Welterbe in Österreich

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Welterbestätten in Österreich

Im November 1972 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der UNESCO ein Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (Welterbekonvention, World Heritage Convention). Inzwischen haben 193 Staaten dieses Abkommen ratifiziert. (Stand: 2021). Österreich ist dieser Konvention im Jahr 1992 beigetreten. Die ersten beiden Welterbestätten wurden 1996 in die Welterbelisten aufgenommen. Inzwischen sind auf der österreichischen Liste 12 Einträge, davon sind 11 Kulturerbestätten und 1 Naturerbestätte.

Abkürzungen
K Kulturwelterbe
N Naturwelterbe
G gemischtes Welterbe
K, N gefährdetes Erbe
Ref Nummer UNESCO


Welterbestätten[Bearbeiten]

SalzburgerAltstadt02b.jpg Historisches Zentrum von Salzburg
1996 als Weltkulturerbe Nr. 784 eingetragen.
1 Historic Centre of the City of Salzburg. Historic Centre of the City of Salzburg in der Enzyklopädie Wikipedia Historic Centre of the City of Salzburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHistoric Centre of the City of Salzburg (Q1621046) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Denkmalgeschützte Bereiche im Zentrum der Stadt Mozarts sind die Altstadt links der Salzach, die Rechte Altstadt, der Festungsberg mit Hohensalzach, Mönchsberg, Kapuzinerberg und das innere Nonntal
Palacio de Schönbrunn, Viena, Austria, 2020-02-02, DD 28.jpg Schloss und Park von Schönbrunn
1996 als Weltkulturerbe Nr. 786 eingetragen.
2 Palace and Gardens of Schönbrunn Palace and Gardens of Schönbrunn in der Enzyklopädie Wikipedia Palace and Gardens of Schönbrunn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalace and Gardens of Schönbrunn (Q131330) in der Datenbank Wikidata
Das barocke Schloss war vom 18. JH bis 1918 Residenz der Habsburger Kaiser. In seinen Gärten entstand 1752 der erste Tierpark der Welt.
Hallstatt - Zentrum .JPG Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut
1997 als Weltkulturerbe Nr. 806 eingetragen.
3 Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape. Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape in der Enzyklopädie Wikipedia Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape (Q1033019) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Bereits in der Bronzezeit wurde hier Salz abgebaut, die Salzindustrie aus jener Zeit war für die kulturelle Entwicklung bedeutend. In der Naturlandschaft der Dachsteinregion ist eine einzigartige Flora und Fauna entstanden.
1116 Intercity Semmering.jpg Semmeringbahn
1998 als Weltkulturerbe Nr. 785 eingetragen.
4 Semmering Railway. Semmering Railway in der Enzyklopädie Wikipedia Semmering Railway im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSemmering Railway (Q259313) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Die 41 km lange Strecke zwischen Gloggnitz nach Mürzzuschlag wurde zwischen 1848 und 1854 einspurig erbaut. Mit 14 Tunnels und 16 Viadukten führt die Bahn durch eine spektakuläre Gebirgslandschaft
Historic City Center of Graz.jpg Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg
1996 als Weltkulturerbe Nr. 931 eingetragen.
5 City of Graz – Historic Centre and Schloss Eggenberg. City of Graz – Historic Centre and Schloss Eggenberg in der Enzyklopädie WikipediaCity of Graz – Historic Centre and Schloss Eggenberg (Q2326418) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
In der ehemaligen habsburgischen Residenzstadt findet man mit dem Uhrturm Gebäude aus der Zeit der Gotik, aber auch aus dem 21. Jahrhundert wie das Kunsthaus. Das Schloss Eggenberg am Stadtrand stammt aus der Barockzeit.
Wachau east.jpg Kulturlandschaft Wachau
2000 als Weltkulturerbe Nr. 970 eingetragen.
6 Wachau Cultural Landscape Website dieser Einrichtung. Wachau Cultural Landscape in der Enzyklopädie Wikipedia Wachau Cultural Landscape im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWachau Cultural Landscape (Q192201) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Die Landschaft im Tal der Donau zwischen Melk und Krems ist von außergewöhnlicher Schönheit, dies bezieht sich auch auf die Architektur der Burgen, Klöster und Städte.
Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel - 75 - Ziehbrunnen und Schilfhütte im SO der Langen Lacke.jpg Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See
2001 als Weltkulturerbe Nr. 772 eingetragen.
7 Fertö / Neusiedlersee Cultural Landscape. Fertö / Neusiedlersee Cultural Landscape in der Enzyklopädie WikipediaFertö / Neusiedlersee Cultural Landscape (Q2925869) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
länderübergreifend mit Ungarn. Die Landschaft ist seit 8000 Jahren Begegnungsstätte unterschiedlicher Kulturen, dies zeigt sich auch in der ländlichen Architektur der Dörfer rund um den See
Kirche Am Hof Vienna Sept 2006 012.jpg Historisches Zentrum von Wien
2000 als Weltkulturerbe Nr. 970 eingetragen.
1 Historic Centre of Vienna. Historic Centre of Vienna in der Enzyklopädie Wikipedia Historic Centre of Vienna im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHistoric Centre of Vienna (Q11288310) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
In Wien gibt es ein großes Erbe an baulicher Substanz aus dem Mittelalter, dem Barock und der Gründerzeit. Seit dem 16. JH gilt Wien als die Musikhauptstadt Europas. Im Jahr 2017 wurde die Altstadt auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.
Mondsee Ost Pfahlbaustation 2.jpg Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
2000 als Weltkulturerbe Nr. 1363 eingetragen. (grenzüberschreitend D, A, I, F, CH und SLO)
8 Prehistoric Pile Dwellings around the Alps (sites palafittiques préhistoriques autour des Alpes). Prehistoric Pile Dwellings around the Alps im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Prehistoric Pile Dwellings around the Alps in der Enzyklopädie Wikipedia Prehistoric Pile Dwellings around the Alps im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPrehistoric Pile Dwellings around the Alps (Q4580) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Die Welterbestätte umfasst 111 kleine Einzelstandorte, bestehend aus den Überresten prähistorischer Siedlungen (und Pfahlbauten) in und um die Alpen. Sie wurden zwischen 5000 und 500 v. Chr. erbaut und befinden sich an den Rändern von Seen, Flüssen oder Feuchtgebieten. Ausgrabungen, die nur an einigen Orten durchgeführt

wurden, haben Einblicke in das Leben in prähistorischen Zeiten während der Jungsteinzeit und Bronzezeit im alpinen Europa und in die Art und Weise geben, wie Gemeinschaften mit ihrer Umwelt interagieren. Die Siedlungen sind eine einzigartige Gruppe außergewöhnlich gut erhaltener und kulturell reicher archäologischer Stätten, die eine der wichtigsten Quellen für die Erforschung früher Agrargesellschaften in der Region darstellen In Österreich gehören 5 Standorte zum Welterbe, sie liegen am Keutschacher See und am Attersee.

Unterwegs im Nationalpark Kalkalpen 2.JPG Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas
2011 als Weltnaturerbe Nr. 1133 eingetragen. 2017 erweitert. Welterbestätten in DE, AT, UA, AL, BE, BG, HR, IT, PL, RO, SK, SI und ES.
1 Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe. Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe in der Enzyklopädie Wikipedia Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAncient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe (Q156011) in der Datenbank Wikidata. Unesco-Welterbestätten in Europa
Seit dem Ende der letzten Eiszeit verbreitete sich die Rotbuche über einen kurzen Zeitraum von einigen tausend Jahren aus einigen isolierten Schutzgebieten in den Alpen, Karpaten, Dinariden, im Mittelmeerraum und in den Pyrenäen. Dieser Prozess dauert noch an. Die erfolgreiche Expansion auf einem ganzen Kontinent hängt mit der Anpassungsfähigkeit und Toleranz des Baumes gegenüber unterschiedlichen klimatischen, geografischen und physischen Bedingungen zusammen. Die Welterbestätte in Österreich liegt im Wildnisgebiet Dürrenstein Wildnisgebiet Dürrenstein in der Enzyklopädie Wikipedia Wildnisgebiet Dürrenstein im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWildnisgebiet Dürrenstein (Q1400400) in der Datenbank Wikidata , Österreichs einziges Ia-Schutzgebiet (strengstes Reservat), Kernbereiche im Nationalpark Kalkalpen


Baden bei Wien - Casino (4).JPG Bedeutende europäische Kurstädte
2021 als Weltkulturerbe Nr. 1613 eingetragen. (grenzüberschreitend D, A, I, F, CH, GB und CZ)
9 The Great Spa Towns of Europe Website dieser Einrichtung. E-Mail: . The Great Spa Towns of Europe in der Enzyklopädie Wikipedia The Great Spa Towns of Europe im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsThe Great Spa Towns of Europe (Q486450) in der Datenbank WikidataThe Great Spa Towns of Europe auf FacebookThe Great Spa Towns of Europe auf YouTube.
Die länderübergreifende Welterbestätte umfasst 11 Städte in sieben europäischen Ländern: Baden bei Wien (Österreich); Spa (Belgien); Františkovy Lázně (Tschechien); Karlsbad (Tschechien); Marienbad (Tschechien); Vichy (Frankreich); Bad Ems (Deutschland); Baden-Baden (Deutschland); Bad Kissingen (Deutschland); Montecatini Terme (Italien); und City of Bath (Großbritannien). Alle diese Städte haben sich um natürliche Mineralwasserquellen herum entwickelt. Sie zeugen von der internationalen europäischen Kurkultur, die sich vom frühen 18.JH bis in die 30-er Jahre des 20.Jahrhunderts entwickelten. Der österreichische Kandidat Baden bei Wien wurde 2021 in die Welterbeliste aufgenommen.
Römermuseum Kastell Boiotro Passau.JPG Grenzen des Römischen Reichs – Donaulimes (westliches Segment)
2021 als Weltkulturerbe Nr. 1608 eingetragen.
10 Frontiers of the Roman Empire – The Danube Limes (Western Segment) Website dieser Einrichtung. Frontiers of the Roman Empire – The Danube Limes (Western Segment) in der Enzyklopädie Wikipedia Frontiers of the Roman Empire – The Danube Limes (Western Segment) im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFrontiers of the Roman Empire – The Danube Limes (Western Segment) (Q4190) in der Datenbank WikidataFrontiers of the Roman Empire – The Danube Limes (Western Segment) auf Facebook. Der Donaulimes liegt an der Grenze des Römischen Reiches und umfasst eine Länge von ca. 600 km. zwischen dem Obergermanisch-Raetischem Limes und dem Schwarzen Meer. Die Welterbestätte umfasst derzeit archäologische Objekte in Deutschland, Österreich und der Slowakei. Er spiegelt die Besonderheiten dieses Teils der römischen Grenze durch die Auswahl von Standorten wider, die Schlüsselelemente von Straßen, Legionsfestungen und den dazugehörigen Siedlungen bis hin zu kleinen Festungen und provisorischen Lagern.

Tentativliste[Bearbeiten]

Die Liste enthält Vorschläge für künftige Kultur- und Naturerbestätten. Diese Vorschläge sind oft weniger bekannt, aber dennoch von touristischem Interesse.

Unvollständige Liste

Damülser Mittagspitze Wurzachalpe.JPG Kremsmuenster Abbey Northeast.jpg Luftaufnahme 2007 - 10.jpg Sankt Georgen am Längsee Burg Hochosterwitz W-Ansicht 12092018 4586.jpg
Bregenzer Wald (Vorarlberg) Stift Kremsmünster (Oberösterreich) Stift Heiligenkreuz (Wienerwald) Burg Hochosterwitz (Kärnten)
Gurk Dom 26112006 02.jpg IA Dom A.jpg Blick ueber die Steyrer Altstadt.jpg Nationalpark Hohe Tauern - Gletscherweg Innergschlöß - 26 - Salzbodensee und Salzboden.jpg
Dom zu Gurk (Kärnten) Innsbruck / Karwendel (Tirol) Eisenstraße / Erzberg (Steyr) Nationalpark Hohe Tauern

Weblinks[Bearbeiten]

Artikelentwurf
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