Telefonieren

Reisethema
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Altes US-amerikanisches Telefon

Festnetz[Bearbeiten]

Das Festnetz ist historisch die älteste Form des Telefonierens und weltweit noch am weitesten verbreitet. Hierbei unterscheidet sich die Verbreitung aber je nach Reiseland; so sind in den USA Festnetzanschlüsse in Privathaushalten selten geworden, und in Afrika südlich der Sahara ist meist gar kein Festnetz vorhanden, dort findet die gesamte Kommunikation über Mobilfunknetze statt.

Festnetznummern bestehen meist aus einer Vorwahl und einer Rufnummer. In manchen Ländern kann die Vorwahl bei Anrufen aus dem gleichen Netzbereich weggelassen werden (Deutschland, Österreich), in anderen Ländern muss die Vorwahl stets mitgewählt werden (Schweiz, Italien). Auf der sicheren Seite ist man, wenn man die Vorwahl stets mitwählt. Kleinere Länder (meist Inselstaaten) haben unter Umständen keine Vorwahlen.

Historisch wurde meist zwischen Ortsgesprächen und Ferngesprächen unterschieden, wobei Ferngespräche deutlich teurer sind. In einigen Ländern ist diese Unterscheidung immer noch üblich (so z. B. in den USA), in weiten Teilen Westeuropas macht es durch die weite Verbreitung von Flatrates keinen Unterschied mehr, ob der Gesprächspartner im gleichen Ort oder am anderen Ende des Landes wohnt.

Telefonzellen gehörten früher zum Stadtbild jeder Stadt der Welt. Heute sind sie in den meisten Ländern (Ausnahme z. B. in Japan) zur absoluten Seltenheit geworden und nur noch an touristisch stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen zu finden. Mit den Telefonzellen starben auch die Calling-Cards aus, die früher günstiges Telefonieren nach Hause ermöglichten. Dadurch sind Gespräche mit den Daheimgebliebenen, im Vergleich zu früher, ganz erheblich teurer geworden.

Wer vom Festnetz (etwa von einer Telefonzelle oder vom Telefonanschluss des Hotels) nach Hause telefonieren möchte, sollte sich unbedingt einprägen:

  • die internationale Vorwahl des Heimatlandes (49 für Deutschland, 43 für Österreich, 41 für die Schweiz)
  • die Verkehrsausscheidungsziffer für Auslandsgespräche. Die kann sich je nach Reiseland unterscheiden, z. B. in Westeuropa 00, in den meisten Ländern des Ostblocks 810, in Nordamerika 011. Eine Komfortfunktion wie bei Mobiltelefonen gibt es im Festnetz leider nicht.

Die heimische Verkehrsausscheidungsziffer (z. B. die führende 0 bei Telefonnummern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) entfällt bei Anwahl aus dem Ausland und muss deshalb weggelassen werden.

Außerdem sollte man sich über evtl. Gebühren unbedingt vorher informieren. Gerade Hotels nutzen die Ahnungslosigkeit ihrer Gäste häufig schamlos aus und verlangen für Gespräche über das Hoteltelefon horrende Gebühren - die großen Ketten machen da leider keine Ausnahme.

Mobilfunk[Bearbeiten]

Voraussetzungen[Bearbeiten]

Um ein Mobiltelefon im Ausland nutzen zu können, muss es die im entsprechenden Land genutzten Funkbänder zumindest teilweise unterstützen. Wichtig ist dies vor allem bei Reisen auf den amerikanischen Kontinent und teilweise auch nach Ostasien, da dort andere Frequenzen verwendet werden als in Europa.

Noch aus der Zeit von GSM stammen die Begriffe Triband und Quadband für Mobiltelefone, die sich auch in Übersee nutzen ließen. Im Zeitalter mobilen Surfens ist jedoch LTE mindestens genau so wichtig. Legt man auf mobiles Surfen auch im Ausland wert, sollte man ein modernes Handy besitzen, da es bei LTE in den letzten Jahren einen massiven technologischen Fortschritt gab - ältere Handys von vor 2020 haben teilweise sogar mit den in Deutschland verwendeten LTE-Frequenzen Probleme. Telefonate und SMS werden im Ausland meist immer noch über GSM oder UMTS abgewickelt, selbst wenn im Heimatland Voice over LTE unterstützt wird.

Eine grobe Orientierung über die jeweils genutzten Frequenzen bieten diverse Seiten im Internet und auch Wikipedia:

Die jeweils vom Telefon unterstützten Frequenzbänder findet man normalerweise auf der Verpackung, im Handbuch oder ggf. im Internet.

Einige Länder schalten derzeit ihr GSM- oder UMTS-Netz zugunsten neuerer Technologien wie LTE oder 5G ab. Dies ist in der Regel nur für Besitzer sehr alter Handys ein Problem, da die meisten seit 2015 verkauften Handys zumindest LTE unterstützen. Ein unerwartetes Problem kann sich jedoch im Roaming ergeben: in Ländern, die sowohl ihr GSM als auch ihr UMTS-Netz abgeschaltet haben (z. B. die USA) kann man zwar noch mobil im Internet surfen, aber nicht mehr telefonieren oder SMS verschicken. Hier bleibt nur, eine SIM-Karte vor Ort zu kaufen, falls man auf Telefonate im Urlaub wert legt.

Möchte man eine lokale SIM-Karte aus dem jeweiligen Land nutzen, dann darf das Telefon zudem weder netlocked oder simlocked sein (an einen bestimmten Provider gebunden bzw. nur mit einer bestimmten SIM-Karte nutzbar). Testen kann man dies bereits zu Hause, indem man beispielsweise von einem Bekannten, der bei einem anderen Netzbetreiber ist, versuchsweise die SIM-Karte in das eigene Telefon legt und schaut, ob es sich damit weiterhin uneingeschränkt nutzen lässt.

Um spätere Probleme mit Vorwahlen zu vermeiden, bietet es sich an, die Einträge im Adressbuch von vornherein im internationalen Format abzulegen. Hierbei ist zu beachten, dass die Doppelnull (also z. B. 0049 für Deutschland) nicht überall funktioniert. Am besten ist es, sämtliche Nummern im neuen Format mit Plus (also +49 für Deutschland) abzuspeichern, da dies weltweit unterstützt wird. Aus der Rufnummer 0171 234567 wird dann also +49 171 234567 - es macht preislich keinen Unterschied, ob man innerhalb Deutschlands mit Ländervorwahl anruft oder ohne.

Roaming mit SIM von Zuhause[Bearbeiten]

Die Mobilfunkanbieter haben Roamingverträge mit den meisten Anbietern im Ausland. So ist es in der Regel möglich, mit seinem eigenen Mobiltelefon im Ausland zu telefonieren. An der eigenen Telefonnummer ändert sich dabei nichts. Anrufen und das Angerufen werden funktioniert wie zu Hause. In der Regel hat man im Reiseland einen bestimmten Roamingpartner, in dessen Netz man automatisch eingebucht wird - in manchen Fällen gibt es auch mehrere Roamingpartner, sodass man mehrere Netze gleichzeitig nutzen kann, das Telefon bucht sich dann einfach in das stärkste verfügbare Netz ein.

Allerdings sollte man dabei einige Besonderheiten beachten.

Bei Roaming gibt es teilweise immer noch Unterschiede zwischen Inhabern eines Handyvertrags und solchen mit Prepaidkarten. So ist Roaming in einigen Ländern immer noch nur mit einem Handyvertrag (nicht mit Prepaid) möglich, oder es muss zuerst eine Servicenummer des Providers angewählt werden, der dann einen Rückruf von der gewünschten Nummer veranlasst.

Roaming ist natürlich eine sehr komfortable Sache, aber man darf dabei nie vergessen, dass je nach Reiseland, Provider und Handytarif sehr hohe Summen bei der Telefonrechnung anfallen können. Einige Mobilfunkanbieter sind leider dafür bekannt, durch hohe Roaminggebühren Reisende auszunehmen wie eine Weihnachtsgans; Tarife von 7 €/Minute (Vodafone) oder 16 €/MB (Klarmobil) sind keine Seltenheit, und so kommen dann Handyrechnungen in 4- oder gar 5-stelliger Höhe zusammen. Bei modernen Smartphones kann bereits die Datenübertragung im Hintergrund zu hohen Roaminggebühren führen, deshalb sollte man darauf achten, vor Antritt einer Auslandsreise die mobilen Daten auszuschalten. Es kann auch passieren, dass die Abrechnung zwischen dem eigenen Provider und dem Provider im Reiseland etwas auf sich warten läßt. Deshalb Vorsicht, wenn man sich Online seine Gesprächsübersicht anschaut und die Auslandstelefonate noch nicht aufgeführt sind und so der Kostenüberblick schwierig wird.

Hält man sich in Grenznähe auf, sollte man besonders aufpassen: hier kann es sein, dass sich das Mobiltelefon unbewusst in das Netz eines Nachbarlandes einbucht, weil dieses stärker einfällt als das eigene Netz. Wer hier nicht aufpasst, kann in eine böse Roamingfalle stoßen. Plant man Reisen in Grenznähe, sollte man genau aufpassen, in welches Netz das Handy eingebucht ist, und gegebenenfalls die automatische Netzsuche ausschalten und das Heimatnetz manuell auswählen.

Die meisten Fluggesellschaften und zahlreiche Schiffe, neben Kreuzfahrtschiffen auch viele Fähren ins Ausland, haben in der Regel ein eigenes Mobilfunknetz mit eigenen Tarifen an Bord. Hier wird der Reisende gnadenlos abgezockt, von der Nutzung dieser "Dienstleistung" ist dringend abzuraten. Am besten schon auf der Fahrt zum Fährhafen das Mobiltelefon wie für eine Auslandsreise entsprechend einstellen.

Länder mit GSM 900 MHz[Bearbeiten]

Länder mit GSM 1800 MHz[Bearbeiten]

Länder mit GSM 1900MHz[Bearbeiten]

  • Belize - Mit BTL (Belize Telecom International) ist nur ein Anbieter verfügbar
  • Costa Rica - Inzwischen bieten verschiedene europäische Netzbetreiber Roaming an.

Länder ohne GSM-Netz[Bearbeiten]

  • Myanmar - Netz im Aufbau, aber noch nicht nutzbar (eigenes Mobiltelefon muss bei der Einreise abgegeben werden)
  • Australien hat 2018 sein GSM Netz abgeschaltet, d. h. daß alte Mobiltelefone nicht mehr funktionieren. Moderne Smartphones, die 3G oder 4G unterstützen funktionieren dagegen.

EU-Roaming[Bearbeiten]

Die Europäische Union hat sämtliche Roaminggebühren innerhalb der EU mit Wirkung zum 15. Juni 2017 abgeschafft. Wer also eine SIM-Karte eines EU-Mitgliedsstaats hat, kann damit in allen Staaten, in denen das EU-Roaming gilt, zu den selben Bedingungen telefonieren und surfen wie zuhause.

Das EU-Roaming gilt grundsätzlich für alle Mobilfunkverträge in der EU, die Roaming erlauben (bei einigen Mobilfunkverträgen ist Roaming generell ausgeschlossen). Abweichende Vereinbarungen sind zulässig - neben Alttarifen vor Einführung des EU-Roaming kommt das bei solchen Tarifen vor, die für Telefonate ins Nicht-EU-Ausland bestimmt sind (z. B. Lycamobile).

Obwohl das EU-Roaming grundsätzlich uneingeschränkt gilt, gibt es einige Einschränkungen:

  • Besondere Freiminuten oder SMS für Anrufe in das eigene Netz können im EU-Ausland nicht in Anspruch genommen werden.
  • Sonderrufnummern (0180, 0190 - auch 0800, Vorsicht!) sind nicht vom EU-Roaming umfasst. Einige Rufnummern (in Deutschland z. B. 0137) sind sogar komplett gesperrt - das dient der Verhinderung des sogenannten Eurovision-Tourismus, bei dem während des Eurovision Song Contest mit dem Mobiltelefon über die Grenze gefahren wird, um von dort für das eigene Land abzustimmen)
  • Das EU-Roaming gilt nicht für Datentarife, bei denen verbrauchsabhängig pro MB abgerechnet wird (solche Tarife sind aber in Deutschland sehr unüblich).

Es gilt eine Fair-use-Regelung: Übersteigt die Zeit, in der die SIM-Karte im EU-Ausland eingewählt war, die Zeit im Heimatland um ein Vielfaches (diese Grenze kann jeder Mobilfunkanbieter selbst festlegen, es gibt keine einheitlichen Vorgaben), kann der Mobilfunkanbieter entweder angemessene Gebühren verlangen oder den Vertrag ganz kündigen. Sinn dieser Regelung ist vor allem die Eindämmung des SIM-Karten-Tourismus: da SIM-Karten in einigen EU-Ländern (z. B. Irland und Italien) erheblich günstiger sind und/oder ein deutlich höheres Datenvolumen bieten, kamen zahlreiche Spitzfindige auf die Idee, diese SIM-Karten von einem Urlaub nach Hause mitzunehmen oder zu sich nach Hause liefern zu lassen und dauerhaft im Roaming zu nutzen und so von diesen günstigen Preisen zu profitieren. Da die Fair-use-Regelung inzwischen von den allermeisten Mobilfunkanbietern in der EU konsequent durchgesetzt wird, lohnt sich dieser SIM-Karten-Tourismus in heutiger Zeit kaum noch.

Ferner gilt eine Obergrenze für Datenvolumen im EU-Ausland, die aber nur bei Verträgen mit sehr hohem Datenvolumen eine Rolle spielt (z. B. die Unlimited-Tarife der Deutschen Telekom)

Das EU-Roaming gilt:

Das EU-Roaming gilt nicht

Großbritannien ist ein Sonderfall: das Land hat die Europäische Union 2020 verlassen, anschließend galt eine Übergangsfrist, in der das EU-Roaming weiter galt. Diese Frist ist inzwischen ausgelaufen. Ob das EU-Roaming auch in Großbritannien gilt, muss in jedem Fall individuell geprüft werden, da das jedes Mobilfunkunternehmen anders regelt (das gilt auch für die Gegenrichtung, also Telefonate von Großbritannien in die EU). In keinem Fall gilt das EU-Roaming für die Kronkolonien Guernsey, Jersey und die Isle of Man, das Land Gibraltar, sowie sämtliche überseeische Besitztümer Großbritanniens.

Lokale Pre-Paid-Karten[Bearbeiten]

Wer längere Zeit in einem bestimmten Land zugegen ist und viel telefoniert, der sollte sich überlegen, im jeweiligen Reiseland eine Prepaidkarte vor Ort zu kaufen.

Pre-Paid-Karten sind wiederaufladbare SIM-Karten. Der Vorteil liegt darin, dass man beim Nutzen der Karte keine Grundgebühr zahlt. Dafür sind die anfallenden Gebühren pro Gespräch/SMS etwas höher. Einen großen Vorteil bieten die Karten im Ausland, wenn man sein Mobiltelefon viel nutzt. So empfiehlt es sich manchmal, im Urlaubsort eine Pre-Paid-Karte eines einheimischen Anbieters zu kaufen. So bekommt man eine eigene einheimische Telefonnummer und wird nicht mit Gebühren für die Zustellung von Gesprächen ins Ausland belastet. Ein (allerdings englischsprachiges) Wiki das hilfreiche Informationen zu Prepaidkarten im Ausland bietet findet sich hier.

Die Gepflogenheiten beim Kauf eine SIM-Karte unterscheiden sich je nach Reiseland. In einigen Ländern können SIM-Karten völlig unbürokratisch im Laden gekauft werden, andere Länder verlangen eine vorherige Registrierung mit Ausweisdokument, wobei auch hier die Details je nach Reiseland abweichen (z. B. ob ausländische Pässe überhaupt akzeptiert werden - das ist nicht in jedem Reiseland der Fall). Es empfiehlt sich, die örtlichen Gepflogenheiten für das eigene Reiseland bereits im Vorfeld zu studieren. Länder, in denen Prepaid-SIM-Karten für Ausländer nicht oder nur sehr schwer erhältlich sind, sind durch die weltweite Verbreitung von Smartphones inzwischen die absolute Ausnahme geworden.

Prepaid-SIM-Karten verfallen nach einer gewissen Zeit, sodass es sich in der Regel nicht lohnt eine SIM-Karte nach Hause mitzunehmen und für die nächste Reise aufzubewahren, es sei denn man bereist ein Land regelmäßig. Da mit der SIM-Karte meist auch das verbliebene Guthaben verfällt sollte man möglichst nicht zu viel Guthaben auf die SIM-Karte aufladen bzw. das Guthaben bis zur Rückreise vollständig verbrauchen. In einigen Ländern verfallen SIM-Karten nach Nichtnutzung, in anderen Ländern nach Nichtaufladung. Da die Aufladung in einigen Fällen auch aus dem Ausland möglich ist, lässt sich eine SIM-Karte in diesen Fällen durch regelmäßiges Aufladen von Kleinstbeträgen künstlich "am Leben erhalten".

  • In folgenden Ländern bestehen erhebliche Einschränkungen beim Verkauf von SIM-Karten an Touristen:
    • Aserbaidschan (IMEI-Sperre)
    • China (Zensur und Überwachung durch chinesische Mobilfunkanbieter)
    • Indien (erheblicher bürokratischer Aufwand zum Erwerb einer SIM-Karte notwendig)
    • Iran (IMEI-Sperre)
    • Japan (SIM-Karten werden nicht an Ausländer verkauft, man kann aber eine SIM-Karte oder ein ganzes Mobiltelefon mieten)
    • Keeling Islands (SIM-Karten werden nicht an Ausländer verkauft, man kann aber ein ganzes Mobiltelefon mieten)
    • Kuba (erheblicher bürokratischer Aufwand zum Erwerb einer SIM-Karte notwendig)
    • Libanon (IMEI-Sperre)
    • Nordkorea (erheblicher bürokratischer Aufwand zum Erwerb einer SIM-Karte notwendig)
    • Pakistan (IMEI-Sperre)
    • Türkei (IMEI-Sperre)
    • Turkmenistan (erheblicher bürokratischer Aufwand zum Erwerb einer SIM-Karte notwendig)
  • In folgenden Ländern können Pre-Paid-Karten von Ausländern ohne Ausweis erworben werden:
    • China: Die beiden größten Anbieter sind China Mobile und China Unicom. SIM-Karten können normalerweise an den zahlreichen Zeitungsständen erworben werden, und man kann die SIM-Karten dort auch wieder aufladen, wenn das Guthaben aufgebraucht ist.
    • Estland
    • Moldau
    • Niederlande
    • Polen
    • Spanien: Mit der PrepaidCard happy móvil von PhoneHouse kostet der Anruf innerhalb der EU ins Festnetz 7 ct und aufs Handy 23 ct. Die Karte erhält man in spanischen PhoneHouse-Shops für 10 EUR mit 5 EUR Startguthaben. Eine sofortige Nachladung innerhalb von 4 Tagen nach Aktivierung von 10 EUR bringt noch einmal 5 EUR Bonus. Eine englische Gebrauchsanweisung und die Adressen der Shops findet man auf der Homepage. Teilweise gibt es Prepaid-Karten an Automaten in Bahnhöfen oder Metrostationen.
    • Südafrika
    • Ukraine
    • Vietnam: Besorgung quasi an jeder Straßenecke in den großen Städten möglich. Einfach ins Mobilgerät stecken und es funktioniert. Es gibt natürlich auch offizielle Verkaufsstellen der verschiedenen Anbieter wie z. B. VinaPhone, Viettel oder MobiFone. Man konnte 2012 problemlos für $ 4,00 locker 2 Wochen mobil surfen und am Ende der Reise noch eine Handvoll Freunde in bester Qualität in Deutschland anrufen.
  • In folgenden Ländern können Pre-Paid-Karten von Ausländern mit Vorlage eines Ausweises erworben werden:
    • Belize: Die Karten verfallen, wenn sie länger als 90 Tage nicht benutzt werden.
    • Deutschland: Die Karten verfallen nach 6-12 Monaten Nichtaufladung. Erhältlich bei den grossen Carriern (T-Mobile, Vodafone, O2, Eplus) oder Discountangebote z. B: bei easyMobile, klarmobil, Aldi, Penny, rewe. Starterpakete dort ca. 10-20 € mit 5-15 € Guthaben. Es gibt sogar Prepaid Karten die komplett kostenlos sind und bei denen man nur die verbrauchten Minuten und SMS bezahlt, wie z. B. die CallYa Karte von Vodafone, die netzclub SIM Karte oder die o2 Loop Karte.
    • Frankreich: Die meisten Guthaben verfallen nach kurzer Zeit. Bei nrjmobile verfällt das Guthaben nie, es muss jedoch mindestens einmal alle sechs Monate ein Anruf getätigt werden. Erhältlich bei Carrefour, Darty und den Banken Credit Mutuel und CIC für 15 EUR (0-6 EUR Guthaben).
    • Ghana: Die Karten können eigentlich überall wo man MTN Logo findet erworben werden.
    • Italien: Die Karten verfallen bei zwölfmonatiger Nichtaufladung (12*30 Tage= 360 Tage nicht 365 Tage)
    • Marokko: Die Karten verfallen bei sechsmonatiger Nichtaufladung. An fast jeder Ecke gibt es Telefonläden, die ein Maroc Telecom Zeichen haben. Dort gibt es z. B. die Jawal Karte für 30 DH (3 EUR) mit 10 DH (1 EUR) Guthaben und Aufladekarten. Gespräche national: 3-4 DH/ min, nach Europa ca. 10 DH/ min. SMS 3 DH.
    • Österreich: Die Karten verfallen bei 12-monatiger Nichtaufladung. Z. B. yesss-Starterset bei diversen Handelsketten oder z. B. HoT-Flex Starterset von Hofer (dem österreichischen Aldi) für je € 1,99 erhältlich; sehr günstig ins Ausland ist eety, Karte ist online über www.eety.eu oder in wenigen Geschäften in größeren Städten erhältlich, oder auch YOUTALK, Karte ist unter Anderem online über www.youtalk-freikarte.at erhältlich.
    • Rumänien: Alle lokalen Anbieter bieten auch Pre-Paid-Karten an. Es gibt sehr viele verschiedene Tarife, die gerne undurchsichtig gestaltet sind. Grundsätzlich gilt aber, dass das Guthaben nach einer gewissen Zeit (wenige Wochen) verfällt, wenn man die Karte nicht auflädt. Die Karte kann auch ohne Guthaben für eingehende Anrufe genutzt werden und verfällt nach 1-2 Jahren. Anrufe ins Ausland müssen ggf. einmalig freigeschaltet werden. Manche Tarife ermöglichen auch eine Aufladung über das Internet per Kreditkarte. Dies kann nützlich sein bei Bargeld-Knappheit.
    • Schweiz: Die Karten haben in der Regel kein Verfallsdatum, es muss jedoch mindestens einmal im Jahr ein Anruf getätigt werden. Erhältlich z. B. im Migros-Markt (m-budget-mobile) oder bei coop (coop mobile) für 20 CHF (ca. 14 EUR) mit 15 CHF (ca. 10 EUR) Guthaben.
    • Thailand: Die Karte kostet ca. 5 Euro mit 1 Euro Guthaben; SMS nach Deutschland ca. 0,09 Euro, Anruf nach Deutschland ca. 0,20 Euro/ min (spezielle International-Precall nutzen: 007-49 oder 009-49 statt +49 !) , Anruf in Thailand nach Thailand ca. 0,07 Euro/Min; Stand Nov 2007 mit "1-2-call freedom" von AIS (Registrierung deiner Adr. ist gesetzlich vorgeschrieben, wird aber oft "vergessen")
    • Brasilien: für den Erwerb einer SIM-Karte wird eigentlich eine brasilianische Steuernummer (CPF) benötigt, jedoch gibt es bei fast allen Netzbetreibern mittlerweile auch die Möglichkeit, als Ausländer mit Vorlage des Reisepasses eine SIM zu kaufen. Hierfür wird jedoch zumindest bei Claro eine spezielle "Visitors SIM" benötigt, die nicht in jedem Laden vorrätig ist bzw. die Mitarbeiter nicht wissen, wie der Aktivierungsvorgang für Ausländer genau abläuft (entweder sie aktivieren es über ihre eigene CPF, wodurch man unter Umständen allerdings auf Probleme stößt, da man die CPF beispielsweise auch für das Login im Kundencenter oder für Tarifwechsel benötigt, oder man sucht einen anderen Laden auf).
    • Bolivien: Kaufen kann man die SIM-Karte an vielen Kiosken. Dort wird einem auch erklärt, wie man weiter vorgeht: Man muss zum Büro der Telefongesellschaft von der die Karte ist und sich dort mit Pass registrieren.
  • In folgenden Ländern verfallen die Karten bei Nicht-Benutzung:
    • Brasilien: (SIM-Karte und Nummer wird nach 3 Monaten ungültig.)
    • Kambodscha: (SIM-Karte und Nummer wird nach 3 Monaten ungültig.)
    • Spanien: (Die Karten verfallen bei sechsmonatiger Nichtaufladung, die PrepaidCards von Vodafone nach 9 Monaten.)
    • Thailand: (Je nach Anbieter und Tarif verfallen die Karten 3-12 Monate nach letzter Aufladung. AIS- und Happy-Karten können europaweit genutzt werden! SMS-Empfang in Deutschland ohne Zusatzkosten!)

Laufzeitverträge im Ausland (Postpaid)[Bearbeiten]

Bei einem längeren Aufenthalt lohnt es sich unter Umständen, über einen Laufzeit-Vertrag (Postpaid) nachzudenken. Hier bindet man sich zwar für einen gewissen Zeitraum (meist 12 oder 24 Monate) an einen Anbieter, dafür sind die Kosten für Gespräche und Daten etwas günstiger bzw. man hat mehr Tarifoptionen (z. B. größeres Datenpaket im Vergleich zu Prepaid).

Normalerweise benötigt man hierfür allerdings zumindest eine feste Anschrift und ein einheimisches Bankkonto, unter Umständen auch noch weitere Dinge wie eine Steuernummer (z. B. in Brasilien).

Satellitentelefonie[Bearbeiten]

Satellitentelefonie bzw. -messaging kommt dann zum Tragen, wenn eine verlässliche Verbindung über die lokalen Telefon- und Mobilfunknetze nicht möglich ist. Selbst in einigen westlichen Ländern (z. B. im weitläufigen Kanada oder Australien) gibt es abseits von Städten häufig keinen Empfang mit herkömmlichen Mobiltelefonen. Zudem funktioniert Satellitentelefonie auch dann noch verlässlich, wenn die nationalen Kommunikationsnetze aufgrund von Naturkatastrophen, Krisen oder Zensurmaßnahmen eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar sind. Allerdings sind die Preise verhältnismäßig hoch. Zu beachten ist außerdem, dass einige Sat-Anbieter keine weltweite Abdeckung bieten, beispielsweise deckt das Globalstar-Satellitensystem (und darauf aufbauende Anbieter wie SPOT) den größten Teil der Ozeane, sowie die Polregionen und sogar einige zentralere Landflächen nicht mit ab. Der Konkurrent Iridium bietet dagegen eine weltweite Verfügbarkeit.

Angesichts der hohen Kosten ist es nicht unüblich, sich für kürzere Reisen/Expeditionen in abgelegene Gebiete ein Satellitentelefon über Drittanbieter zu leihen statt zu kaufen.

Internettelefonie[Bearbeiten]

Wenn die Möglichkeit eines günstigen Zugangs zu einer schnellen Internetverbindung (wie z. B. ISDN, DSL, UMTS oder LTE, bei Modem sehr schlechte Telefonverbindung!) gegeben ist, stellt Internettelefonie eine preisgünstige Alternative dar, um in die Heimat zu telefonieren. Man muss nur die entsprechende Software runterladen und auf dem Computer oder Smartphone (mit UMTS und/oder WLAN) installieren. Dann kann man schon jemanden anrufen oder auch unter einer Festnetznummer angerufen werden. Bei Sipgate oder SparVoip ist die lokale Festnetznumer kostenlos, bei Skype nicht. Sollte der Empfänger auch Internet und bei diesem Anbieter ein Konto haben, ist das Gespräch kostenfrei. Wenn man auf einem Festnetztelefon anrufen will, muss man teilweise (s.u.) Gebühren zahlen, die allerdings relativ niedrig sind (Bsp. Japan (Internet)--> deutsches Festnetztelefon kostet 2 Cent pro Minute bei Skype), bei SparVoip: Deutschland -> Thailand 1ct/min auf alle Phones, SMS 0(Null)ct und viele Länder auf Festnetz Null ct min, vgl. SparVoip, VoipCheap, VoipWise, VoipBuster!) SparVoip kann nach einmaliger Web-Konfiguration (im Internet-Café z.B.) über eine deutsche Festnetz-Nummer benutzt werden, d. h. wer eine Telefon-Flat-Rate hat, kann vom Festnetz und Handy weltweit ca. 30 Länder kostenlos und weitere sehr günstig erreichen!) Um einen Anruf auf einem Festnetztelefon zu tätigen, muss man vorher sein Konto bei diesen Anbietern aufladen. Dies ist in fast allen Fällen per Kreditkarte möglich, bei manchen auch mit einer normalen Banküberweisung übers Internet, und man kann alles auf der Homepage des Anbieters erledigen. Achtung: Sollte man eine Mobilfunknummer im Ausland anwählen, fallen manchmal viel höhere Gebühren an.

Hier einige Anbieter von Internettelefonie:

Hier kann man die kostenlose SIP/ Skype-Software für Smartphone runterladen:

Zu beachten ist, dass einige Länder den Zugriff auf VoIP-Dienste blockieren. Dies trifft vor allem auf Länder mit ausgeprägter Internetzensur zu wie bspw. Saudi-Arabien oder die Vereinigte Arabische Emirate. Man sollte sich deshalb genau informieren, ob VoIP im Reiseland überhaupt verfügbar ist.

Wenn der eigene Mobilfunkanbieter das Telefonieren über WLAN, das sogenannte Voice over WiFi unterstützt, lässt sich diese Funktion auch aus dem Ausland nutzen. Man spart sich die Registrierung bei einem VoIP-Dienst und telefoniert häufig zu den selben Bedingungen wie zuhause, auch von Übersee aus. In Deutschland bietet derzeit nur die Deutsche Telekom Voice over WiFi an, Vodafone und O2 bieten diese Funktion nicht an. Voice over WiFi ist bei den meisten Mobiltelefonen standardmäßig abgeschaltet und muss manuell in den Einstellungen aktiviert werden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]