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Abruzzen

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Region Abruzzen
HauptstadtL’Aquila
Einwohner
1.327.171 (2015)
Fläche
10.831,84 km²
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Lage
SardinienSizilienKalabrienKampanienBasilikataMoliseApulienAbruzzenLatiumMarkenUmbrienToskanaLigurienAostatalPiemontLombardeiVenetienEmilia-RomagnaTrentino-SüdtirolFriaul-Julisch VenetienSan MarinoVatikanstadtAlgerienTunesienMaltaMontenegroBosnien und HerzegowinaKroatienSlowenienUngarnSchweizÖsterreichSchweizMonacoFrankreichFrankreichFrankreichAbruzzo in Italy.svg

Die Abruzzen sind eine Region in Mittelitalien. Sie sind eine der 20 Regionen des Landes und erstrecken sich östlich von Rom zur Adria hin.

Regionen[Bearbeiten]

Karte

Die Abruzzen bestehen aus den Provinzen

  • L'Aquila,
  • Teramo,
  • Chieti und
  • Pescara.

Die vier Provinzen sind wiederum in 305 Gemeinden aufgeteilt.

Aus touristischer Sicht wichtiger ist die Unterscheidung des gut erschlossenen Küstenstreifens an der Adria (in der nebenstehenden Karte grün markiert) vom bergigen und schwerer zugänglichen Landesinneren (rot).

Orte[Bearbeiten]

Karte von Abruzzen

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Valle San Giovanni
  • Abruzzischer Nationalpark, einer der wichtigsten Nationalparks in Europa. Braunbären, Wölfe, Gämse und Adler sind hier angesiedelt.
  • Nationalpark Maiella
  • Der Calderone, Europas südlichster Gletscher.
  • Corno Grande (2912 m), der höchste Berg der Appenninen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ab dem Mittelalter nannte man die Region Abruzzo, vom lateinischen Aprutium abstammend, einer antiken Stadt auf dem Gebiet des heutigen Teramo, deren Name sich wiederum vom vor-römischen Volk der Praetutii ableitet.

Im 12. Jahrhundert geriet die Region – wie Sizilien und weite Teile Süditaliens – unter die Herrschaft der Normannen, dann der Staufer. Bis zur nationalen Einigung Italiens 1861 blieben die Abruzzen der nördlichste Ausläufer des Königreichs Sizilien bzw. Neapel. Folglich werden die Abruzzen bis heute oft in historischer und kultureller Hinsicht zu Süditalien gezählt, obwohl sie geographisch eindeutig in der Mitte des „Stiefels“ liegen (der größte Teil der Region liegt weiter nördlich als Rom). Innerhalb des Königreichs Neapel waren die Abruzzen in zwei Provinzen aufgeteilt: Abruzzo Citra (Hauptstadt Chieti) und Abruzzo Ultra (Hauptstadt L’Aquila), die „diesseitigen“ und die „jenseitigen Abruzzen“, wobei sich „diesseits“ und „jenseits“ auf den Fluss Pescara bezogen.

Nach der Gründung der italienischen Republik wurden Abruzzen und Molise zunächst zu einer Region vereinigt (Abruzzi e Molise), 1963 aber wieder getrennt. Die Wirtschaftsleistung von Abruzzen liegt unter dem italienischen Durchschnitt, aber etwas höher als in den übrigen Regionen des Mezzogiorno.

Obwohl die Italiener die Abruzzen generell als abgelegene, gebirgige Region betrachten, befinden sich im Osten weite Sandstrände, die sich nördlich und südlich von Pescara an der Adriaküste erstrecken. Westlich davon beginnen die ersten Hügel, die sich schnell zu den Abruzzobergen emporheben. Hier liegen einige der am wenigsten besuchten Gebirgsorte Italiens.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der wichtigste Flughafen der Region ist derjenige von Pescara (PSR), offiziell Aeroporto internazionale d'Abruzzo «Pasquale Liberi», der mit Ryanair direkt von „Frankfurt“-Hahn oder „Düsseldorf“-Weeze (letzteres nur saisonal) erreichbar ist. Weitere Verbindungen gibt es mit Umsteigen in Mailand-Linate (Alitalia).

Will man in den landesinneren Teil der Abruzzen, kann man alternativ auch nach Rom (Fiumicino oder Ciampino) fliegen, von dort sind es 120–150 km bis L’Aquila.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Hochgeschwindigkeitszüge der Gattung Frecciabianca fahren ungefähr stündlich auf der Route Bologna–Ancona–Pescara–Foggia–Bari. Meist kommen diese Züge aus Mailand, seltener aus Venedig oder Turin. Die etwas langsameren Intercity-Züge auf derselben Route halten außer in Pescara auch in Giulianova und Vasto/San Salvo.

Von Bologna nach Pescara fährt man rund drei Stunden, von Venedig 4:45 Std., von Mailand fünf Stunden. Von Zürich ist man mit Umsteigen in Mailand 8½–9½ Stunden unterwegs, von Innsbruck (via Bologna) 8:15 Std., von München gut 10 Stunden. Es ist auch möglich, mit dem Nachtzug aus München oder Wien bis Padua zu fahren und dort am nächsten Morgen in den Frecciabianca nach Pescara zu steigen.

Das Landesinnere ist wesentlich schlechter mit dem Zug erreichbar als die Küste. Hierher gelangt man nur mit Regionalzügen der Linien Pescara–Giulianova–Teramo, Rom–Tivoli–Avezzano oder Terni–Rieti–L’Aquila (jeweils ungefähr stündlich) bzw. Pescara–Sulmona–Avezzano–Rom und Sulmona–L’Aquila (zweistündlich).

Mobilität[Bearbeiten]

Die wenig bekannte Hauptstadt L'Aquila, eine wunderschöne Stadt mit malerischer Gebirgszenerie, ist ein guter Ausgangspunkt für Reisen durch die Region.

Alle wichtigen Städte (Pescara, L'Aquila, Chieti) sind mit dem Bus erreichbar. Man sollte aber nicht zu sehr dem Bussystem vertrauen, da es an Pünktlichkeit mangelt. Außerdem ist es empfehlenswert, rechzeitig nachzufragen, welcher Bus wo abfährt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Santa Maria di Collemaggio
  • L’Aquila
    • Altstadt mit Kirchen und Fresken aus dem Mittelalter, Renaissance und Barock, Innenhöfe, Arkaden, Adelspalästen und Herrenhäusern
    • Santa Maria di Collemaggio, romanisch-frühgotische Basilika mit außergewöhnlicher Fassade im Schmuckkästchenstil und Grab des Papstes Coelestin V.
    • Forte Spagnolo, Renaissance-Festungsanlage
Krieger von Capestrano
  • Chieti
    • historische Oberstadt (Chieti Alta) mit Dom aus dem 13. Jahrhundert
    • Museo archeologico nazionale d’Abruzzo, mit dem Krieger von Capestrano, einer sehr gut erhaltenen Kalkstein-Statue vom Volk Picener oder Sabiner aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.
Ruinen von Amiternum
  • Amiternum: Ruinen der antiken Sabinerstadt (Amphitheater, Thermen, Aquädukt)
  • Kathedrale Santa Maria Assunta in Atri
  • Abteikirche San Clemente a Casauria in Castiglione a Casauria (Provinz Pescara), aus dem 12. Jahrhundert, errichtet in der Übergangsphase zwischen Romanik und Gotik.
  • Giulianova: Renaissance-Dom San Flaviano, Wallfahrtskirche Madonna dello Splendore
  • Sulmona: sehr geschichtsreiche Stadt (aus der antiken Vorgängerstadt Sulmo stammte der römische Dichter Ovid), sehenswerte Altstadt mit Kathedrale, Kirchen und Palästen
  • Dom Santa Maria Assunta in Teramo
  • Vasto: Cattedrale di San Giuseppe, Castello Caldora, Palazzo D'Avalos

Aktivitäten[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Einige lokale Spezialitäten, die eine Erwähnung wert sind:

  • Spaghetti all'Amatriciana
  • Spaghetti alla chitarra
  • Fagioli e cotiche di maiale (Eintopfbohnen und Schweineschwarten)
  • Prosciutto di cinghiale (Wildschweinschinken)
  • Testicoli di mulo (kleine Runde Würstchen vom Schwein; keine Hoden, wie der Name vermuten lässt, sondern nur danach benannt, weil sie stets paarweise verkauft werden)
  • Pecorino d'Abruzzo (lokaler Schafskäse)
  • Burrata (eine wahrhaft seltene Delikatesse - würziger Käse mit Butter)
  • Salame di fegato pazzo (gewürzte Salami)
  • Salame di fegato dolce (Salami mit Honig)

Getränke:

  • Montepulciano d'Abruzzo (ein Rotwein)
  • Rosatello aquilano (ein Roséwein)
  • Corfinio della Valle Peligna (ein Weißwein)
  • Gran Sasso (einer der bitteren Verdauungsschnäpse, auf die die Italiener so versessen sind, Alkoholgehalt 70 %)

Süßigkeiten:

  • Confetti di Sulmona (mit gefärbtem Zucker überzogene Mandeln)

Nachtleben[Bearbeiten]

Pescara ist die Stadt des Nachtlebens, vor allem im Sommer an den Stränden. Eines der am meisten Spaß macht La Prora am Abend des Mittwoch

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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