Mittelrheintal

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Das Mittelrheintal ist international das bekannteste deutsche Flusstal. Besonders für ausländische Gäste ist es der Inbegriff für die deutsche Rheinromantik. Nicht umsonst ist das obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz seit 2002 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Burgen, Weinberge, gemütliche Städtchen und Dörfer prägen diese reizvolle Region. Hauptdarsteller ist natürlich der "Vater Rhein", der sich zwischen Taunus und Hunsrück ein schroffes Tal gebahnt hat. Unterhalb Koblenz bis Bonn zwängt sich der Rhein zwischen Westerwald und Eifel.

Einfach das Tal besuchen und sich von der Rheinromantik verzaubern lassen.

Blick von der Loreley auf den Rhein Richtung St. Goarshausen

Regionen[Bearbeiten]

Die Region Mittelrhein teilen sich Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. Zu Nordrhein-Westfalen gehören nur noch die Ausläufer bis Bonn. Der Mittelrhein ist eine Teilregion des historischen Rheinlandes, das noch in zwei Bundesländern fortlebt.

Das weltberühmte mit Burgen besetzte Tal zwischen den Zuflüssen Nahe und Mosel, den Städten Koblenz und Bingen und den Gebirgen Hunsrück und Taunus bezeichnet man als Oberes Mittelrheintal. In der Mitte bei St. Goarshausen ist die berühmte Loreley zu finden, ein Felsvorsprung an der engsten Stelle im Mittelrheintal. 2002 wurde das Obere Mittelrheintal in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen, wobei hier Bingen und Rüdesheim eingeschlossen sind, obwohl diese Städte in Rheinhessen bzw. im Rheingau liegen.

Der Abschnitt zwischen Koblenz und Bonn-Bad Godesberg sowie Bad Honnef heißt Unteres Mittelrheintal. Er trennt die Eifel vom Westerwald und dem Siebengebirge.

Oberes Mittelrheintal[Bearbeiten]

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Blick von der Festung Ehrenbreitstein auf Koblenz, das Deutsche Eck an der Moselmündung und das Neuwieder Becken. Hier weitet sich auf etwa 20 km das Mittelrheintal zu einem weiten Talkessel. Im dicht besiedelten Talboden leben etwa 300.000 Menschen, wobei Koblenz mit 110.000 Einwohnern die größte Stadt ist.
Blick von der Festung Ehrenbreitstein auf Koblenz, das Deutsche Eck an der Moselmündung und das Neuwieder Becken. Hier weitet sich auf etwa 20 km das Mittelrheintal zu einem weiten Talkessel. Im dicht besiedelten Talboden leben etwa 300.000 Menschen, wobei Koblenz mit 110.000 Einwohnern die größte Stadt ist.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Mittelrheintal
Die Orte
Nahemündung bei Bingen

Linksrheinisch:

  • 1 Bingen am Rhein internet wikipediacommonswikidata. mit dem Ortsteil Bingerbrück liegt an der Nahemündung. Die Burg Klopp liegt in der Stadtmitte, schöne Rheinpromenade mit Blick zum Mäuseturm und in den Rheingau.
  • 2 Trechtingshausen internet wikipediacommonswikidata. mit Burg Rheinstein
  • 3 Niederheimbach wikipediacommonswikidata. mit Burg Sooneck.
  • 4 Bacharach internet wikipediacommonswikidata. Historische Gebäudeensembles, eine intakte Stadtmauer, die Kirche St. Peter und die Ruinen der gotischen Kapelle St. Werner prägen die Stadt. Über der Stadt liegt die Burg Stahleck (seit 1927 Jugendherberge).
  • 5 Oberwesel internet wikipediacommonswikidata. Altstadt mit 3 km zum Teil begehbarer mittelalterlicher Stadtmauer mit 16 von 21 erhaltenen Wehrtürmen. - Ruine Schönburg aus dem 12. Jh., Liebfrauenkirche (auch "rote Kirche" genannt) von 1308.
  • 6 St. Goar internet wikipediacommonswikidata. mit der imposanten Burgruine Rheinfels
  • 7 Bad Salzig wikipediacommonswikidata. mit schöner Uferpromenade mit Blick auf die Burgen der feindlichen Brüder. Das historische Bäderhaus mit Sauna und dem mit Heilwasser gespeisten Thermalbad ist sehenswert. Ebenso der großzügig angelegte Kurpark.
  • 8 Boppard internet wikipediacommonswikidata. Sesselbahn zum Vierseenblick, Altstadt, "kurfürstliche Burg" mit Museum, schöne Rheinpromenade.
  • 9 Rhens wikipediacommonswikidata. mit dem mittelalterlichen Rathaus.
  • 10 Koblenz internet wikipediacommonswikidatafacebook. Deutsches Eck am Moselzufluss. Festung Ehrenbreitstein, Seilbahn über den Rhein.


Rechtsrheinisch:

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

Zollburg Pfalzgrafenstein bei Kaub

In dem 65 Kilometer langen Abschnitt des oberen Mittelrheintales liegen 16 Burgen auf der linken Rheinseite zwischen Bingen und Koblenz und 14 Burgen auf der rechten Rheinseite zwischen Rüdesheim und Lahnstein, insgesamt werden ca. 40 Burgen, Schlösser und Festungen gezählt.

Die hohe Burgendichte am Mittelrheintal hat ihre Ursache in der tiefen Einschneidung des Rheins in das rheinische Schiefergebirge. Der leicht kontrollierbare Flussabschnitt der europäischen Wasserstraße Rhein hatte enorme strategische Bedeutung aus den lukrativen Zolleinnahmen. Verkompliziert wurde die Situation noch dadurch, dass sich hier verschiedene Dynastien (die Erzbistümer Köln, Mainz und Trier und die Pfalzgrafen und hessischen Landgrafen) den Einfluss gegenseitig streitig machten.

Je nach der topographischen Situation wurden die Anlagen in Höhenburgen, Hangburgen, Niederungsburgen und Wasserburgen unterschieden, die Festungen waren dann die beschusssicheren Anlagen wie sie nach dem Gebrauch des Schießpulvers in den Kanonen ab dem 17. Jahrhundert entstanden.

Gegen Ende des Mittelalters hatten die einfachen Burgen den damals modernen ersten Feuergeschützen schon nichts mehr entgegenzusetzen und sie verfielen zunehmend, oder sie wurden zu Festungen ausgebaut. Die letzten großen Zerstörungen an diesen noch intakten Festungen besorgte dann Napoleon, der 1806 die letzten der noch funktionsfähigen Anlagen sprengen lies, weitestgehend unversehrt erhalten blieben nur zwei der Wehranlagen, der Rest war Ruine.

Erst die romantischen und nationalen Strömungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts bewegte dann das vermögende Bürgertum, die Burgen zum privaten Vergnügen wieder instand zusetzen, das war dann auch der Auslöser für die Rheinromantik, die bis in die Neuzeit weiterwirkt.

Die weltweit einmalig hohe Burgendichte war, neben der Naturlandschaft des Rheintals, einer der Hauptgründe zur Aufnahme in die Liste der UNESCO-Denkmäler im Jahre 2002.

Einzelne Burgen stehen auch zum Verkauf an, für Interessierte bietet sich hier eine preisgünstige Möglichkeit selber zum Burgbesitzer zu werden, der Kaufpreis ist meist nur symbolisch ("Ein Euro"). Demgegenüber stehen strenge denkmalschützerische Auflagen und in Folge ein oft gewaltiger Finanzierungsbedarf für erforderliche Sanierungen, alleine die jährlichen Heizungskosten erfordern eine strenge Kalkulation, die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten für eine Burg liegen im fünfstelligen Euro-Bereich.

Burgruine Ehrenfels am Binger Loch, schräg gegenüber von Bingen und der Nahemündung
Burg Rheinstein bei Trechtingshausen
Burg Stahleck in Bacharach
Schönburg bei Oberwesel
Die Marksburg oberhalb von Braubach ist die einzige komplett erhaltene Höhenburg am Mittelrhein.
Schloss Stolzenfels gesehen von der Lahnmündung bei Lahnstein. Stolzenfels kann ab Lahnstein mit der kleinen Personenfähre "Lahnstein" erreicht werden
  • 1 Boosenburg wikipediacommonswikidata. (Oberburg) in Rüdesheim (Privatbesitz)
  • 2 Brömserburg wikipediacommonswikidata. (Niederburg) in Rüdesheim - Ursprünglich eine Zollburg am Rhein aus dem 8. bis 12. Jahrhundert. Heute ist hier das Rheingauer Weinmuseum untergebracht.
  • 3 Vorderburg − Marktburg. (von 1276). Die Reste der leicht zu übersehenden Burg liegt in der Altstadt von Rüdesheim am Südwestrand des Marktes. Sie wurde vermutlich 1640 genauso wie die Brömserburg von französischen Soldaten zerstört. Von der alten Burg ist nur der Wehrturm erhalten, an den um 1663 ein Wohnhaus angebaut wurde.
  • 4 Burg Klopp wikipediacommonswikidata. in Bingen - Wiederaufbau zwischen 1853 und 1879, seit 1897 Sitz der Stadtverwaltung. Der Innenhof ist allgemein zugänglich.
  • 5 Binger Mäuseturm wikipediacommonswikidata. ehemaliger Wehr- und Wachturm auf einer Rheininsel vor Bingerbrück. 1856-58 im neugotischen Stil wiederaufgebaut und bis 1974 als Signalturm für die Rheinschifffahrt genutzt.
  • 6 Burg Ehrenfels wikipediacommonswikidata. Zollburg am Binger Loch zwischen Rüdesheim und Assmannshausen gegenüber des Mäuseturms bei Bingen.
  • 7 Ruine Rossel wikipediacommonswikidata. ca. 1794 als dekorative Burg-Ruine erbauter Aussichtspunkt im Landschaftspark Niederwald bei Rüdesheim mit herrlichem Blick auf die gegenüberliegende Mündung der Nahe in den Rhein und das Binger Loch.
  • 8 Burg Rheinstein wikipediacommonswikidata. zwischen Bingen und Trechtingshausen. Die Anlage kann besichtigt werden.
  • 9 Burg Reichenstein, Reichenstein 2 wikipediacommonswikidata. iegt oberhalb von Trechtingshausen. Die Burg ist zugänglich.
  • 10 Burg Sooneck wikipediacommonswikidata. Die Burg aus dem 11. Jahrhundert wurde im 17. Jh. von den Franzosen zerstört. Im 19. Jh. ließen die Hohenzollern die Ruine als Jagdburg wieder errichten.
  • 11 Heimburg wikipediacommonswikidata. Im Privatbesitz.
  • 12 Burg Fürstenberg wikipediacommonswikidata. Hangburg oberhalb des Ortsteils Rheindiebach, zwischen 1217 und 1219 gegründet, 1689 zerstört, im Privatbesitz.
  • 13 Burg Stahleck wikipediacommonswikidata. Höhenburg oberhalb von Bacharach. Ab 1925 zu einer Jugendburg wiederaufgebaut, heute als Jugendherberge genutzt.
  • 14 Burg Stahlberg wikipediacommonswikidata. Ruine in einem Seitental auf einem Bergsporn über dem Ortsteil Steeg der Stadt Bacharach.
  • 15 Zollburg Pfalzgrafenstein wikipediacommonswikidata. Auf einer Insel bei Kaub teilt die mächtige Burg den Rhein. König Ludwig der Bayer erbaute sie 1327. Modernisiert wurde sie 1607 und 1755.
  • 16 Burg Gutenfels wikipediacommonswikidata. bei Kaub - befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
  • 17 Schönburg wikipediacommonswikidata. bei Oberwesel − Die Burg besteht aus drei in der Höhe gestaffelten Höfen und einer Vielzahl verschiedener Türme, Wohn- und Wehrbauten. Kaiser Friedrich I. 1166 erhob sie zur Reichsburg. 1689 wurde sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg von Franzosen zerstört. Ab 1885 wurde sie teilweise wiederaufgebaut. Seit 2011 beherbergt der Torturm ein informatives Museum zum Thema Burgenbau, Denkmalschutz und Burgen im Krieg.
  • 18 Burg Katz wikipediacommonswikidata. bei St. Goarshausen. Die Anlage ist japanischer Privatbesitz und daher nicht zugänglich.
  • 19 Burg Rheinfels wikipediacommonswikidata. bei St. Goar. Die mächtige Ruine kann gegen Eintritt besichtigt werden.
  • 20 Burg Maus wikipediacommonswikidata. bei St. Goarshausen. Auf der Burg bietet ein Adler- und Falkenhof Flugvorführungen an.
  • 21 Burg Sterrenberg wikipediacommonswikidata. Burgruine oberhalb Kamp-Bornhofen, auch als eine der "Feindlichen Brüder" bezeichnet.
  • 22 Burg Liebenstein wikipediacommonswikidata. ebenfalls oberhalb Kamp-Bornhofen, auch als eine der "Feindlichen Brüder" bezeichnet.
  • 23 Römisches Kastell (Castra Bodobrica) wikipediacommonswikidata. in Boppard - Die Kastellmauer mit bis zu neun Meter Höhe ist die am besten erhaltene römische Mauer in Deutschland.
  • 24 Kurfürstliche Burg Boppard wikipediacommonswikidata. ist heute Sitz des städtischen Museums.
  • 25 Wasserburg Osterspai wikipediacommonswikidata. Die Burgkapelle St. Jakobus ist ein doppelgeschossiger, rechteckiger Saalbau. Im Obergeschoss sind Gewölbe mit Resten von Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert erhalten.
  • 26 Marksburg wikipediacommonswikidata. Auf einem Felskegel ragt die schöne Burg über Braubach und dem Rhein. Mit ihrem Bergfried, mehreren Baugruppen, Zwingern und Bastionen ist sie die einzige Höhenburg am Rhein, die nie zerstört wurde.
  • 27 Burg Lahneck wikipediacommonswikidata. oberhalb der Lahn, 1240 bis 1245 erbaut. Glas- und Tafelmalereien in der 1245 errichteten Kapelle. Ab 1852 wurde die gesamte Burg im Stil englischer Neugotik wieder aufgebaut. Die Außenanlage und einige der historischen Räume mit reicher Ausstattung sind heute für Besucher zugänglich.
  • 28 Schloss Stolzenfels wikipediacommonswikidata. Die Festung Stolzenfels brannte 1689 nieder. Der Architekt Karl Friedrich Schinkel baute dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. auf der Ruine von 1836 - 1842 sein neues Schloss Stolzenfels. Das Schloss wurde bis 2011 saniert. Das Land Rheinland-Pfalz steckte 15 Mio. € in die Sanierung. Im Dezember ist es geschlossen, im Januar nur am Wochenende geöffnet. Eintritt: 4,- €.
  • 29 Kurfürstliche Stadtburg Koblenz wikipediacommonswikidata. (Alte Burg) von 1185 liegt am Moselufer an der alten Moselbrücke. Sie beherbergt heute das Stadtarchiv.
  • 30 Kurfürstliches Schloss Koblenz wikipediacommonswikidata. von 1777 - 1793 liegt am Rheinufer.
  • 31 Festung Ehrenbreitstein wikipediacommonswikidatafacebooktwitter. oberhalb von Koblenz. Imposante Anlage, die rechtsrheinisch gegenüber dem Deutschen Eck liegt.

Klöster[Bearbeiten]

  • 1 Abtei St. Hildegard wikipediacommonswikidata. Von der sehr sehenswerten Klosteranlage nördlich von Rüdesheim-Eibingen hat man aus den Weinbergen Blick auf Rüdesheim und zum Rochusberg auf der anderen Rheinseite.
  • 2 Kloster Eberbach internet wikipediacommonswikidata. Sehr sehenswerte Klosteranlage. Nach der Säkularisation 1803 gingen die landwirtschaftlichen Betriebe der Abtei als Weinbaudomäne in staatliches Eigentum über. Die Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach sind heute das größte deutsche Weingut. Sie betreiben in den Gebäuden des Klosters eine Vinothek. Die zentrale Kellerei und eine Vinothek des Weinguts befinden sich am Steinberg unweit des Klosters.
  • 3 Abtei St. Hildegard wikipediacommonswikidata. Die 1904 von Benediktinerinnen errichtete Abtei steht in der Nachfolge der von der heiligen Hildegard von Bingen gegründeten Klöster Rupertsberg und Eibingen. Dem Lebensunterhalt der Gemeinschaft dienen das Klosterweingut, der Klosterladen, die Kunstwerkstätten und ein Gästehaus. Auch werden Wallfahrer und Pilger zum Schrein der hl. Hildegard in der Pfarrkirche von Eibingen betreut.
  • 4 Kloster Bornhofen wikipediacommonswikidata. Kloster Bornhofen ist ein Franziskanerkloster und gehört zu den ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsorten des Mittelrheins.

Natur und Gärten[Bearbeiten]

  • 1 Ruppertsklamm wikipediacommonswikidata. bei Lahnstein
  • Zoo. in Neuwied/Heimbach-Weis.
  • Schmetterlingsgarten. in Sayn.

Ausblicke und Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Der Vierseenblick besteht aus 4 Teilen der Bopparder Rheinschleife
Wer in Koblenz weilt sollte sich eine Fahrt mit der Rheinseilbahn zur Festung Ehrenbreitstein nicht entgehen lassen. Der Panoramablick hoch über dem Rhein ist einmalig im Mittelrheintal.

Oberes Mittelrheintal - sortiert stromabwärts:

(Ohne Ausblicke von Burgen und Schlössern)

  • 1 Rastplatz Ehrenfelsblickaus. am Historienweg, Panoramaweg, Rheingau-Riesling-Pfad und Hessenweg 7. − Wege in verschiedene Höhen von Rüdesheim durch die Weinberge in Richtung Assmannshausen.
  • 2 Niederwalddenkmal. bei Rüdesheim - schöner Blick auf den Rhein.
Empfehlenswert ist hier eine Rundtour: Bergfahrt mit der Sesselbahn zum Jagdschloss in Assmannshausen, Wanderung über den Aussichtspunkt "Rossel" zum Niederwalddenkmal. Talfahrt mit der Seilbahn in Rüdensheim und Fahrt per Schiff mit der Köln-Düsseldorfer zurück nach Assmannshausen. Preis des "Ringtickets" für Erwachsene: 14 €, als "Romantik-Tour" mit Burgbesichtigung kann man für 16 € die Tour auch umgekehrt unternehmen (10-2015).
  • 3 Nikolausfels. westlich der Nahemündung in Bingen, schöner Blick zum Mäuseturm und hinüber zur Ruine Ehrenfels.
  • 4 Binger Pforte. bei Assmannshausen - Etwa 100 Meter entfernt von der Bahnstation der Sesselbahn, die von Assmannshausen zum Jagdschloss Niederwald führt.
  • 5 Rotweinlaube am Rheinsteig. bei Assmannshausen.
  • 6 Aussichtspunkt Panoramablick. auf Lorchhausen.
  • 7 Aussichtspunkt auf Bacharach. Rheinsteig: Wirbellay − Blick über den Rhein.
  • 8 Aussichtspunkt auf Kaub
  • Tal bei Bacharach. Blick ins Rheintal bei Bacharach rheinaufwärts auf die die malerische Weinstadt mit Peterskirche und Wernerkapelle. Der schönste Weg zum Aussichtspunkt beginnt im Ortsteil Henschhausen und führt über den Rhein-Wein-Wanderweg durch die Henschhäuser Heide.
  • 9 Tal bei Oberwesel. Straße von Oberwesel nach Urbar ganz in der Nähe des Sieben-Jungfrauenblicks.
  • 10 Loreley internet wikipediacommonswikidata. Von St. Goarshausen führt eine gewundene Straße nach Patersberg und zum Rheinblick.
  • St. Goar. Von St. Goar führt eine Straße aus dem Gründelbachtal nach Werlau hoch. Am oberen Rand der Weinberge geht es rechts ab zum Bauernhof „Auf der Schanz“.
  • 11 Rheinschleife Bopparder Hamm. der durch seine Weinberge bekannte Bopparder Hamm bei Boppard ist die größte Schleife des Rheins, eine schöne Aussicht auf die Rheinschleife und die Weinberge hat man beispielsweise vom Bergrestaurant Gedeonseck.
  • 12 Vierseenblick. Von diesem Aussichtspunkt aus sieht man durch Berge verdeckt vier Teile des Rheins. Auf dem Berg gibt es Ausflugsgastronomie, die zur Einkehr einlädt. Ab Boppard erschließt eine Sesselbahn die Attraktion.
  • 13 Deutsches Eck wikipediacommonswikidata. bei Koblenz, vom Denkmal aus hat man einem Zweiflüsseblick auf die Moselmündung in den Rhein.


Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Blick auf das Deutsche Eck an der Moselmündung in Koblenz (vom Denkmal aus).
Blick auf das Deutsche Eck an der Moselmündung in Koblenz (vom Denkmal aus).

Unteres Mittelrheintal und Siebengebirge[Bearbeiten]

Karte von Mittelrheintal

Orte[Bearbeiten]

linksrheinisch:

rechtsrheinisch:

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

  • 32 Schloss Marienburg wikipediacommonswikidata. Dieses spätbarocke Herrenhaus geht aus einer im Ursprung mittelalterlichen Burg hervor und prägt die Stadtsilhouette Leutesdorfs.
  • 33 Burg Namedy wikipediacommonswikidata. Das Schloss Burg Namedy ist eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, die 1890 in eine Schlossanlage umgebaut wurde.
  • 34 Burg Hammerstein wikipediacommonswikidata. Sie gilt als eine der ältesten Burgen am Mittelrhein.
  • 35 Schloss Brohleck wikipediacommonswikidata. Einzigartiges Ambiente mit Blick auf den Rhein!
  • 36 Schloss Arenfels wikipediacommonswikidata. Das romantische Schloss Arenfels befindet sich in Bad Hönningen, auf einer kleinen Anhöhe mit einem wunderschönen Blick über die Weinberge und das Mittelrheintal.
  • 37 Burg Dattenberg wikipediacommonswikidata. Die Ruine Dattenberg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von den Rittern von Dadenberg als runde Anlage mit Bergfried errichtet.
  • 38 Burg Ockenfels wikipediacommonswikidata. auf einer Anhöhe über dem Rheintal und noch auf Linzer Gemarkung liegt Burg Ockenfels.
  • 39 Schloss Marienfels wikipediacommonswikidata. im neugotischen Stil als Villa errichtet.
  • 40 Burgruine Drachenfels. Der Bergfried ist als Ruine erhalten, ebenso Teile der Hauptburg. Von der Vorburg ist wenig erhalten.
  • 41 Schloss Drachenburg. E-Mail: wikipediacommonswikidatafacebooktwitteryoutube. Exklusive Geisterstunden auf Schloss Drachenburg.
  • 42 Schloss Deichmannsaue wikipediacommonswikidata. In diesem Gebäude teil die Alliierte Hohe Kommission 1955 die Aufhebung des Besatzunsstatuts für die Bundesrepublik.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 2 Geysir Andernach wikipediawikidata. beeindruckender Geysir im Namedyer Werth bei Andernach
  • 3 Erpeler Ley wikipediawikidata. Vulkanruine mit schöner Aussicht und Restaurant.
  • 4 Wald- und Wildpark Rolandseck wikipediacommonswikidata. der privater Wildpark beherbergt in Freigehegen heimische Wildtiere sowie Haustierarten und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.
  • 5 Drachenfels wikipediacommonswikidata. beliebtes Ausflugsziel mit Burgruine, Restaurant, Aussichtsplattform.

Museen[Bearbeiten]

Regional bedeutende Museen mit Sammlungen in Bezug auf das Thema "Mittelrheintal" in Auswahl findet man u.a. in Boppard, Bingen, Kaub, Koblenz


Blick auf das Niederwalddenkmal im Herbst

Hintergrund[Bearbeiten]

Rheinromantik pur: Loreley mit der "Goethe" der Köln-Düsseldorfer

Das Mittelrheintal hat eine lange Tradition als Teil der westeuropäischen Hauptverkehrsachsen mit großer Bedeutung für den Binnenschiffs-, Bahn- und auch den Straßenverkehr. Mittlerweile besitzt der Fernstraßenverkehr aber mit der A3 und A61 andere Verkehrswege. Brücken gibt es zwischen Mainz-Mombach/Wiesbaden und Koblenz-Süd keine, zwischen Koblenz-Mitte und Bonn-Süd gibt es nur die Brücke Neuwied/Weissenthurm und die Autobahnbrücke bei Bendorf. Aufgrund der Rheinbegradigung im Oberrhein, der Aufheizung durch Kraftwerke und der generellen Erwärmung friert der Rhein nicht mehr zu. Das führte dazu, dass der Rhein für viele Landlebewesen zur unüberwindlichen Lebensraum-Grenze wurde.

Weinbau[Bearbeiten]

Das Weinanbaugebiet Mittelrhein zählt zu den ältesten heute noch erhaltenen Kulturlandschaften in Europa. Jedoch hat sich die Anbaufläche seit dem 19. Jahrhundert drastisch verringert. In den steilen Hängen des Mittelrheins ist der Anbau und die Ernte mühsam und kaum wirtschaftlich. 1989 bewirtschafteten die Mittelrheinwinzer noch 681 ha. Seitdem ist die Fläche bis 2011 um rund 36 % zurück gegangen.

An den hessischen Orten Lorchhausen, Lorch, Assmannshausen und Rüdesheim wird nach wie vor viel Wein angebaut. Diese Weinorte auf der rechten Rheinseite zählen allerdings zum Weinbaugebiet Rheingau und stellen fast so viel Rebfläche wie das gesamte Weinanbaugebiet Mittelrhein. Nordwestlich von Lorchhausen sieht man nur noch kleine Weinanbauflächen. An den vielen Trockenmauern kann man erkennen, wo früher Weinanbau betrieben wurde. Heute sind diese Flächen mit Büschen und Bäumen verwildert. Auf der rechten Rheinseite sieht es etwas besser aus. Vor allem in den Seitentälern mit südlichen Hängen sind größere Weinbergsflächen zu finden, wie in Oberheimbach, Bacharach, Oberwesel und am Rheinbogen bei Boppard.

Nachbarregionen[Bearbeiten]

Der Mäuseturm - Wahrzeichen der Stadt Bingen am Beginn des Mittelrheintals

einmündende Flusslandschaften[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Deutsch sowie Rhein- und Moselfränkische Dialekte.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das Tal ist gut mit der Bahn zu erreichen. Beidseitig des Stroms gibt es je eine Bahnstrecke. Mehrere Intercity-Linien der Deutschen Bahn führen über die linksrheinische Strecke mit regelmäßigem Halt in Bonn und Koblenz. Einzelne Züge halten zusätzlich in Remagen, Andernach, Boppard und Bingen am Rhein. Weiterhin verkehren entlang der beiden Strecken im Mittelrheintal die Züge der Linien RB 26 (Köln - Mainz), RB 10 (Neuwied - Frankfurt) RE 2 (Koblenz - Frankfurt), RE 17 (Koblenz - Kaiserslautern) RE 5 (Wesel - Koblenz) und RB 27 (Mönchengladbach - Koblenz).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Unterwegs auf der Bundesstraße 42 südlich von Kaub, in der Bildmitte ist Kaub in klein zu erkennen

Das Tal wird durch zwei Bundesstraßen erschlossen: linksrheinisch verläuft die B 9, rechtsrheinisch die B 42. Entlang beider Strecken besteht Anschluss in die in die Höhengemeinden in Taunus, Hunsrück, Westerwald und Eifel.

Über die Hunsrück-Autobahn A 61 ist das Obere Mittelrheintal an das europäische Fernstraßennetz angebunden.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Im romantischen Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz unbedingt die linke Rheinseite nutzen. An dieser gibt es einen durchgehenden Radweg. Zwischen Bingen und Bacharach, sowie zwischen Spay und Koblenz liegt der Radweg abseits der Straße.

Die rechte Rheinseite (mit Loreley und Rüdesheim) weist noch große Lücken im Radweg auf. Diese sollen erst in den nächsten Jahren geschlossen werden. Die Bundesstraße 42 ist als Radroute nicht zu empfehlen, da hier starker Verkehr herrscht. Besonders hervorzuheben ist der Abschnitt Assmannshausen − Lorch, der auch wegen Bau des Radweges zeitweise voll gesperrt ist. Für geübte Radfahrer gibt es eine ausgeschilderte Umleitung über die Höhengemeinde Presberg, ansonsten bleibt nur die Bahn als Ausweichmöglichkeit.

Wer die Sehenswürdigkeiten am rechten Rheinufer besichtigen möchte, setzt am besten passend mit der Fähre über.

Weitere Infos überregional: siehe Rhein-Radweg

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fahrgastschiff vor Bacharach

Auf dem Mittelrhein werden zahlreiche Ausflugsfahrten per Schiff angeboten:

Mobilität[Bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Große Teile des Mittelrheintals gehören zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM. Der linksrheinische östliche Teil von Bingen nach Bacharach gehört zum Verkehrsverbund Verkehrsverbund Rhein-Nahe RNN, der mit dem hessischen RMV Übergangstarife hat. Der hessische rechtsrheinische Abschnitt von Rüdesheim nach Lorchhausen gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Main RMV. Von Rüdesheim fährt die Buslinie 171 parallel zur Bahn bis nach Wiesbaden. Überschreitet man linksrheinisch die Tarifgrenze Bacharach/Oberwesel, muss eine Bahnfahrkarte gelöst werden. Auf der rechten Rheinseite ist dies erst beim Überschreiten der Grenze St. Goarshausen/Kestert nötig, da seit Anfang 2022 die eigentlich im VRM-Gebiet liegenden Bahnhöfe Kaub und St. Goarshausen zusätzlich zum RMV-Tarif erreichbar sind.

Das nördliche Talende bei Bonn gehört schließlich zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg VRS, der Übergangstarife bis kurz vor Koblenz hat.

Zu Fuß[Bearbeiten]

  • Rechtsrheinisch begleitet der Rheinsteig den Rhein. Teilweise sind noch Wegweiser des Rheinburgenwegs angebracht.
    • Zwischen Kaub und Rüdesheim führen auch noch der Rheingauer Riesling-Pfad und der Hessenweg 7 oft unterhalb des Rheinsteigs entlang.
  • Beidseitig führen meist in weiterer Entfernung die beiden Rheinhöhenwege parallel zum Rhein.

Fähren[Bearbeiten]

Im ganzen Oberen Mittelrheintal zwischen Mainz/Wiesbaden und Koblenz-Süd gibt es keine Brücken. Wer dazwischen übersetzen will, muss daher eine Fähre benutzen. Das Rheintal erschließt sich sowieso am schönsten aus der Perspektive des Rheins! Da kann auch eine Fährfahrt ein kleiner Genuss sein. Insgesamt acht Fähren ermöglichen eine Überquerung des Flusses.

Auto- und Personenfähren:

Personenfähren:

  • 4 Bingen Brücke 5 – Rüdesheim Brücke 8 · Tel.: 06721 - 14 140
  • Der Fährbetrieb Ober- und Niederlahnstein – Koblenz-Stolzenfels ist seit Herbst 2010 eingestellt.
  • Koblenz − Koblenz-Ehrenbreitstein · Reguläre Personenfähre: März - April: 8 - 18 Uhr, Mai - November: 7 - 19 Uhr

Seilbahn[Bearbeiten]

Seilbahn über den Rhein von Koblenz-Altstadt hoch zum Plateau Festung Ehrenbreitstein

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Radeln auf dem Rhein-Radweg linkrheinisch. Rechtsrheinisch sind mehrere schmale Straßenabschnitte ohne Fahrradweg.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Vierthäler-Markt in Bacharach · Mittelalterliches Treiben in den Rheinanlagen vor den Toren des alten Städtchens am Mittelrhein in mittelalterliches Ambiente im Mai.
  • Mittelalterliches Spectaculum in Oberwesel − Alle zwei Jahre am Pfingstwochenende in geraden Jahren besuchen begeisterte Zuschauer dieses Fest der historischen Handwerkskunst, der Gaukler, Spielleute und Scharlatane: Oberwesel feiert sein mittelalterliches Spectaculum in den alten Mauern der Stadt.
  • Rhein in Flammen − jährliches Feuerwerk an verschiedenen Orten und an verschiedenen Tagen.
    • Bonn: Mai
    • Rüdesheim - Bingen: Juli − Beginn in Trechtingshausen ab 22 Uhr über Assmannshausen und Bingen nach Rüdesheim. Schiffskarten: 43 - 105 €.
    • Koblenz: August.
    • Oberwesel: September. – Beginn in St. Goar /St. Goarshausen, an der Loreley vorbei nach Oberwesel.
    • St. Goar - September. − Zum Loreleyfelsen, den Burgen Rheinfels und Katz.

2011 fand in Koblenz unter Einbeziehung des oberen Mittelrhein die Bundesgartenschau statt.

Blick rheinabwärts auf Oberwesel mit der Schönburg auf dem Bergsporn am autofreien Erlebnistag Tal Total

Küche[Bearbeiten]

Spezialitäten aus dem Mittelrheintal:

  • Ein Kessel Buntes. Was sich heute als Küche am Mittelrhein präsentiert, ist die gelungene Rezeptur aus den Erzeugnissen traditioneller Erwerbszweige wie Fischer, Winzer, Jäger und Bauern sowie aus den Geschmäckern einstiger Rheintalbesucher
  • Rheinischer Sauerbraten der heutzutage zumeist aus Rindfleisch, früher jedoch klassisch aus Pferdefleisch zubereitet wurde.
  • Dippekuchen "Kuchen" führt leicht in die Irre, denn es handelt sich hier um einen deftigen Kartoffelauflauf.
  • Reibekuchen aus geriebenen rohen Kartoffeln, mit Eiern, Zwiebeln, Gewürzen und etwas Mehl verarbeitet, werden sie kross und goldbraun als rundes Plätzchen in viel Fett in der Pfanne gebacken und mit Apfelkompott serviert.
  • Dippehas In einem großen Topf "Dippe" genannt treffen Hasen- bzw. Kaninchenteile, Schweinefleischstücke, Möhren, Zwiebeln und geräucherter Bauchspeck, aufeinander. Mit Lorbeer, Pfeffer, Muskat und Salz gewürzt, kommt ein Schluss Wein und Brühe über die Zutaten.
  • Himmel und Erde - "Himmel un Äd" ein klassisches Rheinland-Gericht! Von himmlischen Äpfeln und der erdigen Kartoffel. Beide zu Pürees verarbeitet, treffen sich auf dem Teller wieder. Als Krönung kommen gebratene Blutwurstscheiben hinzu.

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Monika Barwinska: Mittelrhein - Ausflüge zu den schönsten Schlössern und Burgen. Droste Verlag, 2013, ISBN 978-3-7700-1478-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Webcams[Bearbeiten]

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