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Europäischer Fernwanderweg E3

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Verlauf des Fernwanderweges E3

Der Europäische Wanderweg E3 beginnt auf der Iberischen Halbinsel. Santiago de Compostela ist die bekannteste Wegmarke in Westeuropa, denn zunächst folgt der E3 bekannten Pilgerrouten. Weniger bekannt ist der Wegverlauf in Osteuropa bis zum Schwarzen Meer.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der E3 ist aufgebaut aus diversen Weitwanderwegen auf nationalem und regionalem Nivau. In Frankreich und Spanien ist das die Pilgerroute des Jakobswegs, der GR 65, der durch die Auvergne verläuft. Die Pyrenäen werden in der Höhe von Saint-Jean-Pied-de-Port überquert. Dies ist auch ein beliebter Start für die Pilgerroute Jakobsweg. Auch ein anderer Startpunkt, um nach Compostela zu laufen, liegt auf dem E3 mitten in Frankreich, nämlich der Ort Vézelay. Weiter verläuft der E3 durch Belgien, Luxemburg, Deutschland, Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Serbien und Bulgarien. Der Wegverlauf durch Rumänien und Serbien ist noch nicht vollständig markiert, steht aber bereits fest.

Bergwanderweg Eisenach-Budapest[Bearbeiten]

Dieser Wanderweg innerhalb der sozialistischen Staatengemeinschaft wurde im Jahr 1983 eröffnet, trägt den schönen Namen Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest und erfreut sich seitdem einiger Beliebtheit. Die erste bekannte Begehung der Gesamtstrecke des EB im Jahr 1987 konnte in 74 Tagen bewältigt werden. Nach der politischen Wende des Jahres 1989 orientierte sich der Verlauf des Europäischen Fernwanderweg E3 in Richtung Osten weitgehend an der Route des Bergwanderwegs Eisenach-Budapest. Das gilt vor allem für den Abschnitt von Rechenberg-Bienenmühle im Osterzgebirge bis zur ungarischen Grenze bei Sátoraljaújhely. Allein der westliche EB-Abschnitt vom Startpunkt auf der Wartburg bei Eisenach bis Hřensko wird noch durchgehend mit dem EB-Logo markiert. Während der E3 in einer böhmischen und einer sächsischen Variante südlich bzw. nördlich des Erzgebirgskamms verläuft, folgt der "EB" dem bekannten Rennsteig, durchquert das Thüringer Schiefergebirge, die Saaletalsperren, das Vogtland und passiert das Erzgebirge ebenfalls auf seiner Nordseite auf deutschem Gebiet. Mit einer Alternativroute ab Fulda ist der E3 auch über die EB-Variante durchgehend wanderbar.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Bleibt man in der Nähe der Jakobswege, gibt es normalerweise genügend Unterkünfte. Wie für alle Wanderer wird auch hier eine Impfung gegen FSME empfohlen.

Anreise[Bearbeiten]

Portugal[Bearbeiten]

Spanien[Bearbeiten]

Ab Santiago de Compostela ist der E3 bis Vézelay in Frankreich identisch mit dem Camino Francés, dem bekanntesten Jakobsweg. Markiert ist der E3 deshalb auch mit der gelben Muschel auf blauem Hintergrund und manchmal einem gelben Pfeil. Inzwischen sind große Strecken ebenfalls mit der weiß-roten Markierung versehen, die auch in Deutschland gebraucht wird. Falls man in Santiago beginnt, muss man immer Richtung Osten gehen. Die anderen Jakobswege, aus Portugal und dem Süden Spaniens kommend, könnten sonst verwirren. Der E3 passiert 42.5456-6.60111 Ponferrada, León, Burgos und geht nach Pamplona in die Pyrenäen. Auf dem Col de Bentarte wird Frankreich erreicht.

Frankreich[Bearbeiten]

De E3 setzt sich hier aus folgenden Teilen zusammen :

Jakobsweg oder GR 65 - von der spanischen Grenze bis la Roche bei Le Puy-en-Velay[Bearbeiten]

  1. Von Col de Bentarte (ca. 6 km von Roncesvalles (Spanien) nach Moissac [1] (? km)
  2. Von Moissac nach Figeac [2] (? km)
  3. Van Figeac naar Le Puy [3] (? km)

GR 3 - von la Roche bei Le Puy-en-Velay bis Signal de Mont[Bearbeiten]

  1. Von Puy nach Apinac [4] (? km)
  2. Von Apinac nach Chabreloche[5] (? km)
  3. Von Chabreloche nach les Chevreaux (bei Châtelus)[6] (? km)
  4. von les Chevreaux naar Signal de Mont [4] (? km)

GR 13 - von Signal de Mont bis Fontainebleau[Bearbeiten]

  1. von Signal de Mont bis rAuxerre [7]. Der GR 13 verläuft von St-Moré bis Auxerre 36 km parallel mit GR 654[8] (? km).
  2. Von Auxerre nach Fontainebleau [4] (? km)

GR 1 (Sentier d'Île-de-France) - von Fontainebleau bis Château de la Reine Blanche[Bearbeiten]

GR 12 ( Amsterdam-Paris) - Château de la Reine Blanche (bei Chantilly) nach Montcornet[Bearbeiten]

  1. Von Château de la Reine Blanche (bei Chantilly) nach Amifontaine [9] (168 km)
  2. Von Amifontaine nach Son[4] (41 km)
  3. Umgebung Son (in der Nähe von Rethel) zum Lac des Vieilles Forges in der Umgebung von Montcornet; dieser Teil läuft zusammen mit einem Teil des GR 654.[8] (67 km)

Der GR 12C[Bearbeiten]

ist die Verbindung zum GR 15, auch als GR AE bekannt. Der GR 12C geht von dem oben erwähnten Stausee durch die Stadt 49.69464.01522Montcornet nach Monthermé an dem Fluß Maas.[4]

GR 15 (GR AE) - Ardennen – Eifel[Bearbeiten]

Er verläuft in Frankreich von Monthermé naar Sorendal.[10] (200 km). Der Teil des AE ist entlang dem Fluß Semoy ist (mit kleinen Abweichungen und in entgegengesetzter Richtung) von Julien van Remoortere beschrieben worden.[11]

Belgien (200 km)[Bearbeiten]

GR 15 (GR AE) - Ardennen – Eifel[Bearbeiten]

Verläuft von Bohan, größtenteils im Tal von Semois[11] und am Fluß Rulles naar Martelange (totaal 200 km).[10]

Luxemburg[Bearbeiten]

GR AE bis Clervaux[Bearbeiten]

Danach ist der E3 Teil des Wanderweges E2, der besser bekannt ist als GR 5, nach Süden bis Schengen auf dem Dreiländereck von Belgien, Deutschland und Luxemburg. Alte Ausgaben des französischen Topoguide réf. 514[12] beschreiben den luxemburgischen Teil des E3 zwischen Clervaux und Schengen, aber seit 2009 nicht mehr.

Deutschland[Bearbeiten]

Der deutsche Abschnitt der Route beginnt im Dreiländereck Luxemburg-Deutschland-Frankreich an der Mosel. Von dort geht es ein kurzes Stück durchs Saarland zur Saar und anschließend nach Saarburg. Bis zum Rhein geht es durch Rheinland-Pfalz und dabei auch durch den erst im März 2015 gegründeten Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Außerdem wird kurz vor der Rheinüberquerung der kleine Bruder, der Europäische Fernwanderweg E8, gekreuzt.

Der größte Fluss des Landes ist gleichzeitig auch die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Ab Kaub geht es dann weiter durch den Taunus und nahe an Wiesbaden und Frankfurt vorbei. Hier gibt es ein kurzes Rendezvous mit dem größeren Bruder, dem Europäischen Fernwanderweg E1. Weiter geht es über Butzbach und ländliches Gebiet nach Fulda.

Hinter Fulda gibt es drei Varianten:

  1. Kurz hinter Fulda spaltet sich eine Route nach Eisenach vom eigentlichen E3 ab. In Eisenach beginnt der Bergwanderweg Eisenach-Budapest, die Freundschaftsroute der früheren sozialistischen Länder. Dieser Weg ist eine Variante des E3. Der EB-Weg folgt anfangs dem Rennsteig, macht dann eine große Schleife an den thüringischen Saale-Talsperren und führt durch Vogtland, Erzgebirge und Elbsandsteingebirge, um Deutschland bei Hřensko an der Elbe zu verlassen. Soweit die Route E3 dort mit dem Wanderweg Eisenach-Budapest zusammenfällt, wird er dort beschrieben.

Die Hauptroute des E3 verläuft wie schon vor 1989 südlich der Grenze Thüringens nach Bad Alexandersbad bei Wunsiedel, wo sie sich dann teilt:

  1. Die sächsische Variante verläuft durch Selb, das [Vogtland]] und das Erzgebirge, um sich bei Rechenberg-Bienenmühle dann mit dem EB-Weg zu vereinigen. Diesen Teil des E3 findet man auf den Kompasskarten 805, 806 und 807.
  1. Die böhmische Variante verläuft von der deutsch-tschechischen Grenze über die tschechischen Städte Cheb, Loket, Karlsbad und Děčín bis Hřensko. Die Route ist auf den Karten 2018, 2014 und 2012 von Kompass eingezeichnet.

Tschechien, Polen, Slowakei[Bearbeiten]

  • Ab Hřensko bei Děčín folgt der E3 weitgehend dem Wanderweg Eisenach-Budapest, der an der Nordgrenze von Tschechien und der Slowakei verläuft (also die Südgrenze von Polen). Dann weiter nach Osten erreicht der Weg die Karpaten und geht durch die östlichen Teile der Slowakei und Ungarns.

Ungarn[Bearbeiten]

  • Der E3 verlässt den Bergwanderweg Eisenach-Budapest und verläuft über den ungarischen Wanderweg Alföldi Kéktúra nach Süden bis Artánd an der rumänischen Grenze.

Rumänien[Bearbeiten]

  • Es war immer schon der Plan, den E3 durch Rumänien mit dem bulgarischen Wanderweg Kom-Emine zu verbinden. Der Abschnitt soll über 683 Kilometer von Gura Văii über die Munții Banatului und die Munții Apuseni nach Oradea führen und wird gegenwärtig markiert.[13]

Serbien[Bearbeiten]

  • Da der Berg Kom, der Beginn des E3 in Bulgarien, auf der Grenze nach Serbien liegt, lag es auf der Hand, den E3 durch Serbien zu führen. Auf dem Papier existiert eine Trasse von der rumänischen Grenze am Eisernen Tor bis zur bulgarischen Grenze.[14][15]

Bulgarien (650 km)[Bearbeiten]

Der bulgarische Bergwanderweg Kom-Emine (kurz KE-Weg, bulgarisch Ком - Емине) ist 650 km lang und damit der längste markierte Wanderweg Bulgariens. Ein Teil des Weges verläuft auf dem Kamm des Balkangebirges. Der E3 endet vorerst beim Kap Emine am Schwarzen Meer.

Literatur[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Top-Guide Réf. 653 (2004) "Sentier de Saint-Jacques, Moissac-Roncevaux". ISBN 978-2-7514-0015-5.
  2. Top-Guide Réf. 652 (2006) "Sentier de Saint-Jacques, Figeac-Moissac". ISBN ?.
  3. Top-Guide Réf. 651 (2006) "Sentier de Saint-Jacques de Compostelle, Le Chemin du Puy-Figeac". ISBN ?.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 N.t.b.
  5. Top-Guide Réf. P421 (2002) "Les Mont Forez". ISBN ?.
  6. Top-Guide Réf. P031 (2002) "La Montagne Bourbonnaise". ISBN 978-2-85699-938-7. Bei FFRP ausverkauft
  7. Top-Guide Réf. 111 (2006) "Traversee du Morvan". ISBN 978-2-7514-0130-5.
  8. 8,0 8,1 Top-Guide Réf. 654 (2005) "Sentier De Saint Jacques: la voie de Vézelay ". ISBN 978-2-7514-0078-0.
  9. Top-Guide Réf. 800 (2006) " Les Gr De Picardie ". ISBN 978-2-7514-0156-5.
  10. 10,0 10,1 Topogids GR AE - Ardennen - Eifel Tronçon Semois; ISBN in Wiederaufgelegt (2007)
  11. 11,0 11,1 Julien van Remoortere: "De Semois van Bron tot Monding"; Baarn: Ausg. Fontein (1995); ISBN 90-2610-808-7.
  12. FFRP: "Luxembourg, d'Ouren à Ars-sur-Moselle"; uitg. FFRP (1979 - vóór 2009); ISBN 2-85699-185-8.
  13. Ralf Sudrigian : 683 Kilometer auf der E3 durch das Westgebirge und die Banater Berge. In: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. 17. Dezember 2014, abgerufen am 23. Februar 2017.
  14. Branislav Božović, Boris Mićić, Momčilo Vuković, Veroljub Kovačević: "Rambling through Serbia at a slow pace", European Ramblers Association
  15. Prames im Auftrag der Europäischen Wandervereinigung: Map of European Long-Distance Footpaths (2011). ISBN 9-788483-21962-1

Weblinks[Bearbeiten]

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