Nassersee
| Nassersee · بحيرة ناصر | |
| Gouvernement | Assuan |
|---|---|
| Einwohnerzahl | |
| Höhe | 179 m |
Nassersee | |
Der Nassersee (auch: Assuan-Stausee, arabisch: بحيرة ناصر, Buḥairat Nāṣir, englisch: Lake Nasser, französisch: Lac Nasser) liegt im Süden Ägyptens, in Unternubien, südlich von Assuan. Es handelt sich um einen künstlich angelegten Stausee im Nil, der bis in den Norden des Sudans reicht und hier Nubia-See genannt wird. Die pharaonischen Denkmäler am Nassersee gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Seit den 1990er Jahren rückt er verstärkt in das Blickfeld von Altägypten-Interessierten und begeisterten Anglern.
Hintergrund
[Bearbeiten]Technische Angaben
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Seit jeher ist der Nil die einzige Lebensgrundlage Ägyptens. Er dient der Bewässerung eines relativ schmalen, ca. 10 km breiten Uferstreifens zu beiden Seiten des Nils, der die Ernährungsgrundlage für das gesamte Land bildet. Der Fluss ist aber launig, im Sommer überschwemmt er das fruchtbare Land, so dass es nicht bebaut werden kann – dafür hinterließ er den wertvollen nährstoffreichen Schlamm.
Die ständig zunehmende Bevölkerung Ägyptens im 19. und 20. Jahrhundert verlangte aber nun ein Eingreifen in den Flusslauf. Deshalb errichteten französische Ingenieure 1898 – 1902 eine erste Staumauer (السد, as-Sadd) ca. 10 km südlich der Stadt Assuan. Trotz der zweimaligen Vergrößerung (1910, 1934) konnte er aber seinen Aufgaben nicht gerecht werden. Seine Tore mussten in den Sommermonaten während der Nilflut häufig geöffnet bleiben, Überschwemmungen konnten nicht verhindert werden. Der Staudamm ist 51 m hoch und 2 km lang, der von ihm gestaute See hatte eine Länge von bis zu 300 km und ein Fassungsvermögen von 5,4 Milliarden Kubikmetern.
Die weiter zunehmende Bevölkerung (um 1900 ca. 9 Millionen Einwohner, um 1980 ca. 42 Millionen Einwohner) und die weiterhin auftretenden Überschwemmungen waren wichtige Gründe, eine neue Staumauer, den Assuan-Hochdamm (السد العلي, as-Sadd al-ʿAlī, deutsch der Hochdamm) zu planen und in den Jahren 1960 – 1971 (Einweihung am 15. Januar 1971) zu errichten. Man wollte mit der Regulierung des Nils einen Zugewinn an landwirtschaftlicher Fläche erreichen, ganzjährig Landwirtschaft betreiben können und das Land mit Elektroenergie versorgen können. Die Kosten des Dammes (320 Millionen ägyptischer Pfund) wurden durch einen sowjetischen Kredit aufgebracht, nachdem die Finanzierung durch westliche Banken zurückgezogen wurde. Der Damm wurde weitgehend von sowjetischen Ingenieuren und Arbeitern errichtet.
Der ca. 13 km hinter der alten Staumauer gelegene Hochdamm ist 3,6 km lang und 121 m hoch, der von ihm gestaute See ist ca. 500 km lang – davon etwa 310 km auf ägyptischen Boden –, zwischen 5 und 35 km breit und bedeckt Fläche von 5.250 km2, sein Fassungsvermögen beträgt 165 Milliarden Kubikmeter. Der Wasserspiegel stieg gegenüber dem alten Staudamm um bis zu 60 m.
Man streitet sich heute, ob die Erwartungen des Dammes erfüllt werden konnten. Als Nachteile, die sich in erster Linie aus dem fehlenden Nilschlamm ergeben, stehen den Gewinnen heute die Notwendigkeit einer künstlichen Düngung, die Abnahme des Fischreichtums im Nil und der Entzug der Wirtschaftsgrundlage für die Keramik- und Ziegelindustrie gegenüber.
Menschliche und kulturelle Dimensionen
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Schon die Errichtung des ersten Staudamms führte dazu, dass die Insel Philae mit ihren altägyptischen Tempelanlagen und Kirchen die meiste Zeit des Jahres überflutet waren.
Fast beiläufig liest man, dass der Wasserspiegel des Stausees nach der Vollendung des Hochdamms um bis zu weitere 60 m angestiegen ist (nun 188 m. ü. NN). Dies bedeutete aber den Verlust von ca. 35 Siedlungen – nur der Gipfel von Qaṣr Ibrīm überlebte als Insel im Nassersee – und zahlreicher archäologischer Stätten, die sich zumeist am Westufer des Nils bzw. früheren Stausees befanden. Die ca. 150.000 Menschen wurden in den Bereich Kom Ombo und Assuan umgesiedelt, mitnehmen konnten sie aber nur die Ortsnamen und ihre Erinnerungen.
So startete die Unesco 1964 die größte Rettungskampagne in der Geschichte der Archäologie. Die meisten archäologischen Stätten wurden wissenschaftlich aufgenommen, wichtige Denkmäler umgesetzt und transportable Zeugnisse in Museen verbracht. Gerettet werden konnte aber nicht alles: Die Dörfer mit ihren Friedhöfen, Kirchen und Moscheen, alle Festungen, kleinere Felstempel und -gräber (wie z. B. die von Gerf Husein und Abu Hoda) sind in den Fluten des Nassersees untergegangen. Und – so makaber es klingen mag – hat die Zerstörung der Siedlungen und archäologischen Stätten das Interesse auf Nubien fokussieren können, das sonst kaum in den Blickwinkel der Allgemeinheit gedrungen wäre: Nubien gehört heute zu den am besten dokumentierten Regionen Ägyptens.
Geschichte Unternubiens
[Bearbeiten]Der Nassersee bedeckt heute das alte nubische Kulturland. Die altägyptische Grenze lag immer im Bereich des Ersten Nilkatarakts, also im Bereich des heutigen Assuan. Somit gehörte Nubien streng genommen niemals zu Altägypten, dies ist vielmehr der Bereich eigenständiger nubischer Kulturen. Es ist aber auch der Bereich des Zusammentreffens beider, des ägyptischen und nubischen Kulturkreises, altägyptische Könige dringen bis zum Vierten Nilkatarakt vor, aber auch nubische Könige bis nach Ägypten.
Frühe Siedlungsspuren reichen bis in die Alt- und Jungsteinzeit zurück. Ca. 40.000 Menschen lebten hier in Dorfgemeinschaften, eine Staatsbildung wie in Altägypten gibt es nicht. Anhand der Funde auf den ihren Friedhöfen teilt man ihre Vorgeschichte in zwei Kulturstufen ein: Die A-Gruppe (oder A-Horizont) dauert etwa von der Mitte des vierten vorchristlichen Jahrhunderts bis zum Beginn des altägyptischen Alten Reiches. Ihre Bewohner leben halbnomadisch in provisorischen Hütten bzw. unter Felsüberhängen und lebten von Jagd und Fischfang, Viehzucht bzw. Weizen- und Gerstenanbau. Die sich anschließende C-Gruppe (C-Horizont) reichte von der Mitte des altägyptischen Alten Reiches bis zum Neuen Reich. Die in hierarchischen Stammesgesellschaften lebenden Menschen werden zunehmend sesshafter, ihre wirtschaftliche Grundlage bleibt. Sie stehen unter zunehmenden Einfluss Altägyptens, kulturellen Anschluss an die Kerma-Kultur Obernubiens finden sie nicht.
Seit frühdynastischer Zeit besteht ein großes politisches und wirtschaftliches Interesse Altägyptens an Nubien. Neben der Sicherung der eigenen Grenze ist man an ungestörter Rohstoffausbeutung und Warenlieferung interessiert, hierzu zählen Mineralien und Gesteine, Hölzer und Aromen, Tiere und tierische Produkte sowie Arbeitskräfte und Soldaten. Werden anfänglich Expeditionen zum Warenaustausch zum gegenseitigen Interesse durchgeführt, so werden seit dem Mittleren Reich die wirtschaftlichen Interessen durch den Aufbau eines groß angelegten Festungsnetzes und Kriegführung abgesichert. Der ägyptische Einfluss reicht zeitweilig bis zum Vierten Nilkatarakt östlich des Gebel Barkal; Höhepunkte der ägyptischen Expansionspolitik liegen in der 12. Dynastie und in der Ramessidenzeit. Höhepunkt politischer Machtdemonstration ist das umfangreiche Bauprogramm Ramses’ II. in Unternubien. Verwaltet wird Unternubien von ägyptischen Beamten, höchster Beamter ist der sog. Vizekönig von Kusch.
Etwa zeitgleich mit dem Niedergang des Neuen Reiches bildet sich fast blitzartig das Königreich von Napata (Gebel Barkal) heraus. Den frühen kuschitischen Herrschern gelingt sogar die Expansion nach Altägypten, sie beherrschen Ägypten über 60 Jahre lang (25. Dynastie, 712 – 656 v. Chr.). Der Einfluss ihrer Nachfolger, der napatanischen und meroïtischen Könige bleibt, von Angriffen auf Philae und Elephantine abgesehen, auf Nubien beschränkt. Feldzüge der Herrscher von Axum um 300 n. Chr. beenden die Geschichte des Königreiches von Napata.
In der sich nun anschließenden X-Gruppen-Zeit besteht das Reich von Nobatia (Faras) fort, bedeutende Fundorte sind Ballāna und Qustul nahe der (heutigen) sudanesisch-ägyptischen Grenze.
Endgültig ausgelöscht wird ihre Kultur durch christliche Zuwanderer ab etwa 543; die nubischen Könige und Bevölkerung werden von byzantinischen Missionaren christianisiert. Die Feldzüge islamischer Heere im Jahre 641 können gestoppt werden; das Christentum bleibt bestehen. Erst ab dem 14. Jahrhundert kommt es zur allmählichen Islamisierung.
Nubien ist im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter englisch-ägyptischer Kontrolle. Ausgelöst durch die Revolution der Freien Offiziere im Jahr 1952 entschieden sich 1954 die Sudanesen für ihre Selbstständigkeit, die sie 1956 erhielten. 1958 einigten sich der Sudan und Ägypten über die Grenzziehung und die Aufteilung des Nilwasserreservoirs (also noch vor der Planung des Hochdamms).
Flora und Fauna
[Bearbeiten]Unmittelbar zu beiden Seiten des Nassersees erstrecken sich die Westliche bzw. Arabische Wüste. Es gibt kaum Vegetation außer in den Ufer- und Flachwasserbereichen.
Die Tierwelt ist dafür umso vielfältiger, insbesondere wenn ihr Lebensraum (teilweise) der Nassersee selbst ist. Zu den hier vorkommenden Tierarten gehören:
- Spinnentiere: Gelber Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus), Gelber Sahara-Skorpion (auch Sahara-Dickschwanzskorpion, Androctonus australis),
- Riesenschlangen: Ägyptische Sandboa (Gongylophis colubrinus loveridgei),
- Reptilien: Nilwaran (Varanus niloticus), Gefleckter Nilwaran (Varanus niloticus ornatus), Nilkrokodil (Crocodylus niloticus),
- Vögel: Nilgans (Alopochen aegyptiacus),
- Säugetiere: Wüstenfuchs (Vulpes zerda, früher Fennecus zerda).
Der Nassersee ist die Heimat von ca. 100 Fischarten. Zu den für Angler interessanten Fischarten gehören der Nilbarsch (Lates niloticus), Buntbarsche (Cichlidae), der afrikanische Tigerfisch (Hydrocynus forskalli) und 18 Welsarten („Katzenfische“).
Orte
[Bearbeiten]- 1 Assuan. Stadt mit ca. 220.000 Einwohnern im Nordosten der Staumauer des Nassersees, dem Assuan-Hochdamm. Als Grenzstadt Altägyptens verfügt sie über zahlreiche pharaonische Zeugnisse.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]- 2 Assuan-Hochdamm (السد العالي) Errichtet 1971. Geöffnet: täglich 7:00–17:00 Uhr. Preis: LE 200 für Ausländer und Studenten (Stand 9/2025). (23° 58′ 17″ N 32° 52′ 49″ O)
- 3 Aswan Nile Museum (متحف النيل, Documentary Museum of the High Dam and Aswan Reservoir), Aswan-Abu Simbel Rd., Sheyakhah Thalethah, Aswan (Ostufer, am Ende des alten Staudamms). Tel.: +20 (0)97 241 6520 Das Museum widmet sich dem Bau und der Baugeschichte der Staudämme von Assuan, aber auch der Bevölkerung, Tradition und Kultur der Nilanrainerstaaten. Geöffnet: täglich 9:00–21:00. Preis: LE 200, für Kinder bis 6 Jahre LE 100. (24° 2′ 28″ N 32° 53′ 1″ O)
Weitere Ziele
[Bearbeiten]Auf der Insel Neu-Kalābscha wurden fünf altägyptische Heiligtümer wiedererrichtet, die sonst in den Fluten des Nassersees untergegangen wären.
- 4 Mandulis-Tempel von Kalabscha (معبد كلابشة)Der dem unternubischen Sonnen- und Fruchtbarkeitsgott Mandulis geweihte Tempel befand sich ursprünglich etwa 50 km südlich von Assuan am Westufer des Nils in Kalābscha, dem antiken Talmis. Der heute sichtbare Tempel ist ein Neubau aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus, der seinen Tempel auf den Grundmauern eines Tempels Ptolemaios VII. errichtete, der wiederum seinen Tempel an der Stelle eines Heiligtums aus der 18. Dynastie errichtete. Der Tempel zählt zu den schönsten und größten Nubiens, auch wenn seine Dekoration unvollendet blieb.
Ein früherer Tempel, der beim Versetzen des Tempels von Kalābscha in seinen Fundamenten gefunden wurde, wurde auf der Insel Elephantine bei Assuan wiedererrichtet. Als Geschenk wurde das ptolemäische Tor dieses Tempels der Bundesrepublik Deutschland übergeben, das heute im Berliner Ägyptischen Museum ausgestellt ist. - Felsenkapelle des Dedun Der dem nubischen Gott Dedun (Dedwen), dem Spender des Weihrauchs, geweihte und nur teilweise in Fels angelegte Hemispeos befand sich einst südwestlich außerhalb des Mandulis-Tempels. Nur der Türsturz der Felsenkammer war dekoriert. Die Felsenkammer selbst musste zurückgelassen werden.
- Tempel von Kalabscha
- Hof des Tempels von Beit el-Wali
- Tempel von Wadi es-Subu'
- Kiosk von Qirtasi (مقصورة قرطاسي) Der 8 × 10 m große Kiosk für Isis-Hathor und Harpokrates ähnelt dem im Tempel von Philae. Es stand einst zwischen Dābōd und Tāffa nördlich von Kalābscha, ca. 40 km südlich von Assuan. Zwei Hathor- und vier Pflanzenkompositsäulen gehören noch heute zum Schmuck des Kiosks.
- Tempel Ramses’ II. von Beit el-Wālī (معبد بيت الوالي) Der möglicherweise dem Amun-Re geweiht Tempel war einst zwischen Qirtāsī und Kalābscha gelegen. Er besteht aus einer 12,5 m langen Vorhalle mit historisch wertvollen Darstellungen und dem Allerheiligsten. Ramses II. ließ in der Vorhalle seine Kriegszüge gegen die Nubier an der südlichen Wand und gegen die Syrer an der nördlichen Wand darstellen.
- Tempel von Garf Ḥusein (معبد جرف حسين) Der einst etwa 90 km südlich von Assuan gelegene Tempel war den gottheiten Ptah, Ptah-Tatenen, Hathor sowie dem Gottkönig Ramses II. gewidmet. Der Vorderteil des Tempels wurde hier wiedererrichtet. Eine der Kolossalstatuen von Ramses II. befindet sich heute im Nubia-Museum in Assuan.
Das Wādī es-Subūʿ, das Tal der Löwen, ist sowohl der Namensgeber des einstigen Standorts der Tempelanlage Ramses’ II. als auch für den neuen Standort mehrerer verlagerter Heiligtümer, die sich einst auf dem Gebiet des heutigen Nassersees befanden.
- 5 Tempel Ramses’ II. von Wādī es-Subūʿ (معبد وادي السبوع) Der Tempel für Amun-Re, Re-Harachte und den vergöttlichten Ramses II. ist 109 m lang und besteht aus einer Prozessionsstraßen, mehreren Höfen und den 12,5 m langen und 6 m hohen Pfeilersaal im Felsinneren. Die Wände des Pfeilersaals und die der angrenzenden Räume wurden umfangreich dekoriert. 1964 wurde der Tempel um vier Kilometer landeinwärts verlegt.
- Thot-Tempel von ed-Dakka (معبد الدكة) Der einst 40 km südlicher gelegene Tempel für Thot von Pnūbs wurde vom nubischen König Ergamenes errichtet und von Ptolemaios VII. sowie den römischen Kaisern Augustus und Tiberius erweitert. Der Tempel besteht aus einer Vor-, einer Querhalle und dem Sanktuar. In der Vorhalle sieht man Ptolemaios VII. und Kleopatra III. bei Ritualhandlungen und im Sanktuar Ergamenes bei Opferhandlungen.
- Tempel von el-Maḥarraqa (معبد المحرقة) Der 14 × 16 m große, unvollendete römische Tempel war der Isis und dem Serapis geweiht. Der Tempel besteht nur aus einem Hof, der auf drei Seiten von einem Säulengang umgeben ist und befand sich einst 40 km weiter südlich.
- 6 Tempel von Amādā (معبد أمادا) Der Tempel wurde unter Thutmosis III., Amenophis II. und Thutmosis IV. (18. Dynastie) für die Götter Amun-Re und Re-Harachte errichtet und ist das älteste und eines der schönsten der nubischen Monumente am Nassersee. Der Tempel besteht es einer Pfeiler-, einer Querhalle und dem Sanktuar. Thutmosis III., Amenophis II. und Thutmosis IV. sind bei zahlreichen Opfer- und Ritualhandlungen zu sehen. Ursprünglich befand sich der Tempel 2,6 km weiter östlich.
- Tempel von ed-Derr (معبد الدر) Der Tempel wurde unter Ramses II. für Re-Harachte, Amun-Re, Ptah und den vergöttlichten Ramses II. errichtet. Er befand sich ursprünglich auf dem Ostufer des Nils. Der 37 m lange Tempel ähnelt in seiner Anlage dem Tempel von Abu Simbel. Die Ausführung erreicht aber nicht dessen Qualität.
- Felsgrab des Pennūt Das Grab ist das einzige Beispiel dieser Denkmälergattung, das nicht den Fluten des Nassersees überlassen wurde, und das einzige Denkmal der Festung bzw. der Friedhöfe von 'Anība, 40 km südlich der heutigen Lage. Das Grab stammt von einem Beamten aus der Zeit Ramses’ VI.
- Tempel von ed-Derr
- Insel Qasr Ibrim
- Großer und Kleiner Tempel von Abu Simbel
- 7 Die heutige Insel im Nassersee ist seit dem Neuen Reich in pharaonischer Zeit besiedelt. Neben Ägyptern gibt es hier Spuren der nubischen Reiche von Kusch, Napata und Meroë (ägyptische Spätzeit), römischer Soldaten, der nubischen X-Gruppe (um 400 n. Chr.), Christen und Muslime. Qasr Ibrim ist neben Napata und Meroë der bedeutendste Ort, aus dem Inschriften nubischer Könige überliefert sind.
Südöstlich der modernen Stadt befinden sich die beiden versetzten Tempel Ramses’ II. und der seiner Ehefrau Nefertiri.
- 8 Großer Tempel von Abu Simbel Der südlichere der beiden Tempel ist dem Ptah, Amun-Re, dem vergöttlichten Ramses II. und dem Re-Harachte geweiht. Schon die Fassade ist beeindruckend: sie ist 30 m hoch und 35 m breit. Zu beiden Seiten des Eingangs befinden sich zwei 22 m hohe Sitzfiguren Ramses’ II., wobei eine dieser Figuren bereits im Altertum geborsten ist. Hinter dem Eingang folgt die erste Pfeilerhalle mit acht Osirisfigurenpfeilern des 55 m langen Felsentempels. Diese Halle ist 8 m hoch und 18 m lang. An den Seitenwänden befinden sich Feldzugdarstellungen Ramses’ II. Es folgen eine weitere Pfeiler-, eine Querhalle und schlussendlich das Sanktuar mit den Göttern Ptah, Re-Harachte, dem vergöttlichten Ramses II. und Amun-Re.
- Kleiner Tempel von Abu Simbel Der Tempel ist der Hathor von Ibschek (Faras) und der Nefertiri geweiht. Auch dieser 21 m lange Tempel besitzt eine beeindruckende Fassade: zu beiden Seiten erheben sich je zwei 10 m hohe Standfiguren Ramses’ II. und eine seiner Lieblingsfrau Nefertiri. Durch den Eingang betritt man eine Pfeilerhalle mit sechs Hathorpfeilern. Auf den Pfeilern ist Nefertiri vor den Göttinnen Hathor und Mut und vor Ramses II. dargestellt. Dieser Halle folgen eine Querhalle und das Sanktuar. An der Rückwand des Sanktuars befindet sich eine Nische mit der Darstellung der Hathor-Kuh im Halbrelief.
- 9 Wüstenschutzgebiet und Biosphärenreservat am Ostufer des Nassersees. Mit seiner Länge von 250 km ist es das längste Wadi Ägyptens. Zudem gibt es archäologische Stätten seit dem Mittleren Reich in altägyptischer Zeit und Zeugnisse des Goldbergbaus.
Anreise
[Bearbeiten]Auto, Bus
[Bearbeiten]Die beiden Staudämme lassen sich mit einem PKW oder Taxi erreichen.
Eine Asphaltstrasse verbindet Assuan mit Abu Simbel direkt. Unterwegs gibt es einen Abzweig nach Neu-Subu' und Neu-Amada. Momentan ist Abu Simbel für Ausländer mit einem PKW bzw. Taxi nicht erreichbar. Busfahrten in Konvois sind möglich. Es gibt mindestens einen Konvoi pro Tag, bei Bedarf mehrere. Über die Fahrzeiten informiere man sich bei der Touristenpolizei in Assuan.
Ob über diese Straße auch die anderen Orte Neu-Kalābscha, Neu-Subu' und Neu-Amada erreichbar sind, ist nicht bekannt.
Es ist denkbar, Abu Simbel auch mit geländegängigen Fahrzeugen von ed-Dāchla aus durch die Westliche Wüste zu erreichen.
Westlich des Nassersees befindet sich der einzige Grenzübergang zwischen Ägypten und Sudan, der Grenzübergang 1 Qustul-Aschkeit (22° 0′ 5″ N 31° 30′ 46″ O). Bei Abu Simbel überquert eine Fähre den Nassersee.
Flug
[Bearbeiten]Abu Simbel ist mit Linienflügen der EgyptAir von Kairo (CAI) und Assuan (ASW), Assuan von Kairo (CAI) aus erreichbar.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Üblicherweise erreicht man die archäologischen Stätten von Neu-Kalābscha, Neu-Subu', Neu-Amada und Abu Simbel per Schiff im Rahmen einer Nassersee-Kreuzfahrt.
Kreuzfahrten auf dem Nassersee sind etwas exklusives. Es gibt gegenwärtig sieben Kreuzfahrtschiffe, mehr als zehn sollen es nicht werden. Zu den Schiffen gehören die Eugénie (5 Sterne; Tel.: Kairo +20 (0)2 516 9649) und die Kasr Ibrim (5 Sterne; Tel.: Kairo +20 (0)2 516 9649), beide im Stil des frühen 20. Jahrhunderts, sowie die Nubian Sea (5 Sterne; Mobil: +20 (0)12 2322 2065), die Prince Abbas (5 Sterne; Tel.: +20 (0)97 231 4660), die Queen of Abu Simbel (5 Sterne; Tel.: +20 (0)97 230 6512), die Tania (5 Sterne; Tel.: +20 (0)97 231 6393) und die Steigenberger Omar Elkhayam (4 Sterne).
Die Kreuzfahrt von Assuan nach Abu-Simbel dauert vier Tage, die Rücktour drei Tage. Die meisten Touristen wählen nur die Hin- oder Rückfahrt, während die zweite Strecke als Flug von/ nach Abu-Simbel zurückgelegt wird.
Mobilität
[Bearbeiten]Die Denkmäler sind über kurze Wege zu Fuß erreichbar.
Aktivitäten
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Ton- und Lichtshows
[Bearbeiten]Ton- und Lichtshows werden an den Tempeln von Abu Simbel durchgeführt. Die anderen Tempel werden nach dem Abendbrot auf den Kreuzfahrtschiffen für ca. eine halbe Stunde beleuchtet.
Angel-Safaris
[Bearbeiten]Die nicht ganz billigen Angel-Safaris werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten:
- African Angler. Tel.: +20 (0)97 230 9748, Mobil: +20 (0)12 2749 1892, E-Mail: enquiries@african-angler.net. Das von Tim Baily gegründete Unternehmen gehört zu den Pionieren für Angelsafaris auf dem Nassersee.
- Lake Nasser Adventure, P.O. Box 237, Aswan, Egypt. Mobil: +20 (0)12 2104 0255, (0)12 2350 3825, Fax: +20 (0)97 232 3636, E-Mail: lakenasser@yahoo.com.
- Miskaa (gegenüber Cataract Hotel, Aswan). Tel.: +20 (0)97 232 8866, Mobil: +20 (0)12 2367 1705, (0)10 0700 9428, Fax: +20 (0)97 232 8833.
- El-Temsah, Ramses Hotel Building, Abtal el Tahrir St., Aswan (in Nähe zum Bahnhof, ca. 50 m nördlich der Hotelecke, 2. Etage). Tel.: +20 (0)97 231 5767, Mobil: +20 (0)12 2334 3203, E-Mail: crocodile2004@hotmail.com. Seit 2001 tätig. Das Firmenschild hängt über dem Eingang, es ist in Arabisch, man erkennt aber das Wort „Crocodile“. Mit sieben Booten werden fünf verschiedene Exkursionen angeboten: (1) Fischfang mit Angel (455 ägyptische Pfund (= LE) pro Person und Tag; mindestens vier Personen), (2) Fischfang mit Gewehr/ Harpune (650 LE pro Person und Tag ohne Waffe, Jagd nur vom 15. November bis 30. März möglich; mindestens vier Personen), (3) Angelsafari von Assuan nach Abu Simbel über fünf Nächte und sechs Tage (310 LE pro Person und Tag; mindestens acht Personen), (4) Kreuzfahrt (ohne Angeln) mit Besichtigung aller Tempel und dem Weißen Tal über vier Nächte und fünf Tage (260 LE pro Person und Tag; mindestens zehn Personen) und (5) ab September 2006 eine eintägige Fahrt zur Sandinsel (mit Erholung im heißen Sand, Fischessen, Schwimmen und Besichtigung der Kalabscha-Tempel, 60 LE pro Person). Es besteht die Mitnahmemöglichkeit bei allen Exkursionen für kleine Taschen. Bitte reichen Sie ca. zehn Tage vorher eine Kopie Ihres Reisepasses ein. Der Manager spricht nur Arabisch, es ist günstig, einen Einheimischen mitzunehmen (Preise Stand 2006).
Ursprüngliches Leben in nubischen Dörfern
[Bearbeiten]Alle Ortschaften auf dem Gebiet des Nassersees sind überflutet worden. Die für ihre Bewohner neu angelegten Dörfer können aber kaum noch einen Eindruck von ihrem ursprünglichen Flair geben. Sie werden wohl nur noch Gesprächspartner finden, die Ihnen aus den alten Zeiten berichten. Geblieben sind allerdings noch einige kleine Dörfer im Süden von Assuan im Bereich des alten Staudamms.
Küche
[Bearbeiten]Hotels und Restaurants gibt es nur in Assuan und Abu Simbel.
Unterkunft
[Bearbeiten]Unterkunftsmöglichkeiten gibt es nur in Assuan und Abu Simbel.
Klima
[Bearbeiten]Das Klima ist feuchtwarm, das aus den hohen Temperaturen der angrenzenden Wüstengebiete und der hohen Verdampfungsrate des Nassersees resultiert.
| Nassersee | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittlere höchste Lufttemperatur in °C | 26 | 27 | 29 | 33 | 35 | 38 | 40 | 39 | 37 | 36 | 33 | 29 | Ø | 33.5 |
| Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C | 17 | 18 | 22 | 27 | 32 | 33 | 33 | 33 | 31 | 29 | 23 | 18 | Ø | 26.3 |
| Mittlere Wassertemperatur in °C | 17 | 18 | 20 | 25 | 27 | 28 | 28 | 28 | 26 | 25 | 23 | 20 | Ø | 23.8 |
Sicherheit
[Bearbeiten]Momentan ist Abu Simbel für Ausländer mit einem PKW bzw. Taxi nicht erreichbar. Busfahrten in Konvois sind möglich. Es gibt mindestens einen Konvoi pro Tag, bei Bedarf mehrere. Über die Fahrzeiten informiere man sich bei der Touristenpolizei in Assuan.
Liste der ehemaligen Ortschaften
[Bearbeiten]Die nachfolgende Liste benennt die ehemaligen Ortschaften von Nord nach Süd, die meisten Ortschaften lagen auf dem Westufer.
- Schallāl (Ostufer), Friedhöfe und koptische Kirche sind untergegangen.
- Insel Philae (فيلة, Fīla). Die Insel ist fast vollständig untergegangen. Tempelanlagen wurden auf der Insel Agilkia wiedererrichtet.
- Insel 1 Bīga (جزيرة بيجة). Die tieferliegenden Teile der Insel sind untergegangen. Christlicher Friedhof. Das Pylontor des Temples für Hor-pa-chered steht im Wasser.
- Insel 2 Heiṣa (جزيرة هيصة). Die tieferliegenden Teile der Insel sind untergegangen. Friedhof aus griechisch-römischer Zeit.

- Dābōd (دابود, Dābōd, Westufer), Isis-Tempel ist in einem Park im Zentrum von Madrid wiedererrichtet; Friedhöfe bis in christlicher Zeit.
- Meris Markos (Westufer), Friedhöfe.
- Qertassi, (قرطاسي, Qirṭāsī, Tzitzis, Westufer), Kiosk von Qertassi ist in Neu-Kalābscha wiedererrichtet.
- Abū Hōr (Ajūala, Ostseite), das Tor von Ajūala wurde bereits um 1900 auf die Insel Elephantine gebracht und dort wiedererrichtet.
- Tāfa (Taphis, Westufer), Nord-Tempel ist im Rijksmuseum von Oudheden in Leiden wiedererrichtet.
- Beit el-Wālī (بيت الوالى, Bait al-Wālī, Westufer), Tempel Ramses’ II. ist in Neu-Kalābscha wiedererrichtet.
- Kalābscha (كلابشة, Kalābscha, Westufer), Mandulis-Tempel ist in Neu-Kalābscha wiedererrichtet. Ein früherer Tempel, der in den Fundamenten des Kalābscha-Tempels gefunden wurde, ist auf der Insel Elephantine wiedererrichtet worden, das ptolemäische Tor des Tempels ist heute im Berliner Ägyptischen Museum ausgestellt. Die Einwohner sind nördlich von Kom Ombo angesiedelt worden.
- Wadi Qitna (Westufer), Tumulus-Gräber der X-Gruppe.
- Dendūr (دندور, Dandūr; Tutzis, Westufer), Tempel des Augustus ist im Metropolitan Museum von New York wiedererrichtet.
- Sabagura (Ostufer), befestigte christliche Siedlung.
- Gerf Ḥusein (جرف حسين, Westufer), vor dem Ptah-Felstempel befindliche Tempelteile wurden gesichert, Teile des Tempels sind im Nubia Museum von Assuan ausgestellt. Die Einwohner sind nördlich von Kom Ombo angesiedelt worden.
- Ikkur (Westufer), Festung ist untergegangen.
- Qūbān (Contra-Pselkis, Ostufer), Festung und Friedhöfe sind untergegangen.
- Ed-Dakka (الدكة, ad-Dakka, Westufer), Thot-Tempel ist in Neu-Subu' wiedererrichtet, Friedhöfe sind untergegangen.
- El-Maḥarraqa (المحرقة, al-Maḥarraqa; Hierasykaminos, Westufer), Tempel ist in Neu-Subu' wiedererrichtet.
- Wadi Allaqi (Ostufer), Friedhof der X-Gruppe ist untergegangen.
- Ikmindi (Westufer), christliche Siedlung samt Kirche sind untergegangen.
- Naga esch-Scheima (Westufer), Kirchen und christliche Friedhöfe sind untergegangen.
- El-Meḍīq (Naga el-Oqba, Ostufer), koptische Kirche ist untergegangen.
- Wadi es-Subūʿ (وادي السبوع, Wādī as-Subūʿ, Westufer), Tempel Ramses’ II. und der Speos Amenophis’ III. sind in Neu-Subu' wiedererrichtet, Siedlung der C-Gruppe ist untergegangen. Die Einwohner sind nördlich von Kom Ombo angesiedelt worden.
- Abu Handal (Ostufer), knapp 300 Felsinschriften und ungefähr 5000 Felsgraffiti von der ersten Dynastie bis in christlicher Zeit sind untergegangen.
- ʿAmādā (أمادا, Amādā, Westufer), Tempel wurde in Neu-Amada wiedererrichtet.
- Ed-Derr (الدر, ad-Durr / ad-Dirr, Ostufer), Tempel des Re-Harachte wurde in Neu-Amada wiedererrichtet; das Dorf mit der Moschee ist untergegangen.
- Scheich Daūd (Westufer), Festung der Blemmyer ist untergegangen.
- Karanog (Westufer), Friedhof und Festung sind untergegangen. Funde sind im Nubia Museum von Assuan ausgestellt.
- El-Lesīya (الليسية, Ostufer), Felstempel Tuthmosis’ III. ist im Turiner Ägyptischen Museum wiedererrichtet.
- Qaṣr Ibrīm (قصر إبريم, Qaṣr Ibrīm, Ostufer), Felskuppe ragt heute als Insel aus den Fluten das Nassersees. Einige Felsgrotten sind im Nubia Museum von Assuan wiedererrichtet. Einige Gebäude wie die christliche Basilika sind noch vor Ort zugänglich.
- ʿAnība (عنيبة, ʿAnība; Miʿam, Westufer), Festung und Friedhöfe sind untergegangen, Grab des Pennūt wurde in Neu-Amada wiedererrichtet. Die Einwohner sind östlich von Kom Ombo angesiedelt worden.
- Tōschka (Ostufer), Felsgräber und Dorf sind untergegangen.
- Armenna (Westufer), christliche Siedlung ist untergegangen.
- Er-Ramal (Westufer), christlicher Friedhof und Kirche sind untergegangen.
- Tamit (Westufer), christliche Siedlung und Kirchen sind untergegangen.
- Kaw (Ostufer), christliche Kirche ist untergegangen.
- Abdallah Nirqi (Westufer), christliche Kirche ist untergegangen. Freskos im Nubia Museum von Assuan.
- Abu Simbel (أبو سمبل, Abū Simbal, Westufer), beide Tempel wurden landeinwärts versetzt (Neu-Abu Simbel). Die Einwohner sind südöstlich von Kom Ombo angesiedelt worden.
- Abū Hōda (Abahūda, Ostufer), Speos des Haremhab mit koptischen Wandmalereien ist untergegangen.
- Gebel Adda (Ostufer), islamischer Friedhof und mehrere Kirchen sind untergegagngen.
- Ballāna (Westufer), Friedhof der X-Gruppe ist untergegangen. Grabbeigaben aus den Tumulusgräbern sind im Nubia Museum von Assuan und im Ägyptischen Museum von Kairo ausgestellt. Die Einwohner sind nach Neu-Ballāna südlich von Darau umgesiedelt worden.
- Qusṭul (Ostufer), Friedhof der X-Gruppe ist untergegangen. Grabbeigaben aus den Tumulusgräbern sind im Nubia Museum von Assuan und im Ägyptischen Museum von Kairo ausgestellt.
Ausflüge
[Bearbeiten]Sehr reizvoll wäre es, das ägyptische Unternubien und das sudanesische Obernubien im Rahmen einer gemeinsamen Reise zu erkunden. Dies war Anfang der 1990er Jahre noch möglich. Heutzutage ist der ägyptisch-sudanesische Grenzübergang aber geschlossen.
Der Grenzübertritt ist heute nur von Assuan aus mit einer teuren Fährverbindung nach Wadi Halfa auf dem Ostufer des Assuan-Stausees in den Sudan möglich.
Literatur
[Bearbeiten]Es gibt einen recht umfangreichen Führer zu den archäologischen Stätten am Nassersee:
- : Guide to the Nubian Monuments on Lake Nasser. Kairo: The American University in Cairo Press, 1998, ISBN 978-9774244629 (in Englisch).
Über die Verlegung der Tempel als Folge der Errichtung des Stausees erfährt man mehr in:
- : Auszug aus Nubien. Berlin: Akademie, 1978.
Weblinks
[Bearbeiten]- Nubian Monuments from Abu Simbel to Philae (Unesco World Heritage, englisch)

