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Berlin/Prenzlauer Berg

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Prenzlauer Berg
U-Bahnhof U2 Eberswalder Straße
Kurzdaten
Bezirk:
Einwohner:
Lage
Berlin Pankow Prenzlauer Berg.svg
Eckhaus im Kollwitzkiez

Der Prenzlauer Berg ist ein Ortsteil von Berlin im Bezirk Pankow und liegt nördlich von Berlin-Mitte. Er hat Charme, weil hier die fast vollständigen Häuserblocks aus der Gründerzeit das Stadtbild und das Leben prägen. Hier wurde wenig abgerissen und erst nach 1989 umfangreich saniert. Heute bietet der Prenzlauer Berg umfangreiche Ausgehmöglichkeiten mit einer hohen Kneipendichte.

Der Ortsteil war bis 2001 ein eigener Bezirk Berlins.

Hintergrund[Bearbeiten]

War der damalige Bezirk früher noch geprägt vom Arbeitermilieu, so hat er sich seit der Wende grundlegend gewandelt, nicht nur im Aussehen der Häuser, sondern tiefgreifend in der Sozialstruktur. Die Wohnblöcke mit ihren vielen engen Hinterhöfen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts hatten alle Ofenheizung und Toilette auf dem Treppenaufgang. Allenfalls in den vornehmeren Straßen hatten die Vorderhäuser Bäder und einen Hinterausgang für die Dienstboten. Die DDR hielt die Mieten extrem niedrig. Die Mieteinnahmen reichten nicht für die Instandhaltung der Häuser, geschweige denn für eine Modernisierung. So waren sie bis zum Untergang der DDR dem Verfall preisgegeben. Die DDR plante, ganze Wohnblocks abzureißen und durch Plattenbauten zu ersetzen. Doch dazu kam es nicht mehr.

Schon in den letzten Jahren vor der Wende entwickelte sich eine Subkultur, die in den maroden Häusern wohnte. Mit der Öffnung der Mauer schwappten Heerscharen aus der Kreuzberger „alternative Szene“ und besetzten die Häuser und machten sie wieder bewohnbar. Mit der Rückübertragung der alten Besitztümer und der großzügigen Kreditvergabe der Banken sanierten die alten und neuen Hausbesitzer ihre Häuser, bauten Bäder und Zentralheizung ein und stellten die Fassade wieder in ihrem Ursprungszustand her. Zwangsläufig stiegen die Mieten kräftig, und sie steigen auch heute noch weiter. Damit wurde auch die nachgezogene „alternative Szene“ verdrängt. Sie wich den höheren Einkommensschichten und auswärtigen Zuzüglern, vornehmlich aus Schwaben. So kommt es, dass hier der schwäbische Bäcker Weckle verkauft anstatt Schrippen, wie das Brötchen in Berlin heißt. Nach Schätzungen hat seit der Wende 80 % der Bevölkerung gewechselt.

Anreise[Bearbeiten]

  • U-Bahnhof Eberswalder Straße der U2 ist ein guter Startpunkt.
  • S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee
  • nächste Regionalbahnhöfe: Alexanderplatz in Mitte, Gesundbrunnen im Wedding.
  • Radfahrer fahren ab Hackeschen Markt über Gormannstraße und Choriner Straße entspannt über eine Fahrradstraße (an allen Kreuzungen muss aber Vorfahrt beachtet werden!) durch den Bezirk.

Mobilität[Bearbeiten]

Fahrrad-Touren[Bearbeiten]

  • «Berlin Bike Tour», Bornholmer Straße 75. Tel.: +49 (0)30 6094 9498, Mobil: +49 (0)152 5344 7924. Geöffnet: Apr.-Sept. (Sommer) Mo-Fr 09:30-18:00, Sa-So 09:30-14:00; Okt.-März (Winter) Mo-So 09:30-11:00/15:00-16:00. Preis: Je nach Tour (inkl. Mietrad) 18,00 bis 21,00 €. Bei Anreise mit dem eigenen Rad, erhält man eine Ermäßigung von 5,00 € (Stand April 2014).

Fahrrad-Verleih[Bearbeiten]

  • «Berlin Bike Tour» in der Bornholmer Straße 75, Berlin Prenzlauer Berg, DE 10439 bietet Mietfahrräder zum Fahrradmietpreis für 1 Tag ab 15,00 € pro Rad an, ab 2 Tage Preisreduzierung, Fahrradhelm 2,00 € extra (Stand April 2014)
  • «Fahrradstation Prenzlauer Berg», Kollwitzstraße 77. Tel.: +49 (0)30 9395 8130, (0)180 5108 000 (Reservierung). Auf Vorbestellung werden auch Tandem-, Elektro- und 7-sitzige Conference-Fahrräder angeboten. Bieten auch Fahrradtouren an. Preis: Fahrradmietpreis für 1 Tag: ab 15,00 € pro Rad, ab 2 Tage Preisreduzierung, Ausweis Vorlage erforderlich, Fahrradanhänger 10,00 €, Fahrradhelm 5,00 € extra (Stand April 2014).
  • 2 «Leila» Leihladen (Leila ist ein Projekt im GeLa e.V. - FairTeilen in Gemeinschaftsläden.), Fehrbelliner Straße 92 (Im Stadtteilzentrum). Mobil: +49 (0)176 5671 6303, E-Mail: . Der Laden ist kein Fahrradverleih im üblichen Sinne, sondern ein Leihladen und es sind manchmal auch Fahrräder vorrätig, sowie Anhänger, Schlafsäcke und Campingzubehör. Geöffnet: Mo-Di 15:00-19:00, Mi 15:00-18:00, Fr 16:00-19:00 und wenn jemand Lust hat. Preis: Spenden erwünscht.
  • 3 «Lila Bike», Schönhauser Allee 41. Tel.: +49 (0)30 4209 3446, Mobil: +49 (0)176 9957 9089, E-Mail: . Keine Tandems oder Fahrradanhänger im Verleih! Geöffnet: Mitte März bis Ende Oktober 10:00-15:00/16:00-20:00. Winter Monate nur auf Anfrage. Preis: Fahrradmietpreis für 24 Stunden: 8,00 € pro Rad, jeder weitere Tag 5,00 €, pro Fahrrad 20,00 € Kaution erforderlich (Stand April 2014).
  • «Orange Bikes», Kollwitzstraße 35. Mobil: +49 (0)163 892 6427. Geöffnet: Apr.-Okt. täglich 12:00-18:00. Preis: Fahrradmietpreis für 24 Stunden: 7,00 € pro Rad, Pro Fahrrad 25,00 € Kaution erforderlich (Stand April 2014).
  • 4 «Stadtrad rent-a-bike», Pappelallee 43. Tel.: +49 (0)30 5449 0320, Fax: +49 30 54490324, E-Mail: . Geöffnet: Mo-Fr 10:00-18:30, Sa 10:00-14:00, Feiertags sowie Oster- und Weihnachtsferien geschlossen. Preis: Fahrradmietpreis für 1 Tag: 10,00 € pro Rad inkl. Zahlenschloss, Korb und Berlin-Stadtplan, Mietpreis ab 5 Tage auf Anfrage (Stand April 2014).

Rikscha Stadtrundfahrt[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zeiss-Großplanetarium
  • Auf dem Jüdischen Friedhof liegen die Gräber des Malers Max Liebermann und seiner Frau Martha, des Komponisten Giacomo Meyerbeer und des Verlegers Leopold Ullstein.
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Zeiss-Großplanetarium Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin, Aktuelle Veranstaltungen auf der Webseite, wie z.B. das Hörspiel unterm Sternenhimmel, Tel. 42 18 450.
  • Pfefferberg − ehemalige Brauerei Pfeffer

Kieze, Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Szenekieze im Süden:

  • Rosenthaler Vorstadt − Kastanienallee, Oderberger Straße, hier sind viele Restaurants konzentriert, einschließlich dem Prater.
  • Kollwitzkiez − Kollwitzstraße, Kollwitzplatz und Knaackstraße - die schon etwas gehobenere Gastronomie.
  • Winsviertel − zwischen Prenzlauer Alle und Greifswalder Straße
  • Bötzowviertel − um den Arnswalder Platz
  • Helmholtzkiez − auch LSD-Viertel genannt nach: Lychener-, Schliemann- und Dunckerstraße.

Familienkieze im Nordwesten:

  • Gleimviertel
  • Nordische Viertel
  • Humannplatz

Siedlungen im Osten

Museen[Bearbeiten]

  • Museum in der Kulturbrauerei. Mit der Dauerausstellung "Alltag in der DDR". Geöffnet: Di – So + Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr, Do bis 20.00 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • 2 Mach mit Museum, Senefelderstr. 5/6. Tel.: +49 30 74778-200, E-Mail: . Das MACHmit!-Museum für Kinder ist ein ganz besonderes Museum: Zahlreiche MACHmit!-Angebote zum Entdecken, Ausprobieren und Erforschen animieren Kinder dazu, spielerisch zu lernen und nicht ganz alltägliche Erfahrungen zu sammeln. Geöffnet: Di – So 10.00 – 18.00 Uhr. Preis: Eintritt für alle ab 3 Jahre: 4,50 €, Kinder ab 2 J.: 3,50 €, ermäßigt: 4,- €.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Im Sommer ist der Mauerpark gut um auf dem Rasen zu Entspannen und das gute Wetter zu genießen. In der Vornacht zum 1. Mai wird im Mauerpark jedes Jahr die Walpurgisnacht gefeiert, wobei es nach Mitternacht jedoch in der Vergangenheit immer wieder zu kleineren Ausschreitungen gekommen ist.

Einkaufen[Bearbeiten]

Haupteinkaufsstraße: Schönhauser Allee, in den Seitenstraßen findet man kleinere und „szenigere“ Läden (Kastanienallee, Danziger Straße, Lychener Straße). Die Schönhauser Allee Arcaden sind eine typische Zusammenstellung diverser Ketten unter einem Dach.

  • 5 Tschechische Lebensmittel und Waren «Tuzex», Schliemannstraße 38, Prenzlauer Berg, Berlin, 10437 (Straßenbahn Haltestelle Husemannstraße). Mobil: +49 1785 747 016. Böhmische Spezialitäten, original tschechische Qualitätswaren, traditionelle Lebensmittel und Delikatessen, Spezialitäten, Spielwaren, Souvenirs. Geöffnet: Di-Fr 12:00-19:00, Sa 12:00-18:00. Typ ist Gruppenbezeichnung

Küche[Bearbeiten]

Dicht an dicht liegen Restaurants, Cafés und Imbisse z.B. in der Kastanienallee und in der Schwedter Straße. Die gehobene Gastronomie, mehr von Zugezogenen und Touristen beherrscht, liegt um den Kollwitzplatz. Weitere Informationen zum Thema Essen und Trinken in Berlin.

Konnopkes Imbiss unter der U-Bahn
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Bei Konnopkes Imbiss kann man traditionsgemäß die beste Currywurst Ost-Berlins (oder für manche: der Welt) essen. Der 2011 im Neubau im Stil der sechziger Jahre wiedereröffnete Imbiss befindet sich am U-Bahnhof Eberswalder Straße unter dem stählernen Viadukt der dort als Hochbahn verlaufenden U-Bahn Strecke U2. „Ne’ Curry mit ’ner Schrippe“ kann man dort von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr genießen.
  • 3 Restaurant Frida Kahlo, Lychener Str. 37, U2 Eberswalder Straße). Mexikanisches Essen und gut gemixte Cocktails. An der Bar bekommt man gelegentlich Tequila und Mezcal angeboten, die nicht in der Karte stehen. Geöffnet: 9:00–2:00.
  • 4 Cafe Butter, Pappelallee 73, 10437 Berlin. Tel.: +49 30 5268 5933, E-Mail: . Café mit günstigen kleinen Gerichten und viel Platz zum Draußensitzen, allerdings bei windigem Wetter recht zugig. Innen originell und hell. Straßenbahnhaltestelle vor der Tür.
  • 5 Nocti Vagus, Saarbrücker Straße 36-38, 10405 Berlin. Tel.: +49 30 74749123. Dunkelrestaurant, es wird im dunkeln gegessen um die Sinne anzuregen, die Bedienungen sind blind und geleiten die Gäste. Auf der Dunkelbühne wird täglich Programm geboten. Geöffnet: Täglich ab 18 Uhr. Preis: Menü 39 € bis 59 €.
  • 6 Ars Vini, Sredzkistraße 27, 10435 Berlin. Tel.: +49 30 49088540. Fonduelokal, es gibt Fondues mit Fleisch, Fisch und Gemüse, Käsefondues Geöffnet: Täglich 17.00 - 24.00 Uhr. Preis: Fondue 16 € bis 26 € pro Person.
Kulturbrauerei
  • Prater − der älteste Biergarten der Stadt. · Kastanienallee 7-9, · U2 „Eberswalder Straße“
  • Tauro, Schönhauser Allee 176, U2 Senefelder Platz. Spanisches Restaurant im ehemaligen Ballsaal mit Biergarten auf dem Pfefferberg.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Gelände der Kulturbrauerei war früher mal eine Bierbrauerei und ist heute ein kulturelles Zentrum. Es gibt eine Jazzbar, ein recht exotisches Restaurant (siehe Küche), ein Kinokomplex für Mainstream- und alternative Filme, das Kesselhaus (eine Konzerthalle) und mehrere Nachtclubs. Die Kulturbrauerei liegt nahe dem U-Bahnhof Eberswalder Straße (U2).
    • SODA-Club in der Kulturbrauerei, Tel.: +49 30 4431 5155 − Club und Restaurant. Parties mit R'n'B, Dance Classics, Discohousesounds oder Salsa- und Merengue-Rhythmen. Im Restaurant gibt es bis 22 Uhr regionale und saisonale Gerichte, sowie Berliner Spezialitäten, Pastagerichte und Pizzen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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