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Bruck an der Mur

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Bruck an der Mur
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Bruck an der Mur ist eine Stadt in der Steiermark, am Zusammenfluss von Mur und Mürz, etwa 60 km nördlich von Graz und hat etwa 15.000 Einwohner.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Stadt ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt der Linien Wien - Graz bzw. Klagenfurt und Graz - Linz bzw. Salzburg. Der Bahnhof Bruck an der Mur wird derzeit großzügig zum wichtigsten Bahnknotenpunkt der Obersteiermark ausgebaut (Fertigstellung 2014).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Bruck an der Mur ist Verkehrsknotenpunkt auch für die regionalen und überregionalen Buslinien. Anschlüsse sind nach Graz, Mariazell, Mürzzuschlag und Leoben vorhanden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Ab Wien über die A2 bis Knoten Seebenstein und die S6 durch den Semmeringtunnel. Ab Graz über die A9 bis Knoten Deutschfeistritz und die S35. Aus Westösterreich über die A1 und die A9 bis zum Knoten St. Michael. Dann über die S35 bis Bruck an der Mur.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Bruck an der Mur ist Radwegeknotenpunkt für die Landesradwege R2 (Murradweg) und R5 (Mürztalradweg).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bruck an der Mur

Das Stadtbusnetz versorgt alle Stadtteile sowie das Naturschutzzentrum Weitental und die Markgemeinde Oberaich. Es umfasst auch die unmittelbar benachbarte Stadt Kapfenberg.

Das lokale Radwegenetz ist gut ausgebaut.

Stromtankstellen:

  • 1 Koloman-Wallisch-Platz, 24 Stunden zugänglich
  • 2 , E-Werk-Murinsel, werktags von 7:00 – 17:00 Uhr: Betriebsgelände der Stadtwerke Bruck

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Eiserner Brunnen: Mit seiner noch ganz in der Tradition der Renaissance errichteten Laube zählt der Brunnen zu den bedeutendsten Schmiedeeisenarbeiten der Steiermark. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts steht er als Wahrzeichen an prominenter Stelle auf dem Hauptplatz der Stadt. Schon immer war er mit dem Leben der Stadt und seiner Bewohner aufs Engste verbunden.
  • Kornmesserhaus: Das Kornmesserhaus mit seiner prunkvollen, auf venezianische Vorbilder zurückgehenden Fassade zählt zu den schönsten spätgotischen Profanbauten Österreichs. Es wurde in den Jahren 1495 bis 1505 für den Hammergewerken Pankraz Kornmeß errichtet, dessen Familie seit dem 14. Jh. die Stadt Bruck an der Mur als Bauherrn und Mäzene geprägt hat.
  • Mariensäule: Um Gott zu versöhnen und Pest, Feuer und Hochwasser von der Stadt abzuwenden, ließ die Bürgerschaft im Jahre 1710 die Mariensäule errichten. Die Statue der Maria Immaculata schwebt gleichsam in der Mitte hoch über den sechs Schutzheiligen Florian, Sebastian, Josef, Johannes Nepomuk, Rochus und Antonius von Padua und wacht über die Stadt.
  • Rathaus: Seit Oktober 1629 ist dieses Gebäude das Rathaus der Stadt. Es verbindet mit seinem neuen Zubau die kunsthistorische Vergangenheit der Stadt mit der Gegenwart. Sehenswert ist vor allem der Rathaushof mit seinen dreigeschossigen Säulenarkaden aus dem 16. Jahrhundert und den Verglasungen aus dem Jahr 1998.
  • Antauerhaus: Das dreigeschossige Wohnhaus mit seiner reich dekorierten sezessionistischen Fassade bildet einen markanten Blickfang an der Südostecke des Hauptplatzes. Es wurde in den Jahren 1905/06 vom Brucker Arzt Dr. Rudolf Grillitsch erbaut, der im ersten Stockwerk ein für die damalige Zeit sehr modernes und fortschrittliches Privatsanatorium einrichten ließ.
  • Fabriziushaus: Das Fabriziushaus, benannt nach dem Hammerherrn Georg Albinus Fabrizius, der hier zu Beginn des 17. Jahrhunderts wohnte, ist eines der ältesten Gebäude am Hauptplatz und eines der Patrizierhäuser, die ihre Schönheit erhalten haben. Neben der dem Hauptplatz zugewandten Fassade ist vor allem auch der spätgotische Arkadenhof sehenswert.
  • Stadtpfarrkirche: Erbaut im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts an Stelle eines romanischen Vorgängerbaues, von dem noch Reste unter dem Turm erkennbar sind, birgt die Kirche spätgotische Juwele wie die Pietà aus Gussstein, den zwölfeckigen Taufstein oder die bemerkenswerte mit filigranen ornamentalen Schmiedeeisenbeschlägen verzierte Sakristeitür.
  • Flössmeisterhaus: Das Haus aus dem 16. Jh., jahrzehntelang im Besitz von Flößmeistern, erinnert an die ehemalige Bedeutung der Mur als Wasserstraße. Das doppelte Rundbogenfenster im Stil der Renaissance mit kanneliertem Säulchen und reich ornamentierter rechteckiger Umrahmung und Architrav sowie der zweigeschossige Arkadenhof sind sehenswert.
  • Minoritenkirche. Der barockisierte gotische Bau aus dem 13. Jh. liegt weithin sichtbar am Ende der Fußgängerzone. Außen schlicht, ganz im Sinne des Bettelordens, birgt die Kirche in ihrem Inneren bemerkenswerte Fresken von hoher künstlerischer Qualität aus der Zeit um 1400 sowie ein Altarblatt mit dem hl. Antonius von Padua von Hans Adam Weißenkircher um 1690. Geöffnet: Kann außerhalb der Sommermonate nur bei Führungen besichtigt werden.
  • Steinkreuz: Aus dem 15. Jahrhundert stammt der etwa 8 Meter hohe, vierseitige Bildstock mit kannelierten Eckpfeilern und 4 Spitzbogennischen mit Maßwerkverzierung, in denen ursprünglich vier Figuren aufgestellt waren. Er war einst als Grenzstein zwischen den Landgerichten Landskron-Bruck und Wieden-Kapfenberg weithin sichtbar.
  • Schlossberg: Die einst mächtige Burg Landskron, die spätestens seit dem 13. Jahrhundert bestand und im Laufe des 16. Jahrhunderts umgebaut worden war, wurde bei dem verheerenden Stadtbrand von 1792 vollkommen zerstört. Heute umgeben die Mauerreste ein romantisches Plateau, das einen herrlichen Ausblick über die Stadt und ihre Umgebung bietet.
  • Stadtbefestigung: Die mittelalterliche Stadt war von einer mächtigen Mauer umgeben, die durch 12 Türme gesichert wurde. Einige dieser Türme sind noch recht gut erhalten, wie etwa der heutige Uhrturm, der Schifferturm sowie die Türme im Stephanienpark und in der Fridrichsallee. Die vier stark befestigten Toranlagen, durch die man in die Stadt gelangte, sind nicht mehr erhalten.
  • Kulturhaus. Der neue Treffpunkt für alle Kulturinteressierten. In den 20er Jahren (1924) als Arbeiterheim geplant, ist es jetzt eine moderne Heimstätte für Kino, Theater, Konzerte, Kabaretts, Ausstellungen, Bälle, Tagungen, Messen.
  • Ehemalige Bürgerspitalskirche St. Martin. Das Bürgerspital, ein aus mehreren Trakten bestehender Baukomplex, ist seit Beginn des 14. Jh. urkundlich nachgewiesen, die Kirche wurde im 14. und 15. Jh. angebaut. Von hier stammt die berühmte Martinstafel von 1518, nach der auch ihr namentlich unbekannter Meister benannt ist und die als Leihgabe im Landesmuseum Joanneum zu sehen ist.
  • Filialkirche St. Ruprecht: Diese älteste Brucker Kirche geht auf eine Gründung des Erzbistums Salzburg im 9. Jahrhundert zurück. Außen einfach und eher unauffällig, befinden sich im Inneren des Gotteshauses kunsthistorische Kostbarkeiten, darunter eine fast vollständig erhaltene Weltgerichtsdarstellung von 1416, die der Schule des Brucker Minoritenmeisters zugeschrieben wird. Bemerkenswert ist auch der romanische Karner nördlich der Kirche.
  • Filialkirche St. Nikolaus: Die auf einer Anhöhe über dem Murtal gelegene gotische Kirche mit romanischem Kern ist eine Stiftung der Bruderschaft der Murflößer an ihren Schutzpatron. Ihre heraldischen Zeichen finden sich als Glasmalerei im Nordfenster und auf einem Schlussstein des Kreuzrippengewölbes im Chor. Bemerkenswert ist die Figur des hl. Nikolaus um 1430/40.
  • Kirche St. Georg am Pöglhof: Erstmals wird die Kirche 1066 als Eigenkirche der Eppensteiner genannt. 1531 gelangte sie zusammen mit dem dazugehörigen Gut in den Besitz der angesehenen Brucker Familie Pögl, nach der sie bis heute Pöglhofkapelle genannt wird. Schöne Rankenmalereien um 1520/30 und die Darstellung der 14 Nothelfer um 1511 zeichnen die Kirche aus. Hinweis: Kann nur bei Führungen besichtigt werden.
  • E-Werk mit dem Schaukraftwerk auf der Murinsel. Seit Dezember 1903 erzeugt das E-Werk auf der Murinsel elektrischen Strom für die Stadt Bruck an der Mur. Das Besucherinformationszentrum ermöglicht sensationelle Ausblicke auf die 5 Generatoren und zeigt viel Wissenswertes zum Thema Stromerzeugung. Eine Fahrrad-Selfservice-Station sowie eine Elektro-Tankstelle runden das Angebot für Besucher ab. Geöffnet: Täglich von 8:00 – 20:00 Uhr. Preis: Freier Eintritt.
  • Baderhaus. Vom ehemaligen Badehaus aus dem 16. Jahrhundert sind anlässlich von Umbauarbeiten im Jahr 2000 zwei gut erhaltene Kesselfundamente mit Resten einer zentralen Heizanlage, eine Wasserleitung, ein Hausbrunnen und Reste eines Ofens gefunden worden und z. T. in der Gaststube zu sehen. Im Schauraum sind u. a. die Fundamentreste eines mittelalterlichen Vorgängerbaus sichtbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Der Arbesmarkt ist am 1. Montag in der Fastenzeit
  • Am Pfingstdienstag ist der Pfingsdienstagmarkt
  • Der Portiunkulamarkt ist am 1. Montag im August
  • An den Tagen vor dem Stadtfest ist ein buntes Gauklerfest, der Murenschalk.
  • Am zweiten Samstag im August ist das Stadtfest
  • Der Martini-Markt ist am 11. November
  • Der Advent-Markt beginnt Anfang Dezember und endet am 23.12.

Sport- und Freizeitaktivitäten[Bearbeiten]

  • Städtisches Freibad. Tel.: +43 (0) 3862 52 1 40. mit Beach-Volleyball-Anlage
  • Fußballstadion. Tel.: +43 (0) 3862 51 3 12. mit Funcourt (Streetbasketball, Skateboarding)
  • Tennis-Zentrum. Tel.: +43 (0) 676 6068040.

Murradweg R2:

Einer der beliebtesten Radwege in Österreich – vom Murursprung im Norden über Leoben, Bruck an der Mur und Graz bis Bad Radkersburg.

Wintersport in Bruck an der Mur:

  • Kunsteisbahn (Telefon: +43 (0)3862/ 52 1 40)

Winterspaß rund um Bruck finden Skifreunde, Langläufer und Rodelfahrerinnen:

  • Skigebiet Aflenzer Bürgeralm
  • Kinderskigebiet Eichfeldlift / Turnau
  • Skigebiet Schwabenbergarena Turnau
  • Skigebiet Mariazeller Bürgeralm
  • Familienskiregion Alpl - Roseggers Waldheimat
  • Skiregion Veitsch - Brunnalm
  • Skiarena Lammeralm
  • Rodelbahnen im Weitental, am Eibeggsattel / Allerheiligen i. Mürztal, GH Pölzl / Kindberg, Tulzeralm / Parschlug

Alle Loipen rund um Bruck an der Mur:

  • Alpenregion Hochschwab
  • Tragöß - Grüner See
  • Hafning - Trofaiach
  • Jogllandloipe - LL Zentrum Orthofer
  • Panoramaloipe Mürzzuschlag
  • Teufelsteinloipe Schanz / Fischbach (Wanderloipe)

Eisklettern:

  • Wasserfall im Tiefenbachgraben / Breitenau am Hochlantsch
  • Marienklamm / Tragöß
  • Endriegelgraben - Fölzklamm / Thörl
  • Seewiesen / Turnau

Einkaufen[Bearbeiten]

Bruck an der Mur im Herzen der Hochsteiermark wird auch gerne als "Kornmesserstadt" bezeichnet. Dies hat nichts mit der Feststellung von Getreidemengen zu tun sondern mit dem 1499 bis 1504 erbauten "Kornmesserhaus". Dieses ließ der Händler Pankraz Kornmeß als Zeichen seines Reichtums errichten. Das sich am Hauptplatz befindliche Haus gilt heute als eines der schönsten gotischen Bauwerke Österreichs und auch als Zeichen für die lange Geschichte der Stadt als Handels- und Gewerbestandort.

Natürlich verfügt die Bezirkshauptstadt auch über ein vielfältiges Angebot in den Bereichen Dienstleistung, Gewerbe, Sport und Wirtschaft (in Klammer die Anzahl der jeweiligen Betriebe, alle Kontaktdaten auch unter www.tourismus-bruckmur.at).

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Hotel garni "Schwarzer Adler", Minoritenplatz 8, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 3862 56768. 20 Betten, zentrale Lage am Minoritenplatz
  • JUFA Gästehaus & Hotel Bruck an der Mur/Weitental, Stadtwaldstraße 1, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 57083 370. 147 Betten, wunderschöne Lage im Weitental, rund 10 - 15 Gehminuten in das Stadtzentrum
  • Gasthof Ebner - Hollerer, Übelstein 4, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 3862 51753. 12 Betten, ruhige Lage direkt am Murradweg, rund 3km außerhalb von Bruck an der Mur. Auch Privatzimmervermietung.
  • Gasthof Malissa, Hauptplatz 9, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 3862 51828. Betten, Lage direkt am Hauptplatz, sehr gute Küche.
  • Appartement Neugebauer, Am Wiener Tor 4, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0)3862 55150. voll ausgestattetes Appartement, langfristige Vermietung möglich
  • Zimmer bzw. Appartement Haberl, Ringelschmiedgasse 5, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 664 3575518. Zentrale Lage.
  • Hochanger Schutzhaus, Am Hochanger 1, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 3862 33132. Seehöhe 1.304m, Schutzhaus, 3 Betten und 15 Lager
  • Ottokar-Kernstockhaus Schutzhaus, Rennfeld 1, A-8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 3864 6761. Seehöhe 1.619m, Schutzhaus, 10 Betten und 13 Lager
  • Hostel zummohren, Roseggerstraße 27, 8600 Bruck an der Mur. Tel.: +43 (0) 3862 55968. 8 Betten, Hostel, zentrale Lage, ideal für Radfahrer

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Das stadtnahe Naturschutzzentrum Weitental ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und regionales Ausflugsziel in der Obersteiermark. Zusätzlich liegt Bruck an der Mur am Fuß des Hochschwabgebirges und unweit der Waldheimat. Auch das Grazer Bergland mit der Bärenschützklamm, der längsten wasserführenden Klamm Österreichs, ist in unmittelbarer Nähe der Stadt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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