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Schmirntal

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Schmirn, Vals
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Das Schmirntal (Gemeinde Schmirn) mit dem Valsertal (Gemeinde Vals) ist ein östliches Seitental des Nordtiroler Wipptals und liegt in den Zillertaler Alpen unmittelbar nördlich des Brenners. Im Artikel werden die beiden Täler mit den Orten gemeinsam behandelt.

Regionen[Bearbeiten]

Das rund 12 Kilometer lange Schmirntal mit dem Schmirnbach ist das Haupttal, es trennt die Tuxer Alpen im Norden von den Zillertaler Alpen im Süden.

Das Valsertal mit dem Valser Bach ist ein rund sechs Kilometer langes südliches Seitental des Schmirntals, das sich beim Ort St. Jodok mit dem Schmirntal vereinigt.

Die Gemeinde Schmirn umfasst den zentralen Ort Schmirn im Schmirntal und das Siedlungsgebiet mit einigen Weilern im oberen (östlichen) Teil des Schmirntals und auch östliche Teile des Ortes St. Jodok im Schmirntal.

Die Gemeinde Vals umfasst den Siedlungsraum des Valsertals mit ihren Weilern und den größeren Teilen des Ortes St. Jodok im Schmirntal.

Seit dem Jahre 2012 führt Schmirn mit St.Jodok und Vals den Titel Österreichisches Bergsteigerdorf, das ist ein Projekt zur Förderung ökologisch orientierter und nachhaltiger Tourismusformen in den Alpen und auf Initiative des Österreichischen Alpenvereins.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Schmirntal
  • St. Jodok-Vals (1.155 m, ca. 500 Einwohner), österreichisches Bergsteigerdorf;
  • Schmirn (1.407 m, ca. 850 Einwohner), österreichisches Bergsteigerdorf;
  • Die Fraktionen in den beiden Tälern sind : St. Jodok, Schmirn-Leite, Lorleswald, Muchnersiedlung, Rohrach, Neder, Entwasser, Aue, Grube, Brandach, Unterwiel, Antritt, Egg, Schmirn, Siedlung, Toldern, Hochmark, Wildlahner, Glinzen, Madern, Obern, Kasern, Vals, Padaun;

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Naturschutzgebiet Valsertal: bereits 1942 wurden weite Teile des Valsertals unter Naturschutz gestellt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die beiden Täler sind vom Massentourismus noch relativ unberührt und ein Ziel für Naturliebhaber und Bergwanderer im Sommer und für die Skitourengeher im Winter.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (ca. Straßen-km)
Brenner7 km
Sterzing20 km
Innsbruck40 km
Bozen90 km
München200 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughafen sind der in Bozen (ca.. 90 km, eine Autostunde) und der Innsbruck Airport in Österreich (ca. 50 km und ca. eine dreiviertel Autostunde). Der internationale Großflughafen in München ist in ca. 2,5 Autostunden zu erreichen (ca. 240 km).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anfahrt erfolgt über das Wipptal und die Brennerautobahn:

Von Norden auf der A12 bis Innsbruck, weiter auf mautpflichtigen Brennerautobahn A13 bis zur Abfahrt Matrei/Steinach, und noch weiter ca. 10 km auf der B182 in Richtung Brenner. Beim Ort Stafflach nach links in das Schmirntal und in Richtung St. Jodok/Schmirn/Vals abzweigen.

Von Süden : Auf der Brennerautobahn A13 (mautpflichtig) bis zur Abfahrt Brennersee, dann weiter auf der Brennerbundesstraße B182 noch ca. 7 km in Richtung Innsbruck bis Stafflach, dann nach rechts abzweigen in Richtung St. Jodok/Schmirn/Vals.

Mautfrei, aber sicher nicht schneller, ist auch die Anfahrt über die kurvenreiche Brennerbundesstraße B182 möglich.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof von St. Jodok ist Station an der Brennerbahn von Innsbruck über Bozen nach Verona und Haltestelle für Regionalzüge. Die Intercity- und Eurocity-Züge halten hier nicht.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Schmirntal und im Valsertal verkehren Linienbusse, siehe auch beim Verkehrsverbund Tirol (VVT).

Für die Wintermonate ist zu beachten, dass wegen der absoluten Höhenlage plötzlich eintretende winterliche Straßenverhältnisse infolge von Schneefall und "über Nacht" auch in den Tallagen nichts außergewöhnliches sind. Schneeketten sollten daher unbedingt vorrätig gehlaten werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Joseph (in Außerschmirn). , in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Franz de Paula Penz gebaut, im Stuck und barocke Fresken;
  • Kräutergarten von Schmirn. : 2004 eröffneter 1.500 m² großer Schaugarten mit Duft-, Heil-, Gewürz-, Giftkräuter und mit Alpenblumen im Ortsteil Toldern;
  • Eisenbahnfreunden ist der Kehrtunnel St. Jodok bekannt: Die Brennerbahn wurde von 1864 bis 1867 mit insgesamt 13 Brücken und 22 Tunnelbauten durch das Nordtiroler Wipptal, das Südtiroler Wipptal, und durch das Eisacktal gebaut, sie ist auch heute noch eine der wichtigsten Nord- Südverbindungen durch die Alpen. Die Bahntrasse schlägt dabei am oberen Ende der Nordrampe aus dem Nordtiroler Wipptal eine Schleife in das Schmirntal, um durch die Umfahrung von St. Jodok an Höhe bis zum nahen Scheitelpunkt am Brenner zu gewinnen.
Zum ersten mal weltweit wurden damals beim Bau dieser Bahnlinie sogenannte Kehrtunnel eingesetzt, das sind eng gekrümmte Eisenbahntunnel mit einer Richtungsänderung (Kurven). Der 1867 eröffnete Tunnel bei St. Jodok gilt als ältester Kehrtunnel überhaupt und ist mit 481 m auch der längste an der Strecke.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Es gibt im Winter einen Eislaufplatz in St. Jodok (an der Hauptstraße);

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in den beiden Gebirgstälern ist überschaubar und findet überwiegend in den Gasthöfen statt. Etwas mehr an abendlicher Unterhaltung gibt es in Steinach am Brenner oder in der Landeshauptstadt Innsbruck.

Unterkunft[Bearbeiten]

Bei den Unterkünften im Tal handelt es sich überwiegend um die Gasthöfe und um Anbieter von Ferienwohnungen.

Die durch Bergwanderung aus dem Tal erreichbaren Berghütten in den Zillertaler Alpen sind vor allem die Geraer Hütte (2.324 m, durch das Valsertal in ca. 4 Stunden Gehzeit) und das Tuxerjoch Haus (2.313 m, aus Kasern im Schmirntal in ca. 2 Stunden Gehzeit).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Kurzinfos
Vorwahl Österreich0043
Telefonvorwahl05279
Postleitzahl6154
KennzeichenIL
ZeitzoneUTC+1
Notrufe
Euro-Notruf122
Polizei133
Rettung144
Bergrettung140
  • Bankfilialen der Sparda-Bank (Raiffeisenbank) gibt es in St. Jodok und im Ort Schmirn;
  • Siehe auch den Artikel Bergsteigen, er enthält Infos auch zum Thema Bergwandern;

Gesundheit[Bearbeiten]

Die nächsten Krankenhäuser sind die in Innsbruck und das Landeskrankenhaus in Hall im Unterinntal;

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Seite für den Tourismusverband des Nordtiroler Wipptals: www.wipptal.at.
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