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Steigerwald

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Blick auf den Stollberg in Handthal, höchstgelegenes Weinanbaugebiet Deutschlands

Der Steigerwald liegt im mittleren Franken, das politisch zu Bayern gehört. Zu finden ist das malerische Mittelgebirge zwischen den Städten Würzburg, Schweinfurt sowie Bamberg und Nürnberg. Wer den Steigerwald besucht, findet Frankenwein und Wald.

Regionen[Bearbeiten]

  • Die neun Gemeinden im Schwarzenberger Land: Baudenbach, Langenfeld, Markt Bibart, Markt Nordheim, Markt Taschendorf, Münchsteinach, Oberscheinfeld, Scheinfeld und Sugenheim.

Orte[Bearbeiten]

  • Bamberg liegt an einem nordöstlichen Ausläufer des Steigerwalds; der historische Stadtkern gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
  • Bad Windsheim, mit dem Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken.
  • Castell, renommierter Weinort mit Barockschloss.
  • Ebrach - war das erste rechtsrheinische Zisterzienserkloster in Deutschland.
  • Handthal - mit der Lage "Handthaler Stollberg" das höchstgelegene Weinanbaugebiet Deutschlands und dem Informations- und Erlebniszentrum Nachhaltigkeit-Wald.
  • Zell am Ebersberg - Kleines Winzerdorf im Landkreis Haßberge, welches oft auch als nördliches Tor des Steigerwaldes bezeichnet wird.
  • Iphofen - renommierter Weinort mit gut erhaltener Stadtbefestigung;
  • Oberschwarzach - liegt am Westrand des Steigerwaldes mit dem Handthal
  • Pommersfelden - mit Schloss Weißenstein, einem Hauptwerk des Barocks und einer der größten Schlossanlagen in Deutschland.
  • Schlüsselfeld - mit dem Ensemble restaurierter Bürgerhäuser um den Marktplatz

Im westlich angrenzenden Steigerwaldvorland (Unterfranken):

  • Abtswind, Marktgemeinde und Weinbauort am südwestlichen Rand des Steigerwalds
  • Geiselwind - ist eine aus 15 Ortsteilen bestehende Gemeinde. Die ländlich geprägte Gemeinde liegt an der A3. Bekannt ist das Freizeitland Geiselwind. Sehenswert ist ferner die Kaisereiche im Ortsteil Füttersee.
  • Gerolzhofen, mit gut erhaltener mittelalterlicher Altstadt;
  • Wiesentheid mit Schloss und der Pfarrkirche St. Mauritius nach Plänen Balthasar Neumanns;

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Buchenwald

Geologisch gilt der Steigerwald als Typenlandschaft für die Bodenschicht des Keuper. Das hat ganz praktische Bedeutung für den Weinanbau im Steigerwald: Der wärmespeichernde Keuper (Mergel und Gips) rund um die Weinorte Iphofen, Castell und Wiesenbronn gilt als die für den Steigerwaldwein typische Bodenkomponente im Charakter des Weingeschmacks.

Die Region ist namensgebend für die Steigerwald-Formation, ein geologischer Begriff für eine spezielle Bodenschicht des Keuper, die in ganz Süddeutschland auftritt und für die der Steigerwald typisch ist (wikipedia:Steigerwald-Formation). Der Steigerwald findet seine geologische Fortsetzung im Keuper-Höhenzug der Haßberge, von denen er nordseitig durch den Main abgetrennt ist.

Der Steigerwald ist nach dem Spessart das zweitgrößte Laubwaldgebiet Bayerns und besteht zu 70 % aus Buchen. Derzeit gibt es ernsthafte Bestrebungen, den nördlichen Steigerwald als Nationalpark auszuweisen, er wäre dann der 15. in Deutschland mit ca. 10.000 – 11.000 Hektar Fläche. Als Begründung angeführt wird die ökologische Vielfalt der nicht mehr bewirtschafteten Buchenwälder und ihre typische Artenvielfalt für die Vogelwelt (Spechtarten wie Mittelspecht, Grauspecht, Trauer- und Halsbandschnäpper und Sperlings- und Raufußkauz), Säugetieren (15 Fledermaus-Arten) und die die Artenvielfalt der Insekten und Pilze.

Naturpark Steigerwald[Bearbeiten]

Der Naturpark Steigerwald besteht seit 1988 und umfasst eine Fläche von 1.280 km² nach Anteilen mit 49 % in Mittelfranken, 34 % in Unterfranken und 17 % in Oberfranken verteilt.

Ab dem Jahre 2012 entsteht auf Beschluss des bayerischen Kabinetts in Handthal das „Zentrum-Nachhaltigkeit-Wald“ als „ein attraktives Informations- und Erlebniszentrum mit spannenden Angeboten, die den Wert und die Notwendigkeit nachhaltiger Forstwirtschaft vermitteln soll“.

Sprache[Bearbeiten]

Deutsch mit fränkischem Einschlag.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist Nürnberg.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Der Steigerwald endet im Norden an der Maintalautobahn A 70, in der Mitte wird er von der A 3 und den Bundesstraßen 8, 505 und 22 durchschnitten und im Osten von der Bundesstraße 470 begrenzt.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 22 führt in Ost-West-Richtung durch den Steigerwald.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • Ebrach mit ehemaligem Zisterzienserkloster und hervorragend erhaltener frühgotisch-klassizistischer Abteikirche;

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Berge[Bearbeiten]

Die höchsten Erhebungen des Steigerwalds sind:

  • Scheinberg (499 m)
  • Hohenlandsberg (498 m)
  • Der Zabelstein ist mit 489 Metern eine der höchsten Erhebungen im Steigerwald. Auf dem Plateau gibt es die Ruine Burg Zabelstein und einen Aussichtsturm, welcher einen weitreichenden Blick über das Steigerwaldvorland ermöglicht. An Wochenenden und Feiertagen im Sommer ist die Hütte auf dem Gipfel bewirtschaftet. Der bequemste Weg zum Gipfel beginnt auf dem Parkplatz an der Straße zwischen Hundelshausen und Fabrikschleichach. Ein breiter, fast ebener Weg führt hinauf. Schöner, aber auch anstrengender sind die Anstiege von Falkenstein oder Oberschwappach aus.
  • Knetzberg (487 m)
  • Der Schwanberg (474 m) ist eine der markantesten Erhebungen der westlichen Steigerwaldflanke. Der Berg und der darauf gelegene kleine Ort sind ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Friedrichsberg (473 m)
  • Schloss Frankenberg (463 m)

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Der Steigerwald-Panoramaweg hat eine Länge von 160 Kilometern und führt von Bamberg bis nach Bad Windsheim. Er führt an vielen Aussichtspunkten und Fernsichten, an Burgen und Ruinen vorbei.
  • Der Methusalempfad ist ein kurzer Rundwanderpfad bei Ebrach zu mehreren besonders alten Charakterbäumen des Steigerwalds.

Küche[Bearbeiten]

Im Nordosten, in der Gegend von Bamberg wird Bier getrunken, Richtung Westen und Süden wird Wein getrunken. Vor allem die typisch fränkisch, deftige Küche ist sehr verbreitet, welche durch ihr oft sehr günstigen Preise weit bekannt ist.

Typisch Fränkische Speisen sind u.a.:

  • Gerupfter - pikante Käsecreme (im bayerischen Raum Obatzter genannt)
  • Fränkische Bratwürste (meist "grobe" Bratwürste)
  • Schäuferla - deftiges Fleischgericht aus der flachen Schweineschulter
  • Knöchla - gepökeltes Eisbein
  • verschiedene Hausmacherwurstsorten (z.B. Weißer Pressack, Rotgelegter, Leberwurst)
  • Kesselfleisch

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Im Westen des Steigerwaldes liegt das Maindreieck mit seinem Weinanbau, im Süden findet man den Aischgrund mit seinen Karpfen, im Norden gibt es die Haßberge mit Burgen und Fachwerkhäusern und im Osten die Fränkische Schweiz mit ihren Brauereien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias REIMANN & Hermann SCHMIDT-KALER: Der Steigerwald und sein Vorland: Wanderungen in die Erdgeschichte, Bd. 13. Dr. Friedrich Pfeil, 2002, ISBN 978-3899370096; 160. ca. 22.- €

Weblinks[Bearbeiten]

  • Bayerische Staatsforsten: www.baysf.de (Infos und Führungen)


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