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Frankenwald

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Der Frankenwald ist ein Mittelgebirge im Nordosten Bayerns. Ein kleiner Teil liegt als Fortsetzung des Thüringer Waldes in Thüringen. Dieses Gebiet wird unter Thüringer Schiefergebirge behandelt.

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Frankenwald

Orte[Bearbeiten]

Dreistufiger Stadtaufbau von Kronach über dem Fluss Haßlach mit Festung Rosenberg.

Eine Auswahl der größten und/oder touristischsten Orte des Frankenwaldes (weitere Orte in den beiden Regionsseiten Östlicher Frankenwald und Westlicher Frankenwald):

  • 1 Bad Steben - Staatsbad mit bereits 1443 erwähnten, radiumhaltigen Quellen.
  • 2 Helmbrechts - Oberfränkisches Textilmuseum.
  • 3 Kronach - Größte Stadt des Frankenwaldes, an der Bahnlinie von Lichtenfels nach Saalfeld gelegen, mit der Festung Rosenberg.
  • 4 Küps - ist bekannt für seine hohe Schlösser-Dichte, in der Gemeinde kommen auf rund 8000 Einwohner acht Schlösser.
  • 5 Ludwigsstadt - liegt nördlich des Gebirgskammes und nördlich des Rennsteig-Wanderweges.
  • 6 Naila - liegt an der Bahnstrecke von Hof nach Bad Steben.
  • 7 Nordhalben - liegt direkt an der Grenze zu Thüringen, von besonderer touristischer Bedeutung ist die Spitzenklöppelei
  • 8 Schwarzenbach am Wald - am Fuße des Döbraberges, dem mit 794 m höchsten Berg des Frankenwaldes.
  • 9 Selbitz (Oberfranken) - wie Naila an der Bahnstrecke aus Hof gelegen.
  • 10 Tettau - am Fuße des Rennsteiges gelegen.
  • 11 Wallenfels - im Tal der Wilden Rodach gelegen; Schlossbergkapelle.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Das Grüne Band ist ein Naturschutzprojekt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
  • Die höchsten Berge des Frankenwalds nach der Höhe sortiert:
    • 1 Döbraberg, 795 m, bei Schwarzenbach am Wald ist die höchste Erhebung des Frankenwaldes, mit Radarkuppel und Aussichtsturm.
    • Schneidberg, 759 m, bei Geroldsgrün
    • Spitzberg, 729 m, bei Bobengrün
    • Steinigter Hügel, 712 m, bei Geroldsgrün
    • Geuserberg, 708 m, bei Geuser
    • Veiteknock, 707 m, bei Langenbach
    • Friedelhöhe ,700 m, bei Obersteben
    • Langesbühl, 699 m, bei Steinbach
    • Knöcklein, 692 m, bei Carlsgrün
    • Radspitze, 678 m, bei Mittelberg
  • Das 2 Höllental bei Bad Steben, durch welches der „Röhrensteig“ verläuft. Am Ende des Höllentals im thüringischen Blankenstein beginnt/endet der Rennsteig.
  • Das 3 Schorgasttal bei Wirsberg.
  • Das 4 Steinachtal bei Stadtsteinach.
  • Das Tal der Wilden Rodach mit ihren Mühlen.
  • Bei Seibelsdorf, einem Ortsteil von Marktrodach befindet sich die Radspitze mit 678 Meter ü. NN, die den höchsten Tal-Berg-Unterschied im gesamten Frankenwald vorweist.
  • Die 1 Schiefe Ebene ist eine Eisenbahn-Steilstrecke im Verlauf der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Bamberg nach Hof, zwischen den Ortschaften Neuenmarkt, Himmelkron und Marktschorgast.

Hintergrund[Bearbeiten]

Große Teile des Frankenwaldes, zu dem man auch die Münchberger Hochfläche und das Bayerische Vogtland zählt, werden durch einen 1.022 km² großen, gleichnamigen Naturpark geschützt.

Anreise[Bearbeiten]

Kirche und Schloss in Schauenstein

Östlich des Frankenwaldes verläuft die Autobahn A9, in die bei Hof die A72 aus Chemnitz mündet. Westlich, bereits im Coburger Land verläuft die Autobahn A73. Außerdem gibt es die Bundesstraßen B 173, B 85, B 289, B 2 und B 303.

Mobilität[Bearbeiten]

Frankenwald mobil ist ein regionales Bus- und Bahnverbundnetz, das an Wochenenden und Feiertagen den Verzicht auf das eigene Auto leicht macht. Mit Bussen und Bahnen gelangt man, auch mit Fahrrädern, zu vielen Zielen wie Bad Steben, Coburg, Kulmbach, Kronach und den beiden MTB-Zentren am Rennsteig und am Döbraberg. Frankenwald mobil läuft jeweils von Mai bis Oktober. Fahrkarten für das Frankenwaldmobil kosten zwischen 20 € für eine Netztageskarte Bus/Bahn für eine Familie und 2,50 € für eine Netztageskarte Bus für ein Kind (Stand 2009). Infos zu Fahrplänen und Tarifen unter der Service-Telefonnummer +49 (0)1805 366-398.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mantelburg bei Lauenstein

Höllental[Bearbeiten]

Das Höllental im Herbst

Die Selbitz hat sich bei Lichtenberg etwa 150 bis 200 m tief in das Plateau des Frankenwaldes eingegraben. Sehenswert ist besonders der straßenfreie etwa 4 km lange Talabschnitt östlich von Lichtenberg. Hier verläuft der Wanderweg "Röhrensteig" durch das bewaldete, teils schroffe Tal. Im Bereich des Kraftwerks findet man auf den Felsklippen des östlichen Talhangs verschiedene Aussichtspunkte (u. a. "Hirschsprung" und "König David"). Von hier oben hat man teilweise einen schönen Blick hinüber zur Burg Lichtenberg. Durch das Tal fuhr übrigens mal die Höllentalbahn (Strecke Blankenstein/Saale <-> Naila <-> Hof). Mit der deutschen Teilung im kaltem Krieg wurde die Bahnstrecke 1945 an der innerdeutschen Grenze in Blankenstein unterbrochen (Infos dazu siehe Wikipedia).

Aktivitäten[Bearbeiten]

Steinach-Rodach-Radweg

Radfahren[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

Der Frankenwald ist Bayerns erste "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" Es sind 32 Frankenwald-Steigla ausgewiesen, Wanderungen zwischen 5 und 18 Kilometern. Die naturnahen Wege führen an Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten vorbei und sind einheitlich und lückenlos markiert. Detilinformatonen gibt es unter wandern-im-frankenwald.de. Im ganzen Frankenwald werden insgesamt 4213 Wanderkilometer von 63 Ortsgruppen des Frankewald-Vereins betreut. Es dürfte sich für jeden Geschmack und jede Kondition der richtige Wanderweg finden lassen.

  • Der Mühlenweg (Rundwanderung) führt durch tief eingeschnittene Täler an elf ehemaligen Mühlen und einem Hammerwerk vorbei. Start ist in Neumühle, 95355 Presseck, Länge 18 km, Dauer etwa 4 bis 6 Stunden, addierte Höhenmeter etwa 600, Markierung: grünes Mühlrad auf weißem Grund. Eine ausführliche Beschreibung des Weges befindet sich auf der Homepage des Marktes Presseck.

Flößerei[Bearbeiten]

Die Flößerei spielte in früheren Jahrhunderten eine große Rolle im Frankenwald. Die Stämme des heimischen Waldes wurden zu großen Flößen verbunden, über die Rodach in den Main und weiter in den Rhein bis nach Holland verbracht. Auch heute findet man noch viele Hinweise auf die Vergangenheit, wie die Floßteiche an den Oberläufen und die vielen Wehr zum Aufstauen des Wassers. Es ist auch wieder möglich, die Flößerei bei Floßfahrten aktiv zu erleben.

  • Von Mai bis September finden jeweils samstags auf der Wilden Rodach auf der etwa 5 km langen Strecke zwischen Schnappenhammer und Wallenfels (Flößerhaus) Floßfahrten für Touristen statt. Nähere Informationen über die Floßfahrten, beim Fremdenverkehrsamt der Stadt Wallenfels. Auf jedem Floß finden ca. 25 bis 30 Personen Platz, insgesamt können pro Floßfahrt über 500 Personen teilnehmen.
  • 5 Flößermuseum Marktrodach - Das Museum gibt einen umfassenden Überblick über die Flösserei im Frankenwald.

Wintersport[Bearbeiten]

Langlaufgebiet Walberngrüner Gletscher zwischen Helmbrechts und Enchenreuth

Ski Nordisch

Einen Überblick über die Loipen und ihren Zustand gibt es bei ski-frankenwald.de

  • Am Döbraberg gibt es Loipen 6 km, 8 km und 15 km Länge und darüber hinaus eine Skating-Loipe. Start- und Zielpunkt ist in jedem Fall der Parkplatz am Sportplatz in Döbra. Die Loipen sind gut ausgeschildert.
  • Walberngrüner Gletscher bei Grafengehaig. Die Flutlichtanlage ist jeweils von Dienstag bis Freitag von 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr in Betrieb.

Ski Alpin

Es gibt eine Vielzahl von Skiliften im Frankenwald und es werden auch Skikurse angeboten.

  • Übungswiese/Schöne Aussicht, Bad Steben
  • Skilift Gehülz, Kronach-Gehülz
  • Höfenlift, Ludwigsstadt
  • Wetzellift, Ludwigsstadt
  • Skilift Lauenhain, Ludwigsstadt-Lauenhain
  • Ködellift, Nordhalben
  • Birkholzlift Heinersreuth, Presseck-Heinersreuth
  • Bergwiesenlift, Schwarzenbach am Wald
  • Döbrastöckenlift, Schwarzenbach am Wald
  • Kleinskilift an der Bergwiese, Schwarzenbach am Wald
  • Skilift in Römersreuth, Stadtsteinach-Römersreuth
  • Skilift Windheim, Steinbach am Wald - Windheim
  • Kiesellift, Tettau
  • Wildberglift, Tettau
  • Skilift Tettau-Langenau, Tettau-Langenau
  • Skilift Haßlach, Teuschnitz-Haßlach
Blick auf den schneebedeckten Döbraberg, die höchste Erhebung des Frankenwaldes.

Küche[Bearbeiten]

Die Wirtshäuser werden weniger, besonders in den kleinen Dörfern. Auch die Öffnungszeiten werden reduziert, es gibt mehr Ruhetage. Wenn man eine Einkehr plant, besonders beim Wandern, sollte man vorher anrufen, ob geöffnet und auch Platz ist. Besonders am Sonntagmittag ist es zu empfehlen, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren.

  • 1 Adelskammer Bad Steben - Die Adelskammer gilt als ältestes Wirtshaus im Frankenwald, aus dem 17. Jahrhundert. Der Ofen wird noch mit Holz geschürt und es gibt fränkische Küche.
  • 2 Radspitz-Stubn - Von Seibelsdorf führt ein befestigter Waldweg auf die Radspitze, eine Berghütte mit einer urigen Einrichtung und einem atemberaubenden Ausblick über den Frankenwald.

Nachtleben[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima im Frankenwald ist rauh. Im Sommer sind es immer ein paar Grad weniger als in den Tieflagen. Im Winter gibt es meist sehr viel Schnee, der bis ins Frühjahr liegen bleibt. Wenn es im Herbst im Maintal noch regnet, fängt es im sogenannten Oberland schon an zu schneien. Es gab schon Jahre, da waren gerade die Sommermonate frostfrei.

Ausflüge[Bearbeiten]

Im Norden liegt der Thüringer Wald, im Osten das Fichtelgebirge und das Hofer Land, im Süden der Obermain mit der Weltkulturerbestadt Bamberg oder der Bierstadt Kulmbach sowie der Festspielstadt Bayreuth, im Westen liegt das Herzogtum Coburg, die Haßberge und das Grabfeld.

Literatur[Bearbeiten]

Außenbecken in der Therme Bad Steben
  • Sabine Raithel / Reinhard Feldrapp: Frankenwald, 1997, Verlag Fränkischer Tag, ISBN 3-928648-30-6
  • Otto Knopf: Lexikon Frankenwald, Thüringer Schiefergebirge, Obermainisches Bruchschollenland Ackermann Verlag Helmut Süßmann, Hof 1993 ISBN 3-929364-08-5
  • Reinhard Feldrapp: Frankenwald mit Umgebung, 1991, Wir-Verlag Walter Weller ISBN 3-924492-57-3
  • Otto Knopf: Damals. Ein Blick in die Vergangenheit. Der Frankenwald zwischen Saale und Main Ackermann Verlag Helmut Süßmann, Hof/Sonderausgabe für Gondrom Verlag, Bindlach 1991 ISBN 3-8112-0900-0
  • (Hsg.): Frankenwaldverein e. V.: Wandern im Frankenwald. Der Wanderführer des Frankenwaldvereins, Ackermann Verlag, Hof ISBN 3-929364-07-7
  • (Hsg.): Georg Blitz, Emmerich Müller: Wandern und Einkehren. Frankenwald. 1. Aufl. Drei Brunnen Verlag Stuttgart 1996 ISBN 3-7956-0246-7
  • Annette Schmidt: Wirtshausführer Frankenwald. 1. Aufl. Gondrom Verlag Bindlach 1995 ISBN 3-8112-0812-8
  • Richard Seuß, Hartmut Fischer: Wandern mit Natur und Kultur im Frankenwald. „Rund um das Steinachtal“ (Hsg.): Touristik Steinachtal

Karten[Bearbeiten]

  • Fritsch Landkartenverlag (Hg.): Nr. 51 Naturpark Frankenwald, Maßstab 1:50.000. (10.Auflage, April 2012. Auflage), ISBN 978-3-86116-051-9. Offizielle Wanderkarte des Frankenwaldvereins und des Vereins Naturpark Frankenwald e.V.
  • Rad- und Mountainbike-Karte Naturpark Frankenwald, Jürgen Fritsch Verlag, ISBN-Nummer 3-9806732-6-X

Elektronik[Bearbeiten]

  • Wikibooks Kronacher Ausflüge: Wanderungen
  • Otto Knopf, Johannes Martin: Der Frankenwald – Impressionen einer Landschaft DVD, Spieldauer 63 min, Conventus Musicus, Dettelbach 2005, ISBN 3-429-02720-9

Weblinks[Bearbeiten]

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