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Gunzenhausen

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Gunzenhausen
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Gunzenhausen ist eine Stadt und ein staatlich anerkannter Erholungsort zwischen Altmühl- und Brombachsee im Fränkischen Seenland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Stadtwappen Gunzenhausen
Karte von Gunzenhausen

Gunzenhausen liegt mitten im Fränkischen Seenland und südöstlich des Altmühlsees. Durch die Stadt fließt die Altmühl. Im Zuge der Entstehung des Fränkischen Seenlands wurde nördlich von Gunzenhausen der Altmühlsee angestaut. Das Gemeindegebiet von Gunzenhausen ist von Hügeln und Wiesen geprägt.

Zahlreiche Ausgrabungsfunde im Bereich der Stadt belegen die Besiedlung bereits zu vorgeschichtlicher Zeit. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 823. Ab 1368 erhielt die Stadt erstmals das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten, die Erlaubnis zum Bau umfangreicher Befestigungsanlagen mit Stadtmauer, Türmen und Graben sowie der großen Stadtkirche. Das barocke Bild der Stadt prägte der absolutistische Fürst Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach (der „Wilde Markgraf“) im 18. Jahrhundert. 1806 fiel Gunzenhausen an das Königreich Bayern.

1972 wurde der Landkreis Gunzenhausen im Zuge der Gebietsreform mit dem Landkreis Weißenburg zusammengelegt und Gunzenhausen verlor seinen Status als Kreisstadt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform (1971 bis 1978) kamen insgesamt 14 bis dahin selbständige Gemeinden zu Gunzenhausen.

Heute hat 1 Gunzenhausen neben der Kernstadt 14 Ortsteile. Einige ( * ) von ihnen gliedern sich wiederum in weitere, teilweise sehr kleine Ortsteile (hier nicht genannt):

2 Aha * Aha * in der Enzyklopädie Wikipedia Aha * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAha * (Q399750) in der Datenbank Wikidata,
3 Büchelberg Büchelberg in der Enzyklopädie Wikipedia Büchelberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBüchelberg (Q810179) in der Datenbank Wikidata,
4 Cronheim * Cronheim * in der Enzyklopädie Wikipedia Cronheim * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCronheim * (Q810183) in der Datenbank Wikidata,
5 Frickenfelden Frickenfelden in der Enzyklopädie Wikipedia Frickenfelden im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFrickenfelden (Q810215) in der Datenbank Wikidata,
6 Laubenzedel * Laubenzedel * in der Enzyklopädie Wikipedia Laubenzedel * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLaubenzedel * (Q810241) in der Datenbank Wikidata,
7 Nordstetten Nordstetten in der Enzyklopädie Wikipedia Nordstetten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNordstetten (Q810267) in der Datenbank Wikidata,
8 Oberasbach * Oberasbach * in der Enzyklopädie Wikipedia Oberasbach * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOberasbach * (Q810299) in der Datenbank Wikidata,
9 Pflaumfeld * Pflaumfeld * in der Enzyklopädie Wikipedia Pflaumfeld * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPflaumfeld * (Q810073) in der Datenbank Wikidata,
10 Schlungenhof Schlungenhof in der Enzyklopädie Wikipedia Schlungenhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchlungenhof (Q810328) in der Datenbank Wikidata,
11 Stetten * Stetten * in der Enzyklopädie Wikipedia Stetten * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStetten * (Q810347) in der Datenbank Wikidata,
12 Streudorf * Streudorf * in der Enzyklopädie Wikipedia Streudorf * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStreudorf * (Q810368) in der Datenbank Wikidata,
13 Unterasbach Unterasbach in der Enzyklopädie Wikipedia Unterasbach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUnterasbach (Q810372) in der Datenbank Wikidata,
14 Unterwurmbach * Unterwurmbach * in der Enzyklopädie Wikipedia Unterwurmbach * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUnterwurmbach * (Q810092) in der Datenbank Wikidata,
15 Wald * Wald * in der Enzyklopädie Wikipedia Wald * im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWald * (Q810381) in der Datenbank Wikidata.

Die Nachbargemeinden sind:

16 Arberg Arberg in der Enzyklopädie Wikipedia Arberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArberg (Q506190) in der Datenbank Wikidata,
17 Muhr am See Muhr am See in der Enzyklopädie Wikipedia Muhr am See im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuhr am See (Q267993) in der Datenbank Wikidata,
18 Haundorf Haundorf in der Enzyklopädie Wikipedia Haundorf im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaundorf (Q525879) in der Datenbank Wikidata,
19 Ornbau Website dieser Einrichtung Ornbau in der Enzyklopädie Wikipedia Ornbau im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOrnbau (Q572242) in der Datenbank Wikidata,
20 Unterer Wald Unterer Wald in der Enzyklopädie Wikipedia Unterer Wald im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUnterer Wald (Q2497472) in der Datenbank Wikidata,
21 Pfofeld Pfofeld in der Enzyklopädie Wikipedia Pfofeld im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPfofeld (Q525945) in der Datenbank Wikidata,
22 Theilenhofen Theilenhofen in der Enzyklopädie Wikipedia Theilenhofen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTheilenhofen (Q525850) in der Datenbank Wikidata,
23 Wassertrüdingen Wassertrüdingen in der Enzyklopädie Wikipedia Wassertrüdingen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWassertrüdingen (Q502762) in der Datenbank Wikidata,
24 Unterschwaningen Unterschwaningen in der Enzyklopädie Wikipedia Unterschwaningen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUnterschwaningen (Q31640) in der Datenbank Wikidata,
25 Gnotzheim Gnotzheim in der Enzyklopädie Wikipedia Gnotzheim im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGnotzheim (Q547059) in der Datenbank Wikidata,
26 Dittenheim Dittenheim in der Enzyklopädie Wikipedia Dittenheim im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDittenheim (Q549167) in der Datenbank Wikidata.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Der 1 Flughafen Nürnberg Website dieser Einrichtung Flughafen Nürnberg in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Nürnberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Nürnberg (Q265994) in der Datenbank Wikidata ist rund 70 km von Gunzenhausen entfernt, für die man mit dem Auto etwa eine Stunde benötigt, mit der Bahn 1:20 Std. (Umsteigen in Nürnberg Hbf und Pleinfeld).
  • Außerdem gibt es den 2 Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg in der Enzyklopädie Wikipedia Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlugplatz Gunzenhausen-Reutberg (Q1414615) in der Datenbank Wikidata (EDMH) mit einer asphaltierten Landebahn für Motorflugzeuge bis 2000 kg, Motorsegler, Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 3 Bahnhof Gunzenhausen Bahnhof Gunzenhausen in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Gunzenhausen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Gunzenhausen (Q721940) in der Datenbank Wikidataliegt direkt an den Bahnlinien WürzburgAnsbachTreuchtlingen und Gunzenhausen–Pleinfeld, beide werden im Stundentakt von Regionalbahnen bedient. Von Würzburg fährt man 1½ Std., von Ansbach 18 Minuten. Aus Nürnberg kommend, muss man in Pleinfeld oder Ansbach umsteigen und ist knapp eine Stunde unterwegs; von Augsburg oder Ingolstadt braucht man über Treuchtlingen jeweils ca. 1:10 Std. Lediglich einmal am Tag hält ein Intercity der Linie Hamburg–Hannover–Kassel–München. Die nächstgelegenen ICE-Bahnhöfe sind Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg. Auf der Strecke Nördlingen–Gunzenhausen verkehren nur Museumsbahnen und Güterzüge.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Gunzenhausen liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen B13 (Würzburg–Ansbach–Ingolstadt–München) und B466 (Nürnberg–Nördlingen–Heidenheim). Die nächsten Autobahn-Anschlussstellen sind Ansbach oder Lichtenau an der A6 (Nürnberg–Heilbronn), Hilpoltstein an der A9 (Nürnberg–München) und Dinkelsbühl/Fichtenau an der A7 (Würzburg–Ulm). Kommt man auf der A7 aus nördlicher Richtung, ist es aber schneller, am Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim auf die A6 zu wechseln und bis Ansbach zu fahren.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch die Stadt verläuft der Altmühltal-Radweg. Die Etappe von Rothenburg ob der Tauber ist 80 km flussabwärts, von Eichstätt 70 km bzw. von Treuchtlingen 25 km flussaufwärts.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Stadtkirche St. Maria
  • Die spätgotische evangelische Stadtkirche 1 St. Maria St. Maria in der Enzyklopädie Wikipedia St. Maria im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Maria (Q19309376) in der Datenbank Wikidata (1448–1496).
  • Die 2 Heilig-Geist-Kirche (Spitalkirche) wurde 1352 gestiftet und 1701 im Barockstil umgestaltet.
  • Von der evangelischen Stadtkirche zu unterscheiden ist die katholische Pfarrkirche 3 St. Marien St. Marien in der Enzyklopädie WikipediaSt. Marien (Q20754431) in der Datenbank Wikidata aus der Nachkriegszeit (1959/60).
  • Die 4 Markgrafenkirche zum Heiligen Kreuz Markgrafenkirche zum Heiligen Kreuz in der Enzyklopädie WikipediaMarkgrafenkirche zum Heiligen Kreuz (Q22692945) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Aha wurde 1721 erbaut. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde sie umgebaut.
  • Die Kirche 5 St. Maria Magdalena St. Maria Magdalena in der Enzyklopädie Wikipedia St. Maria Magdalena im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Maria Magdalena (Q32545317) in der Datenbank Wikidata grenzt an das Schloss Cronheim.
  • Die 6 Kapelle Frickenfelden Kapelle Frickenfelden in der Enzyklopädie Wikipedia Kapelle Frickenfelden im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKapelle Frickenfelden (Q14898214) in der Datenbank Wikidata wurde 1880 als Rathaus und Spritzenhaus errichtet. Später diente es verschiedenen Zwecken. 1994 wurde das Gebäude zur Kapelle umgebaut.
  • Der Bau der heutigen 7 St.-Sixtus-Kirche St.-Sixtus-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia St.-Sixtus-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt.-Sixtus-Kirche (Q1493969) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Laubenzedel erfolgte 1415. Einen neuen Turm erhielt die Kirche 1678.
  • Die Kirche 8 St. Wolfgang St. Wolfgang in der Enzyklopädie Wikipedia St. Wolfgang im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Wolfgang (Q21683153) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Oberasbach wurde 1876 bis 1878 errichtet. Ihr mittelalterliche Vorgänger wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.
  • Das Langhaus der Chorturmkirche 9 St. Laurentius im Ortsteil Pflaumfeld stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. 1853/54 wurde die Kirche erneuert.
  • Die Kirche 10 St. Peter St. Peter in der Enzyklopädie Wikipedia St. Peter im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Peter (Q21601392) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Stetten aus dem Mittelalter erhielt 1568 ein neues Langhaus, 1615 einen neuen Turm.
  • Das Untergeschoss des Turmes der 11 St. Michaelskirche St. Michaelskirche in der Enzyklopädie Wikipedia St. Michaelskirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Michaelskirche (Q1689469) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Unterasbach geht auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurück.
  • Die 12 St. Jodokus-Kirche St. Jodokus-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia St. Jodokus-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Jodokus-Kirche (Q1773349) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Unterwurmbach wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und 1678 wieder aufgebaut.
  • Die Kirche 13 St. Martin und Ägidius St. Martin und Ägidius in der Enzyklopädie Wikipedia St. Martin und Ägidius im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Martin und Ägidius (Q1773254) in der Datenbank Wikidata im Ortsteil Wald wurde nach Abriss der alten Kirche 1722 bis 1724 erneuert.

Gebäude[Bearbeiten]

Mittelalterlicher Wehrgang
  • Überreste der historischen Stadtbefestigung, darunter ein Stück des mittelalterlichen 14 Wehrgangs (Weißenburger Str./Zur Altmühl), der 15 Färberturm Färberturm in der Enzyklopädie Wikipedia Färberturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFärberturm (Q3632998) in der Datenbank Wikidata (Weißenburger Str. 13) aus dem 14., der 16 Storchenturm Storchenturm in der Enzyklopädie WikipediaStorchenturm (Q15849352) in der Datenbank Wikidata (Sonnenstraße 23) und der 17 Blasturm Blasturm in der Enzyklopädie Wikipedia Blasturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBlasturm (Q882073) in der Datenbank Wikidata aus dem 15. Jahrhundert. Die oberen Stockwerke von letzterem wurden 1603 hinzugefügt und beherbergen eine Türmerwohnung, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann (siehe unter #Museen).
Marktplatz Gunzenhausen
  • Der langgestreckte, historische 18 Marktplatz wird von schön restaurierten Barockbauten geprägt, darunter das 19 Palais Heydenab Palais Heydenab in der Enzyklopädie WikipediaPalais Heydenab (Q3699137) in der Datenbank Wikidata von 1748–50 am Marktplatz 49.
Rathaus
  • 20 Rathaus. Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q721384) in der Datenbank Wikidata. 1621 wurden zwei Bürgerhäuser zum Amtssitz der Oberamtsmänner des Markgrafen umgebaut. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude für verschiedene Zwecke genutzt. Seit 1974 ist es Rathaus.
Jagdschloss und Hofgarten
  • Das ehemalige 21 Jagdschloss des „Wilden Markgrafen“ Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1749) mit Hofgarten und historischem Baumbestand (Dr.-Martin-Luther-Platz 4).
  • Das heutige 22 Schloss Cronheim Schloss Cronheim in der Enzyklopädie WikipediaSchloss Cronheim (Q24089124) in der Datenbank Wikidata wurde 1564 als Wasserburg auf einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet. Es sind nicht mehr alle Gebäudeteile erhalten.
  • Wo heute das 23 Schloss Falkenhausen Schloss Falkenhausen in der Enzyklopädie WikipediaSchloss Falkenhausen (Q3413601) in der Datenbank Wikidata steht, befand sich im 13. Jahrhundert bereits eine Burg.

Museen[Bearbeiten]

Heimatstuben Weipert und Erzgebirgsschau
  • 24 Archäologisches Museum Gunzenhausen (Museum für Vor- und Frühgeschichte), Brunnenstraße 1. Tel.: (0)9831-508306. Archäologisches Museum Gunzenhausen in der Enzyklopädie Wikipedia Archäologisches Museum Gunzenhausen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArchäologisches Museum Gunzenhausen (Q1228245) in der Datenbank Wikidata. Fundstücke aus der Hallstatt- und Latènezeit, Römerzeit, Grabbeigaben aus dem Gräberfeld von Westheim (frühe Merowingerzeit) sowie Exponate des Mittelalters. Geöffnet: Mai–September: Mo-Fr 9–12.30 und 14–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr, So und Feiertage geschlossen; Oktober–April: Mo-Fr 9–12.30 und 14–17 Uhr, Sa 10–13 Uhr, So und Feiertage geschlossen. Preis: Vollzahler 3 €, Kinder bis 14 frei, Jugendliche 2 €.
  • 25 Fossilien- und Steindruckmuseum. Tel.: (0)9831-882655. Fossilien- und Steindruckmuseum in der Enzyklopädie WikipediaFossilien- und Steindruckmuseum (Q26985284) in der Datenbank Wikidata. Das Museum ist in erster Linie den Plattenkalken aus dem nahegelegenen Solnhofen gewidmet, die einerseits wegen der darin eingeschlossenen Fossilien, andererseits wegen ihrer guten Eignung für Steindruck (Lithografie, eine Vorform des heutigen Offsetdruckes) in der Kunst Bedeutung haben. Darüber hinaus werden aber auch Fossilien aus aller Welt sowie historische Druckpressen und mittels Lithografie hergestellte Grafiken bedeutender Künstler (u. a. Marc Chagall, Salvador Dalí, Joan Miró und Toulouse-Lautrec) ausgestellt. Geöffnet: Do-So 10–12 und 14–17 Uhr. Preis: Vollzahler 3,50 €, Kinder u. Studenten 2 €.
  • 26 Stadtmuseum, Rathausstraße 12. Tel.: (0)9831-508306. Stadtmuseum in der Enzyklopädie WikipediaStadtmuseum (Q26985457) in der Datenbank Wikidata. Im barocken Palais Zocha befindet sich die heimat- und stadtgeschichtliche Sammlung Gunzenhausens, dazu gehören Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Trachten, Keramikstücke, Spielzeug, jüdisches Kulturgut sowie Fayencen aus dem Jagdschloss. Aufgrund von brandschutzrechtlichen Vorschriften muss das Stadtmuseum Gunzenhausen bis auf weiteres geschlossen bleiben.
  • 27 Gunzenhäuser Fachwerkstadel, Zum Schießwasen 16. Tel.: (0)9831-508-300. Fachwerkbau mit Satteldach aus dem Jahr 1753. Er beherbergt eine heimatkundliche Sammlung sowie die Erzgebirgsschau und Weiperter Heimatstube mit handgeschnitzten und elektrisch angetriebenen beweglichen Krippen- und Märcheninszenierungen. Gunzenhausen übernahm nach 1945 die Patenschaft über die vertriebenen Sudetendeutschen aus Weipert (dem heutigen Vejprty) im böhmischen Erzgebirge. Kontakt über das Kulturbüro der Stadt, Rathausstraße 12. Geöffnet: nur auf Anfrage.
  • Blasturm, Rathausstraße. Tel.: (0)9831-508-300. Die einstige Wohnung des Stadttürmers im 1603 errichteten, nördlichen Torturm der historischen Stadtbefestigung kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Von hier hat man einen herrlichen Rundblick. Anmeldung über Tourist-Information, Rathausstraße 12. Geöffnet: Öffentliche Führung (kostenlos) Mai–Oktober Do 11.30 und So 11 Uhr; Gruppenführungen auf Anfrage.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Reste des Obergermanisch-Raetischen Limes (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2005) gibt es im Burgstallwald östlich der Stadt, dazu gehören einige Wachposten sowie das 28 Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck in der Enzyklopädie WikipediaKleinkastell am Hinteren Schloßbuck (Q1746899) in der Datenbank Wikidata (ca. 2 km östlich des Stadtkerns; südlich der Frickenfelder Straße; nächste Bushaltestelle ist Lerchenstraße (Linie 640), von dort sind es noch 700 m Fußweg). Diese sind jedoch nur an Bodenerhebungen erkennbar, man darf sich hier kein rekonstruiertes Kastell vorstellen, wie es sich an anderen Abschnitten des Limes findet. Deutlich mehr zu sehen gibt es da schon am Kastell Theilenhofen (Iciniacum), 10 km südöstlich von Gunzenhausen (siehe unter #Ausflüge).
  • 29 Jüdischer Friedhof. Jüdischer Friedhof in der Enzyklopädie Wikipedia Jüdischer Friedhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJüdischer Friedhof (Q1242765) in der Datenbank Wikidata. Der heutige Friedhof wurde am 26. August 1875 eingeweiht. Unter der NS-Herrschaft wurde der Friedhof eingeebnet. Von den ursprünglich mehr als 400 Grabsteinen wurden 41 zurückgebracht und an neuen Standorten innerhalb des Friedhofs aufgestellt.
Luftbild Altmühlsee
  • Der Altmühlsee ist ein aufgestauter See vor Gunzenhausen und wird von der Altmühl gespeist. Er liegt in einer flachen Ebene und ist weitgehend eingedeicht. Seine Tiefe beträgt nur 2,5 m. Dadurch erwärmt er sich schnell und ist im Spätsommer voller Algen, sodass Baden nicht mehr möglich ist. Der Abfluss geht sowohl über die Altmühl in die Donau, wie auch über den Kleinen und Großen Brombachsee in die Rednitz und Regnitz in den Main. Er versorgt den Main und den Main-Donau-Kanal mit zusätzlichem Wasser. Der westliche Teil des Altmühlsees ist dem Naturschutz gewidmet.
- Länge bis 3,5 km, Breite bis 1,5 km, Tiefe bis 2,5 m, Dammhöhe: 5,5 m; Gesamtfläche 450 ha (Wasserfläche 250 ha, Flachwasserzone und Vogelinsel 200 ha); Rad/Wanderweg um den See 12 km; Vogelinsel mit Lehrpfad 1,5 km und Aussichtsturm;
Seezentren in Schlungenhof, Muhr, Wald (Segelschule), Schlungenhof (Surfzentrum), Erholungsanlagen am Zuleiter in Gern und Mörsach; Schifffahrt von Mai bis Oktober

Aktivitäten[Bearbeiten]

Segelhafen am Altmühlsee
  • Flanieren, Radfahren oder Inlineskaten auf der Altmühlpromenade und am Altmühlsee. Hier gibt es auch mehrere sehr schön gestaltete Spielplätze und Badestellen.
  • Besonders hervorzuheben ist der 1 Erlebnisspielplatz am Altmühlsee, der dem Thema „Römer und Alemannen“ gewidmet ist und auf 1,2 ha Fläche Balance-Geräte, einen Kletterpfad, eine „Ausgrabungsstätte“, eine „Römerstadt“ mit zehn Meter hohem Rutschturm, eine Hängebrücke über die Walder Altmühl und weiteres beinhaltet.
  • Segeln auf dem Altmühlsee: ablegen kann man vom 4 Seezentrum Gunzenhausen-Schlungenhof am südöstlichen oder vom 5 Seezentrum Wald am südwestlichen Ufer des Stausees.
  • 2 Surfcenter Altmühlsee, Schlungenhof Surfufer, Ansbacherstraße 99. Tel.: (0)9831-1240, E-Mail: . Windsurfen, Kitesurfing und Stand-Up-Paddling sowie Kajakvermietung. Preis: SUP-Brett und Paddel 1 Std. 13 €, ganzer Tag 45 €; Surfbrett und -rigg 1 Std. 18 €, ganzer Tag 65 €; 2er-Kajak 1 Std. 18 €, ganzer Tag 65 €.
  • Fahrt mit dem Ausflugsdampfer MS Altmühlsee (vom 15. April bis 3. Oktober mehrere Rundfahrten pro Tag; vom 4. Oktober bis 5. November nur Mi, Sa, So und Feiertage)
  • Limeswanderweg – 120 km von Gunzenhausen (Archäologisches Museum) über Burgstallwald (Reste zweier Wachtürme und Limesmauern), Theilenhofen (Therme des Iciniacum), Ellingen (Kastell Sablonetum), Burgsalach (Kleinkastell Burgus), Naturpark Altmühltal bis Bad Gögging
  • Es gibt spezielle Veranstaltungen für Kinder („Steinzeit – Wilde Zeit“, „Dem Mittelalter auf der Spur“, „Kleinlebewesen in der Altmühl“ oder „Das Geheimnis des Wasserstorchs“ heißen zum Beispiel die Themen)

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Edeka Höfler, Weißenburger Str. 108, 91710 Gunzenhausen. Tel.: +49 (0)9831 4809, E-Mail: . Supermarkt Geöffnet: Mo-Sa 8–20 Uhr.
  • 2 Kaufland, Ansbacher Str. 11, 91710 Gunzenhausen. Tel.: +49 (0)9831 88450. Supermarkt Geöffnet: Mo-Sa 7-20 Uhr.
  • 3 E Altmühlcenter, Spitalfeldstraße 7-9, 91710 Gunzenhausen. Tel.: +49 (0)9831 67190. Supermarkt Geöffnet: Mo-Sa 7-20 Uhr.
  • 4 Netto Marken-Discount, Nürnberger Str. 56, 91710 Gunzenhausen. Tel. gebührenfrei: +49 800 2000015. Discounter Geöffnet: Mo-Sa 7-20 Uhr.
  • 5 Lidl, Alemannenstraße 4, 91710 Gunzenhausen. Tel. gebührenfrei: +49 800 4353361. Discounter Geöffnet: Mo-Sa 7-20 Uhr.
  • 6 NORMA, Industriestraße 6, 91710 Gunzenhausen. Tel.: +49 (0)911 23734733. Discounter Geöffnet: Mo-Sa 7-20 Uhr.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Gasthaus Lehner zum Storchennest, Weißenburger Straße 24. Tel.: (0)9831-89303. Traditionelles, gemütliches Gasthaus mit großem Biergarten. Nach Ansicht von Einheimischen gibt es hier das „weltbeste Schäufele“. Die Karte ist von typisch fränkischen Gerichten und deftigen Brotzeiten geprägt, es gibt auch eine wechselnde Tageskarte. Abends kann es sehr voll werden, Reservierung empfohlen. Geöffnet: Di-Sa ab 17 Uhr; So+Mo Ruhetag. Preis: Hauptgerichte 9,90–22,90 €.
  • 2 Café am Wehrgang, Weißenburger Straße 15 (Ecke Sonnenstraße). Tel.: (0)9831-2081, E-Mail: . Café und Konditorei mit eigener Tortenherstellung sowie spanische Tapas- und Cocktailbar. Es gibt auch ein paar romantisch-verspielt eingerichtete Gästezimmer und Apartments, sehr gutes Frühstück. Sympathische, hilfsbereite Gastgeber, Unterstellmöglichkeit für Fahrräder. Preis: DZ 74 € inkl. Frühstück.

Gewerbe[Bearbeiten]

  • 1 Schorschbräu, Oberasbach 16a, 91710 Gunzenhausen. Tel.: +49 (0)9831 883250. Die kleine Brauerei hält derzeit den Weltrekord mit einem Bier mit 57 %. Wer eines der Spezialbiere von 13 % bis 43 % Alkoholgehalt kaufen möchte, kann das nicht direkt bei der Brauerei tun, sondern bei:

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Gästezimmer und Apartments im Café am Wehrgang, siehe oben.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Während der üblichen Ladenöffnungszeiten gibt es ausreichend Apotheken in Gunzenhausen.
  • Der Apotheken-Notdienst ist auch in Gunzenhausen gewährleistet. Einen stets aktuellen Hinweis findet man an der Eingangstür einer der örtlichen Apotheken.
  • Mehrere Ärzte (auch Fachärzte) und Zahnärzte gewährleisten eine gute Versorgung.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Luftbild des Brombachsees
  • Brombachsee – der größte künstlich angelegte See in Franken, ein Freizeitparadies für Wasserfreunde, aber auch für Radfahrer. Das Westufer des Sees befindet sich ca. 9 km östlich des Stadtkerns von Gunzenhausen bei Langlau. Den Bahnhof Langlau erreicht man von Gunzenhausen mit der stündlich fahrenden Regionalbahn Richtung Pleinfeld in 6 Minuten, von dort sind es noch 1,5 km bis ans Seeufer.
  • Weißenburg in Bayern (20 km südöstlich; 30–35 min mit Buslinie 639 oder mit der Bahn via Pleinfeld) mit Römermuseum und Limes-Informationszentrum
  • Ansbach (27 km nordöstlich; 18 min mit der Bahn), barock geprägte Residenzstadt mit Schloss und Hofgarten sowie sehenswerter Altstadt
  • Naturpark Altmühltal erstreckt sich südöstlich von Gunzenhausen bis nach Ingolstadt und Kelheim. Am besten erkundet man ihn auf einer Radtour auf dem Altmühltal-Radweg, einer Kanutour auf der Altmühl oder Wanderungen entlang des insgesamt 200 km langen Altmühltal-Panoramawegs. Im Altmühltal liegen unter anderem die folgenden Orte:
    • Treuchtlingen (25 km südöstlich; 14 min mit der Bahn) mit Renaissanceschloss, Burgruine und Karlsgraben (dem unter Karl dem Großen angelegten, ersten Versuch eines Kanals zwischen Main und Donau über die Europäische Hauptwasserscheide
    • Pappenheim (32 km südöstlich; 25 min mit der Bahn via Treuchtlingen) mit der Burgruine der Pappenheimer
    • Solnhofen (35 km südöstlich; 30 min mit der Bahn), Herkunftsort der berühmten Plattenkalke, Fundort des Archaeopterix (reptiloider Vorfahr der Vögel) und Ursprungsort der Lithografie (Steindruck)
    • Dollnstein (45 km südöstlich; 35 min mit der Bahn)
    • Eichstätt (50 km südöstlich; 45 min mit der Bahn); barocke Residenzstadt mit Willibaldsburg, Kirchen, Klöstern und katholischer Universität

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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