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Bonaire

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Hafen von Kralendijk
Kurzdaten
HauptstadtKralendijk
Staatsformöffentliche Körperschaft als Sondergemeinde im Königreich der Niederlande
Währung1 Dollar (USD)
= 100 Cent
Fläche288 km²
Bevölkerung15.000
SprachenNiederländisch (offiziell), Papiamentu
Religionen77% röm.-kath.
Stromnetz220 V/50 Hz
Telefonvorwahl+599-7
Internet TLD.an
ZeitzoneMEZ-5h

Bonaire ist eine Insel der Niederländischen Antillen. Die Insel ist touristisch bisher sehr wenig erschlossen, gilt in Taucherkreisen aber als absoluter Geheimtipp und zählt zu den 10 schönsten Tauchrevieren der Erde. Es gibt um die Insel herum 80 gekennzeichnete Tauchstellen.

Regionen[Bearbeiten]

Die Insel Bonaire ist einfach in vier Regionen zu teilen. Etwa ein Fünftel der Insel, der gesamte Nordwestteil wird vom Washington-Slagbaai Nationalpark eingenommen. Dort findet man mehrere Autopisten, Binnenseen und mit 241 m die höchste Erhebung der Insel. Ein weiteres Fünftel der Insel machen die großen Salzpfannen oder Salzsalinen mit den Fabrikanlagen und das Flamingo-Schutzgebiet aus. Dazwischen in der Mitte liegt der einzige größere Ort, das Verwaltungszentrum der Insel: Kralendijk. Daneben gibt es nur einen weiteren alten Ortskern - Rincon - und einige neuere Baugebiete um Kralendijk herum. Als vierte Region muss die kleine, flache, unbewohnte Insel Klein Bonaire genannt werden. Sie liegt nur 1,3 km vor Kralendijk und ist ein einziges Tauchparadies.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Bonaire

Hintergrund[Bearbeiten]

Bonaire ist die östlichste der drei ABC-Inseln, mit dem gleichen geologischen Aufbau, wie Aruba und Curaçao. Die Insel ist rund 39 km lang und 4 bis 11 km breit. Die höchste Erhebung ist im Norden der Brandaris mit 241 m. Bei klarer Sicht kann man von hier aus die Küstengebirge von Venezuela sehen.

Im hügeligen Norden wechseln sich flache Sandstrände mit hohen Kalksteinriffen, Salzseen und Flachwasser-Lagunen ab. Das ganze Gebiet um das Goto Meer ist Naturschutzgebiet. Der Süden ist flach, trocken und teilweise fast wüstenartig. Hier befindet sich die Solar Salt Works der Antilles International Salt Company. Seit Beginn der 1970er Jahre wird mit Solarenergie wieder verstärkt Salz aus dem Meer gewonnen. Die Verladeanlagen befinden sich direkt nebenan. In der großen Lagune neben den Salzpfannen, dem Pekel Meer, haben über 15.000 Flamingos ihre Brutstätten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entdeckung Bonaires ist ungesichert. Alonso de Ojeda, der als Vizeadmiral mit Kolumbus segelte, war im Juni 1499 in Curacao und vermutlich auch in Bonaire. Ein Begleitschiff von Ojeda wurde von Amerigo Vespucci geführt. Auch ihm wird die Entdeckung zugesprochen. Davor lebten aber schon Caiquetios-Indianer vom Stamm der Arawak auf der Insel, deren Höhlenzeichnungen überall zu finden sind. Sie nannten ihre Insel „bo-nah“, flaches Land. Alle Indianer wurden 1513 als Arbeitskräfte nach Hispaniola deportiert. Bonaire ist Papiamentodialekt und bedeutet „Gute Luft“.

1527 begannen die Spanier unter dem Inselkommandanten Juan de Ampues mit der Kolonialisierung. Einige der Ureinwohner wurden als Arbeitskräfte auf die Insel zurückgebracht. Man begann mit der Zucht von Pferden, Schafen, Schweinen und Ziegen. Rincon ist die älteste Siedlung auf der Insel, die Ursprünge liegen im 16. Jahrhundert. Im Krieg gegen Spanien hatten die Holländer 1634 das nahe gelegene Curacao besetzt und als Marinebasis befestigt. Aus strategischen Gründen wurde 2 Jahre später Bonaire niederländische Kolonie. Schon 1602 schlossen sich die großen niederländischen Handelshäuser in der Vereinigte Oost Indische Compagnie (VOC) zusammen. Die Gesellschaft erhielt das Monopol für den Handel mit Ostasien. Aus den gleichen Gründen und mit denselben Rechten wurde 1621 die West Indische Compagnie (WIC) für den Seehandel im Westen gegründet. Die Holländische-Westindien-Gesellschaft begann 1639 mit dem wirtschaftlichen Aufbau von Bonaire und Aruba. Neben der Produktion von Salz wurde Mais angebaut und Ziegen und Schafe gezüchtet, die Salzproduktion entwickelte sich zur größten Einnahmequelle. Vor den Salzfeldern stehen vier Obelisken an der Küste, blau, weiß, rot und orange. Sie sind fast 10 m hoch und wurden 1838 als Wegweiser für die Salzschiffe aufgestellt. Im 17. Jahrhundert machten die Niederländer die Insel zum Hauptumschlagplatz für afrikanische Sklaven.

Zwischen 1800 und 1816 verunsicherten französische und englische Piraten die Region, zeitweise war die Insel ganz in englischem Besitz. England hatte aber keine Verwendung für die kleine Insel und verpachtete sie einschließlich der 300 Sklaven für jährlich 2.400 US Dollar an einen New Yorker Geschäftsmann. Nach der Rückeroberung begann die niederländische Regierung auf Plantagen Brasil-Holz, Aloe Vera, Koschenille usw. anzubauen. Nach der Abschaffung der Sklaverei 1863 wurde die Landwirtschaft ein Minusgeschäft, die Regierung ließ das Land parzellieren und verkaufte es. 1870 gab man die Salzsalinen für 150.000 Gulden ab.

Als Folge der wirtschaftlichen Rezession bis 1926 verließen viele Bonaireans die Insel um in der Ölindustrie auf Curacao und Aruba zu arbeiten. Die starke Automatisierung in dieser Industrie machte sie in den späten Fünfzigern wieder arbeitslos. Zu dieser Zeit entwickelte sich aber schon der Tourismus auf Bonaire, 1951 wurde das erste Hotel eröffnet. 1954 wurden die niederländischen Antillen-Inseln unabhängig. Die riesigen Salzpfannen wurden seit 1954 durch den niederländischen Chemiemulti AKZO Nobel modernisiert. 1975 entstand im Norden, neben dem Nationalpark, die Bonaire Petroleum Corporation (BOPEC), ein Tanklager in dem Öl von Großtankern auf kleine Schiffe umgeladen wird.

Politischer Status[Bearbeiten]

Südwestküste von Bonaire nördlich von Kralendijk

Die Insel ist, ebenso wie die karibischen Inseln Sint Eustatius und Saba, eine besondere Gemeinde innerhalb der Niederlande. Die drei Inseln werden zusammen als BES-Inseln bezeichnet.

Parteien[Bearbeiten]

Democratic Party of Bonaire (Partido Demokratiko Boneriano - PDB), Führer: Jopi Abraham Partido Boneriano Sosial, (Bonaire Social Party - Paboso - BSP) Union Patriotico Bonairano (Bonaire Patriotic Union - UPB), christlich-demokratisch, Führer: Rudy Ellis

Steuern[Bearbeiten]

Die Steuerlast ist in Bonaire sehr übersichtlich. Es gibt nur eine Art Mehrwertsteuer von 6%, diese ist aber meistens im Preis enthalten. Wenn nicht muss sie auf der Rechnung separat ausgewiesen werden, und die Touristensteuer beträgt pro Person und Tag 6,50 US $ für Personen im Alter von 13 Jahren und älter.

Stromversorgung[Bearbeiten]

120 Volt - 50 Hz, elektrische Geräte, die nur auf 110 Volt umgestellt werden können sollten nur kurz benutzt werden, da sie sonst beschädigt werden.

Im Jahre 2005 wurden die Kosten für Elektrizität auf Bonaire um 70 % erhöht.

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Das Trinkwasser kommt aus einer Entsalzungsanlage, es kann direkt aus der Leitung getrunken werden, ist schmackhaft und erfrischend.

Salzgewinnung[Bearbeiten]

Solarsalz ist das natürliche Produkt aus Seewasser, Sonnenschein und Wind. Der Prozess beginnt auf Bonaire damit, dass Seewasser bei Flut in den Salzsee, das Pekelmeer, gespült wird, dass hier in kleine, quadratische „Salzgärten“ aufgeteilt ist. Von dort wird es mit Windmühlen in Kondensationsbecken gepumpt. Während der Verdunstung wechselt das Wasser seine Farbe von türkis über braun zu rosa. Dies wird von Mikroorganismen verursacht. Kurz vor der Sättigung fließt die Sohle in den Kristallisierer, der periodisch geflutet wird, um eine konstante Menge Sohle zu gewährleisten. Bei gleichmäßiger Verdampfung, die durch Sonnenenergie und -wärme entsteht, kann fortwährend verkaufsfähiges Meersalz gewonnen werden. Der ganze Vorgang vom Einspülen des Meerwassers bis zum Salzkorn dauert 10 Monate. Etwa einmal jährlich wird das Salz in großem Stil mit LKW's abtransportiert. In einer Waschanlage wird das Salz mit Sohle vermischt und über gebogenen Gittern gereinigt. Von hier gelangt es über eine windgetriebene Doppel-Stapelanlage auf den Trocknungsplatz. In langen Reihen gelagert wird es hier monatelang von der Sonne getrocknet. Am Ende des Prozesses werden 2.000 Tonnen pro Stunde auf Schiffe verladen und für die chemische Industrie nach Ostamerika und Neuseeland verfrachtet.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flamingo Airport, IATA Code – BON, ICAO Code - TNCB, Landebahn 10/28, 9449 x 148 feet (2.880 m x 45 m), asphalt. Tel. 717-5600, Fax 717-8607, 717-2099. Der Flughafen liegt 2 km südlich vom Zentrum Kralendijk. Pro Jahr werden hier 600.000 Fluggäste abgefertigt.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ein gültiger Reisepass und Rück- oder Weiterflugschein ausreichend. Kinder in Begleitung ihrer Eltern müssen in einem Reisepass eingetragen sein oder über einen Pass mit Lichtbild verfügen. Unbegleitete Kinder benötigen einen eigenen Reisepass mit Lichtbild.

Ausreisebestimmungen[Bearbeiten]

Die Flughafengebühr bei internationalen Ausreisen beträgt 34 US $, für Flüge zu den anderen niederländischen Besitzungen 6 US $ und 2,50 US $ Sicherheitsgebühr. Kinder unter zwei Jahre sind frei. Der Zahlschalter befindet sich bei der Maduro & Curiel´s Bank am Flugplatz.

Fluglinien[Bearbeiten]

  • KLM fliegt in Kooperation mit anderen Fluggesellschaften von Frankfurt/Main, Wien und Zürich mit Zwischenstop in Amsterdam nach Bonaire. ArkeFly (TUI) fliegt ebenfalls von Amsterdam nach Bonaire.
  • Aus Houston und Newark (USA) fliegt Continental Airlines nonstop nach Bonaire. Ausserdem fliegen American Eagle Airlines (aus San Juan, Puerto Rico) und Delta Air Lines (aus Atlanta, USA) nach Bonaire. Vom Flughafen fahren Taxis in die Stadt, man kann auch Mietwagen leihen.
  • Am 22. Oktober 2009 stürzte eine Maschine der „Divi Divi Air“ vor der Insel Klein Bonaire ins Meer, dabei gab es einen Toten.
  • American Eagle, Tel. 717-7400
  • Continental, Tel. 717-7447
  • Divi Divi Air, Tel. 717-2121. * http://flydivi.com
  • Dutch Antilles Express, Tel. 717-0707, 717-0808, Fax 717-0880. * http://flydae.com
  • Island Air, Flamingo Airport, Tel. 717-2004, 717-2008, geöffnet: täglich von 8.00 Uhr - 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr - 20.00 Uhr
  • K L M, Flamingo Airport, Tel. 717-5600
  • Tiara Air, Flamingo Airport, Tel. 717-3008, 717-6825, Fax 717-6826

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es gibt zurzeit keine Fährverbindungen zwischen den niederländischen Antilleninseln.

Mobilität[Bearbeiten]

Es herrscht Rechtsverkehr! Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften beträgt 40 km/h, außerhalb sind es 60 km/h. Deutscher und Internationaler Führerschein werden anerkannt. Das Mindestalter zum Anmieten von PKW beträgt 21 Jahre, der Fahrer muss schon ein Jahr im Besitz des Führerscheins sein. Mietwagenhalter zwischen 21 und 22 Jahre müssen zusätzlich eine Unfallversicherung von 3 US $ pro Tag abschließen und 300 US $ Sicherheit hinterlegen. Es gibt aber auch Mietwagenfirmen, die erst an Fahrer ab 30 Jahre vermieten! Die Regierung erhebt eine Steuer von 4 Dollar täglich plus 5 % des Mietpreises.

Mietwagenpreise[Bearbeiten]

Blick vom Seru Largo über den Hafen von Kralendijk mit Kreuzfahrtschiff, links oben die Salinen im Süden
  • Suzuki Minivan, 30 US $ pro Tag, 180 US $ pro Woche
  • Jeep, 32 US $ pro Tag, 200 US $ pro Woche
  • Honda Accord, 60 US $ pro Tag, 360 US $ pro Woche
  • Honda Civic, 46 US $ pro Tag, 276 US $ pro Woche
  • Bus, 50 US $ pro Tag, 315 US $ pro Woche

Tankstellen[Bearbeiten]

  • Gabriela Enterprises, Kaya Industria 10, Kralendijk, Tel. 717-6006, Fax 717-6007
  • Gas Express, Kaya Neerlandia 32, Kralendijk, Tel. 717-7171
  • Mentor, Kaya Korona 107, Kralendijk, Tel. 717-4330
  • Rincon Pomp Station, Kaya Rincon 80, Rincon, Tel. 717-6366

Taxipreise ab Flughafen[Bearbeiten]

  • Belnem, 10 US $
  • Bonaire Caribbean Club, 17 US $
  • BOPEC, Ölterminal, 30 US $
  • Buddy Beach & Dive Resort, 13 US $
  • Capt. Don´s Habitat, 13 US $
  • Cargill Salt Company, 18 US $
  • Club Nautico, 10 US $
  • Den Laman Condos, 13 US $
  • Flamingo Beach Hotel, 9 US $
  • Harbour Village Marina, 13 US $
  • Kralendijk, 9 US $
  • Lac Bay Resort, 20 US $
  • Nikiboko, 11 US $
  • Nord Salina, 12 US $
  • Playa Frans, im Nationalpark, 45 US $
  • Playa Grandi, 27 US $
  • Plaza Resort, 9 US $
  • Punta Blanco, 18 US $
  • Republiek, Santa Barbara, 16 US $
  • Rincon, 20 US $
  • Rode Pan, Südküste, 20 US $
  • Roomer Hotel, Belnem, 10 US $
  • Sand Dollar Condos, 13 US $
  • Sorobon Beach Resort, 20 US $
  • Inselrundfahrt für 2 Personen, pro Stunde 25 US $

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Goto-Meer, Brackwassersee im Nationalpark
  • Die Nationalparks werden von der Stiftung STINAPA (Stichting Nationale Parken Nederlandse Antillen) verwaltet.
  • Washington-Slagbaai National Park, Mobil Tel. (599-9) 785-0017, Fax 717-7318. Der 60 km² große, im Mai 1969 eröffnete Nationalpark ist der erste seiner Art auf den niederländischen Antillen. Ursprünglich im Besitz der Kolonialregierung, war das Gelände stückweise verkauft worden. Das nördliche Teilgebiet, die Washington Plantage, gelangte 1920 in den Besitz der Gebrüder Herrera. Sie pflanzten bis 1960 Aloe Vera und Divi Divi und nannten ihre Plantage zunächst America, später Washington. Boy Herrera verkaufte die Plantage dann für den symbolischen Wert von 1 Gulden zurück an die Regierung, mit der Bedingung, das Land in seinem natürlichen Zustand zu belassen. 1978 verkaufte die Familie Beaujon die im Süden liegende Slagbaai Plantage an die STINAPA. Aus beiden Plantagen wurde der heutige Nationalpark. 145 verschiedene Vogelarten können an einigen natürlichen Quellen beobachtet werden, darunter eine große Flamingokolonie. Es gibt ausgeschilderte Rundwege von 24 km(grün markiert) bzw. 35 km (gelb markiert) Länge. Die Europäische Union unterstützte den Ausbau der Rundwege. An der Slagbaai gibt es eine kleine Snack Bar. Proviant sollte aber mitgenommen werden. Einige Wege sind so schlecht, dass sie nur mit Geländewagen befahren werden können. Jagen und Campen im Park ist verboten. Am Fuß des 182 m hohen Seru Hobao gibt es einen Parkplatz. Von hier aus kann man auf einem alten Eselpfad (gelb markiert) den Brandaris Berg ersteigen. Diesen Namen erhielt er in der Kolonialzeit, als hier Feuerzeichen nach Curacao gegeben wurden. Für den Hin- und Rückweg muss man 2½ Stunden einplanen. Am Eingang des Nationalparks befindet sich ein kleines Freilichtmuseum. Hier kann man für 5,50 US $ einen englischsprachigen Führer und Wegeplan erwerben. Der Nationalpark ist täglich von 08:00 Uhr - 17:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 14:45 Uhr), an Feiertagen jedoch geschlossen. Eintritt für 1 Jahr: Erwachsene 25 US $, Kinder unter 12 Jahre gratis. (TaucherInnen haben gegen Vorweisung der Quittung für den DiveTag und einer Kopie eines Lichtbildausweises freien Eintritt, SchnorchlerInnen bezahlen noch $ 10.-)
Gotomeer ist ein Brackwassersee innerhalb dieses Nationalparks. Er ist einer der wenigen Brutplätze der karibischen Flamingos. Durch Regen schwankt jedoch sein Salzgehalt und damit auch der Bestand an Kleinlebewesen, und so kann es passieren, dass die rosafarbenen Vögel bessere Nahrungsbedingungen in den Salinas im Süden der Insel vorfinden.
  • Bonaire Marine Park, Tel. 717-8444, Fax 717,7318. 1979 erklärte man unter Mithilfe des WWF die Gewässer rund um die Insel und um Klein Bonaire zum Meerespark. Dieser Marinepark erstreckt sich von der Hochwassergrenze bis zu einer Wassertiefe von 60 m (200 feet). Er umschließt ein Gebiet von 270 ha. Sechs Mitarbeiter und vier Ranger arbeiten und überwachen den Park. Sie kontrollieren die 80 offiziellen Tauchplätze und ca. 50.000 Besucher pro Jahr. Bereits vor 20 Jahren wurde Speerfischen, Ankern und das Abbrechen von Korallen verboten. Seit 1992 ist der Schutz der Gewässer auch gesetzlich geregelt. Taucher müssen eine einmalige Gebühr von 10 US $ bezahlen um in den ausgewiesenen Zonen tauchen zu dürfen. Ankerwerfen ist nur in dem Gebiet zwischen der Marina und dem Zollkai erlaubt. Müll oder andere Gegenstände dürfen nicht ins Meer geworfen werden. Auch an Land ist es bei Strafe verboten Muscheln, Korallen oder Gegenstände aus Schildkrötenpanzern zu kaufen. Auskünfte erteilt die Bonaire Marine Park Verwaltung (STINAPA) und Fort Oranje, Tel. 717-8444.
  • Radio Nederland Wereldomroep, Minimuseum mit Teilen der alten Sendeanlagen.
  • Trans World Radio, Tel. 717-8800. Besichtigung der Sendeanlagen auf Anfrage: montags bis freitags von 9.00 Uhr - 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr außer mittwochnachmittags.

Meeresschildkröten[Bearbeiten]

In den Gewässern um Bonaire findet man verschiedene Arten Meeresschildkröten. Die am meisten vorkommenden sind die Grüne Schildkröte (Chelonia mydas) mit mittelbreitem Kopf und hellem Unterleib und die Falkenschnabel Schildkröte (Eretmochelys imbricata), leicht gelblich, mit schmalem Kopf und rauem Panzer. Die Logger Kopf Schildkröte (Coretta coretta), grünlich, groß, mit massigem Kopf findet man mehr in tieferen Gewässern; die sehr große Lederrücken Schildkröte (Dermochelys coriacea) kommt nur zur Eiablage an den Strand. Sie kann eine Größe von 180 cm und ein Gewicht von 700 kg erreichen.

Meeresschildkröten wurden wegen ihres vorzüglichen Fleisches schon immer gejagt. Ihr Bestand hat in jüngster Vergangenheit stark abgenommen. Dies kommt nur zum Teil von der starken Bejagung, mehr durch die Verschmutzung der Meere, insbesondere durch treibende Kunststoffabfälle, sowie immer weniger geschützte Strandabschnitte zur Eiablage.

Meeresschildkröten stehen auf der „Roten Liste“ gefährdeter Tierarten. 1991 gründete der Holländer Albert de Soet den Meeresschildkröten Club auf Bonaire, Kaya L. D. Gerharts 22, Tel. 717-5300 ext. 130, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Leben der Tiere zu erforschen und ihre Art zu erhalten. Nach der erfolgreichen Aufzucht von Muscheln werden auch im Aquaculture Research Center an der Lac Bay bei Sorobon Meeresschildkröten gezüchtet. Diese Station kann besichtigt werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Schwarzpunkt-Kofferfisch am Bari Reef vor Bonaire

Schnorcheln und Tauchen. Da die ABC-Inseln alle flach und trocken sind und weil es keine hohen Berge gibt, an denen sich Wolken abregnen können, gibt es auch keine Flüsse. Dieser Umstand führt dazu, dass nach Regenfällen keine Schwemmteilchen ins Meer gespült werden. Es ist hier so klar, man hat in 30 Metern Wassertiefe noch Sonnenlichteinfall. Aus diesem Grunde gibt es hier die besten Tauchbedingungen, und Riffe können rund um die Inseln wachsen.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Batikstoffe
  • Holz- und Lederprodukte

Küche[Bearbeiten]

  • Als Vorspeisen isst man taco, kleine Portionen Käse oder Schinken, tequenos sind frittierte Käseteigstäbchen. Tortillas kennen Sie aus Mexiko, es sind gefüllte Maisteigfladen und pastechis sind Pastetchen mit einer scharf gewürzten Hackfleisch-, Gemüsefüllung.
  • Callalou Soup wird auf den ABC Inseln auf Schweineschwänzen gekocht, mit Callalou Blättern, einem spinatähnlichen Gemüse. Erwten Soep haben die Holländer auf den Inseln eingeführt, es ist Erbsensuppe. Sopi de bananas ist Brühe mit Kochbananen, sopito ist eine scharf gewürzte Fisch- oder Gemüsesuppe.
  • Pork ist Schweinefleisch, cabrito stoba ein Gulasch aus Ziegenfleisch mit Knochen mit Muskat und Tabasco, Bitterbai sind frittierte Fleischbällchen.
  • Surf and Turf ist Fleisch und Hummer gemischt.
  • Balchi di pisca sind Fischbällchen, Lobster ist der karibische Hummer, hinter Salmon verbirgt sich Lachs (er wird eingeführt), krokèchi sind Fischkroketten. Carcó und concho ist das Fleisch der Trompetenschnecke, man macht daraus Suppe oder ein Gulasch.
  • Funchi ist wie Polenta aus Maisgries, Arepitas di pampuna sind kleine Pfannkuchen mit Kürbis und Käse. Bonchi Cuncuna ist eine präkolumbianische Bohnensorte, die man auch auf Aruba und Curacao kennt. Kampuna ist ein süßer, runder Kürbis, er wird in Suppen verarbeitet.
  • Als Nachspeise erhalten Sie Bolo di Rom was Rumkuchen ist, oder Kesio, ein Nachtisch aus Karamell und Merengue kisses, Spritzbaiser Törtchen, sowie Pudin di coco einen Kokosnusspudding.
  • Holländisches Bier der Marken Amstel und Heineken werden auf Curacao gebraut.
Esel: wilde Tiere auf Bonaire

Preise: Stand Winter 2008/09[Bearbeiten]

  • Bier: Amstel 2,25 US $, Balashi 2,30 US $ - 5,75 US $, Corona 4,50 US $, Heineken 2,50 US $ - 6,25 US $
  • Cocktails 5,00 US $ - 5,50 US $
  • Fruchtsaftgetränke, Tomatensaft 2,00 US $ - 2,60 US $
  • Kaffee 2,00 US $ - 3,00 US $
  • Long Drinks 5,00 US $ - 9,90 US $
  • Mixgetränke 5,50 US $ - 7,95 US $
  • Burger 8,75 US $ - 9,50 US $
  • Filet Mignon 21,00 US $
  • Fisch Tagesfang 19,50 US $
  • Frühstück 5,00 US $ - 12,00 US $
  • Hamburger 5,00 US $ - 8,50 US $
  • Hühnchen 9,50 US $ - 19,00 US $
  • Hummer 30,00 US $ - 32,50 US $
  • Lasagne 14,00 US $
  • Pasta Bolognese oder Carbonara 6,50 US $
  • Pizza 11,50 US $ - 12,50 US $
  • Salat 8,75 US $
  • Sandwich 7,50 US $ - 10,50 US $
  • Steak 20 US $ - 22 US $
  • Stew Beef (Gulasch) 12,00 US $
  • Suppe 3,75 US $ - 4,50 US $

Supermarkt: Stand Winter 2017[Bearbeiten]

  • Bratwurst, Kilo 7,30 US $
  • Fisch, Mahi-Mahi Kilo 10,00 US $
  • Rinderhack, Kilo 10,25 US $
  • Schweinefleich, Kilo 8,40 US $

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

  • Simadan - Erntedankfest aus der Sklavenzeit. Es wird von Februar bis Ende April gefeiert und beinhaltet die Ernte des Sorghums (afrikanische Hirseart), aus dem man Funchi und Repa bereitet, eine Art Pfannkuchen. Während der Ernte hilft die ganze Gemeinde dem Kunuku, dem Landbesitzer. Dieser veranstaltet dafür ein Festessen mit nationalen Gerichten für die Erntehelfer. Es gibt Ziegengulasch, Okra Suppe, Bohnen, Funchi und Repa. Alle Gäste singen gemeinsam Simadan-Gesänge und tanzen Wapa, bei dem alle in einer Reihe hin und zurück tanzen, womit die Erntegemeinschaft symbolisiert werden soll. In der Vergangenheit brachten die Kumuku die ganze Ernte in den Ort Rincon, in eine zentrale Lagerhalle, die Magasina di Rey. In schlechten Erntejahren erhielten die Armen aus dieser Lagerhalle das Sorghum zum Überleben.
  • Das Simadan di Pastor wird Ostern gefeiert, dann wird die Ernte von der Kirche gesegnet. Auch nach Jahrhunderten wird dieser Brauchtum auf Bonaire aufrechterhalten.
  • St. John´s Day und St. Peter´s Day, zwei traditionelle Feiertage im Ort Rincon am 23./24. bzw. 28./29. Juni, an denen man auf historischen Musikinstrumenten wie bamba (Trommel) und wiri (Metallkratzer) spielt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Bitte achten Sie auf Ihre Wertgegenstände in Ihrem Zimmer, auf keinen Fall solche im Auto liegen lassen. Je nach Vermieter gibt es unterschiedliche Anweisungen, ob der Mietwagen abgesperrt werden soll oder offen gelassen, damit er nicht aufgebrochen wird. Dies ist schon häufiger vorgekommen, weshalb man hier unbedingt sehr vorsichtig sein sollte. Bei Fahrzeugen von Tauchern kommt es vor, dass selbst billige Sandalen geklaut werden. Es kann sogar passieren, dass nachts aus dem vor dem Haus parkierten Mietwagen die Batterie gestohlen wird.

Aufgrund der zunehmenden Drogenproblematik (die Karibikinseln dienen als Transitländer für illegalen Drogenschmuggel) wird Reisenden allerdings zusätzlich zu den üblichen Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen und keinesfalls fremdes Gepäck zu transportieren. Vor diesem Hintergrund werden alle Passagiere, die aus dieser Region einreisen, samt Gepäck bei ihrer Einreise auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol einer verschärften Kontrolle unterzogen.

  • Bei Fahrten über Land kann es passieren, dass man ausgewilderten Tieren wie Ziegen, Schweinen und Schafen, aber auch einer beträchtlichen Zahl von Eseln begegnet. Den Tieren zuliebe sollte man deshalb die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Sint Franciscus Hospitaal, 60 Betten, Kaya S. Bartola, Kralendijk, Tel. 717-8900, 717-8445. Das Sint Franciscus Hospitaal hat eine Dekompressionskammer und betreibt einen Ambulanz-Flug-Service nach Aruba und Curacao.
  • Auf der Insel praktizieren 13 Ärzte und vier Zahnärzte.

Praltische Hinweise[Bearbeiten]

  • Internationale Telefonvermittlung: Telbo Telecommunications, Kaya Libertador Simon Bolivar 8, Kralendijk, Tel. 717-7000, Fax 717-5007.

Telefonieren[Bearbeiten]

Auf Bonaire sind Telefonnummern siebenstellig und beginnen mit der Ziffer 7 Es gibt keine Ortsnetzkennzahlen. Obwohl die Landesvorwahl offiziell mit +599-7 ausgewiesen ist, wird nur +599 gewählt. Die Ziffer sieben ist Teil der Telefonnummer.

Literatur[Bearbeiten]

  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Merian live, Gräfe und Unzer Verlag, München, 1. Auflage 1994, ISBN 3-7742-0346-6
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, KOBO Verlag Ingrid Kochs, 53454 Remagen, 1. Auflage, 1995, ISBN 3-930 884-02-X
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Peter Meyer Reiseführer, 60316 Frankfurt / Main, 1996, ISBN 3-922057-28-4
  • Aruba, Bonaire, Curacao, Hunter Travel Guides, Lynne M. Sullivan, 2nd Edition, 2006, ISBN 1-58843-572-5

Weblinks[Bearbeiten]

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