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Berlin/Gendarmenmarkt

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Der Gendarmenmarkt ist der wohl schönste Platz im Zentrum von Berlin. Er liegt zentral in der Friedrichstadt im Ortsteil und Bezirk Mitte.

Schillerdenkmal und Französischer Dom

Anreise[Bearbeiten]

U-Bahnhof Linie U2 „Stadtmitte“ Ostausgang oder „Hausvogteiplatz“ Westausgang und Linie U6 „Französische Straße“ Südausgang, Nachtbus N6 „Stadtmitte“

Hintergrund[Bearbeiten]

König Friedrich I. ließ den Platz als Teil der Friedrichstadt ab 1688 im streng symmetrischen Barockstil anlegen. Nach 1701 entstanden die beiden Kirchen ohne die Türme, jeweils für die lutherischen (Deutsche Kirche) und für die französisch-reformierte (Französische Friedrichstadtkirche) Gemeinden. Unter Friedrich II. erhielt der Platz in den Jahren 1780–1785 seine heutige Gestalt mit den beiden nahezu identischen Kuppeltürmen, die an die Kirchen angebaut wurden. 1773 wurde zwischen den beiden Kirchen ein kleines französischsprachiges Komödientheater errichtet. Dieses wurde 1800 bis 1802 durch ein neues deutschsprachiges Nationaltheater mit 2000 Sitzplätzen ersetzt, das 1817 abbrannte. An dessen Stelle entstand das nochmal wesentlich vegrößerte königliche Schauspielhaus, welches 1821 eröffnet wurde. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges erholte sich der Platz mit seinen Ruinen erst Jahrzehnte später. Erst Ende 1984 hat die DDR-Regierung im Zuge der sogenannten Preußen-Renaissance die Gebäude wieder aufbauen lassen. 1991 wurde der Platz der Akademie wieder in Gendarmenmarkt umbenannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Konzerthaus
Konzerthaus mit Schillerdenkmal

Neben dem Königlichen Schauspielhaus sind es die beiden hohen, von Tambourkuppeln bekrönten Türme, die das Bild des Platzes prägen. Für sie und nicht für die Kirchen steht der Name Dom, entsprechend dem französischen Wort dôme für Kuppel. Die Bezeichnung Dom ist aber im allgemeinen Sprachgebrauch auf den Gesamtkomplex von Kirchengebäude und Kuppelturm übergegangen.

Französischer Dom[Bearbeiten]

Der Kuppelbau des Französischen Doms wurde 1780-1785 nach Plänen von Carl von Gontard im Stil des Palladianismus errichtet. Er besteht aus einem Unterbau in Form eines griechischen Kreuzes mit drei Portiken in korinthischer Säulenordnung. Auf dem Unterbau befindet sich ein von Säulen umgebender Tambour, welcher von einer Kuppel bekrönt wird. Der Kuppelbau wurde an die Französische Friedrichstadtkirche angebaut und steht auf der Nordseite des Gendarmenmarktes. Die Friedrichstadtkirche wurde bereits 1701-05 für die damals rund 8000 Hugenotten in der Stadt errichtet. Sie ist architektonisch an die Hauptkirche der Hugenotten in Frankreich angelehnt, die während der Hugenottenverfolgungen abgebrannt ist. Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Kirche eine neue Fassade, um eine stilistische Einheit mit den spätbarocken Kuppelbauten zu erreichen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Französische Dom stark beschädigt. 1981-1987 wurde er wiederaufgebaut und erhielt ein Glockenspiel mit 60 Glocken. Der 70 m hohe Turm wurde 2006 saniert. Eine Treppe führt auf die Aussichtsplattform in 40 m Höhe.

Im Inneren des Turmes ist seit 1935 das Hugenottenmuseum, es ist geöffnet Di-Sa von 12-17 Uhr, So 11-17 Uhr, Eintritt 2 €. Das Museum informiert über das Leben der Hugenotten, die als protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich nach Brandenburg und Berlin gekommen waren.

Schauspielhaus[Bearbeiten]

Das heute als Konzerthaus genutzte Schauspielhaus wurde 1818-21 nach Plänen von Karl-Friedrich Schinkel errichtet. An dem streng nach den Maßgaben des Klassizismus konzipierten Gebäude finden sich ein mächtiger Portikus mit inonischer Säulenordnung und vier große Giebelreliefs. Diese versinnbildlichen die ursprüngliche Funktion des Gebäudes als Theater- und Konzerthaus. Der Niobe-Mythos (Hauptgiebel) steht für die Tragödie, Orpheus und Eurydike (Nordgiebel) für den Gesang und das Bacchanal (Südgiebel) für die Kommödie. Heute musiziert im Konzerthaus vor allem das Berliner Sinfonie-Orchester. Die Akustik ist allerdings nicht auf allen Plätzen befriedigend. · · Tel.: 030 - 203 092 101

Deutscher Dom[Bearbeiten]

Deutscher Dom
Deutscher Dom

Der Deutsche Dom Kuppelbau des Deutschen Doms auf der Südseite des Gendarmenmarktes wurde wie sein Pendant an der Französichen Kirche 1780-85 erbaut und hat ein diesem sehr ähnelndes Aussehen. Hier kann man sich einen Spaß machen und nach den wenigen Unterschieden suchen. Die Deutsche Kirche ohne Turm entstand bereits zwischen 1701 und 1708. Das Gebäude dient der reformierten protestantischen Kirche als Gotteshaus. 1881 ersetzte ein Neubau im Stil des Neobarock den wegen Baufälligkeit abgerissenen alten Kirchenbau. Der Deutsche Dom wurde 1943 durch Bomben zerstört, aber erst 1986-1996 äußerlich detailgenau wieder aufgebaut. Seit seiner Wiedereröffnung wird der Deutsche Dom für Ausstellungen genutzt.

Seit dem Jahr 2002 beherbergt das Gebäude auf insgesamt fünf Ebenen die Ausstellung des Deutschen Bundestags Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland: Geöffnet Di. - So. von 10 - 18 Uhr, Mai − Sept. bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Schillerdenkmal[Bearbeiten]

Vor dem Schauspielhaus steht das Schillerdenkmal von 1871. 1935 wurde es von den Nazis entfernt und erst 1988 wieder aufgestellt.

Auf dem Rand einer Schale sitzen vier weibliche Allegorien. Ein würfelartiges Postament in deren Mitte trägt die Figur des Dichters. An den Seiten ist es mit Löwenköpfen, fein gezeichneten Reliefs und Inschriften geschmückt. Das mit einem Lorbeerkranz geschmückte Haupt stellt Schiller als selbstbewussten jungen Dichter dar. Von größerer künstlerischer Bedeutung für den Beginn des Neobarocks als die Schiller-Figur selbst gelten allerdings die allegorischen Frauengestalten.

Die Reliefs zeigen: Schiller empfängt eine Leier von den Musen und wird den Dichtern der Vorzeit vorgeführt.
Vorne links: Lyrik, die Harfe spielend; · vorne rechts: Tragödie, ursprünglich mit dem Dolch in der rechten Hand und einer Maske zu ihren Füßen; · hinten links: Geschichte, Namen historischer Persönlichkeiten (Lessing, Kant, Goethe) auf eine Tafel meißelnd; · hinten rechts: Philosophie, in der Hand eine Pergamentrolle mit der griechischen Aufschrift: "Erkenne dich selbst".

Aktivitäten[Bearbeiten]

Besuch von Veranstaltungen auf dem Platz:

  • Einheitsfest - Das Fest zur Deutschen Einheit findet jährlich am 3. Oktober statt.
  • Weihnachtsmarkt

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Stadtbummel in der Friedrichstraße

Küche[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Restaurant Refugium im Souterrain der Französischen Friedrichstadtkirche. Tel.: 030 - 229 16 61, täglich geöffnet ab 10:00 Uhr. Mittags-Menü oder Hauptgericht: 15,- €. Abends: Vorspeise ab 15,- €, Hauptgerichte: 19,50 − 33,- €, Menü ab 51,- €.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Das ehemalige Inter-Hotel und heutige 3-Sterne Hotel „Hilton“ liegt direkt gegenüber dem Berliner Dom. · Preise ab 116,50 € bis 349,- €, - Suiten von 208 bis 940 €.

Luxus[Bearbeiten]

  • Das 5-Sterne Hotel „The Regent Berlin“ liegt hinter dem Französischen Dom. · Preise von 275 € bis 360 €, Suiten von 395 bis 2750 €, excl. Frühstück.

Umgebung[Bearbeiten]

  • Friedrichstraße
  • St. Hedwigs-Kathedrale
  • Friedrichswerdische Kirche - (Schinkelmuseum)
  • Unter den Linden
    • Staatsoper Unter den Linden
  • Bebelplatz
  • Museumsinsel

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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