgangssperre ab einer bestimmten Uhrzeit besteht.

Essen[Bearbeiten]

Restaurant "Kumanek" (шинок куманек); Sverdlov Straße 37 (ul. Sverdlova 37): sehr gute traditionelle Küche

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Anzahl an Hotels ist nicht groß; man kann also ohne Probleme Passanten (oder einen Taxifahrer) bitten, einen zu einem Hotel zu bringen und er wird nicht vor der Schwierigkeit stehen, eins aus hunderten auswählen zu müssen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Fotografieren militärischer Anlagen und wichtiger Industrieeinrichtungen ist verboten!

Es existiert keinerlei diplomatische Vertretung der BRD oder anderer westlicher Staaten in Transnistrien, in dringenden Angelegenheiten (Passverlust, Inhaftierung, &ct.) erhält man keine direkte Hilfe von europäischen Behörden. Es soll an dieser Stelle jedoch darauf hingewiesen werden, dass Transnistrische Behörden westlichen Ausländern gegenüber in einem solchen Fall relativ hilfsbereit sind, auch da das Land in den letzten Jahren versucht, seine internationale Reputation zu verbessern. Im Falle eines wirklichen Notfalls, wie etwa eines Passverlusts, sollte man sich daher an Transnistrische Behörden wenden. Bessere Beziehungen unterhält Russland: Gegenüber des Dom Sowjetow gibt es ein Parteibüro von Einiges Russland. In absehbarer Zeit sollen zwei russische Konsulate eröffnen.

Diskriminierung[Bearbeiten]

Es gibt einen kulturell verbreiteten Heterosexismus mit entsprechenden Diskriminierungen.

Kriminalität[Bearbeiten]

Nicht-organisierte Kriminalität Touristen gegenüber scheint gering zu sein, da relativ viel Militär und Polizei präsent ist. An deren Anweisungen sollte man sich halten, insbesondere keine Militäranlagen fotografieren und die Vorhänge in Minibussen zuziehen, wenn der Fahrer dies sagt (bzw. die anderen Passagiere es auch tun) und dann nicht extra hinaus gucken.

In der PMR, vor allem in Tiraspol herrscht ganz offenbar das Gebot der gegenseitigen Besitzstandswahrung. Zudem wird man als Tourist derart zuvorkommend, höflich, respektvoll und ehrlich behandelt, dass man sich keine Sorgen machen braucht. Kleinkriminalität ist gemäß diverser Reiseberichte de facto inexistent. Wenn es denn so etwas wie Kriminalität gibt, dann im ganz großen Stil, von dem Reisende nur in den seltensten Ausnahmefällen betroffen sein könnten.

Viele Transnistrier freuen sich Ausländer zu sehen und wirken sehr freundlich, wenn auch ein wenig schüchtern auf den ersten Blick. Einige aber sehen Ausländer als Quellen des leichten Geldes. Daher am besten Preise für Taxi (ohne oder mit defektem Taxameter) Fahrten immer vorher verhandeln, mit Stift und Papier, wenn man nicht Russisch spricht, bevor man einsteigt. Informieren Sie sich über die Preise, bevor Sie diese bestellen in einer Bar oder Gaststätte. Es ist nicht üblich, betrogen werden, aber es ist alles andere als selten. Doch selbst, wenn Betrug versucht wird, ist es oft nicht mehr als ein paar Euro. Also einfach acht geben und freundlich bleiben.

Verkehrs- und Ordnungswidrigkeiten[Bearbeiten]

Selbst ohne vorliegendes Vergehen führt die Polizei Spontankontrollen durch. Man sollte auch nicht auf Konfrontationskurs mit Polizisten oder Beamten gehen. Kleinste Vergehen können dann zu drastisch hohen Verkehrsstrafen führen (Juli 2010: 90 EUR für nicht regelkonformes Abbiegen; eine "Einigung" konnte nur mühsam erzielt werden - hat immer noch rund 30 EUR gekostet). Auch hier gilt, nicht größere Mengen Valuta mit sich zu führen, bzw. diese in einem zweiten Portemonnaie zu verstecken. Es ist ratsam sich die Nummer des Beamten zu merken.

Das Transnistrische Innenministerium bittet bei Bestechung die Hotline +373 (0)533 94578 oder +373 (0)778 50986 (englischsprachig) anrufen, wenn eine Polizist oder Beamter versuchte, Bestechungsgelder von Ihnen zu erpressen (das ist jedoch zunehmend unwahrscheinlich).

Beachten Sie außerdem, dass Trinken auf der Straße illegal ist und (unnötig zu sagen) äußerst unbeliebt ist.

Gesundheit[Bearbeiten]

Reisegesundheit[Bearbeiten]

Möglicherweise vorkommende Erkrankungen. [6] Dies ist keine Aussage über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende. Daher, bitte sich jeweils individuell informieren. Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, FSME, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, HIV/AIDS, Lyme Borreliose, Tollwut, Typhus, West-Nil-Fieber (von Mücken).

Apotheken und Medikamente[Bearbeiten]

Die überwiegend russischen Arzneien sind sehr preiswert, so kostet Aspirin nur einige EUR Cent.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Der offizielle Name des De-facto-Regimes lautet Pridnestrowische Moldauische Republik oder kurz Pridnestrowien, also das Land am Dnistr. „Transnistrien“ (rumänisch Transnistria), also das Land jenseits des Dnister entspricht hingegen der rumänischen bzw. kern-moldawischen Sicht. Der Begriff wurde während der Annexion durch das faschistische Rumänien unter Marschall Antonescu im Zweiten Weltkrieg geprägt und wird von der eher pro-russischen bzw. pro-sowjetischen Bevölkerung der Region, die sich selbst natürlich diesseits des Dnistr sieht, abgelehnt. Auch wenn „Transnistrien“ die im Deutschen übliche Bezeichnung ist, sollte man sie im Land selbst bzw. gegenüber Einheimischen nicht verwenden (schon gar nicht gegenüber Behördenvertretern).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Tourist Information Center[Bearbeiten]

In der Lenin-Straße 33 (ul. Lenina 33; schräg gegenüber vom Werksverkauf der Kvint-Brennerei; also die Straße Richtung Bahnhof ("Gara Voksal")) gibt es nun ein Tourist Information Center. Es gibt Flyer und Broschüren. Die Mitarbeiterinnen sprechen Englisch und helfen gerne weiter. E-Mail: tourism@ngo-ardt.com (April 2018)

Postdienste[Bearbeiten]

Das Hauptpostamt befindet sich an der Ecke Lenin-Straße/Straße des 25. Oktober (ul. Lenina/ul. 25. Octobre). Die Mitarbeiterinnen sind bemüht. Am besten die Postkarte hinhalten und "Germania" oder "Nemetzcki" sagen, dann bekommt man das passende Porto. Direkt vor der Post befinden sich zwei blaue Postkasten. Einfach in irgendeinen von den beiden die Post einwerfen - passt schon (April 2018).

Für den Postversand gibt es Postämter in den größeren Orten Transnistriens. Die Portokosten sind so preiswert das man ruhig mal seine Lieben mit Ansichtskarten erfreuen kann.

  • Ansichtskarten in die Zone A (Die GUS-Staaten und Europa, einschließlich der Republik Moldau) kosten per Überlandpost 3.30 PRB und per Luftpost 4.29 PRB.
  • Briefe bis 20 g in die Zone A kosten per Überlandpost 4,95 PRB. Per Luftpost sind es dann 5.94 PRB. Die vollständige Tarifliste ist der Tarifseite der SUE «Post Pridnestrovia» zu entnehmen.

Festnetz[Bearbeiten]

Die Kommunikations-Dienstleistungen in Transnistrien sind alle Privatisiert und das Fernsprecher-System läuft auf einer digitalen Infrastruktur.

Mobilfunknetz[Bearbeiten]

Der größte einheimische Mobilfunkanbieter in Transnistrien ist Interdnestrkom (IDC). Das Unternehmen bietet mobilen Internet-Zugang über EVDO Rev.A-Netze mit Download-Geschwindigkeiten bis zu 3,1 Mbit/s[7] und einer Netzabdeckung über den Großteil des Landes.[8] Der Zugang über das neuere LTE-Netz mit bis zu 10 Mbit/s ist auf die großen Städte beschränkt.[9][10]

CDMA roaming[Bearbeiten]

Mobilfunkgeräte im CDMA Standard haben überall in Tiraspol eine gute Netzabdeckung.[11]

GSM roaming[Bearbeiten]

Im Land wird CDMA als Mobilfunkstandart verwendet. Der in West-Europa gebräuchliche [GSM] Mobilfunkstandart ist daher nur in Netzabdeckungs-Reichweite grenznaher Moldauischen Türme der Mobilfunkanbieter "Orange" and "Moldcell" verwendbar. In der Haupstadt Tiraspol hat man Empfang eines moldawischen Mobilfunkanbieters, der Roaming für deutsche Handys erlaubt.

Prepaid SIM Karten[Bearbeiten]

Prepaid SIM-Karten für CDMA oder LTE fähigen Mobilfunkgeräte werden bei den in der Stadt verteilten Händler Läden von Club CDMA, Go, Interphone, Dialog (russ.: Диалог), Olympus (russ.: Олимп) oder Polis Kinito (russ.: Полис Кинито) angeboten. Der Prepaid Tarif des größten Mobilfunkanbieters "IDC Interdnestrkom" nennt sich „Simple card“ und ist ein Einheiten a je 3, 5, 10 und 20 USD erhätlich. Bei verbrauchtem Kredit bleibt die Rufnummer der 3 USD Karte weitere 60 Tage im Lande für eingehende Anrufe freigeschaltet. Die der höherwertigen Karten entsprechend länger.

Internet[Bearbeiten]

Kostenloses Wi-Fi wird in vielen Cafés, Gaststätten und Hotels angeboten und auch in den damit ausgerüsteten neueren ÖPNV Oberleitungsautobussen. Der Provider „Interdnestrkom“ bietet ebenfalls mobiles Internet Tarife für Laptop, Tablet und Smartphone an.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
7. Jan. Weihnachten
(Рождество Христово)
In den Russisch-Orthodoxen Kirchen wird noch nach den altem, nicht verändertem, Datum am 7. Januar Weihnachten gefeiert. Üblich ist es an diesem Tag, die Paten mit Kulitsch Aschkuchen (Rosinentörtchen mit Zuckerguß und Streuseln) zu besuchen.
23. Feb. Tag der Verteidiger des Vaterlandes
(День защитника Отечества(
Zu Ehren der Bewahrer des Friedens (womit alle Armeeangehörigen gemeint sind) wird nach alter sowjetischer Tradition begangen.
1. Mär. Märzchen Frühlingsfest
(Мэрцишор, Mărțișor)
Ein traditionelles Bulgarisch-Rumänisch-Moldauisches Frühlingsfest. Es symbolisiert das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf. Bei diesem Anlaß werden wiederum in allen Städten und Bezirken der Republik Auftritte der Tanzkollektive aufgeführt. Das an diesem Tage verschenkte weiß-rote Märzchen Band (meist mit Anhänger) symbolisiert den Frühling und wird von Verwandten oder guten Freunden verschenkt.
8. Mär. Internationaler Frauentag
(Международный женский день)
Wie es auch bei uns in der ehem. DDR Tradition war; wird den Frauen oder Freundinnen Blumen geschenkt. Und vor allem in den Kindergärten aber auch in den Grundschulen organisiert man Mal- und Zeichen-Wettbewerbe für die besten Zeichnungen für die Mütter. In allen Städten und vielen größeren Dörfern in den Bezirken werden zu diesem Anlaß Tänze aufgeführt.
1. Mai Internationaler Tag der Arbeiter
(День международной солидарности)
5. Mai Ostern
(Пасха)
9. Mai Tag des Sieges
(День Победы)
An diesem Tage des Sieges des Sowjetvolkes über Nazi-Deutschland marschiert die Führung und einige der, von der ganzen Gesellschaft geehrten, Veteranen (1941-1945) mit eingeladenen Gästen durch das Zentrum der Stadt zum Suworow Denkmal, an dem noch weitere Feierlichkeiten abgehalten werden. Danach wird werden am Kai des Dnister traditionelle Semljankas (Gelage im Freien) für die Veteranen organisiert, wo man die traditionellen 100 ml auf den Sieg und den verstorbenen Kameraden trinkt.
13. Mai Allerseelen
(День поминовения усопших)
Christliches Fest zur Ehrung der Totenseelen das am zweiten Montag nach Ostern stattfindet.
1. Aug. Tag des Gedenkens
(День памяти)
In Erinnerung an die gefallenen Helden des Krieges die den bewaffneten entfesselten Angriff durch die herrschenden Kreise Moldau gestoppt haben. An diesem Tag wird im ganzen Land werden in Gedenken an die gefallenen und Opfern des bewaffneten Konflikts am Dnister von 1990-1992 in Trauer gedacht. In Tiraspol am Ehrenmal.
2. Sept. Tag der Republik
(День Республики)
Der Nationalfeiertag ist ebenfalls ein Arbeitsfreier Feiertag seit der Ausrufung der Pridnestrowisch Moldauischen Republik 1990. Die an diesem Tag in der Hauptstadt Tiraspol stattfindenden Konzertaufführungen, Tänze, aber vor allem die Militärparade (nach sowjetischem Vorbild) ist inzwischen zu einer gut besuchten touristischen Attraktion geworden. Zum Ausklang der Feierlichkeiten findet ein großes Feuerwerk statt und die aus Rußland eingeladenen Kapellen beenden das Fest mit Musik.
14. Okt. Jahrestag der Gründung der Stadt Tiraspol
(годовщина со дня основания города Тирасполя)
7. Nov. Tag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution
(День Великой Октябрьской социалистической революции)
31. Dez. bis 3. Jan. Neujahrsfest
(Новогодний праздник)
Das Neujahrsfest wird stets im Rahmen der Familie begangen. Man tafelt gemeinsam in das neue Jahr und man hört den Neujahrsreden des transnistrischen und des russischen Staatschefs (um 23 Uhr abends nach Ortszeit) zu. Das gemeinsame Essen sowie Besuche bei Angehörigen, gemeinsame Spaziergänge gegen Mitternacht zum großen Tannenbaum im Zentrum der Stadt, kleine Feuerwerke auf den Straßen sowie Geschenke füreinander sind die wesentlichen Bestandteile des transnistrischen Neujahrsfestes.

Literatur[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
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