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Aquitanien

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Arcachon 003.jpg
Flagge
Wappen
Region Aquitanien
HauptstadtBordeaux
Einwohner3.285.970
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Fläche41.284 km²
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Lage
Nord-Pas-de-CalaisPicardieChampagne-ArdenneLothringenElsassHaute-NormandieBasse-NormandieBretagneCentre-Val de LoireÎle-de-FranceBurgundFranche-ComtéPays de la LoirePoitou-CharentesLimousinAquitanienMidi-PyrénéesLanguedoc-RoussillonAuvergneRhône-AlpesProvence-Alpes-Côte d’AzurKorsikaAndorraMonacoLiechtensteinÖsterreichLuxemburgBelgienNiederlandeVereinigtes KönigreichDeutschlandSchweizItalienGuernseyJerseySpanienAquitaine in France.svg

Die Region Aquitanien (französisch Aquitaine) liegt im Südwesten Frankreichs. Im Süden bilden die Pyrenäen die Grenze zu Spanien und im Westen begrenzt die Atlantikküste die Region. Die Hauptstadt ist Bordeaux.

Regionen[Bearbeiten]

Landschaften und historische Provinzen[Bearbeiten]

  • Béarn, historische Vizegrafschaft und später Provinz am Fuß der Pyrenäen, macht den Ostteil des Départements Pyrénées-Atlantiques aus, Hauptort ist Pau
  • Gascogne, große historische Provinz im Süden, die weite Teile im Süden der modernen Regionen Aquitanien und Midi-Pyrenées einnahm (heutige Départements Landes, Süden von Gironde, Süden und Westen von Lot-et-Garonne, Teile von Pyrénées-Atlantiques)
    • Les Landes, kurz für les Landes de Gascogne, ausgedehntes, bewaldetes (v. a. Kieferngehölze) Heidegebiet an der Atlantikküste, zwischen der Gironde und der Mündung des Adour, entspricht Teilen des Départements Landes
    • Côte d’Argent, den Landes vorgelagerter Küstenstreifen am Atlantik mit fast 100 Kilometern ununterbrochenem Sandstrand, zwischen Gironde und Adour, benannt nach seinem bei bestimmtem Licht silbrig glänzendem Sand
  • Guyenne, einstiges Herzogtum und historische Provinz, die sich von der Gironde bis zum Westrand des Zentralmassivs zog; Hauptstadt Bordeaux
  • Médoc, die dreieckige Halbinsel zwischen Atlantik und Gironde, vor allem bekannt als Weinanbaugebiet
  • Périgord, hügelige Landschaft und einstige Grafschaft im Nordosten der Region, rund um Périgueux; entspricht ungefähr dem Département Dordogne
  • französisches Baskenland im äußersten Südwesten an der Grenze zu Spanien
    • Côte basque, Atlantikküstenabschnitt südlich der Mündung des Ardour; teils Steilküste, teils Sandstrand (z. B. bei Biarritz)

Départements[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

  • Bordeaux - Hauptstadt der Region; ein Begriff für jeden Weinkenner
  • Agen - wird von der Garonne durchflossen und ist das Zentrum der Dörrpflaumenproduktion
  • Bayonne - ist eine Hafenstadt
  • Biarritz - liegt an der Atlantikküste und ist seit dem 19. Jahrhundert als Heil- und Seebad bekannt
  • Fumel -
  • Mont-de-Marsan - vereinen sich die beiden Flüsse Midou und Douze zum Fluss Midouze
  • Orthez
  • Pau - Universitätsstadt am Fuße der Pyrenäen
  • Périgueux - hat bedeutende römische und mittelalterliche Baureste aufzuweisen
  • Saint-Jean-de-Luz -

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Prähistorische Malereien in der Höhle von Lascaux
  • Höhle von Lascaux – die Höhlenmalereien gehören zu den ältesten abbildenden Kunstwerken der Menschheitsgeschichte und zum UNESCO-Welterbe
  • Regionaler Naturpark Landes de Gascogne

Hintergrund[Bearbeiten]

In dieser Region wurden verschiedene bedeutende Zeugnisse der Menschheitsgeschichte gefunden. Nach dem Felsdach von Cro-Magnon (bei Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil, Département Dordogne) wurde der „Cro-Magnon-Mensch“ benannt, eine Bezeichnung für die in Europa während der letzten Kaltzeit lebenden Menschen (40.000–12.000 Jahre vor heute). Zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur in dieser Region gehören die Venus von Brassempouy (26.000–21.000 Jahre vor heute) und die Höhlenmalereien von Lascaux aus der Altsteinzeit (zwischen 17.000 und 15.000 v. Chr), die zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit überhaupt gehören.

Zur Zeit Julius Cäsars war die Region von den Aquitaniern bewohnt, die nicht wie die Bewohner des übrigen Galliens zu den Kelten gehörten, sondern deren Sprachen vermutlich mit dem heutigen Baskisch verwandt sind. 56 v. Chr. wurden sie von den Truppen Cäsars unterworfen. Anschließend wurde die römische Provinz Gallia Aquitania errichtet.

Gegen Ende des Römischen Reichs wurde die Gegend von den Westgoten beherrscht. Chlodwig I. fügte sie dann Anfang des 6. Jahrhunderts dem Frankenreich hinzu. 671 wurde das Herzogtum Aquitanien (unter formaler fränkischer Oberherrschaft) weitgehend unabhängig. Seine Herrscher in dieser Zeit gehörten dem Stamm der Vascones an, Vorfahren der heutigen Basken, von denen sich auch die geographische Bezeichnung Gascogne ableitet. Das Vordringen der Mauren wurde 732 durch die Schlacht bei Poitiers abgewehrt. Karl der Große unterwarf die vasconischen Herzöge wieder und machte Aquitanien zu einem Teilreich des Frankenreiches.

Im Hochmittelalter wurde das Herzogtum Aquitanien vom Haus Anjou-Plantagenêt beherrscht, das auch von Mitte des 12. bis Ende des 14. Jahrhunderts die Könige von England stellte. England und die Westhälfte Fankreichs in dieser Zeit werden daher von manchen Historikern zum „Angevinischen Reich“ zusammengefasst. Das sorgte für Konflikte, da die Plantagenets so gleichzeitig in der Rolle von Vasallen der französischen Könige als auch durch die eigene Königswürde ebenbürtig waren. Aquitanien wurde 1259 in das Herzogtum Guyenne und die Grafschaft Gascogne geteilt, nur letztere verblieb bis zum Hundertjährigen Krieg bei den Plantagenets. 1453 fielen dann beide an die französische Krondomäne.

Ein separates Territorium war die Vizegrafschaft Béarn, die die französischen Könige erst 1620 in ihren unmittelbaren Besitz brachten und die bis heute eine gewisse eigene regionale Identität hat. Bis zur Französischen Revolution bestanden Guyenne und Gascogne sowie Béarn als Provinzen des Königreichs Frankreich fort, dann wurden sie in mehrere Départements eingeteilt.

Erst 1954 wurde die Region Aquitanien in der Form geschaffen, wie sie dieser Reiseführer behandelt. 2016 wurde sie mit den Regionen Limousin und Poitou-Charentes zur Großregion Neu-Aquitanien fusioniert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit verwendet dieser Reiseführer aber weiter die alten Regionen.

Sprache[Bearbeiten]

Wie überall in Frankreich ist die Amts- und Hauptverkehrssprache Französisch. Traditionell werden okzitanische Dialekte (Gascon, Béarnais) gesprochen. Ganz im Südwesten gibt es eine baskischsprachige Minderheit. Langezeit wurde diese Sprache unterdrückt, heutzutage sieht man aber vermehrt zweisprachige Beschilderung.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der wichtigste Flughafen der Region ist Bordeaux-Mérignac. Dorthin gibt es auch Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum. Einen weiteren großen Flughafen gibt es in Biarritz, wohin es aber nur saisonal Direktflüge ab Genf oder Straßburg gibt, sonst nur mit Umsteigen in Paris. Regionalflughäfen gibt es in Pau und Bergerac. Wenn das Reiseziel im Osten der Region liegt, kann man auch eine Anreise zum Flughafen Toulouse in Betracht ziehen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bahnhöfe mit TGV-Halt sind unter anderem Bordeaux, Arcachon, Agen, Biarritz, Dax, Orthez, Pau. Dank einer Schnellfahrstrecke, die Geschwindigkeiten bis 300 km/h erlaubt, erreicht man Bordeaux von Paris-Montparnasse in 3:15 Std. Biarritz erreicht man ab Paris in ca. 5:20 Std., Pau in 5½ Stunden. Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum sind in aller Regel mit Umsteigen in Paris, wobei auch der Bahnhof gewechselt werden muss. Von Köln nach Bordeaux zum Beispiel braucht die schnellste Verbindung 8 Stunden, von Basel gut 7 Stunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

aus Nordwestdeutschland

Über die A 4 Richtung Aachen und die A 44 Richtung Lüttich gelangt man nach Belgien. Dann weiter über die E 40, die E 42 und die E 19 nach Frankreich und von dort über die A 2 und die A 1 nach Paris. Paris ist von mehreren Autobahnringen umschlossen, die jedoch häufig von Stau geplagt sind. Durch Paris über die A 3, die A 86 und die A 6A auf die A 10 Richtung Bodeaux. Wer Maut sparen möchte, kann südlich von Paris bis Artenay auf die N 20/D 2020 ausweichen, sowie südlich von Poitiers auf die N 10 bis Bordeaux (teilweise autobahnähnlich ausgebaut).
Wenn man früh losfährt (7 - 8 Uhr) und aus dem Nordwesten kommt, kann die Fahrt an einem Tag zu schaffen sein (Dauer (ohne Stau): knapp 10 Std.) . Das ist aber je nach Situation nicht immer empfehlenswert, dann ist ggf. eine Übernachtung einzuplanen. Fast alle französischen, hier beschriebenen Autobahnen sind mautpflichtig, einen kleinen Zeitvorteil kann man hier mit Kreditkartenbezahlung rausholen (Nicht überall möglich!).

aus Südwestdeutschland

Über die A 5 Richtung Basel gelangt man über das AD Neuenburg (Ausschilderung Richtung Lyon, Mülhausen) nach Frankreich. Dann über die A 36, die A 39, die A 40 und die A 42 nach Lyon. Durch Lyon über den "Boulevard Périphérique Nord" (Ausschilderung Roanne), auf die A 6 Richtung Roanne und dann auf die A 89, die direkt nach Bordeaux führt. Wer etwas Maut sparen will, kann bei Dole (A 36) nicht auf die A 39 wechseln, sondern fährt weiter auf der A 36 und wechselt bei Beaune auf die A 6 Richtung Lyon. Bei Chalon-sur-Saone wechselt man dann auf die N 80 (Ausschilderung Richtung Montceau-les-Mines, später Richtung Moulins), dann weiter über die N 70 und die N 79 (Ausschilderung Montlucon / A 71) bis Montmarault. Dann über die A 71 (Ausschilderung Clermont FD) und die A 89 nach Bordeaux. (Dauer (ohne Stau). 8 Std. 30 Min.)

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Siehe Aquitanische Küche bei Koch-Wiki

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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