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Naturpark Altmühltal

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Der Naturpark Altmühltal liegt in Bayern auf einer Fläche von 2.906 Quadratkilometern und wurde am 25. Juli 1969 gegründet. Er ist Deutschlands drittgrößter Naturpark und zählt dort zu den beliebtesten Freizeit- und Urlaubsregionen.

Felsformation Zwölf Apostel bei Solnhofen
Lage des Naturparks Altmühltal

Regionen[Bearbeiten]

Der Flusslauf der Altmühl ist Kernstück und führt zentral durch die Region.

Orte[Bearbeiten]

Am Flusslauf der Altmühl, flussabwärts sortiert, zwischen den Ortschaften Windsfeld und Gundelsheim beginnt der Naturpark.

  • Treuchtlingen: In der Altmühltherme des Thermalbadeortes kann man sich entspannen, aber auch sportlich aktiv sein.
  • Pappenheim: Inmitten des Naturparks an einer Schleife der Altmühl gelegen. Über der Stadt befindet sich die Burg Pappenheim. Zu besichtigen sind dort die Burgkapelle, der Bergfried, die Folterkammer und mehr.
  • Dollnstein − Ab der Ortschaft Dollnstein weitet sich schlagartig das enge Tal. Hier fließt die Altmühl durch ein früheres Tal der Donau, das so genannte „Urdonautal“.
  • Eichstätt: Die barocke Bischofs- und Universitätsstadt ist das Zentrum des Naturparks und bei Touristen sehr beliebt.
  • Kipfenberg
Altmühl bei Beilngries
  • Beilngries: gehörte früher zum Hochstift Eichstätt. Hier sind das barocke Rathaus oder die Frauenkirche zu sehen. Über der Stadt liegt das Schloss Hirschberg, welches früher als fürstbischöfliche Residenz diente.
  • Riedenburg: Der Luftkurort hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Kristallmuseum, Schloss Rosenburg mit Falkenhof oder Schloss Prunn, eine der besterhaltenen Ritterburgen Bayerns.
  • Kelheim: die frühere Residenzstadt der bayerischen Herzöge liegt am Anfang des Altmühl- und Donautals und eignet sich gut für Wander- und Radtouren, besonders auch für Schiffsfahrten. Bekannt ist die Befreiungshalle König Ludwigs I. und das Kloster Weltenburg. Außerdem beginnt hier der Archäologiepark Altmühltal.

Nördlich des Flusslaufes in Mittelfranken:

  • Weißenburg: Die ehemalige Römerstadt und freie Handelsstadt mit der Wülzburg liegt direkt am historischen Limes.
  • Berching
  • Thalmässing
  • Greding: Auch die Stadt der 21 Türme genannt. Ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren. Sehenswert ist aber auch die historische Altstadt und das fürstbischöfliche Jagdschloss.

Südlich des Flusslaufes in Oberbayern:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Naturpark[Bearbeiten]

Der Naturpark Altmühltal wurde 1969 gegründet, um die Landschaft zu schützen und die Altmühlregion erlebbar zu machen. Er ist geprägt von den vielgestaltigen Mittelgebirgslandschaften der südlichen Frankenalb. Typische Landschaftsmerkmale sind Wacholderheiden, Trockenrasen, Feuchtwiesen, malerische Felsformationen und Steinbrüche. Knapp die Hälfte der Naturparkfläche ist bewaldet.

Die Altmühl fließt als Achse von West nach Ost durch den Naturpark. Ab Töging bei Dietfurt wurde der Fluss kanalisiert und ist damit heute Bestandteil des Main-Donau-Kanals, der bei Kelheim in die Donau mündet.

Die größten Teile des Naturparks liegen in Mittelfranken, Oberbayern und Niederbayern. Lediglich die Stadt Dietfurt liegt in der Oberpfalz.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • A9 Nürnberg-München: Ausfahrten Symbol: AS 57, Greding, Symbol: AS 58, Altmühltal/Eichstätt und Symbol: AS 59, Denkendorf
  • A9 München-Nürnberg: Ausfahrten Symbol: AS 61, Ingolstadt-Nord, Symbol: AS 60, Lenting und Symbol: AS 59, Denkendorf
  • A3 Nürnberg-Regensburg: Ausfahrten Symbol: AS 92a, Neumarkt i. d. Oberpfalz und Symbol: AS 92b, Neumarkt-Ost
  • A3 Regensburg-Nürnberg: Ausfahrt Symbol: AS 94, Parsberg

sowie die Bundesstraßen:

  • B2 Nürnberg - Augsburg
  • B13 Würzburg - Ingolstadt - München
  • B299 Altenmarkt an der Alz - Windischeschenbach

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Städte Gunzenhausen, Treuchtlingen, Eichstätt, Weißenburg und Kinding sind gut an das Fernverkehrsnetz angebunden. In Treuchtlingen befindet sich ein ICE-Halt. Kinding ist Haltestation des München-Nürnberg-Express.

Die landschaftlich hochattraktive Altmühlbahn führt im Flusstal der Altmühl durch das Kernstück des Naturparks mit zahlreichen Jurafelsen an den Talhängen und den weltbekannten Solnhofer Steinbrüchen an der Bahnstrecke. Haltestellen sind (von Nord nach Süd) Treuchtlingen Pappenheim, Solnhofen, Rennertshofen, Dollnstein, Obereichstätt und Eichstätt Bahnhof. Diese werden durch zwei Regionalbahnen im Stundentakt bedient. Detaillierte Infos zur Bahnstrecke siehe auch im Artikel zum Altmühltal.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Linie 1: Riedenburg - Kelheim - Regensburg - und zurück, · Verkehrt jeweils 3 mal an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von Karsamstag bis 3. Oktober.
Linie 2: Eichstätt - Kinding Bahnhof - Beilngries - Dietfurt - Riedenburg - und zurück, · Verkehrt täglich vom 1. Mai bis 3. Oktober
Linie 3: Kelheim - Weltenburg - Eining - Bad Gögging - Neustadt an der Donau - Abensberg, · Verkehrt jeweils 3 mal an Samstagen und Sonn- und Feiertagen von Karsamstag bis 3. Oktober.
Kanal-Altmühl-Express mit Bahnanschluss aus Nürnberg: · Neumarkt, Bahnhof − Berching − Beilngries − Dietfurt a.d.Altmühl und zurück. · Verkehrt jeweils 2 mal an Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis 1. November.
  • Panoramaschiff "Altmühlperle" zwischen Kelheim - Riedenburg - Dietfurt, April bis Oktober
  • Personenschifffahrt im Altmühltal von Beilngries nach Kelheim oder von Kelheim nach Dietfurt von Ende April bis Oktober

Altmühlbahn[Bearbeiten]

Die Bahnstrecke Ingolstadt–Treuchtlingen (auch Altmühlbahn) wurde am 12. April 1870 als Teil der ersten direkten Bahnverbindung von Ingolstadt nach Nürnberg eröffnet. Bis dahin dauerte die Reise von München nach Nürnberg über Augsburg noch neun Stunden, die neue Strecke verkürzte die Fahrtzeit beträchtlich und hatte seinerzeit daher auch strategische Bedeutung, sie machte Ingolstadt und Treuchtlingen zu überregional wichtigen Eisenbahnknoten.

Ab dem Halt Eichstätt Bahnhof verläuft die Bahntrasse im Flusstal und folgt in einer landschaftlich hoch attraktiven Route den Windungen der Altmühl, zwei davon fast mit 180°. Die zweigleisige Strecke erschließt mit eher gemächlicher Reisegeschwindigkeit das Kernstück des Naturparks mit zahlreichen Jurafelsen an den Talhängen und den weltbekannten Solnhofer Steinbrüchen, sie ist weltweit Vorbild für viele Modelleisenbahnlandschaften mit Eisenbahnbrücken und Tunnels.

Die Haltestellen an diesem 29 km langen Teilstück im Altmühltal sind (von Nord nach Süd) Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen, Rennertshofen, Dollnstein, Obereichstätt und Eichstätt (Bahnhof). Die Strecke wird von der DB im zweistündigen Wechsel von den beiden Regionalbahnen München – Ingolstadt – Treuchtlingen – Nürnberg und München – Ingolstadt – Treuchtlingen befahren, alle Züge halten an allen Stationen, die damit im Stundentakt bedient werden. (wikipedia: Bahnstrecke Ingolstadt – Treuchtlingen).

Die 2006 eröffnete ICE-Stecke Ingolstadt - Nürnberg verbindet heute die beiden Städte in fahrplanmäßigen 31 Minuten und entlastet die Bahnstrecke Ingolstadt – Treuchtlingen komplett vom Fernverkehr der Bahn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Burggarten „Hortus Eystettensis" Eichstätt
  • Sola-Basilika Solnhofen
  • Felsformation Zwölf Apostel in Solnhofen
  • Römische Thermen Weißenburg
  • Befreiungshalle Kelheim
  • Schloss Neuburg an der Donau
  • Burg Pappenheim
  • Schloss Ratibor Roth

1 Archäologiepark Altmühltal, zwischen Kelheim und Dietfurt. Info beim Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V. Tel.: +49 (0)9441 207-330 (Tourismusverein in Kelheim). Seit 2008 gibt es einen 39 km langen, ausgeschilderten Fuß- und Radweg (auf dem Fünf-Flüsse-Radweg bzw. Altmühl-Radweg) im Flusstal mit Nachbauten keltischer Gebäude und Festungsanlagen, Wohnhöhlen der Neandertaler oder Gräbern der Bronze- und Eisenzeit. Das größte Bauwerk ist ein 35 m langes Stadttor einer keltischen Siedlung. Die Rekonstruktionen und Nachbauten entstanden aus den Erkenntnissen der baubegleitenden Ausgrabungen in den Jahren 1976 bis 1991 im Zuge der Vorwegmaßnahmen des Main-Donau-Kanals; Audiostationen auf deutsch und englisch Preis: kein Eintritt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Chinesenfasching in Dietfurt
Chinesenfasching in Dietfurt an der Altmühl
  • Immer am Unsinnigen Donnerstag findet der Dietfurter Chinesenfasching (Wikipedia) statt. Um 13:61 Uhr beginnt der große Faschingsumzug, der aus etwa 50 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen besteht. Fast alle Gruppen haben in irgendeiner Form Bezug zu China. Höhepunkt ist der große Drachenwagen, der die Sänfte des Kaisers trägt, dem die Massen mit dem Ruf Kille-Wau huldigen.
  • Das Treuchtlinger Volksfest beginnt am zweiten Freitag im Juli und dauert zehn Tage
  • Ritterturnier auf Burg Pappenheim
  • Bergwaldtheater Weißenburg
  • Neumarkter Passionsspiele

Wandern[Bearbeiten]

  • Altmühltal-Panoramaweg: Seit 2005 führt der Altmühltal-Panoramaweg von Gunzenhausen nach Kelheim. Die 200 km lange Strecke führt vorbei an der Thermenstadt Treuchtlingen, Pappenheim mit seiner Burg, Eichstätt, Kipfenberg mit dem Infopoint Limes, dem historischen Beilngries und der Drei-Burgen-Stadt Riedenburg.
  • Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt
  • Ostbayrischer Jakobsweg
  • Jurasteig: Der Jurasteig ist ein Rundweg durch den bayrischen Jura. 70 km der insgesamt 230 km langen Strecke verlaufen durch den Naturpark Altmühltal.
  • Limeswanderweg: Entlang des Limes verläuft der 115 km lange Weg von Gunzenhausen bis Bad Gögging. Zu sehen sind dabei nicht nur Naturlandschaften wie Wacholderheiden oder Buchenwälder, sondern auch freigelegte Thermen, rekonstruierte Wachtürme und Limeskastelle.

Radfahren[Bearbeiten]

  • Altmühltal-Radweg: Auf einer 166 km langen Strecke lässt sich der Naturpark Altmühltal bequem mit dem Fahrrad erkunden.
  • Der Limes-Radweg: verläuft über 440 km von Miltenberg nach Regensburg. 115 km verlaufen davon durch den Naturpark Altmühltal zwischen Theilenhofen und Kelheim unmittelbar neben der römischen Grenzbefestigung, dem Limes.

Klettern[Bearbeiten]

Im Frankenjura finden sich für jeden Klettertypen geeignete Routen.

  • Dollnstein: Burgsteinfelsen mit über 30 Routen
  • Konstein/Aicha: Dohlenfels mit 59 Touren auf bis zu 35 Meter hohen Wänden, 25 Meter hoher Turm Madonna mit 16 Routen
  • Hochseilgärten:
  • Naturerlebnis- und Waldhochseilgarten am Beilngrieser Hirschberg
  • Hochseilpark Pappenheim
  • Hochseilgarten Sausthal

Fossiliensteinbruch Eichstätt[Bearbeiten]

Der Hobbysteinbruch bietet die Möglichkeit, selbst auf Schatzsuche zu gehen. Er ist ein ideales Ausflugsziel für Familien. Am dortigen Kiosk kann benötigten Werkzeug ausgeliehen werden. Ein Lehrpfad zur Geschichte des Steinabbaus informiert mit anschaulich gestalteten Tafeln über die Juraplattenkalke.

Küche[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Archäologiepark Altmühltal, Ein Reiseführer in die Vorzeit; Michael M. Rind und Ruth Sandner; 14,90 €; Verlag Schnell & Steiner, August 2008; ISBN 3795421063;

Weblinks[Bearbeiten]


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