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Wiener Neustadt

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Wiener Neustadt, lokal Neustadt
Spitzname:Die allzeit Getreue
Ungarisch: Bécsújhely; Burgenlandkroatisch: Novo Mjesto
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Wiener Neustadt, größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum des Industrieviertels liegt etwa 40 km südlich von Wien auf 265 m Seehöhe und hat knapp 40.000 Einwohner. Von der lokalen Bevölkerung wird die Stadt schlicht "Neustadt" (im Dialekt: Neistott) genannt. Die Stadt ist ein überregionales Zentrum für den Süden Niederösterreichs und das Nordburgenland, wichtiges Industriezentrum, Verkehrsknoten, Einkaufs- und Schulstadt. Wiener Neustadt ist die elftgrößte Stadt Österreichs.

Stadtteile[Bearbeiten]

Die Statutarstadt Wiener Neustadt ist in insgesamt acht Stadtbezirke aufgeteilt:

  1. Innere Stadt
  2. Ungarviertel
  3. Gymelsdorfer Vorstadt
  4. Zehnerviertel
  5. Flugfeld
  6. Josefstadt
  7. Civitas Nova
  8. Heideansiedlung

Es existierten Pläne in den 1970er- und 1980er-Jahren, zahlreiche Nachbargemeinden nach Wiener Neustadt einzugemeinden. Dazu ist es aber nicht gekommen. Somit umfasst das Stadtgebiet von Wiener Neustadt keine weiteren Ortschaften mehr, die Bebauung setzt sich teilweise über die Gemeindegrenzen hinweg fort.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

1192 wurde die Stadt vom Babenbergerherzog Leopold V. als Bollwerk zur Sicherung der Grenze gegen Süden und Osten gegründet. Zum Bau wurde ein Großteil des Lösegeldes für König Richard Löwenherz verwendet. Im 15. Jahrhundert war die Stadt Residenz Kaisers Friedrich III. und 1459 wurde hier Kaiser Maximilian I. geboren. 1487 vom Ungarnkönig Matthias Corvinus erobert, konnte Maximilian die Festung erst 1490 rückerobern. In der Folge verlor die Stadt an Bedeutung, erwies sich aber als wertvolle Festung gegen die vordringenden Osmanen. 1752 wurde in den Räumen der kaiserlichen Burg die von Maria Theresia gegründete "Theresianische Militärakademie" eröffnet, die noch heute Offiziere für das österreichische Bundesheer ausbildet. 1909 erhielt Wiener Neustadt den ersten Flugplatz Österreichs, der vom Militär noch heute genutzt wird.

Aufgrund der großen Bedeutung der Stadt im Bahnverkehr und der Rüstungsindustrie war Wiener Neustadt zwischen 1942 und 1945 Ziel zahlreicher alliierter Bombenangriffe. Die Stadt wurde fast komplett zerstört.

Name[Bearbeiten]

Mit der Stadtgründung 1194 wurde auch der passende Name für eine Neugründung vergeben: Neustadt. In Folge wurde die Stadt zur Unterscheidung von anderen Neustädten als Neustadt bei Wien bezeichnet. Die Bezeichnung Wiener Neustadt setzte sich ab dem 18. Jahrhundert durch (vgl. auch Wiener Neudorf).

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Das Flugfeld Wiener Neustadt Ost (LOAN, Wiener Straße 120) verfügt über eine 1.067 m lange Asphaltpiste, wird aber im Linienverkehr nicht angeflogen. An- und Abflüge sind nur unter Sichtflugbedingungen möglich, die üblichen Betriebszeiten sind von 9:00 bis 22:00 lokale Zeit. Angeschlossen ist das Flugzeugmuseum Aviaticum, s. Sehenswürdigkeiten.
  • Das Flugfeld Wiener Neustadt West (LOXN, Flugfeldgürtel 19) wird ausschließlich militärisch genutzt.
  • Der nächstgelegene Flughafen mit Linienbetrieb ist Wien Schwechat, die Anfahrt mit dem ÖV erfolgt am besten mit einem Railjet oder ICE bis Wien Meidling und von dort weiter mit einem Schnellzug, Regionalzug oder S-Bahn.
  • Weitere Flughäfen sind in Bratislava (ca. 90 km) und Graz (ca. 130 km).

Mit dem Zug[Bearbeiten]

  • Alle internationalen Züge auf der Südstrecke (Wien - Graz/Villach) halten in Wiener Neustadt Hauptbahnhof, die Fahrzeit ab Wien Hauptbahnhof beträgt ca. 30 min, ab Graz ca. 2 Std. und ab Klagenfurt ca. 3 Std.
  • Ab Wien kann man mit der S-Bahn (u.A. ab Floridsdorf, Praterstern, Wien-Mitte, Hauptbahnhof, Meidling) nach Wiener Neustadt anreisen. Da die S-Bahn überall stehenbleibt, beträgt die Anfahrtszeit ab Wien Hauptbahnhof ca. eine Stunde. S-Bahn-Züge halten auch in Wiener Neustadt Nord (S1, S2, S3) bzw. Wiener Neustadt Civitas Nova (S60).
  • Regionalzüge gibt es ab Wien (via Mödling und Baden bzw. via Ebreichsdorf und Pottendorf), Gloggnitz (via Ternitz und Neunkirchen), Hartberg und Sopron (via Mattersburg).

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Entfernungen
Neunkirchen16 km
Mattersburg20 km
Baden30 km
Eisenstadt31 km
Sopron44 km
Mödling45 km
Wien (Inzersdorf)48 km
Wien (Stadtzentrum)62 km
Flughafen Wien-Schwechat67 km
Bruck an der Mur95 km
St. Pölten95 km
Graz146 km

Mit dem Auto ist Wiener Neustadt über die A2 (Südautobahn) von Wien in knapp 30 Minuten erreichbar, Ausfahrt 39 Wöllersdorf. Ab Graz folgt man ebenfalls der A2 (ca. 1:15 Stunden) bis zur Ausfahrt Wiener Neustadt West. Von Sopron fährt man am besten über Eisenstadt und Mattersburg (B16-S31-S4) bis zur Ausfahrt Wiener Neustadt Süd. Parkplätze im Stadtzentrum sind gebührenpflichtige Kurzparkzone, es gibt jedoch einige Parkhäuser.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad bietet sich ab Wien die Strecke entlang des Wiener Neustädter Kanales an (ca. 50 km, wenig Verkehr, geringe Steigungen).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Wiener Neustadt

Der Wiener Neustädter Hauptbahnhof ist Ausgangspunkt vieler Regionaler Bahnlinien und Halt aller Fern- und Nahverkehrszüge. Vom Bahnhofsvorplatz fahren alle städtische Buslinien der WNSKS (Wiener Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH) ab, auch die von der WNSKS betriebenen Regionalbusse ins Burgenland und die Bucklige Welt, sowie ein Großteil der Regionalbuslinien des Autobusunternehmens M. Partsch. Die meisten WNSKS und Partsch-Busse fahren auch um den Ring und bedienen somit neben dem Bahnhof auch den zweiten großen Busknotenpunkt Neustadts, den Hauptplatz. Die Blaguss- und Postbuslinien fahren von der Ungargasse ab.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • 1 Burg mit Militärakademie und St. Georgs Kathedrale Burg mit Militärakademie und St. Georgs Kathedrale in der Enzyklopädie Wikipedia Burg mit Militärakademie und St. Georgs Kathedrale im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg mit Militärakademie und St. Georgs Kathedrale (Q664071) in der Datenbank Wikidata
  • 2 Dom von Wiener Neustadt (Liebfrauendom) Dom von Wiener Neustadt (Liebfrauendom) in der Enzyklopädie Wikipedia Dom von Wiener Neustadt (Liebfrauendom) im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDom von Wiener Neustadt (Liebfrauendom) (Q1236623) in der Datenbank Wikidata - Errichtet um 1200 im romanischen Stil. Das Innere wurde barockisiert.
  • Hauptplatz
  • Rathaus
  • 3 Wasserturm Wasserturm in der Enzyklopädie Wikipedia Wasserturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWasserturm (Q2551702) in der Datenbank Wikidata - Das weithin sichtbare Wahrzeichen am Südtiroler Platz an der Abzweigung der Grazer Straße (B54) von der Neunkirchner Straße (B17). Er wurde 1909-1910 als Teil der Kaiser-Franz-Josephs-Wasserleitung errichtet. Das landesweit bedeutende Industriedenkmal ist auch heute noch von den Wasserwerken genutzt.
  • 4 Reckturm Reckturm in der Enzyklopädie Wikipedia Reckturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsReckturm (Q2135752) in der Datenbank Wikidata - Nordwestlicher Turm der ehem. Stadtmauer, errichtet im frühen 13. Jahrhundert. Im Turm ist auch das Waffen- und Foltermuseum untergebracht; zu besichtigen sind unter anderem Schusswaffen von 1630 bis 1950 sowie historische Hieb- und Stichwaffen und Ausrüstungsgegenstände der k.u.k. Armee.
  • Stadtmuseum
  • St. Peter an der Sperr (ehem. Kirche, Ausstellungsort)
  • Karmeliterkirche (ehem. Kirche, Ausstellungsort)
  • Industrieviertel-Museum
  • Flugmuseum "Aviaticum"
  • Akademiepark

Die sieben Wunder von Wiener Neustadt[Bearbeiten]

Wunder Nummer sieben: Der Wiener Neustädter Kanal überquert die Warme Fischa mittels Brücke

Als Anlehnung an die Sieben Weltwunder sollen sie auf sieben Besonderheiten, die es in der Geschichte der Stadt Wiener Neustadt gab und zum Teil heute noch gibt, hinweisen. S. dazu auch Wikipedia: Die sieben Wunder von Wiener Neustadt

  1. Der schwankende Erdboden: Die Stadtgründung im Jahr 1194 erfolgte wegen der überragenden strategischen Position bewusst auf extrem sumpfigen ("schwankendem") Boden.
  2. Der Salat, der auf den Bäumen wächst: Um den sumpfigen Boden zu befestigen, wurden Holzpfähle in den Boden geschlagen. Der Salat der Gärtner wuchs also sprichwörtlicherweise "auf den Bäumen".
  3. Das Haus ohne Nagel wurde angeblich ohne einen einzigen Nagel erbaut und befand sich beim Wiener Tor; es wurde im 19. Jahrhundert abgerissen.
  4. Das Grab zwischen Himmel und Erde: Kaiser Maximilian (1459-1519) verfügte testamentarisch, in Wiener Neustadt (statt Innsbruck) beerdigt werden möchte. Die Kirche in der Burg, die St.-Georgs-Kathedrale, befindet sich im ersten Obergeschoß, somit also auch das Grab "zwischen Himmel und Erde".
  5. Die Kirche, unter der ein Heuwagen durchfahren kann: Die bereits im vorigen Wunder erwähnte St.-Georgs-Kathedrale befindet sich oberhalb des Haupttores der Burg.
  6. Die Kirche unter der Brücke: Die beiden Türme des Domes waren mit einer Brücke verbunden, sie wurde aber 1834 bei einem Brand zerstört.
  7. Zwei Bäche, die übereinander fließen: Der Wiener Neustädter Kanal begann einst in Wien (heute in Laxenburg) und führte bis Wiener Neustadt. Im Stadtgebiet überquert der Kanal auf einer Brücke die Warme Fischa und ein paar hundert Meter weiter südlich auch den Kehrbach.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Kanufahren auf dem Wiener Neustädter Kanal http://www.schifferlfahren.at
  • Stadion Wiener Neustadt: Spielort u.A. des SC Wiener Neustadt, spielt in der Saison 2017/18 in der Ersten Liga (zweithöchste Leistungsstufe der österreichischen Bundesliga)
  • Arena Nova, Multifunktions-Veranstaltungshalle
  • Akademiebad, Freibad am Nordende des Akademieparks
  • Hallenbad AquaNova im Gewerbegebiet Civitas Nova
  • Langlaufloipe vom Campingplatz Teichhof zum Golfplatz
  • Golfplatz Föhrenwald in der Nachbargemeinde Lanzenkirchen
  • Motorsportpark Bad Fischau in der Nachbargemeinde Bad Fischau-Brunn
  • Baseballverein Diving Ducks

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Das Einkaufszentrum Fischapark ist eines der größten Shopping Centres in Niederösterreich
  • An den Einfallstraßen findet man den für das Wiener Umland typische Gemisch an Gewerbezentren, Baumärkten und Möbelhäusern.
  • Trotz des Wildwuchses an Gewerbezonen am Stadtrand verfügt Wiener Neustadt immer noch über ein gut funktionierendes Stadtzentrum mit zahlreichen kleinen Geschäften. Zum Einkaufsbummel bietet sich die Fußgängerzone im Bereich Herzog-Leopold-Straße, Wiener Straße, Neunkirchner Straße und Hauptplatz an.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Herrengasse ist bei den Jugendlichen der ganzen Region bekannt für ihre Nachtlokale. Als lokale Besonderheit wird das Cola-Rot (Cola gemischt mit Rotwein) in Neustadt als Kräuf bezeichnet. Die Legende besagt, dass der Fußballspieler Johan Cruyff dieses Getränk gerne bestellte, als er mit Ajax Amsterdam in den 1970ern hier auf Trainingslager weilte.

  • G.M.B.H., Herrengasse 5. Die Abkürzung im Lokalnamen bedeutet "Gerry mit Bruder Herbert" und weist auf die beiden ehemaligen Besitzer und Betreiber hin: Gerry Willfurth (ehem. österr. Fußball-Nationalspieler) und dessen Bruder.
  • Hühnerstall, Neunkirchner Straße 127. Typische Großraumdisko mit jungem Publikum und elektronischer Tanzmusik.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Winrooms Hotel & Appartments.
  • Hotel Zentral.
  • Pension Casa Topolino.
  • Win Budget B&B.
  • Hotel Corvinus.
  • Orange Wings.
  • Hotel garni Steinfeld.
  • Domappartements.
  • Hotel Freizeittempel.
  • Appartement Kemi's.
  • Pension Haus Nova.

Ausflüge[Bearbeiten]

Neustadt bietet sich als Basis für die Erkundung des südlichen Wiener Umlandes an. Top-Ausflugsziele sind u.A.:

Literatur[Bearbeiten]

Erwin Reidinger: "Planung oder Zufall"

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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