Indrail Pass

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Der Indrail Pass ist ein auf Touristen ausgerichtetes Zeitkartenangebot zur Fahrt auf den Strecken der indischen Staatsbahn. Vergleichbare Angebote sind InterRail (Europa) und Japan Rail Pass.

Allgemeines[Bearbeiten]

Preislich ist der Indrail Pass angesichts der allgemein niedrigen Preise kaum attraktiv. Er löst vor allem nicht das Hauptproblem des Bahnreisenden in Indien, die Schwierigkeit eine Reservierung zu erhalten. Dies erfordert weiterhin langes Anstehen im Bahnhof, da die Reservierungs-Website der Bahn auch noch 2015 ein höchst ineffizientes Angebot ist.

An Klassen gibt es die nur in wenigen Zügen verfügbare “I AC Class,“ dann die preislich gleichen “First Class,“ klimatisierte Liegewagen (AC-2Tier/ AC-3 Tier) bzw. tagsüber “AC Chair Car“. Vollkommen ausreichend ist für längere Nachtfahrten die reservierte, unklimatisierte “Sleeper Class.“ Die Pässe wären auch in “second class” gültig. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine 2. Klasse europäischen Verständnisses, sondern um die Holzbank-Kategorie für die unbeschränkt viele Fahrkarten abgegeben werden, was zu echten Viehwaggon-Erlebnissen führen kann.

Verfügbarkeit[Bearbeiten]

Im Ausland bei zugelassenen Reisebüros. Die Generalagentur in Deutschland ist ggw. ASRA Orient Reisen in Frankfurt.

In Indien

Bei zugelassenen Reisebüros oder in den Bahnhöfen Agra Cant., Agra City, Ahmedabad, Amritsar, Aurangabad, Bangalore City, Howrah (d.i. Kalkutta Hbf), Chennai, Chandigarh, Chennai (vormals Madras), Gorakhpur, Hyderabad, Jaipaur, Mumbai (vormals Bombay), New Delhi, Puttaparthi Town Booking Agency, Rameshwaram, Secunderabad (bei Hyderabad), Trivandrum Central, Vadodara, Varanasi, Vasco da Gama (Goa) und Vijayawada.

Besonderheiten[Bearbeiten]

„AC“ steht für „Klimaanlage“ und somit nicht zu öffnende Fenster. Aufgrund der im Lande allgemein schlechten Wartung fällt diese oft aus, so dass man bei großer Hitze in schwülen Abteilen eingesperrt ist. Auch sind die plastiküberzogenen Sitze durch Schweiß und Schmutz oft klebrig.

Bei Benutzung der „schnellen“ Rajdhani Express-Züge gilt der Pass für eine Klasse unter der bezahlten, d.h. statt z.B. 1. Klasse muss man 3 AC benutzen.

Preise[Bearbeiten]

In Indien sind die Pässe nur in US$, der Währung der Preisliste, oder englischen Pfund bezahlbar.

Seit einigen Jahren gibt es Kurzzeitpässe, gültig ab Abfahrt des Zugs, 12, 24 oder 48 Stunden. Letzterer kostet im Sleeper US$ 30. (Zum Vergleich: für US$ 18,40 erhielte man 5000 km im gewöhnlichen „Expreß“-Zug.[1])

Verfügbar sind 4 , 7, 15, 21, 30, 60 oder 90 Tage.
(in US$, 2015; Auszug)

  • 7 Tage: I, AC: 270; First: 135; Sleeper: 80.
  • 15 Tage: I, AC: 370; First: 185; Sleeper: 90.
  • 30 Tage: I, AC: 495; First: 248; Sleeper: 125.
  • 90 Tage: I, AC: 1060; First: 530; Sleeper: 260.

Für Passinhaber entfällt der (geringe) Nachtzugzuschlag und die Reservierungsgebühr. Auch ist das Bettzeug im Schlafwagen kostenlos (was den Schaffner nicht abhalten wird Bakshisch zu verlangen). Mahlzeiten im Rajdhani Express sind ebenfalls kostenlos, was angesichts der stark verschlechterten Qualität der Speisen in indischen Zügen während der letzten 20 Jahre nicht unbedingt ein Bonus ist. Pässe für Kinder von 5–12 kosten die Hälfte.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Indian Railways (engl.)
  • Trains at a Glance (Kursbuch, in gedruckter Version an allen besseren Bahnhofskiosken unter diesem Titel zu erwerben. Ein unerlässliches Hilfsmittel für Zugreisende.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] (zggr. 2015-07-07)