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Ammergauer Alpen

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Kloster Ettal

Die Ammergauer Alpen oder auch „Ammergebirge“ in den bayrischen Alpen gehören zur Nordkette der Kalkalpen und liegen als Grenzgebirge überwiegend in Bayern/ Deutschland und teilweise in Tirol/ Österreich.

Orte[Bearbeiten]

Bei den Orten im Gebirge selber handelt es sich, mit Ausnahme der Gemeinde Oberammergau, um kleinere Orte. Die größeren Ortschaften liegen alle in den Grenztälern am Rand des Gebirges.

in Deutschland[Bearbeiten]

Füssen: Hohes Schloss

Zentral im Gebirge und im Ammergau:

  • Oberammergau (837 m) , Schnitzerdorf, Lüftlmalerei und weltweit bekannter Passionsspielort;
  • Unterammergau (836 m), Lüftlmalerei und Urlaubsgemeinde im Ammertal;

Am Gebirgsrand (von West nach Ost).

  • Füssen, (808 m), höchstgelegene Stadt Bayerns.
  • Schwangau, (796 m) mit seinem Ortsteil Hohenschwangau, Tourismus um die Königsschlösser.
  • Grainau: 750 m; Zugspitzdorf und Höhenluftkurort.

in Österreich[Bearbeiten]

Lermoos mit Ehrwalder Sonnspitz
Zwischentorental mit Lähn-Wengle

Die Orte in Österreich liegen allesamt am Süd- und Westrand der Ammergauer Alpen und gehören zum Außerfern.

Im Ehrwalder Becken:

  • Ehrwald (994 m), Wintersportgemeinde zu Füßen der Zugspitze
  • Lermoos (1004 m) Urlaubsgemeinde und Wintersport
  • Biberwier (989 m) Wintersport und Aktivurlaub

Im Zwischentorental:

  • Bichlbach (1079 m), Winter- und Sommersport, Freizeitpark mit Kletterwald.
  • Heiterwang (994 m), Feriendorf am Heiterwanger See;

Im Lechtal:

  • Reutte (853 m), Marktgemeinde und Hauptort im Außerfern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Ammergauer Alpen werden im Westen vom Lech, im Süden durch das Zwischentorental und den Lechtaler Alpen und im Osten von der Loisach, dem Wettersteingebirge und dem Estergebirge umgrenzt. Im Norden laufen sie ins Flachland mit dem Pfaffenwinkel aus.

Die namensgebende Ammer (Bezeichnung für den Oberlauf der Amper bis zum Ammersee) entwässert das Gebirge an seiner Nordseite.

Das zentrale Tal im Gebirge ist das Graswangtal, es verläuft von West nach Ost und führt mehrere Gewässer, bekanntester Wasserlauf ist der Mühlbach. Der breite Talboden ist durch mächtige und markante Schotterkörper aufgefüllt: Die oberirdischen Bachläufe fließen nach Norden und speisen die Ammer, sie sind im Frühjahr durch das Schwelzwasser äußerst wasserreich und trocknen im Sommer oberirdisch fast aus. Das Grundwasser der tieferen Schichten fließt nach Osten zur Loisach ab, das Graswangtal ist damit eine horizontale Wasserscheide.

Tourismus[Bearbeiten]

Ammergauer Alpen
Schloss Neuschwanstein im Herbst

Mit den Königsschlössern Neuschwanstein, Hohenschwangau und Linderhof hat das Ammergebirge einige der meistbesuchtesten deutschen Touristenattraktionen zu bieten. Am Rand des Gebirges befinden sich mit Garmisch-Partenkirchen und Füssen zwei der bekanntesten deutschen Alpenorte, Oberammergau ist weltweit für seine Passionsspiele bekannt.

Trotz des Rummels rund um diese Touristenattraktionen der Königsschlösser und um das Kloster Ettal ist das Gebirge als Ganzes mit einer niedrigen Bevölkerungsdichte nur gering erschlossen, in den südlichen und nordwestlichen Gebirgsteilen gibt es noch richtige Oasen der Ruhe. Das Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen ist das größte in Bayern.

Wegen der niedrigen Höhe seiner Berge ist das Gebiet ein Wanderparadies, insbesondere auch im Herbst, wenn auf den höheren Gipfeln oft schon der Schnee liegt.

Geologie[Bearbeiten]

Die Ammergauer Alpen zählen zu den Nördlichen Kalkalpen und sind überwiegend aus Dolomit aufgebaut.

Als besonderes Geotop zählen die "Ammergauer Wetzsteinbrüche": vom Pürschlingparkplatz im Graswangtal aus führt die Schleifmühlklamm zu mittlerweile aufgelassenen alten Steinbrüchen, in denen über Jahrhunderte Wetzsteine gewonnen wurden. Diese Wetzsteinkalke sind besonders reich an Kieselsäuren. Info zum Erlebnislehrpfad Schleifmühlklamm Unterammergau als pdf.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Von Norden über die deutsche Autobahn A95 (München-Garmisch) und die Bundesstraße B2
  • Von Westen über die Autobahn A7 (Ulm/ Kempten) bis Füssen.
  • Von Süden über die österreichische Bundesstraßen 179 und 187.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Anschluss an überregionale Bahnlinien gibt es im Westen des Gebirges in Garmisch-Partenkirchen (ICE-Halt) und in Füssen.

Mobilität[Bearbeiten]

Regionale Eisenbahnlinie ist die von der Deutschen Bundesbahn betriebene Außerfernbahn, die entlang der kompletten Ost- und Südseite des Gebirges aus Garmisch-Partenkirchen (in D) und dann in Österreich über Lermoos, Bichlbach, Heiterwang-Plansee, Reutte und Pfronten bis nach Kempten (wieder in D) führt.

Die Ammertalbahn ist eine weitere regionale Eisenbahnlinie, sie verbindet Oberammergau mit Murnau an der Bahnlinie München - Garmisch-Partenkirchen.

Eine Umfahrung des Gebirges in den Grenztälern ist auf landschaftlich hoch attraktiven Strecken gut möglich, die Route ist im Loisachtal aus Garmisch bis Ehrwald und durch das Zwischentorental bis Reutte und Füssen im Osten und Süden fest vorgegeben, an der West- und Nordseite empfiehlt sich zum Beispiel die Route mit der Deutsche Alpenstraße, diese ist hier in einem Teilbereich mit der Romantischen Straße vereinigt.

Eine Durchquerung des Ammergebirges von Ost nach West ist auf einer landschaftlich hoch attraktiver Strecke durch das Graswangtal (in D ) und den im Westen anschließenden Ammerwald (in A) bis nach Reutte gut möglich. Diese Strecke ist aber im Hochwinter je nach den Schneeverhältnissen auch wegen der Lawinengefahr gesperrt.

Eine Durchquerung des Ammergebirges von Nord nach Süd ist nur am Ostrand der Berge auf der Route der deutschen Bundesstraße B 23 von Saulgrub über Unterammergau und Oberammergau bis Oberau möglich. Diese Strecke ist bei regulären Wetterverhältnissen auch im Winter gut befahrbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ettal: Klosterhof mit Basilika

Kirchen[Bearbeiten]

Vielbesuchtes Ziel im Ammergebirge ist das Kloster Ettal, in Füssen das Kloster und Basilika St. Mang. Eine besonders große Auswahl an touristisch attraktiven Kirchen und Klöstern kann der nördlich benachbarte Pfaffenwinkel aufweisen.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Die wichtigsten Touristenattraktionen sind die Königsschlösser Schloß Neuschwanstein und Schloss Linderhof, sehenswert ist auch das Hohe Schloss in Füssen.

Im Gebirge selber gibt es keine Burgen, mittelalterliche Burganlagen befinden sich im Lechtal / Reutte: die Festungsanlage Ehrenberg entstand um 1290 zum Schutz der strategisch wichtigen Fernpassroute.

Berggipfel[Bearbeiten]

Im Gebirge werden insgesamt rund 200 Gipfel gezählt, im Folgenden die wichtigsten nach der Höhe sortiert.

Daniel[Bearbeiten]

Gipfelkreuz Daniel und Zugspitze

1 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Daniel (47° 25′ 57″ N 10° 52′ 49″ O) ist mit 2.340 m der höchste Gipfel im Gebirge und das südwestliche Ende der Ammergauer Alpen hoch über dem Ehrwalder Becken, die Upsspitze (2332 m) ist ein westlicher Vorgipfel am Gipfelgrat des Daniels und die zweithöchste Erhebung des Gebirges, der für Sammler so nebenbei leicht mitgenommen werden kann.

Upsspitze(li) und Daniel (re) von der Martinskapelle in Ehrwald gesehen

Der Zustieg zum Gipfel des Daniel erfolgt als unschwierige Bergwanderung von Lermoos aus (Parken am Bahnhof oder Panoramabad, hier Parken nur für Badbesucher) in ca. 3-3,5 Std und über 1360 mH, auf etwa der drittelsen Strecke befindet sich die im Sommer bewirtschaftete Tuftlalm, sie ist auch mit dem MTB über die Forststraße erreichbar und dem entsprechend beliebt. Der weitere Gipfelanstieg ist auch für geübte Kinder gut geeignet, am Gipfelgrat ist allerdings Disziplinierung erforderlich. Wegen der südseitigen Ausrichtung kann der Anstieg im Sommer auch schon mal recht schweißtreibend warm werden.

Am Gipfel belohnt eine imponierende Aussicht auf die nahe Zugspitze und das Ehrwalder Becken.

Blattberg[Bearbeiten]

Blattberg und Hochschrutte

2 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Blattberg (2247 m, gängige Schreibweise vor Ort, verschiedentlich auch Plattberg) ist der zweithöchste Berg der Ammergauer Alpen und ihr dritthöchster Gipfel, wenn man die Upsspitze als einen Vorgipfel des Daniel zählt. Der Hauptgipfel des Blattbergs trägt die eigenene Bezeichnung Hochschrutte (47° 26′ 42″ N 10° 50′ 32″ O). Der markante Bergrücken des Blattbergs ist der Hausberg von Lähn im Zwischentorental.

Blattberg Ostgrad, Hochschrutte links der Bildmitte

Der Blattberg ist Teil des Mittleren Danielkamms, der vom Daniel zur Kohlbergspitze führt, er wird daher oft in Überschreitungen mit diesen Bergen kombiniert.

Der Start für den recht beliebten Normalanstieg in der Qualität einer Begwanderung erfolgt westlich vom Bahnhof in Lähn durch das Wiestal. Der untere Teil des Gipfelanstiegs ist bewaldet, der obere Teil frei nach Süden augerichtet und im Sommer bei entsprechender Sonneneinstrahlung auch schon mal recht warm. Für den Gipfelanstieg von Osten aus über das Kleine bzw. Große Pfuitjöchl und Schrofen sind am Gipfelgrat Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, es gibt zwei stahlseilversicherte Stellen. Am Gipfel reicht dann der Rundblick von der Zugspitze bis weit in das Allgäu und die Lechtaler Alpen bis tief zum Heiterwanger See. Über den Südwestgrad ist auch die Gipfelüberschreitung möglich.

Für diesen Aufstieg aus Lähn und über ca. gut 1100 mH sind knapp drei Stunden zu rechnen, eine Einkehr ist in der Bichlbacher Alm (1591 m) möglich.

Kreuzspitze[Bearbeiten]

Gipfel

3 Typ ist Gruppenbezeichnung Die Kreuzspitze (2.185 m, 47° 31′ 35″ N 10° 55′ 7″ O) gehört außerhalb der Hauptsaison zu den nicht ganz so oft besuchten Bergen, sie liegt zentral im Gebirge und ist der höchste Gipfel des bayerischen Teils der Ammergauer Alpen.

Der Anstieg über gut 1000 mH und in drei Stunden (oder auch schneller) ist eine etwas anspruchsvollere Bergwanderung:

Kreuzspitze, Gipfelaufbau von Westen / Schwarzenköpfel, der Anstieg erfolgt von links

Start ist der Wanderparkplatz unmittelbar an der Brücke der Ammerwaldstraße über das Nedalmgrieß des Ammerbachs. Von hier geht es ausgeschildert durch das breite Griesbett des Neualplbaches und dann zunächst durch einen Waldpfad nach Osten in das mit zahlreichen Serpentinen etwas mühsame Hochgries bis auf das Schwarzenköpfel (1750 m). Für den felsigen Gipfelanstieg zur Kreuzspitze wird etwas Handgreiflichkeit im griffigen Kalk erforderlich, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist erforderlich. Die letzten paar Meter zum Gipfel sind dann wieder einfacher.

Eine Anstiegsvariante, nach der Strecke deutlich länger und daher besser im Abstieg, führt über den Kuchelberg fast direkt nach Linderhof und trifft kurz unter dem Gipfel auf den Normalanstieg.

Vom Gipfel hat man wegen der zentralen und herausragenden Position eine Aussicht auf alle wichtigen Berge weitum und bis in die Allgäuer Alpen, Lechtaler Alpen und natürlich in das Wetterstein mit der Zugspitze.

Hochplatte[Bearbeiten]

Gipfelpanorama

4 Typ ist Gruppenbezeichnung Die Hochplatte (2.082 m 47° 33′ 9″ N 10° 50′ 36″ O) liegt im zentralen Teil des Gebirges, gehört zu Bayern und ist der höchste Gipfel im Nordteil der Ammergauer Alpen.

Die Überschreitung dieses nach Nord und nach Süd steil abfallenden und felsigen Bergkamms ist bei rund 1,5 Kilometer Länge (in Ost- Westrichtung) eine im Sommer recht beliebte Bergtour für geübte Bergwanderer. Vom Gipfelkamm aus hat man einen weiten Blick über das gesamte Gebirge, in das Voralpenland, bis zu den Tannheimer Bergen und bis zur Zugspitze.

Die Bezeichnung Gamsanger für die Hänge im Ostteil der Hochplatte ist hier wörtlich zu nehmen, die ganze Region um den Gipfel ist bekannt für hohe Bestände an Gämsen. Zudem sind die Tiere auch vergleichsweise wenig scheu: solange der Wanderer die Pfade nicht verlässst, ist eine Annäherung auf Distanzen bis ca. 50 Meter möglich.

Hochplatte
Hochplatte, gesehen von der Kreuzspitze im Südosten

Der hüttenfreie Zustieg zur Hochplatte erfolgt von Süden und vom Wanderparkplatz an der Ammerwaldalm (1.102 m) aus, zunächst geht es unter Bergwald und im Roggenbachtal zur Roggentalgabel (1.466 m) am Fuß der Hochplatte mit einer Weggabelung. Der technisch einfachere Weg zum Gipfel ist der nach rechts zum Weitalpjoch (1.778 m) und dann durch die karstige Latschenregion und von Osten aus auf den Bergkamm bis zum Gipfel mit dem Kreuz (2.079 m). Ein kurzes und etwas ausgesetztes Teilstück am östlichen Gipfelgrat ist mit Seilgeländer versichert.

Der weitere Weg zum kreuzlosen Hauptgipfel (2.082 m, in der Karte punktiert) und der obere Teil des Abstiegs an der Westseite ist dann etwas schwieriger und an einigen Stellen mit Fixseil gesichert, aber für geübte Bergwanderer kein echtes Problem. Die letzten Meter bis zum "Fensterl" an der westlichen Einsattelung sind dann wieder einfacher. Trittsicherheit ist erforderlich, Schwindelfreiheit vor allem für das etwas schwierigere Teilstück im Westen der Hochplatte. Anstiegszeit ca. 3 - 4 Stunden für fast 1000 mH, bei Nässe wird die Route schnell schmierig und dann unangenehm.

Wasserfälle

Das bekannte Fensterl (2.082 m 47° 33′ 2″ N 10° 50′ 1″ O) an der westlichen Einsattelung des Bergkamms ist eine Felsenhöhle als Auge und Durchschlupf. Von hier ist in rund einer halben Stunde der nördliche und deutlich einsamere Nachbargipfel der Hochplatte, die Krähe in ca. einer halben Stunde leicht erreichbar. Der Durchschlupf führt an die Nordseite und in die Obere Gumpen. Nach Südosten und über den Roggentalssattel (1883 m) führt der Weg zur Roggentalgabel und wieder ins Tal zurück.

Wegen der Wasserläufe mit Bachüberquerungen, mehreren Wasserfällen und auch einer sonst recht abwechslungsreichen Landschaft ist die Tour von der Ostseite aus bis zum Kreuzgipfel auch für geübte Kinder interessant, an den steileren Passagen vor dem Gipfel ist aber Disziplin erforderlich.

Von Norden aus ist die Tour auch mit Stützpunkt und Zustieg von der Klenzehütte und in ca. 2 Stunden ab der Hütte machbar.

Die Hochplatte ist im Winter von Linderhof aus auch als Skitour möglich, die Tour gehört zu den längsten im Gebirge.

Säuling[Bearbeiten]

Gipfelkreuz und Tannheimer Berge

5 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Felsenkopf des Säuling (2.048 m, 47° 32′ 6″ N 10° 45′ 18″ O) ist der westliche Eckpfeiler der Ammergauer Alpen und ein Wahrzeichen für die Region Ostallgäu. Der Parade-Aussichtsberg ist als Hintergrundmotiv für das Königsschloss Neuschwanstein auch einer der meistabgelichteten Berge Deutschlands.

Säuling
Nordansicht mit den Schlössern

Der Säuling ist ein Grenzgipfel: über den Gebirgskamm verläuft die Grenze zwischen dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und dem Außerfern (Nordtirol / Österreich).

Der Pilgerschrofen (1.759 m) ist ein nordwestlich dem Hauptgipfel vorgelagerter Felsenkopf, dessen Gipfelplateau vom Normalweg und mit Abzweig von der Vereinigung von Nord- und Südanstieg aus leicht erreicht werden kann.

Eine Ableitung des Namens ist die von "Siulinc" was soviel bedeutet wie Säule, oder auch als Berg des Ziu. Im frühen Mittelalter hies der Säuling auch "monte excelsum" (für Himmelsberg).

Der markante Berg hat seit altersher Bedeutung in der Mythologie und in der Sagenwelt, demnach wurde das Plataeu unterhalb des Säulinggipfels als "Hexabödele" von den Hexen als Tanzboden verwendet, außerdem war (oder ist) hier auch der Sitz der Göttin Holla.

Urzeitlicher Eisenerzabbau wurde von den Kelten an der Nordseite zwischen Säuling und Pilgerschrofen betrieben, einige der Grubenreste mit Schutthalden sind noch sichtbar. Nach der Legende hat der heilige Magnus mit seiner Pranke auf dem Waldboden geschlagen und das blanke Erz freigelegt.

Der Säuling hat eine eigene Klettergeschichte, auch mit einigen tödlichen Verunglückten: die Nordwestseite am Pilgerschrofen und auch die Ostseite (Ostgrat) sind von mehreren Kletterrouten durchsetzt.

Anstiege Säuling
Gipfelanstieg Südseite

Der Anstieg auf den Gipfel des Säuling ist von Norden und von Südwesten aus als eine nicht zu schwere Bergwanderung möglich:

  • Von Hohenschwangau (ca. 800 m) im Norden und direkt vom Königsschloss Neuschwanstein (gebührenpflichtiger Parkplatz, Automat) führt der Anstieg am Schloss vorbei auf dem Brunnenstubenweg als ein echter Weg bis auf rund 1100 m Höhe, wo dann der Abzweig auf einen Bergsteig und der weitere Anstieg bis auf 1.450 m Höhe (Diensthütte) erfolgt. Hier ist der Abzweig zum Säulinghaus auf der Südseite mit Nordwestumrundung des Pilgerschrofens möglich. Noch ein Wegstück weiter östlich beginnt dann ab ca. 1.550 m der eigentliche Gipfelanstieg von der Nordseite, die Königsschlösser von oben immer im Tiefblick. Gesamtzeit zum Gipfel für rund 1250 mH vier Stunden und mehr.
  • Von Süden aus Pflach (ca, 900 m) ist der Aufstieg zum Säulinghaus (1.720 m) möglich, von der Berghütte aus beginnt der direkte Gipfelanstieg von der Südseite. Gesamte Gehzeit zum Gipfel für ca. 1150 mH rund 3,5 Stunden und mehr.

Die Gipfelanstiege von beiden Seiten sind technisch als etwa gleichschwierig einzustufen: die Routen führen durch Schrofenhänge nach oben, es gibt einige nicht zu schwere Kraxeleinlagen, die zudem alle mit Stahlseilen gut versichert sind. Trittsicherheit ist erforderlich, auch zur Vermeidung von Steinschlag mit Gefährdung nachfolgender. Schwindelfreiheit ist sicher hilfreich, vor allem der Abstieg hat einige Tiefblicke in Aussicht. Vor dem letzten Anstieg zum eigentlichen Gipfelkopf und auf rund 1.900 m Höhe finden dann die beiden Routen von Nord und Süd auf dem "Hexabödele" zusammen.

Das Gipfelkreuz steht auf einem etwas niedrigeren Vorgipfel (2.038 m), der östlichere und kreuzlose Hauptgipfel (2.048 m) ist nochmal rund zehn Meter höher, hat aber weniger Platz für die vielen Besucher. Zu erreichen ist der Hauptgipfel vom Vorgipfel aus über einen kurzen, aber unversicherten Übergang mit Schwierigkeiten in etwa wie die beiden Normalanstiege.

Internetseite des Historischen Vereins "Säuling e. V.";

Kramer[Bearbeiten]

Gipfelanstieg von Osten

6 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Kramer (auch Kramerspitz, 1.985 m, 47° 30′ 28″ N 11° 2′ 52″ O), ist ein markanter Felsenthron und einer der Hausberge über Garmisch. Der Kramer markiert das südöstliche Ende der Ammergauer Alpen und den westlichen Rand des Talkessels von Garmisch-Partenkirchen, wegen der nahen Zugspitze wird er aber vom Tal aus meist weniger beachtet.

Gipfelregion von Osten

Mit zwei Zustiegsmöglichkeiten zum Gipfel aus dem Westen und aus dem Osten, Einkehrmöglichkeiten an beiden Routen und mit Start für beide Streckenvarianten in Garmisch empfiehlt sich der Kramersteig zum Kramergipfel als eine Runde mit Gipfelüberschreitung: Ausgangspunkt für die beiden Anstiegsvarianten ist der Parkplatz auf dem Kramerplateau im Nordwesten von Garmisch.

Die Route von Osten führt über die Bergwirtschaft St. Martin (1.028 m, auf etwa drittelser Strecke) und an einer Aussichtskanzel über den Garmischer Talkessel vorbei zum Gipfel. Der westseitige Abstieg des Kramersteigs führt zunächst noch weiter bis zur im Sommer bewirtschafteten Stepbergalm (1.582 m). Hier wendet sich dann der Kramersteig zurück nach Osten und führt in zwei Varianten wieder zum Ausgangspunkt zurück: Der Stepberg-Alpensteig ist der obere Steig, der untere über das "Gelbe Gewänd" ist etwas spannender mit steileren Passagen.

Kramer Schild Kramerkreuz 2012.jpg
Kramersteig, Ostseite

Aufstiegszeit für beide Varianten gute vier Stunden, im Abstieg dann etwas schneller. Die Strecke weist keine besonderen technischen Schwierigkeiten auf. Der Gipfelabstieg nach Westen ist etwas steil und führt über losen Schotter und Geröll, er ist hier aber mit einem Stahlseil gut versichert, so wie auch einige anderen kurze Passagen im Steig. Im unteren Teil verläuft der Kramersteig im Bergwald und ist auch im Hochsommer gut vor der Sonne geschützt. Aber spätestens ab ca. 1500 m Höhe beginnt die unbeschattete Latschenzone: Mit der tageszeitlich zunehmenden Sonneneinstrahlung und "stehender Luft" in den Kleinkieferwäldern hat die Passage durch diesen Bereich das Klima einer Trockensauna, an Sonnentagen ist daher ein Aufbruch zur frühen Tageszeit sinnvoll.

Große Klammspitze[Bearbeiten]

Große Klammspitze (li) in Ostansicht, zu sehen ist fast der gesamte Anstieg von den Brunnenkopfhäusern aus, der Gipfelanstieg erfolgt von links

7 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Zustieg zur vielbesuchten Klammspitze (1924 m, 47° 34′ 50″ N 10° 54′ 35″ O) erfolgt vom Parkplatz in Linderhof aus und in ca. 2,5-3 Std über rund 1000 mH.

Der Anstieg ist bis zu den in den Herbst hinein noch bewirtschafteten Brunnenkopfhütte eine recht einfache Bergwanderung auf einem vielbegangenen und schattigen Waldweg und dann von der Hütte aus bis zum Gipfel eine leichte Bergtour mit unschwierigen Schrofenklettereien am Südgrat. Unmittelbar vor dem Gipfelaufbau des Hauptgipfels fordert eine Kletterstelle (I) im Gipfelbereich etwas mehr Konzentration. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist erforderlich im Frühjahr gibt es am Gipfelanstieg oft auch noch Altschneeflächen, hier ist dann ein besonders sorgfältiges Gehen erforderlich.

Am Gipfel reicht die Aussicht weitum über die gesamte Bergwelt der Ammergauer Alpen im Westen vom Säuling bis zur Zugspitze im Osten und in das Alpenvorland im Norden.

Notkarspitze[Bearbeiten]

8 Typ ist Gruppenbezeichnung Die Notkarspitze (1.889 m, 47° 33′ 13″ N 11° 3′ 18″ O) ist ein markanter Gipfel über Kloster Ettal.

Das neue Gipfelkreuz am Ziegelspitz ...
Ochsenspitz (re.), Ziegelspitz (li.), Notkarspitze hinten

Der übliche und technisch nicht zu schwere Zustieg beginnt beim Parkplatz am Ettaler Sattel (869 m, 47° 33′ 42″ N 11° 6′ 4″ O, etwa 100 Meter vor dem Ortsschild von Ettal). Die Route führt zunächst noch durch Mischwald zum Vorgipfel Ochsensitz (1.515 m) und dann durch die Latschenregion und auf einem breiten Rücken zum Ziegelspitz (1.719 m). Erst ab hier wird der Gipfelaufbau der Notkarspitze vollständig sichtbar, die Route führt nach einem kurzen Abstieg in einen Sattel weiter auf einem Gratrücken hinauf zur Notkarspitze. Gesamte Anstiegszeit ca. 2.5 - 3 Stunden.

Abstieg wie Aufstieg, in landschaftlich attraktiver Variante ist aber auch die Überschreitung der Notkarspitze und der etwas steile Abstieg nach Südwesten zur Roßalm (1.327 m) möglich. Anschließend führt die Routenvariante hinab in das Bachbett des Gießenbachs (kurzes drahtseilversichertes Teilstück) und im klammähnlichen Taleinschnitt aber mit einem fast ebenem Bachboden auf Schotter zurück zum Ettaler Sattel.

Tauern[Bearbeiten]

9 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Tauern (1.841 m, 47° 28′ 3″ N 10° 45′ 45″ O) liegt im Westen der Ammergauer Alpen und ist, trotz der scheinbar eher niedrigeren Höhe, ein hervorragender Aussichtsberg in das Lechtal im Westen und auf den Plansee und den Heiterwanger See. Zudem gehört er zu den weniger oft besuchten Bergen in den Ammergauer Alpen.

Der übliche Zustieg startet am Parkplatz an der Hubertus-Kapelle (1.000 m, 47° 29′ 5″ N 10° 45′ 37″ O) an der Planseestraße zwischen Plansee und Reutte. Der Anstieg führt zunächst gut markiert in steilen Serpentinen durch Wald und dann durch Latschenhänge aber unschwierig zum Vorgipfel des Zunterkopfs (1.811 m, ca. 2.5 Stunden). Auch der Zunterkopf hat bereits hervorragende Aussichten.

Ab dem Zunterkopf wird der weitere Weg zum Tauern anspruchsvoller und unwegsamer, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und auch Orientierungsvermögen im unmarkiertem Gelände ist erforderlich ("Verhauer", Gehzeit für den Übergang zum Tauern ca. eine Stunde).

Tegelberg[Bearbeiten]

10 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Tegelberg (1.881 m, 47° 33′ 34″ N 10° 46′ 43″ O)ist mit einer Gondelbahn erschlossen. Die Bergstation befindet sich in etwa 1700m Höhe, direkt neben dem bewirtschafteten Tegelberghaus. Das Tegelberghaus kann auch über einen einfachen Wanderweg, welcher immer wieder die Piste kreuzt, erreicht werden. Ein etwas anspruchvollerer Weg führt durch die felsige Nordseite unterhalb der Gondelbahn. Der eigentliche Hauptgipfel des Tegelbergs ist der Branderschrofen (1881m). Der Branderschrofen ist ab dem Tegelberghaus in etwa einer halben Stunde zu ersteigen. Allerdings ist für die letzten Meter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, da der Weg durch ausgesetztes, felsiges Gelände führt. Einige Eisensicherungen erleichtern hier den Gipfelanstieg.

Laber[Bearbeiten]

Laber (li.) und Ettaler Mandl (Bildmitte), unten Ettal

11 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Laber ist mit 1.682 m (47° 35′ 6″ N 11° 6′ 5″ O)) Höhe der höchste Berg in der nordöstlichen Ecke der Ammergauer Alpen. Von Oberammergau ist der Gipfel durch die Laberbergbahn erschlossen. Der Parkplatz an der Talstation ist auch Ausgangspunkt für zwei Wanderwege, welche sich für eine Überschreitung des Labers nutzen lassen. Insgesamt müssen vom Parkplatz bis zum Gipfel 750 m Höhenunterschied überwunden werden. In der Bergstation der Gondelbahn befindet sich eine Gaststätte mit schön gelegener Aussichtsterasse. Eine Besteigung des Labers läßt sich auch gut mit einem Abstecher zum nahe gelegenen Ettaler Mandl verbinden.

Ettaler Mandl[Bearbeiten]

Klettersteig Ettaler Mandl

12 Typ ist Gruppenbezeichnung Der vorwitzige Felsspitz des Ettaler Mandl (auch "Manndl", 1.633 m, 47° 35′ 4″ N 11° 6′ 58″ O) ist von Norden aus dem Voralpenland gut zu erkennen, der markante Gipfel ist über einen unschwierigen kurzen Klettersteig zu erreichen.

Ettaler Mandl
Nordansicht über dem Murnauer Moos, Ettaler Mandl links von der Mitte

Der Anstieg aus dem Tal erfolgt von der Südseite und von Ettal, (Parkplatz an der Klostermauer, ca. 870 m) und in rund zwei Stunden auf einem Steig durch den Bergwald zum Einstieg des Klettersteigs. In Variante ist auch die Auffahrt mit der Laberbergbahn aus Oberammergau zum Laber (1.686 m) und die Querung nach Südwesten (ca. 1/2 Stunde) zum Einstieg des Klettersteigs möglich.

Der Klettersteig auf das Ettaler Mandl gehört zur einfacheren Sorte und ist mit einer Eisenkette durchgehend gut versichert. Die Route ist aber ausgesetzt und die Kalkfelsen von den vielen Besuchern doch recht abgegriffen und speckig, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit ist erforderlich. Wegen der Beliebtheit kommt es bei stärkerem Besucherandrang auch zu Gegenverkehr, für weniger Geübte empfiehlt sich daher eine Klettersteigausrüstung. Der Klettersteigteil ist dann in rund einer Viertelstunde bewältigt.

Kurz vor dem Gipfel kann man auch noch zur Gefährtin des Ettaler Mandls queren: das "Ettaler Weibl" (1.631 m) ist ein Vorgipfel, einige Meter vom Ettaler Mandl abgesetzt und über einen kurzen, aber unversicherten und ausgesetzten Grat schnell zu erreichen.

Laber und grüner Soilesee, vom Ettaler Mandl aus

Vom Gipfel des Ettaler Mandl hat man eine weite Aussicht in den Norden mit der Seenlandschaft im Voralpenland und im Süden bis Garmisch-Partenkirchen mit dem Wetterstein. Steil unter dem Gipfelkopf befindet sich der im Sommer grüne Soilesee (1.398 m, auch Soilasee).

Der Abstieg vom Gipfelkopf erfolgt wieder über den Klettersteig wie in der Aufstiegsroute.

Hörnle[Bearbeiten]

13 Typ ist Gruppenbezeichnung Das "Hörnle" ist eine Ansammlung von nahe beeinanderliegenden und sanft gerundeten Grasbergen (Vorderes, Mittleres und Hinteres Hörnle). Der höchste Punkt ist das Hintere Hörnle mit 1.548 m (47° 38′ 22″ N 11° 4′ 28″ O). Durch die Lage am nördlichen Gebirgsrand und unmittelbar über das dann anschließende Flachland hat man von den Gipfeln der Hörnle-Gruppe eine ausgezeichnete Aussicht rundum und vor allem nach Norden in das Flachland.

Hörnle
Vorderes Hörnle (1.484 m)

Die Anstiege sind alle völlig unschwierige Bergwanderungen und können durch Benutzung der Hörnlebahn (Sesselift) aus Bad Kohlgrub auch noch deutlich verkürzt werden. Ansonsten erfolgt der kürzeste Aufstieg mit knapp 700 Höhenmeter ab Kappel, etwas nördlich von Unterammergau. Dieser Aufstieg führt über einen südwestseitig exponierten Hang und ist in schneearmen Wintern auch ohne Ski oder Schneeschuhe möglich. Im Winter ist die Nordseite auch zunehmend das Ziel von Skibergsteigern, die auf der Piste im lawinensicheren Gelände zum Gipfel unterwegs sind.

Bei der Bergstation des Sesselliftes befindet sich die bewirtschaftete Hörndl-Hütte.

Gewässer[Bearbeiten]

  • Die Ammer, das namensgebende Gewässer, entspringt südwestlich von Oberammergau und mündet in den Ammersee.
  • Der Eibsee, an der südwestlichen Gebirgsseite bei Grainau und am Fuss der Zugspitze.
  • Die Loisach fließt am östlichen Gebirgsrand im Loisachtal.
  • Der Lech verläuft am westlichen Gebirgsrand im Lechtal.

Plansee[Bearbeiten]

Plansee von Norden
Daten zum Plansee:
Fläche: 2,87 km²
Volumen: 7.100.000 m³
Breite/Länge: ca. 5,7 km / 1,3 km
Maximale Tiefe: 78,0 m
Höhe ü. NN: 976 m
Lage: 47° 28′ 27″ N 10° 48′ 32″ O

An der Fläche gemessen ist der Plansee mit seinen 2,87 km² nach dem Achensee der zweitgrößte See Tirols und der größte See im Tiroler Bezirk Außerfern. Zuflüße sind der Spießbach, der Torsäulenbach und über den Verbindungskanal auch das Wasser vom Heiterwanger See, entwässert wird der Plansee über den Archbach zum Kleinen Plansee und nach Westen zum Lech.

Plansee und Heiterwanger See werden von den Elektrizitätswerken Reutte als Speichersee genutzt, im Winterhalbjahr wird der Wasserspiegel abgesenkt um Platz für das Schmelzwasser im Frühjahr zu schaffen. Bis zum Ausbau des Verbindungskanals zwischen den beiden Seen im Jahre 1909 war der Wasserspiegel im Heiterwanger See noch rund einen halben Meter höher gelegen, einen einfachen Verbindungskanal gab es schon im Mittelalter.

Heiterwanger See (vorne) und Plansee (hinten), Ansicht von Süden, vom Thaneller aus

Auf dem Heiterwanger See und auf dem Plansee verkehren im Sommer die Passagierschiffe MS Margarethe und MS Wilhelm auf einer Rundroute mit insgesamt vier Haltestellen, drei der Haltestellen befinden sich am Plansee, Haltestelle am Heiterwanger See ist das Hotel Fischer am See bei Heiterwang.

Der See kann auf einem Rundweg komplett umwandert werden.

Neben Bademöglichkeiten, Segeln, Bootsverleih und Angeln ist auch das Tauchen wegen der hohen Wasserqualität und den wenigen Schwebeteilchen recht beliebt, erforderlich ist eine Einzeltauchgenehmigung.

Der Weiler Plansee am westlichen Seeende gehört zur Gemeinde Breitenwang, hier gibt es Gastronomie, Hotels und einen Campingplatz.

Nahezu entlang des gesamten Nordufers verläuft die Verbindungsstraße von Oberammergau über Schloss Linderhof nach Reutte am Seeufer entlang, diese Straße ist auch die einzige Zufahrtsmöglichkeit.

Heiterwanger See[Bearbeiten]

Der Heiterwanger See (47° 27′ 24″ N 10° 46′ 34″ O) schließt unmittelbar südlich an den Plansee an und ist mit rund 2,2 km Länge und 820 m Breite für seinen Fischreichtum bekannt, er ist mit dem Plansee durch einen Kanal verbunden. Ausführliche Infos siehe im Artikel zur Gemeinde Heiterwang am Südufer des Sees.

Weitere Bergseen[Bearbeiten]

Panorama Pflegersee mit den Felsen der Seeleswände
  • 14 Pflegersee. . Nördlich von Garmisch gelegen und über eine Fahrstraße mit Abzweig von der Bundesstraße B23 am Garmischer Ortseingang direkt zu erreichen. Am See befindet sich der Berggasthof Pflegersee, mit einer kleinen Wanderung ist von hier die Burg Werdenfels (Werdenfelser Hütte) erreichbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bergbahnen/Skigebiete[Bearbeiten]

In den Ammergauer Alpen gibt es Skigebiete überwiegend im familienfreundlichen Bereich und in Höhenlagen von ca. 1.000 bis über ca. 1.700 m (Laber, Tegelberg). Die Skigebiete der Ammergauer Alpen befinden sich alle im bayrischen Teil des Gebirges.

  • Buchenbergbahn in Buching, 2,5 km lange Winterrodelbahn bis 22.00 Uhr beleuchtet.
Höhe: 810 -1140 m. Doppelsessellift. Buchenbergbahn.de.

Wandern und Bergsteigen[Bearbeiten]

Zu den Gipfelanstiegen siehe bei den jeweiligen Berggipfeln.

Wanderrouten[Bearbeiten]

Am Bockstallsee
  • Der Weitwanderweg Via Alpina (E4) führt mit 5000 Kilometern Wegstrecke von Triest nach Monaco und in drei Etappen auch durch das Ammergebirge.

Klettern[Bearbeiten]

Gumpenkarspitze (links) und Geiselstein in der Bildmitte, gesehen von Süden

Die Kletterziele befinden sich überwiegend im westlichen Teil des Ammergebirges: Stellvertretend für die Erschließung in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Besteigung des Säulings in verschiedenen Routen.

Als einziger reiner Kletterberg gilt der Geiselstein: der Gipfel bleibt dem Nur-Wanderer verwehrt.

Klettersteige[Bearbeiten]

Allgemeine Ausführungen zu Klettersteigen siehe auch im Themenartikel Bergsteigen.

Versicherte Klettersteige führen auf das Ettaler Mandl (Schlussstück) und auf den Tegelberg.

Mountainbiken[Bearbeiten]

Wintersport[Bearbeiten]

Skitouren[Bearbeiten]

Ski nordisch[Bearbeiten]

  • König-Ludwig-Loipe, der Klassiker im Graswangtal vor einem "königlichen Gebirgspanorama".
Route entlang der Fahrstrasse: Oberammergau - Graswang - Linderhof und zurück (ca. 30 km), klassisch und skating.
Einmal jährlich Anfang Februar findet auf der Loipe der König Ludwig Skilanglauf, der bekannteste deutsche Volks-Skilauf, mit mehreren tausend Teilnehmern statt.

Küche[Bearbeiten]

bewirtschaftete Bergalmen[Bearbeiten]

Im Sommer zur Saison bewirtschaftete Almen und Berggasthöfe ohne reguläre Unterkunft (wenn nicht ausdrücklich angegeben). Auf den Almen gibt es Getränke und einfache Speisen, Brotzeiten oder auch Suppen und die Produkte der Alm wie Milch, Buttermilch, Käse etc..

Almen
Tuftlalm

1 Ammerwaldalm (Terrasse, Brotzeiten, warme Speisen), Ammerwald-Alm, A- 6600 Reutte , Österreich. Tel.: +439 (0) 5672 63695. Geöffnet: Mi. - So. ab 10 Uhr, Anfang Mai bis Ende Okt..

Die Hütte liegt unmittelbar an der L255 von Linderhof nach Reutte und ist nicht zu verwechseln mit dem nahen Hotel Ammerwald.

2 Tuftlalm (Lermooser Alm, 1.490 m) (am Zustieg zum Daniel). Geöffnet: Anfang Mai - Ende Oktober.

Die Tuftlalm liegt etwa auf drittelser Wegstrecke im Aufstieg zum Daniel von Lermoos aus. Die Alm ist auf dem Wirtschaftsweg auch mit dem Mountainbike zu erreichen und entsprechend beliebt.

Alljährlich findet auf der Alm Ende Juni eine Almsegnung mit Messe und Almfestl statt, Almabtrieb ist im September, und zum Saisonschluss gibt es noch ein Musikanten-Hugart (Musikantentreffen).

3 Stepbergalm (1.592 m). Tel.: +49 171 5 46 07 88..

Die Alm liegt am Kramersteig im Westen des Kramer. Einfachster Zustieg vom Kramerplateau (ca. 750 m) in Garmisch aus und in ca. 1,5 bis 2,0 Std Gehzeit zur Alm, sie liegt im oberen Teil des Anstiegs.

4 Enning Alm (1.544 m, Sommerweide der Weidegenossenschaft Garmisch). Geöffnet: je nach Witterung Mai bis September..

Einfachster Zustieg von der Stepbergalm (vor) auf Almwegen und rund 4,5 Kilometer Strecke. Die Alm ist ein beliebtes Ziel von MTBikern, die in Burgrain am nördlichen Ortsrand von Garmisch starten (über Forstwege, ca. 30 km, 1100 mH).

5 Soila-Alm (Soile Alm, 1.350 m) (nordöstlich vom Laber / Soila See). Geöffnet: je nach Witterung Juni bis Ende Oktober..

Einfachster Zustieg aus Oberammergau in Richtung Laber zum Laber-Joch auf Forststraßen in ca. 2 Stunden zur Alm.

Werdenfelser Hütte

6 Werdenfelser Hütte (unmittelbar an der Burg Werdenfels nördlich von Garmisch). Tel.: +49 8821 3333.. Zu erreichen nach einer kurzen Wanderung (30 Min.) von der Anfahrtsstraße zum Pflegersee.

Ausflugslokale[Bearbeiten]

7 Typ ist Gruppenbezeichnung 8 Ettaler Mühle (Biergarten), Ettaler Mühle 1, 82488 Ettal. Tel.: +49 8822 6422..

Die Ettaler Mühle liegt von Kloster Ettal aus am Eingag zum Graswangtal und fast unmittelbar nach dem Abzweig von der Bundesstraße B 23 nach Linderhof.

9 Typ ist Gruppenbezeichnung Berggasthof Pflegersee (am Pflegersee) siehe im Artikel zu Garmisch;

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunft siehe auch bei den Ortschaften.

  • BMW Alpenhotel Ammerwald, Ammerwald 1, 6600 Reutte / Tirol. Tel.: +43 5672 78131-0.. Das Hotel wurde 2009 als Neubau für 15 Millionen Euro von der BMW Group wieder eröffnet und auch zur Erholung der Mitarbeiter und als Seminarhotel genutzt, es liegt unmittelbar an der Ammerwaldstraße von Linderhof nach Reutte.

Berghütten[Bearbeiten]

Da die Gipfel auf den Normalwegen auch für durchschnittlich konditionsstarke Bergsteiger als Tagestour machbar sind, bleibt die Anzahl der Berghütten als Unterkunft am Berg recht überschaubar.

Liste der Berghütten des deutschen Alpenvereins (DAV) und des österreichischen Alpenvereins (OeAV) sowie Privathütten für Wanderer, Bergsteiger und MTBiker (Stand März 2007).

Pürschling

1 Typ ist Gruppenbezeichnung 2 August-Schuster-Haus (auch Pürschlinghaus, 1.564 m, DAV Sektion Bergland). Tel.: +49 8822 3567.

Ausstattung (DAV-Kategorie I): 54 Zimmerlager, 12 Matratzenlager;

Öffnungszeiten: ganzjährig bewirtschaftet, im November geschlossen;

Einfachste Zustiege: von Oberammergau, Unterammergau, Linderhof: jew. ca. 2-3 Std.;

Tourenmöglichkeiten: Teufelstättkopf (1758 m, 30 - 45 min). Hennenkopf (1768 m 1,5-2 Std.), Sonnenspitze (1621 m) ca. 1,5 Std.;

3 Typ ist Gruppenbezeichnung 4 Brunnenkopfhütte (1.602 m, DAV Sektion Bergland). Tel.: +49 175 6540155 (Hütte).

Ausstattung (DAV-Kategorie I): 36 Lager, kein Winterraum;

Öffnungszeiten: von Mai bis Oktober.

Einfachster Zustieg: von Schloss Linderhof: ca. 1,5 - 2 Std..

Tourenmöglichkeiten: Hausberg über der Hütte ist der Brunnenkopf (1718 m) ca. 20 min.; Große Klammspitze (1925 m) in 1,0 - 1,5 Std.. Hennenkopf (1768 m) ca. 1,5 Std.. Feigenkopf (1866 m) ca. 2 Std..

Hörndlhütte und Bergstation der Hörnlebahn

5 Typ ist Gruppenbezeichnung 6 Hörndlhütte (auch Hörnlehütte, 1390 m, DAV - Sektion Starnberg) (untehalb des Gipfels vom Hörnle). Tel.: +49 8845 229.

Ausstattung: 24 Lager;

Öffnungszeiten: Im Sommer von Anfang Mai bis Ende Okt., im Winter von Anfang Dez. bis Ende März.

Zustiege: von Bad Kohlgrub aus in ca. 1-1,5 Std., von Unterammergau aus in ca. 2,5 Std.;

7 Typ ist Gruppenbezeichnung 8 Kenzenhütte (Berggasthaus, 1.300 m, privat), Kniebis 2a, 87642 Halblech (im Naturschutzgebiet Ammergebirge). Tel.: +49 8368 390 (Hütte).

Ausstattung: 60 Lager, Duschen und WCs;

Öffnungszeiten: über Ostern, ab 1. Mai durchgehend bis zum 3. Sonntag im Okt., kein Ruhetag

Zustieg: Es gibt, je nach Witterung, ab Mai mehrmals täglich einen Kleinbusverkehr / Kenzenbus ab Parkplatz Halblech (Tel. 08368 / 550 oder 285), drei Stunden Gehzeit für diese Strecke. Zu Fuß auch als Wanderung von der Talstation der Tegelbergbahn über 9 km und 540 mH in ca. 4-5 Stunden.

Säulinghaus

9 Typ ist Gruppenbezeichnung 10 Säulinghaus (1.720 m Naturfreunde Augsburg), Haus-Nr. 57, A-6600 Pflach (an der Südwestseite des Säuling unterhalb des Gipfels). Tel.: +43 664 2524 415.

Säuling Schild 2012.jpg

Ausstattung: 34 Betten, 36 Lager;

Öffnungszeiten: von April bis November;

Einfachste Zustiege:

  • von Pflach (Tirol/Österreich) in gut zwei Stunden über 820 Höhenmeter;
  • von Hohenschwangau (Deutschland) etwas länger direkt ab Schloss Neuschwanstein (gebührenpflichtige Großparkplätze). Anstieg wie zum Säuling und dann vor dem Gipfelanstieg Abzweig und Westumrundung des Pilgerschrofen bis zur Hütte.

11 Typ ist Gruppenbezeichnung 12 Tegelberghaus (Berggaststätte auf dem Tegelberg, 1.707 m, privat), Tegelberg 1, 87645 Schwangau (an der Bergstation der Tegelbergbahn). Tel.: +49 8362 89 80.. Das Tegelberghaus wurde im Jahre 1835 von Maximilian II., dem Vater von König Ludwig II., als königliches Jagdhaus erbaut.

Ausstattung: 23 Schlafplätze;

Öffnungszeiten: ganzjährig bewirtschaftet (Betriebsruhe von November bis Mitte Dezember), kein Ruhetag;

Auffahrt mit der Tegelbergbahn (aus Schwangau);

Zustiege als Wanderung vom Parkplatz an der Tegelbergbahn (840 m) in ca. 2,0 Stunden Gehzeit, von Hohenschwangau aus und über die Marienbrücke bei Neuschwanstein in ca. 2,5 Stunden.

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Gebietsführer[Bearbeiten]

  • Dieter Seibert ; Alpenverein (Hg.): Allgäuer und Ammergauer Alpen: Mit Tannheimer Bergen. Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger. Verfaßt nachden Richtlinien der UIAA. Bergverlag Rother, 2008 (17. Auflage), (Alpenvereinsführer), ISBN 978-3763311262; 480. 22,90 €
  • Mark Zahel: Wetterstein und Ammergauer Alpen, 60 Gipfeltouren, Höhenwege, Klettersteige. München : Bruckmann, 2007, (Tourenführer), ISBN 978-3-7654-4475-3; 192. 19,90 €

Karten[Bearbeiten]

  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Alpenvereinskarte Nr. BY 6 (1:25.000) Ammergebirge West. , ISBN 978-3-937530-36-9. 9,80 €. Karte für die Regionen Hochplatte, Kreuzspitze, Bayerische Voralpen
  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Alpenvereinskarte Nr. BY 7 (1:25.000) Ammergebirge Ost. , ISBN 978-3-937530-31-4. 9,80 €. Karte für die Regionen Pürschling, Hörnle, Oberammergau, Kofel, Ettal, Ettaler Mandl, Linderhof, Graswang, Farchant, Kramer, Garmisch-Partenkirchen
  • freytag&berndt (1:50.000) Blatt 352 (südl. Bereiche, Wanderer, Rad und Schitourenkarte).
  • Kompass Wanderkarte (1:50.000) Blatt K5, Blatt K179.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Tourist-Info Ammergauer Alpen.



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