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Venezuela

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Venezuela ist ein Land im nördlichen Südamerika. Es besitzt im Norden einen langen Karibik-Küstenabschnitt. Angrenzende Länder sind Kolumbien im Westen, Brasilien im Süden und Guyana im Osten. Venezuela liegt an wichtigen Luft- und Seerouten zwischen Nord- und Südamerika.

Represa de Guri e instalaciones 2003 035.jpg
Lage
Karte von Südamerika mit eingezeichneter Lage von Venezuela
Flagge
Flagge von Venezuela
Kurzdaten
Hauptstadt Caracas
Staatsform Bundesrepublik
Währung 1 Bolívar Fuerte (Bs.F.) = 100 Céntimos
Fläche 912.000 km²
Bevölkerung 25 Mio
Sprachen Spanisch (Amtssprache), zahlreiche indigene Sprachen
Religionen Nominell Römisch-Katholisch
96 %, Protestanten 2 %, andere 2 %
Stecksystem 120-240 V/ 60 Hz (US-Stecker)
Telefonvorwahl +58
Internet TLD .ve
Zeitzone MEZ-5:00 h (ab 1.5.2016)

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Karte von Venezuela

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Absolut sehenswert ist die Gran Sabana im Süden Venezuelas, an der Grenze zu Brasilien. Auf dem Hochplateau (1.000 m) hat man das Gefühl, im nächsten Augenblick einer Herde Dinosaurier zu begegnen. Die Landschaft ist neben ihrer relativ kargen, aber eigentümlichen Vegetation von den sogenannten "Tepuis" geprägt, mehreren Tafelbergen, deren Flora und Fauna jeweils einzigartig ist und die bis heute noch nicht alle von Menschen erschlossen wurden. Schon die Fahrt von Meereshöhe auf das Plateau, welche ca. drei Stunden dauert, führt den Reisenden durch verschiedene Klimazonen, die durch ihre jeweilige Vegetation faszinieren.

  • Isla Margarita eine Urlaubsinsel in der Karibik
  • Salto Angel
  • Rio Caura
  • Los Llanos (Hato el Frio)
  • Ciudad Bolivar
  • Puerto Ayacucho

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der 1819 geschaffenen Republik Groß-Kolumbien wurde Venezuela 1830 unabhängig. 1864 wurde das Land in eine Bundesrepublik umgewandelt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts regierten größtenteils Militärdiktaturen, gleichzeitig sorgte der enorme Ölreichtum für einen wirtschaftlichen Aufstieg, aber auch für zunehmende Abhängigkeit von den USA. Seit 1958 gibt es freie Wahlen. Seit dem Amtsantritt von Hugo Chávez im Jahre 1998 wendet sich Venezuela wieder stärker von den USA ab. Chávez unterhält stattdessen enge Beziehungen zu Fidel Castro und will nach eigenen Aussagen den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" aufbauen. Eine größere Unabhängigkeit von allen sogenannten Erste-Welt-Ländern wird gesucht. Große Investitionen in Infrastruktur, z.B. Metro (U-Bahn) en Caracas, Valencia. Autobahnen etc. Ein großer Anteil des aus dem Erdöl-Erlös stammenden Staatshaushalts wird in soziale Projekte, wie die medizinische Betreuung der Barrios gesteckt.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Caracas wird von fast allen großen internationalen Flughäfen angeflogen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Venezuela hatte ein Bahnnetz, das aber aufgrund des Ölvorkommens zugunsten des Straßennetzes verschwand. Die letzte Passagierbahnverbindung von Barquisimeto nach Puerto Cabello wurde vor ein paar Jahren ebenfalls eingestellt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Außer in Caracas besteht der öffentliche terrestrische Verkehrtransport aus Bussen. Alle Städte und Hauptorte verfügen über lokale Bustransportsysteme. Die Fahrpreise sind sehr günstig. Die Verbindungen zwischen den Städten werden von mehreren Busgesellschaften bedient. Auch hier sind die Preise sehr günstig.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Inlandsflüge sind sehr günstig und am besten vor Ort zu buchen. Das gilt vor allem in grösseren Städten. Wer vor hat auf oder von einem Kleinflughafen z.B. in die Gran Sabanna zu fliegen kann es erleben, dass sich dieses durch mangelnde Sprachkenntnisse als teuer heraus stellt. Der Pilot des Fliegers weiss sehr wohl, dass sie um ihn nicht herum kommen und könnte es ausnutzen.

Ein besonderes Highlight ist der Flughafen von Merida - die Landebahn befindet sich auf einer schiefen Ebene und kann nur von Turboprops und DC-8 angeflogen werden. Ebenfalls zu empfehlen ist ein Flug von Ciudad Bolivar nach Kavak (Gran Sabana). Kavak wird nur mit kleinen Cessnas jeder Altersstufe angeflogen - gut zu kombinieren mit einem Flug über den Salto Angel (höchster Wasserfall der Welt).

Busreisen sind eine kostengünstigere Alternative zum Fliegen. Busbahnhöfe gibt es in allen größeren Städten. In Klein- und Kleinststädten muß man sich durchfragen. Nicht alle Bushaltestellen werden auch zur Rückfahrt benutzt. Dort wo man aussteigt wird nicht immer auch wieder eingestiegen. Nachfragen hilft hier. Beschilderungen sind schlicht mangelhaft.

Leihwagen sind in allen klein - mittelgroßen Städten erhältlich, Preise gehen von 30 US-$ bis zu mehreren hundertern (09-07-2006). Auch Taxifahren ist günstig, Taxilinien geben einen höheren Grad an Sicherheit. Preise sollten immer im Voraus verhandelt werden.

Sprache[Bearbeiten]

Die Landessprache ist Spanisch. Um im Land auf eigene Faust herumzureisen, sollte man zumindest über ausbaufähige sprachliche Grundkenntnisse verfügen. Außerhalb von Caracas kommt man mit Englisch nicht sehr weit. Selbst in Caracas ist es nicht die Regel, dass alle Welt Englisch spricht. Sprachschulen gibt es in Merida, Caracas, Puerto la Cruz und der Insel Margarita. Selbst eine Woche Unterricht kann schon einen grossen Unterschied machen.

Faustformel (in ganz Lateinamerika):

"Wenn Du Englisch sprichst, öffnen sich alle Türen. Wenn Du Spanisch sprichst, öffnen sich auch die Herzen".

Im Spanischen "Guten Tag" sagen zu können ist ein guter Anfang. Wichtiger Unterschied zwischen der deutschen Sprache und der spanischen Sprache sind die Diphtongue die getrennt ausgesprochenen Vokale z.B. Buenos Dias: Bu-enos Di-as. Ähnlich des Deutschen in Ge-ändert.
Guten Morgen - Buenos Días
Guten Tag - Buenas Tardes
Guten Abend - Buenas Noches
Gute Nacht - Buenas Noches
Danke - Gracias
Bitte als Frage - por favor
Gut - bien im Venzolanischen chevere (tschewere)

Kaufen[Bearbeiten]

Venezuela benutzt seit dem 1. Januar 2008 den Bolívar Fuerte (Bs.F.) als Landeswährung. Er ersetzt den Bolivar (Bs), und zwar zum Kurs von 1000 Bs. zu 1 Bs.F. Im gesamten Jahr 2008 waren beide Währungen parallel gültiges Zahlungsmittel in Venezuela. Der Bolívar Fuerte ist eine Binnenwährung und nicht frei konvertierbar.

Es ist nicht einfach, Bolívar Fuerte im eigenen Herkunftsland zu erhalten. Stattdessen ist es einfacher, US-Dollar nach Venezuela mitzunehmen und dort einzutauschen. Ein Rücktausch ist schwierig und seit 1. Januar 2009 für Privatpersonen auf 3.000 US$ pro Jahr beschränkt. Für den Rücktausch muss der Antragsteller eine Kreditkarte besitzen, nur maximal 500 US$ pro Jahr können in Bar zurückgetauscht werden.

Die Inflationsrate sorgt für einen sich ständig ändernden Wechselkurs und einen ansteigenden Schwarzmarkthandel. Der offiziell festgelegte Kurs beträgt 4,29 Bs.F. für einen Dollar, auf dem Schwarzmarkt ca. 17 bis 18 Bs.F. für einen Dollar.

Münzen gibt es zu 1, 5, 10, 12½, 25, 50 Céntimos und 1 Bolívar, allerdings sind die 1-Céntimos-Münzen kaum im Umlauf. Geldscheine gibt es zu 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Bolívar.

Viele Händler und Verkäufer (einschließlich Bus- und Taxifahrer) nehmen ungern große Scheine entgegen. Daher ist es ratsam, kleinere Geldstücke zur Hand zu haben.

Küche[Bearbeiten]

Landestypisch sind Arepas, kleine Maisfladen mit diversen Füllungen ("Döner sudamericano"). Auf jeden Fall probieren: frisch gepresste Fruchsäfte (auf Spanisch jugo (Hugo)), kein Vergleich zu dem, was man hier als Fruchtsaft vorgesetzt bekommt. Außerdem sollte man definitiv chicha (sprich "tschitscha") probieren, ein Getränk aus Reis und Milch mit Zimt und gecrashtes Eis.

Nachtleben[Bearbeiten]

Caracas: Las Mercedes (ein ganzer Stadtteil voller Bars und Diskoteken) oder im Einkaufszentrum San Ignacio ist auch immer viel los.

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar Día de Año Nuevo Neujahrstag
6. Januar Día de Reyes Dreikönigstag
beweglich Carnaval Karneval, Montag und Dienstag vor Aschermittwoch
24. Juni Aniversario de la Batalla de Carabobo Jahrestag der Schlacht von Carabobo
5. Juli Día de la Independencia Celebra la firma del Acta del 5 de julio de 1811
12. Oktober Dia de la Raza Tag an dem Christopher Columbus Venezuela entdeckte

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit ist oft abhängig vom betretenen Gebiet. Vor allem ein typisch touristisches Verhalten kann unter Umständen dazu führen, dass jemand sich dazu verleiten lässt zu denken, er hätte es mit einer leichten Beute zu tun. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen Regelfall. Wer mit Landkarte und hochwertiger Digitalkamera bewaffnet in ein erkennbares Armutsviertel hineinmarschiert, möge sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein. Auch das Tragen von Edelsteinen, goldenen Ringen oder Ketten, selbst als Fälschung, kann allzu verlockend auf z.B. Drogenabhängige wirken. Denn woher soll der Dieb vom tatsächlichen Wert des zu stehlenden Objekts wissen?

Die Sicherheit im Grenzgebiet zu Kolumbien und Brasilien kann sehr davon abhängen, inwieweit der persönliche Wert zur Schau getragen wird. Venezuela ist nicht verbrechensfrei und die oft fehlende Erziehung der Kinder durch ihre Eltern tut ein weiteres dazu, diese Lage nicht zu verbessern. Die jetztige Regierung macht zumindest den Versuch, durch erhöhte Präsenz an Wochenenden sowie an Volksfeiertagen wie z.B. Karneval oder Fasching, die Sicherheit durch polizeiliche sowie militärische Präsenz zu verbessern. Wenn es auch nachhaltig ein wenig bezweifelbar ist, so hilft die polizeiliche und militärische Präsenz, Verbrechen direkt und nachgewiesenermaßen zu verhindern. Langfristig sollten gerade Touristen davon absehen, den Straßenkindern Essen und Coca-Cola zu kaufen. Man sollte allerdings nicht auf direkte Hilfe der Polizei hoffen. Zwar kann sie Diebe "malandros" abschrecken, jedoch wenn etwas gestohlen wurde ja nicht zur Polizei gehen, die arbeitet in solchen Fällen eigentlich nicht und ist selbst auch ziemlich korrupt, vor allem bei Touristen.

Vor der Teilnahme an politischen Demonstrationen sollten die Zusammenhänge und Hintergründe studiert werden, eigentlich ganz wie Zuhause. Wer sich durch volle Einkaufsstraßen bewegt, sollte sich schnell bewegen und nicht extra langsam durch die Straßen schlendern. Auch die häufige Praxis einiger Touristen, alle Wertsachen in einem Rucksack zu bündeln, wird hierzulande gerne durchschaut. Oft zeichnen sich Touristen auch durch übertriebene Leichtgläubigkeit aus. Freundlichkeit sollte nicht mit Freundschaft verwechselt werden.

Gesundheit[Bearbeiten]

Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Im Grenzgebiet zu Brasilien, in der Parima-Region, im Staat Amazonas, sowie in Bolivar besteht ein generelles Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Landesweit besteht ein Tollwutrisiko und eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen).

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch-heiß und feucht, in den Bergen gemäßigter. Die heiße Region (tierra caliente) nimmt in Venezuela den weitaus größten Teil des Landes ein. Sie reicht bis zu ungefähr 700 m ü. NN und hat eine Durchschnittswärme von 26 °C. Mehrere Punkte sind noch wärmer, wie La Guaira (29 °C), Puerto Cabello (28 °C) und Maracaibo (29 °C). Die gemäßigte Region (tierra templada) liegt zwischen 700 und 2.000 m; die wärmsten Monate sind April und Mai (mit selten mehr als 25 °C), die kühlsten Dezember und Januar, in welchen die Temperatur am Morgen und Abend oft auf 15 °C sinkt. Die kalte Region (tierra fria) beginnt schließlich in einer Höhe von 2.200 m und reicht bis zur Schneegrenze, welche in Venezuela zwischen 6 ° und 8 ° n.B. in einer Höhe von 4.520 m liegt, jedoch in kühleren Jahren 400 m tiefer sinkt. Die mittlere Temperatur beträgt hier 2 °C bis 3 °C.

Respekt[Bearbeiten]

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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