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Zillertaler Alpen

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Zillertaler Alpen
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Die Zillertaler Alpen sind Teil des Alpenhauptkammes und Grenzgebirge zwischen Italien und Österreich.

Regionen[Bearbeiten]

Verwaltungstechnisch verteilen sich die Zillertaler Alpen auf Nordtirol (Österreich) und auf Südtirol (Italien), diese Aufteilung entspricht auch der nach den Nördlichen und Südlichen Zillertaler Alpen.

Gebirgsgruppen[Bearbeiten]

Alpenhauptkamm: Großer Möseler (3.478 m, halblinks) und Turnerkamp (3.418 m, etwas unauffällig halbrechts), gesehen vom Hochfeiler (3.510 m)

Nach der Topografie sind die Zillertaler Alpen in ein verzweigtes System aus Berggruppen und Seitenkämmen aufgeteilt, die sich untereinander teilweise stark unterscheiden:

  • Der Zillertaler Hauptkamm (Hochfeiler, 3.510 m) als Teil des Alpenhauptkamms der Ostalpen ist mit rund 42 Kilometern der längste und auch der zentrale Gebirgszug in den Zillertaler Alpen, er verläuft von Ost nach West und ist die Wasserscheide zwischen der Adria und dem Schwarzem Meer, die Grenze zwischen Nordtirol und Südtirol und hier befinden sich auch die schroffsten und höchsten Gipfel und die ausgedehntesten Gletscher.
Im Mittelgrund der Tuxer Kamm: In Bildmitte der Olperer (3.476 m) mit dem Fußstein; Links vom Olperer/Fußstein: Alpeiner Scharte, Schrammacher und Hohe Wand; Rechts vom Olperer der Riepensattel mit dem Tuxer Gletscherskigebiet, Gefrorene Wandspitzen, Hoher Riffler; Im Vordergrund rechts der Schlegeisspeicher;
  • Der Tuxer Kamm (Olperer, 3.476 m) ist der zweithöchste Gebirgskamm, er ist dem Hauptkamm nach Nordwesten vorgelagert und verläuft über 33 Kilometer Länge von Nordosten bei Mayrhofen bis nach Sterzing im Südwesten. Auch diese Gipfel sind felsig, schroff, hochalpin und stark vergletschert.
  • Die vergletscherte Reichenspitze (3.303 m) und ihre Gipfel liegt ganz im Nordosten der Zillertaler Alpen und wird als eigene Untergruppe der Zillertaler Alpen geführt.
  • Die Pfunderer Berge (Wilde Kreuzspitze, 3.132 m), sind eine südliche Untergruppe der Zillertaler Alpen, sie bestehen aus dem Kreuzspitzkamm und den abzweigenden Kämmen von Wurmaulkamm, Plattspitzkamm, Grubbachkamm und Mühlwalder Kamm. Die Pfunderer Berge erstrecken sich nördlich des Pustertals, sie sind mit Ausnahme des verbliebenen Restes vom Rauhtalgletscher völlig eisfrei und haben daher als Grasberge auch den Beinamen "Grüne Berge". Diese Gipfel sind im Sommer vor allem ein Ziel für die Wanderer und im Winter bei den Skitourengängern recht beliebt.

Die Tuxer Alpen wurden lange als eine Untergruppe der Zillertaler Alpen geführt, nach der aktuellen Alpenvereinseinteilung sind sie eine eigenständige Gebirgsgruppe.

Täler[Bearbeiten]

Zu den nur gering besiedelten und im zentralen Teil der Zillertaler Alpen gelegenen System der Hochgebirgstäler, bestehend aus Zillergrund, Zemmgrund und ihren Seitentälern siehe den eigenen Abschnitt zu den Hochgebirgstälern.

Täler im Norden der Zillertaler Alpen (in Nordtirol) sind:

  • Zillertal, ein breites und dicht besiedeltes Trogtal, es ist namensgebend für das ganze Gebirge, liegt selber aber nicht in den Zillertaler Alpen. Das touristisch hoch entwickelte Zillertal führt von Norden aus dem Unterinntal zwischen den Tuxer Alpen und den Kitzbüheler Alpen nach Süden und berührt dort die Nordseite der Zillertaler Alpen.
  • Tuxertal, ein südwestliches Seitental des Zillertals und Grenztal der Zillertaler Alpen zu den Tuxer Alpen;
  • Gerlostal, ein östliches Seitental des Zillertals und das Grenztal der Zillertaler Alpen zu den nordostseitig anschließenden Kitzbüheler Alpen;

Täler im Westen der Zillertaler Alpen:

Die Täler an der Westseite der Zillertaler Alpen zweigen vom Nordtiroler Wipptal und vom Südtiroler Wipptal nach Osten ab. Das Wipptal mit der Eisenbahn, der Autobahn und dem Brenner als einem der wichtigsten Alpenübergänge ist dabei auch das Grenztal zu den im Westen anschließenden Stubaier Alpen als Fortsetzung des Alpenhauptkamms.

Täler im Süden der Zillertaler Alpen (in Südtirol) sind:

  • Pustertal, dicht besiedelte Industrieregion, Hauptverkehrsader und Grenztal der Zillertaler Alpen zu den südlich anschließenden Westlichen Dolomiten;

Orte[Bearbeiten]

Karte von Zillertaler Alpen

Das Gebirgsinnere ist nur sehr dünn besiedelt, größere Ortschaften gibt es vor allem in den umgrenzenden Randtälern und ihren Seitentälern.

Im Folgenden und in Auswahl die wichtigsten Orte in der Region der Zillertaler Alpen. Ausführlichere Listen siehe im Abschnitt Täler vor.

Orte in Nordtirol (Österreich):

  • 1 Mayrhofen Website dieser Einrichtung. Mayrhofen in der Enzyklopädie Wikipedia Mayrhofen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMayrhofen (Q668214) in der Datenbank Wikidata. 633 m), Zentrum im Zillertal, Tourismus und Wintersport
  • 2 Hintertux. Hintertux im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHintertux (Q2607085) in der Datenbank Wikidata. (1.511 m) Weiler und Tourismuszentrum an der Talstation des Gletscherskigebiets
  • 3 Gerlos Website dieser Einrichtung. Gerlos in der Enzyklopädie Wikipedia Gerlos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGerlos (Q697545) in der Datenbank Wikidata. (1.247 m), am Gerlospass, Tourismus und Wintersport
  • 4 Matrei am Brenner Website dieser Einrichtung. Matrei am Brenner in der Enzyklopädie Wikipedia Matrei am Brenner im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMatrei am Brenner (Q429728) in der Datenbank Wikidata. (992 m), Tourismus und Gewerbebetriebe
Brener von Süden

Orte in Südtirol (Italien):

  • 5 Brenner Website dieser Einrichtung. Brenner in der Enzyklopädie Wikipedia Brenner im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrenner (Q375769) in der Datenbank Wikidata. 1.374 m), der Ort am Alpenpass
  • 6 Sterzing Website dieser Einrichtung, Amateursportverein WSV Sterzing-Ski, Piazza Città, 3, Vipiteno. Sterzing in der Enzyklopädie Wikipedia Sterzing im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSterzing (Q263305) in der Datenbank Wikidata. (935 m), Alpenstädtchen mit gut erhaltenem mittelalterlichem Stadtbild und Hauptort im Südtiroler Wipptal
  • 7 Bruneck Website dieser Einrichtung. Bruneck in der Enzyklopädie Wikipedia Bruneck im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBruneck (Q256765) in der Datenbank Wikidata. (838 m), Hauptort des Pustertals

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Der österreichische Hochgebirgs Naturpark Zillertaler Alpen wurde im Jahre im Jahre 1991 zunächst als Naturpark ausgewiesen und umfasst mit 379 km² die meisten Teile des Nordtiroler Teils der Zillertaler Alpen. Seit 2001 führt das Ruhegebiet die Bezeichnung "Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen", das Naturparkhaus befindet sich in Ginzling.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Zillertaler Alpen werden im Westen vom Wipptal (oberes Eisacktal und Stilltal) im Süden durch das Pustertal zwischen Brixen und Bruneck, im Südosten vom Ahrntal, im Osten durch das Krimmler Achental und im Norden vom Gerlospaß und nördlichem Zillertal begrenzt. Die Tuxer Alpen werden nach neuester Einteilung als eigene Gebirgsgruppe geführt.

Höchste Stelle ist mit 3.510 m ü. NN der Gipfel des Hochfeilers, die tiefste Stelle ist mit 560 m ü. NN die Mündung der Rienz in die Eisack bei Brixen.

Angrenzende Gebirgsgruppen sind im Westen die Stubaier Alpen, im Süden die Dolomiten, im Osten die Rieserfernergruppe und Venedigergruppe im Norden die Kitzbüheler Alpen und die Tuxer Alpen im Nordwesten.

Geologie[Bearbeiten]

Geologisch gehören die Zillertaler Alpen zum sogenannten Tauernfenster, das ist Urgestein (Orthogneise), das im Laufe der Entstehung der Alpen durch die überlagerten Kalkschichten hindurchgeschoben wurde, und so die Nördlichen Kalkalpen von den Dolomiten / südlichen Kalkalpen trennt. Wegen der hohen Festigkeit dieses Materials ist das Gebirge gegen Erosion widerstandfähiger und stellt daher die höchsten Gipfel im Umfeld. Folge für den Wanderer sind große, durch Frostsprengung entstandene Blöcke am Weg und auch im Weg, die Kletterer erfreut der feste und rauhe Fels.

Die Zillertaler Alpen und vor allem die Zillertaler Gründe (Zemmgrund) sind mineralienreich, an den Fundstellen kommen vor allem Granate, aber auch Amethyst, Bergkristall, Mondstein und Turmalin vor. Der Abbau zum privaten Gebrauch und im kleinen Maßstab ist in Nordtirol unter Verwendung von einfachen Hilfsmittel wie Hammer und Meißel und ohne Beschädigung der Grasnarbe ist erlaubt, die Fundstellen sind nach Bergung der Mineralien wieder in den Urzustand zu versetzen. Es gab in der Vergangenheit Negativbeispiele in Form von größeren Flurschäden an der Grasnarbe und Bodenerosion in Folge, das Einhalten wird von Polizei und Bergwacht überwacht. In Südtirol ist eine Sammelgenehmigung erforderlich.

Einen mittelaltertlichen Bergbau gab es im Ahrntal: im Jahre 1479 wurde hier erstmals ein Kupferbergwerk erwähnt, es erlebte im 16. Jh. seine Hochblüte und war wichtigster Wirtschaftszweig im Tal: das Prettauer Kupfer galt als das beste in Europa. Das Bergwerk wurde im Jahre 1894 wegen Unrentabilität geschlossen. Im Tuxertal an der Seite zu den Tuxer Alpen hin existierte von 1927 bis 1976 ein Magnesitbergwerk. In den Mangelzeiten des Zweiten Weltkriegs wurde an der Alpeiner Scharte kurzzeitig ein Bergwerk zum Abbau von Molybdän betrieben.

Tourismus[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Die Zillertaler Alpen liegen in Tirol, die Sprache der Einheimischen ist das Tirolerische, das ist ein bairischer Dialekt. Stärker ausgeprägte regionale Mundartvarianten sind vor allem im Süden das Südtirolerische nach den Tälern und mit Einflüßen aus dem Osttiroler Raum.

Anreise[Bearbeiten]

In der Umgrenzung der Zillertaler Alpen befinden sich an drei Seiten überregional bedeutende Verkehrswege:

  • Das Tiroler Unterinntal mit der Inntalautobahn A12 und der Unterinntalbahn ganz im Norden der Region;
  • Das Pustertal im Süden der Zilertaler Alpen, Hauptverkehrsader mit Straße und Bahn als Hauptverbindung von Südtirol nach Osttirol;

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughäfen im Umfeld der Zillertaler Alpen sind der Innsbruck Airport, der in Bozen, und der Flughafen Salzburg. Der Großflughafen in München ist bereits etwas weiter weg.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Von der Nordseite erfolgt die einfachste Anreise mit der Unterinntalbahn und mit Umsteigen am Bahnhof Jenbach in die Zillertalbahn. Mit der Zillertalbahn ist dann Mayrhofen erreichbar, Endstation der Bahn und unmittelbar am Nordrand des Gebirgesgelegen.

Von der Südseite erfolgt die Anreise mit der Bahnlinie der Brennerbahn aus Richtung Verona über Bozen bis nach Innsbruck.

Aus dem Westen ist die Anfahrt aus Lienz (Osttirol) mit der Drautalbahn und ihrer Verlängerung, der Pustertalbahn im Pustertal möglich, die Pustertalbahn bindet in Franzensfeste an die Brennerbahn an.

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Von Norden über die Inntalautobahn A12 und mit Abzweig bei Jenbach in das Zillertal weiter nach Süden;
  • Von Westen über die Autobahn im Oberinntal und die Brennerautobahn bzw. die Brenner-Bundesstraße im Wipptal;
  • Von Süden über das Eisacktal und Abzweig bei Franzensfeste in das Pustertal;
  • Von Nordosten ist auch die Anfahrt aus dem Salzburger Land (Pinzgau) auf der Gerlos Straße (B165) und über den Gerlospass in den Nordosten der Zillertaler Alpen möglich.
  • Von Südosten (Osttirol) ist die Anfahrt über die Pustertalstraße und das Hochpustertal im Südsoten der Zillertaler Alpen möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Für die Wintermonate ist generell zu beachten, dass wegen der absoluten Höhenlage plötzlich eintretende winterliche Straßenverhältnisse infolge von Schneefall und "über Nacht" auch in den Tallagen der Zillertaler Alpen nichts außergewöhnliches sind. Schneeketten sollten daher unbedingt vorrätig gehalten werden.

Eine Umfahrung des Wettersteingebirges auf den Bundesstraßen ist in den umschließenden Tälern nur an zwei Seiten möglich: im Westen im Wipptal auf der Route über den Brenner und im Süden im Pustertal. Im Nordosten führt die Gerlos Straße (B165) am Gebirge entlang.

Fahrstraßen für Autos im Süden des Wettersteins gibt es nicht, das Gaistal ist für den motorisierten Verkehr nicht zugänglich, eine unmittelbare Umfahrung des ganzen Gebirgsstocks ist daher mit dem Auto nicht möglich.

Übergänge[Bearbeiten]

Eine Möglichkeit der Durchfahrung des Gebirges mit Kraftfahrzeugen gibt es nicht, der Alpenhauptkamm ist ein unüberwindliches Hindernis.

Bahnlinien im Gebirgsinneren gibt es ebenfalls nicht, zu den Bahnlinien am Gebirgsrand siehe den Abschnitt zur Anfahrt mit der Bahn vor.

Übergänge am Hauptkamm[Bearbeiten]

Der einzige eisfreie Übergäng im Westen des Zillertaler Hauptkamms ist das Pfitscherjoch, im zentralen Teil sind die Scharten nicht mehr eisfrei. Die weiteren Übergänge am Alpenhauptkamm liegen dann im Osten, es handelt sich um die drei Übergänge aus dem Zillergrund in das Ahrntal und um den Krimmler Tauern. Beste Jahreszeit für die Begehung sind die Sommermonate Juni bis September, aber auch im Hochsommer sind Schneefälle bei Gewittern und Wetterstürzen nicht völlig auszuschließen.

Von West nach Ost:

Pfitscherjoch[Bearbeiten]

Höhe: 2.246 m (46° 59′ 42″ N 11° 39′ 37″ O), Übergang als Bergwanderung aus dem Zamser Grund vom Schlegeisspeicher aus in das Pfitschtal. Die Strecke ist von der Südseite bis zum Joch eine für Kraftfahrzeuge geeignete, aber gesperrte Fahrstraße, an der Nordseite in Abschnitten sogar mountainbiketauglich und daher einer der wichtigsten Alpenübergänge der Transalp und entsprechend frequentiert.

Am Pfitscherjoch befindet sich die Berghütte Pfitscherjoch-Haus als Einkehr und Unterkunft und auch eine kleine Seenplatte.

Hörndljoch[Bearbeiten]

Höhe: 2.553 m (47° 2′ 50″ N 12° 0′ 52″ O), Übergang aus dem Zillergrund in das Ahrntal.

Hundskehljoch[Bearbeiten]

Höhe: 2.557 m (47° 3′ 34″ N 12° 4′ 21″ O), Übergang als Bergwanderung.

Heilig-Geist-Jöchl[Bearbeiten]

Höhe: 2.662 m (47° 4′ 35″ N 12° 7′ 35″ O), Übergang als einfache Bergwanderung aus dem Zillergrund (Speicher Zillergründl) durch die Quellregion des Zillergründls in das Ahrntal. Wegen der Geröllstrecken im obersten Teil ist Trittsicherheit gefordert.

Krimmler-Tauern[Bearbeiten]

Höhe: 2.634 m (47° 4′ 53″ N 12° 9′ 32″ O). Übergang als Saumpfad aus dem salzburgischen Krimmler Achental und dem Südtiroler Ahrntal

Der Krimmler Tauern hat historische Bedeutung als Alpenpass an der kürzesten Verbindung zwischen Salzburg und Südtirol.

Der Alpenpass markiert auch die Grenze der Zillertaler Alpen zu den Hohen Tauern.

Übergänge im Norden[Bearbeiten]

Übergänge im Westen[Bearbeiten]

Tuxer Joch[Bearbeiten]

Das Tuxer Joch

Alpeiner Scharte[Bearbeiten]

Die Alpeiner Scharte (2.959 m, 47° 2′ 15″ N 11° 38′ 59″ O) ist der Hochpunkt im Übergang aus dem Zamsergrund (Talsystem des Zillertals) ins Valser Tal / Schmirntal (Talsystem des Wipptals) oder im Nahbereich von der Olpererhütte zur Geraer Hütte. Es handelt sich um eine anspruchsvollere Bergwanderung.

In der Nähe der Alpeiner Scharte am Südwestgrat des Alpeiner Schartenkopfes (47° 2′ 14″ N 11° 38′ 39″ O) wurde die bedeutendste Molybdänkonzentration der Ostalpen festgestellt. Ein im Jahre 1941 in den Mangelzeiten des Zweiten Weltkriegs begonnenes größeres Bergbauprojekt mit Transportseilbahn, Aufbereitungsanlage, Wasserversorgung und Arbeiterbaracken wurde nach Kriegsende wegen der komplizierten Umstände im Hochgebirge (Wetter, Lawinenabgänge) wieder eingestellt und in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts gesprengt, zum sehen sind nur noch Ruinen.

Übergänge im Süden[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Berge und Gipfel[Bearbeiten]

Eine Auswahl an interessanten und besuchenswerten Gipfeln nach der Höhe sortiert:

Hochfeiler[Bearbeiten]

Der 1 Hochfeiler (3.510 m, 46° 58′ 21″ N 11° 43′ 39″ O) ist der höchste Gipfel der Zillertaler Alpen und Grenzgipfel zwischen Nordtirol und Südtirol und damit auch zwischen Österreich und Italien.

Gipfelanstieg von Westen

Die italienische Übersetzung des Namens in "Gran Pilastro" ist unzutreffend, da sich die Bezeichnung von "Hoher Feile" herleitet. Die Erstbesteigung erfolgte im Jahre 1865 durch Paul Grohmann, Georg Samer und Peter Fuchs, vom Gipfel aus hat man eine weite Rundumsicht über den Schlegeisspeicher im Norden und im Süden bis zu den Dolomiten und zur Brenta.

Hochfeiler
Hochfeiler, Nordwand im Sommer 2007, mittlerweile ist vom Eis des Schlegeiskees noch weniger verblieben;

Die Nordseite zum österreichischen Schlegeisgrund war einmal mit 300 Metern Wandhöhe bei einer Neigung von bis zu 60° eine der bedeutendsten Eiswände in den Ostalpen und eine echte Herausforderung für kühne Bergsteiger, spärliche Gletscherreste des Schlegeiskees zeugen vom Gletscherschwund, wegen der Gefahr aus Steinschlag ist die Route objektiv sehr gefährlich und wird nur noch ganz selten und im Spätwinter durchstiegen.

Auch der Zustieg auf dem Normalweg von der Südtiroler Südwestseite aus hat sich durch die Schneeschmelze verändert: handelte es sich bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts beim Gipfelanstieg noch um einen echten messerscharfen Firngrat, so ist heute bereits im Sommer nur ein vergleichsweise breiter Felsrücken und Schrofenhang verblieben. Der Zustieg ist damit im Sommer und Spätsommer für erfahrene Bergwanderer von der Hochfeilerhütte (2710m) aus in ca. 2.5 Stunden gletscherfrei und technisch unschwierig überwiegend im felsigen Moränengelände mit Altschneefeldern möglich.

Großer Möseler[Bearbeiten]

Großer Möseler und Gletscher Furtschaglkees, von Nordwesten (Anstiegsseite) gesehen

Großer Möseler (3.478 m), zweithöchster Gipfel der Zillertaler Alpen; Zustiege für Bergsteiger: Von der Berliner Hütte, auch als Skitour im Winter; Der Zustieg von Westen (Furtschaglhaus) kann nicht mehr uneingeschränkt empfohlen werden: Die Felsrinne ist im Sommer mittlerweile vollkommen firnfrei und stark steinschlaggefährdet (Selbstauslöser und durch Voraussteigende, Stand: Sommer 2007);

Olperer[Bearbeiten]

Der 2 Olperer , (3.476 m, 47° 3′ 12″ N 11° 39′ 31″ O) ist der höchste Gipfel im Tuxer Kamm und liegt im Westen der Zillertaler Alpen, er gehört zu den anspruchsvolleren Gipfeln im Gebirge. Der Olperer ist auch über Bergsteigerkreise hinaus bekannt wegen der markanten pyramidenförmigen Ansicht des Gipfelaufbaus von der Nordostseite aus dem Tuxer Gletscherskigebiet gesehen.

Ostgrat, Tiefblick über die Nordwand zum Riepensattel (Skigebiet)

Die Erstbesteigung erfolgte im Jahre 1867 durch Paul Grohmann, Georg Sammer und Jakob Gainer von Südosten.

Die Besteigung erfolgt heute üblicherweise in der Variante über den Ostgrat (auch Schneegupf- oder Riepengrat) mit dem Stützpunkt Olpererhütte (2.389 m) und in der Variante ab der Wildlahnerscharte über den Nordgrat mit Stützpunkt Geraer Hütte (2.324 m), die Routen sind nach der Länge und in ihren Anforderungen insgesamt vergleichbar, die Kletterstellen am Nordgrat sind vor allem anhaltender und insgesamt auch etwas schwieriger einzustufen, mit den vorhandenen Eisenklammern aber auch nirgends über II+ bis III-. Ebenfalls recht beliebt ist auch die Gipfelüberschreitung über beide Grate.

Olperer
Olperer von Osten aus dem Tuxer Gletscherskigebiet, links vom Gipfel der Ostgrat, rechts der Nordgrat;

Der Anstieg über den Ostgrat als dem üblichen Normalweg ist bis zum Einstieg auf den Grat eine unschwierige Wanderung im Moränengelände, für die Teilstücke über den Gletscher im oberen Bereich (bis 30°) sind Steigeisen erforderlich. Die Schlüsselstelle ist dann der Steilaufschwung als Einstieg auf den Grat (II, Eisenstifte vorhanden). Auf dem Grat geht es dann über Blöcke und losen Schutt im I-er Klettergelände und teilweise stark ausgesetzt bis zum Gipfel. Der Gipfel hat nur für wenige Bergsteiger Platz, dafür ist die weite Aussicht überwältigend. Anstiegsdauer: ca. 3,5 - 4 Std. für den Gipfelanstieg und für ca. 1087 mH von der Olpererhütte aus, Seil und Sicherungsmittel sind erforderlich.

Bei schönem Wetter im Hochsommer ist der Olperer vielbesucht, die Bergsteiger sind mit dem Fernglas aus dem Skigebiet erkennbar. Bei Schlechtwetter (Gewitter und/oder Vereisung) kann der Olperer schnell eine äußerst ernste Angelegenheit und absolut lebensgefährlich werden.

Hochferner[Bearbeiten]

Hochferner (3470 m), benachbart zum Hochfeiler;

Zustieg für Bergsteiger (über Gletscher): über den Weißkarferner auf der italienischen Seite von der Hochfeilerhütte in ca. 3.0h;

Turnerkamp[Bearbeiten]

Turnerkamp (3418 m), wohl der schwierigste Kletterberg in den Zillertaler Alpen;

Schrammacher[Bearbeiten]

Schrammacher (3.411 m),

Großer Löffeler[Bearbeiten]

Großer Löffler (3.376 m),

Weitere Gipfel[Bearbeiten]

  • Hoher Weißzint (ital. Punta Bianca) (3.371 m),
  • Schwarzenstein (3.368 m),
  • Hoher Riffler, (3.231 m),
  • Wilde Kreuzspitze (3.134 m),

Gletscher[Bearbeiten]

Vor allem die Nordseite der Zillertaler Alpen ist anb einer Höhe von ca. 2.500 m stark vergletschert: Es werden insgesamt 85 Gletscher, in den Zillertaler Alpen als "Kees" bezeichnet gezählt, sie umfassen eine Fläche von über 42 km², die Gletscherflächen sind aber auch stark vom Gletscherrückgang infolge der Klimaerwärmung betroffen. Die Zillertaler Gletscher gelten als steil und damit kurz, sie sind wegen der Steilheit auch spaltenreich.

Die Gletscher auf der Südtiroler Seite sind kleiner und liegen höher

Hochgebirgstäler[Bearbeiten]

Zu den besiedelten Randtälern der Zillertaler Alpen siehe im Abschnitt zu den Regionen vor.

Zillertaler Gründe[Bearbeiten]

Das verästelte und landschaftlich hoch attraktive Talsystem der Zillertaler Gründe ist die südseitige Verlängerung des Zillertals ab Mayrhofen und liegt unmittelbar an der Nordseite des Alpenhauptkamms.

Dieses Talsystem besteht aus dem Zemmtal (auch Dornaubergtal), der südwestliche Zweig mit rund 25 Kilometern Länge, und seinen nahezu rechtwinklig nach Südosten abzweigenden Seitentälern Zamsergrund, Schlegeisgrund, Zemmgrund und Floitengrund. Der zweite und südöstliche Zweig ist der Zillergrund, das Quelltal des Zillertales, mit ebenfalls rund 25 Kilometern Länge und seinen nach Süden abzweigenden Seitentälern Sundergrund und Zillerboden / Zillergründl.

Es handelt sich bei diesen Hochtälern um tief eingeschnittene Trogtäler zwischen hohen Bergen, mit steilen Hängen und vergleichsweise schmalen Talböden (die "Gründe" der Täler) und mit heute als malerisch wild empfundenen Schluchten und klammartigen Bachläufen, die ihre Formen dem Wirken der Gletscher in den Eiszeiten verdanken. Dieser Täler waren wegen ihrer Höhenlage schwer zugänglich, sie konnten nicht ganzjährig und nur bedingt als Almen genutzt werden, die "Gründe" waren daher früher nur gering oder gar nicht besiedelt, einziger Ort ist das Wanderdorf und Weiler Ginzling.

Die Wasserkraftwerke im Zillertal betreiben in diesem Talsystem insgesamt 5 Speicherseen (Schlegeis, Zillergründl, Stillup, Durlaßboden und Gmünd), die zur Energiegewinnung genutzt werden. Gebaut wurden diese Stauseen und das zugehörige System aus Verbindungstunnels und Energieanlagen ab 1965, in Betrieb genommen wurden sie in den Jahren 1969/1970. Das zentrale Krafthaus liegt am Ende der Tuxer Straße in Mayrhofen. Die Hochtäler erhalten durch die Wasserspeicher einen fjordartigen Charakter.

Mit dem Bau der Stauseen entstanden Fahrstraßen, es folgten die Touristen und eine zugehörige gut ausgebaute Infrastruktur aus Einkehrmöglichkeiten: Verkehrsmäßig sind die Talböden im Talsystem über den Sommer (ca. Ende Mai – Mitte Oktober) auf öffentlichen Fahrstraßen mit dem PKW zugänglich, außerdem verkehren im Sommer auch Linienbusse aus Mayrhofen, tagsüber fast im Stundenrhythmus:

  • Das Zemmtal ist bis zum Schlegeisspeicher am Talende mit dem PKW (Maut KFZ: 12.- €) und im Linienbus befahrbar, hier befindet sich auch ein Großparkplatz. Haltestellen für den Bus befinden sich auch an den jeweiligen Abzweigen der Seitentäler.
  • Der Zillergrund ist mit dem PKW auf einer Mautstraße bis zum Gasthaus Bärenbad befahrbar (7,60 €, 100-Auto-Sperre), von hier ist noch die Weiterfahrt mit dem Linienbus bis zum Stausee Speicher Zillergründl möglich.
Schlegeisspeicher[Bearbeiten]
Schlegeisspeicher mit Staumauer

Stausee im Schlegeisgrund (1.782 m, 47° 1′ 34″ N 11° 42′ 29″ O), künstlicher Stausee zur Energiegewinnung in einer phantastischen Alpenkulisse;

Einige Daten zu dem von 1965-1972 gebauten Speicher: 126,5 Kubikmeter Nutzinhalt bei 2,20 km² Fläche, die 131 m hohe und doppelt gekrümmte Bogengewichtsmauer mit einer Kronenlänge von 725m wird von rund 700 Messeinrichtungen überwacht.

Staumauerführungen: Täglich ab 10.00 Uhr, Anmeldung im Bergrestaurant Schlegeis. Am See gibt es eine weitere Auswahl an Gastronomie.

Stillupspeicher[Bearbeiten]

Stausee zur Energiegewinnung im Stillupgrund, Zufahrt von Mayrhofen;

Seen und Gewässer[Bearbeiten]

Zu den Wasserspeichern Schlegeis, Zillergründl, Stillup, Durlaßboden und Gmünd siehe im Abschnitt zum Talsystem der Zillertaler Gründe vor. Außerdem gibt es in den Zillertaler Alpen noch eine Anzahl an Berg- und Karseen:

Seen an der Nordseite sind (in Auswahl):

  • Friesenbergsee (2490 m),
  • Karsee (2430 m),
  • Schwarzensee (2472 m)
  • Wesendlkarsee (2368 m)

Seen an der Südseite sind (in Auswahl):

Sonstige Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bergsteigen[Bearbeiten]

Die Gipfelanstiege sind bei den jeweiligen Bergen und Gipfelzielen beschrieben.

Wandern[Bearbeiten]

  • Berliner Höhenweg, die "Haute Route" der Zillertaler Alpen und einer der großartigsten Höhenwege der gesamten Alpen.
Die Rundtour beginnt und endet in Mayrhofen und verbindet in sechs Tagesettappen fünf Hütten der DAV-Sektion Berlin. Kernstück und großartigster Teil ist die 4. Etappe von der Berliner Hütte zum Furtschaglhaus;

Mountainbiken[Bearbeiten]

Wintersport[Bearbeiten]

Skitouren[Bearbeiten]

Ski Alpin[Bearbeiten]

Skigebiete in den Zillertaler Alpen siehe Zillertal;

Skigebiete in Österreich

Ski nordisch[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Berggasthöfe außerhalb von Ortschaften und die nur im Sommer bewirtschafteten Almen ohne eine reguläre Unterkunft (wenn nicht ausdrücklich angegeben). Auf Almen gibt es Getränke und einfache Speisen wie Brotzeiten oder auch Suppen und die Produkte der Alm.

Almen Nordseite[Bearbeiten]

Berggassthöfe und Almen an der Nordseite der Zillertaler Alpen, die über die Nordseite (Zillertal) in Nordtirol am einfachsten zu erreichen sind:

1 Spannagelhaus (2.531 m, Österreichischer Touristenklubs (ÖTK)), Hintertux 794, AT-6294 Tux (am Hintertuxer Gletscher). Geöffnet: ganzjährig bewirtschaftet.

Die ehemalige Berghütte entstand auf eine private Initiative und wurde am 22. August 1885 eröffnet. Im Sommer 2013 erfolgte eine mehrmonatigen Modernisierungs- und Renovierungsphase mit dem Umbau zu einem modernen Bedienungsrestaurant am Tuxer Skigebiet und nach Wiedereröffnung im November 2013 ohne die Möglichkeit zur Unterkunft, der ÖTK empfiehlt sein Tuxerjoch Haus.

2 Klausenalm (1.301 m) (im Zemmtal). Tel.: +43 (0)5286 5252. 2010 zur Jausenstation umgebaut und für Gäste bewirtschaftet

Im Zemmgrund[Bearbeiten]

3 Pitzenalm (1.871 m) (westlich von Ginzling am Berliner Höhenweg).

4 Alpengasthaus Wasserfall (1.129 m, Ausflugsgasthof) (unmittelbar am Ufer des Speichersees im Stilluptal). Direkt mit dem Auto anfahrbar;

Am Schlegeisspeicher[Bearbeiten]

Mautpflichtige Anfahrt mit dem Auto bis zum Parkplatz am Schlegeisspeicher möglich. Ampelanlage an der Mautstation, Pkw 12.50 €, Motorrad 8.50 € (2018). Bushaltestelle für die Linie aus Mayrhofen.

5 Alpengasthaus Dominikushütte (1.805 m), Dornauberg 104, A -6292 Finkenberg. Tel.: +43 (0)664 73296939.

6 Bergrestaurant Schlegeis (1.805 m), Dornauberg 107, A -6292 Finkenberg. Tel.: +43 (0)5286 5262. Geöffnet: Mitte Mai bis Ende September, täglich 09 bis 18 Uhr.

7 Zamsereck (1.800 m, Bergrestaurant am Schlegeissee).

8 Fischerhütte.

Im Zillergrund[Bearbeiten]

9 Gasthof in der Au (1.270 m), Zillergrund 69, 6290 Mayrhofen (im Zillergrund). Tel.: +43 (0)5289 214.

10 Gasthof Bärenbad (1.440 m), Zillergrund 77, 6290 Mayrhofen (im Zillergrund). Tel.: +43 (0)5289 241.

11 Alpengasthof Adlerblick (ca. 1.860 m), Zillergrund 77, 6290 Mayrhofen (oberhalb des Speichers Zillergründl). Tel.: +43 5285 62308.

Almen Südseite[Bearbeiten]

Berggasthöfe und Almen an der Südseite der Zillertaler Alpen, die über die Südseite aus Südtirol am einfachsten zu erreichen sind:

Unterkunft[Bearbeiten]

Berghütten des deutschen Alpenvereins (DAV) und des österreichischen Alpenvereins (OeAV) sowie Privathütten für Wanderer, Bergsteiger und MTBiker.Sortiert nach Nord- und Südseite und von West nach Ost.

Berghütten Nordseite[Bearbeiten]

Berghütten an der Nordseite der Zillertaler Alpen und Berghütten, die über die Nordseite (Zillertal) in Nordtirol am einfachsten zu erreichen sind:

1 Edelhütte (Karl-von-Edel-Hütte, 2.238 m, DAV Sektion Würzburg), Ahornstr. 873 e, 6290 Mayrhofen. Tel.: +43 (0)664 9154851. Geöffnet: Anfang Juni bis Ende Sept.

Ausstattung: 20 Matratzenlager, 60 Zimmerlager, Sanitäranlagen mit Dusche, Handyempfang vor der Hütte;

Einfachster Zustieg: Von der Bergstation Filzenalpe (1955m) der Ahornbahn aus Mayrhofen in ca einer Stunde.

2 Geraer Hütte (2.324 m, DAV Sektion Landshut), Postfach 35, 6154 Vals Österreich (im hinteren Valsertal). Tel.: +43 (0)676 9610303. Geöffnet: Mitte Juni bis Mitte Oktober.

Ausstattung: 75 Matratzenlager, 25 Zimmerlager, Winterraum offen, 14 Schlafplätze; Sanitäranlagen mit Dusche;

Zustieg aus St. Jodok am Brenner (1129m) durch das Valsertal in ca. 4 Stunden;

3 Tuxerjoch Haus (2.313 m, Österreichischer Touristenklubs (ÖTK)). Tel.: +43 (0)5287 87216.

Ausstattung: Wintergarten, 28 Matratzenlager, 13 Zimmerlager, Sanitäranlagen mit Münzdusche;

Auffahrt mit der Gondel zur Sommerbergalm und noch ca. 30 Min zu Fuß, schnellster Zustieg aus Hintertux (1.493 m) in ca. 2,5 Stunden;

4 Olpererhütte (2.389 m, DAV-Sektion Neumarkt i. d. OPf) (am Olperer und am Berliner Höhenweg über dem Schlegeisspeicher im Zamsergrund). Tel.: +43 (0)720 346930. Geöffnet: Anfang Juni - Anfang Okt.

Die erste Hütte wurde 1981 durch die Sektion Prag erbaut und war eine der allerersten Berghüten in den Ostalpen. Im Jahre 1900 wurde sie von der Sketion Berlin gekauft, seit 2004 gehörte sie der Sektion Neumarkt i. d. OPf.. Wegen völlig veralteter Substanz wurde 2006 die alte Hütte ebgerisssen, es folgte ein kompletter Neubau mit moderner Stromversorgung über ein Blockheizkraftwerk und umweltgerechtes Abwasserkonzept, die Eröffnung der Hütte war im Jahr 2007.

Ausstattung: 40 Matratzenlager, 20 Zimmerlager, 12 Notlager im Winterraum (mit AV-Schlüssel) Duschen, kleiner Klettergarten in Hüttennähe;

Anfahrt über Mayerhofen bis zum Parkplatz am Schlegeispeicher (Maut: 11,50€/PKW, Stand 2012), Hüttenaufstieg in ca. . 1 ½ Stunden (600 mH);

Tourenmöglichkeit für Begsteiger: Olperer über den Südostgrad;

5 Gamshütte (1.921 m, DAV-Sektion Otterfing), Nr. 417 6292 A-Finkenberg (im hinteren Valsertal). Tel.: +43 (0)676 3437741. 1928 zunächst als Privathütte erbaut, nach mehrmaligem Besitzerwechsel seit 1993 bei der Sektion Otterfing und technisch modernisiert (Photovoltaik, Warmwasser aus einer Solaranlage). Geöffnet: Anfang Juni bis Ende September.

Ausstattung: 38 Matratzenlager, Sanitäranlagen, keine Duschen;

Zustieg aus Finkenberg (Innerberg-Freithof, Parkplatz bei der Rosengartenbrücke / 1054 m) in ca. 3 Stunden

6 Friesenberghaus (2.498 m, DAV Sektion Berlin). Tel.: +43 (0)676 7497550. Geöffnet: Mitte Juni bis Anfang Oktober.

Ausstattung: 32 Matratzenlager, 34 Zimmerbetten, 10 Notlager;

Einfachster Zustieg: Vom Schlegeisspeicher (1785m, Großparkplatz, Bushaltestelle) und durch das Friesenbergkar in ca. 2.0 Stunden;

Aufstieg vom Schlegeisgrund zum Furtschaglhaus:Wasserfall des Furtschaglbachs mit der Furtschaglspitze (am Berliner Höhenweg)

7 Furtschaglhaus (2.295 m, DAV - Sektion Berlin) (am Berliner Höhenweg über dem Schlegeisspeicher im Zamsergrund). Tel.: +43 (0)676 9646350. Geöffnet: Mitte Juni bis Ende Sept.

Die Hütte wurde 1889 von der DAV-Sektion Berlin e.V. gebaut. In den Jahren 1989 bis 1992 erfolgte eine Generalsanierung.

Ausstattung: 64 Matratzenlager, 56 Zimmerlager, Winterraum offen, 12 Schlafplätze, Sanitäranlagen mit Münzdusche, Trockenraum, Handyempfang an der Hütte; Tourenmöglichkeit für Bergwanderer: Übergang zur Berliner Hütte (2048m) in ca. 5-6 Std. (Berliner Höhenweg), mit Gipfelmöglichkeit Schönbichler Horn (3133m);

Anfahrt über Mayerhofen bis zum Parkplatz am Schlegeispeicher (Maut: 10€/PKW, Stand 2007);

Anfahrt mit dem Bus bis zum Schlegeisspeicher;

Einfachster Zustieg: am Ufer des Schlegeisspeicher (1.785 m, Großparkplatz) entlang über den Furtschaglboden in 2½ Stunden zur Hütte;

8 Breitlahner (1.257 m, Privat, Alpengasthof, Schutzhütte), 6295 Ginzling Nr. 70 (im Zemmgrund). Tel.: +43 (0)5286 5212. Geöffnet: April bis Mitte Oktober.

Ausstattung: 35 Matratzenlager, 45 Zimmerbetten,

Der Gasthof Breitlahner liegt an der Fahrstraße asu Mayrhofen zum Schlegeisspeicher, Bushaltestelle, Anfahrt mit PKW möglich.

9 Grawandhütte (1.640 m, Privat), Im Zemmgrund 279, 6295 Ginzling. Tel.: +43 (0)664 730 45 190. Geöffnet: Juli und August.

Ausstattung: 10 Matratzenlager, 25 Zimmerlager, 10 Notlager im Winterraum, Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen;

Einfachster Zustieg: Vom Gasthof Breitlahner (Abzweig Zamser Grund) in ca. 1.5 Stunden, aus Ginzling ca. 5.0 Stunden;

10 Alpenrose (1.875 m, Privat) (im oberen Zemmgrund). Tel.: +43 (0)664 5055401. Geöffnet: Juni bis Oktober.

Ausstattung: 22 Matratzenlager, 55 Zimmerbetten, 10 Notlager im Winterraum, Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen;

Einfachster Zustieg: Vom Gasthof Breitlahner (Abzweig Zamser Grund) in ca. 2.5 Stunden;

11 Berliner Hütte (2.040 m, DAV Sektion Berlin) (am Berliner Höhenweg im Floitental am Ende des Zemmgrunds). Tel.: +43 (0)676 7051473. Geöffnet: Anfang Juni bis Ende September.

Die Hütte spiegelt das Selbstverständnis des Alpenvereins der Reichshauptstadt Berlin zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im Jahre 1879, und steht mit dem repräsentativen Speisesaal und Treppenhaus als einzige Alpenvereinshütte unter Denkmalschutz.

Ausstattung: 102 Matratzenlager, 75 Zimmerlager, 20 Notlager, Sanitäranlagen mit Münzdusche, Winterraum; Handyempfang vor der Hütte;

Anfahrt mit Bus oder PKW bis zum gebührenpflichtigen Parkplatz am Gasthaus Breitlahner (ca.1250 m) im Zemmgrund, Zustieg durch den Zemmgrund über die Grawandhütte und Gasthaus Alpenrose in ca. 3.0 Std. (ca. 800mH);

Tourenmöglichkeit für Bergwanderer:

Übergänge: zum Furtschaglhaus (2295m) in ca. 5-6 Std. (Berliner Höhenweg), mit Gipfelmöglichkeit Schönbichler Horn (3133m); zur Greizer Hütte (2226m) in ca. 5-6Std.;

12 Greizer Hütte (2.226 m, DAV Sektion Greiz) (im Floitental). Tel.: +43 (0)664-1405003 (Hütte), (0)5282-3211 (Tal). Der erste Hüttenbau stammt aus dem Jahre 1893 und wurde seitdem mehrfach erweitert und modernisiert. Die Hütte ist einfach eingerichtet, arbeitet aber mit Wasserkraft und Solaranlage technisch umweltfreundlich. Geöffnet: Juni bis September.

Ausstattung: 58 Matratzenlager im Haupthaus, 16 Zimmerbetten, 14 Matratzenlager im Winterraum, Sanitäranlagen, keine Duschen;

Einfachster Zustieg: Von Ginzling in 4 bis 4½ Stunden, bzw. Parkplatz an der Tristenbachalm in 3 bis 3½ Std.; Gepäcktransport mit Materialseilbahn möglich;

Übergänge: zur Berliner Hütte in ca. 5-6 Std.; zur Schwarzensteinhütte (I) in ca. 3.5 Std.; zur Kasseler Hütte ca. 5 Std.; zur Grüne-wand Hütte ca. 3Std.;

13 Kasseler Hütte (Hochgallhütte, Rifugio Roma alla Vedrette di Ries, 2.177 m, DAV Sektion Kassel), Stillupptal 970, A-6290 Mayrhofen (am Ende des Stillupgrunds). Tel.: +39 0474 672 550. Die Kasseler Hütte wurde 1926/27 erbaut. Geöffnet: on Mitte Juni bis Ende September.

Ausstattung: 24 Zimmerlager, 72 Matratzenlager, getrennte Waschräume jeweils mit Dusche / Warmwasser, Toiletten, Winterraum, Hundezimmer mit 3 Schlafplätzen.

Zustieg aus Mayrhofen in ca. 6.0 Stunden;

14 Plauener Hütte (2.363 m, DAV Sektion Plauen-Vogtland) (über dem Stausee Zillergrund). Tel.: +43 (0)664 2818914. Geöffnet: Mitte Juni bis Ende Sept.

Ausstattung: 60 Matratzenlager, 20 Notlager, offener Winterraum mit 8 Plätzen, getrennte Waschräume mit Warmwasserduschen;

Zustieg von Bärenbad (1.450 m, Parkplatz) in ca. 3 Stunden; Vom Stausee (Anfahrt nur mit Bus) in ca. knapp 2 Stunden; Rucksacktransport mit der Materialseilbahn ab dem Stausee nach Absprache;

15 Zittauer Hütte (2. 328 m, Sektion Warnsdorf/Krimml ÖAV) (im Wildgerlostal am unteren Gerlossee). Tel.: +43 (0)6564 8262. Geöffnet: Mitte Juni bis Mitte Okt.

Ausstattung: 7 Zimmerlager, 66 Matratzenlager, getrennte Waschräume jeweils mit Dusche / Warmwasser, Toiletten, Winterraum mit 10 Schlafplätzen;

Zustieg von der Finkaualm (1.422 m) am Ende des Durlaßboden-Stausees in ca. 3 Stunden;

Berghütten Südseite[Bearbeiten]

Berghütten an der Südseite der Zillertaler Alpen und Berghütten, die über die Südseite aus Südtirol am einfachsten zu erreichen sind:

16 Pfitscherjoch-Haus (Rifugio Passo di Vizze, 2.276 m, privat), St. Jakob 103 I-39049 Pfitsch (BZ) (am Pfitscherjoch). Tel.: +43 (0)472 630119. Geöffnet: Mitte Juni bis Anfang Oktober.

Der erste Hüttenbau stammt aus dem Jahre 1888, damit gilt das Pfitscherjoch-Haus als älteste private Berghütte in Südtirol. Seit 1888 wurde die Hütte mehrfach erweitert und modernisiert, die letzte umfassende Sanierungsphase war das Jahr 2012. Die Hütte gilt als vergleichsweise recht komfortabel und ist für die Mountainbiker eine wichtige Station auf der Transalp.

Ausstattung: 30 Zimmerlager, 10 Notlager, Waschräume mit mehreren Duschen, Toiletten, Wäschetrockner, Fahrradabstellraum.

Einfachster Zustieg: Im Sommer zweimal täglich Hüttenshuttle bis zur Hütte (Anfahrt für Privat-PKW gesperrt); Aus dem Pfitschertal Anfahrt mit Privat-Pkw bis zum Großparkplatz in der vierten Kehre der Pfitscherjochstraße und noch weiter ca. 1 ½ bis 2 Stunden (470 Höhenmeter) zur Hütte. Vom Schlegeisspeicher auf einem abschnittsweise sogar fahrradtauglichen Gebirgspfad in ca. 3 ½ bis 4 Stunden;

Hochfeilerhütte

17 Hochfeilerhütte (2715 m, Alpenverein Südtirol - Sektion Sterzing), 39040 Pfitsch (an der Südwestseite des Hochfeilers). Tel.: +39 0472 646071. Geöffnet: im Sommer Anfang Juni - Anfang Oktober,.

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Eine erste Berghütte am Hochfeiler etwas unterhalb des Gipfels in 3.400 m Höhe gab es schon seit 1880. Der heutige moderne und komfortable Hüttenbau entstand von 1984 bis 1986. Die Hütte wird überwiegend mit dem Hubschrauber bewirtschaftet, die Preise liegen etwas über der einer mit Seilbahn bewirtschafteten Bergunterkunft. Die Essensportionen sind dafür aber überdurchschnittlich groß.

Ausstattung: 31 Zimmerlager, 63 Matratzenlager, getrennte Waschräume jeweils mit Münzdusche, Toiletten, Winterraum. Handyempfang ist vor der Hütte nicht gesichert möglich, gelegentlich österreichisches Netz.

Einfachster Zustieg: Anfahrt aus Sterzing über die Pfitscherjochstraße im Pfitschertal (durch St.Jakob), Parkmöglichkeit an der 3.Kehre nach dem Weiler Stein, Hüttenaufstieg: in ca. 3 - 3.5 Stunden (ca. 1000 mH); Tourenmöglichkeit für Bergwanderer: Hochfeiler, 3.510m, Gehzeit ca. 2 1/2 Std.; Tourenmöglichkeit für Bergsteiger: Hochferner (3470m), Gehzeit ca. 3.0Std.;

18 Europahütte (Landshuter Hütte, Rifugio Venna alla Gerla, Rifugio Europa, 2.693 m, Sektion Landshut (DAV) und Sektion Sterzing (CAI)), St. Jakob - S. Giacomo, I-39049 Pfitsch - Val di Vizze (Bz) (zwischen Pfitschtal im Süden und dem Venner Tal im Norden). Tel.: +39 0472 64607. Die Hütte wurde 1899 von den beiden Sektionen aus Landshut und Sterzing gemeinsam erbaut, seit der der Teilung Tirols nach dem Ersten Weltkrieg verläuft die Landesgrenze von Österreich zu Italien genau durch den Gastraum. Geöffnet: von Mitte Juni bis Ende September.

Ausstattung: 28 Zimmerlager, 60 Matratzenlager, getrennte Waschräume jeweils mit Münzdusche, Toiletten, Winterraum mit 10 Plätzen.

19 Chemnitzer Hütte (Nevesjochhütte, Rifugio Giovanni Porro, 2.420 m,). Tel.: +39 0474 653 244. Die Hütte wurde 1880 als Nevesjochhütte gebaut, 1894-1895 entstand ein Neubau als Chemnitzer Hütte. Der heutige Hüttenbau entstand neu von 1988 bis 1990. Geöffnet: Mitte Juni bis Anfang Oktober.

Ausstattung: 12 Zimmerlager, 56 Matratzenlager, Winterraum.

20 Schwarzensteinhütte (Rifugio Vittorio Veneto al Sasso Nero, 2.923 m,), 39030 St. Johann Italien (höchstgelegenste Hütte im Ahrntal). Tel.: +39 0474 671160. Von der Sektion Leipzig des DOEAV erbaut und zum 25. Jubiläum 1894 eröffnet. Die alte Hütte soll aktuell (Beschluss von 2012) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Geöffnet: Sommer: Ende Juni bis Mitte September, Winter: Anfang März bis Anfang Mai.

Klima[Bearbeiten]

Abendstimmung über dem oberen Pfitschtal

Literatur[Bearbeiten]

  • verschiedene ; Alpenverein (Hg.): Berg '95. 1995, (Alpenvereinsjahrbuch), ISBN 9783763380589. Kartengebiet Brennerberge:
Waltzer Klier: Über den Brenner, Berichte aus alter und neuer Zeit; Franz-Heinz Hye: Mehr Klammer als Grenze, der Brenner und seine Stellung in der Geschichte Tirols; Bernd Lammerer: Der geologische Knoten von Sterzing, über die verzwickte Geologie der Brennerberge; und weitere;
  • verschiedene ; Alpenverein (Hg.): Berg '77, Bd. 102. 1977, (Alpenvereinsjahrbuch). B002O12EZC (ASIN) Kartengebiet Zillertaler Alpen:
unter anderem: Dieter Seibert: Im Bereich von Stilluppgrund und Floitengrund; Manfred Sturm: Skitouren rund um die Berliner Hütte; Helmut Heuberger: Gletscher- und klimageschichtliche Untersuchungen im Zemmgrund;

Kartenmaterial[Bearbeiten]

Für Wanderer und Mountainbiker[Bearbeiten]

  • Mayrhofen, Tuxer Tal, Zillergrund: Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:25.000. 2009 (2. Auflage), (KOMPASS-Karten,), ISBN 978-3854915614. 7,50 €
  • Deutscher Alpenverein (Hg.): Alpenvereinskarte Brennerberge, Bd. 31 / 3. , ISBN 9783928777513. 9,80 €; Maßstab 1:50.000; Stubaier Alpen (Ost) / Zillertaler Alpen (West) / Tuxer Alpen (Nord)

Für Bergsteiger[Bearbeiten]

  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Nr. 35/1 (1:25.000) Zillertaler Alpen, Westliches Blatt. 2013 (8. Auflage), (Alpenvereinskarte), ISBN 978-3928777582. 9,80 €
  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Nr. 35/2 (1:25.000) Zillertaler Alpen, Mitte. 2008 (7. Auflage), (Alpenvereinskarte), ISBN 978-3928777599. 9,80 €
  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Nr. 35/3 (1:25.000) Zillertaler Alpen, Ost. 2011 (7. Auflage), (Alpenvereinskarte), ISBN 978-3928777858. 9,80 €.

Weblinks[Bearbeiten]

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