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Berlin/Karl-Marx-Allee und Strausberger Platz

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Die Karl-Marx-Allee – im Vordergrund der Strausberger Platz, im Hintergrund sind die Türme des Frankfurter Tores zu erkennen

Die Karl-Marx-Allee ist der ehemalige Prachtboulevard von Ost-Berlin. Er liegt im Ortsteil Friedrichshain. An keinem anderen Ort in Deutschland lässt sich so authentisch die Architektur der DDR in ihren unterschiedlichen historischen Phasen erleben. An der Kreuzung der Karl-Marx-Allee mit der Lichtenberger Straße am Übergang von Friedrichshain zu Mitte befindet sich der Strausberger Platz.

Hintergrund[Bearbeiten]

Strausberger Platz mit „Schwebenden Ring“ und Haus Berlin

Die heutige Karl-Marx-Allee war schon zu den Anfangszeiten Berlins im Mittelalter eine wichtige Fernhandelsroute nach Osten. Sie hieß, da sie nach Frankfurt (Oder) führte, vom Alexanderplatz bis zum ursprünglichen Stadttor (dem Frankfurter Tor) Große Frankfurter Straße, östlich davon heißt sie bis heute Frankfurter Allee. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Straße, wie auch das Gebiet um den Strausberger Platz durch Bombenangriffe und durch den Einzug der Roten Armee fast vollständig zerstört.

Übersichtsplan Karl-Marx-Allee: Architekten und Bauphasen

Nach der Gründung der DDR 1949 wurden Große Frankfurter Straße und Frankfurter Allee, um den „Befreiers Berlins“, Joseph Stalin, zu seinem 70. Geburtstag zu ehren, in Stalinallee umbenannt. An der Allee wurden zunächst 1949–51 zwei Laubenganghäuser im Bauhausstil errichtet. Anfang der 1950er-Jahre beschloss die Staatsführung, die Straße zur „ersten sozialistischen Straße Deutschlands“ umzubauen. Nach dem Vorbild sowjetischer Monumentalarchitektur entstand ein 90 Meter breiter Prachtboulevard, dessen „Arbeiterpaläste“ von einem kommenden „Goldenen Zeitalter“ des Sozialismus künden sollten und der einer der letzten großen in Europa errichteten Boulevards ist.

Der eigentliche Boulevard entstand in zwei Etappen: Der erste Bauabschnitt wurde von 1951–58 errichtet, im Stil eines dekorativen regionalen Historismus in nationaler Tradition, auch Sozialistischer Klassizismus, scherzhaft „Zuckerbäckerstil“ oder „Stalinbarock“ genannt. Die neue Bebauung rund um den Strausberger Platz erfolgte von 1952 bis 1955 im selben Stil. Die Bauarbeiter auf der Großbaustelle Stalinallee gehörten am 17. Juni 1953 zu den Vorreitern des Volksaufstandes in der DDR, der von sowjetischen Truppen brutal niedergeschlagen wurde. Im Rosengarten der Karl-Marx-Allee (zwischen Block E und Block D) wird mit einem Denkmal an den Beginn des Aufstands des 17. Juni an diesem Ort erinnert.

Der zweite Bauabschnitt wurde von 1959-64 im Stil einer nachgeholten Moderne erbaut, auch als „Ostmoderne“ bezeichnet. Nach der Entstalinisierung in der Sowjetunion und DDR wurde 1961 der Teil der Stalinallee bis zum Frankfurter Tor in Karl-Marx-Allee umbenannt, der weiter stadtauswärts gelegene Teil in Frankfurter Allee zurückbenannt. Der ovale Strausberger Platz wurde 1967 gestaltet. Im Westen wird der Platz von zwei Hochhäusern begrenzt, auf der Nordseite dem Haus Berlin und auf der Südseite dem Haus des Kindes. Im Haus des Kindes befand sich ein Puppentheater, ein Kinderkaufhaus und im obersten Geschoss ein Kindercafé.

Auf der Karl-Marx-Allee hielt die DDR bis zu ihrem Untergang auch ihre Paraden zu Feiertagen wie dem Ersten Mai und dem Tag der Republik ab. Entlang der Allee sind Informationstafeln zur Geschichte der Straße aufgestellt.

Anreise[Bearbeiten]

Der U-Bahnhof Strausberger Platz

Mit Bahn und Bus[Bearbeiten]

  • Zum westlichen Ende der Allee: S-Bahn S5, S7, S75 oder U-Bahn U2, U5, U8 „Alexanderplatz“
  • Zum Strausberger Platz: U-Bahn U5 „Strausberger Platz“
  • Zum östlichen Ende der Allee: U-Bahn U5 oder Tram 21, M10 „Frankfurter Allee“ oder U5 „Samariterstraße“

Auf der Straße[Bearbeiten]

Vor den Häusern an den Hauptstraßen gibt es nur Kurzzeitparkplätze, hinter den Häusern in den Seitenstraßen findet man nach etwas suchen Parkmöglichkeiten, wo das Fahrzeug länger stehen darf.

Mobilität[Bearbeiten]

Um den Platz ist alles gut zu Fuß zu erreichen, selbst zum Alexanderplatz sind es nur einige hundert Meter zu laufen, oder zwei Stationen mit der U-Bahn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Häuserfront in der Karl-Marx-Allee

Die ganze Karl-Marx-Allee ist eine Sehenswürdigkeit: Sie steht unter Denkmalschutz und ist fast komplett noch so zu bewundern, wie sie zur DDR-Zeit aussah. Alle Häuser wurden nach der Wende denkmalgerecht saniert. Die folgenden Bauwerke sind besonders hervorzuheben.

Erste Bauphase[Bearbeiten]

  • Laubenganghaus Karl-Marx-Allee 126/128 von Ludmilla Herzenstein im Bauhaus Stil
  • Laubenganghaus Karl-Marx-Allee 102/104 von Hans Scharoun im Bauhaus Stil

Zweite Bauphase[Bearbeiten]

Frankfurter Tor
  • Block G von Hanns Hopp
  • Frankfurter Tor von Hermann Henselmann
  • Block C von Richard Paulick
  • Strausberger Platz von Hermann Henselmann mit dem Brunnen „Schwebender Ring“ von Fritz Kühn

Dritte Bauphase[Bearbeiten]

  • 1 Kosmos − ehemaliges Großraumkino von Joseph Kaiser. Das 1962 eröffnete Filmtheater war mit 1001 Sitzplätzen seinerzeit das größte und modernste Kino der DDR. Seit 2006 wird das Haus nach aufwändigem Umbau als Veranstaltungsort für Messen, Konferenzen und Tagungen genutzt.
  • 2 Kino International von Joseph Kaiser
  • Café Moskau von Joseph Kaiser
  • Haus des Lehrers von Hermann Henselmann

Denkmal und Brunnen[Bearbeiten]

Karl Marx

Der vom Kunstschmied Fritz Kühn gestalteter Brunnen auf dem Strausberger Platz wurde 1966 aufgestellt. Der Brunnen trägt den Namen „Schwebender Ring“ und die Fontäne in der Mitte des Brunnens erreicht eine Höhe von 18 Metern.

Auf einer Fläche im Südosten des Platzes wurde 1983 eine Karl-Marx-Büste von Will Lammert aufgestellt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Um den Platz herumlaufen und die Häuser besichtigen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Das Internationales Berliner Bierfestival findet an einem Wochenende Anfang August, auf 2,2 Kilometern zwischen 1 Strausberger Platz und 2 Frankfurter Tor statt, dort präsentierten rund 340 Brauereien aus 86 Ländern 2400 Sorten Bier und es werden weit über 800.000 Besucher aus aller Welt erwartet.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Bier-Spezialitäten-Laden, Karl-Marx-Allee 56 10243 Berlin. Tel.: +49 30 2492146. Große Auswahl an verschiedenen Bieren, gut sortiert nach Herkunftsländern. Geöffnet: von Montag bis Freitag 10.00 bis 19.30 Uhr und Samstag 9.00 bis 14.00 Uhr.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Ristorante a Mano, Strausberger Platz 2, 10243 Berlin. Tel.: +49 30 95598243. Italienische Küche. Geöffnet: täglich von 12.00 bis 23.00 Uhr. Preis: Pasta ab 9 €, Flesich ab 19 €.
  • 2 China-Restaurant Hua-Ting, Strausberger Platz 13, 10243 Berlin. Tel.: +49 30 2495089. Montag-Freitag von 11:30 – 15:00 Uhr Tagesmenüs ab 6 €. Geöffnet: täglich von 11.30 bis 22.30 Uhr.
  • 3 VIET HA - Goldener Karpfen, Lebuser Str. 13, 10343 Berlin. Tel.: +49 30 49 85 43 13. Chinesische-Thailändische-Vietnamesische Spezialitäten, Sushi-Bar, halb Imbiss, halb Restaurant. Geöffnet: von Montag bis Freitag von 11.00 bis 22.00 Uhr und Samstag und Sonntag von 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr.


Benachbarte Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Krüger, Thomas Michael: Architekturführer Karl-Marx-Allee. In: Die Neuen Architekturführer Sammelband Nr. 2. Berlin : Stadtwandelverlag, 2008, S. 66 (in Deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

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