Japan Rail Pass

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Japan Rail Pass-Gutschein (exchange order).
Japan Rail Pass (das Gültigkeitsdatum ist rückwärts zu lesen: „Heisei 20“ d.i. 2008 – 5 d.i. Mai – Tag)

Der Japan Rail Pass ist ein nur auf den Strecken den Staatsbahngesellschaften JR gültiger Fahrschein, der ausschließlich an bona fide Touristen, mit Status “temporary visitor,”[1] verkauft wird und während seiner Gültigkeit zur freien Fahrt in der gewählten Klasse berechtigt. Preislich ist das Büchlein eines der wenigen Schnäppchen in einem ansonsten sehr teuren Reiseland.

Allgemein[Bearbeiten]

Der nur im Ausland erhältliche Pass wird zunächst in Form eines 90 Tage gültigen Gutscheins (exchange order) verkauft. Dieses ist nach Ankunft an bestimmen Bahnhöfen umzutauschen. Dabei wird im Reisepaß geprüft, ob der Inhaber tatsächlich mit dem Status „Tourist“ eingereist ist. Die Gültigkeit beginnt am Tag des Umtauschs. Es ist zu bedenken, daß in und um japanische Großstädte ein wesentlicher Teil des Bahnverkehrs durch private Gesellschaften betrieben wird auf deren Strecken der Paß nicht gilt. Ebenso sind Verkehrsverbünde und Umsteigekarten zwischen Firmen unbekannt. Es ist deshalb sinnvoll, z.B. bei Ankunft in Tokio-Narita (NRT), den Gutschein noch nicht für die Fahrt in die Stadt umzutauschen, sondern erst wenn man Tokio, ggf. nach mehrtägigem Aufenthalt, per Fernzug verläßt.

Arten[Bearbeiten]

Die englischsprachigen Broschüren von JR geben detailliert und gut verständlich Auskunft über die Einschränkungen und Nutzungsbedingungen. Prinzipiell gibt es in Japan zwei Klassen: “green car” ist die 1. Klasse. Die “gran class” einiger Shinkansen darf auch mit Pässen für die 1. Klasse nicht benutzt werden.

Preise

(in Yen, gültig bis März 2019; € 1 = ¥ 128, 16.6.2018 )

  • 7 Tage: I: 44000, II: 33000
  • 14 Tage: I: 71000, II: 52000
  • 21 Tage: I: 90000, II: 65000

Pässe für 6-11jährige Kinder kosten die Hälfte.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Shinkansen sind reservierungspflichtig. Eine derartige Reservierung ist ähnlich wie in Frankreich für den TGV, problemlos am Bahnhof bis kurz vor Abfahrt möglich. Die heute üblichen Automaten können alle auf Englisch umgeschaltet werden.

Die Nutzung der Miyajima-Fähre, betrieben von JR-WEST zwischen Miyajima und Miyajimaguchi, ist enthalten. Auch können die Regionalbusse (ohne Expreßbusse) der JR-Gesellschaften benutzt werden, sofern es sich nicht um spezielle Ausflugsbuslinien handelt. Ebenso ist der Fahrschein auf einigen regionalen privat betriebenen Strecken gültig. Ein vollständiges Verzeichnis hierzu findet sich in der Broschüre.

Nicht gültig ist der Fahrschein in den Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen der allerschnellsten Kategorie, wie Mizuho und Nozomi. Ebensowenig auf Teilen der alten Linie parallel zur 2015 neu eröffneten Hokuriko-Linie zwischen Kanazawa und Nagano. Ein Shin, „neu“ im Namen eines Bahnhofs deutet auf eine spezielle Hochgeschwindigkeitsstation hin, die sich etliche Kilometer von der „gewöhnlichen“ entfernt befinden kann. (Die Hochgeschwindigkeits- und normalen Streckennetze sind in Japan vollkommen voneinander getrennt.)

Bei Erdbeben werden ab einer gewissen Stärke sämtliche Züge automatisch zum Stillstand gebracht. Die Weiterfahrt erfolgt normalerweise frühestens nach 90 Minuten. Auch während der herbstlichen Taifunsaison wird in betroffenen Regionen der Bahnverkehr prophylaktisch eingestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Streckennetzkarten in Japan für regionale Angebote.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Ein ähnliches Angebot für die Privatbahnen der touristisch interessanten Kansai-Region (Osaka, Kyoto, Nara) ist der 2 oder 3 Kalendertage (auch nicht-zusammenhängend) gültige Kansai Thru Pass.
  • In Hokkaido gibt es den eine Woche gültigen Hookaido Rail Pass nur für ausländische Touristen 3-7 Tage ¥ 16500-24000, Japaner (oder dort Ansäßige) erhalten den einwöchigen Hokkaido Free Pass (北海道フリーパス; 2015: ¥ 26230), der nicht während der Hauptzeiten der Golden Week im Mai, Obon Mitte August und von Ende Oktober und der ersten Januarwoche verfügbar ist.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wenn man bei Einreise eine automatische Sperre benutzt, erhält man keinen Stempel im Reisepaß. Man sollte entweder eine ständig besetzte automatische Sperre gebrauchen, oder einen Beamten um einen Stempel bitten.