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Languedoc-Roussillon

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Flagge
Wappen
Region Languedoc-Roussillon
HauptstadtMontpellier
Einwohner2.700.266
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Fläche27.376 km²
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Lage
Nord-Pas-de-CalaisPicardieChampagne-ArdenneLothringenElsassHaute-NormandieBasse-NormandieBretagneCentre-Val de LoireÎle-de-FranceBurgundFranche-ComtéPays de la LoirePoitou-CharentesLimousinAquitanienMidi-PyrénéesLanguedoc-RoussillonAuvergneRhône-AlpesProvence-Alpes-Côte d’AzurKorsikaAndorraMonacoLiechtensteinÖsterreichLuxemburgBelgienNiederlandeVereinigtes KönigreichDeutschlandSchweizItalienGuernseyJerseySpanienLanguedoc-Roussillon in France.svg

Die Region Languedoc-Roussillon liegt im Süden Frankreichs.

Départements[Bearbeiten]

Montpellier
Languedoc
Roussillon

Orte[Bearbeiten]

Carcassonne
  • Montpellier - Hauptstadt der Region, reizvolle und lebendige Altstadt und prächtige Gärten
  • Aigues-Mortes - Hafenstadt mit mittelalterlicher Stadtbefestigung, Zentrum des traditionellen Stierkampfes
  • Carcassonne - Die Festungsstadt mit Kultcharakter
  • Collioure - Städtchen an der Côte Vermeille, ein Lieblingsort der Künstler des Fauvismus
  • Narbonne – eine der ältesten Städte Frankreichs, war bereits im Römischen Reich Hauptstadt des südlichen Galliens
  • Nîmes - mit beeindruckender Hinterlassenschaft an Monumenten aus der Römerzeit.
  • Perpignan – Hauptstadt des Roussillon, des französischen Teils Kataloniens, pflegt sein eigenes kulturelles Erbe
  • Uzès – einstige Hauptstadt des „ersten Herzogtums Frankreichs“, schöne Altstadt mit mittelalterlichen Baudenkmälern

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Côte Vermeille – die „leuchtend rote Küste“ am Mittelmeer, vom Plage Racou südlich von Argelès-sur-Mer bis zur spanischen Grenze
  • Costa Brava - beginnt noch auf französischer Seite südlich von Port-Vendres.

Hintergrund[Bearbeiten]

Canal du Midi bei Castelnaudary

Languedoc und Roussillon waren im 12. bis 14. Jahrhunderts Hochburgen einer als Katharer oder Albigenser bezeichneten religiösen Bewegung (sie selbst nannten sich nie so, sondern bezeichneten sich schlicht als „Christen“ oder „gute Christen“), die von der katholischen Kirche als ketzerisch angesehen wurden. Sie genossen zunächst den Schutz des örtlichen Adels und das Wohlwollen großer Teile der Bevölkerung. Papst Innozenz III. rief jedoch 1209 zum Kreuzzug gegen die Gruppe auf, der mit großer Brutalität geführt wurde. Verschiedene auf hohen Felsen gelegene Burgruinen sind Zeugnisse dieser Zeit.

Der Canal du Midi wurde 1667 bis 1694 erbaut. Er verbindet die Garonne bei Toulouse über Carcassonne und Béziers mit dem Mittelmeer bei Sète. Mit einigen Dutzend Schleusen und einem Hebewerk und einem höchsten Punkt von 189 m über N.N. war der Kanal eine technische Meisterleistung. Seit 1996 zählt der Kanal zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Sprache[Bearbeiten]

Traditionelle Sprache der Region ist das Okzitanische (z. T. synonym als Provenzalisch bezeichnet), das in verschiedenen Dialekten vorkommt. Auch der Name der Region Languedoc leitet sich von dieser Sprache ab: Langue d’Oc bedeutet „Sprache des òc“ – óc ist das okzitanische Wort für „ja“. (Im Gegensatz dazu fassen Sprachwissenschaftler die nord- und zentralfranzösischen Dialekte als langues d’oïl zusammen, weil oïl das altfranzösische Wort für „ja“ war, in der Neuzeit hat sich daraus das allgemein bekannte oui entwickelt). Im Mittelalter war das Okzitanische eine bedeutende Schriftsprache. Im Zuge der Zentralisierung Frankreichs wurde es aber immer weiter vom Standardfranzösischen – das alleinige Amts- und Schulsprache wurde – zurückgedrängt. Heute spricht nur noch eine Minderheit im Alltag Okzitanisch, die Älteren mehr als die Jüngeren, die Land- mehr als die Stadtbevölkerung.

Das südlichste Département Pyrénées-Orientales gehörte historisch zu Katalonien, weshalb hier traditionell Katalanisch gesprochen wird, hier gab es aber eine vergleichbare Entwicklung wie mit dem Okzitanischen, es wurde also in den meisten Situationen vom Französischen verdrängt. Die Zahl der aktiven Katalanischsprecher wird auf 30.000 geschätzt.

Es wird also überall in der Region Französisch verstanden und auch gesprochen – unter Umständen mit einem gewissen „südlichen“ Akzent.

Fremdsprachenkenntnisse sind – wie überall in Frankreich – wenig verbreitet, auch nicht im Gastgewerbe.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der größte Flughafen der Region ist der Aéroport de Montpellier–Méditerranée, ganzjährig gibt es Direktflüge mit Easyjet vom EuroAirport Basel, saisonal auch von verschiedenen Flughäfen in Deutschland. Der zweitgrößte Flughafen ist Carcassonne, wo es aber nur wenige Linienflugverbindungen gibt, keine darunter aus D/A/CH. Weitere Regionalflughäfen gibt es in Perpignan, Béziers und Nîmes.

Größere Flughäfen mit vielen internationalen Zielen gibt es außerhalb der Region in Marseille (100 km östlich von Nîmes) und Toulouse (gut 100 km westlich von Carcassonne).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Durch die Region führen mehrere TGV-Linien, mit Halten u.a. in Montpellier, Narbonne, Perpignan und Carcassonne. Von Paris führt die Schnellfahrstrecke aber nur bis Nîmes, ab da muss der TGV die normalen Trassen benutzen, weshalb er nicht ganz so schnell fahren kann. Von Paris nach Nîmes braucht die schnellste Verbindung drei Stunden, nach Montpellier 3:30, nach Perpignan fünf Stunden. Eine Schnellfahrstrecke verbindet jedoch Perpignan mit Barcelona; hier braucht man mit dem TGV oder dem spanischen AVE nur 1:20 Std.

Aus dem deutschsprachigen Raum muss man mindestens einmal umsteigen, aus Deutschland kommend wird das in der Regel in Paris sein, so braucht man z. B. von Frankfurt a. M. nach Montpellier 8:40 Std. Aus der Schweiz kommend kann der Umstieg in Mulhouse, Dijon oder Lyon erfolgen. Aus Basel braucht man z. B. mit einem Umstieg in Mulhouse ca. 5:45 Std. nach Montpellier.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anreise aus Mittel- und Süddeutschland wird wohl am häufigsten auf deutscher Seite die A5 und der Grenzübergang Mulhouse, zur A36, genutzt werden. Die auf französischer Seite verlaufende A35 ist zwar ebenfalls gebührenfrei, jedoch aktuell (2012) in keinem guten Zustand. Es gibt mehrere Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die seitens des Fahrbahnbelags schlechtesten Strecken sind aber bereits repariert, mit Anhänger oder Wohnmobil bei gemeldeten Staus auf der A5 auf deutscher Seite ist diese Strecke eventuell erwägenswert. Gespannfahrer können auf der A35 das auf der A5 geltende Überholverbot von 100km durchgehender Länge (bis 20:00 Uhr) umgehen. Auch besteht in Seltz direkt neben der Autobahn eine günstige Tankmöglichkeit an einem Supermarkt. Vermeiden sollte man die Passage von Straßburg zur Stoßzeit. Auch dabei gelangt man bei Mulhouse auf die A36.

Im Normalfall ist im weiteren Verlauf die Nutzung der A39 entsprechend der Ausschilderung "Lyon" der Nutzung der A31/A6 vorzuziehen, obwohl geringfügig länger, ist der Verkehr doch deutlich schwächer.

Über die A39, A40 und A42 gelangt man nach Lyon. Hier hat es sich in mehreren Versuchen als günstig erwiesen, nicht der ausgeschilderten Routenempfehlung über das kurze Teilstück A432 zu folgen, sondern geradeaus weiterzufahren und die Stadtumgehung ("Rocade Est") zu nutzen. Auch auf dieser Strecke gibt es zwar deutliche Tempolimits, aber der Verkehr ist in den letzten Jahren auch zu Stoßzeiten erträglich und die Strecke ist deutlich kürzer. Zudem spart man etwas Autobahngebühr. Von der Rocade Est gelangt man ohne abzubiegen auf die A46 und in der Folge auf die A7.

Allenfalls in den späten Abendstunden rentiert es sich, auf der A36 weiterzufahren, um über die A31/A6 nach Lyon zu gelangen. Nur dann kann man damit rechnen, auch das Nadelöhr Lyon direkt über die A6/A7 problemlos passieren zu können. Achtung: die offizielle Beschilderung verweist ebenfalls schon vor Lyon über die A46 auf die "Rocade Est".

Die folgende A7 stellt zu den Hauptreisezeiten das zweite Nadelöhr dar. 250 km im Stop and go - wobei dies nicht mit Deutschland vergleichbar ist, meist steht man 10 min, dann geht es einige km recht zügig weiter, um erneut eine Viertelstunde zu stehen - sind fast die Regel.

Am Dreieck Orange biegt man ab auf die A9, leider nimmt hier die Verkehrsdichte meist nicht spürbar ab, aber das Ziel ist fast erreicht.

Leider sind auch Ausweichrouten zur A7 ab Lyon nicht unbedingt zu empfehlen: Variante 1: A47 bis St. Etienne und dann schräg durchs Massif central (N88, ca. 200km Landstraße) benötigt viel Zeit, die Straßen sind zwar recht gut ausgebaut (Schnellstraße bis kurz vor Le Puy (etwa ein Drittel)), aber sehr kurvenreich und eben gerade zu den Hauptreisezeiten auch nicht unbedingt wenig befahren. Die dann erreichte A75 ist allerdings bis auf die Brücke von Millau (ca. 10€) gebührenfrei und wenig befahren. Die Tempolimits (70 km/h) in den Serpentinen nach dem Tunnel bei Le Caylar sollten beachtet werden! In der Ebene des Mittelmeers angekommen, ist die Autobahn mittlerweile bis zum Anschluss an die A9 bei Béziers vollständig ausgebaut. Variante 2: Ausgeschilderte "BIS" (gelbes Schild auf grünem Grund) verläuft ab Lyon zunächst fast parallel zur A7 auf dem rechten Ufer der Rhône. Viele kleine Orte, sehr hübsch, benötigen nur viel Zeit. Und an einigen neuralgischen Punkten stockt es dann auch (richtig). Fazit: beides nicht empfehlenswert (zumindest auf gar keinen Fall, um dem Verkehr auf der A7 zu entgehen. Auch andere haben diese Idee). Fahrer mit TMC Navis sollten die Staumeldungen sorgfältig lesen bevor sie eine Ausweichroute benutzen. In Frankreich wird viel eher von Stau gesprochen als in Deutschland. Radiofrequenz 107,7, gültig für alle Autobahnen.

Mautstellen gibt es kurz nach Mulhouse (ca. 2,40 €, kann ab 2013 auch etwas mehr sein), dann etwas später Ticket ziehen und Bezahlen erst kurz vor Lyon (ca. 25 €). Nach Lyon wieder gebührenpflichtiger Abschnitt bis Montpellier (ebenfalls ca. 20 €) und nach Montpellier erneut. Leider funktioniert es auch nicht mehr so gut, die Schalter der Kartenzahlung zu nutzen, was vor wenigen Jahren noch viel Zeitersparnis brachte, hat sich heute fast aufgehoben. Es werden allerdings nur Kreditkarten akzeptiert.

Tip: Reise so planen, dass man morgens 6:00 Lyon passiert hat, dann ist der Verkehr auf der A7 noch nicht so stark. Und auf den Parkplätzen der A39/A40/A42 ist nicht viel los, da kann man gut schlafen. Abends lässt der Verkehr auf der A7 meist erst nach 18:00 Uhr deutlich nach. Allerdings kann man dann auch 21:00 Uhr in Narbonne sein.

Die Kraftstoffpreise unterscheiden sich nicht mehr so viel zu Deutschland, die Tanksäulen mit direkter Kartenbezahlung an den Autobahnraststätten funktionieren aber gut. Hier funktionieren auch deutsche Kreditkarten. Leider ist es auch so, dass das Tankstellennetz abseits der Autobahnen zwar recht dicht ist, aber immer mehr Tankstellen sind reine Automatentankstellen. Viele davon funktionieren auch mit deutschen Kreditkarten wenn diese einen Chip haben. Ohne Chip funktionieren nur die einheimischen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit den dort immer wieder auftauchenden Einheimischen immer ein Agreement findet. Die Geheimzahl wird natürlich auch benötigt. Eine Versuch ist die mögliche Ersparnis Wert. Viele dieser Supermarkt Tankstellen sind von der Autobahnausfahrt in wenigen Minuten zu erreichen. Einziger Nachteil: Für die meisten Gespanne sind die Tankstellen zu eng. Üblicherweise kann sehr dicht auf dem Parkplatz abgehängt werden, auch werktags sollte man einen Parkplatz finden.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch die Region führt – immer dicht an der Meeresküste entlang – der europäische Fernradweg EuroVelo 8 (Mittelmeer).

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Befestigte Altstadt (La Cité) von Carcassonne, romantisches Idealbild einer hochmittelalterlichen Festungsstadt, Welterbestätte
  • Durch die Region führt der Canal du Midi, der für den Frachtverkehr im 17. Jahrhundert konzipiert wurde und heute hauptsächlich der Freizeitschifffahrt zur Verfügung steht.
  • Hochmittelalterliche Felsenburgruinen wie Peyrepertuse und Quéribus, in die sich die Katharer in der Zeit ihrer Verfolgung zurückzogen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Canyoning

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

  • mediterran-trocken, im Sommer heiß

Flora[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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