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Berlin/Potsdamer Platz

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Der Potsdamer Platz ist sowohl ein zentraler Verkehrsknoten als auch ein nach der Wende neu entstandenes Quartier an der Stadtteilgrenze Tiergarten und Mitte. Nach über 40 Jahren Trümmerlandschaft und Grenzstreifen im Südosten vom Tiergarten und vor dem ehemaligen Stadttor am großen achteckigen Leipziger Platz in Berlin-Mitte ist in den 1990er Jahren ein neues Zentrum mit Kultur, Gastronomie, Geschäfts-Galerie, Hotels und Bürogebäuden entstanden.

Karte von Potsdamer Platz

Hintergrund[Bearbeiten]

Potsdamer Platz: links Bahn-Eingang, rechts S-Bahn
links: PricewaterhouseCoopers und Kollhoff-Tower,
mitte: Bahntower, rechts: Beisheim-Center

Seit dem Jahr 2000 pulsiert das Leben wieder am Potsdamer Platz, den einst Friedrich Wilhelm I. 1741 anlegen ließ. Er lag vor den Stadtmauern im Südosten Berlins und war getrennt durch das Stadttor zum Leipziger Platz. Vier Straßen liefen auf das Tor zu. Dahinter lag der 1732 bis 1738 angelegte Leipziger Platz mit seinen repräsentativen Wohnbauten und Geschäftsadressen.

Mit dem 1838 eröffneten Potsdamer Fernbahnhof entwickelte sich der Platz zu einem großstädtischen Verkehrsknoten und Umschlagplatz für Waren. Zwei Vorortbahnhöfe bekamen hier ebenfalls ihren Endpunkt. 1902 hatte die U-Bahn hier ihren vorläufigen Endpunkt und 1939 wurde der 4-gleisige unterirdische S-Bahnhof eröffnet. In den 20er und 30er Jahren war er der verkehrsreichste Platz Europas. Nobelhotels und Amüsierpaläste wie das „Haus Vaterland“ etablierten sich.

Reste der Berliner Mauer am Potsdamer Platz

Die Hälfte der Gebäude wurden im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört. Einige notdürftig wiederhergestellte Gebäude brannten beim Volksaufstand am 17. Juni 1953 erneut aus. Mit dem Mauerbau 1961 geriet der Potsdamer Platz, knapp im Bezirk Mitte gelegen, in in das Gebiet der DDR-Sperranlagen und war weder von West- noch von Ostseite begehbar. Die noch verbliebene Bebauung wurde nach 1961 abgerissen. Auf der Westseite konnte man von Holztribünen auf die innerstädtische Wüstung blicken. Der U-Bahnhof und der S-Bahnhof wurden mit dem Mauerbau geschlossen, S-Bahnzüge fuhren auf dem Weg vom Anhalter Bahnhof nach Gesundbrunnen ohne Halt durch. Die unterirdischen Bahnhöfe wurden von DDR-Soldaten bewacht.

Einen Teil des Potsdamer-Platz-Areals war im Zuge eines Gebietstausches 1988 an West-Berlin übergegangen, die Planungen für das Dreieck an der Lennestrasse wurden durch den Mauerfall überholt. Nach einem Jahrzehnt innerstädtischem Real-Monopolys begannen umfangreiche Bauarbeiten, mit denen das heutige Viertel aus dem Boden gestampft wurde, es war zeitweilig die grösste Baustelle Europas. Neben der Erneuerung der U- und S-Bahnsteige wurde unter der Tiergartener Seite ein unterirdischer 4-gleisiger Regionalbahnhof errichtet.

Anreise[Bearbeiten]

U-Bahn Eingang auf dem Leipziger Platz

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der unterirdische Bahnhof Potsdamer Platz wird von Regionalzügen der Linien RE3, RE4 u. RE5 (Schwedt - Berlin - Wittenberg; Jüterbog - Berlin - Rathenow; Stralsund - Berlin) und RB 10 Berlin - Nauen angefahren. Am S-Bahnhof Potsdamer Platz halten die S-Bahn-Linien S1, S2 u. S25. Die U-Bahnlinie U2 hat hier einen Halt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • M41, M48, M85 u. 200
  • Nachtbus: N2

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Parkmöglichkeiten gibt es in der Tiefgarage Sony Center, Einfahrt über Bellevuestraße oder Ben-Gurion-Straße

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sony-Center
Sony Center
vom Zugang Potsdamer Platz
  • 1 Sony Center Sony Center in der Enzyklopädie Wikipedia Sony Center im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSony Center (Q641108) in der Datenbank Wikidata nördlich der Potsdamer Straße Richtung Kemper Platz
    Ensemble aus sieben Häusern mit bis zu 103 m, indessen Mitte ein ovales Forum von einem aufgefächerten Glasdach in Form eines Zeltes überdacht wird.
    • Filmmuseum
    • CineStar- und IMAX-Kino, Potsdamer Straße 4
    • Restaurants
    • Bahn-Tower an der Spitze zum Potsdamer Platz
    • Alte Esplanade-Fassade an der Bellevueallee und der um 75 m verschobene Kaisersaal des ehemaligen Grandhotels Esplanade
  • Daimler City (Debis Areal) − südlich der Potsdamer Straße zum Mendelssohn-Bartholdy Park, in der Mitte die Alte Potsdamer Straße.
    • 2 Kollhoff-Tower Kollhoff-Tower in der Enzyklopädie Wikipedia Kollhoff-Tower im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKollhoff-Tower (Q1779433) in der Datenbank Wikidata mit 22 Stockwerken bei 101 m Höhe, am der Spitze des Potsdamer Platz gegenüber dem Bahn-Tower.
    • Potsdamer Platz Arkaden − Überdachte Geschäftsgalerie zwischen Alte Potsdamer Straße und Schellingstraße.
    • Musical-Theater mit 1754 Plätzen, Marlene-Dietrich-Platz 1
    • Bluemax Theater Berlin mit 600 Plätzen, Marlene-Dietrich Platz 4
    • Kino CinemaxX, Potsdamer Straße 5 (Eingang Voxstraße 2)
    • Spielbank
    • Grand Hyatt Hotel
  • Lenné-Dreieck in Norden zum Tiergarten
  • Beisheim-Areal mit dem Hotel Ritz-Carlton.
  • Park Kolonnaden, südlich, östlich des Mendelssohn-Bartholdy Park
  • Mendelssohn-Bartholdy Park, geplante Hochhausgruppe im Südosten des Parks

Museen[Bearbeiten]

  • Dalí – Ausstellung, Eingang ist am Leipziger Platz 7. Geöffnet: Göffnet ist von Montag bis Samstag 12.00 – 20.00 Uhr, Sonntag und an Feiertagen 10.00 – 20.00 Uhr, am 24. Dez. geschlossen. Preis: Eintritt 12,50 €, Kinder bis 6 Jahre frei, Vergünstigung mit der WelcomeCard.
Theater am Potsdamer Platz

Kultur[Bearbeiten]

  • 1 Theater am Potsdamer Platz (Musical-Theater), Marlene-Dietrich-Platz 1. Theater am Potsdamer Platz auf Facebook. Der Theaterbau von 1998 zählt mit 1.754 Sitzplätzen zu den größten Theatern Deutschlands. Hier liefen „Der Glöckner von Notre Dame“, „Cats“, ein Gastspiel der „Blue Man Group“, „Die Schöne und das Biest“, „Mamma Mia!“, „Dirty Dancing“ und zuletzt „Hinterm Horizont“ mit Liedern von Udo Lindenberg, das 2016 abgesetzt wurde. Seither wird die Bühne nicht mehr bespielt. Seit der Berlinale 2000 ist das Theater am Potsdamer Platz jedes Jahr im Februar Hauptspielstätte der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Während dieser Zeit heißt das Theater Berlinale Palast.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Wassernebel auf dem Piano-See während des Festival of Lights 2013
  • Marlene-Dietrich-Platz mit dem Theater am Potsdamer Platz und der Spielbank.
  • Piano-See
  • Boulevard der Stars, ein 320 m langer roter Weg mit zur Zeit 40 Messingsternen, die die Namen bedeutender Künstler tragen, ziert seit dem 10. September 2010 den Mittelstreifen der Potsdamer Straße hin zum Sony-Center, ähnlich dem Walk of Fame in Hollywood.

Parks[Bearbeiten]

  • Henriette-Herz-Park im Norden
  • Tilla-Durieux-Park im Süden auf dem ehemaligen Gleisvorfeld des Potsdamer Bahnhofs.


Cine Star event cinema

Aktivitäten[Bearbeiten]

In eines der Kinos gehen oder ein Museum oder eine Ausstellung besuchen. Essen, oder etwas trinken, in einem der vielen Restaurants und Bars, oder einfach nur das Gewusel im Sony-Center beobachten.

Lego-Giraffe
  • LEGOLAND® Discovery Centre Berlin, Potsdamer Straße 4, im Sony Center. Tel.: +49 (0)1805 - 666 90 110. Erlebniswelt und Spielplatz für die Kleinen und Einkaufen kann man natürlich auch. Geöffnet: Discovery Centre von 10.00 – 19.00 Uhr, letzter Einlass 17.00, der Laden ist täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, auch am Wochenende und an Feiertagen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Berlinale - Internationale Filmfestspiele Berlin Mitte Februar wird Berlin für ca. 10 Tage Zentrum der internationalen Filmwelt. Filme werden in etwa zwei Dutzend Berliner Veranstaltungsorten Filme gezeigt. Alle Filme des Wettbewerbs haben ihre feierliche Premiere im Theater am Potsdamer Platz, das sich zu dieser Zeit „Berlinale Palast“ nennt. Auch die Eröffnungsfeier und Vergabe der offiziellen Preise finden hier statt.
  • Festival of Lights, jedes Jahr im Oktober mit mehreren Lichtkunstinstallationen im Potsdamer Quartier.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Potsdamer Platz Arkaden

Küche[Bearbeiten]

Lindenbräu
  • Lindenbräu im Sony Center. Tel.: +49 (0)30 25 75 12 80. Selbstgebrautes Weißbier, teilweise exotisch gemixt mit regionalen und alpenländischen Gerichten. Innen- und Außensitzplätze. Es gibt auch eine Speisekarte in Blindenschrift. Geöffnet: So bis Do von 11.30 bis 01.30 Uhr und am Freitag und Samstag von 11.30 bis 02.30 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Mehrere Hotels der gehobenen Klasse im Quartier.

Weitere Hotels befinden sich im Südosten in der Stresemannstraße und der von ihr abbiegenden Anhalter Straße beim Anhalter Bahnhof.

Literatur[Bearbeiten]

Nachbarschaften[Bearbeiten]

  • Leipziger Platz im Osten
  • Tiergarten im Nordwesten
  • Kulturforum im Westen mit:
    • 3 Philharmonie und dem 4 Kammermusiksaal
    • 1 Staatsbibliothek
    • Museen: Neue Nationalgalerie, Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek, Kunstgewerbemuseum und Musikinstrumenten Museum
  • 3 Holocaust-Mahnmal und 4 Brandenburger Tor im Norden.

Weblinks[Bearbeiten]

  • potsdamer-platz.net - informiert über die Geschichte des Platzes, Gebäude und Sehenswürdigkeiten
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