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Nördliches Rheinland

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Lage des Landschaftsverbands Rheinland in Nordrhein-Westfalen

Das Nördliche Rheinland, oder kurz Nordrhein genannt, ist einer der beiden historischen Landesteile, aus denen 1945 das Bundesland Nordrhein-Westfalen gebildet wurde (1946 kam als dritter Teil das viel kleinere Land Lippe hinzu). Prägend und namensgebend ist der untere Mittel- und Niederrhein, der dieses Gebiet durchfließt. Nordrhein wurde aus den nördlichen Teilen der ehemaligen proßischen Rheinprovinz gebildet, während die südlichen Teile zu Rheinland-Pfalz kamen.

Auch wenn sich in mancher Hinsicht eine gemeinsame nordrhein-westfälische Identität herausgebildet hat und besonders im Bereich des Ruhrgebiets die Grenze weitgehend verwischt ist, gibt es weiterhin merkliche Unterschiede in Landschaft, Kultur, Sprache und – wie viele meinen – auch Mentalität der Menschen. Politisch lebt der Landesteil in Form des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) fort, der zahlreiche Institutionen, vor allem Museen und Kliniken, unterhält.

Regionen[Bearbeiten]

Reiseregionen in NRW: Die vier südwestlichen Regionen gehören vollständig zu Nordrhein, das Ruhrgebiet teilweise

Zum nördlichen Rheinland gehören die Reiseregionen:

Städte[Bearbeiten]

Die beiden größten Städte im nördlichen Rheinland, Köln…
…und Düsseldorf, pflegen eine traditionelle Rivalität.
größte Städte im nördlichen Rheinland
  • Köln – größte Stadt des Landes und viertgrößte Deutschlands mit einer Fülle an Sehenswürdigkeiten aller Art und die deutsche Karnevalshochburg
  • Düsseldorf – Landeshauptstadt, Shoppingparadies und Luftverkehr-Drehkreuz
  • Essen – zweitgrößte Stadt des Ruhrgebietes mit vielen Industriekultur-Denkmalen
  • Duisburg – größter Binnenhafen Deutschlands an Ruhr und Rhein
  • Wuppertal – idyllisch im grünen Tal der Wupper gelegen, bekannt für Schwebebahn, Zoo und historische Stadtviertel
  • Bonn – ehemalige Bundeshauptstadt am Rhein mit historischem Stadtkern
weitere größere Städte
  • Aachen – Westlichste Stadt Deutschlands, mit sehenswertem Dom (UNESCO-Weltkulturerbe) und Stadtbild
  • Bergisch Gladbach – Junge Großstadt im grünen Bergischen Land mit Fachhochschule
  • Krefeld – früher eine Textilmetropole am Niederrhein, heute Industriestadt im Wandel
  • Leverkusen – Industriestadt zwischen Rhein und Bergischem Land
  • Moers – die kleinste Großstadt des Landes
  • Mönchengladbach – am südlichen Niederrhein
  • Mülheim an der Ruhr – grüne Stadt im südwestlichen Ruhrgebiet
  • Neuss – mehr als 2.000 Jahre alte Stadt am westlichen Rheinufer
  • Oberhausen – Zentrum des westlichen Ruhrgebiets
  • Remscheid – die „Seestadt auf dem Berg“
  • Solingen – bekannt für seine Klingen und Schneidwaren

Hintergrund[Bearbeiten]

Bis zur Zeit der Französischen Revolution bestanden auf dem Gebiet zahlreiche kleinere und mittelgroße Herrschaften. Die wichtigsten darunter waren das mächtige Erzbistum Köln, das Herzogtum Jülich und Grafschaft Berg (die beiden letzteren waren in Personalunion miteinander verbunden, hatten also denselben Fürsten, und wurden von den Wittelbachern beherrscht, 1685 wurden sie mit der Kurpfalz, 1777 mit Bayern verbunden) sowie die Grafschaft Kleve (ab 1609 von den Kurfürsten von Brandenburg bzw. Königen von Preußen beherrscht).

1794 wurden alle linksrheinischen Gebiete vom revolutionären Frankreich annektiert und in Départements umgewandelt. Die bis 1815 währende französische Herrschaft hat bleibende Spuren hinterlassen, die sich zum Teil bis heute auswirken. Rechts des Rheins schuf Napoleon das von ihm abhängige Großherzogtum Berg mit der Hauptstadt Düsseldorf, das er von seinem Schwager Joachim Murat regieren ließ.

Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das ganze Rheinland zu Preußen, 1822 wurde daraus die Rheinprovinz gebildet. Viele der mehrheitlich katholischen Rheinländer, deren typische Mentalität sich stark von der preußischen unterschied, konnten sich aber nicht recht mit der Zugehörigkeit zum preußischen Staat identifizieren und sahen sich als „Musspreußen“. Teile des Rheinlands wie auch Westfalens gehörten zu den am stärksten industrialisierten und am modernsten entwickelten Teilen des damaligen Preußens.

Nach dem Ersten Weltkriegs war das Rheinland gemäß Versailler Vertrag bis 1930 von den Alliierten (Franzosen, Briten, Belgiern) militärisch besetzt, um ein „Faustpfand“ für die deutschen Reparationszahlungen zu haben. Im „Krisenjahr“ 1923 gab es Versuche rheinischer Separatisten, mit französischer Unterstützung eine Rheinische Republik zu gründen und vom Deutschen Reich abzutrennen. Nach Ende der Besetzung sollte das Rheinland entmilitarisierte Zone bleiben, was Hitler aber ignorierte und es 1936 von deutschem Militär besetzen ließ.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das nördliche Rheinland wie auch Westfalen mit dem gesamten Ruhrgebiet zur britischen Besatzungszone, während das südliche Rheinland französisch besetzt war. Damit war eine Weichenstellung getroffen, die dann zur Gründung der Bundesländer Nordrhein-Westfalen in der britischen bzw. Rheinland-Pfalz in der französischen Zone führte. Die Rheinprovinz lebte aber als Provinzialverband, d. h. als Zweckverband der rheinländischen Kreise, noch bis 1953 und seither als Landschaftsverband Rheinland (LVR) fort. Dieser ist unter anderem für (Boden-)Denkmalpflege zuständig, betreibt mehrere Museen und Freilichtmuseen, den Archäologischen Park Xanten, zahlreiche Förderschulen, Kliniken (vor allem Psychiatrien) und ein Berufskolleg.

So ist es nicht verwunderlich, das sich über die Jahrhunderte ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu dem Begriff (nördliches) Rheinland geformt hat. Trotzdem sind die Grenzen teilweise verschwimmend, sie gehen durch heutige Stadt- oder Kreisgebiete hindurch. So gehörte beispielsweise der Kern von Essen zum Rheinland, einige später eingemeindete Stadtteile waren hingegen westfälisch. Grenzgebiete auf belgischer Seite werden volkstümlich manchmal noch mit zum Rheinland gezählt.

Sprache[Bearbeiten]

Traditionell wurden im nördlichen Rheinland kleverländische, limburgische, bergische und ripuarische Mundarten (letztere besser bekannt als „Kölsch“) gesprochen. Die Dialekte sind aber durch den Einfluss von Massenmedien und stärkerer Mobilität der Bevölkerung vielerorts zurückgegangen. Öffentlich werden sie hauptsächlich noch bei Brauchtumsveranstaltungen gepflegt.

Die meisten Rheinländer sprechen heute einen Regiolekt bzw. eine regional eingefärbte Variante des Hochdeutschen, die wegen ihrer melodiösen Aussprache oft als „Singsang“ beschrieben wird und in die einige charakteristische rheinische Vokabeln eingestreut werden, die Außenstehenden vielleicht zunächst unverständlich sind. Im rheinländischen Teil des Ruhrgebiets wird Ruhrdeutsch gesprochen, hier lässt sich praktisch kein Unterschied zum westfälischen Teil hören.

Anreise[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Landschaftsverband Rheinland unterhält eine Reihe von Landesmuseen und -instituten:

  • das LVR-Industriemuseum, vormals Rheinisches Industriemuseum (RIM) genannt mit sechs Standorten:
  • Papiermuseum Alte Dombach in Bergisch Gladbach
  • Baumwollspinnerei Ermen & Engels und Oelchenshammer in Engelskirchen
  • Tuchfabrik Müller und Museumsgästehaus Mottenburg in Euskirchen
  • Zinkfabrik Altenberg, der Museumsbahnsteig des Oberhausener Hauptbahnhofs, Eisenheim (die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets), St.-Antony-Hütte, LVR-Industriearchäologischer Park und die Sammlungen im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen
  • Textilfabrik Cromford in Ratingen
  • Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen
  • LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, vormals: Amt für Rheinische Landeskunde in Bonn
  • ebenfalls in Bonn befindet sich das Rheinisches Landesmuseum
  • der Archäologischer Park Xanten (APX) und das Römer-Museum in Xanten
  • weitere Freilichtmuseen in Mechernich-Kommern und Lindlar

Die Denkmalpflege des Landes liegt in den Händen des Kommunalverbandes, in der Abtei Brauweiler befindet sich die Zentrale.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Informationen zur Küche findet man auch auf der Seite Essen und Trinken im Rheinland.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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