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Tauernradweg

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Der Tauernradweg (benannt nach dem Gebirgszug der Tauern im oberen Bereich) ist ein Radweg in den österreichischen Bundesländern Salzburg und Oberösterreich. Er führt von Krimml im Oberpinzgau entlang der Salzach über Bischofshofen und Salzburg bis nach Braunau am Inn, ab wo er bis Passau parallel zu dem auf deutscher Uferseite verlaufenden Inn-Radweg führt.

Ab Kaprun/Zell am See führt eine Variante der Route nach Maishofen und weiter entlang der Saalach über Saalfelden und Lofer sowie auf deutschem Staatsgebiet (Berchtesgadener Land) über Bad Reichenhall und Freilassing nach Salzburg.

Streckenprofil[Bearbeiten]

  • Länge: 325 km
  • Ausschilderung:
  • Steigungen:
  • Wegzustand:
  • Verkehrsbelastung:
  • Geeignetes Fahrrad:
  • Familieneignung:
  • Inlinereignung:

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Wort Tauern bedeutete ursprünglich „Hohe Übergänge“ (Pässe) in den österreichischen Zentralalpen und charakterisierte die vielen Saumpfade und Pässe, welche die parallelen Seitentäler der Salzach in das Gebirge schnitten. Seit dem Mittelalter, als der Bergbau zu einer Hochblüte gelangte, bezeichnet Tauern auch die entsprechenden Gebirgszüge. In vielen lokalen Bezeichnungen blieb der Name erhalten.[1] Es werden die Hohen und die Niederen Tauern unterschieden.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Golling an der SalzachHallein (13 km / 17 km)[Bearbeiten]

Linkes Ufer:

In Golling führt der Tauernradweg nach Querung der Salzach auf die westliche Seite des Tals und in der Folge bis Hallein auf kleinen, wenig befahrenen Straßen am Fuße der östlichsten Berchtesgadener Alpen. Die Route verläuft teilweise leicht erhöht über dem Talboden und bietet stellenweise Ausblicke über die gesamte Breite des Salzachtals. Bis Kuchl führt die Strecke im Grunde parallel zur Tauernautobahn, sodass mit gewissem Autolärm gerechnet werden muss.

Rechtes Ufer:

Als Alternative bietet sich die etwas längere Variante (17 km) auf der östlichen Seite der Salzach über die Orte Kuchl (Marktgemeinde, ca. 7100 Einwohner) und Bad Vigaun (Gemeinde, ca. 2100 Einwohner). Dabei gibt es auf den letzten Kilometern vor Hallein wieder zwei Varianten.[2]

In Kuchl besteht die Möglichkeit, auf die jeweils amdere Seite der Salzach zu wechseln.

Sehenswertes und Aktivitäten auf der rechtsufrigen Strecke (ab Kuchl):

Die Römerbrücke über die Taugl
  • Mehrere Kirchengebäude liegen zur Besichtigung mehr oder weniger am Weg:
* Pfarrkirche von Kuchl
* Filialkirche St. Georg auf dem historisch bedeutenden und als Naturdenkmal ausgewiesenen Georgenberg (Gemeinde Kuchl)
* Pfarrkiche Bad Vigaun
* Margarethenkirche in St. Margarethen (Gemeinde Bad Vigaun)
  • An der Gemeindegrenze von Kuchl und Bad Vigaun überquert man auf einer alten Römerbrücke die Taugl, einen Bach, dessen Unterlauf ab hier unter der Bezeichnung Tauglgries als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. In diesem Bereich Bademöglichkeit.

Abstecher:

  • St. Koloman und Seewaldsee
Wer bergradeln nicht scheut, kann als Variante rechtsufrig 1,3 km nach dem Bahnhof Golling statt geradeaus nach Kuchl sich rechts zur Bundesstraße halten und ab dort auf der St. Koloman Landesstraße bergauf in den Ort St. Koloman fahren (Höhenunterschied gut 350 m). Von dort geht es wieder talwärts, und man trifft bei der Römerbrücke wieder auf den Radweg.
Kurz vor dem Ort St. Koloman (gut 5 km ab Beginn der St. Koloman Landesstraße) zweigt rechts eine Straße zum 1072 m hoch gelegenen, malerischen Seewaldsee ab (6 km bergauf). Einkehrmöglichkeit. Rückfahrt bis St. Koloman auf demselben Weg.

Hallein[Bearbeiten]

(Zu Unterkunft und Verpflegung → siehe Artikel Hallein.)

Für Hallein (Stadtgemeinde, ca. 21.000 Einwohner; Aussprache: Betonung auf der ersten Silbe) lässt sich problemlos zumindest ein voller Tag für Sightseeing, den Besuch mehrerer Museen oder Wanderungen auf die nächstliegenden Berge einplanen.

Sehenswertes und Aktivitäten in Hallein:

Der Schöndorferplatz in Hallein
  • denkmalgeschützte Altstadt mit schönen Plätzen und Gassen
  • Keltenmuseum Hallein (Themen: Funde aus der Keltenzeit, Geschichte der Salzgewinnung, Halleiner Stadtmuseum)
  • Stille-Nacht-Museum Hallein (mit Grab von Franz Xaver Gruber, dem Komponisten des Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht)

Umliegende Berge:

  • Bad Dürrnberg: (Ort auf einem Berg, dem Dürrnberg, oberhalb von Hallein, heute Teil der Stadtgemeinde; früher Salzgewinnung; bedeutende keltische Fundstätte)
* Schaubergwerk Salzwelten (ehemaliges Salzbergwerk)
* Keltendorf (Rekonstruktion einer keltischen Ansiedlung)
* Wanderweg von Hallein auf den Dürrnberg mit Schautafeln zur Geschichte der Salzgewinnung und einem modernen Kreuzweg
* von der Dürrnberger Pfarrkirche wunderschöner Blick über das Salzachtal
* Sommerrodelbahn
Nach Bad Dürrnberg bzw. auf den Dürrnberg (Höhenunterschied bis zur Kirche von Bad Dürrnberg rund 330 m) führt als Fahrweg nur eine gut befahrene Landesstraße ohne Fahrradspur. Alternative zum Fußweg: stündliche Busverbindung (Postbus, Linie 41 vom Bahnhof Hallein).
  • mehrere Burgruinen
  • etliche Wanderwege, teils über die deutsche Grenze
  • Barmsteine, zwei felsige Bergformationen nächst der Stadt, Hausberge von Hallein (im oberen Bereich nur für Geübte und Kletterer!)

HalleinSalzburg (15 km)[Bearbeiten]

Ab Hallein führt der Tauernradweg direkt entlang dem rechten oder linken Ufer der Salzach[3] auf gut befahrbaren, teils asphaltierten Wegen. Alle Varianten inklusive derjenigen über Hellbrunn sind etwa gleich lang.

Zwischen Hallein und Salzburg gibt es folgende Möglichkeiten, die Salzach zu überqueren.

  • rund 1,6 km nach Hallein (gemessen ab der zentralen Salzachbrücke) beim Kraftwerk Sohlstufe Hallein
  • rund 5,5 km nach Hallein auf einem Fußgänger- und Radfahrsteg bei Urstein (am rechten Ufer, Gemeinde Puch bei Hallein; dort sehenswerte Pfarrkirche; in Urstein befindet sich das Schloss Urstein und der Campus der Fachhochschule Salzburg)
  • rund 6,5 km nach Hallein beim Kraftwerk Urstein
  • rund 10,5 km nach Hallein an der Stadtgrenze zu Salzburg auf der Hellbrunner Brücke (starker Autoverkehr); hier Anbindung an städtische Obuslinien sowie zur S-Bahn-Station Salzburg Süd (Fahrradmitnahme möglich)
Tauernradweg zwischen Hallein und Salzburg
Die Königsseeache kurz vor ihrer Einmündung in die Salzach

Rechtes Ufer:

Am rechten Ufer führt der Tauernradweg ständig entlang der Salzach bis in die Altstadt von Salzburg.

Linkes Ufer:

Am linken Ufer mündet nach rund 6,2 km nach Hallein an der Stadtgrenze von Hallein zur Gemeinde Anif die aus dem Raum Berchtesgaden kommende Königsseache (in Deutschland Berchtesgadener Ache genannt) in die Salzach. Der unterste Bereich des Zuflusses ist ein beliebter Badeplatz (kostenlos; Nachteil: Lärm von der hier querenden Tauernautobahn). (Hier besteht auch die Möglichkeit, entlang des Baches Richtung Grödig und zum Untersberg zu fahren.)

Unmittelbar nach dem Mündungsbereich und der Autobahnbrücke zweigt links eine Zufahrt zum Anifer Waldbad ab, ein örtlich ebenfalls beliebtes Freibad. Hier verläuft auch die linksufrige Alternative des Tauernradwegs; gleichwohl gleangt man auch dem linken Ufer folgend autofrei in die Salzburger Altstadt. Der abzweigende Weg führt auf die stark befahrene Salzachtal Straße, der man ein Stück bis ins Zentrum von Anif folgt. Der Weg setzt sich dann durch den Ort fort und führt über den weitläufigen Schlosspark von Hellbrunn zum Schloss Hellbrunn mit den bekannten Wasserspielen. Im Parkgelände befindet sich auch ein Volkskundemuseum. Von dort geht es über die sehenswerte und nur für den Fußgänger- und Radfahrverkehr zugelassene Hellbrunner Allee mit altem Baumbestand in wenigen Kilometern in die Altstadt von Salzburg.

Wer zuerst am rechten Ufer fährt, kann für diese Variante auf dem unweit von der Abzweigung befindlichen Ursteinsteg das Ufer wechseln.

Wer dem Weg über die Hauptstraße und dem Ort Anif ausweichen will, fährt weiter die Salzach entlang bis rund 300 m vor der Hellbrunner Brücke (etwa auf Höhe der Stelle, wo rechtsufrig der Klausbach in die Salzach mündet) und biegt in eine kleine Zufahrt ein; danach links dem Fürstenweg folgen. Dieser führt geradewegs nach Hellbrunn (rund 1,2 km).

Lohnenswerter Abstecher:

  • Glasenbachklamm: Am südlichen Stadtrand von Salzburg bei der Hellbrunner Brücke (rund 10,5 km nach Hallein) auf die Hellbrunner Landesstraße auffahren (Radfahrstreifen im Brückenbereich) und rund 1000 m Richtung Bergseite weiter bis zum Kreisverkehr Glasenbach, dort rechte Ausfahrt Richtung Hallein nehmen; nach 200 m links wenig befahrene Zufahrt zur Klamm (ausgeschildert), die nach wenigen hundert Metern beginnt.

Salzburg[Bearbeiten]

Radwege entlang der Salzach und Salzachüberquerungen in der Stadt Salzburg
Der Wilhelm-Kaufmann-Steg im Süden der Stadt

Der gesamte Stadtbereich von Salzburg (Statutarstadt, rund 150.000 Einwohner, mit Umlandgemeinden rund 180.000 Einwohner) kann auf beiden Seiten der Salzach passiert werden, ohne eine Straße mit Kraftfahrverkehr queren zu müssen. In der Stadt ist zur Weiterfahrt auf dem Tauernradweg Richtung Inn auf das rechte Flussufer zu wechseln.

(Zu Unterkunft, Verpflegung und Sehenswürdigkeiten → siehe Artikel Salzburg.)

Im Stadtbereich gibt es zehn Möglichkeiten die Salzach auf einem Rad- und Fußgängerweg zu überqueren. Als letzte bietet sich im äußersten Norden der Stadt die Autobahnbrücke mit einem Fußgänger- und Radfahrsteg unterhalb des Autofahrstreifens. Danach gibt es auf dem gesamten Tauernradweg nur noch Brücken über die Salzach in Oberndorf, Tittmoning und Burghausen sowie Brücken über den Inn in den Städten.

In Salzburg führt der Radweg am linken Salzachufer in den Norden der Stadt zum Landschaftsschutzgebiet Salzachsee-Saalachspitz bis zur Einmündung der Saalach in die Salzach. Dort endet (bzw., wenn man in Gegenrichtung fährt, beginnt) gleichzeitig die Streckenvariante des Tauernradwegs von Kaprun/Zell am See nach Salzburg über Lofer und Bad Reichenhall.

SalzburgOberndorf und Laufen (19 km)[Bearbeiten]

Von Salzburg führt der Radweg rechtsufrig auf der östlichen Seite der Salzach entlang auf einem gut befestigten Streckenabschnitt. Ab der Stadtgrenze von Salzburg bildet die Salzach die Staatsgrenze zu Deutschland. Rund 7 km vor Oberndorf endet die Route an der Salzach und man wird zuerst auf eine relativ gering befahrene Straße nach Oberndorf geleitet. Ein letztes kurzes Stück vor Oberndorf führt entlang einer gut befahrenen Zufahrtsstraße in das Zentrum (eigener Fuß- und Radweg). Direkt entlang der gesamten Strecke existieren (abgesehen von einer zeitweise geöffneten Würstchenbude im Norden von Salzburg) keine Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeiten.

Der Weg führt durch die Gemeindegebiete von Bergheim, Anthering und Nußdorf am Haunsberg.

In Oberndorf (Stadtgemeinde, ca. 5500 Einwohner) und in Laufen (Stadtgemeinde, ca. 6800 Einwohner) gibt es etliche Lokale und Gaststätten sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Für den Einkauf von Proviant eignen sich am besten mehrere Supermärkte im Zentrum von Oberndorf.

In Oberndorf befinden sich nach Salzburg die nächsten Brücken, auf denen man nach Wunsch auf die andere Flussseite nach Laufen wechseln kann: die denkmalgeschützte Brücke für den Autoverkehr (enger Fahrstreifen) und der für Fußgänger und Radfahrer vorgesehene Europasteg nach der Salzachschleife. Fahrradwege entlang der Salzach auch auf der bayrischen Seite.

Tauernradweg zwischen Salzburg und Oberndorf
Der Josef-Mayburger-Kai in Salzburg

Sehenswertes in Oberndorf:

  • Oberndorf bewirbt sich als Stille-Nacht-Gemeinde. Im Ort wurde 1818 das berühmte Weihnachtslied erstamls aufgeführt.
  • Ausblick auf die Salzach und die gegenüberliegende bayrische Stadt Laufen entlang der rechtsufrigen Flusspomenade mit einer Reihe von Schautafeln zur Geschichte des Flusses
  • Stille-Nacht-Bezirk (zugänglich von der Salzachpromenade) mit der Stille-Nacht-Gedächtniskapelle und einem kleinen Museum (in der Adeventzeit mit Weihnachtsmarkt)
  • Auf Höhe des Europastegs Nepomukstatue und Kalvarienberg

Sehenswertes in Laufen: unter anderem

  • Stiftskirche Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jahrhundert
  • Alte Häuser in der Rottmayrstraße
  • Zentraler Marienplatz
  • Oberes und unteres Stadttor

(Unter Einbezug der beiden Salzachbrücken lassen sich die größeren Sehenswürdigkeiten der beiden Orte in einem Rundweg zu Fuß betrachten.)

Lohnenswerte Abstecher:

Abstecher vom Tauernradweg im Flachgau
Ansicht von Maria Plain
  • Wallfahrtsstätte Maria Plain: Noch im Stadtgebiet von Salzburg (rund 3 km nach der zentralen Staatsbrücke) zweigt rechts ein Radweg entlang des Alterbaches ab (Ausschilderung nach Eugendorf; nach rund 400 m die kleine Plainbrücke mit einer Nepomukstatue von 1733). Rund 50 m nach der Brücke zum Plainbergweg hoch und diesen rund 1,5 km stets bergauf folgen (Höhenunterschied: rund 120 m).
Sehenswert: Wallfahrtsbasilika, Ursprungskapelle, Heilig-Grab-Kapelle, Kalvarienberg. Herrliche Aussicht auf die Stadt Salzburg und die umliegenden Berge. Entlang des Plainbergwegs stehen acht Marterl, die einen Teil eines in Salzburg beginnenden alten Wallfahrtswegs bilden.
Einkehrmöglichkeiten: Restaurant Plainlinde, auf gut halbem Weg zur Wallfahrtsstätte; Gasthof Maria Plain (leicht gehoben, seit dem 17. Jh. betrieben), Plainer Ansitz (Imbisse); letztere im Bereich der Wallfahrtsstätte
Rückfahrt: Als Alternative zum Aufstieg bietet sich der Weg Richtung Westen, der hinunter in den Ort Bergheim führt, von wo man wieder beim Bahnhof zum Tauernradweg gelangt.
  • Kaiserbuche auf dem Haunsberg: Rund 9,7 km nach Salzburg (ab der zentralen Staatsbrücke) zweigt bei einem Rastplatz ein Weg Richtung Anthering ab, der quer durch den Auwaldgürtel führt, der sich entlang der Salzach erstreckt. Wer Glück hat, bekommt hier Wildschweine zu sehen, die in einem großzügigen Freigehege beheimatet sind. Nach 2,1 km in Anthering Richtung Norden nach Acharting dem Berg entgegen. Nach gut 1 km dort der Haunsbergstraße stets bergauf folgen (6 km, Höhenunterschied ca. 330 m). Auf dem Berg am Scheitelpunkt nach links zur Kaiserbuche (in 500 m) abbiegen.
Die Kaiserbuche erinnert an den Besuch Kaiser Joseph II. im Jahr 1779 und ist das Wahrzeichen des Flachgaus. (Der ursprüngliche Baum fiel 2004 einem Unwetter zum Opfer. Ein Ableger ist in Aufzucht.) Bei der Kaiserbuche und der nächsten Umgebung weite Aussichten nach Salzburg, in den Flachgau und in den bayrischen Rupertigau sowie Richtung Oberösterreich; Wanderwege. Einkehrmöglichkeit unmittelbar neben der Kaiserbuche.
Rückfahrt: Die zur Anfahrt genommene Straße weiter auf der nördlichen Bergseite hinab in den Ort Schlößl (3,4 km), von wo man nach links abbiegend auf einer Landesstraße nach 1,6 km in Weitwörth wieder auf den Tauernradwweg gelangt.

OberndorfEttenau und Tittmoning (22 km)[Bearbeiten]

Der Tauernradweg kurz vor Ettenau

Von Oberndorf aus wurde ein gut befestigter Streckenabschnitt errichtet. Jedoch ändert auch die Salzach ab und zu ihren Verlauf, so dass manche Uferbereiche großräumig abgebrochen sind und Wege nicht mehr existieren. Hier wird man über breite, aber holprige Waldwege umgeleitet. Gelangt man wieder auf den Radweg an der Salzach, so ist dieser bis Ettenau, das ist der Siedlungsraum gegenüber der bayrischen Stadt Tittmoning, über weite Strecken geradlinig und landschaftlich wenig abwechslungsreich.

In Ettenau (das Gebiet gehört zur oberösterreichischen Gemeinde Ostermiething) gibt es ein kleines Lokal unmittelbar am Radweg. Hier befindet sich die nächste Brücke ab Oberndorf, auf welcher man zum Radweg auf der anderen Flussseite und nach Tittmoning wechseln kann, wo sich auch Gaststätten sowie Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten befinden.

Sehenswertes in Tittmoning: unter anderem

  • Stadtplatz
  • Burg Tittmoning
  • Spazierweg entlang des Pontachbaches

Der Radweg passiert die Salzburger Gemeinde St. Georgen bei Salzburg sowie die oberösterreichischen Gemeinden St. Pantaleon und Ostermiething.

Abstecher:

Im Stahlpark Riedersbach
  • Stahlpark Riedersbach
Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte sich in Riedersbach (Gemeinde St. Pantaleon) den Stahlpark Riedersbach ansehen, ein Gelände mit rund 200 Stahlskulpturen aus den Jahren um 2000 und danach. Die Objekte stammen von internationalen Künstlern und wurden bei deren Teilnahme am jährlich stattfindenden Stahlsymposium angefertigt. Die Anlage ist rund um die Uhr frei zugänglich und befindet sich auf dem Gelände eines Kraftwerks.
Anfahrt: Genau 1 km nach der Einmündung der Moosach in die Salzach, rund 15 km nach Oberndorf, zweigt eine kleine Straße ab, die nach wenigen hundert Metern direkt auf das Gelände führt.

EttenauAch an der Salzach und Burghausen (16 km)[Bearbeiten]

Linkes Ufer:

Wer auf dieser Strecke weiterhin neben dem Fluss fahren möchte, sollte in Ettenau auf die Westseite des Flusses wechseln. Dieser Abschnitt gehört jedoch nicht zum offiziellen Tauernradweg und ist weniger gut, teilweise gar nicht befestigt, jedoch auch mit Tourenrädern befahrbar.

Rechtes Ufer:

Der Tauernradweg in Ach an der Salzach

Grundsätzlich führt bis Ach an der Salzach auch am rechten Ufer ein Weg, der jedoch teilweise entweder gar nicht oder nur mit Mountainbikes befahrbar ist. Denn nach einigen Kilometern endet am Ufer die Befestigung und man gelangt auf einen breiten Weg mit durchgehend weichem Sand. Nach einiger Zeit wird dieser Weg zu einem fast 2 km langen Pfad über abgestorbene Bäume, steile Stufen und hohes Dickicht, welcher nur von Fußwanderern und evt. Mountainbikern zu bewältigen ist. Wer nicht scheut, sein Rad zu schieben und über Hindernisse hinwegzuheben, sollte überlegen, ob er sich diese Anstrengung leisten mag, zumal dieser Teil einer der abwechslungsreicheren am Unterlauf der Salzach ist. In diesem Abschnitt ist auch eine Stelle am Ufer als Zeltplatz beliebt. Danach führt eine rund 5 km lange, asphaltierte Uferstraße nach Ach.

Der eigentliche Tauernradweg zweigt in Ettenau auf Höhe der Brücke nach Tittmoning rechts auf die Landesstraße und nach rund 600 Metern von dieser links auf die relativ wenig befahrene Straße ab, die über das Siedlungsgebiet von Ettenau nach St. Radegund führt (bis dort rund 5 km, vor St. Radegund Anstieg, Höhenunterschied rund 100 m).

Sehenswertes in St. Radegund (Gemeinde, rund 600 Einwohner):

  • Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert
  • Franz-Jägerstätter-Museum (Hadermarkt 7; unweit links des Tauernradwegs), zum Leben des bekannten und seliggesprochenen NS-Widerständlers Franz Jägerstätter

Danach verläuft der Tauernradweg eben durch den Oberen Weilhartforst und erreicht hierauf den Ort Wanghausen. Dort führt der Weg wieder hinab zur Salzach. Ab da sind es noch rund 2 km bis Ach an der Salzach. Unmittelbar oberhalb von Ach liegt der Ort Duttendorf.

Sowohl in Wanghausen als auch in Ach (beide zur Gemeinde Hochburg-Ach gehörig) gibt es eine Brücke über die Salzach nach Burghausen, die sich beide für den Besuch der sehenswerten Altstadt eignen. Dort auch Bademöglichkeit im Wöhrsee (wenige hundert Meter nach der Grenze).

(Zu Unterkunft, Verpflegung und Sehenswürdigkeiten → siehe Artikel Burghausen.)

Beschränkte Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich auch in dem kleinen Ort Ach.

Sehenswertes in Wanghausen und Ach:

Der Salzachhund bei Ach
  • Schloss Wanghausen
  • Kirche Maria Ach
  • Salzachhund
Der sogenannte Salzachhund ist eine aus Steinen gebildete Sperr- bzw. Lenkvorrichtung für den Wasserlauf der Salzach auf österreichischer Seite unterhalb von Duttendorf. Dort befindet sich auch ein sehenswerter geologischer Aufschluss an der die Salzach säumenden Abbruchkante.
Zu der Stelle gelangt man, indem man ab der Brücke von Ach nach Burghausen die Salzach rund 1 km weiter auf einem Fußweg folgt, der auch beim Salzachhund endet. Für den Rückweg bieten sich auch Wegalternativen über Duttendorf, von wo man einen schönen Blick auf die Altstadt von Burghausen hat.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten – Variante Zell am See–Salzburg[Bearbeiten]

Tauernradweg (Krimmel nach Passau)

Im Bereich des Dreiecks der Gemeindegrenzen von Kaprun, Bruck an der Glocknerstraße und Zell am See teilt sich unmittelbar vor Zell am See noch auf Kapruner Gemeindegebiet der Tauernradweg in zwei Äste: Der eine führt weiter nach Osten das Salzachtal entlang, der andere biegt nach Norden und führt durch Zell am See nach Maishofen, wo er auf die von Westen kommende Saalach trifft. In der Folge führt die Streckenvariante durch das Saalachtal über das sogenannte Kleine deutsche Eck nach Freilassing und Salzburg. Dort kann an die andere Variante angeschlossen werden, sodass die Möglichkeiten bestehen, ab Salzburg entweder weiter die Salzach Richtung Oberösterreich zu folgen oder nur im Bundesland Salzburg in einem Kreis zu fahren, indem einer der beiden Äste dann in Gegenrichtung befahren wird.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wikipedia-Artikel Tauern.
  2. Rechtsufrige Routen gekennzeichnet im Geografischen Informationssystem des Landes Salzburg (SAGIS).
  3. Laut Markierung auf dem amtlichen Geografischen Informationssystems des Landes Salzburg (SAGIS) und einiger anderer Beschreibungen des Tauernradwegs führt er auf dem linken Ufer; laut Farblegende im SAGIS auf dem rechten. Da es mehrere Möglichkeiten gibt, den Fluss zu überqueren, ist die Frage letztlich unerheblich.
Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.