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Delhi

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Delhi
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Delhi ist eine Stadt in Indien. Genau genommen besteht das National Capital Territory aus drei Städten: Delhi, die alte Mogulstadt; New Delhi, 1920 von den britischen Kolonialherren angelegt, und Delhi Cantonment. Landläufig wird all dies unter Delhi oder Greater Capital Area zusammengefasst. Die gesamte Greater Capital Area steht unter Verwaltung der Zentralregierung, gehört also zu keinem Bundesstaat. Einige der Vororte liegen bereits in den Nachbarstaaten Haryana und Uttar Pradesh, sind aber städtebaulich noch Delhi zugerechnet.

Stadtteile[Bearbeiten]

Gliederung von Delhi

Die Stadt wird administrativ in 9 Bezirke untergliedert. Touristisch von Interesse sind allerdings nur wenige:

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Indira Gandhi International Airport liegt ca. 1½ Stunden außerhalb der Stadt und ist überraschend klein. Da fast alle Flüge aus Europa zwischen 0.00 und 5.00 Uhr nachts ankommen, kann es dementsprechend recht lange dauern alle Einreiseformalitäten zu durchlaufen. Wer glücklich ist, wird danach am Ausgang abgeholt, andere müssen mit einem Taxi oder einer Riksha den Weg antreten. Die Fahrt sollte mit einem Motorriksha zwischen 150 und 200 Rs. kosten, dabei ist es nicht ratsam auf das Einschalten des Taxameters zu bestehen, falls man sich in Delhi nicht extrem gut auskennt. Wegen der späten Nachtstunde der Ankunft, ist es ratsam, ein Hotelzimmer vorher zu reservieren. Die Taxi-/ Rikshafahrer werden dann in der Regel behaupten, das Hotel sei abgebrannt, überbucht, oder von Aufständischen angegriffen worden. Das zielt darauf ab, die Reisenden in andere Hotels zu locken, wo die Taxifahrer Provision bekommen. Diese Provision wird dann direkt auf den Zimmerpreis aufgeschlagen. Eine Möglichkeit dies zu umgehen ist, die Prepaid-Taxi Booth im Inneren des Flughafengebäudes, wo man eine Taxifahrt zu einem festgesetzten Preis und Ziel erstehen kann.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf dem Bahnhof Sahai Rohilla, New Delhi

Es gibt in Delhi vier Bahnhöfe, die recht weit voneinander entfernt liegen: Old Delhi Railway Station, New Delhi Railway Station, Nizamuddin Station und Sahai Rohilla. Vor Reiseantritt also darüber informieren und die Wegstrecke zeitlich einplanen. Tickets können direkt im Bahnhof gebucht werden, normalerweise wird man vorher aber von Touts abgefangen, die behaupten, der einzige/ offizielle Ticketschalter wäre ihr Reisebüro. Oft steht es sogar auf den Geschäftsschildern, man sollte sich aber nicht davon beirren lassen, da sich der wirkliche Schalter im Bahnhof befindet. Tickets können hier auch mit Dollar bezahlt werden.

Taxis am Flughafen Wenn man am Flughafen ankommt, ist das beste die Prepaid Taxi Booth. Rikshas mit allem Gepäck und mitten in der Nacht sind nicht zu empfehlen, vor allem wenn die Fahrt bis mitten in die Stadt geht. Ich habe auch schon recht schlimme und amüsante Stories gehört. Die Taxifahrer sind sehr einfallsreich etwas zu erfinden, um den Gast in das Hotel ihrer Wahl zu bringen. Da hilft es, wenn man sehr strikt und konsequent ist und erklärt, dass man nirgends anders hin will als zur angegebenen Adresse.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Viele Busse, nach Himachal Pradesh, Rajasthan, Haryana und weiteren Orter verlassen Delhi vom Busbahnhof Kashmere Gate (Metro: Red & Yellow line). Tickets kann man vor Ort kaufen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Delhi ist es möglich sich für mehrere Tage bis hin zu Wochen ein Auto mit Fahrer zu mieten. Dies kann in staatlich geprüften Tourismusinformationszentren gemacht werden. Auf diesem Weg können Autotouren in Delhi, aber auch nach anderen Städten und Rundreisen durch verschiedene Bundesstaaten gemietet werden. Der Maximalpreis für eine 2-wöchige Tour sollte bei nicht mehr als 400 Dollar pro Person liegen. Dieser Preis ist allerdings schon sehr hoch angesetzt und es muss daran gedacht werden, nach der Tour ein obligatorisches Trinkgeld von 10 % für den Fahrer zu veranschlagen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Strassenszene in Old Delhi, Nähe Jama Masjid

In den letzten Jahren wurden wegen der starken Luftverschmutzung fast alle Rikshas und Taxis mit Gasmotoren ausgestattet, und neuerdings haben auch Rikshas ein Taxameter. Der Preis ist trotzdem Verhandlungssache, da sich die Fahrer oft weigern es einzuschalten, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet wären. Es ist erfahrungsgemäss auch besser einen Festpreis zu vereinbaren, will man keine ausgedehnte Spazierfahrt machen.

Die Taxis sind bequemer und teurer, dafür ist man dem Fahrtwind weniger ausgesetzt. Falls man nächtens ein Fortbewegungsmittel braucht, empfiehlt es sich, dies vorher bei einer Prepaid-Booth am lokalen Markt zu buchen.

Es gibt ein für Uneingeweihte schwer durchschaubares System aus Buslinien und -gesellschaften. Offizielle Haltestellen sind an charakteristischen Unterständen erkennbar, Fahrpläne gibt es aber nicht. Stattdessen wird das Fahrziel in Devanagari aussen auf den Bus geschrieben sowie vom Fahrkartenverkäufer aus der Tür gerufen. All dies macht Bus fahren sehr kompliziert, zudem besteht die Gefahr von Taschendiebstählen (die Busse sind sehr voll).

Mittlerweile kann man sich in Delhi mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Form von U-Bahnen problemlos fortbewegen. Diese entsprechen westlichen Standards und sind (da gerade erst erbaut) auch ziemlich modern. Frauen sei dringend geraten vor dem Einsteigen in die Wagenabteils darauf zu achten, ob sich in ein einem solchen nur Männer oder Frauen befinden. In der Delhi U-Bahn, wahrscheinlich auch in anderen Städten Indiens, gibt es nämlich gesonderte Wagenabschnitte, die nur für Frauen und Kinder reserviert sind und die von diesen hauptsächlich genutzt werden. Zumeist ist dies der vorderste Wagen in Fahrtrichtung. In allen anderen Wagenabschnitten drängen sich ausschließlich Männer in den U-Bahnen, was für eine Frau aus Europa sehr schnell zu Unbehagen führen kann (auch wenn die Inder größtenteils sehr verhalten sind im Umgang mit Ausländern).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jama Masjid, Mughal era mosque, grösste und bekannteste Moschee in Indien.
Qutb-Minar

Für Besuche moslemischer oder z.B. hinduistischer religiöser Bauten ist das Betreten mit Schuhen untersagt. Wer in den Bauwerken nicht barfuß gehen möchte, sollte Strümpfe tragen. Manchmal werden auch Pantoffeln angeboten, die aber auch nicht jeder barfuß benutzen möchte. In einigen Tempeln empfiehlt es sich, keine Kleidungsstücke zu tragen, die Leder oder sonstige tierische Produkte (Fell) enthalten. Auch keine Ledergürtel!

In den Moscheen und Sikh-Tempeln ist zudem die Bedeckung des Kopfes erforderlich.

  • Rotes Fort. Das Rote Fort ist das größte Bauwerk Delhis. Die dicken, roten Sandsteinmauern mit Türmen und Zinnen sind von einem Burggraben umgeben.
  • Jamia Masjid. Größte Moschee Indiens.
  • Raj Ghat. Parkanlage mit Gedenkstätten der politischen Führer Indiens [1].
  • Jantar Mantar. Eine der fünf Sternwarten des Jai Singh II (1699–1743).
  • Purana Qila. Festungsanlage.
  • Humayun Mausoleum. Grabmal des Humayun inmitten einer Gartenanlage [2].
  • Safdar Jang Mausoleum. Grabmal des Safdar Jang inmitten eines weitläufigen Parks.
  • Lodi Gärten. Grabstätten der Sayyid- und Lodi Herrscher-Dynastien.
  • Lakshmi Narajan Tempel. Einer der wenigen typischen nordindischen Tempelbauten Delhis.
  • Bahai House of Worship. Spektakulärer Tempel in Lotusform der Bahai Religion [3].
  • Qutb Minar. Siegessäule (Turm) des Muhammed-e-Ghur aus rotem Sandstein.
  • Old Delhi. Mit seinen verwinkelten Altstadtgassen voller kleiner Geschäfte und Märkte [4]. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Pahar Ganj. Basar-Viertel mit unzähligen Hotels.
  • Hazrat Nizamuddin. Sufi-Schrein im muslimischen Viertel. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • National Museum. Das 'schönste' Museum des Landes hat unglaublich vielfältige Kulturschätze aus mehr als 5000 Jahren zu bieten, allerdings sind die Erläuterungen dazu äußerst spärlich bis gar nicht vorhanden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Schlangenbeschwörer in Delhi

Einkaufen[Bearbeiten]

Delhi ist ein wahres Einkaufsparadies, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt. An fast allen Straßenständen ist Verhandeln ein wichtiger Teil des Geschäfts, es sei denn, die Preise sind ausdrücklich als "fixed prices" deklariert. Sogar in größeren Läden oder Kaufhäusern kann man manchmal über den Preis verhandeln. Mit einem freundlichen Lächeln hat man meistens mehr Erfolg. Die meisten Geschäfte sind von ca. 10 bis ca. 20 Uhr geöffnet, meistens auch sonntags.

Grosse Einkaufsmeilen in Delhi sind Pahar Ganj, Chandni Chowk, Connaught Place und South Extension. Die abgeschlossenen Kolonien und Stadtteile haben jeweils einen eigenen Markt, auf dem man sich mit Dingen für den täglichen Bedarf eindecken kann. Wenn man des Feilschens müde ist, bieten staatlich geführte Warenhäuser mit Festpreisen wie Central Cottage Emporium in der Nähe vom Connaught Circus eine erholsame Abwechslung, beim Verhandeln lässt sich aber oft ein besserer Preis erzielen. Dilli Haat ist einem Dorfmarkt grob nachempfunden. Man zahlt 10 Rs Eintritt und bekommt dafür zweiwöchentlich wechselnde Sortimente und oft auch kulturelle Veranstaltungen. Hier kann man diverse Souvenirs einkaufen und hinterher an den Ständen die verschiedenen lokalen Küchen Indiens kosten. Einkaufszentren im eigentlichen Sinn wie Aldi mit breitem Sortiment sucht man in Delhi vergebens.

Küche[Bearbeiten]

Sagar

Wer in Delhi original südindische Küche genießen möchte, sollte sich auf jeden Fall dieses saubere, meist von der indischen Mittelklasse besuchte, in der Defense Colony gelegene Restaurant nicht entgehen lassen.

Mainland China

Es ist interessant, wie unterschiedlich die chinesische Küche dem jeweils örtlichen Gaumen und den dort vorhandenen Zutaten angepaßt werden kann. Auch wenn man nach Indien gekommen ist, um original indische Küche zu genießen, so sollte man sich dieses Upper Class Restaurant nicht entgehen lassen. Es ist mit Wartezeiten zu rechnen, wenn man nicht schon vorher einen Tisch reserviert hat.

Nachtleben[Bearbeiten]

Es gibt zwei grosse Veranstaltungszeitschriften für Delhi: First City und Delhi Diary. Daneben gibt es zwar einige Pubs und Clubs, diese sind aber auch meist Teil eines Restaurants, was das ganze etwas merkwürdig macht, wenn man westliches Nachtleben gewohnt ist. Konzerte oder Veranstaltungen mit ausländischen Künstlern sind allerdings aufgrund der kritischen Masse der Zentralregierung von Honoratioren und Persönlichkeiten aller Art gut besucht. Da diese auch oft wenig Interesse an der eigentlichen Veranstaltung haben, gibt dies dem ganzen einen sehr offiziellen Charakter: Sehen und gesehen werden. Eine Jugendkultur im klassischen Sinne kann sich unter diesen Umständen nur bedingt entwickeln.

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Speziell in Delhi ist es in letzter Zeit verstärkt zu sexuellen Übergriffen auf ausländische Frauen gekommen. Frauen sollten sich daher unter keinerlei Umständen nach ca. 21.00-22.00 Uhr allein (ohne männliche Begleitung) irgendwo auf der Straße bewegen. Auch Busse und Taxis sind nicht sicher. Am besten immer vor dem Einsteigen vor dem Taxifahrer sein Kennzeichen aufschreiben und einem Freund oder Bekannten per SMS oder Telefon Bescheid geben. Obwohl es in Delhi schon viele Frauen gibt, die den Sari gegen Jeans und Shirt getauscht haben, sieht man trotzdem noch äußerst selten bis gar keine Frauen in Shorts, Miniröcken oder Trägershirts, was sicherlich seine Gründe hat. Da man als Tourist sowieso schon auffällt, sollte man sich nicht noch zusätzlich nach indischer Anschauung aufreizend kleiden und so vielleicht mit der Kleidung ungewollt Signale aussenden, die von indischen Männern missverstanden werden können. Der Straßenverkehr stellt in der "Road Death Capital of the World" eine besondere Gefahr dar, der mit Respekt begegnet werden sollte.

Gesundheit[Bearbeiten]

Neben den allgemeinen Gesundheitshinweisen für Indien gilt für Delhi ganz besonders: kein Leitungswasser trinken (wird oftmals Gästen in Restaurants und in Privatheimen zur Begrüßung angeboten), auch nicht beim Zähne putzen!

Die Wasserqualität ist zumeist so schlecht, dass Hepatitisgefahr besteht oder Magen-Darmbeschwerden eintreten können. Ratsam ist es auch, auf unpasteurisierte Milch, Eiswürfel, unversiegelte Mineralwässer, ungekochtes Gemüse und ungeschältes Obst zu verzichten. Bei längerem Aufenthalt in Delhi ist der Kauf eines guten Wasserfilters eine gute Idee, allerdings schützt auch dieser nicht zuverlässig vor den gesundheitlich bedenklichen Folgen schlechter Wasserqualität. Als relativ sichere kulinarische Zubereitungen können aufgrund der Hitzeanwendung gelten: Dal (Linsen/ Bohnengericht), Aloo Mater (Kartoffelgericht z.B. mit Erbsen) etc. Auch Tee kann zu den gesundheitlich unbedenklichen Getränken gezählt werden (d.h. aber nur mit pasteurisierter Milch), ebenso wie u.a. versiegeltes 'Kinley' Mineralwasser oder das nationale Bisleri-Mineralwasser und Fruchtgetränke wie 'Frooti'.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Die Maharani (Gita Mehta) – Indien zur Kolonialzeit. Aus der Sicht einer zu dieser Zeit heranwachsenden Maharani. Sehr empfehlenswert.

Weblinks[Bearbeiten]

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ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.