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Faiyūm

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Landschaft bei Hawara
Flagge
Landschaft bei Hawara
Gouvernement el-Faiyūm
محافظة الفيوم
HauptstadtFaiyūm
Einwohner
3.596.954 (2017)
Fläche
6.068 km²
Postleitzahl63xxx
kein(e) Postleitzahl auf Wikidata: Postleitzahl nachtragen
Vorwahl+20 (0)84
kein(e) Vorwahl auf Wikidata: Vorwahl nachtragen
Webseitewww.fayoum.gov.eg
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte

Das Gouvernement und die weitgehend deckungsgleiche Senke el-Faiyum, auch Fayoum, Fajjum, Fayyum, arabisch: ‏محافظة الفيوم‎, Muḥāfaẓat al-Faiyūm, liegen am Ostrand der Westlichen Wüste, etwa 90 Kilometer südwestlich von Kairo. Es grenzt im Westen und im Norden an das Gouvernement Gīza und im Osten und Süden an das Gouvernement Beni Suef. Das Verwaltungszentrum ist Madīnat el-Faiyūm.

Wenn man das Faiyūm als unbeachtetes Juwel bezeichnet, so hat dies durchaus seine Berechtigung. Viele Reisende interessieren sich für die antiken Stätten. Gerade im Faiyūm sollte man die Landschaft nicht außer Acht lassen. Da sind zum einen die große fruchtbare Oase selbst mit dem Josphskanal und dem Qārūn-See, zum anderen die Wüstengebiete in unmittelbarer Nähe. Das Faiyūm bietet zudem Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung im Wādī er-Raiyān und am Qārūn-See.

Orte[Bearbeiten]

Lageplan des Gouvernements el-Faiyūm

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Seen und Wasserbauten[Bearbeiten]

  • Top-Sehenswürdigkeit 1 Qārūn-See – See im Norden der Senke el-Faiyūm
  • 2 el-Malāʾ – 15 Kilometer lange Niederung im Süden des el-Faiyūms. Man vermutet in diesem Gebiet den legendären Moëris-See.
  • 3 Baḥr Yūsuf – Josephskanal, der den Qārūn-See speist

Nördlich des Qārūn-Sees[Bearbeiten]

  • 4 Dīmai (Soknopaiou Nēsos) – archäologische Stätte
  • 7 Widān el-Faras (arabisch: ‏ودان الفرس‎, „Pferdeohren“) – Basaltsteinbruch in der Nähe des 8 Gebel Qaṭrānī (‏جبل قطراني‎)

Südlich des Qārūn-Sees[Bearbeiten]

  • 9 Abgīg (Begig) – Dorf und ehemalige ärchäologische Stätte
  • 11 Biyahmū – archäologische Stätte
  • 12 Charābat Ihrīt (Batn Ihrīt, Theadelphia) – archäologische Stätte. Siehe auch: Alexandria, griechisch-römisches Museum
  • 15 Hawāra (mit ehemaligen Labyrinth) – archäologische Stätte
  • Top-Sehenswürdigkeit 16 Kōm Auschīm (Kom Aushim, Karanis) – archäologische Stätte
  • 17 Kōm Darb Girza (Kom el-Kharaba el-Kebir, Kom el-Hammam, Philadelphia) – archäologische Stätte
  • Top-Sehenswürdigkeit 18 Lāhūn (el-Lahun, Illahun) einschließlich Kahun – archäologische Stätte
  • 21 en-Nazla – Dorf mit Keramikherstellung
  • 24 Pyramide von Seilā – archäologische Stätte mit der Stufenpyramide auf dem Gebel er-Rūs
  • Top-Sehenswürdigkeit 25 Tūnis – Künstlerdorf am Südrand des Qārūn-Sees mit dem ersten Karikaturenmuseum im Nahen Osten
  • 26 Umm el-Athl (Kōm el-ʿAsl, Umm el-Qaṭl, Bakchias) – archäologische Stätte
  • 27 Umm el-Bureigāt (Umm el-Brigat, Qasr el-Bās, Tebtynis) – archäologische Stätte

Westlich der Senke el-Faiyūm[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Senke el-Faiyūm befindet sich 20 bis 40 Meter unter null. Sie ist heute Teil des gleichnamigen Gouvernements.

Das einstige Sumpfgebiet wurde unter Amenemhet II. und Sesostris II. (Mittleres Reich, 12. Dynastie) trockengelegt, um das Gebiet für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.

Am Nordrand des Faiyūm befindet sich der größte Binnensee Ägyptens, der abflusslose Qārūn-See, der seit der 12. Dynastie vom Baḥr Yūsuf (Josefs-Kanal) gespeist wird. Er war eins von zwei Wasserrückhaltebecken des Faiyūm.

Im el-Faiyūm gibt es heute vier Städte, etwa 160 Dörfer und zahlreiche Weiler, in denen ca. 3 Millionen Einwohner leben.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann mit Bus oder Bahn erfolgen.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ganzjährig warm bis heiß und trocken. Regenfälle stellen eine absolute Ausnahme dar, die Regendauer überschreitet wenige Minuten nie.

Werte Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 22 24 25 28 35 36 38 38 35 30 27 22 Ø 30
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 5 7 8 11 16 19 22 22 20 16 11 9 Ø 13.8

Gefürchtet sind die Sandstürme, die Chamsīn (arabisch: ‏خماسين‎, Chamāsīn, oder ‏خمسين‎, Chamsīn) genannt werden. Dies sind heiße Süd- und Südostwinde, die den Wüstensand aufwirbeln und mit sich fortreißen. Die Entstehungsursache sind Tiefdruckgebiete im Mittelmeerraum. Die Stürme können ganzjährig auftreten, ihre Hauptsaison sind die Monate März bis Mai (ein Zeitraum von 50 Tagen nach Frühlingsanfang – auf den Zeitraum bezieht sich auch das arabische Wort), auch im Herbst treten sie gehäuft auf. Die Stürme dauern mehrere Tage an und sind in weiten Teilen Ägyptens anzutreffen. Weit gefährlicher, aber örtlich begrenzter, sind die Sandwirbelwinde, Soba'a genannt. Hier muss man in jedem Fall Augen und elektronische Geräte schützen. Die Stürme tragen nicht selten dazu bei, dass Flugpläne nicht mehr eingehalten werden. Im Jahr 2006 trat der erste Sandsturm bereits Ende Februar auf (Einheimische sagten, dass sie das seit 20 Jahren nicht erlebt hätten), irgendwo im Staub waren sogar die Pyramiden kaum zu erkennen.

Feiertag[Bearbeiten]

Am 16. März wird der Gouvernements-Nationalfeiertag begangen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Kartenblatt NH-36-09 (Al Fayyūm) der U.S. Army
  • Populärwissenschaftliche Darstellungen:
    • Vivian, Cassandra: The Western Desert of Egypt : an explorer’s handbook. Cairo : The American University in Cairo Press, 2008, ISBN 978-977-416-090-5, S. 209–257 (in Englisch).
    • Lane, Mary Ellen: A Guide to the Antiquities of the Fayyum. Cairo : American University in Cairo Press, 1985, ISBN 978-9774240423 (in Englisch).
    • Hewison, R. Neil: The Fayoum : history and guide. Cairo : American University in Cairo Press, 2008, ISBN 978-9774162060.
  • Wissenschaftliche Darstellungen
    • Salmon, Georges: Répertoire géographique de la province du Fayyoûm d’après le Kitâb Târîkh al-Fayyoûm d’An-Nâboulsî. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), ISSN 0255-0962, Bd. 1 (1901), S. 29–77, eine Tafel.
    • Beadnell, H[ugh] J[ohn] L[lewellyn]: The topography and geology of the Fayum Province of Egypt. Cairo : National Print. Department, 1905.
    • Caton-Thompson, G[ertrude] ; Gardner, E[linor] W[ight]: The Desert Fayum. London : Royal Anthropological Inst., 1934. Getrennter Text- und Tafelband.
    • Davoli, Paola: L’archeologia urbana nel Fayyum di età ellenistica e romana. Napoli : Generoso Procaccini, 1998, (Missione congiunta delle Università di Bologna e di Lecce in Egitto : monografie ; 1).
    • Arlt, Carolin ; Stadler, Martin Andreas (Hg.): Das Fayyûm in Hellenismus und Kaiserzeit : Fallstudien zu multikulturellem Leben in der Antike. Wiesbaden : Harrassowitz, 2013, ISBN 978-3-447-06925-0.
  • Karten:
    • Russische Generalstabskarten, Maßstab 1:200.000, Karten H-36-XIX (Синнурис [Sinnuris]), H-36-XXV (Эль-Файюм [El'-Fajjum]) und H-36-XXVI (Бени Суэйф [Beni Suejf]).
    • U.S. Army Map, Maßstab 1:250.000, Karte NH-36-09 (Al Fayyūm), 1953.
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