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Wien/Leopoldstadt/Czerninviertel und Jägerzeile

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Die Jägerzeile ist eine ehemals alte Vorstadt zwischen Praterstraße und Czerningasse und östlich davon schließt direkt das Czerninviertel an. Beide sind inoffizielle Bezirksteile des 2. Wiener Gemeindebezirkes, Leopoldstadt.

Das "Dreieck", das von Praterstraße, Donaukanal und Verbindungsbahn (S-Bahn-Stammstrecke) abgegrenzt wird und am nördlichen Eck am Praterstern endet, ist geprägt durch einige gründerzeitliche Prachtbauten an der Praterstraße sowie zahlreiche jüdische Einrichtungen im Bereich Tempelgasse-Ferdinandstraße.

Nestroyhof - Zugang ins Czerninviertel in die Czerningasse (links) bzw. Tempelgasse (rechts)

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Jägerzeile war einst eine Ansiedlung für Jäger und Förster, die im nahegelegenen Prater, damals kaiserlicher Jagdwald, gearbeitet haben. Die Siedlung ist seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen. Sie war eine Straßensiedlung an der östlichen Seite der heutigen Praterstraße (die damals Jägerzeile hieß) und die heutige Czerningasse war die Hintausfront.

Die Jägerzeile wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine eigenständige Gemeinde und wurde 1850 gemeinsam mit der Leopoldstadt als 2. Bezirk nach Wien eingemeindet.

Nachdem der Nordbahnhof am Praterstern errichtet wurde, wurde in der Gründerzeit die Gegend urbanisiert und die Praterstraße als Hauptverbindung zwischen dem einst wichtigsten Bahnhof Wiens und dem Stadtzentrum als Prachtboulevard ausgebaut. Die Jägerzeile ist als alte Siedlung heute nicht mehr erkennbar.

Im 19. Jahrhundert war das Gebiet erster Anker für jüdische Zuwanderer aus den östlichen Kronländern. So entstanden hier mehrere jüdische Einrichtungen und Gebetshäuser (der Straßenname Tempelgasse erinnert daran). Diese wurden in der Reichskristallnacht 1938 zerstört und die jüdische Bevölkerung im Ghetto im Karmeliterviertel zusammengepfercht, wo sie auf Auswanderung hofften, zumeist aber in verschiedene Konzentrationslager deportiert wurde.

Ab 1980 wanderten vermehrt Juden aus der Sowjetunion nach Israel aus, die in Wien Zwischenstation machen mussten. Einige blieben hier und gründeten wieder neue Synagogen. So befinden sich im Czerninviertel mehrere Synagogen unterschiedlicher Denomination.

Der Name Czerninviertel für das dreiecksförmige Stadtgebiet zwischen Praterstraße, Donaukanal und S-Bahn / Franzensbrückenstraße begann sich langsam, ab den 1970er-Jahren einzubürgern, ist aber keine öffizielle Bezeichnung. Namensgeber sind die Czerningasse sowie der Czerninplatz im Zentrum des Viertels. Das Czerninviertel ist heute ein nicht allzu prestigeträchtiges Gründerzeitviertel, das trotz der Innenstadtnähe noch nicht gentrifiziert wurde.

Anreise[Bearbeiten]

  • Nahverkehrsknoten Praterstern (U1, U2, S-Bahn)
  • U1, Station Nestroyplatz
  • Straßenbahn O, Haltestelle Franzensbrücke
  • Nachtbus N29

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sefardisches Zentrum in der Tempelgasse
Dogenhof

Synagogen[Bearbeiten]

  • Sefardisches Zentrum
  • Mikwaoth Agudas Israel

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Nestroyhof
  • Dogenhof
  • Uniqa-Tower

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Gedenktafeln für Max Steiner und Stanislaw Wyspianski, Praterstraße 72

Museen[Bearbeiten]

  • 1 Johann-Strauß-Wohnung, Praterstraße 54.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Czerninplatz
  • Nestroyplatz
  • Tempelgasse
  • Ferdinandstraße

Parks[Bearbeiten]

  • Veza-Canetti-Park
  • Spielplatz Czerningasse 11
  • Donaukanal-Ufer

Verschiedenes[Bearbeiten]

Verbindungsbahnbrücke (vorne) und Franzensbrücke
  • Franzensbrücke
  • Verbindungsbahnbrücke

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Radsport Rih.
  • Foto Soyka.
  • Gourmet Spar.

Küche[Bearbeiten]

Kaffeehäuser[Bearbeiten]

  • Aïda.
  • Café Dogenhof.
  • Gelati Alberti.

Restaurants[Bearbeiten]

  • 3/4-Takt.
  • Schosztarich.
  • Osteria Stradina.
  • Kosu.
  • Seoul.
  • Hitomi.
  • Vapiano II..
  • Pan Asia.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Supersense.
  • Hafenkneipe.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Novotel.
  • Hotel Capri.
  • Austria Classic Hotel Wien.
  • Hotel Praterstern.
  • Hotel Cristall.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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