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Abensberg

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Abensberg
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Abensberg ist eine Stadt im Landkreis Kelheim in Niederbayern am nördliche Rande der Hallertau. Bekannt ist Abensberg den Feinschmeckern auch als Herkunftsort von erlesenem Spargel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der Abensauen war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Stadtteil Arnhofen wurden Spuren eines Feuersteinbergwerks gefunden. Mit über 20.000 nachgewiesenen Einzelschächten scheint es das größste Feuersteinbergwerk Europas zu sein. Dort bauten die Menschen vor 7.000 Jahren den begehrten Feuerstein, auch Silex genannt, ab, der zu Bohrern, Klingen oder Pfeilspitzen verarbeitet wurde und aufgrund seiner großen Bedeutung als Stahl der Steinzeit gilt.

Auch in der Römerzeit war Abensberg besiedelt. Darauf deutet eine villa rustica, ein römisches Landgut hin, das nahe dem Buchhof nördlich von Abensberg gefunden wurde. Das ehemalige Römerastell Abusina, das oft fälschlicherweise mit Abensberg gleichgesetzt wird, liegt bei Eining, das sich etwa sieben Kilometer nordwestlich von Abensberg befindet und nicht dem Stadtgebiet zugerechnet wird.

Die erste Erwähnung des Namens Abensberg (Habensperch) fand im Jahr 1138 durch Gebhard I. aus dem Hause der Herren von Ratzenhofen statt, Gebhards Frau Sophie von Mengkofen gehörte der Sippe der Babonen an. Um diese Zeit muss auch die Burg Abensberg entstanden sein, die aber erst 1256 als castrum Abensperch erstmals urkundlich erwähnt wurde. In dieser Zeit entstand auch eine Siedlung rund um die Burg, allerdings ist unklar, ob diese nicht schon früher bestand. Die Erhebung Abensbergs zur Stadt wurde am 12. Juni 1348 durch die beiden Kaisersöhne Herzog Ludwig, Markgraf von Brandenburg, und seinen Bruder Herzog Stephan von Bayern vorgenommen.

Durch die Erhebung zur Stadt genossen die Abensberger Bürger viele Vorteile: Einerseits durfte die niedere Gerichtsbarkeit ausgeübt werden, andererseits besaß Abensberg nun das Recht, sich mit einer Mauer zu umgeben. Dies wurde später von Ulrich III. von Abensberg genutzt, der eine Stadtmauer errichten ließ, die teils heute noch steht bzw. wiederhergestellt wurde. Außerdem konnten die neu gewonnenen Marktrechte für einen Wochenmarkt und einen Jahresmarkt an St. Ägidien (1. September) genutzt werden. Zudem besaßen die Bürger gegenüber dem Burgherrn eine gewisse Autonomie, die sich besonders durch das Wahlrecht zum Stadtrat auszeichnete.

Diese blühende Epoche wurde 1485 jäh beendet, als Niklas, der letzte Herr von Abensberg, in einem Hinterhalt vom bayerischen Herzog Christoph umgebracht wurde. Das Herzogtum Bayern, das seit langer Zeit Machtansprüche auf das unabhängige Abensberg erhoben hatte, konnte nun einen Pfleger (herzoglichen Verwalter) auf die Stammburg Abensberg entsenden. So verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und fiel an Bayern.

Aventinus (1477-1534), mit bürgerlichem Namen Johann oder Johannes Turmair, gilt als der bekannteste Sohn der Stadt Abensberg. Er begründete die wissenschaftliche Geschichtsschreibung in Bayern und verfasste das erste große, volkstümlich geschriebene Geschichtsbuch in deutscher Sprache. Sein Lebenswerk wurde später durch die Aufnahme in die Ruhmeshalle München und in die Walhalla bei Regensburg gewürdigt.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde in Burg zu Abensberg in einem verheerenden Brand von den Schweden zerstört, obwohl die Stadt zuvor ein Schutzbrief bei den Kriegsgegnern erkauft hatte. Nur die Vorburg blieb erhalten, diese wurde allerdings in der Barockzeit umgebaut. Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) kam es infolge der österreichischen Besetzung unter Graf Ehrenreich von Abensperg und Traun zu einem kurzen, fremdbestimmten Aufleben der Selbstverwaltung einer Grafschaft Abensberg.

Bekanntheit erlangte auch die Schlacht von Abensberg vom 19. und 20. April 1809, deren Begriff mehrere Schlachten zwischen Abens und Großer Laber zusammenfasst. Dabei besiegte Napoleon mit den verbündeten Bayern die Truppen des österreichischen Erzherzogs Karl. In der Folge erhielt Abensberg durch einen Erlass des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph vom 31. Dezember 1809 sein bis heute geführtes Wappen mit zwei gekreuzten Schwertern. Ein Gedenkstein auf der Napoleonshöhe erinnert noch heute an die Schlacht.

Abensberger Spargel[Bearbeiten]

Die Region um Abensberg ist bekannt als Spargelanbaugebiet. Der Abensberger Spargel ist seit 2012 von der EU mit der Ergänzung ggA (geografisch geschütztes Anbaugebiet) geschützt, verwendet werden darf die Bezeichnung nur für die Stangen, die aus dem Sandgürtel zwischen Siegenburg, Neustadt an der Donau, Abensberg und Langquaid im Landkreis Kelheim stammen. Auf den Feldern vor Abensberg wurde der Weiße Spargel erstmals im Jahre 1920 von Michael Salleck, Vorfahre des Brauerei-Inhabers Kuchlbauer, angebaut. Heute ist der Spargel aus der Region weithin bekannt und geschätzt. Er wird traditionell vom ersten Spargelstich (etwa Mitte April) bis zum Johannistag (24. Juni) verkauft und serviert.

Abensberger Beerenland[Bearbeiten]

Eine weitere regionale Spezialität sind Beeren: Die Produzenten von Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren haben sich zur Erzeugergemeinschaft Abensberger Beerenland zusammengeschlossen.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
München92 km
Freising53 km
Ingolstadt40 km
Nürnberg114 km
Regensburg39 km
Kelheim15 km
Straubing64 km
Landshut46 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen München (IATA CodeMUC, Entfernung: 80 km) ist der nächstgelegene internationale Flughafen. Auch der Flughafen Nürnberg IATA CodeNUE (Entfernung: 120 km) ist in erreichbarer Distanz.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 1 Bahnhof von Abensberg hat Anschluss an das Netz der Deutschen Bahn und ist über Regensburg oder Ingolstadt per agilis erreichbar.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Autobahn 93 Holledau-Regensburg wird an der Ausfahrt Abensberg (von Regensburg kommend) oder Siegenburg (von München kommend) verlassen. Auch über die Bundesstraßen 16, 299 und 301 kann Abensberg erreicht werden.

Abensberg ist Ausgangspunkt der Deutschen Hopfenstraße, die entlang der B 301 quer durch die Hallertau nach Freising führt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Abensberg

Abensberg besitzt aufgrund seiner geringen Größe keinen Stadtbus. Alle wichtige Ziele sind fußläufig oder mit dem Pkw gut erreichbar. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr ein kostenloses (Pfandsystem, ähnlich dem der Einkaufswagen), sogenanntes "Stadt-Radl" an den Radlbahnhöfe Osterriedergasse, Bahnhof oder Gillamooswiese auszuleihen.

Als Parkgelegenheit für Besucher der Stadt empfiehlt sich der Großparkplatz 2 Gillamooswiese am südlichen Ortsausgang an der Münchener Straße. Von dort erreicht man die historische Altstadt zu Fuß in fünf Minuten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Innenraum der Stadtpfarrkirche

Kirchen[Bearbeiten]

Die katholische 2 Stadtpfarrkirche St. Barbara mit ihrer auffälligen pyramidenförmige Turmspitze ist eine spätgotische Hallenkirche, erbaut etwa von 1390 bis 1450 als Mittelpunkt der 1380 durch Bischof Konrad VI. von Regensburg neu gegründeten Pfarrei Abensberg. Ursprünglich handelte es sich um eine einschiffige Saalkirche, erst 1516 wurde das Gotteshaus dreischiffig umgebaut. 1762 wurde der obere Teil des Turmes nach einem Blitzeinschlag erneuert, während der quadratische Unterbau noch in gotische Zeit zurückreicht. Die letzte Renovierung fand im Jahre 2002 statt.

Klosterkirche Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel

Das ehemalige 3 Karmelitenkloster mit Klosterkirche am Karmeliterplatz wurde am 27. März 1389 von Graf Johannes II. von Abensberg gestiftet. In den Folgejahren stimmten der Papst und der Regensburger Bischof der Klosterneugrünudng zu, die Schenkung wurde am 7. April 1392 offiziell vollzogen. Zum Kloster gehört die gotische Klosterkirche Unserer Liebe Frau vom Berge Karmel, die ab etwa 1390 erbaut wurde. Der genaue Termin der Fertigstellung ist unbekannt, jedoch ist 1442 eine Altarweihe belegt. Die Erbauung der Klosterkirche lief somit nahezu gleichzeitig zum Bau der Stadtpfarrkirche ab. Die ursprüngliche flache Holzdecke wurde 1614 auf Veranlassung des damals bereits verstorbenen Herzogs Wilhelm des Frommen von Bayern erneuert und bemalt. 1691 wurde der Fußboden aufgefüllt und erhöht. 1673 kam die Orgelempore am Westende des Kirchenschiffs, 1697 die Josefskapelle an der Südseite hinzu. Die tiefgreifendste Umgestaltung der Kirche erfolgte jedoch von 1710 bis 1712. Die Pläne hierzu stammten von dem Franziskaner Frater Philipp Blank; Baumeister war Andreas Haisinger aus Straubing, der Bruder des Abensberger Priors Ambrosius. Die Innenausmalung stammt von dem Kelheimer Jakob Schlemmer. Der Hochaltar wurde von seinem ursprünglichen Platz am Ostende des Chores weiter in Richtung Kirchenschiff verschoben, um dahinter Platz für eine Sakristei sowie einen darüber liegenden Betraum für die Mönche zu schaffen. Die Holzdecke wurde durch ein Tonnengewölbe ersetzt. Auch die übrige Innenausstattung wurde nach und nach barockisiert. So stammt beispielsweise der heutige Hochaltar aus dem Jahre 1717, mehrere Seitenaltäre aus den Jahren 1715 und 1719 und die Kanzel aus der Zeit um 1720. 1712 erhielt die Kirche auch eine reich verzierte Orgel, von der heute aber nur noch das Gehäuse original erhalten ist. Anstelle eines eigenständigen Turmes besitzt die Kirche lediglich einen Dachreiter. Dieser war ursprünglich sechseckig mit Spitze, erhielt später aber eine Kuppel. 1860 wurde er durch einen viereckigen Nachfolger, ebenfalls mit einer schlanken Spitze, ersetzt. Heute trägt die Kirche wieder die sechseckige Version mit zwiebelförmiger Kuppel.

Neben der Kirche, die im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde, verfügt das Kloster über einen Kreuzgang, der bereits aus dem 14. Jahrhundert stammt. Die annähernd quadratische Anlage umgibt einen von zwei Innenhöfen, befindet sich unmittelbar südlich neben der Klosterkirche und ist von der rechten Seitenkapelle aus zugänglich. Zum Innenhof hin besitzt der Kreuzgang hohe Spitzbogenfenster. Bei der letzten Renovierung im Jahre 2003 wurde hier ein Fresko mit der ältesten bekannten Stadtansicht von Abensberg gefunden. Im Kreuzgang befindet sich auch der Zugang zur Gruft für die verstorbenen Mönche des Klosters, die heute noch im Rahmen der Abensberger Kellerführungen besichtigt werden kann.

Evangelische Johanneskirche

Seit der Sakularisierung im Jahre 1802 ist das Kloster in städtischem Besitz. Die Räumlichkeiten wurden von 1817 bis 1954 als städtisches Krankenhaus genutzt. Heute befindet sich hier das Aventinum, eine Gruppe städtischer Veranstaltungsräume benannt nach dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem späteren bayerischen Geschichtsschreiber Johannes Aventinus (1477-1534). Bis 2002 war hier das Aventinus-Museum untergebracht, das 2006 im Stadtmuseum im Herzogkasten aufgegangen ist. Die Klosterkirche wurde ab 1817 wieder für Gottesdienste genutzt, seit 1939 befindet sie sich in Besitz der städtischen Pfarrei St. Barbara. Im April 1945 wurden durch Kriegshandlungen der Dachstuhl und alle Fenster zerstört. Der Wiederaufbau wurde erst 1989 vollendet und umfasste auch eine neue Orgel. Auch heute wird die Kirche noch für Gottesdienste genutzt - allerdings nur im Sommer, da sie unbeheizt ist. Auf dem Klosterdach können jedes Jahr Störche beobachtet werden, die in den nahegelegenen Auengebieten der Abens eine reichhaltiges Nahrungsangebot vorfinden.

Etwa 300 Meter nördlich des Stadtzentrums befindet sich die 4 Johanneskirche (ev.). Sie wurde 1927 erbaut und dient als Zentrum der evangelischen Pfarrgemeinde Abensberg, die über weitere Gotteshäuser in Neustadt an der Donau und Bad Gögging verfügt.

Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Außenansicht
Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Innenraum

Die 5 Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Allersdorf befindet sich auf dem Frauenberg (391m ü. N.N.) südlich von Abensberg. Am Fuß des Frauenberges fließt die Abens. Die Kirche liegt zwar auf dem Stadtgebiet von Abensberg, gehört jedoch zur Pfarrei des benachbarten Biburg. Wahrscheinlich geht die im Jahre 1133 eingeweihte Kirche auf die „Selige“ Bertha von Ratzenhofen († 1151), auch „Selige“ Bertha von Biburg genannt, zurück. Die „Selige Bertha“ ist die Mutter des als heilig verehrten Salzburger Erzbischofs Eberhard von Sittling und Biburg und gilt auch als Stifterin des nahen Klosters Biburg. Die Kirche ist in etwa 15 Minuten zu Fuß vom Großparkplatz Gillamooswiese über den Allersdorfer Weg erreichbar.

Bereits im Mittelalter war die Kirche auf dem Frauenberg ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Um das Jahr 1600 herum wurde die Kirche durch einen Neubau mit zwei Seitenkapellen ersetzt; nur der aus dem 13. Jahrhundert stammende Turm wurde beibehalten. In der Folgezeit nahm die Marienwallfahrt einen erneuten Aufschwung, und schon Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die erste Erweiterung der Kirche nötig. In der Zeit zwischen 1710 und 1716 erfolgten die letzten großen Umbaumaßnahmen. Unter anderem wurde der romanische Turm mit einem neuen Oberteil versehen und erhielt eine laternenförmige Haube. Der Großteil der heute noch vorhandenen Innenausschmückung des Kirchenraumes wurde in diesem Zeitraum geschaffen und auch die zehn Kreuzwegkapellen (siehe unten) stammen aus dieser Zeit. Heute besitzt die Kirche nicht mehr die große Bedeutung, die sie in früheren Jahrhunderten hatte; gelegentlich finden noch Wallfahrten der Pfarrei Abensberg oder Hochzeiten statt.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Stadtplatz mit Rathaus und Hofbräuhaus

Der zentrale Platz in der historischen Altstadt ist der 6 Stadtplatz. Er wird umrahmt vom gotischen Rathaus, dem Stammhaus der Brauerei Kuchlbauer und dem Hofbräuhaus Abensberg, zugleich Geburtshaus des berühmten bayerischen Geschichtsschreibers Johannes Aventinus (1477-1534).

Maderturm

Der 7 Maderturm ist seit jeher das Wahrzeichen Abensbergs und Teil der ehemals aus 32 Rund- und 8 Ecktürmen bestehenden Stadtbefestigung. Er liegt am südwestlichen Ausläufer der historischen Altstadt direkt am Ufer des Abens.

Ein weiterer erhaltener Teil der ehemaligen Stadtbefestigung ist das 8 Regensburger Tor am nordöstlichen Ausläufer des historischen Altstadt. Es ist das einzige vollständig erhaltene Stadttor Abensbergs.

Am südlichen Eingang zur Altstadt liegt das historische 9 Zollhäusl.

Erwähnenswert ist außerdem das Schloss mit 10 Schlossgarten am Aventinusplatz. Vorläufer des Schlosses war die Burg Abensberg. Sie ist wohl schon Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden, wurde allerdings erst 1256 als castrum Abensperch erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Zerstörung der Burg durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg blieb nur die Vorburg erhalten, welche zum barocken Schloss Abensberg umgebaut wurde und heute noch besteht. Im angrenzenden romantischen Schlossgarten findet am ersten und zweiten Adventswochenende immer der Abensberger Niklasmarkt statt.

KunstHausAbensberg

Das wahrscheinlich bekannteste Gebäude Abensbergs kann jedoch nicht als historisch bezeichnet werden. Es handelt sich hierbei um den 2007 bis 2010 errichteten 11 Kuchlbauer-Turm auf dem Gelände der gleichnamigen Weißbier-Brauerei. Die Pläne für den außergewöhnlich farbenfrohen und außerhalb jeder architektonischen Kategorie stehenden Turm stammen vom österreichischen Künstler und Architekten Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), der noch während der Planungsphase verstarb. Die Pläne wurden von dem österreichischen Architekten Peter Pelikan (* 1941) modifiziert und den behördlichen Vorgaben angepasst. So wurde unter anderem die Höhe des Turmes von 70 Metern auf knapp 35 Meter halbiert. Nach leichten Verzögerungen der Bauarbeiten konnte der Turm im Januar 2010 eröffnet werden. Bei einer Brauereiführung können neben dem Turm auch Elemente von Hundertwasser Kachelkunst sowie eine Kopie des Gemäldes „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci bestaunt werden. Im Jahr 2014 wurde in der Nähe der Brauerei Kuchlbauer das 12 KunstHausAbensberg eröffnet - ebenfalls von Peter Pelikan erbaut. Es fällt ebenfalls durch seine Architektur im Stile Hundertwasser sowie durch seinen schiefen und gleichzeitig verdrehten Turm auf. Den Besucher erwartet hier eine Austellung zur Kunst Friedensreich Hundertwassers.

Museen[Bearbeiten]

Stadtmuseum im Herzogskasten
  • 13 Stadtmuseum im Herzogkasten, Dollingerstraße 18, 93326 Abensberg. Tel.: +49 9443 9103 59, E-Mail: . Das Stadtmuseum Abensberg befindet sich seit 2006 im renovierten Herzogskasten am Aventinusplatz; zuvor firmierte es unter dem Namen Aventinus-Museum und war im Karmelitenkloster untergebracht. Neben der Stadtgeschichte, dem Leben in der historischen Stadt und Informationen zu den berühmten Söhnen der Stadt erfährt der Besucher auch allerhand Neues zum Feuersteinbergwerk Abensberg-Arnhofen. Geöffnet: Di-So 10-17 Uhr. Preis: Erwachsene 3,00 €, Kinder ab 6 Jahren 1,50 €, Familien 5,00 €.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Gillamoos

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Der Faschingsgillamoos - in Anlehnung an das große Volksfest im September - wird immer am Faschingsdienstag im Stadtzentrum gefeiert. Unter wechselnden Mottos verwandelt sich die Innenstadt rund um den Stadtplatz zum Ausklang der fünften Jahreszeit in eine wahre Partymeile mit vielfältigen Angeboten für Jung und Alt.
  • Zweimal jährlich wird in Abensberg ein Markt ausgerichtet, der Frühjahrsmarkt und der Herbstmarkt. Die Marktstände befinden sich in der historischen Altstadt. An den Marktsonntagen haben viele Geschäfte in der Innenstadt und im Einkaufszentrum am östlichen Ortsausgang verkaufsoffen.
  • Das Bürgerfest, ein Mittelalterfestival, findet immer am ersten Wochenende im Juli im Schlossgarten und Burggraben statt. Neben vielen Auftritten von Mittelalter-Bands und Gauklergruppen gibt es auch Ritterkämpfe und einen historischen Handwerker- und Verkaufsmarkt zu bestaunen.
  • Der Gillamoos ist einer der ältesten Jahrmärkte Bayerns. Das fünftägige, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Volksfest findet am Wochenende um den ersten Sonntag im September statt. Der Gillamoosmontag (zum Ausklang des Festes) steht im Zeichen der Politik: Alle großen Parteien halten in einem Bierzelt (oder einem Abensburger Wirtshaus) eine Großveranstaltung mit bayern- oder bundesweit bekannten Politikern ab. Seit Jahren ist auch der Kabarettist Wolfgang Krebs als Imitator der bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber, Beckstein und Seehofer fester Bestandteil des Programms am Gillamoosmontag.
  • Der Abensberger Niklasmarkt findet immer am ersten und zweiten Adventswochenende jeweils donnerstags bis sonntags im romantischen Schlossgarten von Abensberg statt.
  • Kuchlbauers Turmweihnacht am sogenannten Hundertwasserturm zieht in der Vorweihnachtszeit Tausende von Besuchern auf das festliche geschmückte Gelände der Brauerei Kuchlbauer, wo neben einem Aufstieg auf den Turm nun auch weihnachtlicher Budenzauber zu bestaunen ist. In der Adventszeit ist der Markt immer mittwochs bis sonntags geöffnet.

Unternehmungen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Regionale Küche[Bearbeiten]

Regensburger Tor

Internationale Küche[Bearbeiten]

  • 7 Gasthaus an der Abens, Münchener Straße 1, 93326 Abensberg (zwischen der historischen Altstadt und der Gillamooswiese). Tel.: +49 9443 906726. Geöffnet: Di-Sa 17-23 Uhr, So 17-22 Uhr.
  • 8 Restaurant Carlitos, Stadtplatz 11, 93326 Abensberg (im ehemaligen Abensberger Hofbräuhaus). Tel.: +49 9443 4199044, Fax: +49 9443 9927801, E-Mail: . Geöffnet: täglich 12-22 Uhr.
  • 9 Mamma Rosa, Steinbruchstraße 1, Offenstetten, 93326 Abensberg (im Ortsteil Offenstetten). Tel.: +49 9443 7917. Geöffnet: Mi-Mo 11:30-14:30 Uhr und 17:30-23:30 Uhr.
  • 10 Turmrestaurant bei Zoran, Weinbergerstraße 17, 93326 Abensberg (direkt im Regensburger Tor). Tel.: +49 9443 929973. Geöffnet: täglich 17-24 Uhr, So auch mittags.
  • 11 El Greco, Ulrichstraße 37, 93326 Abensberg (in der historischen Altstadt). Tel.: +49 9443 992220.

Cafés[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 2 Coronita Bar, Graf-Niclas-Straße 1, 93326 Abensberg (in der historischen Altstadt). Tel.: +49 (0)9443 925950, E-Mail: . Geöffnet: Do-Sa 19-3 Uhr.
  • 3 Stachus - die Bar, Weinbergerstraße 17, 93326 Abensberg (direkt im Regensburger Tor). Geöffnet: Do 20-1 Uhr, Fr/Sa 20-3 Uhr.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Campingplätze[Bearbeiten]

Ferienwohnungen[Bearbeiten]

Übersicht von Ferienwohnungen auf der städtischen Homepage

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Eine reine Postfiliale gibt es in Abensberg nicht mehr. Alle wichtigen Postdienstleistungen werden dem Kunden bei Ideen für Küche + Elektro Schierlinger (Bahnhofstraße 7, 93326 Abensberg) angeboten. Außerdem gibt es bei Edeka Fanderl (Straubinger Straße 42, 93326 Abensberg) ein Basisangebot.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die Schwefelquellen des Kurortes Bad Gögging wurden nachweislich bereits von Römern genutzt. Deshalb steht das Erholungskonzept des Ortes noch heute ganz im Zeichen des antiken Badebetriebs. Neben dem historischen Kurzentrum bildet die 1979 eröffnete Limes-Therme in den Abensauen südlich des Kurzentrums das Herzstück des Erholungsortes.
Das Kastell Abusina war ein römischen Militärlager am Limes, also an der Grenze des antiken römischen Reiches. Durch seine erhöhte Lage an der Donau war die Anlage gut geeignet für die Sicherung und Überwachung des Grenzflusses. Die Überreste des Kastells wurden vollständig freigelegt und zum Teil restauriert. Der Besucher erfährt allerlei Wissenswertes über die Geschichte der Anlage, die seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes gehört.

Weblinks[Bearbeiten]

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