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Chārga

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Festung nahe der Quelle ʿAin Umm ed-Dabādīb in der Senke el-Chārga
Senke el-Chārga ·الواحات الخارجة
GouvernementNeues Tal
Länge200 km
Höhe30–90 m
Einwohner82.169 (2006)[1]
Lage
Lagekarte des Neuen Tals in Ägypten
Chārga
Chārga

Die ägyptische Senke el-Charga, englisch: el-Kharga, el-Khargah, el-Khargeh, el-Kharijah, arabisch: ‏الواحات الخارجة‎, al-Wāḥāt al-Chāriǧa, „die äußeren Oasen“, ist die südlichste und östlichste sowie die sowohl der Fläche als auch der Einwohnerzahl nach größte der bewohnten Senken in der Westlichen Wüste. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt el-Chārga, die zugleich Hauptstadt des Gouvernements Neues Tal, englisch: New Valley, ist. Die 200 Kilometer lange Senke befindet sich nur etwa 200 Kilometer westlich von Luxor und ist somit leicht zu erreichen. Sowohl die Wüstenregionen als auch die antiken Denkmäler machen die Senke el-Chārga zu einem attraktiven, aber leider wenig bekannten Reiseziel.

Orte[Bearbeiten]

Lageplan der Senke el-Chārga
  • 1 El-Chārga El-Chārga im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEl-Chārga (Q14206673) in der Datenbank Wikidata ist die größte Stadt der Senke el-Chārga und Verwaltungssitz des Gouvernements Neues Tal mit den Oasengürteln el-Chārga, ed-Dāchla und el-Farāfra. In der Stadt befinden sich mehrere Hotels, und sie bietet sich aufgrund ihrer zentralen Lage als Ausgangspunkt für Ausflüge sowohl in die nähere Umgebung als auch in die gesamte Senke selbst an.
  • 2 Bārīs Bārīs in der Enzyklopädie Wikipedia Bārīs im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBārīs (Q4843907) in der Datenbank Wikidata ist die zweitgrößte Stadt der Senke el-Chārga. In ihrer politischen, wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung steht sie im Schatten der Stadt el-Chārga. Die Stadt befindet sich 86 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Nördlich des Chārga-Passes[Bearbeiten]

  • 1 Wādī el-Baṭṭīch Wādī el-Baṭṭīch im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWādī el-Baṭṭīch (Q14223464) in der Datenbank Wikidata, auch Melonenfeld, ist eine Landschaft mit Tausenden Geoden, etwa 40 Kilometer nördlich des 2 Chārga- oder Ramlīya-Passes.

Im Norden der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

Die Orte sind von Norden nach Süden gereiht. Bis auf el-Munira und ʿIzbat Muhammad Mustafa befinden sie sich alle westlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ.

  • 3 Qaṣr el-Gibb Qaṣr el-Gibb im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr el-Gibb (Q14218433) in der Datenbank Wikidata ist der Standort einer römischen Festung im äußersten Norden der Senke.
  • 4 Es-Sumeira Es-Sumeira im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEs-Sumeira (Q14221094) in der Datenbank Wikidata ist der Standort einer römischen Siedlung mit Festung und Friedhöfen südlich von Qaṣr el-Gibb.
  • Das Dorf 5 ʿIzbat Muḥammad Muṣṭafā (25° 44′ 58″ N 30° 40′ 6″ O), ‏عزبة محمد مصطفى‎, ʿIzbat Muḥammad Muṣṭafā, liegt östlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ im äußersten Norden der Senke.
  • Top-Sehenswürdigkeit 6 Qaṣr el-Labacha Qaṣr el-Labacha im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr el-Labacha (Q14218435) in der Datenbank Wikidata ist eine römische Siedlung mit einer Festung, einem funktionstüchtigen Aquädukt samt Quelle und Tempeln.
  • Top-Sehenswürdigkeit 7 ʿAin Umm ed-Dabādīb ʿAin Umm ed-Dabādīb im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Umm ed-Dabādīb (Q14223983) in der Datenbank Wikidata ist eine römische Siedlung mit einer Festung, einem Aquädukt und Felsgräbern.
  • Das Dorf 8 ʿIzbat Muḥammad Ṭuleib ʿIzbat Muḥammad Ṭuleib im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿIzbat Muḥammad Ṭuleib (Q14215839) in der Datenbank Wikidata liegt westlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ im Norden der Senke. Im Norden des Dorfes befindet sich eine römische Festung.
  • Der Hügel 11 Gebel eṭ-Ṭeir Gebel eṭ-Ṭeir im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGebel eṭ-Ṭeir (Q14299657) in der Datenbank Wikidata verfügt über Felszeichnungen. Hier befindet sich auch die sog. Maria-Höhle.
  • 12 ʿAin et-Tarākwa ʿAin et-Tarākwa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin et-Tarākwa (Q14223996) in der Datenbank Wikidata bezeichnet den Ort eines verschütteten Sandsteintempel aus römischer Zeit.

Unmittelbar am nördlichen Stadtrand von el-Chārga[Bearbeiten]

Tempel von Hībis
  • Die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit ist der in persischer Zeit dekorierte Top-Sehenswürdigkeit 14 Hibis-Tempel Hibis-Tempel in der Enzyklopädie Wikipedia Hibis-Tempel im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHibis-Tempel (Q1617203) in der Datenbank Wikidata.
  • Der Tempel und das Dorf 15 en-Nāḍūra en-Nāḍūra im Medienverzeichnis Wikimedia Commonsen-Nāḍūra (Q14216793) in der Datenbank Wikidata befinden sich östlich des Hibis-Tempels.
  • 17 ʿAin el-Charāb ʿAin el-Charāb im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin el-Charāb (Q14223989) in der Datenbank Wikidata (ʿAin et-Turba) ist der Ort einer römisch-christlichen Siedlung und mehrerer Felsengäber im Süden von el-Bagawāt.
  • Das Kloster 18 ʿAin Muṣṭafā Kāschif ʿAin Muṣṭafā Kāschif im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Muṣṭafā Kāschif (Q14223971) in der Datenbank Wikidata und das Kloster 19 Deir el-Bagawāt Deir el-Bagawāt im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDeir el-Bagawāt (Q55421982) in der Datenbank Wikidata befinden sich etwa 1 Kilometer nördlich des Friedhofs el-Bagawāt.
  • Die einstige Siedlung 20 ʿAin Saʿaf ʿAin Saʿaf im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Saʿaf (Q14223976) in der Datenbank Wikidata einschließlich der christlichen Kapelle befinden sich nördlich von ʿAin Muṣṭafā Kāschif. In der Nähe befinden sich die beiden Türme 21 Ṭāḥūnat Hawāʾ Ṭāḥūnat Hawāʾ im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsṬāḥūnat Hawāʾ (Q55422030) in der Datenbank Wikidata und 22 Burg el-Ḥammām.
  • Das einstige Kloster 23 ʿAin Gallāl (‏عين جلال‎) befindet sich am Westrand eines Palmenhains etwa 700 Meter westsüdwestlich vom Hibis-Tempel und etwa 800 Meter südwestlich vom Friedhof Gabbānat el-Bagawāt. Das im 5.–6. Jahrhundert im Bereich dreier Wasserstationen errichtete Kloster besteht aus zwei 80 Meter entfernten Gebäuden. Das südliche diente wohl als Mönchsunterkunft, das nördliche möglicherweise als Herberge für Besucher. Weiter nördlich verläuft von Westen nach Osten ein Aquädukt.[2]

Im Westen der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

  • In geringer Entfernung zur Stadt el-Chārga befindet sich das Dorf 24 ʿAin el-Bileida ʿAin el-Bileida im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin el-Bileida (Q14223988) in der Datenbank Wikidata. Im Nordwesten des Dorfes befinden sich eine Siedlung und Tempel aus römischer Zeit.
  • 25 ʿAin Chanāfis ʿAin Chanāfis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Chanāfis (Q14223968) in der Datenbank Wikidata ist der Standort einer alten römischen Siedlung und eines verschütteten Sandsteintempels.

Im Süden der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

Kloster ʿAin Muṣṭafā Kāschif
Friedhof el-Bagawāt
Nordostseite des Tempels von Ghuweita
Grab des Prinzen Chalid südlich von Būlāq
  • 26 Qaṣr el-Baramūnī Qaṣr el-Baramūnī im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr el-Baramūnī (Q14218427) in der Datenbank Wikidata, etwa 3,5 Kilometer südlich von el-Chārga westlich der Fernverkehrsstraße 25, ist der Ort einer römischen Siedlung mit einer Festung.
  • Knapp sechs Kilometer südlich von el-Chārga befindet sich der 1996 eingeweihte, aber heute nicht mehr benutzte 1 Bahnhof el-Chārga Bahnhof el-Chārga im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof el-Chārga (Q57444977) in der Datenbank Wikidata der Stadt.
  • 27 Qaṣr en-Nasīma Qaṣr en-Nasīma im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr en-Nasīma (Q14218438) in der Datenbank Wikidata, etwa 6 Kilometer südsüdwestlich von el-Chārga westlich der Fernverkehrsstraße 25, ist der Ort einer römischen Siedlung mit einer Festung, einem Taubenhaus und einer Kirche.
  • Nach sechs Kilometern südlich des Bahnhofs, etwa zwölf Kilometer südlich von el-Chārga, erreicht man das neue Dorf 28 Būr Saʿīd, das seinen Namen von der ägyptischen Hafenstadt Port Said erhalten hat und sich hauptsächlich auf der Westseite der Straße befindet. Das alte Dorf 29 Būr Saʿīd el-Qadīma sollte ursprünglich fünf Kilometer östlich von Gināḥ im Nordwesten einer Oase entstehen, ist aber Opfer einer Sanddüne geworden. Der Besuch des alten Dorfs mit der Oase und dem Pumpenhaus lohnt.
  • Etwa 15 Kilometer südlich von el-Chārga, westlich abseits der Fernverkehrsstraße, befindet sich das Dorf 30 Gināḥ Gināḥ im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGināḥ (Q12206188) in der Datenbank Wikidata. 3 Kilometer westlich hinter diesem Dorf befinden sich die Überreste der römischen Siedlung 31 ʿAin eḏ-Ḏiʾb (25° 19′ 51″ N 30° 30′ 26″ O), ‏عين الذئب‎, ʿAin aḏ-Ḏiʾb, „Wolfsquelle“, mit Lehmziegelruinen von Häusern und einem Friedhof, die sich aber nur mit einem geländegängigen Fahrzeug (4×4) erreichen lässt.
  • Der Tempel 32 Qaṣr el-Ghuweiṭa Qaṣr el-Ghuweiṭa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr el-Ghuweiṭa (Q14218430) in der Datenbank Wikidata, Tempel der thebanischen Triade, befindet sich etwa 20 Kilometer südlich von el-Chārga, etwa 4 Kilometer östlich der Fernverkehrsstraße. Etwa 500 Meter nördlich des Tempels befindet sich die archäologische Stätte 33 ʿAin ʿAskar ʿAin ʿAskar, Umm Mawāgīr in der Enzyklopädie Wikipedia ʿAin ʿAskar, Umm Mawāgīr im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin ʿAskar, Umm Mawāgīr (Q1559512) in der Datenbank Wikidata (Umm Mawāgīr).
  • Der Tempel 34 Qaṣr ez-Zaiyān Qaṣr ez-Zaiyān im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr ez-Zaiyān (Q14218440) in der Datenbank Wikidata, Tempel des Amenibis, des Amun von Hībis, befindet sich etwa 5 Kilometer südlich des Tempels el-Ghuweita.
  • Das Dorf 35 ʿIzbat Nāṣir (25° 15′ 20″ N 30° 31′ 43″ O), auch 'Ezbet Nasser, ‏عزبة ناصر‎, ʿIzbat Nāṣir, befindet sich etwa 24 Kilometer südlich von el-Chārga an der westlichen Straßenseite.
  • Vier Kilometer südlich des Dorfes Būlāq findet man zwei Gräber von Scheichs: Das südlichere 37 Grab des Prinzen Chālid (25° 9′ 57″ N 30° 32′ 21″ O), ‏مقام الامير خالد‎, Maqām al-Amīr Chālid, der hier auf seinem Weg nach Mekka verstorben ist, befindet sich etwa 160 Meter östlich der Fernverkehrsstraße. Das nördlichere 38 Grab des Scheichs Qamr ad-Daula (25° 10′ 43″ N 30° 32′ 14″ O), ‏مقام شيخ قَمر الدولة ‎, Maqām Schaich Qamr ad-Daula, befindet sich etwa 50 Meter östlich der Fernverkehrsstraße.
  • Weiter im Süden liegen die modernen Dörfer el-Kuweit, ‏الكويت‎, und 39 Palästina, ‏فلسطين‎, Filasṭīn, und weitere, die nach arabischen Ländern und Städten bezeichnet sind.

An der Stelle 2 25° 3′ 50″ N 30° 33′ 16″ O wechselt die Bahnlinie die Straßenseite. Nördlich davon befindet sie sich auf der westlichen, südlich davon auf der östlichen Straßenseite.

Im Norden von Bārīs[Bearbeiten]

  • Die Siedlung, die Kirche und der Friedhof 41 ʿAin Schams ed-Dīn ʿAin Schams ed-Dīn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Schams ed-Dīn (Q14299836) in der Datenbank Wikidata liegen östlich der Fernverkehrsstraße etwa 70 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga.
  • 42 Ṭafnīs Ṭafnīs im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsṬafnīs (Q14224020) in der Datenbank Wikidata bezeichnet einen Weiler nordöstlich von 'Ain Schams ed-Din. Etwa 5 bis 6 Kilometer östlich befindet sich der Gebel Tafnis mit christlichen Einsiedeleien. Deren Bewohner haben verschiedene Graffiti hinterlassen. Für den Besuch der archäologischen Stätte, der im Beisein eines Antikeninspektors erfolgen muss, benötigt man ein 4×4-Fahrzeug.
  • Etwa an gleicher Stelle wie Schams ed-Din befindet sich westlich der Straße das 43 Hassan Fathy Village Hassan Fathy Village im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHassan Fathy Village (Q14216230) in der Datenbank Wikidata, das einstige Neu-Bārīs. Das Dorf wurde vom ägyptischen Star-Architekten Hassan Fathy (1900–1989) in traditioneller Lehmziegel-Architektur projektiert. Die Bauarbeiten wurden 1967 eingestellt. Heute ist das Dorf verlassen.

Im Süden von Bārīs[Bearbeiten]

Heute Abend in Bagdad

Die Welt kann so klein sein: zumindest in el-Chārga. Eine Reihe bedeutender Städte in den arabischen Ländern wie Bagdad, Port Said, Khartum, Būlāq, Aden, Algier, Sana'a, Palästina und Kuwait sind die Namensgeber hiesiger Dörfer.

Und wenn man sich anschaut, wie die Araber Paris schreiben, so kann man feststellen, dass es das auch in el-Chārga gibt, zumindest, wenn man Bārīs noch mit hartem P schreibt: Sicher haben die Dorfgründer noch nichts von der Weltstadt gewusst, aber die arabische Schreibung beider Orte ist identisch: ‏باريس‎. Es gibt hier vor Ort auch den einen oder anderen Metallmast. Aber mit dem Eiffelturm können sie nicht mithalten.

In der Verfilmung von Agatha Christies Roman „Tod auf dem Nil“ von 1978 gibt es einen (von mehreren) lustigen „Bugs“: die Reisegruppe, die gerade den Karnak-Tempel besichtigt, wähnt sich am Abend bereits in Abu Simbel – das wäre auch heute noch eine echte Herausforderung. Wer als geübter Wanderer im hiesigen Bārīs/Paris sein Mittagessen einnimmt, kann sich aber durchaus am Abend in Bagdad verabreden. Es sind „nur“ etwa 20 Kilometer Wegstrecke dazwischen.

Nur der Weg nach el-Gīza ist etwas weiter. Ein Dorf dieses Namens gibt es erst im Nordwesten der Senke ed-Dāchla.
  • Die Festung und die Tempel von Top-Sehenswürdigkeit 44 Qaṣr Dūsch Qaṣr Dūsch in der Enzyklopädie Wikipedia Qaṣr Dūsch im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr Dūsch (Q2121433) in der Datenbank Wikidata, das antike Kysis, u.a. der Tempel der Isis und des Sarapis, und die archäologische Stätte 45 ʿAin Manāwir ʿAin Manāwir in der Enzyklopädie Wikipedia ʿAin Manāwir im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Manāwir (Q405869) in der Datenbank Wikidata befinden sich östlich von el-Maks el-Bahri bzw. el-Maks el-Qibli an einen Abzweig (Asphaltstraße) nach Osten in Richtung 'Ain Mansur (‏عين منصور‎, ʿAin Manṣūr). 3,5 Kilometer östlich von Qasr Dusch befindet sich die archäologische Stätte 46 ʿAin Ziyāda ʿAin Ziyāda im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsʿAin Ziyāda (Q14223984) in der Datenbank Wikidata.
  • Im Süden von Bārīs befinden sich an der Fernverkehrsstraße 25 die alten Zollstationen 47 el-Maks el-Baḥrī el-Maks el-Bahri (‏المكس البحري‎, al-Maks al-Baḥrī, „die nördliche Zollstation“) und 48 el-Maks el-Qiblī el-Maks el-Qiblī im Medienverzeichnis Wikimedia Commonsel-Maks el-Qiblī (Q14214764) in der Datenbank Wikidata („die südliche Zollstation“). Beides sind heute Dörfer mit mehreren Quellen und etwa 100 Einwohnern.
  • Etwa anderthalb Kilometer südöstlich vom Dorfzentrum von el-Maks el-Qiblī und 400 Meter westlich von der Straße entfernt befinden sich die Grundmauern des aus Lehmziegeln in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr. errichteten Gehöfts 49 ʿAin el-Waqfa, ‏عين الوقفة‎. Aus etwa 80 hier aufgefundenen Ostraka (beschriftete Steinscherben) in griechischer Sprache sind drei Priester, Personennamen und Lieferungen landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Getreide, Öl, Wein und Holz nach Kysis bekannt.[3] Dieses Gehöft markiert die südlichste christliche Siedlung in römisch-byzantischer Zeit.
  • 50 El-Qaṣr Qaṣr Bārīs im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsQaṣr Bārīs (Q14218418) in der Datenbank Wikidata ist ein Weiler im äußersten Süden der Senke. Südosten des Dorfes befindet sich eine römerzeitliche Lehmziegelruine.

Bedeutsame Gebirgszüge[Bearbeiten]

  • Der 52 Gebel el-Ghanāyim (25° 34′ 26″ N 30° 44′ 13″ O), ‏جبل الغنائم‎, Ǧabal al-Ghanāʾim, „Hügel der Beute“, befindet sich südlich des Deir el-Munīra. Er ist 375 Meter hoch.
  • Etwa 14 Kilometer südlich des Gebel el-Ghanayim, 24 Kilometer östlich von el-Chārga befindet sich der 53 Gebel Ghanīma (25° 26′ 32″ N 30° 45′ 56″ O), ‏جبل غنيمة‎, Ǧabal Ghanīma. Er ist 383 Meter hoch.
  • Der 54 Gebel Tārif (25° 36′ 6″ N 30° 28′ 27″ O), ‏جبل تارف‎, Ǧabal Tārif, befindet sich etwa 10 Kilometer nordwestlich des Gebel et-Teir. Er ist 423 Meter hoch. Etwa 3 Kilometer westlich des Gebel Tarif befindet sich der ebenfalls 423 Meter hohe 55 Gebel esch-Scheich (25° 35′ 51″ N 30° 26′ 43″ O), ‏جبل الشيخ‎, Ǧabal asch-Schaich.
  • Auf der anderen, der östlichen Straßenseite von Ginah befindet sich der 56 Qurn Gināḥ (25° 19′ 5″ N 30° 33′ 59″ O), ‏قرن جناح‎, Qurn Ǧināḥ, „Horn von Ǧināḥ“.
  • Der Gebel el-Qurn (auch Gebel el-Qarn, ‏جبل القرن‎, Ǧabal al-Qurn, „Hornfelsen“) ist ein 190 Meter hoher Zwillingsfelsen 16 Kilometer südwestlich von Bārīs.
  • Etwa 50 Kilometer nordwestlich von el-Chārga befinden sich die östlichen Ausläufer des Abu-Tartur-Plateaus (‏هضبة أبو طرطور‎, Haḍabat Abū Ṭarṭūr).

Hintergrund[Bearbeiten]

Namensgebung[Bearbeiten]

Römische Festung, Südseite, Deir el-Munīra

El-Chārga wird zumeist mit der etwa 190 Kilometer westlich gelegenen Senke ed-Dāchla als „Doppeloase“ zusammengefasst. In altägyptischer Zeit hieß diese Doppelsenke wḥA.t oder wḥA.t rsy.t (die Oase bzw. die südliche Oase), aber auch knm.t (südliche Oase). In griechisch-römischer Zeit heißt diese Verwaltungseinheit Oasis magna oder Oasis megale (griech. ῎Οασις μεγάλη), d.h. „die Große Oase“. Die administrative Trennung erfolgte etwa ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. Sie trägt seitdem ihren heutigen Namen, die „äußeren Oasen“.

Lage[Bearbeiten]

Die Senke el-Chārga befindet sich im Südosten der Westlichen Wüste und reicht von 30° 25′ O bis 30° 50′ O (West–Ost) mit einer durchschnittlichen Breite von etwa 30 Kilometern und von 26° 00′ N bis 24° 30′ N (Nord–Süd) mit einer Länge von etwa 200 Kilometern.

Die Senke erhebt sich etwa 30 bis 90 Meter über NN. Insbesondere im Norden und im Osten wird die Senke von Gebirgszügen begrenzt, die eine Höhe bis etwa 400 Meter erreichen können. Die teils schroffen Abhänge dieser Gebirgszüge erschweren auch den Zugang vom bzw. zum Niltal. Die Senke el-Chārga kann nur über folgende sieben Pässe (arabisch: ‏نقب‎, Naqb) erreicht werden (von Nord nach Süd):

  • Naqb Ramlīya (‏نقب رملية‎, „Sandpass“) liegt im äußersten Nordosten der Senke. Über diesen Pass führt die wohl berühmteste Piste, der 1800 Kilometer lange Darb el-Arbaʿīn von Asyūṭ in die Region Darfur im Sudan. Die moderne Asphaltstraße von Asyūṭ über die Stadt el-Chārga nach Bārīs folgt dieser alten Route.
  • 13 Kilometer südlich des erstgenannten Passes liegt der Naqb el-Yābsa (‏نقب اليابسة‎, Naqb al-Yābsa, „Festlandpass“), der eine Alternative zum Naqb Ramlīya darstellt.
  • Der Naqb Umm Sirwāl (‏نقب أم سِرْوال‎, auch Naqb Abū Sirwāl) liegt etwas südlich des Naqb Rufūf. Von der Nilortschaft Girgā (südlich von Sōhāg) oder von Abydos führt die Piste Darb Girga oder Darb ed-Deir zur Stadt el-Chārga vorbei an der römischen Festung Deir el-Munīra.
  • Der Naqb Būlāq (‏نقب بولاق‎) befindet sich etwa 35 Kilometer südlich des Naqb Abū Sirwāl und etwa 25 Kilometer nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Den Pass erreicht man über die Piste von Armant (er-Rizaiqāt) aus.
  • Der Naqb el-Gāgā (auch Naqb el-Jaja, ‏نقب الجاجا‎) liegt nordöstlich des Dorfes el-Gāgā und wird von Pisten aus Farschūṭ (zwischen Qinā und Abydos) oder Armant benutzt. Die heutige Asphaltstraße nach Luxor führt entlang der antiken Piste Darb el-Gāgā über diesen Pass zum Dorf el-Gāgā. Die Eisenbahnlinie LuxorQināel-Chārga verläuft ebenfalls über diesen Pass, aber zumeist weit nördlicher als die Straße, und gelangt zwischen el-Gāgā und Būlāq in die Senke.
  • Der südlichste Pass ist der Naqb Dūsch (‏نقب دوش‎) nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Pisten von Edfu und Esna aus erreichen hier die Senke.

Die Nachbarsenke ed-Dāchla erreicht man über zwei Pisten von el-Chārga aus, und zwar über die Pisten Darb ʿAin Amūr im Norden oder den Darb el-Ghubbārī im Süden. Die moderne Asphaltstraße folgt dem Darb el-Ghubbārī, etwa 30 Kilometer westlich von el-Chārga passiert man den sog. English Mountain. In früheren Zeiten war wohl der Darb ʿAin Amūr der beliebtere, weil u.a. ʿAin Amūr über einen Brunnen verfügte.

Die Ausläufer der Wanderdüne Ghurd Abū Muḥarrik passieren die Senke westlich der Straße nach Bārīs.

Politische und wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Der Hauptort der Oase war Hībis, in arabischer Zeit auch el-Miamun genannt. Das Verwaltungszentrum der Doppelsenke war wohl in islamischer Zeit immer in der Senke ed-Dāchla in el-Qalamūn. Erst seit 1958 ist die Stadt el-Chārga die Hauptstadt des Gouvernements Neues Tal, das auch die Senken ed-Dāchla und el-Farāfra umfasst.

Die Senke verdankt ihre wirtschaftliche Bedeutung als Haltepunkt an verschiedenen Karawanenrouten nach Libyen und in den Sudan (so z.B. der Darb el-Arbaʿīn). Zugleich ist sie Lieferant landwirtschaftlicher (Gemüse, Datteln, Wein) und mineralischer Erzeugnisse, zumindest seit dem altägyptischen Neuen Reich.

Geschichte[Bearbeiten]

Prähistorische Felszeichnungen, Gebel eṭ-Ṭeir

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Senke el-Chārga wurde seit dem Paläolithikum (Altsteinzeit) besiedelt, wohl nicht so sehr in der Senke selbst als vielmehr an den Berghängen. Das Klima unterschied sich vom heutigen deutlich: die sich damals abwechselnden Trocken- und Feuchtzeiten ermöglichten eine üppige Savannelandschaft mit reichhaltigem Baum- und Tierbestand. Die Hinterlassenschaften dieser Siedler, z.B. in 'Ain Umm ed-Dabādīb, sind vorwiegend Feuersteinwerkzeuge. Die Werkzeuge stammten von verschiedenen hier ansässigen Kulturen. Dies waren zum einen die Acheuléen, bestehend aus homo erectus (Altsteinzeitkultur [Paläolithikum], etwa 1,5 Millionen – 150.000 Jahre vor heute), und zum anderen die Atérien, bestehend aus homo sapiens, etwa im Zeitraum von 70.000 – 30.000 vor heute. Beide Kulturen lebten als Jäger und Sammler.

Vor 50.000–12.000 v. Chr. gab es eine Trockenperiode. Die Savanne verwandelte sich in eine Wüste. Im Neolithikum wurde die Senke wieder besiedelt, denn an den tieferen Stellen in der Senke gab es wieder ausreichend Wasser. Aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) stammen neben Feuersteinwerkzeugen auch Felszeichnungen, z.B. am Gebel eṭ-Ṭeir und südlich des Darb el-Ghubbārī auf halben Weg nach ed-Dāchla. Die ältesten finden sich am Gebel eṭ-Ṭeir und stammen aus der Zeit zwischen 4.500 bis 3.000 v. Chr. Dargestellt wurden Antilopen, Gazellen, Giraffen, Steinböcke, Strauße und Jäger mit Pfeil und Bogen.

Altes Reich bis Spätzeit[Bearbeiten]

Bisher wurden kaum Monumente gefunden, die zweifelsfrei aus dem Alten oder Mittleren Reich stammen. Das ist insofern verwunderlich, weil das alte Ägypten mit seinen Nachbarn im heutigen Libyen und Sudan Handel trieb. Mit dem Esel als damals einzig bekanntem Lasttier – das Kamel wird erst unter den Persern eingeführt – konnte man Wegstrecken über 200 Kilometer kaum durchführen, nach spätestens drei Tagen braucht ein Esel Wasser. Alle Karawanen müssen über el-Chārga oder ed-Dāchla geführt und hier Rast gemacht haben. Als Indizien sollen hier die erst 1971/1972 entdeckten Mastabagräber und der Gouverneurspalast von Balat in ed-Dāchla aus der 6. Dynastie, die Biografie des Herchuf an seinem Grabe 34n in Qubbet el-Hawa, in der er Transporte entlang der Oasenstraße, dem Darb el-Arbaʿīn, nannte und die ebenfalls aus der 6. Dynastie stammt, genannt sein.

In den letzten Jahren gab es aber auch neue Funde, die eben aus dieser Zeit stammen. 10–12 Kilometer südwestlich von ʿAin Umm ed-Dabādīb wurde eine Felsritzung mit einem Serech (stilisierte Palastfassade) und einem Falken gefunden, der den Namen des bisher unbekannten Königs Aa aus frühdynastischer Zeit trägt. Zudem befinden sich am Felsen des Aa auf Ritzungen von Giraffen, die von Menschen geführt werden, Antilopen, Hundeartigen und Fischen. In der Nähe wurden auch zwei weitere pharaonische Inschriften eines Intefs/Antefs aus dem späten Alten Reich oder der Ersten Zwischenzeit gefunden. Die Route Darb ʿAin Amūr ist also schon seit dem Alten Reich benutzt worden.[4]

Dokumente aus dem Mittleren Reich belegen, dass zumindest Beamte in der Senke el-Chārga tätig waren. Die Entdeckung der heute Umm Mawāgīr (‏أم مواجير‎, „Mutter der Brotformen“) genannten Siedlung brachte eine Handelsstadt ans Licht, in der mehrere Tausend Menschen lebten. Es wurden zahlreiche Brotbäckereien gefunden, die zum heutigen Namen führten. Die Siedlung wurde wohl im Mittleren Reich gegründet und bestand bis zum Neuen Reich. Sie erlebte ihre Blüte am Ende des Mittleren Reis und in der Zweiten Zwischenzeit.[5]

Im Neuen Reich wurde den südlichen Oasen, so der Name der Doppeloase el-Chārga und ed-Dāchla, wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. So gibt es Berichte über die Lieferung landwirtschaftlicher und mineralischer Erzeugnisse aus el-Chārga in den thebanischen Gräbern bzw. im Luxor-Tempel. Die Nähe zu Luxor und die Tatsache, dass in el-Chārga dieselben Hauptgötter wie in Theben verehrt wurden, lässt die Vermutung gerecht erscheinen, dass die ersten Heiligtümer in el-Chārga bereits im Neuen Reich errichtet wurden. Die Hauptstadt der Doppeloase befand sich in ed-Dāchla.

Aus der 21. Dynastie ist bekannt, dass unter den hiesigen Priestern Herihor, Hohepriester des Amun in Theben, wirkte. Und el-Chārga wurde als Verbannungsort auf der sog. Verbanntenstele genannt.[6]

Die ältesten Tempel der Senke el-Chārga, nämlich die von Hībis und el-Ghuweita, haben ihre Ursprünge in der Äthiopier- bzw. Saitenzeit (25. bzw. 26. Dynastie), auch wenn die Inschriften erst aus persischer Zeit stammen. Aus saitischer und persischer Zeit liegen Zeugnisse vor, die aus allen Teilen der Senke stammen, d.h., die gesamte Senke stand im Einflussbereich der jeweiligen Herrscher.

Griechisch-römische und christliche Zeit[Bearbeiten]

Seine erneute Blüte erreichte die Senke in griechischer bzw. noch deutlicher in römischer Zeit. Die Römer unterhielten in Ägypten zwei Legionen Soldaten, in der Senke el-Chārga wohl bis zu 1000 Soldaten. Neben Militärposten und Garnisonen wurden Siedlungen, Tempel und Aquädukte (arabisch: ‏قناة‎, Qanāt) insbesondere im Nordteil der Senke erweitert oder neu angelegt. Die Festungen gehörten zu einem großen Festungssystem in Nordafrika. Die Aufgabe des hiesigen Militärs bestand in der Überwachung der Karawanenwege wie dem Darb el-Arbaʿīn und dem Darb ʿAin Amūr zum Niltal, nach ed-Dāchla und nach dem Sudan. Über die Festungen war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts recht wenig bekannt, da sie von den Wissenschaftlern weitgehend ignoriert wurden.

Auch als Verbannungsort diente die Senke wieder seit römischer Zeit, häufig für die verfolgten Christen. Seit dem 3. Jahrhundert (n. Chr.) gibt es hier die ersten Christen. Zu den berühmtesten Verbannten zählen Athanasius (298–373) und Nestorius (381–451). Am Ende des vierten Jahrhunderts waren el-Chārga und ed-Dāchla fast vollständig christlich. Zahlreiche bedeutende Monumente wie der Friedhof el-Bagawāt und das Kloster 'Ain Mustafā Kāschif zeugen von dieser Zeit. El-Chārga wurde zudem Bischofssitz. Immer wieder erfolgende Angriffe aus Nubien und Libyen und zunehmende Feindlichkeiten mit den Muslimen ließen das Christentum und den Bischofssitz im 14. Jahrhundert erlöschen.

Möglicherweise besitzt der Abschwung seine Ursache auch in den immer weiter austrocknenden Quellen.

Islamische Zeit[Bearbeiten]

Maheibis-Moschee in der Altstadt von el-Chārga

Im Mittelalter war die Senke teilweise verwaist. Erst in mameluckischer Zeit wurden hier wieder Soldaten zur Bewachung der Karawanenwege stationiert. Der Darb el-Arbaʿīn war noch bis ins 19. Jahrhundert in Nutzung. Die Karawanenwege wurden nicht nur für den Handel genutzt, sondern dienten auch als Wege für Mekka-Pilger aus Nordafrika. In osmanischer Zeit wurden in der Senke sechs Zollstationen (von Süd nach Nord: el-Maks el-Qibli, el-Maks el-Bahri, 'Ain Schams ed-Din, Qasr ez-Zaiyan, Qasr el-Ghuweita und 'Ain Mustafa Kaschif) betrieben. Während der britischen Okkupation Ägyptens wurden hier ebenfalls Soldaten stationiert, die hier feindliche Angriffe aus dem Sudan und aus Libyen abwehren sollten.

Seit dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

1958 erlebte das damalige kleine Dorf Qasr el-Chārga einen bedeutenden Aufschwung. Unter Nasser wird das Gouvernement Neues Tal gebildet, zu dem auch die Senken ed-Dāchla und el-Farāfra gehören, und el-Chārga wird zu dessen Hauptstadt ausgebaut.

Eigentlich schafft es die Senke el-Chārga kaum in die Presse. Im Zusammenhang mit der 25.-Januar-Revolution fanden auch in der Stadt el-Chārga Demonstrationen statt, bei der drei Demonstranten erschossen wurden. Die Demonstranten setzen die örtliche Zentrale der mittlerweile verbotenen Nationaldemokratischen Partei, der einstigen Regierungspartei, sowie eine Polizeistation und ein Gerichtsgebäude in Brand.[7]

2012 lebten in der Senke 67.700 Einwohner.

Abenteurer und Forscher[Bearbeiten]

Als Reiseziele sind die Senken bisher auch noch nicht sehr bekannt. Das liegt sicher auch an ihrer Lage. Der teilweise große Aufwand schreckte auch in der Vergangenheit europäische Reisende ab. Die frühesten Reisenden wie z.B. der französische Apotheker, Arzt und Reisende Charles Jacques Poncet († 1706)[8] in Begleitung des Jesuitenvaters Charles François Xavier de Brévedent (Reise 1698) interessieren sich hauptsächlich für den Darb el-Arbaʿīn, die Senke selbst bot wenig Sehenswertes. Der Anfang des 19. Jahrhunderts gilt als große Zeit der Entdeckungen in der Westlichen Wüste. Der Franzose Frédéric Cailliaud entdeckte 1818 den Hībis-Tempel.[9] Ihm folgen Archibald Edmonstone (1819),[10] die Briten John Gardner Wilkinson (1825)[11] und George Alexander Hoskins (1832)[12], die Deutschen Heinrich Brugsch (1850–1880, erste wissenschaftliche Beschreibung des Hībis-Tempels),[13] Gerhard Rohlfs (1874)[14] und Georg Schweinfurth (1874),[15] der Russe Wladimir von Bock[16] (1888/9 und 1897/8, Beschreibung des Friedhofs el-Bagawāt), die britischen Kartografen Hugh John Llewellyn Beadnell[17] und John Ball[18] (1898), die amerikanischen Ägyptologen Herbert Eustis Winlock und Norman de Garis Davies (1909–1913, 1926–1939, Beschreibung des Hībis-Tempels)[19] sowie 1936 der deutsche Ägyptologe Rudolf Naumann (Beschreibung der Tempel von el-Chārga)[20].

Seit 1955, verstärkt seit 1976 wurden durch das Institut Français d’Archéologie Orientale unter Leitung von Serge Sauneron (1927–1976) unterschiedliche Stätten in der Senke erfasst und teilweise fotografisch dokumentiert.[21][22] 1978 besuchte der französische Ägyptologe Jean Gascou die Senke.[23] In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden die Tempel durch die Egyptian Antiquities Organization vom Flugsand befreit.

Seit den späten 1990er-Jahren gibt es auch wieder archäologische Forschungen und weitere Freilegungen, wenn auch nicht in dem Umfang wie in ed-Dāchla. Hierzu gehören z.B. seit 1998 das Institut Français d’Archéologie Orientale unter Leitung von Françoise Dunand, der seit 2000 bestehende North Kharga Oasis Survey unter Leitung von Corinna Rossi und Salima Ikram,[24] das Kharga Oasis Coptic Grafiti Project unter Leitung von Eugene Cruz-Uribe[25] und ein japanisches Forscherteam unter den Leitung von Hiroyuki Kamei und Katsura Kogawa, das am Tempel von Qaṣr ez-Zaiyān tätig ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist der Phosphatabbau in den Minen im Nordwesten der Senke.

Die meisten Einheimischen sind in der (defizitären) Landwirtschaft beschäftigt. Zu den Produkten gehören Datteln, Oliven, Hirse, Reis, Weizen und Gerste. Gemüse spielt nur eine geringere Rolle. Angebaut werden Bamia, Maluchīya (Jutekraut), Fūl (Saubohnen), Linsen, Eierfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, Dill, Koriander, Tomaten, Rettich, Kartoffeln, Karotten, Gurken, Melonen und Kürbisse. Als Tierfutter wird Klee und Alfa-Alfa-Gras angebaut. Produziert wird auch Obst wie Wein, Guaven, Zitrusfrüchte, Aprikosen, Orangen, Äpfel, Granatäpfel, Pflaumen und Feigen. Die Bewässerung erfolgt durch künstlich angelegte artesische Brunnen.

Das Handwerk fertigt Erzeugnisse hauptsächlich für den lokalen Markt. Aus den Palmblättern werden Tragekörbe, Taschen und Untersetzer geflochten. Aus den getrockneten Stängeln der Palmblätter werden Käfige für Kleintiere gefertigt. Aus Ton werden Keramikgefäße für den täglichen Bedarf hergestellt. Ton und Beton dienen Künstlern auch zur Herstellung von Skulpturen. Der bekannteste Vertreter ist der Künstler Mabrouk Ismail Mabrouk. Weiteren Erzeugnisse waren auch traditionelle Kleidung und Silberschmuck wie Armreifen und Nasenringe. Das traditionelle Handwerk wird wieder gefördert. Deren Erzeugnisse wie Teppiche und Töpferwaren können auch von Touristen erworben werden.

Die einzige Alternative zum Bergbau und zur Landwirtschaft ist nur der Staatsdienst.

Auch wenn mit teilweise großem Aufwand touristische Infrastruktur geschaffen wurde (der Flughafen, das Pioneers Hotel), steckt der Tourismus immer noch in den Kinderschuhen. Touristen, die nach el-Chārga kommen, sind keine Badetouristen, sondern an den Altertümern und an der Wüste Interessierte. Und hierfür fehlt noch eine eigene Infrastruktur.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Chārga-Pass an der Fernverkehrsstraße 25, Blick nach Westen
Chārga-Pass, Blick nach Osten

Die Oase el-Chārga ist über Fernverkehrsstraßen von Asyūṭ (Fernverkehrsstraße 25), ed-Dāchla (Fernverkehrsstraße 10) oder Luxor aus erreichbar. Die Fernverkehrsstraße 25 von Asyūṭ verbindet auch die Städte el-Chārga und Bārīs. Unterwegs gibt es keine Tankstelle. Eine 1 Cafeteria mit Moschee (26° 19′ 24″ N 30° 43′ 11″ O) gibt es an der Fernverkehrsstraße 25, etwa 40 Kilometer nördlich des Chārga-Passes an der Westseite der Straße. Mit der Fertigstellung der Wüstenautobahn von el-Gīza nach Asyūṭ auf der westlichen Nilseite hat sich auch die Anreise von Kairo/el-Gīza aus deutlich gegenüber der Fahrt entlang des Nils verkürzt.

Die Fernstraße von bzw. nach Luxor, die Luxor Al Kharga Road, ‏طريق الأقصر الخارجة‎, Ṭarīq al-Uqṣur al-Chārǧa, ist seit 2005 für den Verkehr geöffnet. Sie zweigt bei 3 25° 34′ 54″ N 32° 27′ 17″ O von der Aswan Western Agricultural Road auf der westlichen Nilseite südwestlich von Armant bzw. südwestlich von Luxor ab und mündet bei 4 24° 48′ 47″ N 30° 34′ 51″ O auf die Baris Al Kharga Road (Darb el-Arbaʿīn) etwa 80 Kilometer südlich von der Stadt el-Chārga. Es ist aber nicht erlaubt, von der Wüste aus mit einem geländegängigen Allradfahrzeug nach Luxor einzureisen. Die Kosten eines Taxis nach Luxor betragen etwa 50–60 € und sind geringer als die in Luxor. Es ist durchaus sinnvoll, sich mit einem Taxi aus el-Chārga in Luxor abholen zu lassen. Es gibt keine Tankstellen und Cafeterias auf dem Weg von Luxor nach el-Chārga. Neben den drei Tankstellen in der Stadt el-Chārga gibt es noch eine in 'Izbat Nāṣir 25 Kilometer südlich von el-Chārga.

Die Anreise mit dem Bus erfolgt üblicherweise mit den Linienbussen von ed-Dāchla, Asyūṭ oder Kairo.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

In el-Chārga gibt es den 5 Flughafen El Kharga Flughafen El Kharga in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen El Kharga im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen El Kharga (Q14209124) in der Datenbank Wikidata (UVL) etwa 10 Kilometer nördlich der Stadt el-Chārga. Von Petroleum Air Services (Kairo, Nasr City, 5 Doctor Batrawy St., neben der Genena Mall, Tel. +20 (0)2 2403 2180) gibt es Charterflüge zweimal wöchentlich, sonntags und donnerstags, von Kairo nach el-Chārga und zurück.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Es gab in der Vergangenheit eine Zugverbindung el-Chārga – QināLuxor, die einmal wöchentlich, donnerstags und freitags, bedient wurde. Seit Anfang 2009 wurden die Gleise auf einer beträchtlichen Länge gestohlen und nicht wieder hergestellt (Stand 9/2018)!

Weitere Informationen gibt es unter Anreise im Kapitel el-Chārga (Stadt).

Mobilität[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Viele Ziele kann man mit einem PKW, Taxi oder Pickup erreichen.

Schwierigkeiten bereiten Exkursionen in die Wüste, weil es in el-Chārga ungefähr ein geländegängiges Fahrzeug gibt. Um ein derartiges Fahrzeug anzumieten, wende man sich am besten an Mr. Mohsen 'Abd el-Monaem, PR-Manager der Egypt Tourist Authority, Tel.: (0)92 292 1206, Fax: +20 (0)92 292 1205, Wohnung: (0)92 293 6575, Mobil: (0)100 180 6127, E-Mail: mohsen_dl@yahoo.com. Da er sehr umtriebig ist, besorgt er ein Fahrzeug aus ed-Dāchla.

Ja, richtig: aus ed-Dāchla. Es ist durchaus sehr sinnvoll, die Wüstenexkursionen in die Senke el-Chārga vom 200 Kilometer entfernten ed-Dāchla aus zu planen bzw. durchzuführen. Ein geländegängiges Fahrzeug mit Fahrer kostet aus ed-Dāchla etwa LE 700–800 (etwa 100–120 €), das aus el-Chārga vermittelte Fahrzeug leicht das Doppelte. Gut, manchmal geht es nicht anders.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busse fahren von El-Chārga nach Bārīs um 07:00, 09:00 und 14:00 Uhr. Der Fahrpreis beträgt LE 4. Die zentrale Haltestelle ist die Bassatin-Station in el-Chārga, etwa 500 Meter westlich des Midan el-Bassatin (‏ميدان البساتين‎, Mīdān el-Bassātīn) im Stadtzentrum.

Minibusse und Service-Taxis fahren auch nach ed-Dāchla, Asyūṭ und Bārīs. Die zentrale Haltestelle hierfür ist in el-Chārga der Midan esch-Scha'ala (‏ميدان الشعلة‎, Mīdān asch-Schaʿala).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wenn man nur wenig Zeit hat (1 bis 2 Tage), so besuche man in jedem Falle:

  • den persischen Hibis-Tempel,
  • den frühchristliche Friedhof Gabbānat el-Bagawāt nördlich vom Hibis-Tempel,
  • das Archäologische Museum in der Stadt el-Chārga und
  • den Tempel Qasr Dusch, der der Isis und dem Sarapis geweiht ist. Letzteren Tempel kann man mit der Fahrt von oder nach Luxor verbinden.

Neben den Eintrittskarten für jedes Monument mit Preisen zwischen LE 40 bis LE 80 (für Studenten zwischen LE 20 bis LE 40) gibt es auch ein Kombiticket für alle archäologischen Stätten in el-Chārga für LE 120 bzw. LE 60, das einen Tag lang gültig ist (Stand 11/2018).

Aktivitäten[Bearbeiten]

El-Chārga wie ed-Dāchla sind geeignete Ausgangspunkte für Exkursionen in die Wüstengebiete, die mit Kamelen, (wüstentauglichen) Motorrädern oder Allradfahrzeugen unternommen werden können.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants finden man fast ausschließlich in der Stadt el-Chārga.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Unterkunftsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der Stadt el-Chārga. Gehobenen Ansprüchen werden das Sol Y Mar Pioneers Hotel und das Tabuna Camp gerecht. Nachfolgende Liste umfasst nur noch die Hotels, die derzeit bewirtschaftet werden (Stand 9/2018):

el-Chārga (Stadt)
El Dar el-Beida (Kasablanka), El Radwan Hotel, El Safwa Hotel, El Zohour Hotel, Hala Hotel (El Kharga Oasis Hotel), Qasr El Bagawat Hotel, Sol Y Mar Pioneers
Qaṣr Dūsch
Tabuna Camp (nur saisonal)

Camps[Bearbeiten]

Es gab weitere Unterkunftsmöglichkeiten in oder in der Nähe von Dörfern entlang der Straße von el-Chārga nach Bārīs, die aber allesamt nicht mehr bewirtschaftet werden:

  • Camp Nasser (مخيم ناصر, Mucheim Nāṣir). Tel.: +20 (0)92 292 2088. Im Dorf Nasser (‏قرية ناصر‎, Qaryat Nāṣir), etwa 10 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga gelegen.
  • Camp Ayoon el-Wadi (مخيم عيون الوادي, Mucheim ʿAyūn el-Wādī). Im Dorf Bulaq (‏قرية بولاق‎, Qaryat Būlāq) gelegen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Gebiete in der Westlichen Wüste zählen zu den sichersten Gebieten Ägyptens.

Trotzdem wurden auch hier seit 2005 die Sicherheitsvorkehrungen intensiviert. Die Touristen werden von Polizisten begleitet, was wenigstens nervig ist, von einigen jedoch als Eingriff in die Privatsphäre aufgefasst wird. Es gibt so den Unmut oder gar Beschwerden zu hören. Meist hilft jedoch ein kleines Schreiben: Erklären Sie in Englisch, dass Sie keinen Begleitschutz bzw. Polizisten brauchen und welche Ziele Sie erreichen wollen. Sie sollten sicherheitshalber nur unverfängliche Ziele angeben (zumindest keine Wüstengebiete). Dies überprüft kaum niemand.

Man benötigt eine behördliche Erlaubnis aus Kairo, wenn man eine Reise in das Gebiet etwa 40 Kilometer südlich über Bārīs hinaus, dem Toschka-Projekt, unternehmen will.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ganzjährig warm bis heiß und trocken. Regenfälle stellen eine absolute Ausnahme dar. Die Regendauer überschreitet wenige Minuten nie.

El-Chārga Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 22 25 29 34 38 40 40 40 37 34 28 24 Ø 32.6
Mittlere Lufttemperatur in °C 14 16 20 26 30 33 33 32 29 26 20 16 Ø 24.6
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 6 7 11 17 22 24 24 23 22 18 12 7 Ø 16.1
Niederschläge in mm 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 Σ 1

Gefürchtet sind die Sandstürme, die Chamsīn (‏خماسين‎, Chamāsīn, „fünfzig“, oder ‏خمسين‎, Chamsīn) genannt werden. Dies sind heiße Süd- und Südostwinde, die den Wüstensand aufwirbeln und mit sich fortreißen. Die Entstehungsursache sind Tiefdruckgebiete im Mittelmeerraum. Die Stürme können ganzjährig auftreten, ihre Hauptsaison sind die Monate März bis Mai (ein Zeitraum von 50 Tagen nach Frühlingsanfang – auf den Zeitraum bezieht sich auch das arabische Wort), auch im Herbst treten sie gehäuft auf. Die Stürme dauern mehrere Tage an und sind in weiten Teilen Ägyptens anzutreffen. Weit gefährlicher, aber örtlich begrenzter, sind die Sandwirbelwinde, Soba'a genannt. Hier muss man in jedem Fall Augen und elektronische Geräte schützen. Die Stürme tragen nicht selten dazu bei, dass Flugpläne nicht mehr eingehalten werden. Im Jahr 2006 trat der erste Sandsturm (Chamsīn) bereits Ende Februar auf. Einheimische sagten, dass sie das seit 20 Jahren nicht erlebt hätten. Irgendwo im Staub waren sogar die Pyramiden von Gīza kaum zu erkennen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Hilfe bei der Tourplanung (Klärung, ob Stätten besucht werden dürfen) und bei der Besorgung von geländegängigen Fahrzeugen kann man in der Touristik-Information in el-Chārga erhalten.

Es ist häufig einfacher, ein geländegängiges Fahrzeug von ed-Dāchla aus nach 'Ain Umm ed-Dabadib oder Qasr el-Labacha anzumieten, da es in el-Chārga kaum derartige Fahrzeuge gibt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Kartenblatt NG-35-09 (Al Khārijah) der U.S. Army
Kartenblatt NG-35-13 (Bārīs) der U.S. Army
  • Populärwissenschaftliche Darstellungen:
    • Vivian, Cassandra: The Western Desert of Egypt : an explorer’s handbook. Cairo : The American University in Cairo Press, 2008, ISBN 978-977-416-090-5, S. 117–172 (in Englisch).
    • Willeitner, Joachim: Die ägyptischen Oasen : Städte, Tempel und Gräber in der Libyschen Wüste. Mainz : von Zabern, 2003, (Zaberns Bildbände zur Archäologie), ISBN 978-3-8053-2915-6, S. 22–53.
    • Hölbl, Günther: Altägypten im Römischen Reich ; 3: Heiligtümer und religiöses Leben in den ägyptischen Wüsten und Oasen. Mainz : von Zabern, 2005, (Zaberns Bildbände zur Archäologie), ISBN 978-3-8053-3512-6, S. 35–72.
  • Wissenschaftliche Darstellungen:
    • Eine der wenigen Darstellungen zu den Tempeln von el-Chārga findet man in: Naumann, Rudolf: Bauwerke der Oase Khargeh. In: Mitteilungen des Deutschen Instituts für ägyptische Altertumskunde in Kairo (MDIK), Bd. 8 (1939), S. 1–16, Tafeln 1–11.
    • Eine Beschreibung prähistorischer Funde von el-Chārga findet man in: Caton-Thompson, G[ertrude] ; Gardner, E. W.: Kharga Oasis in prehistory. London : The Athlone Pr., 1952 (in Englisch).
    • Eine Übersichtsdarstellung wichtiger römischer Festungsbauten von el-Chārga findet man in: Reddé, Michel: Sites militaires romains de l’oasis de Kharga. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale, ISSN 0255-0962, Bd. 99 (1999), S. 377–396 (in Französisch).
    • Bliss, Frank: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel im „Neuen Tal“ Ägyptens : über die Auswirkungen ägyptischer Regionalentwicklungspolitik in den Oasen der westlichen Wüste. Bonn : Politischer Arbeitskreis Schulen, 1989, (Beiträge zur Kulturkunde ; 12), ISBN 978-3921876145.
    • Timm, Stefan: al-Wāḥ al-H̲āriga. In: Das christlich-koptische Ägypten in arabischer Zeit ; Bd. 6: T - Z. Wiesbaden : Reichert, 1992, (Beihefte zum Tübinger Atlas des Vorderen Orients : Reihe B, Geisteswissenschaften ; 41,6), ISBN 978-3-88226-561-3, S. 2956–2977.
    • Zur Geschichte des Christentums in der Westlichen Wüste: Ghica, Victor: Pour une histoire du christianisme dans le désert occidental d’Égypte. In: Journal des savants, ISSN 0021-8103, Nr. 2 (juillet-décembre) (2012), S. 189–280.
  • Karten:
    • Es gibt wenig gute Karten, auf die man möglicherweise in wissenschaftlichen Bibliotheken zugreifen kann.
    • Russische Generalstabskarten, Maßstab 1:200.000, Karten G-36-XIX (Эль Харга [El' Charga]), G-36-XXV (Булак [Bulak]) und G-36-XXXI (Эзбет-Душ [Ezbet-Dusch]) (russisch beschriftet, alle 1977).
    • U.S. Army Map, Maßstab 1:250.000, Karte NG-35-09 (Al Khārijah), 1952, Karte NG-35-13 (Bārīs), 1959.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, eingesehen am 3. Juni 2014.
  2. Ghica, Victor: Pour une histoire du christianisme dans le désert occidental d’Égypte. In: Journal des savants, ISSN 0021-8103, Nr. 2 (juillet-décembre) (2012), S. 189–280, insbesondere S. 206–210.
  3. Cuvigny, Hélène ; Hussein, Adel ; Wagner, Guy: Les ostraca grecs d’Aïn Waqfa : (oasis de Kharga) ; (O. Waqfa). Le Caire : Institut français d'archéologie oriental du Caire, 1993, (Documents de fouilles de l’IFAO ; 30), ISBN 978-2-7247-0143-2. Siehe auch O.Waqfa, papyri.info.
  4. Rossi, Corinna ; Ikram, Salima: Petroglyphs and Inscriptions along the Darb Ayn Amur, Kharga Oasis. In: Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS), ISSN 0044-216X, Bd. 129 (2002), S. 142–151, Tafeln XXII–XXXI. Ikram, Salima ; Rossi, Corinna: An Early Dynastic serekh from the Kharga Oasis. In: The journal of Egyptian archaeology (JEA), ISSN 0075-4234, Bd. 90 (2004), S. 211–215. Ikram, Salima: Drawing the World : Petroglyphs from Kharga Oasis. In: Archéo-Nil: revue de la Société pour l’Étude des Cultures Prepharaoniques de la Vallée du Nil, ISSN 1161-0492, Bd. 19 (2009), S. 67–82.
  5. APA: Altägyptische Siedlung mit Bäckerei ausgegraben, Nachricht des Standard vom 25. August 2010; El-Aref, Nevine: Bread for an army (archivierte Version vom 30. August 2010 im Internet Archive archive.org), Nachricht in der Al-Ahram Weekly vom 26. August 2010; Wilford, John Noble: Desert Roads Lead to Discovery in Egypt, Nachrich in der New York Times vom 6. September 2010.
  6. Die Granitstele wurde im Tempel von Karnak gefunden und wird heute im Pariser Louvre aufbewahrt (Louvre C 256). Auf ihr erlässt Mencheperre, Hohepriester des Amun in der 21. Dynastie, eine Amnestie für die von ihm selbst verbannten Gegner und spricht ein Verbot zukünftiger Verbannungen aus. Siehe: Breasted, James Henry : Ancient records of Egypt : historical documents from the earliest times to the Persian conquest ; 4: The twentieth to the twenty-sixth dynasties, Chicago, Ill. [u.a.]: The Univ. of Chicago Pr., 1906, 1927, §§ 650–661; Beckerath, Jürgen von : Die „Stele der Verbannten“ im Museum des Louvre. In: Revue d’Égyptologie (RdE), ISSN 0035-1849, Bd. 20 (1968), S. 7–36, Tafel 1.
  7. dpa/Reuters/AFP: Tote bei Protesten im Süden Ägyptens, Nachricht des Spiegel Online vom 9. Februar 2011.
  8. Poncet, Charles Jacques: A voyage to Æthiopia, made in the years 1698, 1699, and 1700 : Describing particularly that famous empire; as also the kingdoms of Dongola, Sennar, part of Egypt, &c.. London : Lewis, 1709.
  9. Cailliaud, Frédéric: Voyage à l’oasis de Thèbes et dans les déserts situés à l’orient et à l’occident de la Thébaïde : fait pendant les années 1815, 1816, 1817 et 1818 ; vol. 1. Paris : Impr. Royale, 1821, S. 88–95, Tf. x–xxiii.
  10. Edmonstone, Archibald: A journey to two of the oases of Upper Egypt. London : Murray, 1822, S. 60–74.
  11. Wilkinson, John Gardner: Modern Egypt and Thebes : being a description of Egypt ; including the information required for travellers in that country, Bd. 2. London : Murray, 1843, S. 366–371.
  12. Hoskins, George Alexander: Visit to the great Oasis of the Libyan desert. London : Longman, 1837.
  13. Brugsch, Heinrich: Reise nach der grossen Oase El Khargeh in der libyschen Wüste : Beschreibung ihrer Denkmäler. Leipzig : Hinrichs, 1878.
  14. Rohlfs, Gerhard: Drei Monate in der Libyschen Wüste. Cassel : Fischer, 1875, S. 306–314, Fotografie 15 gegenüber S. 308. Nachdruck Köln : Heinrich-Barth-Institut, 1996, ISBN 978-3-927688-10-0.
  15. Schweinfurth, Georg: Notizen zur Kenntniss der Oase El-Chargeh : I. Alterthümer. In: Mittheilungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geographie von Dr. A. Petermann, Bd. 21 (1875), S. 384–393, Tafel 19 (Karte).
  16. Bock, W. de: Matériaux pour servir à l’archéologie de l’Égypte chrétienne: édition posthume. St. Pétersbourg : Imprimerie Eugéne Thiele Succ., 1901.
  17. Beadnell, Hugh John Llewellyn: An Egyptian Oasis : an account of the oasis of Kharga in the Libyan dessert, with special reference to its history, physical geography, and water supply. London : Murray, 1909.
  18. Ball, John: Kharga Oasis : its Topography and Geology. Kairo : National Pr. Department, 1900, (Egyptian Geological Survey Report ; 1899,2).
  19. Winlock, Herbert Eustis ; Davies, Norman de Garris: The Temple of Hibis in el Khargeh Oasis. New York : Metropolitan Museum of Art, Egyptian Expedition, 1938–1953. 3 Bände, in Englisch.
  20. Naumann, Rudolf: Bauwerke der Oase Khargeh. In: Mitteilungen des Deutschen Instituts für ägyptische Altertumskunde in Kairo (MDIK), Bd. 8 (1939), S. 1–16, Tafeln 1–11.
  21. Sauneron, Serge: Les temples gréco-romains de l’Oasis de Khargeh. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 55 (1955), S. 23–31, Tafeln I–XX.
  22. Sauneron, Serge: Les travaux de l’Institut français d’archéologie orientale en 1975-1976. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 76 (1976), S. 391–425, insbesondere S. 404–412, §§ 593–606.
  23. Gascou, Jean ; Wagner, Guy ; Grossmann, Peter J.: Deux voyages archéologiques dans l’oasis de Khargeh. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 79 (1979), S. 1–20, Tafeln I–VI.
  24. Ikram, Salima ; Rossi, Carolyn: Surveying the North Kharga Oasis. In: KMT : a modern journal of ancient Egypt, Bd. 13,4 (2002), S. 72–79.
  25. Cruz-Uribe, Eugene ; Piccione, Peter A. ; Westerfeld, Jennifer: Kharga Oasis Coptic Grafiti Project : Preliminary Report of the 2005 Field Season. In: The journal of the Society for the Study of Egyptian Antiquities (JSSEA), Bd. 31 (2004), S. 37–61.
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