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Lebus

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Lebus
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Karte von Lebus

Die Woiwodschaft Lebus (polnisch Województwo lubuskie) liegt im westlichen Polen und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft Westpommern, im Osten an die Woiwodschaft Großpolen, im Süden an die Woiwodschaft Niederschlesien. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der Oder und Warthe sowie eine seenreiche Landschaft gekennzeichnet. Mit ca. 50% Waldfläche ist es die Woiwodschaft mit der größten Walddichte in Polen. Im Süden von Lebus liegt eines der größten polnische Weinanbaugebiet in und um Zielona Góra. Größte Stadt ist Gorzów Wielkopolski im Norden der Woiwodschaft. Beiden Städten kommt auch die Rolle der Hauptstädte der Woiwodschaft zu, wobei in der einen das Parlament und in der anderen die Regierung sitzt. Bis auf die beiden Hauptstädte gibt es in der dünn besiedelten Woiwodschaft keine weiteren Großstädte.

In dieser Region findet man zahlreiche backsteingotische Kirchen, Wehrtürme und Burgen und wunderschöne Seenplatten. Gute Wassersportmöglichkeiten (Kajaken, Baden, Segeln, Tauchen) gibt es an den zahlreichen Seen. Die Kajakroute entlang der Drage ist sehr abwechslungsreich und führt durch den Nationalpark Drage. Im Nationalpark Warthe-Mündung kommen neben Wanderern und Wassersportlern vor allem auch Ornithologen auf ihre Kosten. Gorzów Wielkopolski und Zielona Góra bietet ein interessantes Kulturprogramm. Viele Besucher aus dem Berliner Raum kommen auch zum günstigen Shoppen, Tanken und Ausgehen in die Grenzstädte der Woiwodschaft an Oder und Lausitzer Neiße.

Regionen[Bearbeiten]

Der Name stammt von der Stadt Lebus, die heute in Deutschland liegt. Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu der Niederlausitz im Südwesten, Niederschlesien im Südosten, Großpolen im Osten, der Neumark im Norden und vor allem dem Land Lebus in der Mitte gehörten.

Orte[Bearbeiten]

Woldenberger Seenplatte[Bearbeiten]

Warthe-Tal[Bearbeiten]

Lebuser Seenplatte[Bearbeiten]

Lagower Seenplatte[Bearbeiten]

Oder-Tal[Bearbeiten]

Niederlausitz[Bearbeiten]

  • 34 Brody Website dieser Einrichtung Brody in der Enzyklopädie Wikipedia Brody im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrody (Q149790) in der Datenbank Wikidata (deutsch: Pförten) ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft Lebus in Polen und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und Niederschlesien ca. 5 Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt Forst (Lausitz). Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird.
  • 35 Gubin Website dieser Einrichtung Gubin in der Enzyklopädie Wikipedia Gubin im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGubin (Q312061) in der Datenbank Wikidata
  • 36 Jasień Website dieser Einrichtung Jasień in der Enzyklopädie Wikipedia Jasień im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJasień (Q164241) in der Datenbank Wikidata
  • 37 Lubsko Website dieser Einrichtung Lubsko in der Enzyklopädie Wikipedia Lubsko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLubsko (Q149111) in der Datenbank Wikidata (deutsch: Sommerfeld) ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft Lebus am Lubst in Polen. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und Niederschlesien und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt.
  • 38 Łęknica Website dieser Einrichtung Łęknica in der Enzyklopädie Wikipedia Łęknica im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŁęknica (Q318346) in der Datenbank Wikidata
  • 39 Żary Website dieser Einrichtung Żary in der Enzyklopädie Wikipedia Żary im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻary (Q148849) in der Datenbank Wikidata (deutsch: Sorau) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Bober und der Lausitzer Neiße in Polen. Der Ort liegt im Grenzgebiet der Regionen Lausitz und Niederschlesien und ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promitzschloss bekannt.
  • 40 Żagań Website dieser Einrichtung Żagań in der Enzyklopädie Wikipedia Żagań im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻagań (Q158459) in der Datenbank Wikidata

Niederschlesische Heide[Bearbeiten]

Schlawaer Seenplatte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Kajak- bzw. Hausbootwanderwege[Bearbeiten]

Obra
Lubst

Seen[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Nationalpark Warthe-Mündung
  • Die A Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (Ostwall) besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von Świebodzin.
  • Der B Nationalpark Warthe-Mündung liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben

Hintergrund[Bearbeiten]

Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter.

Sprache[Bearbeiten]

Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache.

Die meisten Polen sprechen gut oder sehr gut Englisch. Einige auch eine zweite Fremdsprache wie Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Itslienisch, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden.

Anreise[Bearbeiten]

In der Woiwodschaft gibt es lediglich den White plane icon.svg Regionalflughafen Zielona Góra-Babimost (IATA CodeIEG), der nur von Warschau aus angeflogen wird.

Die nächsten größeren Flughäfen sind Posen (135 km von Gorzów, 150 km von Zielona Góra), Stettin-Goleniów (SZZ; 130 km von Gorzów), Berlin-Schönefeld (SXF; 155 km von Gorzów) und Breslau (WRO; 150 km von Zielona Góra).

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut.

Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in Rzepin, Świebodzin und Zbąszynek. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über Żary nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und Żagań hält.

Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn Autostrada A2 (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Christ-König-Statue
Kloster Paradies
Wallensteinpalast
  • Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche Zielona Góra. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum des Südens der Region.
  • Gorzów Wielkopolski ist das Verwaltungszentrum und besitzt eine nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierte Altstadt.
  • Die Christ-König-Statue bei Świebodzin ist mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt, um sechs Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro. Sie wurde 2010 fertiggestellt.
  • Die Festung Kostrzyn nad Odrą besitzt Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten Festung, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen und wird daher oft als polnisches Pompei bezeichnet.
  • Schloss Tamsel in Dąbroszyn liegt ca. fünf km nordöstlich von Kostrzyn nad Odrą.
  • Das Rokoko-Schloss Pförten in Brody liegt ca. 25 km südlich von Gubin.
  • Die Schlossruine Carolath in Siedlisko liegt neun km südöstlich von Nowa Sól.
  • Das Zisterzienser-Kloster Paradies in Gościkowo liegt 12 km nördlich von Świebodzin.
  • Der Fürst-Pückler-Park, den sich Bad Muskau und Łęknica teilen, ist UNESCO-Welterbe.
  • Krosno Odrzańskie war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender Oderübergang.
  • Im niederschlesischen Żary befinden sich interessante Schloss- und Palastruinen.
  • Im ebenfalls niederschlesischen Żagań befindet sich das barocke Schloss von Wallenstein.
  • Das großpolnische Wschowa war während der Reformation ein wichtiges Zentrum der Protestanten in Polen-Litauen. Der schlesische Dichter Martin Opitz fand hier während des Dreißigjährigen Krieges Unterschlupf.
  • Die mittelalterliche Stadt, heute Dorf, Łagów ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Region läd zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein.

Küche[Bearbeiten]

Weinberg im Zentrum von Zielona Góra

Lange Zeit galt die Region um Zielona Góra als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Polen.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 21 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

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