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Coburger Land

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Das Coburger Land liegt im Nordwesten von Oberfranken in Bayern. Im Osten schließt sich der Frankenwald an, im Süden die Fränkische Schweiz, im Norden der Thüringer Wald und im Westen die Haßberge.Das ehemalige Herzogtum von Sachsen-Coburg unterscheidet sich vom restlichen Franken. Die Veste Coburg thront über der früheren Residenzstadt der Herzöge. Auf dem Land findet man noch viele Schlöser, Kirchen und romatische Fachwerkhäuser.

Die Veste ist weithin sichtbar
Karte von Coburger Land

Orte[Bearbeiten]

  • 1 Coburg Website dieser Einrichtung Coburg in der Enzyklopädie Wikipedia Coburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCoburg (Q14821) in der Datenbank Wikidata - die Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg
  • 2 Bad Rodach Website dieser Einrichtung Bad Rodach in der Enzyklopädie Wikipedia Bad Rodach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBad Rodach (Q491118) in der Datenbank Wikidata - das Heilbad mit der wärmsten Thermalquelle Nordbayerns
  • 3 Rödental Website dieser Einrichtung Rödental in der Enzyklopädie Wikipedia Rödental im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRödental (Q572701) in der Datenbank Wikidata - die Heimat der Hummel-Figuren
  • 4 Neustadt bei Coburg Website dieser Einrichtung Neustadt bei Coburg in der Enzyklopädie Wikipedia Neustadt bei Coburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeustadt bei Coburg (Q32074) in der Datenbank Wikidata - die Stadt der Spielwaren
  • 5 Seßlach Website dieser Einrichtung Seßlach in der Enzyklopädie Wikipedia Seßlach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSeßlach (Q572667) in der Datenbank Wikidata - mittelalterliches Fachwerkstädtchen, für sein historisches Ambiente bekannt, mit komplett erhaltener Stadtmauer
  • 6 Ahorn bei Coburg Website dieser Einrichtung Ahorn bei Coburg in der Enzyklopädie Wikipedia Ahorn bei Coburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAhorn bei Coburg (Q267254) in der Datenbank Wikidata - mit seinen Schlössern
  • 7 Dörfles-Esbach Website dieser Einrichtung Dörfles-Esbach in der Enzyklopädie Wikipedia Dörfles-Esbach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDörfles-Esbach (Q120307) in der Datenbank Wikidata -

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • 1 WildPark Schloss Tambach - Eine Kombination aus Wildtier-, Greifvogel- und englischem Schlosspark. Mehr als 250 Wildtiere leben auf einer Fläche von über 50 ha. Es sind Wolf, Luchs, Fischotter, Waschbär, Elch, Wildschwein, verschiedenen Hirscharten und Greifvogelarten zu sehen.
  • Das Grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt und soll das Gebiet entlang des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifens schützen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wie keine andere Stadt in Bayern ist Coburg eng mit der Geschichte Mitteldeutschlands verknüpft. Bis 1919 gehörten Stadt und Land zum Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Durch einen Volksentscheid 1919 wurde der damalige Freistaat Coburg, etwa der heutige Landkreis, zum 1. Juli 1920 mit dem Freistaat Bayern vereinigt, besitzt aber bis heute Eigenheiten, die es vom Rest des Bundeslandes abgrenzen. So besitzt Coburg z.B. ein eigenes Staatsarchiv und ein eigenes Staatstheater und weitere Einrichtungen. Diese Besonderheiten überzeugten die Coburger sich gegen Thüringen zu entscheiden und für die Eingliederung nach Bayern zu stimmen, was sich in den Zeiten des Kalten Krieges als großer Vorteil erwies.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Nürnberg (IATA CodeNUE).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das Coburger Land ist über die elektrifizierte Hauptstrecke Lichtenfels - Coburg - Sonneberg an die ICE-Strecke Nürnberg - Leipzig - Berlin angeschlossen. Von Coburg nach Bad Rodach verkehrt eine Nebenbahn.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Coburger Land wird von der Autobahn A73 NürnbergSuhlErfurt durchzogen, und von folgenden Bundesstraßen durchquert:

Mobilität[Bearbeiten]

Durch das Coburger Land führt ein Abschnitt der Deutschen Spielzeugstraße, wie auch der Burgenstraße.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Oberhalb der Stadt Coburg liegt malerisch die alte denkwürdige Veste Coburg
  • Schloss Rosenau, die frühere Sommerresidenz der Coburger Herzöge in Rödental
  • Der historische Ortskern von Seßlach.
  • Ahorn mit dem Schloss Ahorn, dem Gerätemuseum des Coburger Landes und Schloss Hohenstein

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 2 Natur Bad Rodach - Großzügige Badelanschaft mit zwei Innen- und drei Außenbecken, zwei Therapiebecken, Dampfbädern, Kneippanlagen und Saunalandschaft.
  • 3 AQUARIA - Frei- und Hallenbad mit einer 86 Meter langen Rutsche, Erlebnisbecken, Sauna und Solarium.
  • 4 Landestheater Coburg - Der alljährliche Spielplan bietet mit Ballett, Komödie, Märchen, Musical, Oper, Operette oder Schauspiel für jeden Geschmack die passende Aufführung.
  • Der Europa-Radweg Eiserner Vorhang verläuft am Rand des Coburger Landes. Von Osten führt die Route ab der deutsch-tschechischen Grenze an Hof und Kronach vorbei. Von Nordosten geht es von der Werra durch das Ulstertal und über Fladungen an Coburg vorbei.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens findet im Juli an drei Tagen in Coburg statt.
  • Im August findet auf dem Schlossplatz der Open-Air-Sommer mit Konzerten verschiedener Musikrichtungen statt.
  • An einem Wochenende Ende August ist Coburger Klößmarkt. Alles dreht sich um den Coburger Kloß, auch Coburger Rutscher genannt. Es gibt zu den Klößen vielerlei Braten, wie Sauer- und Schweinebraten und Rouladen mit den entsprechenden Saucen.
  • In der Adventszeit finden in der Region Weihnachtsmärkte, wie der auf dem historischen Coburger Marktplatz, die Fränkische Weihnacht in Bad Rodach, oder der Adventsmarkt vor Schloss Rosenau bei Rödental und noch viele weitere weihnachtliche Veranstaltungen statt.

Küche[Bearbeiten]

Die bekannteste Spezialität ist die Coburger Bratwurst, sie ist mit 25 cm die größte in Franken. Die grobe Fülle im Schweinedarm wird üblicherweise über dem offenen Kiefernzapfen-Feuer geröstet, das gibt das besondere Aroma. Sie ist auch die einzige, die einzeln gegessen wird, alle anderen oberfränkischen Varianten genießt man paarweise.

Eine Spezialität sind die Coburger Klöße (Klueß, Klüeß). Dies sind Kartoffelklöße, die zur Hälfte aus rohen (wie die Thüringer) und aus gekochten Kartoffeln (wie die fränkischen) hergestellt werden. Im Inneren werden sie mit gerösteten Brötchen- oder Weißbrotwürfeln (Bröckerla ) gefüllt.

Schwarzer Sauerbraten wird mit schwarzgeräuchertem Fleisch zubereitet und mit Klößen serviert. Oft wird geräucherter Schweinekamm, oder geräucherter Schweineschinken zur Zubereitung genommen.

Bei der Schlachtschüssel wird das Kesselfleich oder auch Wellfleisch als Spint oder Spünt bezeichnet. Wer ein Gericht mit Merch bestellt wird etwas mit Meerrettich (Kren) bekommen.

Brauereien[Bearbeiten]

  • 1 Brauhaus zu Coburg - Gasthausbrauerei
  • 2 Brauerei Schleicher - Pils, Landbier, Vollbier, Storchenbier, Lorenz‘ Meistersud (Rauchbier) und saisonal Bockbier
  • 1 Brauerei Gasthof Grosch - Pilsner, Fuhrmannstrunk, Bockbier, Erntebier, Zwicklbier und Malztrunk
  • 3 Brauerei-Gaststätte Eller - Pils, Vollbier, Birkacher Rotes. Wirtshaus mit fränkischer Küche und Biergarten. Brauereiführungen nach Vereinbarung.
  • 1 Brauerei Murmann - Pils, Lager, Premium, Kellerbier, Halbe M, Hefeweizen, Prinz Eugen dunkel, im Herbst Bockbier. Selbstgebraute Biere und alkoholfreie Getränke direkt ab Rampe

Das Seßlacher 1 Kommunbrauhaus ist einzigartig in der weiten Umgebung. Mit einfachsten Mitteln wird gebraut,das Braurecht besteht seit 1335. Am "Fasstag" kommen Hausbrauer, um sich die ihre Biermenge in geeigneten Gefäßen, wie Fässern, Glasballons, Kanistern usw. abzuholen. Es ist noch nicht lange her, da wurde das Bier für den Gasthof Reinwand noch in Butten quer über den Maximiliansplatz getragen. Heute wird es hygienischer über eine Rohrleitung vom Brauhaus zum Gasthof gebracht, wo es im Gewölbekeller nachgären und reifen kann.

  • 1 Gasthof Reinwand - Bier aus dem Kommunbrauhaus
  • 2 Landgasthof ROTER OCHSE - Gasthof wurde erstmals im Jahre 1620 urkundlich erwähnt. Es gibt fränkische Küche und das untergärige Seßlacher Hausbräu.


Sprache[Bearbeiten]

Im Coburger Land wird Itzgründisch gesprochen, ein mainfränkischer Dialekt, der südlich des Rennsteigs in den Landkreisen Sonneberg und Coburg, in Teilen des Landkreises Hildburghausen bis zum Nordwesten des Landkreises Lichtenfels gesprochen wird.

Das "Mädchen" wird oberfränkisch Madla gesprochen, itzgründisch Meadla oder Mädla. Ein "breites Brett" ist in Oberfranken a braads Breed, im Itzgrund a breads Braad.

Im Unterschied zu den Nachbarn in Franken wird "Guten Tag" dem sonst üblichen "Grüß Gott" vorgezogen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ein Wanderkarten-Set für das Rodachtal ist zum Preis von 5 € in den Gemeindeverwaltungen oder Gästeinformationen der Mitgliedsgemeinden erhältlich. Es besteht aus 51 Tourenblättern mit Wegbeschreibungen (jeweils Detailkarte und Höhenprofil), Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten und eine Übersichtskarte 1:35.000.
  • Wander- und Radwanderkarte Coburg, Bad Rodach, Heldburger Land und Umgebung. Verlag Dr. Barthel, ISBN 978-3-89591-230-6. Maßstab 1:35.000, 5,90 €

Weblinks[Bearbeiten]

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