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Aruba

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Lage
Karte der südlichen Karibik mit hervorgehobener Lage von Aruba
Flagge
Flagge von Aruba
Kurzdaten
HauptstadtOranjestad
Staatsformautonomer Landesteil des Königreichs der Niederlande
WährungAruba-Florin (AWG)
Fläche193 km²
Bevölkerung106.700
SprachenNiederländisch
Religionen75,7 % römisch-katholischen Kirche und 6,3 % zählen zu anderen Glaubensgemeinschaften
Stecksystem230V/60Hz (UK Stecker)
Telefonvorwahl+297
Internet TLD.aw
ZeitzoneMEZ-5h

Aruba ist eine der ABC-Inseln in der südlichen Karibik, 25 Kilometer nördlich von Venezuela gelegen. Sie ist ein mit dem Mutterland gleichberechtigter Teil des Königreichs der Niederlande.

Regionen[Bearbeiten]

Aus touristischer Sicht kann Aruba in einen südöstlichen und einen nordwestlichen Küstenabschnitt eingeteilt werden. Die Südwestseite besitzt weiße Sandstrände, türkisblaue Wasserfarbe und warme Wassertemperaturen. Auch die Nordwestküste, die dem Atlantik zugerichtet ist, besitzt einige weiße Sandstrände, ist aber stärker durch stürmische See mit zeitweise heimtückischen Strömungen und felsigen Küstenabschnitten geprägt.

Demografie[Bearbeiten]

Für Zwecke der Volkszählung ist Aruba ergab 2010 für die ganze Insel 101.484.[1]

Religion[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört mit 75,7 % der römisch-katholischen Kirche an und 6,3 % zählen zu anderen Glaubensgemeinschaften. (Stand: 2012)

Siedlungen[Bearbeiten]

Orte auf Aruban

Hintergrund[Bearbeiten]

Flughafen.

Die Ureinwohner kamen um 3000 v. Chr. aus Südamerika. Sie wohnten in Lehmhütten, lebten vom Fischfang und wilden Früchten. Um 1000 v. Chr. folgten ihnen friedliche Caiquetio-Indianer vom Stamm der Arawak. Sie brachten Getreide mit und lebten in drei größeren Siedlungen auf der Insel. Da sie von größerer Statur als die erobernden Spanier waren, nannten diese die Inseln auch Ilas de los Gigantes, Inseln der Riesen.

Die Entdeckung Arubas wird Alonso de Ojeda zugesprochen, der als Vizeadmiral zur Besatzung von Kolumbus gehörte und 1499 Curaçao entdeckte. Die Spanier hatten kein großes Interesse an den ABC-Inseln, nannten sie Islas Inutiles - unbrauchbare Inseln. Die Indianer wurden auf dieser Insel von den Spaniern nicht ausgerottet, obwohl auch hier ein Teil von ihnen in die Kupferminen von Hispaniolas verschleppt wurde. Erst 1527 kamen auf Anordnung des Inselkommandanten Deportierte aus Europa auf die Insel.

Jan Hendrik Albert "Henny" Eman im Oranjestad

Die Niederlande gründeten 1621 die Westindisch Company, mit dem Ziel, das Königreich mit Waren aus Amerika zu versorgen. 1633 wurde aus diesem Grunde die Insel Sint Maarten besetzt. Für die niederländischen Heringsfischer wurden große Mengen Salz benötigt. Aus diesem Anlaß wurde Curaçao 1634 von Johan van Walbeeck erobert; aus strategischen Gründen kamen zwei Jahre später Aruba und Bonaire hinzu. 1648 wurde Peter Styvesant Kommandeur der ABC-Inseln. Curaçao entwickelte sich zum Haupthandelsplatz, die beiden Nachbarinseln wurden als Versorgungsinseln genutzt. Auf Aruba wurden hauptsächlich Ziegen und Pferde gezüchtet. Erst 1770 gab das Militär die Zustimmung für größere Siedlungen. Nur während der napoleonischen Kriege von 1805 - 1816 übernahmen die Engländer für kurze Zeit die Herrschaft.

Im Jahre 1900 lebten 9.702 Menschen auf der Insel.

Nach der Abschaffung der Sklaverei kam es zu einer Wirtschaftskrise. Erst der Aufbau einer Ölraffinerie von Esso 1925/26 brachte einen Aufschwung. Die Bevölkerung Arubas kam dadurch zu immer größerem Wohlstand. Sie widersetzte sich der zentralen Rolle von Curaçao und forderte Eigenständigkeit. 1936 begann auf allen Inseln die Demokratisierung mit Einführung des Wahlrechts für alle männlichen Bewohner mit niederländischer Nationalität.

Im Jahre 1950 lebten 51.000 Menschen auf der Insel.

1954 wurde die Selbstverwaltung eingeleitet. Seit 1971 kämpft die Insel für weitere Autonomie, seit 1986 gibt es eine Sonderregelung: den Status Aparte. Die Landeswährung war von 1986 bis zum Jahre 2003 sehr stabil zum US-$. 2004 wurde der Wechselkurs um 25 % gesenkt, neu festgelegt und von 1,79 auf 2,24 US-$ verändert.

Aruba ist die westlichste Insel in der Gruppe der Niederländischen Antillen, 31 km lang und 9 km breit, die Küstenlinie hat eine Länge von 68,5 km. Geologisch gehört die Insel genauso wie Bonaire und Curaçao zur venezolanischen Küstenkordillere. Die Insel liegt auch nur 20 km von Venezuela entfernt. Im Quartär lag sie wesentlich höher als heute, so daß sich um den alten Gebirgskern herum die eindrucksvollen Korallenriffe bilden konnten. Durch die spätere Hebung blieben diese Korallenkalke erhalten, die heute überall auf der Insel die Landschaft prägen. Die Bodengestalt ist für eine karibische Insel ungewöhnlich. Große Gebiete sind flach und durch die Erosion sandig oder mit Felssteinen übersät. Nur im Inselzentrum gibt es flache Hügel mit einer Höhe von 170 bis 190 Metern. Wegen des trockenen Klimas wachsen auf Aruba viele Kakteenarten. Weit verbreitet sind auch die Watapana oder Divi-Divi-Bäume. Die Nordküste ist wild und rauh mit gewaltiger Brandung. An der geschützten Südküste gibt es 11 km lange, palmenbestandene weiße Strände, die zu den schönsten der Welt gehören, während Taucher im Bereich der Korallenriffe rund 20 Schiffswracks finden.

1824 wurde Gold auf der Insel entdeckt und bis 1913 wurden 1,5 Millionen Kilogramm Erz aus den Minen gefördert. Aruba heißt im Papiamento Dialekt „Ora uba” soviel wie: hier gab´s Gold. 1993 hat man wieder Testbohrungen vorgenommen, da Geologen neue Goldadern von abbauwürdiger Qualität gefunden haben. Ab 1879 wurde auf der Insel Phosphat abgebaut.

Anfang dieses Jahrhunderts war die Insel zusammen mit Bonaire der weltgrößte Lieferant für Aloe.

1924 wurden zwei Ölraffinerien gebaut, Eagle Oil Refinery im Westen und Lago Oil & Transport im Osten aus denen nach einigen Jahren ein Unternehmen der EXXON wurde. Hier verarbeitete man das Öl aus dem nur 32 km entfernten Venezuela. Im 2. Weltkrieg war Aruba wichtiger Treibstofflieferant für die alliierten Streitkräfte, ein Grund für deutsche U-Boote, die Anlagen 1942 mit Torpedos anzugreifen. Wegen Überkapazitäten wurde der Raffineriebetrieb am 31. März 1985 geschlossen. Am 20. April 1991 nahm die Coastal Oil Company den Betrieb wieder auf. Inzwischen hatte man sich aber längst ein weiteres industrielles Standbein geschaffen. 1959 wurde das erste Luxushotel auf der Insel eröffnet.

Gilbert „Betico” Croes, Nationalheld, wurde 1938 in Santa Cruz geboren. Er gründete aus politischer Unzufriedenheit im Jahre 1967 die Movemento Electoral di Pueblo (MEP). Schon ein Jahr später konnte diese Partei bei den Wahlen zum Inselrat eine überwältigende Mehrheit erlangen. Seiner Verhandlungstaktik ist es auch zu verdanken, daß Aruba heute den Status „Aparte” gegenüber den Niederlanden erhalten hat. Am 31. Dezember 1985, dem Abend vor Inkrafttreten dieses Status wurde er bei einem Autounfall so schwer verletzt, dass er ins Koma fiel und ohne das Bewußtsein wiederzuerlangen am 26. November 1986 in einem niederländischen Krankenhaus verstarb. Seine Bronzestatue steht in Oranjestad neben dem Cas di Cultura Haus.

Politischer Status[Bearbeiten]

Weißer Korallensand am Eagle Beach.

Aruba ist als autonomer Teil der Niederlande eine parlamentarische Demokratie. Seit dem 1. Januar 1986 hat die Insel eine Selbstverwaltung. Nur die Landesverteidigung und die Außenpolitik liegen in der Hand der Niederlande.

Regierung[Bearbeiten]

Bizarre Felsen, vorn rechts King Kong.

Willem-Alexander, König der Niederlande, steht der Insel vor. Er wird durch einen Gouverneur vertreten. Der Gouverneur wird vom König für eine Amtszeit von sechs Jahren ernannt. Die gesetzgebende Körperschaft hat 21 Mitglieder, alle vier Jahre werden Wahlen durchgeführt. Die beratende Versammlung der Minister wird vom Premierminister angeführt.

Pflanzen- und Tierwelt[Bearbeiten]

Divi-Divi-Bäume zeigen die Hauptwindrichtung.

Als die Europäer die ABC-Inseln entdeckten gab es im Windschatten der Hügel Trockenwälder. Der Brasilholz-Baum war am meisten vertreten. Der „Palo de Brasil” gab dem Land Brasilien seinen Namen. Die meisten der Bäume wurden gefällt und nach Europa gebracht, wo man aus dem rotbraunen Holz Farbstoffe herstellte. Auf Aruba und Curaçao ist der Baum heute geschützt, auf Bonaire wurde er ausgerottet.

Auf Aruba findet man 48 verschiedene Baumarten, von denen 11 Arten nur noch als Einzelstück vorhanden sind. Am weitesten verbreitet sind aber Aloe, Kakteen und Divi-Divi-Bäume, diese wachsen immer in Windrichtung, zeigen also nach Südwesten.

Neben wilden Eseln und Ziegen gibt es nur wenige größere Landtiere. Es gibt 16 Echsenarten, vier Schlangenarten. 170 Vogelarten sind registriert, davon lebt etwa ein Drittel permanent auf den Inseln, die anderen sind Zugvögel oder kommen von Venezuela zum Brüten.

Auf der Insel gibt es verschiedene Arten von Eidechsen. Der große Iguana wird gejagt, man macht daraus eine landestypische Suppe. Es gibt zwei Schlangenarten. Die Santanero ist harmlos und ungefährlich, im Gegensatz dazu muß man sich vor der giftigen Klapperschlange in acht nehmen. Die Aruba-Klapperschlange (Crotalus durissus unicolor) ist eine der seltensten Schlangenarten der Welt. Die erdfarbene Aruba-Klapperschlange ist mit einer Länge von nur 80 Zentimeter deutlich kleiner als die meisten Verwandten auf dem Festland. Wissenschaftler schätzen die Anzahl der in der Natur lebenden Schlangen auf nur noch etwa 230 Exemplare. Diese findet man häufiger in dem Dreieck Jamanota – Fontain – San Nicolas. Wird man von einer Schlange gebissen muß sofort das nächste Krankenhaus aufgesucht werden, dort gibt es Antiserum.

Große Teile der Inselgewässer sind zu Schutzgebieten erklärt worden und zählen zu den besten Tauchrevieren der Erde.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen

Auch EU-Staatsangehörige müssen bei Einreise einen gültigen Reisepaß vorlegen und erhalten eine (verlängerbare) Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage. Zollrechtlich gelten bei Rückreise nach Europa die Reisefreimengen für Waren aus Nicht-EU-Staaten.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Der Internationale Flughafen Princess Reina Beatrix schließt direkt südlich an die Hauptstadt Oranjestad an. IATA Code - AUA, Tel. 524-2424, 582-4800, Fax 583-4229.
  • Air Traffic Controller, Tel. 583-2665. Zoll, Tel. 582-7800, Fax 583-7164, Bürostunden Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr.
  • Landebahn: 11/29, 10.003 Feet, 3.049 m. Im Jahre 2002 gab es 35.326 Flugbewegungen, 2004/05 wurden jeweils 1,7 Millionen Fluggäste gezählt.
  • Es gibt 66 Check-in Schalter, 9 Gates, 8 Passagierbrücken. Flughafeneinrichtungen: 10 Autovermieter, Andenkengeschäft, Bank, Bars, Cafeterias, Duty Free Geschäfte, Restaurants, Taxistand, Touristen Information, VIP Lounge.
  • Es gibt je 450 Kurzzeit- und Langzeit-Parkplätze am Flugplatz. Die Parkgebühren betragen 2,50 Afl. pro Stunde, 25 Afl. für einen ganzen Tag.
  • Direktflüge mit KLM ab Amsterdam und Frankfurt am Main, Charterflüge mit Arky Fly im Sommer 2014 mehrmals wöchentlich möglich.
  • http://airportaruba.com

Fluglinien[Bearbeiten]

  • American Airlines / American Eagle, Flughafen. Fax: 582-3377. Info Tel. 582-2700, Fax ; Gepäck Info: 583-1049; Fracht: Tel. 582-2770.
  • Aruba Airlines, Flughafen. Tel.: 588-3000, Fax: 588-5404.
  • Avi-Sa Aviation Aruba, Engelandstraat 4. Tel.: 582-1322.
  • Continental Airlines, Flughafen. Tel.: 588-0019, Fax: 588-0025.
  • Delta Airlines, Flughafen. Tel.: 588-5623, Fax: 588-6127.
  • KLM, Belgiestraat. Tel.: 582-3546, Fax: 583-2693.
  • S L M, Rockefellerstraat 3. Tel.: 582-7896, Fax: 582-7895.
  • Sol America Air, Flughafen. Tel.: 582-2663, Fax: 582-2664. Representant: Insel Air.
  • United Airlines, Flughafen. Tel.: 582-9592, Fax: 583-7953.

Mietwagenunternehmen am Flughafen[Bearbeiten]

California-Leuchtturm

Am Flughafen sind praktisch alle internationalen Autovermieter vertreten.

Busverkehr[Bearbeiten]

  • Direkt am Flugplatz kann man einen Bus ins Stadtzentrum oder in die Hotelzone besteigen. Die Busgesellschaft nennt sich ARUBUS. Auf deren Webseite ist auch der aktuelle Busfahrplan für alle Strecken einsehbar.

Straßenbahn[Bearbeiten]

Am 19. Februar 2013 nahm Arubus die erste Straßenbahnlinie in Betrieb. Die Tram Aruba, offizieller Namen „Arutram,“ verkehrt im Achteinhalb-Minutentakt zwischen dem Kreuzfahrtterminal am Stadtrand von Oranjestad und der Innenstadt. Die drei offenen historisch aussehende Schienenfahrzeuge, welche Wasserstoff als Energiequelle nutzen, werden nach dem Hydrail-Prinzip betrieben. Die benötigte Energie wird aus Solar- und Windkraft erzeugt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es exstieren derzeit keine Fährverbindungen zwischen Aruba und den ABC-Inseln und Venezuela.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Es herrscht Rechtsverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in geschlossenen Ortschaften 40 km/h, außerhalb 60 km/h. Das Mindestalter zum Anmieten von Fahrzeugen beträgt 21 Jahre, bei einigen Verleihern auch 23 Jahre.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hooiberg, von den Casibari Rocks gesehen. Im Vordergrund der Ort Piedra Plata
  • Der Arikok-Nationalpark im Nordosten der Insel erstreckt sich über eine Fläche von 34 km². Innerhalb des Parks liegen die beiden höchsten Punkte der ansonsten recht flachen Insel, der Sero Jamanota mit einer Höhe von 188 m und der namensgebende Sero Arikok mit 176 m Höhe. Im Park findet man mehrere Höhlen, so die Quadiriki Caves und die Fontein Grot, in ihnen sind Felszeichnungen der indianischen Urbevölkerung, außerdem bietet der Park Lebensraum für einige seltene Tierarten, wie Langnasen-Fledermäusen (Leptonycteris curasoae). Innerhalb des Parks sind auch Ruinen ehemaliger Plantagen, genannt Cunucu und die landestypischen Cas di torto, traditionelle Bauweise der historischen arubanischen Häuser der Siedler und Plantagenarbeiter aus dem 18. Jahrhundert. An der recht windigen Ostküste der Insel gibt es einige sehenswerte Buchten, genannt Boca. Um sie zu erreichen, braucht man jedoch Fahrzeuge mit Allradantrieb.
  • Der Hooiberg mit 168 m Höhe ist nach dem Jamanota der zweithöchste Berg der Insel, er liegt jedoch relativ nahe an Oranjestad. Er ist als Wahrzeichen Bestandteil des Wappens Arubas, da er fast in der Mitte der Insel liegt und praktisch von überall auf der Insel zu sehen ist. Es sind 562 Betonstufen, die auf seinen Gipfel führen.
Wasserturm San Nicolas
  • Felsformationen, gebildet aus dem grauen Stein des Quarz-Diorit und geformt durch die Erosion.
    • Die bizarren Steine der Ayo Rocks (Lage: 12° 32′ 38″ N 69° 58′ 51″ W) geben der Phantasie reiche Nahrung, man erkennt King Kong oder einen Haifisch
    • Der Zugang zu den Casibari Rocks (Lage: 12° 31′ 54″ N 69° 59′ 42″ W) wird von einem Drachenmaul bewacht, die Felsen bieten eine gute Sicht über weite Teile der Insel.
  • Die Natürliche Brücke an der Andicun-Bay an der Nordküste stürzte im Jahr 2005 ein, ihre imposanten Trümmer sind immer noch beliebtes touristisches Ziel, zumal unmittelbar daneben eine kleinere Brücke entstand. Auf dem Weg dorthin kommt man an einer Straußenfarm vorbei und an den Resten einer alten Goldmine.
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung California-Leuchtturm von 1914 steht am nördlichen Punkt der Insel. Er ist 30 m hoch und benannt nach dem US-amerikanischen Schiff California, das 1891 vor der Küste gesunken war. Um den Leuchtturm herum sind die Hudishibana-Sanddünen.
  • Wasserturm San Nicolas von 1939 im südlichen Teil der Insel. Beinhaltet heute das Industrie-Museum. Ein baugleicher und restaurierter Wasserturm befindet sich in der Hauptstadt Oranjestad in der J.G. Emanstraat 67.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Aruba International Raceway, eine Motorsportrennstrecke für Dragsterrennen im Norden von San Nicolas im Stadtteil Palo Marga.
  • Aruba Aloe Factory in Hato, östlich von Tanki Leendert ist eines der ältesten, heute noch bestehenden, Unternehmen auf der Insel Aruba mit einem Aloen-Museum aus dem Werksgelände. Das Museum und die Fabrik mit Aloe-Schneideraum, Lagerraum und Testlabor kann bei freiem Eintritt besucht werden. Ein kurzer historischer Rundgang erzählt eine visuelle Geschichte der Domestizierung der Aloe-Pflanze auf Aruba, die so wichtig war, dass die Insel auch Aloe-Insel genannt wurde. Die Aloe wurde auf Aruba seit Mitte 1800 angebaut. Die Führungen werden in Englisch, Niederländisch, Spanisch und Papiamento (Muttersprache auf Aruba) durchgeführt. Sonntags ist das Museum geschlossen.
  • Alto Vista Kapel, eine römisch-katholische Kapelle und ein Wallfahrtsort im Norden der Insel, in der Nähe des California-Leuchtturms. Sie ist täglich für Besucher geöffnet.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung De Oude Molen (dtsch: Die Alte Mühle) aus dem Jahre 1804 ist die einzige Windmühle auf der Insel. Dieses Wahrzeichen Arubas befindet sich im Ortsteil Palm Beach in Noord in unmittelbarer Nähe zum Bubali Bird Sanctuary, ein Vogelschutzgebiet mit Beobachtungsturm. 1962 wurde im unteren Teil der Mühle ein Restaurant eröffnet.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Hotels an der Westküste.

Am Wasser:

  • Badestrände gibt es entlang der Westküste auf einem 11 km langen Streifen. Sie beginnen bei Oranjestad mit dem Druif Beach, gehen über den Manchebo Beach, Eagle Beach, Palm Beach, Hadicurari Beach, Malmok Beach und Boca Catilina bis zum Arashi Beach am California Lighthouse. Alle diese Strände sind frei zugänglich, Liegestühle etc. können ausgeliehen werden. Die teureren Hotels haben meist mehr Stockwerke als die preiswerteren Häuser, auf ihren Stränden ist der Andrang der Besucher daher oft größer.
  • Zum Tauchen gibt es rund um die Insel zahlreiche Korallenriffe, aber auch Wracktaucher kommen hier auf ihre Kosten.

An Land:

  • Buggy-Touren
  • Off-Road-Touren
  • Radfahren

Details zu den Aktivitäten siehe auch bei den Ortsartikeln

Sporteinrichtungen[Bearbeiten]

  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Don Elias Mansur Ballpark, das größte und international zugelassene Baseballstadion neben dem Basball Stadium Savaneta und Santa Cruz Ballpark auf der Insel. Besucherkapazität von rund 12.000 Zuschauern. Es verfügt über eine überdachte Tribüne und eine Flutlichtanlage.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Complejo Deportivo Guillermo Próspero Trinidad, eine Mehrzweckarena mit Flutlichtanlage in Dakota, einem Ortsteil Oranjestads. Es ist Arubas Nationalstadion und wird für Fußball-, Volleyball- und Hockeyspiele sowie Leichtathletikwettbewerbe und anderen Großveranstaltungen genutzt.
  • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Wassersportstadion Aruba, befindet sich in der Stadt Savaneta an der Südwestküste Arubas, rund zwei Kilometer westlich von San Nicolas. Die überdachte Tribüne fasst rund 2000 Zuschauer. Es ist auch die Trainingsanlage des Comité Olímpico Arubano.
  •  Beachtennis-Anlagen in Palm Beach, nationale und internationale Wettbewerbe finden jeweils im Juni und November statt.
  • Aruba International Raceway, eine Motorsportrennstrecke für Dragsterrennen im Norden von San Nicolas.

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprachen Arubas sind Niederländisch und Papiamento (eine auf das Portugiesische zurückgehende Kreolsprache). Auf Aruba wird eine eigene Rechtschreibung des Papiamentos verwendet, die sich von der Orthografie auf Curaçao und Bonaire unterscheidet.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Kleine natürliche Brücke in der Andicuri-Bay
Eidechsen mögen Kokos

Die Restaurantpreise auf der Insel Aruba liegen 15 % - 20 % über den Preisen in Deutschland.

  • Als Vorspeisen ißt man taco, kleine Portionen Käse oder Schinken, Pan bati, eine Art Pfannkuchen oder Tequenos, fritierte Käseteigstäbchen.
  • Tortillas kennen Sie aus Mexiko, es sind gefüllte Maisteigfladen und Pastechis sind Pasteten mit einer scharf gewürzten Hackfleisch/Gemüsefüllung. Sanger Yena ist eine Wurst, ähnlich unserer Blutwurst.
  • Callalou Soup wird auf den ABC-Inseln auf Schweineschwänzen gekocht, mit Callaloublättern, einem spinatähnlichen Gemüse. Erwten Soep haben die Holländer auf den Inseln eingeführt, es ist eine Erbsensuppe. Sopi de Bananas ist Brühe mit Kochbananen, Sopito und Sopi di Pisca sind gut gewürzte Fisch / Gemüsesuppe. Mariscos ist eine Suppe aus Meeresfrüchten, eine Art Bouillabaisse. Bestia Chiquitaist ist eine Suppe mit Lammfleisch.
  • Keshi Yena ist ein Fleischauflauf. Pork ist Schweinefleisch, stoba di cabrito ein sehr scharfes Gulasch mit Muskat und Tabasco, Bitterbai sind fritierte Fleischbällchen während Bolita di Keeshi Käsebällchen sind.
  • Hinter Konkomber Stoba verbergen sich geschmorte Gurken. Suls ist eingelegtes Schweinefleisch, die Norddeutschen würden Sülze dazu sagen.
  • Keri Keriist ist ein überbackener Fischeintopf. Surf and Turf ist Fleisch und Hummer gemischt. Balchi di pisca sind Fischbällchen, Lobster ist der karibische Hummer, hinter Salmon verbirgt sich Lachs, krokèchi sind Fischkroketten.
  • Carcóund concho ist das Fleisch der Trompetenschnecke, man macht daraus Suppe oder ein Gulasch.
  • Funchi sind in Wasser gekochte Getreideklößchen. Arepitas di pampuna sind kleine Pfannkuchen mit Kürbis und Käse. Bonchi Cunucu ist eine präkolumbianische Bohnensorte die es auch auf Bonaire und Curaçao gibt. Kampuna ist ein süßer, runder Kürbis.
  • Als Nachspeise erhalten Sie Bolo di Rom was Rumkuchen ist, Quesillo oder Kesio, Creme Karamel oder ein Nachtisch aus Karamel und Merengue kisses, Spritzbaiser Törtchen, sowie Pudin di coco einen Kokosnußpudding.
  • Auf Aruba werden die Liköre „Coe Coe” und „Ponche Crema” hergestellt. Der erste wird aus Substanzen einer einheimischen Agave hergestellt, der andere ähnelt unserem Eierlikör.

Preise[Bearbeiten]

Aruba gilt als Hochpreisinsel, das Preisniveau im Supermarkt entspricht in etwa dem der Schweiz. Vergleichsweise günstig sind Mietwagen. Die hohen Benzinkosten lassen jedoch wieder Ernüchterung aufkommen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Alle größeren Hotels bieten ein wechselndes Abendprogramm mit Show, Tanz und Live Musik.

  • Kulturzentrum Cas di Cultura, Vondellaan 2, Oranjestad, Tel. 582-1010, Konzerte, Ballett, Folklore, Kunstausstellungen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Art der Unterkunft, die von den Besuchern genutzt wird:

Unterkunftsanteil in % 2008 2009 2010 2011 2012 [2]
Hotel 48,4 50,9 52,7 57,6 60,3
Timeshare 39,0 34,7 32,2 28,9 25,4
Gästehaus/Apartment 2,5 3,1 2,5 2,3 2,4
Privatunterkunft 9,1 10,2 11,0 10,3 11,1
Eigenes Haus 0,8 0,6 0,8 0,4 0,5
Eigentumswohnung 0,1 0,0 0,3 0,0 0,0
Andere 0,3 0,6 0,4 0,4 0,3

Lernen[Bearbeiten]

Das Bildungssystem auf Aruba sieht eine allgemeine Schulpflicht vom 4. bis zum 18. Lebensjahr vor, wovon mindestens bis zum 16. Lebensjahr die Schule besucht werden muss. Mit fünf Jahren werden normalerweise die Kinder in die Grundschule (Scol Basico) eingeschult. Auf Wunsch der Eltern kann das Kind aber auch schon mit vier Jahren zur Schule gehen, wenn es die Vorprüfung besteht. Dies geschieht in der Praxis sehr häufig. Die Schulen sind grundsätzlich für Schüler aller Konfessionen offen. Es gibt 34 Schulen und zwei Universitäten auf Aruba. Grundschulsprache ist Niederländisch und seit 2004 Papiamento. Neben den Grundsprachen wird auch Unterricht in Spanisch und Englisch angeboten. Alle Schulen schließen mit einer Prüfung ab. 2010 gab es 21.848 Schüler im Alter von 5 bis 19 Jahren auf Aruba. [3]

Arbeiten[Bearbeiten]

Personen, die auf Aruba arbeiten möchten, müssen einen gültigen Aufenthaltstitel bei der Direktion Directorate of Alien Integration, Policy and Admission (DIMAS) beantragen. Website DIMAS Es sind eine Reihe von offiziellen Dokumenten erforderlich, darunter ein Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Geburtsregister, eine Kopie aller Seiten des Reisepasses und schließlich Kopien der Diplome und Zertifikate. In der Praxis kann die durchschnittliche Wartezeit für eine Arbeitsgenehmigung zwischen 2 und 8 Monaten betragen. Für die Hotelindustrie und anderen Branchen, ist es ratsam, eine befristete Aufenthaltsgenehmigung vor der Einreise zu beantragen und den Bescheid abzuwarten. Mehr Informationen, siehe Entry Requirements and Visas.

Feiertage[Bearbeiten]

  • 1. Januar, Neujahr
  • 25. Januar, Geburtstag von Betico Croes
  • Rosenmontag
  • Karfreitag
  • Ostern
  • 18. März, Tag der Nationalhymne und -flagge
  • 30. April, Geburtstag der Königin.
  • Himmelfahrt
  • 1. Mai, Tag der Arbeit
  • 24. Juni, Dia de San Juan, Johannestag
  • Weihnachten

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität ist auf der Insel praktisch unbekannt. Wertgegenstände, besonders Tauchausrüstungen sollten trotzdem nicht unbeaufsichtigt am Strand zurück bleiben.

Gesundheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima auf Aruba ist tropisch-maritim mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 27 °C und minimalen saisonalen Unterschieden. Im Januar liegt die Durchschnittstemperatur bei 27 °C, im Juli bei 29 °C. Der meiste durch den vorherrschenden Ostwind mitgetragene Regen fällt bereits über den südlichen Inseln der kleinen Antillen (Windward Islands), sodass das Klima auf Aruba sehr trocken ist. Der Jahresniederschlag liegt zwischen 250 mm und 510 mm. Die Regenzeit dauert von Oktober bis Dezember. Durch den geringen Jahresniederschlag muss Trinkwasser über Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen werden. Das Departamento Meteorologico Aruba (kurz: DMA) ist das offizielle Wetteramt mit Sitz am Flughafen Queen Beatrix International Airport.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

  • Die Hauptpost befindet sich seit 1958 am J. E. Irausquinplein 9, Tel. 588-1265, Fax 588-1291. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 7.30 Uhr - 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr - 16.30 Uhr.
  • Postnebenstelle: Royal Plaza Mall, L. G. Smith Boulevard 93-94 / West Straat, Öffnungszeiten: montags bis samstags von 7.00 Uhr - 18.45 Uhr.
  • Seit dem 01. September 2005 ist die Post privatisiert.
  • http://postaruba.com

Kurierdienste[Bearbeiten]

  • DHL Worldwide Express, Wacaya 45, Oranjestad, Tel. 588-7322, Fax 588-7311
  • Federal Express, Browninvest Financial Center, Wayaca 31-A, Oranjestad, Tel. 582-9039, Fax 583-4393
  • UPS, L. G. Smith Boulevard 128, Oranjestad, Tel. 588-7799

Literatur[Bearbeiten]

  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Merian live, Gräfe und Unzer Verlag, München, 1. Auflage 1994, ISBN 3-7742-0346-6
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, KOBO Verlag Ingrid Kochs, 53454 Remagen, 1. Auflage, 1995, ISBN 3-930 884-02-X
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Peter Meyer Reiseführer, 60316 Frankfurt / Main, 1996, ISBN 3-922057-28-4
  • Aruba, Bonaire, Curacao, Hunter Travel Guides, Lynne M. Sullivan, 2nd Edition, 2006, ISBN 1-58843-572-5

Weblinks[Bearbeiten]

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