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Schlesien (Woiwodschaft)

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Schlesien (Woiwodschaft)

Die Woiwodschaft Schlesien (polnisch Województwo śląskie) ist der östliche Teil der Großregion Schlesien und liegt im südlichen Polen. Sie grenzt im Osten an die Woiwodschaften Heiligkreuz und Kleinpolen, im Süden an die Slowakei und Tschechien, im Westen an die Oppeln und im Norden an die Woiwodschaft Łódź. Als polnisches Pendant zum Ruhrgebiet erscheint die Woiwodschaft Schlesien auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv. Und tatsächlich ist das oberschlesische Industrierevier immer noch von der Schwerindustrie und dem Bergbau geprägt. Andererseits gibt es in den Metropolen Oberschlesiens ein reiches Kulturangebot an Museen, Galerien und Konzertvorstellungen. Im Osten befinden sich zudem schöne Gebirgszüge unter denen die Saybuscher Beskiden mit ca. 1600 m (Pilsko) und die Schlesischen Beskiden mit ca. 1300 m (Barania Góra) die höchsten sind. Am Westhang des letztgenannten Gebirges entspringt die Weichsel, die mit über 1000 km der längste Fluss Polens ist und bis heute zu großen Teilen von gewerblicher Schifffahrt befreit ist.

Regionen[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft Schlesien besteht aus mehreren Regionen. Im Süden liegen die Gebirgszüge der Saybuscher und Schlesischen Beskiden. Im Nordosten schließt sich der Krakau-Tschenstochauer Jura an, der historisch zu Kleinpolen gehört. Die Mitte stellt die schlesische Hochebene dar.

Orte[Bearbeiten]

Verwaltungsgliederung der Woiwodschaft Schlesien
  • Bielsko-Biała
  • Bytom (Beuthen) ist Heimat des Oberschlesischen Museums und stark von der Schwerindustrie geprägt.
  • Chorzów wurde als Freizeitstadt in den 1960ern konzipiert und hat einen großen Freizeitpark mit Planetarium, Delfinarium und Zoo.
  • Cieszyn (Teschen) ist eine Stadt mit schöner historischer Bausubstanz auf der Grenze zu Tschechien.
  • Częstochowa (Tschenstochau) verfügt über das berühmteste Kloster Polens, das aufgrund der sogenannten Schwarzen Madonna zu den wichtigsten Wahlfahrtsorten Mitteleuropas zählt.
  • Gliwice (Gleiwitz) hat eine mittelalterliche Altstadt und in ihrer Nähe steht der hölzerne Sendeturm Gleiwitz, der zu Anfang des Zweiten Weltkrieges eine unrühmliche Rolle spielte.
  • Katowice (Kattowitz) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft und verfügt über ein reiches Kultur- und Nachtleben mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten.
  • Ogrodzieniec ist die größte Burgruine im Jura.
  • Pszczyna (Pleß) besitzt eines der schönsten Schlösser Schlesiens.
  • Tychy (Tichau) ist Heimat einer 1629 gegründeten Brauerei (Tyskie) und mit dieser Teil der europäischen Route der Denkmäler der Industrie und Technik.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Saybuscher und Schlesischen Beskiden sind bei Wintersportlern und Wanderern beliebt. Dies gilt auch für den Jura. In diesem liegt eine der schönsten Burgruinen Europas, die Burg Ogrodzieniec.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die heutige Woiwodschaft Schlesien umfasst das östliche Gebiet Oberschlesiens, Teile des westlichen Kleinpolen und das sogenannte Teschener Schlesien. Diese Gebiete hatten eine teilweise unterschiedliche Geschichte. Teschen ist eine der ältesten Städte Polens und bestand schon zur Zeit des Großmährischen Reiches. Kleinpolen und Oberschlesien gehörten ebenfalls zum Großmährischen Reich. Ab ca. 990 gehörten alle diese Gebiete zu Polen. Im 14. Jahrhundert kamen Teschen und Teile Oberschlesiens an Böhmen und im 16. Jahrhundert an die Habsburger Monarchie, während Kleinpolen bis zur ersten Teilung Polens 1772 polnisch blieb. Nach den Schlesischen Kriegen wurde Oberschlesien preußisch, während Teschener Schlesien bei Österreich verblieb. Nach dem Ersten Weltkrieg kam fast das ganze Gebiet an Polen. Der Westen um Gleiwitz wurde Teil der Weimarer Republik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Teil polnisch. Die heutige Woiwodschaft Schlesien wurde 1999 aus den Gebieten vier alter Woiwodschaften gegründet.

Oberschlesien hat bis heute starke kulturelle Eigenheiten, die sich vom übrigen Polen unterscheiden und viele Menschen identifizieren sich stark mit ihrer Region. Bei der Volkszählung 2011 gaben rund 700.000 Einwohner ihre Volkszugehörigkeit als „Schlesier“ an (etwa die Hälfte davon nur schlesisch, die übrigen schlesisch und polnisch). Weitere 32.000 identifizieren sich als Deutsche.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, dem Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind sehr gut und stark ausgebaut. Die Anreise empfiehlt sich aus Breslau über die A4. Mit dem Flugzeug kann man von Deutschland, Österreich und der Schweiz den Flughafen in Kattowitz anfliegen. Ein anderer internationaler Flughafen in der Nähe befindet sich in Krakau.

Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Die Autobahnen sind sehr gut ausgebaut. In Schlesien ist die A4 in der Regel dreispurig und beleuchtet. Die A1 ist fast fertiggestellt. Es gibt zahlreiche Schnellstraßen. Im Oberschlesischen Industrierevier mit seinen fast 5 Mio. Einwohnern verkehren viele überregionale Straßenbahnen und Busse.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

In den Metropolen Oberschlesiens gibt es viele Clubs, Bars und Restaurants. In den Schlesischen Beskiden gibt es einige urige Gaststätten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z. B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 21 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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