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Mülheim an der Ruhr

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Schloss Broich 0504.jpg
Schloss Broich 0504.jpg
Mülheim an der Ruhr
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Einwohner 169.278 (2015)
Höhe 26 m, 153 m
Tourist-Info +49 (0)208 96096-0
MedienHaus in der Fußgängerzone, Synagogenplatz 3
45468 Mülheim an der Ruhr
muelheim-ruhr.de/
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr ist eine mittlere Großstadt im Ruhrgebiet.

Der Name gibt bereits gut Auskunft über die "Stadt am Fluss", die sich aus den Mühlenansiedlungen an der Ruhr entwickelte. Mit dem hohem Anteil an Grün- und Waldflächen (auch in der Innenstadt), einer guten Arbeitsplatzversorgung und mobilen Anbindung an die umgebenden Städte sowie einem kleinen aber durchaus feinen (Sub)Kulturangebot ist sie eine beliebte Wohn- und Arbeitsstadt zwischen dem Kern des Ruhrreviers und der Rheinschiene.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Hellweg-Zone und ist aus früheren Jahrhunderten vom Handel geprägt. Mülheim erhielt erst 1808 Stadtrechte und bestand damals im Wesentlichen aus der heutigen Stadtmitte. Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen durch Eingemeindungen die umliegenden Stadtteile dazu. So erklärt sich die bis heute erhaltene Stadtstruktur mit einem Stadtkern und sternförmig angeordneten Stadtteilen mit eigenen Zentren.

Die Lage der Innenstadt direkt an der Ruhr gibt es bei keiner anderen Ruhrgebietsstadt, daher auch das offizielle Motto „Stadt am Fluss“. Mülheim hat über 14 km Ruhr auf seinem Stadtgebiet, davon etwa 1,5 km mit Bebauung durch Industriebetriebe und Häuser. Gerade in der Innenstadt verbergen die Häuser den Fluss vor den Besuchern. Das soll das Stadtentwicklungsprojekt Ruhrbania ändern. Erste sichtbare Ergebnisse des Projektes sind die Ruhrpromenade und Baustellen am neuen Hafen nahe der Innenstadt.

Der Aufstieg der Stadt ist untrennbar mit der Industrialisierung und der Kohleförderung im Ruhrgebiet verbunden. Zahlreiche Großindustrielle und Firmenpatriarchen werden mit der Stadt in Verbindung gebracht: Hugo Stinnes, August Thyssen, Tengelmann-Besitzer Karl-Erivan Haub, die Albrecht-Brüder (Aldi), Kurt Conle (LTU) und Metro-Gründer Otto Beisheim (Kaufhof, Saturn/ MediaMarkt). Mülheimer waren und sind regelmäßig unter den Top-20 der weltweiten Forbes-Liste vertreten. Daher stammt auch der Spitzname „Stadt der Milliardäre“. Allerdings war Mülheim auch die erste Stadt im Ruhrgebiet, die keine Zeche und keine Stahlproduktion mehr hatte.

Von den Ruhrgebietsstädten hat Mülheim den Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft noch am besten bewältigt. Das Niveau der Lebenshaltungskosten ist dafür dann auch höher als in den umliegenden Städten.

Mülheim ist relativ arm an großen Attraktionen, liegt dafür aber idyllisch im Grünen. Auswärtige sind oft erstaunt über die Ausmaße der Wald- und Grünflächen, die man in einer Großstadt so nicht vermutet, schon gar nicht, wenn man nur die Klischees über das Ruhrgebiet kennt. Bei größeren Events ist man in wenigen Minuten in den Nachbarstädten. Mülheim hat deshalb ein wenig das Image als „Schlafstadt“. Es kommen in erster Linie Kurzzeittouristen, die einige Tage bleiben. Auch übernachten viele Messe- und Konferenzbesucher der Nachbarstädte in Mülheimer Hotels.

Mülheim leidet an einer ganz besonderen "Krankheit": der Überalterung. Die Stadt hat eine der ältesten Bevölkerungen Deutschlands. Bereits in der Vergangenheit ist die Zahl der Einwohner stark geschrumpft, von 192.000 1971 auf etwa 168.000 heute. Stiftung Warentest nannte Mülheim für Deutschland eine Stadt der Zukunft und testete hier die Pflegedienste.

Mülheim ist heute die Kleinste von den sieben großen Städten im Ruhrgebiet (Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund).

Blick vom Rathausturm - Stadtpanorama von Ost über Süd nach West: Die Kirchen links sind St. Mariae Geburt und Petrikirche auf dem Kirchenhügel. Rechts im Bild führt die Schlossbrücke von der Innenstadt auf die linke Ruhrseite, dort liegen direkt an der Brücke das Hauptgebäude des Rheinisch-Westfälischen Wasserwerks und die Stadthalle, hinter der Stadthalle ist hinter Bäumen versteckt das Schloss Broich. Ganz rechts außen ist die Heinrich-Thöne-Volkshochschule.
Blick vom Rathausturm - Stadtpanorama von Ost über Süd nach West: Die Kirchen links sind St. Mariae Geburt und Petrikirche auf dem Kirchenhügel. Rechts im Bild führt die Schlossbrücke von der Innenstadt auf die linke Ruhrseite, dort liegen direkt an der Brücke das Hauptgebäude des Rheinisch-Westfälischen Wasserwerks und die Stadthalle, hinter der Stadthalle ist hinter Bäumen versteckt das Schloss Broich. Ganz rechts außen ist die Heinrich-Thöne-Volkshochschule.

Anreise[Bearbeiten]

Stadtmitte mit Rathausturm.
Die neo-klassizistische Stadthalle von 1926 liegt nahe der Innenstadt auf der anderen Ruhrseite.

Mülheim liegt am südwestlichen Rand des Ruhrgebietes und am Übergang zum Rheinland. Die Stadt ist problemlos mit Auto, Bahn oder Flugzeug zu erreichen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt am südöstlichen Stadtrand den Flughafen Essen-Mülheim, auf dem jedoch nur Sportflieger und Charterflugzeuge landen. Ein Linienverkehr findet nicht statt. Es können auch Rundflüge gebucht werden. Der Terminal liegt an der Brunshofstraße; direkt am Flughafen befindet sich die A52, Ausfahrt 26. Zum Flughafen fährt die Buslinie 104 ab Hauptfriedhof (erreichbar mit den Straßenbahnlinien 104 und 110). Die Bahnhaltepunkte Essen-Werden und Mülheim Hauptbahnhof sind jeweils 5 km entfernt.

Es gibt mehrere Flughäfen in der weiteren Umgebung:

  • Der Flughafen Düsseldorf liegt etwa 15 km vom Mülheimer Süden entfernt. Von hier aus gehen Flieger in alle Erdteile. Es gibt dort einen Fernbahnhof namens Düsseldorf Flughafen, dieser liegt jedoch ca. 2 km vom Terminal entfernt und ist nur durch eine (manchmal defekte) Schwebebahn mit diesem verbunden, Züge bzw. die S-Bahn S1 fahren von dort mehrfach pro Stunde nach Mülheim. Sollte die Schwebebahn defekt sein, ist es vorzuziehen, vom im Untergeschoß des Flughafens gelegenen S-Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal mit der S-Bahn mit Umstieg in Düsseldorf-Unterrath nach Mülheim zu fahren.
  • Nicht zu verwechseln damit ist der Flughafen Weeze (70 km), der überwiegend von der Fluggesellschaft Ryanair benutzt wird und von dieser gern als Düsseldorf-Weeze bezeichnet wird. Es fährt ein Shuttle-Bus zum Duisburger Hauptbahnhof (Reservierung aufgrund begrenzter Kapazität empfohlen, Tel. 02832 7633).
  • Der Flughafen Köln Bonn ist ca. 70 km entfernt und dient vornehmlich europäischen Flügen (viele Billig-Airlines). Auch er verfügt über einen Fernbahnhof, dieser ist allerdings im Gegensatz zum Düsseldorfer direkt unter dem Terminal gelegen.
  • Weiter gibt es die Flughäfen Dortmund (ebenfalls europäische Flugziele, viele davon in Osteuropa, vornehmlich Billig-Airlines), Münster-Osnabrück und, etwas entfernt, Paderborn, auf denen zumeist innerdeutsche Flüge und solche in klassische Feriengebiete starten.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mülheim besitzt einen Hauptbahnhof, an welchem auch einzelne Intercity halten (es bestehen u.a. Direktverbindungen nach Innsbruck, Koblenz, Hannover, Leipzig, ICE und die meisten IC fahren jedoch ohne Halt durch). Regionalzüge fahren unter anderem nach Aachen über Köln, Mönchengladbach, Münster, Minden und Paderborn, tagsüber mindestens im Stundentakt (nach Paderborn im 2-Stunden-Takt).

Weiter fahren die S-Bahn-Linien S1 (Düsseldorf-Dortmund) und S3 (Oberhausen-Hattingen) im Wechsel tagsüber alle 20 Minuten. So besteht ein 10-Minutentakt aus Essen (Fahrzeit ca. 9 Minuten) und alle 20 Minuten hält die S1 aus Duisburg (Fahrzeit 7 Minuten). Abends dünnt sich der Fahrplan jeweils auf einen 30-Minuten-Takt aus. Am Wochenende gibt es die ganze Nacht durchgehend eine S-Bahn pro Stunde. Im Westen gibt es zwei weitere S-Bahnhöfe, Mülheim-Styrum (S1 und S3) und Mülheim-West (S3).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Fernbusbahnhof befindet sich am Hauptbahnhof, Ausgang Hauptpost. Allerdings findet dort gegenwärtig kein regelmäßiger Verkehr statt.

Die Anreise mit Bussen bzw. Straßenbahnen des öffentlichen Nahverkehrs aus den Nachbarstädten ist möglich. Die Buslinie 752 fährt stündlich (samstags alle 1-2 Stunden, sonn- und feiertags alle 2-3 Stunden) vom Düsseldorfer zum Mülheimer Hauptbahnhof, die Straßenbahn 901 vom Duisburger Hauptbahnhof nach Mülheim (alle 15 Minuten) und die Bahnlinie 112 verkehrt zwischen dem Oberhausener Hauptbahnhof und der Mülheimer Innenstadt im 10-Minuten-Takt. Nach Essen führt alle 10 Minuten die U-Bahn U18 zum Mülheimer Bahnhof. Ab Ratingen Mitte fährt stündlich (am Wochenende sowie feiertags alle 2 Stunden) die Buslinie 753 zum Mülheimer U-Bahnhof Heißen Kirche.

Jedoch wird bei allen Nachbarstädten meistens der Zug bzw. die S-Bahn die schnellere Wahl sein (Ausnahmen: Essen-Kettwig, Ratingen).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Rhein-Ruhr-Schiene gehört zu den Gegenden der Erde mit den dichtesten Autobahnnetzen. Staus besonders im Berufsverkehr sind allerdings Alltag auf diesen Strecken. Mülheim wird von der A3 (aus Richtung Köln/ Frankfurt bzw. Hannover) und der A52 (Richtung Mönchengladbach) tangiert. Im Norden wird die Stadt von der A40 durchquert, die von Moers nach Dortmund durch das Ruhrgebiet führt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ein Schiff der Weißen Flotte auf der Ruhr.

Mit der Weißen Flotte der Mülheimer Verkehrsgesellschaft bestehen im Sommerhalbjahr alle zwei Stunden (sonn- und feiertags stündlich) vom Wasserbahnhof Verbindungen nach Essen-Kettwig. An Sonn- und Feiertagen verkehrt von dort ein Anschluss nach Essen-Hügel im 2-Stunden-Takt mit weiterem Anschluss nach Essen-Kupferdreh (längere Wartezeit) oder Essen-Heisingen. Es besteht auf den Schiffen der Mülheimer Weißen Flotte die Möglichkeit, einige Fahrräder mitzunehmen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mülheim ist Station des Ruhrtal-Radweges. Der Weg führt entlang des Ruhrtals durch die ganze Stadt.

Mobilität[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Innerstädtische Staus gibt es so gut wie nicht. Nur im Süden auf der Kölner Straße muss man im Berufsverkehr mit Stop-and-go-Verkehr rechnen.

Brücken:

Schlossbrücke

Da die Ruhr die Stadt in zwei Hälften schneidet, sind Brücken über den Fluss wichtige Verkehrsverbindungen in Mülheim. In Mülheim spricht man von einer (kleineren) linken Ruhrseite mit den Stadtteilen Saarn, Speldorf, Broich, Mintard und Selbeck und der rechten Ruhrseite mit allen anderen Stadtteilen inklusive der Innenstadt. Hier eine Liste der Brücken entlang der Ruhr von Nordost nach Südwest:

  • 51.443366.827841 Raffelbergbrücke Für Autos, Radfahrer und Fußgänger an der Stadtgrenze zu Duisburg nahe des Wasserkraftwerks Raffelberg.
  • 51.438256.863772Styrumer Brücke Fußgängerbrücke im Norden zwischen den Stadtteilen Styrum und Speldorf, etwa einen Kilometer näher an der Innenstadt als die Raffelbergbrücke.
  • 51.431976.872393Konrad-Adenauer-Brücke Nördlich der Innenstadt, geeignet für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Geplant als mehrspurige Umgehung der Innenstadt.
  • 51.418576.884524Stadt Viadukt Stillgelegtes Gleis der Rheinischen Eisenbahngesellschaft, verbindet den Norden der MüGa mit dem Rathausplatz auf den rechten Ruhrseite, nur benutzbar von Fußgängern (Treppentürme auf beiden Seiten).
  • 51.426816.875125Schlossbrücke Ebenfalls für alle Verkehrsteilnehmer gedacht ist sie die zentrale Brücke in Mülheim und verbindet die Innenstadt mit der Stadthalle und dem Schloss Broich.
  • 51.423586.876836Auf dem Dudel Kleine Brücke für alle Verkehrsteilnehmer von der Innenstadt auf die Schleuseninsel mit dem Wasserbahnhof.
  • 51.421626.874247Kassenbergbrücke Für Fußgänger und Radfahrer, führt vom Wasserbahnhof nach Saarn.
  • 51.417956.875488Ruhrinselweg Am südlichen Ende der Dohneinsel kann man hier zu Fuß oder mit dem Rad auf die rechte Ruhrseite wechseln.
  • 51.418576.884529Kahlenberger Wehr Ein paar Meter weiter als der Ruhrinselweg. Fußgänger-Radfahrerbrücke, die von der Dohneinsel auf die linke Ruhrseite nach Saarn führt, über ein Wehr, das zum Wasserkraftwerk Kahlenberg gehört.
  • 51.406776.8887810Mendener Brücke Brücke für alle Verkehrsteilnehmer vom Stadtteil Saarn nach Menden-Holthausen.
  • 51.38016.9036111Mintarder Ruhrtalbrücke Große Autobahnbrücke der A52 von Essen nach Düsseldorf über das Ruhrtal mit imposanten Anblick.

Hinweis für Wanderer oder Radfahrer: Im Süden zwischen der Mendener Brücke und dem Essener Stadtteil Kettwig gibt es für etwas über 7 km keine Möglichkeit (außer der für Radfahrer nicht nutzbaren Autobahn-Ruhrtalbrücke) die Ruhr zu überqueren, man kann dann nur auf der gleichen Seite zurück.

Öffentliche Verkehrmittel[Bearbeiten]

Mülheim gehört zum Verkehrsverbund RheinRuhr. Alle Einzel- oder Vierfahrten-Tickets, die in einer Stadt des VRR erworben werden, können auch in den anderen Städten benutzt werden.

Das Bus- und Bahnliniennetz führt von der Stadtmitte (Haltestelle liegt am Ende der Fußgängerzone/Schlossstraße nahe der Ruhr, nicht am Hauptbahnhof) aus sternförmig in die Außenbezirke. Vom Hauptbahnhof aus in Richtung Essen gibt es eine U-Bahn (U18, Fahrzeit 18 Min.). Sie führt auch zum Rhein-Ruhr-Zentrum, einem der größten Einkaufszentren Deutschlands. Die letzten regulären Fahrten der meisten Linien finden gegen 23.00 Uhr statt. Dann beginnt ein System von Nachtbussen und Anruf-Sammeltaxen (30 min vorher) (im Busfahrpreis inbegriffen) auf zusammengelegten Linien, die von der Haupthaltestelle Stadtmitte abfahren.

Auswärtige sollten wissen: Wie mittlerweile im gesamten Ruhrgebiet muss man bei Bussen beim Fahrer einsteigen, dort den Fahrschein vorzeigen und später hinten aussteigen. Bei Bahnen ist das nicht notwendig. Allerdings finden engmaschige Kontrollen statt, für die Busse und Bahnen auch schon mal für ein paar Minuten angehalten werden. Oder die Fahrgäste werden beim Aussteigen kontrolliert. Wegen dieser Verzögerungen sollte man wichtige Anschlüsse nicht zu knapp planen und lieber eine Verbindung früher nehmen. Hinzu kommt ein veralteter und störungsanfälliger Fahrzeugpark, der sehr regelmäßig zu Ausfällen führt. Auch deswegen gilt: Wenn ein ICE oder ein Flieger dran hängt, lieber früher losfahren oder ggf. eine Taxi-Nummer parat haben.

Der Deutschen Bahn kommt beim innerstädtischen Nahverkehr - anders als in anderen Ruhrgebietsgroßstädten (z.B. Duisburg, Bochum, Dortmund) - seit der Stilllegung der Ruhrtalbahn (Styrum - Broich - Saarn - Mintard - Essen-Kettwig) keine nennenswerte Bedeutung mehr zu. Wenn man allerdings vom Mülheimer Hauptbahnhof (und nur von dort) zum Bahnhof Styrum (und nur dorthin) oder von einem dieser Bahnhöfe zum (in einer Industriebrache gelegenen) Bahnhof West bzw. umgekehrt fahren möchte, ist die S-Bahn immer noch das Verkehrsmittel der 1. Wahl.

Innerstädtische Fahrten - auch mit der S-Bahn - kosten 2,60 € (vier Fahrten 9,80 €) (max. 90 Minuten). Kurzstrecke mit max. drei Haltestellen 1,60 € (die erlaubte Fahrstrecke ist an der jeweiligen Haltestelle angegeben). Auskünfte unter Verkehrsverbund RheinRuhr oder Mülheimer Verkehrsgesellschaft (Auskünfte zur Weißen Flotte nur unter letztgenannter Adresse). Fahrscheine werden auch in Bussen verkauft, aber nicht in Straßenbahnen oder U-Bahnen. Hier müssen Tickets vor Fahrtantritt am Automaten der Haltestelle oder anderweitig erworben und in der Bahn abgestempelt werden. Man sollte sich genau vergewissern, ob das Ticket korrekt ist, wie im gesamten Ruhrgebiet finden in Mülheim sehr häufige und sehr strenge Kontrollen statt. Die Kontrolleure gehören zu einem Sicherheitsunternehmen und sind auch bei Auswärtigen sehr streng.

Bei Fahrten in der S-Bahn oder in Regionalzügen müssen Tickets des VRR vor Fahrtantritt gekauft und entwertet werden, in den Bahnen sind keine Entwerter.

Für Tagesausflügler oder Gruppen bis 5 Personen ist auch die Welcome Card Mülheim an der Ruhr interessant. Neben Fahrten mit Bus und Bahn innerhalb Mülheims bietet sie Ermäßigungen bei Museumsbesuchen, Fahrradverleih, Fahrten mit der Weißen Flotte und weitere Angebote bei teilnehmenden Restaurants und Hotels. Erhältlich bei der Touristeninfo im Medienhaus, MVG Kundencenter oder am Fahrkartenautomat als 24h- / 48h- oder 72h-Ticket.

ÖPNV bei Gehbehinderung oder mit Kinderwagen[Bearbeiten]

Der Mülheimer Nahverkehr ist für Personen mit Kinderwagen, Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer nicht optimal eingerichtet. Hier ein Überblick über Stärken und Schwächen:

  • Die meisten Busse lassen sich gut mit einem Kinderwagen oder Rollator betreten, bei einem Rollstuhl kann es sein, dass man eine helfende Hand für die Kante zwischen Bus und Gehweg braucht.
  • Straßenbahnen haben nur zu einem Teil einen niedrigen Einstieg und den auch nicht immer bei allen Türen. Auf welchen Strecken zu welchen Zeiten diese Bahnen eingesetzt werden, kann man nicht vorhersagen. Der Fuhrpark der Mülheimer Betriebe ist aufgrund seines Alters sehr störanfällig und es werden einfach die Bahntypen eingesetzt, die an diesem Tag zur Verfügung stehen. Wer sich auf Verdacht an eine Haltestelle stellt und denkt, irgendwann werde schon eine Bahn mit niedrigem Einstieg kommen, kann damit für den ganzen Tag falsch liegen.
  • Auch nicht vorhersehbar ist, wieviel Platz zur Verfügung steht. Aufgrund der hohen Altersstruktur Mülheims kann es schon mal zu einem Treffen mehrerer Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen kommen.
  • Der Einstieg der U-Bahnen der U-18 sind problemlos für Kinderwagen oder Rollstühle und dort ist auch meist genug Platz.
  • Die unterirdischen Haltestellen Schloß Broich, Stadtmitte der Linien 102 und 901 und die Gleise am Hauptbahnhof für die 102/901/U-18 sind mit Fahrstuhl und Rolltreppe ausgestattet, die auch relativ zuverlässig funktionieren.
  • Die anderen Haltestellen der U-18 (teils als U-Bahn, teils als Hochbahn) auf Mülheimer Gebiet sind deutlich älter in der Bausubstanz und nur zu einem kleinen Teil mit Fahrstuhl ausgestattet, z.B. Heissen Kirche oder Gracht, aber nicht Rhein-Ruhr-Zentrum trotz des beliebten Einkaufszentrums. Rolltreppen gibt es bei allen Haltestellen, sie sind aber aufgrund ihres Alters regelmäßig defekt und das dann auch oft sehr lange.
  • Die Buslinien halten im Hauptbahnhof an einer unterirdischen Haltestelle nahe den Gleisen der Straßenbahnen. Hier sind aber nur Rolltreppen und kein Aufzug. Ein Rollstuhlfahrer müßte über die Straßenzufahrt der Busse an die Oberfläche fahren, was natürlich verboten und aufgrund der fahrenden Busse auch nicht völlig ungefährlich ist. Eine Nachrüstung wird diskutiert, ist aber auf Jahre nicht in Sicht. Gegebenenfalls muss man den Bus eine Haltestelle vorher verlassen.
  • Die Mülheimer Verkehrsbetriebe verfügen für alle Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gehbehinderungen aller Art (auch ohne Rollstuhl/Rollator) über einen kostenlosen Begleitservice, der beim Ein- und Ausstieg in Busse und Bahnen hilft. Man benötigt nur eine normale Fahrkarte für die Fahrt. Der Service muss mindestens einen Tag im voraus gebucht werden zwischen 8.00 Uhr und 14.00 Uhr unter Tel. 0208 451-1133. Mitarbeiter der MVG empfangen den Fahrgast entweder an der Haltestelle oder holen ihn von seiner Unterkunft ab und begleiten ihn dahin. Die Fahrt muss Montag bis Freitag zwischen 7.30 Uhr und 19.00 stattfinden. An den Straßenbahnhaltestellen im Hauptbahnhof warten oft auch Servicemitarbeiter auf Verdacht, die bei Bedarf beim Ein- und Ausstieg helfen.
  • Zu den Gleisen der Deutschen Bahn führen ebenfalls je eine Rolltreppe und ein Fahrstuhl. Gerade die Fahrstühle sind leider sehr oft außer Betrieb.

Taxi[Bearbeiten]

Große Taxiunternehmen sind:

  • Die Taxizentrale Call Cars, in der zahlreiche kleine Taxiunternehmer zusammengeschlossen sind, ist erreichbar unter Telefon (0208) 41 11 11.
  • Ein weiteres großes Taxi-Unternehmen ist Taxi Fleskes: (0208) 3 33 33. Hier gibt es auch Fahrzeuge für Behindertentransporte, z.B. mit Rollstuhl oder auf einer Trage (nicht bei Notfällen).
  • maxicar Spezialisiert auf Kranken- und Behindertenfahrten (ebenfalls nicht bei Notfällen). Tel. (0208) 594 3 666.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Radwege angelegt worden. Allerdings gibt es kein durchgängiges System. Manchmal ist der Radweg auf der Straße aufgezeichnet, manchmal ein eigener Teil des Bürgersteigs und plötzlich muss es auf dem Fußweg oder direkt auf der Straße weitergehen. Wer sich an die offiziellen Verkehrsregeln halten will, muss eine Menge Schilder lesen und oft zwischen den Radwegvarianten wechseln.

Fahrrad-Verleih:

Radstation von Metropolrad Ruhr.
  • Radstationen sind sowohl am Hauptbahnhof als auch am Bahnhof Styrum. Hier kann man Räder ausleihen und Fahrradtouristen können ihre eigenen Fahrräder abstellen und falls nötig warten lassen.
  • metropolradruhr Netz von Radstationen in zehn Ruhrgebietsstädten, betrieben von der Firma Nextbike. Auch in Mülheim sind etwa 30 Verleihstationen im Stadtgebiet verteilt. Nach einer Registrierung per Telefon, Internet oder in Tourist-Infos können die Räder per Handy oder mit einer speziellen Radkarte des Unternehmens an einer beliebigen Station im Ruhrgebiet stunden- oder tageweise ausgeliehen und wahlweise an der selben oder einer anderen Station zurückgegeben werden. Viele der Stationen sind mit einem Terminal versehen, Registrierung und Ausleihe kann dort direkt erfolgen. Nur an diesen Stationen funktioniert die Ausleihe oder Rückgabe per Radkarte. Für die anderen Stationen benötigt man ein Handy, dass man dafür immer dabei haben sollte. Den Code für das Fahrradschloss erhält man angesagt und zusätzlich per SMS, wenn man per Handy bucht oder er wird bei Buchung am Radstationterminal angezeigt. Da die Räder frei herumstehen und auch bei mehreren Ausleihen nur maximal einmal täglich von einem fahrenden Techniker überprüft werden, sollten vor jeder Ausleihe die Klingel, die Reifen, der Sattel und die Gangschaltung kurz auf korrekte Funktion geprüft werden. Für Kunden des ÖPNV der beteiligten Städte gibt es für die Radausleihe deutliche Rabatte - auch bei einer Ausleihe in den anderen Städten des Netzes. Im Internet kann man überprüfen, wo sich die Stationen befinden, wieviele Räder und ggf. freie Abstellplätze dort sind und es können auch Räder z.B. für Gruppen oder Familien reserviert werden. Die Räder sind einfache mittelschwere 3-Gang-Räder mit Einkaufskorb, teilweise mit niedrigem Einstieg. Räder für Kinder gibt es nicht.

Hochwasser[Bearbeiten]

Auch wenn die Ruhr mitten durch Mülheim verläuft, liegt sie meist deutlich tiefer als die Wohngebiete an ihren Ufern. Nach schweren Regenfällen oder Schmelzwasser hat die Ruhr zwar einen erhöhten Pegelstand, überschwemmt oder vorsorglich gesperrt sind aber fast immer nur die Spazierwege direkt am Ruhrufer. Straßen oder sogar die Innenstadt waren bisher noch nie von Hochwasser gefährdet.

Besonderheit nach Gebietsreformen[Bearbeiten]

Die beiden Stadtteile des Mülheimer Nordens, Styrum und Dümpten, liegen mit ihrem nördlichsten Teil bereits in Oberhausen. Dies hat historische Gründe, die beiden Orte wechselten mehrfach im 19. und 20 Jhdt. die Gemeindezugehörigkeit, bis es am Ende zu dieser Aufteilung kam. Für Auswärtige kann verwirrend sein, dass es in Oberhausen wie Mülheim jeweils die Stadtteile Styrum und Dümpten gibt. Wer in Oberhausen ist und nach Mülheim will, muss im Hinterkopf haben, dass Buslinien oder Hinweisschilder nur in den Oberhausener Teil führen können und man von da aus erst noch nach Mülheim muss, auch wenn die Stadtgrenze direkt nebenan liegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Petrikirche
Kirche mit Kortumbrunnen und Fachwerkhäusern

Mülheim hat zahlreiche Andachtsstätten der christlichen Religionen und auch zwei Moscheen zu bieten, siehe Liste in der Wikipedia.

Von besonderem touristischen Interesse ist das Ensembel auf dem Kirchenhügel in der Altstadt. Nahe bei der quirligen Innenstadt findet sich hier eine ruhige, beschauliche Welt mit der Petrikirche als Mittelpunkt. Enstanden aus der Hofkapelle eines mittelalterlichen Herrenhofes ist das evangelische Gotteshaus heute - neben regelmäßigen Gottesdiensten - auch Veranstaltungsort für Musik und Kunst, die Orgel wird auch für Festivals genutzt.

Direkt neben der Petrikirche steht der Kortumbrunnen mit Jobsfigur (Jobs ist eine literarische Figur, die der Arzt und Dichter Carl Arnold Kortum in einem satirischen Epos "Jobsiade oder Leben, Meinungen und Taten von Hieronymus Jobs, dem Kandidaten" geschaffen hatte.). Das Tersteegenhaus liegt im Schatten der Kirche, die katholische Kirche St. Mariae-Geburt wenige Meter entfernt. Trotz großflächiger Zerstörung im 2. Weltkrieg finden sich hier noch einige schöne Fachwerkhäuser.

400 Meter weiter südlich über den Hagedorn oder die Kettwigerstraße liegt der Altstadtfriedhof. Die Parkanlage beherbergt die manchmal auch etwas monumentaler ausgefallenen Grabstätten zahlreicher Mülheimer Persönlichkeiten von Rang und Namen, zum Beispiel die Familien Thyssen, Coupienne, Stinnes und Troost. Die Stadt bietet Führungen dazu an.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Schloss Broich
  • Schloss Broich - (gespr. Breuch) wird teilweise auf das 9. Jahrhundert datiert und gilt damit als älteste karolingische Festung nördlich der Alpen. Es ist innen restauriert und wird heute von der Stadtverwaltung und -marketing genutzt. Die Ringmauer ist seit 2010 in einer Holzverschalung gesichert, sie wird bis 2017 saniert. Der Innenhof ist ganzjährig frei zugänglich, bis auf besondere Veranstaltungen wie Castle Rock, Burg Folk, Mittelaltermarkt, Pfingst-Spektakulum mit Ritterturnier und das Mülheimer Jazz-Festival ([1]). Bei schönem Wetter ist der Biergarten geöffnet. An Wochenenden kann das historische Museum kostenlos besucht werden.
Schloss Styrum
  • Schloss Styrum - Das Schloss Styrum geht ursprünglich auf einen Oberhof aus dem 11. Jahrhundert des deutschen Königs Heinrich IV. zurück, das heutige Aussehen des Herrenhauses ist aber durch mehrere Renovierungen bedingt neuzeitlich. Im Jahr 1067 gab es eine erste urkundliche Erwähnung eines Herrschaftssitzes. Der Graf Dietrich von Altena-Isenberg lies schliesslich den Hof im Jahre 1289 zur Burg umfunktionieren als er nach einer militärischen Niederlage vom Schloss Hohenlimburg aus Hagen hier her flüchten mussten. Nach mehreren Jahrhunderten im Besitz der Herrschaft Styrum ging das Schloss im 19 Jhdt. in bürgerlichen Besitz über und wurde erheblich verändert zu landwirtschaftlichen Zwecken. August Thyssen kaufte 1890 das Gebäude für seine Geschäftsführer und baute es erneut nach zeitgenössischem Geschmack um zu seinem heutigen Zustand. Nach dem 2. Weltkrieg ging das Schloss in Stadtbesitz über, die dort die erste deutsche Altentagesstätte einrichtete. Heute sind verschiedene öffentliche und private Nutzer im Gebäude untergebracht, u.a. eine italienische Gastronomie. Im Schlosspark befindet sich auch das Wassermuseum Aquarius.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Thyssenvilla - Am Ostufer der Ruhr gelegen, mit kleinem, aber feinem Park. Die Villa selbst lässt sich nicht besichtigen, da sie sich leider in Privatbesitz befindet.
  • Wasserbahnhof mit Blumenuhr. Nur wenige hundert Meter von der Innenstadt entfernt. Von hier fahren im Sommer Linien- und Rundfahrten auf der Ruhr. An einer kleinen Staustufe befindet sich auch das Wasserkraftwerk Kahlenberg. Hier befindet sich auch das Museum Haus Ruhrnatur.

Denkmäler[Bearbeiten]

Türme
Der schmucke Bismarckturm.
  • Bismarckturm bietet eine gute Aussicht über Mülheim. Straßenbahn 110 bis Wasserstraße.

Museen[Bearbeiten]

Mülheim verfügt über eine ganze Reihe kleinerer Museen und Ausstellungen, in denen man eine halbe oder auch ganze Stunde verbringen kann.

  • Aquarius (Wassermuseum), 45476 Mülheim an der Ruhr, Burgstraße 70. Tel.: (0)208 4433-390, Fax: (0)208 4433-391, Email: . Im historischen Wasserturm Styrum (1892/93 von August Thyssen erbaut) und seinem modernen Anbau gibt es alles rund um das Thema Wasser und Wasserwirtschaft, Wassertürme, Ruhrtal, .. . Es eignet sich mit seinen spielerischen Experimenten und Multimedia-Installationen gut für Kinder und interessierte Erwachsene. In der 13. Etage gibt es einen Rundumblick auf das westliche Ruhrgebiet aus 35 Meter Höhe (verglaste Aussicht). Achtung: Etage 12 ist bis Frühjahr 2013 wegen Umbau außer Betrieb. Geöffnet: Mo geschl., Di-So 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erw. 4 €, Kinder ab 6 Jahren & Ermäßigungen 3 €, Familien 12 €, Kombiticket mit Haus Ruhrnatur 6 €, 4 € und 16 €.
Das Wassermuseum Haus Ruhrnatur am Wasserbahnhof
  • Haus Ruhrnatur, 45468 Mülheim an der Ruhr, Alte Schleuse 3. Tel.: (0)208 4433-380, Fax: (0)208 4433-381, Email: . Beschäftigt sich mit Flora und Fauna, Klima und Energienutzung in der Natur/durch den Menschen sowie mit dem Schwerpunktthema Wasser, gelegen am Wasserbahnhof. Auch gut für Kinder geeignet, man benötigt etwa 30 - 60 Minuten. Kleine Bibliothek mit didaktischen Material, kleines Cafe. Geöffnet: Mo geschl., Di-So 10:00-18:00 uhr. Preis: Erw. 3 €, Kinder und Ermäßigungen 2 €, Familien 8 €, Kombiticket mit Aquarius 6 €, 4 € und 16 €.
  • Kunstmuseum in der Alten Post, 45468 Mülheim an der Ruhr, Synagogenplatz 1. Tel.: +49 (0)208 4554171, Fax: +49 (0)208 4554134. Beherbergt: zahlreiche expressionistische Zeichnungen bekannter Künstler, eine der umfangreichsten Sammlungen von Heinrich Zille, Grafiken von Künstlern der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart, Werke von bedeutenden Mülheimer Künstlern wie Otto Pankok oder Heinrich Siepmann; außerdem regelmäßige Jahresausstellung der Arbeitsgemeinschaft der Mülheimer Künstlerinnen und Künstler. Geöffnet: Mo geschl., ansonsten 11:00-17:00, langer Do bis 21:00, Sa/So ab 10:00 Uhr. Preis: Eintritt 4 €, ermäßigt 2 €, Familien 8 €, freier Eintritt: Mi 14.00 - 17.00 Uhr.
  • Leder- und Gerbermuseum, 45481 Mülheim an der Ruhr, Düsseldorfer Str. 269. Tel.: (0)208 302 10 70, Fax: (0)208 302 10 71, Email: . Bis in den 1980er Jahren die Bekleidungsindustrie aus Deutschland nach Asien abwanderte, war Mülheim ein großes deutsches Zentrum der Lederherstellung. Eine Vergangenheit, an die dieses Museum anknüpft. Eine multimediale Ausstellung zu allen Lederarten, -herstellungen und -verarbeitungen, Geschichte des Leders in Mülheim, mit allen Sinnen die verschiedenen Lederarten und Ledersorten erleben. Geöffnet: Mo + Di geschl., Mi-So 14:00 bis 18:00 Uhr. Preis: Erw. 2 €, Kinder und Jugendliche 1,50 €.
Tersteegenhaus
  • Büromuseum in der obersten Etage des Rathausturms. Im Zuge einer Rathausrenovierung ist das Museum z.Zt. geschlossen.
  • Historisches Museum im Schloss Broich, 45468 Mülheim an der Ruhr, Am Schloss Broich. Geschichte des Schlosses und der Stadt, Führungen jeden ersten Sonntag im Monat um 16:00 Uhr. Geöffnet: geöffnet nur am Wochenende 11:00-17:00 Uhr. Preis: freier Eintritt.
  • Heimatmuseum Tersteegenhaus, 45468 Mülheim an der Ruhr, Teinerstraße 1. Benannt nach dem damals sehr berühmten evangelischen Prediger und Pietisten Gerhard Tersteegen (1697-1769), zeigt dessen Leben und Werke (z.B. "Geistliche Blumengärtlein inniger Seelen") sowie die kulturgeschichtliche Sammlung der Stadt. Geöffnet: nur Di 15:00-17:00 und So 10:00-12:00 Uhr geöffnet.
  • Gründer- und Unternehmermuseum (GUM), 45473 Mülheim an der Ruhr, Wiesenstraße 35. Das GUM präsentiert Erfolgsgeschichten von Mülheimer Unternehmern und Gründervätern und thematisiert den Weg in die Selbstständigkeit, besonders für Jugendliche vor/nach Ausbildung/Studium interessant. Geöffnet: Mo-Do von 9:00-17:00, Fr von 9:00-15:00 Uhr, Sa/So und feiertags geschlossen. Preis: freier Eintritt.
  • Historisches Klassenzimmer, 45476 Mülheim an der Ruhr, Schlägelstraße 5 (im Anbau der Grundschule). Tel.: +49 (0)208 990448, Email: . Witzige Ausstellung alter Klassenzimmer, Lehrmethoden und Lausbubenstreiche. Geöffnet: nur Do 10:00 bis 12:00 Uhr. Preis: Eintritt frei.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Der Wasserbahnhof auf der Schleuseninsel mit Blumenuhr.
Wasserkraftwerk Kahlenberg
Das Wasserkraftwerk Kahlenberg am Wasserbahnhof
Ruhrauen
Die Ruhr teilt die Stadt in zwei Teile. Mülheim ist die die einzige Ruhrgebietsstadt, bei der die Ruhr auch an der Stadtmitte vorbeifließt.
  • Berliner Platz Dieser Platz in der Stadtmitte war früher das absolute Stadtzentrum. Nach Schließung eines großen Kaufhauses und dem Neubau des Sparkassen-Hauptgebäudes wurde der Platz in den 80er Jahren neu gestaltet. Mit sinkender Bedeutung der Mülheimer Innenstadt durch mehr Einkaufsmöglichkeiten in den Stadtteilen und in Einkaufszentren wurde auch der Berliner Platz unwichtiger. Mangelndes Grün und fehlende Sitzgelegenheiten geben heute wenig Anlass, sich dort länger aufzuhalten.
  • Schlossstraße Fußgängerzone in der Innenstadt. Seit dem Ausbau von Einkaufszentren in der Umgebung hat sie an Bedeutung verloren. Dinge des täglichen Bedarfs bekommt man dort und in den abzweigenden Seitenstraßen aber immer noch gut. An vier Tagen (Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag) findet bis ca. 15.00 Uhr ein Wochenmarkt mit mehreren Gemüsehändlern statt.
  • Leineweberstraße Parallel zur Schlossstraße verlaufend ist die eine Seite ausgebaut wie eine Fußgängerzone. Sie hat unter der Flut der Einkaufszentren am meisten gelitten und es gibt diverse leere Ladenlokale. Andererseits gibt es durchaus noch einige interessante Einkaufsmöglichkeiten, z.B. einen spezialisierten Whisky-Shop.
  • Platz der ehemaligen Synagoge. Fast vollständig belegt von einer Plastik der 1970er von w: Otto Herbert Hajek, von der man immer hört, es sähe aus der Luft toll aus. Da Menschen aber in der Regel nicht fliegen können, finden sie es von unten alle häßlich.
  • Rathausmarkt Marktplatz nahe des Rathauses. Bis vor einigen Jahren fand hier ein Wochenmarkt statt, der ist aber zur Schlossstraße verlegt worden.
  • Kaiserplatz Musterbeispiel für die Städtebau-Kunst zu Zeiten Ludwig Erhardts: Das einzig (halbwegs) ansehnliche sind die (älteren) Gebäude an der Ostseite des Platzes.
  • Friedrichstraße Durchgehende Bebauung mit Jugendstilhäusern in der vom Stadtzentrum entfernteren Straßenhälfte.
  • Düsseldorfer Straße. Malerisch ausgebaute Einkaufsstraße im Stadtteil Saarn mit zahlreichen Einzelhändlern. Mittwoch vormittags gibt es dort einen kleinen Markt.
  • Eppinghofer Straße/ Sandstraße. Es sind im Wesentlichen diese beiden Straßenzüge, die den Charakter des Stadtteils Eppinghofen, Mülheims kleinem Gegenstück zu Berlin-Kreuzberg, ausmachen: türkische Geschäfte, Spielhallen und Kneipen in heruntergekommenen Altbauten.
  • Wasserbahnhof/Schleuseninsel Kleine Insel und Abfahrtsstelle der Weissen Flotte zwischen dem Ruhrufer und der größeren Dohneinsel nahe der Innenstadt. Hier liegt auch das Wassermuseum Haus Ruhrnatur, eine Schleuse und das Wasserkraftwerk Kahlenberg. Hier gibt es Gastronomie, im Sommer auch mit Aussenplätzen. Vom Wasserbahnhof aus kann man beispielsweise gut einen Spaziergang oder eine Radtour entlang der Ruhr starten.

Parks[Bearbeiten]

  • MüGa, Parkplatz Fährstraße. Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, liegt in Innenstadtnähe auf der linken Ruhrseite und umschließt Stadthalle, Heinrich-Thöne-Volkshochschule, Schloss Broich, Ringlokschuppen und Camera Obskura. Der Park ist ohne Eintritt zugänglich und bietet neben verschiedenen Gärten (Skulpturen, Bio, Tourainer, Rosen, Partnerstadt, Darlington) auch einen Wasser- und einen Matschspielplatz sowie den Fossilienweg.
  • Ruhrufer - Ausgehend von der Stadtmitte kann man an der Ruhr entlang spazieren gehen oder eine Radtour machen. Die Wege liegen ganz im Grünen und ziehen sich über viele Kilometer durch das Ruhrtal. Im Norden kommt man so zum Aquarius, Schloss Styrum, Kraftwerk Raffelberg und die Styrumer Ruhraue, im Süden geht es am RWW-Hauptgebäude und der Schlagt (Staustufe der Ruhr, gegenüber liegt der Wasserbahnhof) und dem Stauwehr vorbei bis zum Leinpfad, der weiter bis in den Essener Süden nach Kettwig führt. Wenn man Lust und Kondition hat, kann es auch in Essen noch viele Kilometer entlang der Ruhr weitergehen.
  • Rumbachtal - malerisches Bachtal im Osten Mülheims, zum Spazierengehen geeignet.
  • Park an der Dimbeck mit Freilichtbühne Die Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr ist ein idyllischer Park in unmittelbarer Nachbarschaft zur Altstadt gelegen. Er ist gekennzeichnet durch einen schönen alten Baumbestand, große Wiesen und kleine, zum Teil versteckt gelegene Gärten. Das Herzstück der Anlage ist eine der größten Naturbühnen Deutschlands (eröffnet 1936). Trotz seiner stadtnahen Lage hat sich der Park seine naturbelassene Atmosphäre bewahrt. Seit einigen Jahren wird die Freilichtbühne wieder verstärkt für kulturelle Aktivitäten genutzt. Musik-und Theateraufführungen werden schwerpunktmäßig auf der Hauptbühne sowie der Panoramawiese des Parks dargeboten. Siehe unter →Veranstaltungen
  • Uhlenhorst - Der offiziell genannte Broich-Speldorfer Wald ist ein ausgedehntes Laub- und Nadelwaldgebiet im Mülheimer Südwesten mit langen Wegen zum Spazieren. Er geht nahtlos über in den Duisburger Stadtwald. Es gibt zahlreiche Wald- und Wanderwege, allerdings sind sie entweder naturbelassen oder schon älter und in entsprechendem Zustand. Man kann durchaus mit dem Rad unterwegs sein, wenn man ein eher gemütliches Tempo mag. Inliner-Fans sollten lieber den Leinpfad am Ruhrufer bevorzugen. STR 102 bis Waldschlößchen oder Uhlenhorst.
  • Im Uhlenhorst liegt auch der Entenfang, ein Baggersee, der zum Naherholungsgebiet wurde. Eine Umrundung (ca. 2,5 km) ist ein idealer Spaziergang. Im Sommer lassen sich Ruder- und Tretboote mieten. In der Mitte des Sees liegt eine kleine Insel, die man nicht betreten kann. Schwimmen im See ist wegen der Wasserqualität und der Strömungsverhältnisse verboten.
Hinweg: Für Autos ist der Entenfang über die Großenbaumer Straße problemlos zugänglich. Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Für Spaziergänger gibt es Waldwege zum Entenfang neben der Straße, die nicht asphaltiert sind. Radfahrer weichen eventuell besser auf die Straße aus, über die Waldwege ist das Fahren schwierig.
Der Weg um den See herum ist teilweise ebenfalls nicht asphaltiert und an manchen Stellen sehr eng. An sonnigen Wochenenden kann es sehr voll werden. Deswegen und wegen der schlechten Wegqualität sollten Radfahrer besser absteigen und den Entenfang zu Fuß umrunden. Weder der Weg um den See herum noch die Wege dahin sind für Inliner geeignet.
Vom Duisburger Hauptbahnhof bestehen häufige Verbindungen mit der Deutschen Bahn (Zielbahnhof Duisburg Entenfang). Von Mülheim aus ist der See nicht direkt mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen, man muss mehrere Kilometer laufen, z.B. von der Haltestelle Waldschlößchen der STR 102 oder von der Haltestelle Lintorfer Str der Busse 131, 752 und 753.
  • An der Stadtgrenze zu Mülheim liegt der große Duisburger Zoo mit einem Delphinarium.

Bergbau[Bearbeiten]

Mülheim hatte sehr früh schon Zechen, sie wurden aber auch als die ersten wieder geschlossen, die letzte Ende der 1960er Jahre. Offensichtliche Spuren des Bergbaus oder gar Orte zum Besichtigen gibt es kaum noch. Auf dem Gelände der Zeche Humboldt steht heute das RheinRuhrZentrum, auf dem der Zeche Sellerbeck die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. An der Ecke Nordstraße/Mühlenstraße gibt es einen Gedenkstein, im Kreisverkehr Industriegebiet Rosenblumendelle (das war die letzte Zeche in Mülheim) steht eine alte Seilscheibe. Die noch bekannten Stationen können auch selbstständig anhand eines kleinen Rad-Rungweges erkundet werden.

Die Route der Industriekultur zählt trotzdem über 30 Stationen auf Mülheimer Gebiet auf, dazu gehören:

  • Bergarbeitersiedlung Mausegatt (Colonie Wiesche), Mülheim-Heißen, Mausegattstraße. Als Arbeitersiedlung der Zeche Wiesche 1899 gegründet, heute stehen die 106 schmucken Häuschen unter Denkmalschutz.
  • Eisenbahnausbesserungswerk Speldorf mit der Alten Dreherei, Mülheim, Zur Alten Dreherei. Das Gelände wird inzwischen vielfältig genutzt (u.a. Hauptfeuerwache), die Alte Dreherei mit viel lokalem Engagement zum Haus der Vereine aufgebaut. Es gibt immer wieder interessante Termine wie Trödelmarkt, Blaulicht&Co, Old- und Youngtimer-Festival, Fotoworkshops.
  • In der Friedrichstraße, im Volksmund auch "Straße der Millionäre" genannt, liegt eine Reihe von architektonisch interessanten Unternehmervillen, unter anderem die Villa Bagel, Villa Eugen Coupienne und Villa Hanau. Am südlichen Ende der Straße befindet sich denkmalgeschützte Restgebäude der Textilfabrik J. Caspar Troost, erbaut im Tudorstil.

Bergbauinteressierten seien auch die Kategorie in der Wikipedia, das Bergbau-Museum in Bochum, die Essener Zeche Zollverein, die Dortmunder Zeche Zollern (beide stillgelegt) sowie das Wittener Muttental empfohlen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Zisterzienserinnenkloster Saarn
Das Kloster Saarn wurde etwa um das Jahr 1200 gegründet.
  • Tersteegenhaus in der Altstadt, Teinerstraße 1. Wohnhaus des bekannten Theologen und Schriftstellers, heute Heimatmuseum und Ausstellung seiner Werke.
  • Zisterzienserinnenkloster Saarn an der Klosterstraße, teilweise aus dem 12. Jahrhundert, wurde bis 1808 als Nonnenkloster betrieben und dann durch die französische Regierung als Fabrik umgewidmet. Es wurde in den 1980er Jahren restauriert und heute als Begegnungstätte genutzt. Das Kloster beherbergt ein kleines Museum über die Geschichte des Klosters, einen Museumsshop und eine Cafeteria. Der Klostergarten ist frei zugänglich, nur das Museum kostet Eintritt. Auch Gruppenführungen durch das Gebäude und den Garten sind nach vorheriger Vereinbarung möglich.
  • Ruhrtalbrücke: Einst mit 1.830 m Länge die längste Brücke Europas ist die Silhouette im Ruhrtal bis heute beeindruckend.
  • HTC Uhlenhorst. Traditionsreicher Feldhockey und Tennisclub mit eigenem, kleinerem Stadion. Nach neunmaligen Gewinn des Europapokals der Feldhockey-Landesmeister in Folge (!) war der Verein zeitweise im Guinness-Buch der Rekorde als erfolgreichste Sportmannschaft der Welt eingetragen.
  • In der Nähe des Schloss Broich im Broicher Wasserturm liegt die größte begehbare Camera Obscura der Welt, von der aus man die Stadt ansehen kann. Dort ist auch ein Filmmuseum untergracht, die auf der Sammlung des Filmenthusiasten Steckeling beruht und zahlreiche Apparate aus der Frühzeit der Bewegtbilder zeigt.
  • Camera Obscura (mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films), 45479 Mülheim an der Ruhr, Am Schloß Broich 42. Tel.: (0)208 3022605, Fax: (0)208 3022607, Email: . 38m hoher, 1904 erbauter Wasserturm, ehemals zur Versorgung von Dampfloks, heute Camera Obscura (in der Kuppel) und Museum (einzigartige Sammlung zur Entwicklung von Film und Fotografie von 1750 bis 1930, mit vielen anschaulichen Objekten, etwas zum "Entdecken" und kindlichem Erstauen) Geöffnet: Mi-So 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erw. 4€, Kind bis 14J. 3,50€, Familie 11€.
  • Informationen über die Funktionsweise einer "Camera Obscura" auch unter dem Wikipedia-Artikel.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Entenfang ist ein kleiner See im Uhlenhorster Wald, der sich gut für einen Spaziergang eignet.

Als öffentliche Schwimmbäder gibt es:

  • Hallenbad Süd, An den Sportstätten 2. Das größte Bad in Mülheim. An jedem ersten Samstag im Monat ist das Bad von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr nur für Frauen vorbehalten (Infos).
  • Friedrich-Wennmann-Bad in Heißen, Yorckstraße 2, verfügt über ein verschiebbares Dach und eine Liegewiese, so dass im Sommer daraus ein Freibad werden kann.
  • Naturbad Mülheim-Styrum, Friesenstraße 101, mit Beachside-Club (Strandclub), ist ein nur im Sommer geöffnetes Freibad.
Informationen zu Öffnungszeiten der Bäder sind hier. Mülheim ist bezogen auf die Bevölkerungszahl schlecht ausgestattet mit Schwimmbädern, deswegen kann es auch schnell voll werden. Weitere Schwimmbäder sind nur dem Schul- und Vereinssport vorbehalten.
  • Für Wellness- und Sauna-Freunde: Das private Heinrichsbad an der Kruppstraße hat einen guten Ruf über Mülheim hinaus.
  • Die städtische Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) selbst und einige private Anbieter bieten Rad- und Bustouren und Themen-Spaziergänge an. Die Angebote reichen von allgemeinen Rundgängen über Bunkertouren bis hin zum Themenwochenende „Tag des Friedhofs“. Weitere Infos gibt es hier oder auch bei der Touristinfo im MedienHaus, Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr, Tel.: 02 08 / 96 09 60, Fax: 02 08 / 9 60 96 49. Hier erhält man auch Audioguides für fremde Sprachen.
  • Am Flughafen Essen-Mülheim gibt es die Möglichkeit zu Rundflügen mit Sportflugzeugen, Ballons und Hubschraubern, wie z.B. mit Hot Air. Hier ist auch die Firma Westdeutsche Luftwerbung, die von hier aus mit Luftschiffen Werbung in ganz Europa macht. Beim Unternehmen Flightdecksystems GmbH kann man einen Kurs in einem A320-Simulator buchen.
  • Ab dem Wasserbahnhof wird in den Sommermonaten Linienverkehr auf der Ruhr mit der Weißen Flotte betrieben. An Wochenenden gibt es auch Ausflugsfahrten mit mehreren Schleusungen und Kaffee und Kuchen. Eintrittskarten erhält man in den Büros der Mülheimer Verkehrsbetriebe im Übergang von Forum zum Hauptbahnhof.
  • Golf spielen kann man am Golfplatz Raffelberg, das Greenfee auf dem 16 Loch Platz beträgt Wochentags 50€, am Wochenende 75€, als Begleitung eines Clubmitgliedes 35€/45€. Aufgrund der Flutlichtbeleuchtung der Driving Range kann man auch abends trainieren.
  • Ebenfalls in Raffelberg gibt es die Galopp-Rennbahn, auf der achtmal im Jahr (April bis Oktober) Pferderennen stattfinden. Außer dem Pferdesport kann dort auch dem Wetten gefrönt werden. Eintritt 4€ inklusive Parken. Im Innenraum der Bahn gibt es einen 9-Loch Golfplatz, Infos dazu über den Golfplatz Raffelberg.
  • Tennis & Minigolf de Wet Minigolfanlage und Tennisplätze (Halle und außen), Schläger und Bälle gibt es auch vor Ort zu leihen, Holzstr. 111, 45479 Mülheim, Tel. 0208- 4378183
  • Grüne Flotte Städtischer Boots- und Kanuverleih. Kleinere Hausboote und Kanus und sogar ein Wikingerboot können meist tageweise, ggf. auch stundenweise von Frühjahr bis Herbst gemietet werden. Alle vorhandenden Boote sind nur für Gruppen geeignet, nicht für Einzelpersonen. Die Hausboote sind mit Motor und Tretantrieb ausgestattet. Wer bei einem Zwischenstopp an der Mendener Brücke grillen möchte: Die Paritätische Initiative für Arbeit (0208/402002) liefert auf Bestellung Fleisch, Getränke und Grill. Im Sommer, besonders an Wochenenden, sind die Boote (auch das Wikingerschiff) gut gebucht und auf der Ruhr zu bewundern, eine rechtzeitige Reservierung ist dann ratsam.
  • Tiergehege Witthausbusch Im Park Witthausbusch ist ein kleines Wildtiergehege und ein Streichelzoo mit Ziegen, Rehen und Kleintieren. Das Gelände ist frei zugänglich und eignet sich gut für einen Spaziergang, z.B. mit der Familie. Erreichbar mit dem Auto ist das Gelände ab dem Von-Behring-Platz oder mit den ÖPNV-Linien 104, 110, 151 und 753, Haltestellen Mendener Brücke und Tilsiter Str..
  • Das Unternehmen Segway Point Ruhr bietet Touren mit den auffälligen Elektrorollern durch verschiedene Städte des Ruhrgebiets an, auch durch Mülheim. Mindestalter 15 Jahre und minimal Mopedführerschein ist notwendig.
Mülheimer Ruhrtalbrücke im Herbst vom Essener Stadtteil Kettwig aus.
  • Wer es sportlich mag, kann im Uhlenhorster Wald oder den zahlreichen Grünanlagen wandern, joggen oder radfahren. Das selbe geht von Mülheimer Wasserbahnhof aus die Ruhr entlang Richtung Süden nach Kettwig.

Touren[Bearbeiten]

Hier sind Tourenvorschläge mit unterschiedlicher Länge, ausgehend vom Wasserbahnhof auf der Schleuseninsel, nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt:
Typisches Ruhrufer: Der asphaltierte Leinpfad für Fußgänger und Radfahrer, frei von Autos, Ufer ohne Sicherung
  • Kurzer Spaziergang (ca. 2 km): Wer nur eine kleine Runde drehen will, geht vom Wasserbahnhof aus am Wasserkraftwerk Kahlenberg vorbei auf die Dohneinsel und biegt direkt hinter dem Kraftwerk links ab ohne die Ruhr ganz zu überqueren. Am Ende der Dohneinsel geht man wieder über die Ruhrinselweg zurück auf die rechte Ruhrseite. Die Treppe runter führt wieder an das Ruhrufer, den sogenannten Leinpfad. Dieser Weg bringt einen wieder direkt zurück zum Wasserbahnhof. Wer mit Kindern unterwegs ist: Die Tour führt ausschließlich über asphaltierte Geh- und Radwege, einziger Kontakt mit Autos ist der Parkplatz am Wasserbahnhof. Die Wege direkt am Ruhrufer sind teilweise ungesichert. Allerdings ist die Ruhr an diesen Stellen weniger als einen Meter tiefer als die Weghöhe und direkt am Ufer ist das Wasser etwa einen halben Meter tief. Ein mögliches Unfallrisiko ist wahrscheinlich auf Nasswerden beschränkt (siehe auch das Bild vom Ruhrufer).
  • Längerer Spaziergang (ca. 6 km): Wer mehr Zeit hat oder vielleicht auch joggen will, kann ebenfalls hinter dem Wasserkraftwerk links auf die Dohneinsel gehen. Am Ende der Dohneinsel geht man jedoch nach rechts über das Kahlenberger Wehr auf die linke Ruhrseite. Anschließend folgt man dem ausgeschilderten Ruhrtal-Radweg bis zur Mendener Brücke und überquert diese. Auf der anderen Ruhrseite muss man etwa 20 Meter an der Straße zurück in Richtung Innenstadt gehen, bis ein kleiner Gehweg runter auf den Leinpfad an das Ruhrufer führt. Hier geht es wieder in Richtung Wasserbahnhof. Für Personen mit Kindern: Nur auf der Mendener Brücke besteht auf einem parallelen Radweg Kontakt zum Autoverkehr. Er ist allerdings Teil des Bürgersteigs und nicht der Straße. Wer danach wieder zurück auf den Leinpfad will: Für einige Meter geht es relativ steil bergab. Auch wenn das Ruhrufer an dieser Stelle gesichert ist, sollten kleine Kinder diese paar Meter besser schieben.
  • Wanderung/kleine Radtour (18 km): Wieder geht es am Wasserkraftwerk Kahlenberg vorbei auf die Dohneinsel und an deren Ende über das Kahlenberger Wehr auf die linke Ruhrseite. Hier folgt man dem ausgeschilderten Ruhrtal-Radweg unter der Mendener Brücke hindurch und weiter, bis man nach Mintard kommt. Der Radweg entfernt sich dabei etwas vom Ufer, bleibt aber im Tal. In Mintard lohnt ein Blick auf die historische Kirche. Der Ruhrtal-Radweg führt weiter nach Kettwig. Man überquert dort die Brücke auf die andere Ruhrseite. Wer eine Pause machen möchte: die Altstadt in Kettwig mit vielen Fachwerkhäusern, einer sehenswerten Kirche und vielen Cafès oder Gaststätten ist dafür ideal geeignet. Zurück geht es einfach direkt am Ruhrufer nach Mülheim. Hinweis: Die Strecke auf der linken Ruhrseite von der Mendener Brücke über Mintard nach Kettwig ist meist ein Feldweg und nicht Inliner-geeignet. Wer mit Inlinern unterwegs ist, kann einfach den Hin- und Rückweg auf der rechten Ruhrseite zurücklegen. Der Weg ist hier durchgängig asphaltiert. Die Höhenunterschiede auf allen Streckenvarianten betragen nur wenige Meter. Für Kinder: Einmal muss eine Überlandstraße ohne Ampel überquert werden, hier müssen Eltern aufpassen. In Mintard fährt man einige hundert Meter auf Nebenstraßen direkt auf der Fahrbahn, ebenso in Kettwig. Über die Brücke in Kettwig führt ein Radweg auf dem Bürgersteig.
Tipp: Ambitionierte Radsportler sollten nicht direkt am Ruhrufer entlangfahren, die Wege sind zu eng und oft zu belebt für höhere Geschwindigkeiten. Statt dessen kann man auf der rechten Ruhrseite ab Höhe Wasserbahnhof auf der Straße Dohne, die später zur Mendener Straße wird, geradeaus nach Kettwig fahren. Auf der linken Ruhrseite bietet sich ab der Mendener Brücke die Mintarder Straße an, die ab Mintard zur August-Thyssen-Straße wird und ebenfalls direkt nach Kettwig führt.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Stücke. Jährlich im Mai/ Juni werden die besten deutschsprachigen Bühnen mit ihren Premieren eingeladen. Der ausgelobte Dramatikerpreis ist (gleichwertig mit dem Berliner Theatertreffen) der bedeutendste deutsche Theaterpreis. Auch das Publikum darf abstimmen und ist nach den Aufführungen zu Diskussionen mit den Schauspielern, Regisseuren und Autoren eingeladen. Preisträger waren bereits Volker Ludwig, Georg Tabori, Franz Xaver Kroetz, Heiner Müller, Herbert Achternbusch, Peter Handke, Botho Strauß oder Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.
  • Das Klavier-Festival Ruhr findet jährlich im Sommer im Ruhrgebiet statt und einige Konzerte davon auch in Mülheim. Es gehört zu den bedeutendsten Klavierveranstaltungen der Welt und nahezu alle Künstler von Weltrang waren hier schon zu Gast.
  • Die Stadthalle (von der Innenstadt aus über die Schlossbrücke auf der anderen Ruhrseite, gegenüber des Schloss Broich) hat mehrere Veranstaltungssäle und einen großen Theatersaal. Hier gibt es regelmäßigen Besuch von Künstlern auf Tournee. Gerade Komiker und Kabarettisten sind zu Gast. Das Programm gibt es bei Kulturgut Stadthalle. Auch die Stücke und die Mülheimer Konzerte des Klavier-Festival Ruhr finden hier statt. Straßenbahnen 102 und 901, Busse 122, 124, 131, 132, 133, 752 bis Haltestelle Schloss Broich.
  • CastleRock/ BurgFolk. Den Freunden mittelalterlichen und/ oder der Gothic-Klängen seien die alljährlich stattfindenden Open-Air-Festivals CastleRock und BurgFolk empfohlen, die jeweils im Sommer(Juli/ August) im Schloss Broich die Massen in ihren Bann ziehen.
  • Die bis zu 2.000 Plätze bietende Freilichtbühne in einem großen Parkareal an der Dimbeck ist von Mai bis September Spielort für zahlreiche Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen im Bereich Musik, Theater, Kleinkunst, Comedy, Artistik und Lichtkunst unter dem Motto "Kultur aus dem Hut!": der Eintritt ist frei, der Hut geht für die Künstler rum und jeder gibt soviel er möchte. Vor Ort (unmittelbares Wohnviertel) gibt es für Auswärtige kaum Parkplätze - diese stehen zahlreich bei der RWE-Sporthalle zur Verfügung ( 7 Fußminuten entfernt, 400 kostenfreie Parkplätze).
  • Saarner Nikolausmarkt. Jedes Jahr am Nikolaustag (6. Dezember) findet seit einigen Jahrzehnten im Stadtteil Saarn ein überregional bekannter Weihnachtsmarkt statt. Die Stände sind vor allem von Einheimischen besetzt, die Selbstgemachtes anbieten. Abgesehen von Glühwein gibt es dort oft sogenannte "Bäh-Brote", Graubrote mit Schmalz. Je nach Wetterlage kommen über 20.000 Besucher. An manchen Stellen gibt es am Abend ein ziemliches Gedränge und die Parkplatzsituation ist schwierig. Aus der Innenstadt werden Shuttle-Busse eingesetzt. (ca.11-21.30 Uhr)
  • Kulinarischer Treff an der Ruhr Jährlich an einem Wochenende im Juli kochen Mülheimer Gastronomen an zahlreichen Ständen ihre Spezialitäten an der Ruhr nahe der Schleuseninsel. Je nach Wetter geht die Besucherzahl in die Zehntausende.
  • Das Broicher Pfingst-Spektakulum ist ein großer Mittelalter-Markt, oft mit Ritterturnier und anderem, der jedes Jahr zu Pfingsten im Schloss Broich veranstaltet wird. Der Eintritt variiert von Jahr zu Jahr, je nach Umfang des Programms.
  • Einen Weihnachtsmarkt gibt es in Mülheim auf der Schlossstraße, allerdings sind es vorallem Imbissbuden. Einen besseren und umfangreicheren Weihnachtsmarkt findet man im benachbarten Essen.
  • Karneval: Auch Mülheim hat am Rosenmontag einen größeren Karnevalsumzug, auch wenn man merkt, dass Mülheim bereits ein paar Kilometer von Rhein entfernt ist.
  • German Open Traditionsreiches, internationales Badminton-Turnier. Der Austragungsort wechselte im Laufe der Jahrzehnte. In den letzten Jahren blieb das höchstrangige Turnier Deutschlands aber in Mülheim, auch weil es hier eine lange Badminton-Tradition gibt. Zum Wettbewerb treten regelmäßig alle Stars des weltweiten Badmintonsports an.
  • Drachenboot-Festival Jährlich im Spätsommer finden auf der Ruhr nahe der Schlossbücke mehrere Drachenboot-Rennen lokaler Teams statt.

Weiteres[Bearbeiten]

Historische Bebauung an der Friedrichstraße.
  • Das Theater an der Ruhr liegt im Westen der Stadt (Akazienallee 61, 0208-599010) und gehört mit dem Regisseur Roberto Ciulli und dem Dramaturgen Helmut Schäfer zu den renommiertesten Bühnen Deutschlands. Stammhaus ist das ehemalige Solbad Raffelberg im gleichnamigen Park. Dort findet auch im Sommer das ganz besonderes Highlight - die "Weißen Nächte" - als Open-Air-Theater mit Schauspiel, Tanz und Musik statt.
  • Mülheim hat drei Kinos: Die Multiplexe Cinemaxx im Rhein-Ruhr-Zentrum mit elf Sälen und Filmpassage Mülheim im Forum (acht Säle) bieten das übliche Hollywood-Kino. Die billigere Filmpassage (0208-991870) zeigt vor dem Film keine Werbung, der Film beginnt also pünktlich. Das Rio am Synagogenplatz 3 in der Innenstadt ist ein Programmkino mit nur einem Saal. Es gehört zu einer Kette von Programmkinos, deren Programme findet sich hier.
  • Mülheim hat nahe der Innenstadt eine kleine, aber schöne Altstadt mit Kneipen und kleineren Gaststätten (alles andere als preiswert). Dort liegen auch die historischen Kirchen St. Petri und St. Mariae Geburt.
  • Der Ringlokschuppen ist eine Veranstaltungs- und Konzerthalle auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau (Am Schloss Broich 38, 0208-993160). Der Ringlokschuppen ist erreichbar mit den Linien 102, 901 (Haltestelle Schloss Broich), 122, 124, 131 und Nachtexpress-Linien NE 2, 9 und 10 (Haltestelle Rosendahl).
  • Das Figurentheater Wodo bietet im Mülheimer Ringlokschuppen (Am Schloss Broich 38) Puppenvorstellungen für kleine Kinder. Infos unter Wodo Puppenspiel, Grabenstraße 1, 45479 Mülheim an der Ruhr, Telefon: 02 08/42 40 43, Programmansage: 0208/41 20 49, Vorverkauf: 0170/26 11 400.

Einkaufen[Bearbeiten]

Düsseldorfer Straße in Saarn
An verschiedenen Stellen in Mülheim gibt es immer wieder Fachwerkhäuser, die an die dörfliche Herkunft der einzelnen Stadtteile erinnern.

Als Mittelzentrum mit 168.000 Einwohnern verfügt Mülheim über zahlreiche Supermärkte in allen Stadtteilen. Mülheim gehört zu den bessergestellten Städten im Ruhrgebiet. Die Arbeitslosigkeit ist relativ gering, das Preisniveau deshalb im Vergleich zu den umliegenden Städten hoch.

Die Stadt besitzt in der Innenstadt eine Fußgängerzone (Schlossstraße und Leineweberstraße mit einigen Seitenstraßen) mit den üblichen Geschäften für eine Stadt dieser Größe, allerdings auch mit Leerständen in einigen Ladenlokalen.

  • Am Übergang zum Bahnhof ist ein mittleres Einkaufszentrum, das FORUM. Hier findet man u.a. mehrere Bekleidungsketten, einen Elektronik-Markt (Medi-Maxx) und einen großen Buchhändler (Thalia). Außerdem gibt es ein kleineres Multiplex-Kino (CineMotion-Kino).
  • Im Osten liegt an der Stadtgrenze zu Essen das RheinRuhrZentrum (Humboldtring 13, 0208-495020), das sich selbst gerne unter dem Kurznamen Zett vermarktet. Es war das erste überdachte Einkaufszentrum Europas, als es Anfang der 1970er Jahre gebaut wurde. Noch heute gehört es zu den größten Einkaufszentren Deutschlands. Verlieren Sie nicht die Orientierung, selbst Einheimische verlaufen sich hier zuweilen. Kern des Einkaufszentrums ist eine Karstadt-Filiale, welche zum Einkaufszentrum im Einkaufszentrum umgebaut wurde, außerdem gibt es ein Multiplex-Kino (Cinemaxx) und neben zahlreichen kleineren Händlern einen Elektronikgroßmarkt (Saturn), ein Montanus-Buchhandel und etliche Bekleidungs-Filialisten. Nahe des Kinos ist der "Festival-Garden", eine Ecke des RheinRuhrZentrums mit zahlreichen Schnellimbissen, einem Steakhaus und einem Eiscafé. Gastronomie gibt es aber auch im ganzen Einkaufszentrum verteilt. Von der A40 aus gibt es eine Autobahn-Abfahrt (5.500 Parkplätze kostenlos), die U-Bahn-Linie U18 fährt alle 10 Minuten von der Innenstadt dorthin (Fahrzeit 9 Min., Haltestelle RheinRuhrZentrum).
  • Im Stadtteil Dümpten gibt es am Heifeskamp eine Ansammlung von Großmärkten. Neben einem Baumarkt und einem Möbel-Discounter gibt es dort einen Elektronikmarkt (MediaMarkt), zahlreiche Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte. Falls Ihnen in der Nähe ein ungewöhnlicher Geruch auffällt: Hier ist die Rösterei, die den Aldi-Kaffee herstellt. Bus 129 bis Heifeskamp oder Straßenbahn 102 bis Gathestraße.
  • Am Kassenberg 2 ist ein Fabrikverkauf des Lederherstellers Lindgens, Mo 10-13 Uhr, Do 11-17 Uhr.
  • Auf der Eppinghoferstraße hinter dem Hauptbahnhof gibt es mehrere türkische Geschäfte.

In allen Stadtteilen gibt es kleine Unterzentren mit Einkaufsgelegenheiten für den täglichen Bedarf. Besonders schön gestaltet und ein Ziel zum Schlendern ist die Düsseldorfer Straße in Saarn.

  • Bekannt ist Mülheim auch für die Caravan-Meile an der Kölner Straße. Hier haben sich über ein Dutzend Fachhändler für Wohnmobile, Campingwagen und Zeltausrüstung angesiedelt. Die Kundschaft kommt wegen der großen Auswahl sogar aus Nachbarländern.

Küche[Bearbeiten]

In der Mülheimer Küche finden sich die Einflüsse der Niederrheinischen und der Bergischen Küche. Typische Rezepte sind Endivien dore-in (Endivien durcheinander), Steelmoos (Stielmus) und 'Ssuure Kappes mit witte Boahne' (Sauerkraut mit weißen Bohnen). Auch Pannekoken (Pfannkuchen) und andere rheinische Gerichte sind typisch für die mölmsche Küche.

In Gaststätten sind diese Gerichte leider so gut wie gar nicht mehr zu finden. Gelegentlich bietet der Ratskeller einzelne Mölmsche Gerichte an. In den Brauereien der Nachbarstädte angebotene typisch klingende Gerichte wie 'Brauers Rahmgeschnetzeltes' oder 'Sudhauspfanne' stammen möglicherweise aus der Tiefkühltruhe, aber keinesfalls aus einer typischen Küche des Ruhrgebiets (es sei denn, aus einer industriellen Großküche).

Mülheim hat zahlreiche Gaststätten und Restaurants in allen Preisklassen und in allen Geschmacksrichtungen, allerdings kein wirkliches Luxus-Restaurant. Das Preisniveau in Mülheimer Restaurants liegt etwas über dem vergleichbarer Restaurants in Nachbarstädten.

Günstig[Bearbeiten]

Vegan und Vegetarisch

  • Ronja Kleines Restaurant in der Altstadt, dass sich auf vegetarische und vegane Speißen spezialisiert hat. Kettwiger Str. 15, Tel. (0208) 44469344. STR 104 / 112 bis Kaiserplatz oder STR 110 bis Wertgasse.
  • 10 onnumara Çigköfte Türkischer Imbiss vegetarisch. Eppinghofer Str. 113 am Kreisverkehr, Mo Ruhetag, Bus und Bahn bis Hauptbahnhof (Ausgang Parallelstr. / Eppinghofer Str.).

Restaurants mit authentischer Länderküche[Bearbeiten]

  • Fatamorgana (ägyptische Küche), Mühlenberg 12, Tel. (0208) 4376261; STR 102/ 901, Bus 122/ 124/ 131/ 132/ 133/ 135/ 752 bis Schloss Broich
  • Landhaus Höppeler (deutsche Küche), August-Thyssen-Str. 123, Tel. (02054) 18578; Bus 132 bis Mintard Wasserbahnhof
  • Pandosia, Düsseldorfer Str.118a, Tel. (0208) 481001, Griechisches Restaurant mit ordentlicher Küche, Preise etwa 12 bis 18 Euro, mittags bereits ab 6 Euro. Seperater Raucherbereich, auch außen sind überdachte Sitzplätze. Bus 132/ 133/ 134/ 752 bis Alte Str. oder Bus 131 bis Nachbarsweg
  • Wong Palast, Leineweberstraße 42, Tel. 0208-3882136. Asia-Restaurant in der Innenstadt, das mittags ein Buffet zum kleinen Preis anbietet. Preisgünstiges Restaurant mit dementsprechender Qualität. Aber nur die (wenigen) malaysischen Speisen dürften authentisch sein. STR 102/ 104/ 110/ 112/ 901, Bus 122/ 124/ 131/ 132/ 133/ 135/ 151/ 752 bis Stadtmitte
  • Istanbul Fisch & Steak Türkisches Spezialitätenrestaurant mit Fisch und Fleisch vom Grill, günstige Mittagskarte und große Portionen, Heißener Str. 3 (am Kreisverkehr Eppinghofer Str.) Tel. 0208-37797352, Bus und Bahn bis Mülheim an der Ruhr Hauptbahnhof (Ausgang Parallelstr. / Eppinghofer Str.).

Themengastronomie (außer Steakhäuser)[Bearbeiten]

  • Camargue Pfannkuchenhaus, Eschenbruch 30, im Mülheimer Süden, Tel. (0208) 460033. Hier hat man durch eine breite Fensterfront beste Aussicht auf das Innere einer Reiter-Halle. Keine Sorge, es ist absolut geruchsdicht. Die Pfannkuchen sind süß oder deftig. Es gibt aber auch Schnitzel. Aufgrund seiner Lage ist es allerdings nur mit dem Auto wirklich gut zu erreichen; 7 € für den billigsten deftigen Pfannkuchen, Schnitzel ab 10 €. Bus 131/ 752/ 753 bis Am Rott
  • Eine ordentliche Schnitzelauswahl und freitags panierten Fisch gibt es auch bei Ursula Kalthoff, Duisburger Str. 331, Spezialität des Hauses ist das Karibikschnitzel. STR 901, Bus 134 bis Jakobstr.
  • China-Restaurant Teehaus, Einkaufszentrum FORUM in der Innenstadt. Für „China-Spezialitäten“ relativ hochpreisig. STR 104/ 112 bis Kaiserplatz oder STR 102/ 901, Bus 122/ 124/ 131/ 132/ 133/ 135/ 151/ 752 bis Hauptbahnhof
  • Mongolei Mülheim, Weseler Str. 120, „Mongolian BBQ“ Restaurant mit großem Buffet zum etwas höheren Preis. Das Ambiente ist allerdings leicht im Kantinen-Stil. Bus 135 bis Ruhrorter Str. / Weseler Str.
  • Neue Welt, Duisburger Str. 250, Tel. (0208) 598883. Rustikal eingerichteter kleinerer „Chinese“ mit speziellem Mittagsangebot. Donnerstag bis Samstag Abend gibt es zusätzlich zum typischen (kleineren) China-Buffet und „Mongolian BBQ“ zum üblichen Preis. STR 901, Bus 134 bis Hansastr.

Selbstbedienungsgastronomie, Imbiss etc.[Bearbeiten]

Mülheim hat (wie andere Großstädte auch) diverse FastFood-Ketten und zahlreiche Imbiss-Gelegenheiten zu bieten.

  • Erikas Braterei, Aktienstr. 30, der Schnellimbiss ist seit Jahrzehnten bekannt für große Portionen Pommes Frites. Im Gegensatz zu den anderen Betrieben in dieser Kategorie eine echte Sehenswürdigkeit mit Kultcharakter. STR 104 bis Feuerwache oder Bus 124/ 133 bis Seilerstr.
  • FestivalGarden im Rhein-Ruhr-Zentrum, Bereich des Einkaufszentrum mit zahlreichen Imbissmöglichkeiten und Systemgastronomie wie z.B. Maredo.
  • Als Fast-Food-Kette ist McDonalds mit mehreren Filialen vertreten, die alle dem gleichen Franchisenehmer gehören.
    • Hauptbahnhof: Kleinere nachgerüstete Filiale mit Sitzbereich in der Bahnhofspassage, eingeschränktes Sortiment.
    • Saarn (Kölner Straße 36): Großes, zweistöckiges Haus mit McCafè und Drive-in. Sitzplätze auch außen.
    • Rhein-Ruhr-Zentrum: Normale Filiale innerhalb des Einkaufszentrums, Besuch nur zu Fuß möglich. Ist auch nach Ladenschluß am späten Abend geöffnet und dann über den Eingang Festival Garden zu erreichen.
    • Heifeskamp 24a: 24-Stunden-Betrieb, mit McCafè und Außen-Sitzplätzen.
  • Subway, das bekannte Sandwich-Schnellrestaurant hat auch Filialen in Mülheim.
    • Saarn (Kölner Straße 5): Besonders günstig, mit freundlichem Service und zu empfehlen. Getränke im Free Refill.
    • Dümpten (Heifeskamp 18): Zwischen den Geschäften im Gewerbegebiet angesiedelt mit ausreichend Sitzplätzen und kostenlosem Nachfüllen der Getränke. An der Freundlichkeit der Bedienung gibt es seit langem Mängel.

Cafès und Eiscafés[Bearbeiten]

Kaffeehäuser, wie man sie aus Wien und Budapest gewohnt ist, also solche mit einem gemütlichen Cafébereich, wird man in einer kleineren Stadt wie Mülheim sicher wenig finden.

  • Auf der Schlossstraße ist nach der Bushaltestelle "Stadtmitte" ein Eiscafè. Bei entsprechendem Wetter kann man auch draußen sitzen. Die Preise sind allerdings relativ hoch.
  • Etwas höhere Preise haben ebenso das Café Overbeck, Leineweberstraße 65 oder das Stadtcafè Sander. Kohlenkamp 12. Beide legen Wert auf ein schönes, gediegenes Ambiete.
  • Etwas billiger ist ein Café am anderen Ende der Fußgängerzone, Eiscafé Galleria, schräg gegenüber dem Eingang des Forums.
  • Im Stadtteil Dümpten, unweit der Stadtgrenze zu Oberhausen, gelegen ist das Eiscafé Senatore (Heiermannstrasse) seit Mitte der 1970er Jahre vertreten.
  • Alte Dorfbäckerei (mit Cafè) an der Düsseldorfer Straße 54 in Saarn. Angenehme Einrichtung, allerdings etwas teurer, mit seperatem Raucherbereich. Selbst alteingesessene Saarner Einheimische wissen übrigens oft nicht, dass das Cafè eine Filliale einer Duisburger Kette ist, weil es nach aussen wie ein Einzelbetrieb wirkt.
  • Gutes Eis gibt es auch im Eiscafé Plati am Wasserbahnhof, wo man beim Eisessen direkt auf die Ruhr schauen kann.
  • Cafè Solo, Schlossstr. 5-7, ist die Mülheimer Ausgabe einer kleinen Cafè-Kette, die etwas auf modern und stylisch getrimmt ist. Man kann innen und außen sitzen, vormittags gibt es ein All-you-can-eat-Frühstücksbuffet.

Mittel[Bearbeiten]

Restaurants[Bearbeiten]

  • Am Kamin (deutsche Küche), Striepens Weg 62, Tel. (0208) 760036; Bus 151 bis Kappenstr.
  • Franky's im Wasserbahnhof (internationale Küche, Biergarten), Alte Schleuse 1, Tel. (0208) 3882963; Schiff bis Mülheim Wasserbahnhof oder STR 110, Bus 151 bis Wilhelmstr. oder Bus 132/ 133/ 752 bis Kassenberg
  • Möllecken's Altes Zollhaus (internationale Küche), Duisburger Str. 239, Tel. (0208) 50349; STR 901, Bus 134 bis Hansastr.
  • Müller-Menden (deutsche und französische Küche), Mendener Str. 109, Tel. (0208) 374015; Bus 151 bis Müller Menden oder Schiff bis Hahnenfähre
  • Ratskeller (internationale Küche, einzelne lokale Spezialitäten, mittags günstige und dennoch schmackhafte Stammgerichte), Löhberg 55, Tel. (0208) 477306; STR 102/ 901 bis Stadtmitte oder STR 104/ 110/ 112, Bus 122/ 124/ 131/ 132/ 133/ 135/ 151/ 752 bis Rathausmarkt
  • Walkmühlen (italienische Küche), Walkmühlenstr. 52, Tel. (0208) 370521; Bus 132 bis Walkmühle
  • Mezzomar (italienische Küche, Frühstücksbuffet, Cocktails) Ruhrbania, Am Rathaus 11, Tel. 0208-88376292, Bus + Bahn bis Stadtmitte

Steakhäuser[Bearbeiten]

  • Mediterran, Bachstraße 15-17, Tel. 0208-33110. Italienisch thematisiertes Steakhaus in der Innenstadt. STR 102/ 104/ 110/ 112/ 901, Bus 122/ 124/ 131/ 132/ 133/ 135/ 151/ 752 bis Stadtmitte
  • Waldschlößchen, Großenbaumer Str. 64, Tel. 0208-424271. Alteingessenes jugoslawisches Steakrestaurant in gediegenem Ambiente und Wintergarten am Rand des Waldgebietes Uhlenhorst. Sehr fleischlastige Gerichte für 10 bis 25 Euro, kleine Salatbar. In Punkto Kaffeetrinken und Nachtisch sind die Angebote begrenzt. STR 102 bis Waldschlößchen
  • Drago, Uhlenhorstweg 2, Tel. 0208-4390650. Filiale einer regional operierenden jugoslawischen Steakhauskette, nur wenige Meter vom Waldschlößchen entfernt und mit ähnlichem Angebot und Preisen. Bis Nachmittags gibt es zusätzlich eine saisonal wechselnde Mittagskarte. Man kann dort aber auch problemlos nur einen Kaffee und ein Dessert nehmen und den Besuch mit einem Spaziergang im Uhlenhorster Waldgebiet verbinden. Im Sommer kann man auch draußen sitzen. STR 102 bis Waldschlößchen
  • Forsthaus, Großenbaumer Str. 83-85, Tel. 0208-482975, internationale Küche (Schwerpunkt ebenfalls Steak). STR 102 bis Waldschlößchen
  • Oxburg, Ruhrbania, Am Rathaus 11, Tel. 0208-883 859 57, Bio-Hamburger und Steakhouse, Bus + Bahn bis Stadtmitte

Gehoben[Bearbeiten]

Mülheim verfügt über kein wirkliches Luxusrestaurant; wer so etwas sucht, sei auf die Essener Restaurants Schlosshotel Hugenpoet und Restaurant Résidence verwiesen.

  • Kais Restaurant (friesische und internationale Küche sowie Steaks und Hummer), Düsseldorfer Str. 77, Tel. (0208) 8484007; Bus 132 bis Kahlenbergstr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das abendliche Freizeitangebot in Mülheim ist begrenzt. Eine kleine Kneipenmeile befindet sich an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Heinrich-Melzer-Straße. Auch in der Altstadt sind einige Kneipen und Gaststätten. Ebenso an der Ruhrbania.

Im Industriegebiet an der Sandstraße gibt es einige Discotheken. Erreichbar mit Straßenbahn 112, NE12, den Bussen 128, NE2, Haltestelle Sandstraße oder mit der S-Bahn S3 Mülheim-West:

  • Ballermann6 - Mallorcaparty und Schlagerdisco, Baggerschuppen, Sandstraße 154-160, geöffnet Fr + Sa 21:00 - 05:00 Uhr
  • TIC - The Inner Circle - Gothic, EBM, Dark Wave, Sandstraße 162, geöffnet Fr + Sa ab 21:30 Uhr, Dresscode: Szene.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Von der Grundschule bis zum Gymnasium sind in Mülheim alle Schulen vorhanden.

Die Hochschule Ruhr West wurde 2009 gegründet und soll bis 2013 den vollen Hochschulbetrieb aufnehmen. Die Studiengänge sind technisch und betriebswirtschaftlich orientiert.

Von Mülheim aus sind zahlreiche Universitäten und Fachhochschulen im Ruhrgebiet in kurzer Zeit zu erreichen. Viele Studenten pendeln deshalb.

Das Kunstmuseum in der Alten Post bietet eine Mal- und Fotoschule für alle Altersgruppen an.

Arbeiten[Bearbeiten]

Mülheim ist eine der Städte mit der geringsten Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet und einer insgesamt guten Jobversorgung, die es im INSM-Niveauranking auf Platz 17 der 50 einwohnerstärksten Städte platziert. Allerdings sollte derjenige, der nach Mülheim zum Arbeiten kommt, sich keine allzu großen Illusionen machen; es handelt sich nach wie vor um eine deutsche Stadt, d.h. Arbeitslosigkeit ist auch hier zu genüge vorhanden und (für die Betroffenen) spürbar. Großunternehmen sind allenfalls durch (z.T. schließungsgefährdete) Filialen vertreten. Arbeitssuchenden Wissenschaftlern sei das Max-Planck-Institut erwähnt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Mülheim gehört zu den sichersten Großstädten Deutschlands. [1] Von ängstlicheren Einheimischen wird der Bereich Eppinghoferstraße hinter dem Bahnhof etwas gemieden, wirklich gefährlich ist es dort aber auch nicht. Aufgrund dort in der Vergangenheit vorgekommener sexuellen Belästigungen sei alleinreisenden Frauen und Kindern empfohlen, den U-Bahnhof Eichbaum zu meiden. Im Forum (innerstädtisches Einkaufszentrum) sowie an den angrenzenden Hochhäusern kommt es gelegentlich zu Schlägereien und Raubüberfällen auf Senioren.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Mülheim hat in der Innenstadt zwei öffentliche Krankenhäuser der mittleren Versorgungsstufe, das katholische St. Marien-Hospital, Kaiserstr.50, 0208-3050 und das Evangelische Krankenhaus, Wertgasse 30, 0208-3091. Allerdings geraten beide Häuser immer wieder wegen Qualitätsproblemen in die Schlagzeilen.
  • Außerdem existiert in Speldorf eine (private) Frauenklinik (Duisburger/ Ecke Hansastr.). Für Spezialfälle gibt es in den umliegenden Städten zahlreiche Krankenhäuser, z.B. die Duisburger Unfallklinik oder die Essener Universitätsklinik. Ärztliche Grundversorgung ist ebenso gewährleistet; während Hausärzte zumeist unter Patientenmangel leiden, sind hingegen Fachärzte - sofern sie Kassenpatienten behandeln - mitunter hoffnungslos überlastet.
  • Dialyse bieten das St. Marien-Hospital und die Praxis Dr. Srugies, Wertgasse 35, 0208-34046.
  • Aufgrund der höheren Alterstruktur in Mülheim gibt es eine ausreichende Zahl an Sanitätshäusern für Reisende mit Erkrankungen und Behinderungen. Hier eine Auswahl:
  • Sanitätshaus Willecke vorm. Schimmel, Bachstr. 28, Tel. 0208 - 30 85 40
  • Luttermann, Dieter-aus-dem-Siepen-Platz 1, Tel. 0208 - 45 98 40, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Sa geschlossen.
  • Sanitätshaus Edelmann, Kaiserstr. 41, Tel. 0208 - 30 55 28 85, Öffnungszeiten: Mo/Di/Do 8-18 Uhr, Mi/Fr 8-13 Uhr, Sa geschlossen.
  • GBW Gesundheitsbedarf Wagener, Hardenbergstr. 4, Tel. 0208 - 43 93 90

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Auf der Eppinghoferstraße nahe des Kreisverkehrs sowie auf dem Dickswall ist ein Waschsalon.

Respekt[Bearbeiten]

Auch wenn es oft vorkommt, Mülheimer sind etwas empfindlich, wenn man ihre Stadt "Mühlheim" schreibt. Wenn Sie als Auswärtiger dies von Anfang an richtig machen, steigern Sie Ihr Ansehen erheblich.

Ausflüge[Bearbeiten]

Aufgrund der zentralen Lage kann man von Mülheim aus in ein bis zwei Stunden per Auto fast jeden Punkt in Nordrhein-Westfalen erreichen; per Bahn aufgrund des teils guten Streckenzustandes auch, aber nur insoweit die Ziele an Hauptstrecken gelegen sind. Da im Ruhrgebiet die Stadtgrenzen direkt aneinander liegen und auch andere Städte sehr nah sind, kann man schnell innerhalb der Metropolregion Rhein/Ruhr binnen kurzer Zeit zahlreiche Attraktionen ansteuern und die gesamte Freizeitinfrastruktur einer Region mit etwa zehn Millionen Einwohnern nutzen. Daher sei auch der Übersichtsartikel Ruhrgebiet und die Artikel Düsseldorf und Köln empfohlen.

Wer sich für Industriedenkmäler interessiert, sollte sich unbedingt der Route der Industriekultur widmen. Hier sind zahlreiche Baudenkmäler, ehemalige Industrieanlagen und Ausstellungen als Autoroute zusammengefasst.

  • Wem die Einkaufsmöglichkeiten Mülheims nicht reichen, kann auf das Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen und die dortige Fußgängerzone oder das Oberhausener Centro zurückgreifen, zusammen mit dem Mülheimer Rhein-Ruhr-Zentrum bilden drei der größten Einkaufszentren Deutschlands ein Dreieck mit nur wenigen Kilometern Entfernung. Legendär ist die Düsseldorfer Königsallee für Luxus-Shopping. Zahlreiche teure Marken haben hier eigene Shops. Auch in Duisburg gibt es zahlreiche Einkaufszentren.
  • Bochum bietet mit Starlight Express die erfolgreichste Musical-Aufführung der Welt. Über 12 Millionen Besucher seit 1988 haben für den Guinness-Buch-Eintrag des Andrew-Lloyd-Webber-Stückes gesorgt. Weitere Musical-Standorte sind Düsseldorf und Köln.
  • Mit der Schalker Veltins-Arena kann man in Gelsenkirchen eines der modernsten Fußball-Stadien der Welt besichtigen und das dortige Schalke-Museum besuchen. Auch das Dortmunder Stadion, der über 80.000 Besuchern Platz bietende Signal-Iduna-Park bietet Führungen. In beiden finden neben Fußball auch zahlreiche andere Veranstaltungen statt wie beispielsweise Konzerte.
  • In Duisburg und in Dortmund-Hohensyburg sind Spielbanken.
  • In Essen ist der Grugapark mit botanischem Garten, einer der größten Stadtparks in Deutschland und ein Naherholungsgebiet.
  • Theaterfreunde können aus einer der dichtesten Bühnenlandschaften Europas aussuchen. Zahlreiche bekannte Schauspieler und Regisseure sind hier groß geworden. Unter den vielen großen und kleinen Theatern sind vielleicht am besten stellvertretend das Schauspielhaus Bochum und das Mülheimer Theater an der Ruhr zu nennen, ebenso das Düsseldorfer Kommödchen als Kabarett-Bühne. Klassische Konzerte gibt es in der Philharmonie Essen und Opernfreunde wenden sich an die Deutsche Oper am Rhein, die von den Städten Düsseldorf und Duisburg gemeinsam getragen wird.
  • Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen gehören zu den bedeutendsten Kulturveranstaltungen Europas. In den aufgeführten Theaterstücken kommen auch regelmäßig Weltstars zum Einsatz.
  • Ebenfalls in Bottrop ist ein neues Wahrzeichen des Ruhrgebiets, der Tetraeder, eine 50 Meter hohe Stahlpyramide mit Aussichtsplattform auf einer begrünten Abraumhalde.
  • Bäder mit Sauna-Bereich in der Umgebung sind die Revierparks, in Herne der Revierpark Gysenberg, in Witten das Freizeitbad Heveney im Freizeitzentrum Kemnade, in Duisburg die Niederrhein-Therme und in Gelsenkirchen den Revierpark Nienhausen.
  • In Dortmund ist die DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung. Was staubtrocken klingt ist in Wahrheit ein sehr großes Technikmuseum mit hohem Spaßfaktor für Kinder und Erwachsene. In Bochum ist das Bergbaumuseum mit einem unterirdischen Schaubergwerk. Es war nie als echtes Bergwerk in Betrieb, sondern von Beginn an als reines Museum geplant. Das Planetarium Bochum ist auf hohem Niveau und mit 300 Sitzplätzen ausgestattet. Wer mit dem Auto anreist: Es liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße, da man bei Verspätung zuweilen nicht mehr reingelassen wird, sollte man frühzeitig losfahren. Es ist aber vom Hauptbahnhof aus auch durch den Straßenbahntunnel erreichbar.
  • Zwischen Erkrath und Mettmann nahe Düsseldorf liegt das Neandertal, hier fanden Steinbrucharbeiter 1856 Überreste eines Urmenschen, des Neanderthalers. Das Museum Neanderthal beschäftigt sich mit ihm und der Entwicklung des Menschen insgesamt.
  • Der ehemalige Gasometer Oberhausen direkt neben dem Centro beherbergt heute Wechselausstellungen und ist mit seinen 117 Meter Höhe ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Ebenfalls in Centro-Nähe liegt die Spionage-Ausstellung TOP SECRET.
  • In Duisburg liegt der Landschaftspark Duisburg-Nord, ein ehemaliges Hüttenwerk. Das Gelände ist frei begehbar, es finden aber auch Führungen statt. Besonders spektakulär ist die nächtliche Beleuchtung am Wochenende und an Feiertagen.
  • Der Movie Park Germany ist ein großer Freizeitpark in Bottrop mit zahlreichen Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften. Da der Park ursprünglich von Warner Brothers betrieben wurde, gibt es bis heute einen Bezug zum Film.
  • Wer mal etwas essen oder trinken gehen möchte: Die Düsseldorfer Altstadt, in der man sein Altbier genießen kann, heißt nicht umsonst Die längste Theke der Welt. Ebenso gibt es an der Außenseite des Oberhausener Centros die Promenade mit Gaststätten, Cafès und Restaurants. Auch ein Gastronomie-Zentrum ist der Duisburger Innenhafen. Da es in Düsseldorf eine große japanische Kolonie gibt, findet man in der Innenstadt zahlreiche japanische Restaurants und Asia-Läden. In Köln kann man am Rhein in der Altstadt ein Kölsch-Bier genießen. Ein wichtiger Tipp: Zwischen Köln und Düsseldorf gibt es eine nicht ganz ernstgemeinte Rivalität, man sollte daher nie in Düsseldorf ein "Kölsch" bestellen und nie in Köln ein "Alt".
  • Sowohl in Düsseldorf als auch in Köln gibt es große Karnevalsumzüge. In Köln und Essen gibt es auch Umzüge zum Christopher Street Day.
  • In Köln liegt auch der berühmte Kölner Dom. Da er mit dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Römisch-Germanischem Museum nur wenige Meter vom Kölner Hauptbahnhof entfernt liegt, bietet er sich für einen Tagesausflug vom Ruhrgebiet aus geradezu an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vergleichsstudie über Ladendiebstähle in Deutschland

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch, Band III 3. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Kohlhammer, Stuttgart 1956.
  • Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr (Hrsg.): 900 Jahre Mülheim an der Ruhr 1093–1993. Jubiläumsschrift zur 900-jährigen Stadtgeschichte, Mülheim an der Ruhr 1993, ISSN 0343-9453.
  • Peter Grafe, Bodo Hombach, Gerd Müller (Hrsg.): Mülheim an der Ruhr – Eine eigenwillige Stadt. Verlag Klartext, Essen 1990, ISBN 3-88474-342-2.
  • Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr. Verlag Klartext, Essen 2004, ISBN 3-89861-267-8.

Weblinks[Bearbeiten]

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