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Wien/Schwarzenbergplatz

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Der Schwarzenbergplatz

Der Schwarzenbergplatz ist ein bekannter Platz im Wiener Stadtzentrum. Er ist aufgeteilt zwischen den Bezirken 1., Innere Stadt, 3., Landstraße und 4., Wieden. Die Ringstraße, die Lothringerstraße, der Rennweg und die Prinz-Eugen-Straße laufen hier zusammen. Er ist praktisch zur Gänze von Prunk- und Verwaltungsbauten umrahmt; den südlichen Abschluss bildet der Hochstrahlbrunnen und das Ehrendenkmal der Roten Armee.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich am Areal des heutigen Schwarzenbergplatzes das der Stadtmauer vorgelagerten Glacis sowie der Wienfluss. Nach dem Abriss der Stadtmauer in den Jahren 1858 bis 1863 wurde auf diesen Flächen die Ringstraße und weitere Palais sowie Verwaltungsviertel angelegt. Der Schwarzenbergplatz ist eines der zentralen Elemente der Ringstraßenbebauung.

1861 wurde von Kaiser Franz Joseph I. beschlossen, dem 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig siegreich gewesenen Feldherrn Karl Philipp Schwarzenberg ein Denkmal zu errichten. Seit 1865 führte die 1895 abgebrochene Schwarzenbergbrücke über den Fluss zum Rennweg (Route nach Ungarn), zur späteren Prinz-Eugen-Straße (Zufahrt vom Stadtzentrum zum Südbahnhof und zum dazwischen liegenden Palais Schwarzenberg). Anlässlich des Baus der I. Wiener Hochquellenwasserleitung wurde vor dem Palais Schwarzenberg der Hochstrahlbrunnen errichtet und am 23. Oktober 1873 mit einer Zeremonie, der Kaiser Franz Joseph I. beiwohnte, eröffnet. Die seit etwa 1870 von der Seilerstätte stadtauswärts bis zum Wienfluss verlaufende Schwarzenbergstraße wurde 1880 in ihrem südlichen Abschnitt zwischen Ringstraße und Lothringerstraße, der Bedeutung des Ensembles mit dem Reiterdenkmal entsprechend, in Schwarzenbergplatz umbenannt. Nach der Einwölbung des Wienflusses (1895-1902), an dessen südlichem Ufer bis 1899 die ebenfalls eingewölbte Wientallinie der Wiener Stadtbahn gebaut wurde, konnte der Platz nach Süden bis zum Palais Schwarzenberg erweitert werden.

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war der Schwarzenbergplatz ein wichtiger Straßen- und Straßenbahnknoten. Eine große städtebauliche Veränderung erfuhr der Platz im Jahr 1945, als mit dem Heldendenkmal der Roten Armee im Süden der Platzabschluss neu gestaltet wurde. An diesem Platz befand sich während der Besatzungszeit - damals hieß er auch Stalinplatz - der Sitz der Alliierten Kommission für Österreich. In den Jahren 2003 und 2004 wurde der Schwarzenbergplatz nach einem Konzept des spanischen Architekten Alfredo Arribas neu gestaltet und zusätzlich mit im Boden eingelassenen Beleuchtungselementen ausgestattet, die verschiedene Lichteffekte darstellen. Im Zuge des Umbaus wurden die bis dahin vorhandenen kleinen Grünflächen entfernt, was auch kritisiert wurde. Besonders starke Vorbehalte gab es gegen die Ersetzung der großteils noch vorhandenen schlanken Lichtmasten aus 1904 durch Beleuchtungskörper, die von Kritikern als plump und klobig empfunden wurden.

Unter dem Schwarzenbergplatz verlaufen der Wienfluss und die U-Bahn-Linie U4. Hier befand sich einst auch die Zwingburg, ein Unterschlupf für Obdachlose und Strotter in der Wiener Kanalisation.

Anfahrt[Bearbeiten]

Straßenbahnverkehr auf dem Schwarzenbergplatz

Der Schwarzenbergplatz ist seit der Zeit der Errichtung ein wichtiger Verkehrsknoten. Dennoch verfügt er über keine eigene U-Bahn-Station.

Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt mit den Zügen der folgenden Straßenbahnlinien:

  • Linie D (Nussdorf - Hauptbahnhof Ost): Haltestellen Schwarzenbergplatz und Gusshausstraße
  • Linie 2 (Friedrich-Engels-Platz - Ottakring): Haltestelle Schwarzenbergplatz
  • Linie 71 (Börse - Zentralfriedhof): Haltestellen Schwarzenbergplatz und Am Heumarkt
  • Weiters bedient die Buslinie 4A (Karlsplatz - Wittelsbachstraße) den Platz: Haltestelle Lothringerstraße.
  • Zu den U-Bahn-Stationen Stadtpark (U4) und Karlsplatz (U1, U2, U4) sind jeweils ca. 500 m Fußweg zurückzulegen.
  • Einige Nachtbuslinien halten ebenfalls am Schwarzenbergplatz.

Als Straßenverkehrsknoten ist der Schwarzenbergplatz ebenfalls bedeutsam. Am südöstlichen Ende beginnen der Rennweg - die historische Ausfallstraße Wiens Richtung Bratislava und Budapest; heute hat sie nur mehr lokale Bedeutung als Verbindung vom Stadtzentrum nach Simmering. Am südwestlichen Ende führt die Prinz-Eugen-Straße zum Wiedner Gürtel und zum Hauptbahnhof. Im Zentrum des Platzes kreuzt die Lothringerstraße (Westausfahrt - Donaukanal), am nördlichen Platzende bildet die Ringstraße (Kärntner Ring und Schubertring) den Abschluss.

Ins Radverkehrsnetz ist der Schwarzenbergplatz ebenfalls eingebunden. Die West-Ost-Achse Gusshausstraße - Zaunergasse kreuzt den Platz in der Mitte; der Ringradweg am nördlichen Platzende. Rennweg und Prinz-Eugen-Straße haben keine ausgebauten Radanlagen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Anmerkung: Die folgenden Sehenswürdigkeiten wurden nach der amtlichen Hausnummerierung sortiert. Diese beginnt mit der ONr. 1 an der Ecke Schubertring und steigt danach im Uhrzeigersinn an.

Nr. 1: Palais Erzherzog Ludwig Viktor[Bearbeiten]

Nr. 1: Palais Erzherzog Ludwig Viktor

1863 wurde Heinrich Ferstel mit dem Bau von zwei Palais beauftragt. Das für Erzherzog Ludwig Viktor von 1864 bis 1866 errichtete Palais Erzherzog Ludwig Viktor an der östlichen Ecke zum Schubertring wurde etwa um 1900 renoviert, 1910 vom Staat angekauft und beherbergte 1911–1939 das Militärkasino. Heute nützen das Burgtheater als Spielstätte Kasino am Schwarzenbergplatz (seit 1981), der Verein der Alt-Neustädter (Absolventen der Militärakademie in Wiener Neustadt) sowie die Offiziersgesellschaft das Gebäude. Das erwähnte zweite Palais baute Ferstel genau gegenüber, auf Nr. 17, und stimmte die Fassaden beider Bauwerke aufeinander ab.

Nr. 2: Palais Wiener von Welten[Bearbeiten]

Nr. 2: Palais Wiener von Welten

Von den Architekten August Schwendenwein und Johann Romano wurde das 1869 fertiggestellte Palais Wiener von Welten an der östlichen Platzseite für Eduard Wiener von Welten entworfen. Im Vorgarten des Palais befindet sich der kleinste Weingarten Wiens, im Palais das Spanische Kulturinstitut.

Zwischen 2 und 16: Schwarzenberg-Denkmal[Bearbeiten]

Ernst Hähnel: Reiterdenkmal Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, enthüllt 1867

1861 wurde von Kaiser Franz Joseph I. beschlossen, dem 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig siegreich gewesenen Feldherrn Karl Philipp Schwarzenberg ein Denkmal zu errichten. Das Reiterstandbild wurde vom Dresdner Bildhauer Ernst Hähnel (1811–1891) ab 1863 geschaffen, die militärisch angelegte Grundsteinlegung zum Monument fand am 18. Oktober 1863 statt. Das Denkmal steht zwischen den Straßenbahngleisen und dominiert den stadtinnersten Teil des Platzes.

Nr. 3: früher Direktion der Staats-Eisenbahn-Gesellschaft[Bearbeiten]

Nr. 3: Neubau aus dem Jahr 1983

Das Administrationsgebäude der k.k. priv. österreichischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaft Ecke Lothringerstraße (östliche Seite) wurde 1868–1870 nach Plänen von Heinrich Ferstel errichtet. Nach einem Bombentreffer 1945 brannte das Gebäude aus, wurde 1950 abgetragen und 1983 durch einen Neubau mit historisierender Fassade nach Plänen von Georg Lippert ersetzt. Das Haus Schwarzenbergplatz 3 wird heute von einer Raiffeisen-Tochter als Bürogebäude genutzt.

Nr. 4: Haus der Industrie[Bearbeiten]

Nr. 4: Haus der Industrie

Ecke Lothringerstraße entstand an der südöstlichen Platzseite in den Jahren 1907 und 1908 nach Plänen von Karl König Karl König das späthistoristische Haus der Industrie, das bis heute Sitz der österreichischen Industriellenvereinigung ist. 1945–1955 tagte hier die Alliierte Kommission für Österreich. Sie trat zuletzt am 27. Juli 1955, dem Tag des Inkrafttretens des österreichischen Staatsvertrags, zusammen und hielt aus diesem Anlass die letzte alliierte Militärparade vor dem Haus ab, bevor die Besatzungstruppen der vier Mächte bis Oktober 1955 das Land verließen.

Nr. 5: früher Palais Pollack-Parnau[Bearbeiten]

Nr. 5: Bürogebäude an der Stelle des Palais Pollack-Parnau

Am Beginn des Rennwegs befand sich das kurz vor 1914 errichtete Palais Pollack-Parnau. Die jüdische Industriellenfamilie wurde 1938 von den Nazis vertrieben, das Gebäude wurde arisiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Palais durch Bombenangriffe schwer beschädigt, die Familie verkaufte später die Ruine. In den 1950er-Jahren entstand ein Bürohaus von Steyr Daimler Puch, das nach 2000 von einem modernen Stahl- und Glasbau ersetzt wurde, der tiefer in den Platz gestellt ist.

Nr. 6: Palais Fanto[Bearbeiten]

Nr. 6: Palais Fanto

Im Palais Fanto, dem ehemaligen Gebäude des österreichischen Branntweinmonopols, dem 1917-1918 von Ernst Gotthilf und Alexander Neumann erbauten Eckhaus zwischen Daffingerstraße und Zaunergasse (3. Bezirk), befindet sich unter anderem das Arnold Schönberg Center.

1 Arnold-Schönberg-Center, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6 (Eingang von Zaunergasse 1-3). Tel.: +43 (0)1-7121888, E-Mail: . Zentraler Bewahrungsort von Schönbergs Nachlass und ein öffentliches Kulturzentrum in Wien. Die interessierte Öffentlichkeit und Wissenschaftler können u.A. in Musikmanuskripte, Schriften und die Korrespondenz Schönbergs Einsicht nehmen. Wechselnden Sonderausstellungen. Geöffnet: Mo-Fr 10-17 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Preis: Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Nr. 7-8: Stadtkino[Bearbeiten]

Schwarzenbergplatz 7-8, ehem. Stadtkino

In diesem Gebäude am Anfang des Rennwegs befand sich bis 2013 das nichtkommerzielle „Stadtkino“ (Tochtergesellschaft der Viennale), weiters besteht hier der in Wien bekannte Frisiersalon Bundy & Bundy. Ein Kino (früher Schwarzenbergkino bzw. Kammerlichtspiele) bestand hier bereits seit 1916. Ende 2012 schloss das Künstlerhaus Wien mit der Viennale einen Vertrag für 20 Jahre, dem zufolge das Stadtkino diesen Standort aufgab und seit September 2013 als „Stadtkino im Künstlerhaus“ beim Karlsplatz betrieben wird.

Nr. 9: Palais Schwarzenberg[Bearbeiten]

Nr. 9: Palais Schwarzenberg

Das Palais Schwarzenberg mit großem Palaisgarten entstand lange vor der Anlage des Schwarzenbergplatzes am Fuße des Schotterterrassenanstieges (Belvedereterrasse). Das Palais zwischen Rennweg und Prinz-Eugen-Straße ist heute erst aus der Nähe richtig zu sehen, da es sich − vom Stadtzentrum aus gesehen – hinter dem Hochstrahlbrunnen und dem Heldendenkmal verbirgt und außerdem durch einen großen Vorplatz mit Nebengebäuden vom Platz abgerückt ist.

vor Nr. 9: Hochstrahlbrunnen[Bearbeiten]

Hochstrahlbrunnen mit nächtlicher Effektbeleuchtung

2 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Hochstrahlbrunnen wurde aus Anlass der Fertigstellung der I. Wiener Hochquellenwasserleitung nach einer Bauzeit von vier Monaten am 24. Oktober 1873 im Beisein von Kaiser Franz Joseph I. in Betrieb genommen. Im Jahr 1906 wurde er von Architekt Oskar Marmorek zu einem Leuchtbrunnen umgestaltet.

Die 365 kleinen Springbrunnen am Beckenrand symbolisieren die Tage des Jahres. Die innenliegenden sechs Springbrunnen und der Brunnen der innerer Insel entsprechen den sieben Wochentagen. Zwölf hohe Strahlen symbolisieren die Monate, 24 niedrige die Stunden des Tages und die 30 Strahlen in der mittleren Insel die Tage des Monats.

Nachts leuchtet der Brunnen normalerweise in den Farben Rot, Rosa, Gelb, Violett, Blau und Grün, wobei oft zu bestimmten Anlässen spezielle Effekte kreiert werden. Beispielsweise wurde der Brunnen nach den Terroranschlägen vom 13. November 2015 in Paris in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot bestrahlt.

Eduard-Suess-Denkmal
Goldener Brunnen
Affendenkmal

Am Fußgängerbereich rund um den Brunnen befinden sich noch folgende Denkmäler:

  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Neben dem Brunnen, zur Prinz-Eugen-Straße, befindet sich das Denkmal für Eduard Suess. Auf Anregung des Geologen und Paläontologen erfolgte 1836 der Bau der Hochquellenleitung .
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Goldene Brunnen urde anlässlich der Verlegung des dreimillionsten Rohrmeters in Netz der Wiener Wasserversorgung im Jahr 1988 aufgestellt. Es ist ein typischer, aus Sphäroguss hergestellter, Trinkbrunnen im seit dem späten 19. Jahrhundert verbreiteten Design, allerdings anstatt in der sonst üblichen schwarzen Farbe in Goldfarbe bemalt.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Affendenkmal - ein Affe mit Spraydose, der auf einem Steinsockel sitzt, wurde 2011 von einem "unbekannten Künstler" (später identifiziert als Adalbert Wazek) geschaffen.

vor Nr. 9: Heldendenkmal der Roten Armee[Bearbeiten]

Heldendenkmal der Roten Armee

6 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Heldendenkmal der Roten Armee ("Russendenkmal", "Befreiungsdenkmal", "Siegesdenkmal") wurde 1945 zur Erinnerung an rund 17.000 bei der Schlacht um Wien gefallene Soldaten der Roten Armee errichtet. Auf der Spitze der mittigen, 20 Meter hohen Säule steht ein Soldat, der eine Fahne und einen vergoldeten Schild mit dem Wappen der Sowjetunion hält. Die Säule ist von einer halbkreisförmigen Kolonnade mit 8 Meter Höhe und 26 Säulen umrahmt, an beiden Enden stehen je zwei Kämpfende. An der Kolonnade befindet sich eine Aufschrift auf Russisch: Ewiger Ruhm den Helden der Roten Armee, die gefallen sind im Kampf gegen die deutsch-faschistischen Landräuber – für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker Europas.

Das Denkmal wurde am Tag seiner Enthüllung der Wiener Stadtverwaltung übergeben, mit der Verpflichtung der Instanthaltung. Österreich verpflichtete sich in Folge im Jahr 1955 im Staatsvertrag, dieses und ähnliche Denkmäler zu erhalten, was bis heute Gültigkeit hat.

Nr. 10: Wohnhaus[Bearbeiten]

Das strenghistoristisches Mietpalais wurde 1872 von Baumeister Joseph Brychta errichtet. Auffallend ist die dreiachsige Ecklösung zur Schwindgasse. Heute ist das Gebäude Sitz der Österreichisch-Bulgarischen Gesellschaft und der bulgarischen Kulturvereinigung "Kiril und Methodi".

Nr. 11: Palais Gutmann[Bearbeiten]

Palais Gutmann (um 1879)

Im ehemaligen Palais Gutmann, 1875-1876 Ecke Gusshausstraße nach Plänen von Heinrich Claus und Joseph Groß erbaut, ist die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, kurz FRA (Fundamental Rights Agency), untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Kommunistische Partei Österreichs einige Jahre das Gebäude. Von 2001 bis 2007 war hier das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien während der Generalsanierung des Justizpalastes untergebracht.

Nr. 12: Französische Botschaft[Bearbeiten]

Nr. 12: Französische Botschaft

Das Gebäude der Französischen Botschaft wurde 1904–1912 nach Entwürfen des Pariser Architekten Georges Chedanne an der westlichen Platzseite zwischen Technikerstraße und Brucknerstraße freistehend errichtet. Es stellt, auch mit seiner Innenarchitektur, ein Hauptwerk des „Art Nouveau“ außerhalb Frankreichs dar.

Nr. 14: Haus der Wiener Kaufmannschaft[Bearbeiten]

Nr. 14: Haus der Wiener Kaufmannschaft

Das von Ernst Gotthilf und Oskar Neumann im neobarocken Stil entworfene und von Anbeginn als Bürohaus konzipierte Haus der Wiener Kaufmannschaft an der westlichen Platzseite, Ecke Lothringerstraße, wurde am 7. November 1903 von Kaiser Franz Joseph I. feierlich eröffnet. Heute sind die Sparten Handel; Transport und Verkehr; Information und Consulting der Wiener Wirtschaftskammer untergebracht.

Zw. Nr. 14 und 15: Georg-Raphael-Donner-Denkmal[Bearbeiten]

Georg-Raphael-Donner-Denkmal

Zwischen den Gebäuden Nr. 14 und Nr. 15, an der Kreuzung mit der Lothringerstraße, wurde 1906 von Richard Kauffungen ein Bronzestandbild des Bildhauers Georg Raphael Donner (1692–1741) errichtet. Im Zweiten Weltkrieg abgetragen, wurde das Denkmal 1947 wieder errichtet.

Nr. 15: Palais Ofenheim[Bearbeiten]

Nr. 15: Palais Ofenheim

Das Palais Ofenheim für den Eisenbahnindustriellen Viktor Ofenheim Ritter von Pontreuxin an der nordwestlichen Ecke der Kreuzung mit der Lothringerstraße wurde 1868 nach Entwürfen der Architekten August Schwendenwein und Johann Romano errichtet. Es befindet sich seit 1931 im Besitz der Zürich Versicherung Österreich, die es als Bürohaus nutzt.

Nr. 16 Wohnhaus Wertheim[Bearbeiten]

Nr. 16: Wohnhaus Wertheim

Das heutige Wohnhaus Wertheim (vormals Hotel Majestic, Büro Vastiglione) wurde 1868 nach Plänen von Romano und Schwendenwein errichtet. Der rückspringende Verbindungsteil zwischen Palais Wertheim (Nr. 17) und Palais Ofenheim (Nr. 15) lehnt sich in seinen Formen an das Palais Wertheim an.

Nr. 17: Palais Wertheim[Bearbeiten]

Nr. 17: Palais Wertheim

Das vom Industriellen Franz von Wertheim in Auftrag gegebene Palais Wertheim an der Ecke zum Kärntner Ring 18 wurde 1868 von Heinrich Ferstel als Pendant zum Palais auf Nr. 1 fertiggestellt. Es wurde 1910 in ein Wohn- und Bürogebäude umgewandelt. Am 27. Juli 1978 eröffnete im Parterre des Palais die erste österreichische McDonald’s-Filiale. Zuvor war im Ecklokal seit 1870 die Apotheke „Zum goldenen Adler“ betrieben worden, die 1893 im Branchenverzeichnis als „English & foreign chemist“ beworben wurde, alle englischen und französischen Präparate führte und 1911 in das gegenüberliegende Haus Kärntner Ring 17 übersiedelte, wo sie bis heute besteht.

Aktivitäten[Bearbeiten]

1 3CityWave, vor Schwarzenbergplatz 9 (Auf der Freifläche neben dem Hochstrahlbrunnen). Tel.: +43 (0)660-6932222. Erstmals im Sommer 2016 wurde vor dem Hochstrahlbrunnen ein künstlicher Wellenbereich zum Surfen und Wellenreiten aufgestellt. Neben Sport und Kursen gibt es auch trendige Eventgastronomie. Das Projekt stand aber auch in der Kritik, da hier großer öffentlicher Raum der allgemeinen Nutzung entzogen wird. Ob das Surfevent auch im Sommer 2017 wieder stattfinden wird, ist z.Zt. noch nicht bekannt. Geöffnet: 10. Juni - 30. September täglich 10-22 Uhr. Preis: 39 Euro pro 50 min. Typ ist Gruppenbezeichnung

2 Das Kasino am Schwarzenbergplatz, 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 1. Tel.: +43 (0)1-51444-4830 (Abendkassa). Das Kasino ist ein Spielort des Wiener Burgtheaters mit ca. 200 Plätzen. Geöffnet: Abendkassa öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Einkaufen[Bearbeiten]

Einkaufsmöglichkeiten am Schwarzenbergplatz selbst sind mau. Es gibt im Haus Schwarzenbergplatz 17 einen Supermarkt (Spar Gourmet). Am Schwarzenbergplatz Nr. 7 gibt es ein Möbelgeschäft (Neudoerfler Office Systems). Im Arnold-Schönberg-Center gibt es die Möglichkeit, CDs oder Literatur zum Komponisten zu erwerben, jedoch hauptsächlich online und nicht vor Ort.

Umfangreichere Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe bestehen mit den Ringstraßengalerien, TheMall in Wien Mitte/Landstraße, der BahnhofCity am Hauptbahnhof, sowie natürlich in den großen Fußgängerzonen des Ersten Bezirks. Souvenirs und Mitbringsel kann man auch im nahegelegenen Shop des WienMuseums am Karlsplatz bekommen.

Küche[Bearbeiten]

Würstelstand "zum scharfen René"

1 Bierreither, 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 3. Tel.: +43 (1)-7157169. Schwarzbrote, Spareribs, 8 Biere vom Fass. Geöffnet: tägl. 11-1 Uhr. Preis: Mittagsmenu 7,10 Euro, Hauptspeisen 10-20 Euro.

2 zum scharfen René, 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 15. Tel.: (0)699-17999888. Ein klassischer Wiener Würstelstand mit ausgedehnten Öffnungszeiten, beliebt bei nachtaktivem Volk wie Nachtschwärmer, Taxifahrer usw. Geöffnet: Mo 10-19, Di-Do 10-4, Fr 10-5, Sa 19-5, So und Fei geschlossen. Preis: Wurst ab 3,20 Euro.

3 McDonald's, 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 17. Tel.: +43 (0)1-50544430, E-Mail: . Der McDonald's am Schwarzenbergplatz wurde 1977 eröffnet und war der allererste "Mäcki" in Österreich. Geöffnet: Mo-Do 6:30-1:30; Fr, Sa 6:30-5; So, Fei 7-1:30 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Beliebt an warmen Sommerabenden ist die Kolonade des Rote-Armee-Denkmals. Hier sitzen Jugendliche und Junggebliebene mit selbst mitgebrachten Getränken auf den Stiegen und lassen die Seele baumeln. Insbesondere rund um den 8. Mai gibt es größere spontane Partys zum Thema Kriegsende und Befreiung vom Faschismus beim Denkmal. Manchmal werden diese Feiern als "Botellón" in diversen Blogs oder auf Flyern angekündigt.

Eine Legende des Wiener Nachtlebens, das Atrium bzw. später Club Ost, am Eck zur Schwindgasse, gibt es seit 2014 nicht mehr. Das Nachfolgelokal bietet weiterhin Livemusik, ist jedoch vom Charakter her gehobener als die charmanten (lies: vergammelten) Vorgängerlokale:

1 Schwarzberg – Bar, Bühne, Vinothek, 1040 Wien, Schwarzenbergplatz 10. Tel.: +43 (0)699-19521790, E-Mail: . Geöffnet: Mo-Do 16-24; Fr,Sa 16-2 Uhr, So geschlossen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Am Schwarzenbergplatz selbst gibt es keine Unterkunftmöglichkeit. Die nächstgelegenen Hotels sind das Hotel Imperial am Kärntner Ring - dort steigen auch ausländische Präsidenten auf Staatsbesuch ab - oder das Hotel am Konzerthaus (Ecke Heumarkt / Lisztstraße).

Für eine große Auswahl an Unterkünften aller Art sei auf die Bezirksreiseführer von der Inneren Stadt, der Landstraße und der Wieden verwiesen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Es gibt Bankomaten (Geldautomaten) an den Adressen Schwarzenbergplatz 3 und Schwarzenbergplatz 5.
  • Es gibt mit dem Goldenen Brunnen (s. Sehenswürdigkeiten/Hochstrahlbrunnen) einen Trinkbrunnen.
  • Es gibt keine öffentlichen Toiletten am Schwarzenbergplatz.

Ausflüge[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe des Schwarzenbergplatzes sind:

  • Schloss Belvedere mit Museen und Barockgarten, Botanischem Garten und Alpengarten - Zugang vom Rennweg 6 ca. 300 m südöstlich vom Hochstrahlbrunnen.
  • Karlsplatz mit Karlskirche, Wien Museum (Historisches Museum der Stadt Wien), Technischer Universität und großem Park - ca. 300 m westlich
  • Ringstraße - direkt am Nordende des Platzes anschließend
  • Stadtpark - ca. 500 m östlich

Siehe auch die Bezirksreiseführer der Inneren Stadt, der Landstraße und der Wieden.

Weblinks[Bearbeiten]

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