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Kempten (Allgäu)

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Kempten
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Kempten (Allgäu) gilt als die Hauptstadt des Allgäus. Die Stadt besitzt eine lange Geschichte und ist eine der ältesten Städte Deutschlands.

Hintergrund[Bearbeiten]

Stadtgebiet[Bearbeiten]

Die Stadt Kempten liegt im Allgäu im Tal der Iller. Sie ist umgeben von Voralpinem Moor- und Hügelland mit zahlreichen kleinen Dörfern und Weilern. Das Stadtgebiet von Kempten umfasst seit der Wiedereingliederung der Orte Sankt Mang und St. Lorenz im Jahr 1972 rund 63 km² mit exakt 155 Ortsteilen, weist die Umgebung der urban bebauten Stadt einen ländlichen Charakter vor.

Benachbarte Orte sind Altusried, Lauben, Haldenwang, Betzigau, Durach, Waltenhofen, Buchenberg und Wiggensbach, sie liegen alle im Landkreis Oberallgäu.

Geschichte[Bearbeiten]

Überreste der keltisch-römischen Siedlung Cambodunum

Etwa um 15 v.Chr. eroberten die Römer das Voralpenland und stießen auf eine keltische Siedlung namens Kambodounon. Auf dem Lindenberg errichteten sie eine Siedlung, die latinisiert Cambodunum genannt wurde. Etwa um 450 n.Chr. verließen die Römer die Region, die Stadt wurde von den Alemannen in Besitz genommen: Cambodunum wurde „schwäbisch“.

Wappen des Hochstifts Kempten, am Kornhaus

Um 750 n.Chr. entstand in Kempten ein Kloster: Es stand nicht wie oftmals genannt auf dem Gelände der St.-Mang-Kirche, sondern dort, wo heute die St.-Lorenz-Kirche und die Residenz steht. Es entwickelte sich zu einem mächtigen Fürststift mit ausgedehnten Ländereien, der Fürstabt von Kempten herrschte über die Stadt und einige Marktdörfer im Umkreis. Im Jahr 1289 erhielt Kempten durch Rudolf von Habsburg einige Privilegien. Dadurch entwickelte sich eine Freie Reichsstadt Kempten innerhalb des Herrschaftsgebiets des Fürststifts. Dies ging naturgemäß nicht immer problemlos vonstatten: Es gab zwei Orte namens Kempten, die jeweils ein eigenes Stadtrecht inne hatten. Eine der Folgen war, dass die Bewohner der Reichsstadt während der Reformation im 16. Jahrhundert prostestantisch wurden, im Gebiet des Fürststifts blieb man katholisch.

1633 kamen auch die Leiden des Dreißigjährigen Krieges nach Kempten: Das Kloster mit allen teilweise romanischen Kirchenanlagen wurden zerstört, die Reichsstadt war zerstört, es überlebte nur ein Minimum der Einwohner, Kempten musste hier einen schwierigen Neuanfang machen: Die Reichsstadt baute sich wieder auf, vor deren Stadttoren entstand eine große, frühbarocke Klosteranlage mit großer Kirche und einer zweihöfigen Klosteranlage mit repräsentativen Zwecken. Es war die größte neue Klosteranlage nach dem Dreißigjährigen Krieg

Der Schwegelin-Brunnen erinnert an die letzte in Deutschland verurteilte Hexe

Im Jahr 1775 fand im Fürststift Kempten der letzte Hexenprozess auf deutschem Boden statt, als die Magd Anna Schwegelin aus Waltenhofen der Hexerei bezichtigt wurde. Das gefällte Todesurteil wurde jedoch nicht vollstreckt. Mit dem Ende der Ära Napoleon war es dann mit den Privilegien vorbei: Kurz nach 1800 die Freie Reichsstadt wurde mediatisiert, die Fürstabtei wurde säkularisiert, beide Städte wurden so vereint und dem Königreich Bayern zugeschlagen. 1818 wurden die Siedlungen um Kempten, die bis dahin zur Stadt gehörten abgeschlagen und jeweils pro Flussufer der Iller die Ruralgemeinden Sankt Mang und St. Lorenz gebildet. Diese Situation blieb bis in die 1930er unverändert, wobei ab hier vermehrt Ortsteile der beiden Gemeinden zu Kempten eingegegliedert wurden.

1852 fuhr in Kempten der erste Eisenbahnzug ein, Stadttore wurden abgerissen und die Industrialisierung wurde eingeleitet: Entlang der Iller enstand eine von der Wasserkraft abhängige Industrie, die ab Ende der 1980er wegen der asiatischen Konkorrenz vollständig einging. 1898 lief in Kempten der erste industriell genutzte Dieselmotor.

Die Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war geprägt von einer ineffizienten, kleinlichen Landwirtschaft zu einem organisierten milchwirtschaftlichen Zentrum, ebenso wurde Kempten Handels-, Verwaltungs- und Schulzentrum.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt kaum zerstört: Lediglich Bahnanlagen und der südwesten der Stadt wurde leicht zerstört. Die Nachkriegszeit prägte eine hohe Zuwanderung: Aussiedler aus der von den Deutschen besetzen Ländern östlich von Deutschland siedelten sich in Kempten an. Die Stadt wuchs stark und florierte, es herrschte ein regelrechter Bauboom. 1977 kann als Enderfolg dieser Entwicklung gesehen werden: Die Gründung der Hochschule, die ursprünglich als Alpenuniversität geplant war, wurde beschlossen. Seit den 1990ern wurde Kempten durch weiteres Wachstum belebt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Regionalflughafen mit einer eingeschränkten Anzahl an Verbindungen ist der Flughafen Memmingen (IATA CodeFMM) nördlich von Kempten; die Entfernung beträgt auf der Straße ca. 40 km. Der Flughafen Friedrichshafen (IATA CodeFDH) liegt etwa 90 Straßenkilometer westlich.

Der nächste internationale Großflughafen ist der Flughafen München (IATA CodeMUC) mit zahlreichen internationalen Verbindungen (ca. 150 km nordöstlich gelegen).

Der nächste Flugplatz für Kleinflugzeuge ist der Flugplatz Durach (EDMK) (ca. 5 km von Kempten entfernt)

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Kempten liegt an den Bahnstrecken Ulm - Oberstdorf bzw. Lindau am Bodensee - München. Direktverbindungen bestehen darüber hinaus unter anderem nach Memmingen, Reutte in Tirol, Nürnberg, Zürich (Eurocity) und Augsburg. Einmal täglich wird Hamburg, Köln, Dortmund und Magdeburg mit Intercity-Zügen angesteuert. Diese übrig gebliebenen Fernverkehrsverbindungen werden in naher Zukunft gestoppt, da die Strecken über Kempten nicht elektrifiziert sind, also noch mit Diesellokomotiven und -triebfahrzeugen bedient werden.

Der 1 Hauptbahnhof in Kempten ist Intercityhalt mit Verbindungen nach Köln und Hamburg; Fahrzeiten von Kempten im Fernverkehr:

  • Ulm: ca. 50 Minuten;
  • München: ca. 1:25 Std.;
  • Stuttgart: ca. 2 Std.

Der 2 Bahnhof Kempten (Allgäu) Ost liegt an der Strecke nach Memmingen/Ulm und wird vom Haupbahnhof in etwa drei Minuten erreicht. Die Fahrt vom Hauptbahnhof mit dem Stadtbus benötigt hierbei über 20 Minuten. Der Ostbahnhof ist ein Überbleibsel an die weitestgehend abgezogene Industrie und wird nur noch unregelmäßig bedient. Er liegt in der Nähe der Römerstadt Cambodunum und macht die Weiterfahrt zum Hauptbahnhof unnötig.

Der 3 Bahnhof St. Mang ist eher eine Haltestelle mit Bedarfshalt. Sie liegt an der Strecke nach Reutte in Österreich und wird vom Hauptbahnhof mit der Bahn in zwei Minuten erreicht, was im Vergleich zum Stadtbus mit einer Fahrzeit von 25 Minuten und einem Umstieg im Stadtzentrum deutlich schneller und auch günstiger ist.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Kempten liegt an der Autobahn A7 Ulm - Füssen. Von München kommend wählt man zunächst die A96; wenn man bei Buchloe abfährt, erreicht man Kempten über die B12. Über die B12 kann auch Lindau erreicht werden. Die B19 verbindet Kempten in den Süden mit Städten wie Oberstdorf oder Sonthofen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Kempten (Allgäu)

In Kempten gibt es den Stadtbus, der alle wesentlichen Ortsteile mit einem dichten Haltestellennetz in regelmäßigen Takten verbindet. Letzte Busse verkehren werk- sowie samstags um 20 Uhr, danach gibt es nur noch Anrufsammeltaxen (AST). Sonntags fahren vereinzelte Busse nur bis Nachmittag. Die öffentlichen Verkehrsmittel verbinden Kempten auch mit den umliegenden Ortsteilen.

Die ZUM (Zentrale Umsteigemöglichkeit) am Albert-Wehr-Platz mitten im Stadtpark bildet hierfür einen Knotenpunkt, ein weiterer befindet sich am Hauptbahnhof. Kleinere Knotenpunkte befinden sich am Einkaufszentrum Forum Allgäu (Bahnhofstraße) sowie an der Residenz/Galeria Kaufhof am Pfeilergraben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten]

Rathaus
  • 1 Rathaus, Rathausplatz 29. Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q1385273) in der Datenbank Wikidata. 1368 als Fachwerkhaus erbaut; 1474 zum Steinhaus erweitert. Im Lauf der Jahrhunderte wurde es noch mehrmals umgebaut und das ursprünglich gotische Rathaus wurde im Renaissancestil umgestaltet. Vor dem Rathaus steht der Rathausbrunnen aus dem 17. Jahrhundert. In den 1930er-Jahren wurde die Fassade nochmals deutlich verändert und wieder gotisiert. Vor dem Rathaus steht der Rathausbrunnen aus dem 17. Jahrhundert.
  • Am und um den Rathausplatz findet man eindrucksvolle Bürgerhäuser wie das 2 Ponikauhaus Ponikauhaus in der Enzyklopädie Wikipedia Ponikauhaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPonikauhaus (Q1751199) in der Datenbank Wikidata (Rathausplatz 12), ein stattliches Patrizierpalais aus dem 16. Jahrhundert mit Barockgiebel. Daneben, getrennt durch das schmale Hallgässele, steht der 3 Fürstenhof Fürstenhof in der Enzyklopädie Wikipedia Fürstenhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFürstenhof (Q1334348) in der Datenbank Wikidata (Rathausplatz 8), der größte Renaissancebau in Kempten, der seit dem 18. Jahrhundert jedoch eine eine Rokokofassade hat. Hier stiegen auch gekrönte Häupter bei ihren Aufenthalten in Kempten ab, etwa Kaiser Friedrich III. und Kurfürst Maximilian I. von Bayern.
Stadtpfarrkirche St. Mang
  • 4 Stadtpfarrkirche St. Mang, St.-Mang-Platz 4. Stadtpfarrkirche St. Mang in der Enzyklopädie Wikipedia Stadtpfarrkirche St. Mang im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadtpfarrkirche St. Mang (Q2320482) in der Datenbank Wikidata. 1426 im gotischen Stil erbaut, besizt sie einen 66 m hohen Turm. Ab 1527 war sie das Zentrum der Reformation im Raum Kempten und dient seither als evangelische Stadtpfarrkirche. Die ursprüngliche Ausstattung wurde großenteils im Bildersturm 1533 vernichtet. Der heutige neogotische Hochaltar wurde 1893 gefertigt und bei der Weltausstellung in Chicago im selben Jahr mit einer Goldmedaille prämiert.
  • Unterirdischer Schauraum 5 Erasmuskapelle, St.-Mang-Platz. Erasmuskapelle in der Enzyklopädie Wikipedia Erasmuskapelle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsErasmuskapelle (Q1348107) in der Datenbank Wikidata. Die Friedhofskapelle aus dem 13. Jahrhundert wurde 1857 abgebrochen. Bei archäologischen Untersuchungen in den 2000er-Jahren konnten jedoch etwa 500 Grabstellen freigelegt werden. Die Archäologen konnten daraus wichtige Erkenntnisse über die Frühzeit der Stadtbesiedlung ziehen. Darüber informiert nun der unterirdische Schauraum mit einer multimedialen Präsentation.
  • 6 Burghalde. Burghalde in der Enzyklopädie Wikipedia Burghalde im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurghalde (Q1769871) in der Datenbank Wikidata. Diese Erhebung im Süden der heutigen Altstadt war bereits in der Spätantike besiedelt. Ab dem Hochmittelalter stand hier die Burg des Fürstabts. Sie wurde 1363 von der Bürgerschaft der Stadt erobert und nach einem Schiedsspruch vom Abt an diese verkauft. Danach wurde sie zunächst als Steinbruch benutzt, Ende des 15. Jahrhunderts aber als Teil in die Stadtbefestigung einbezogen und mit einer Mauer mit Wehrgang und Türmen umfasst. Die im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges 1703 von den Franzosen ausgebaute Festung wurde nach der Rückerobertung 1705 von kaiserlichen Truppen geschleift und verfiel anschließend wieder. Das Ruinengelände wurde im 19. Jahrhundert zu einem romantischen Bürgerpark gestaltet. Die Burghalde bietet zudem einen hervorragenden Blick auf die Stadt und die Alpen. Typ ist Gruppenbezeichnung

Stiftstadt[Bearbeiten]

Luftbild der Stiftstadt: Fürstäbtliche Residenz und Basilika
  • 7 Fürstäbtliche Residenz. Tel.: (0)8373-465. Fürstäbtliche Residenz in der Enzyklopädie Wikipedia Fürstäbtliche Residenz im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFürstäbtliche Residenz (Q14545598) in der Datenbank Wikidata. Der monumentaler Klosterkomplex wurde 1651 bis 1674 erbaut. Kempten war damals Zentrum eines Fürststifts, d. h. die Äbte des Benediktinerklosters waren zugleich Herrscher des Fürstentums. Das mittelalterlicher Kloster an gleicher Stelle war zuvor im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. Die Doppelhofanlage war seinerzeit eine vollkommene architektonische Neukonzeption und diente in der Folgezeit als Vorbild für viele weitere Stifte in Süddeutschland, z. B. Ottobeuren. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 zog hier das bayerische Militär ein. Heute dient die Anlage als Amts- und das Landgericht. Die prunkvollen Residenzräume mit reichhaltiger Rokokoausstattung sind mit Führung zugänglich (telefonische Voranmeldung).
Basilika St. Lorenz
  • 8 Basilika St. Lorenz. Basilika St. Lorenz in der Enzyklopädie Wikipedia Basilika St. Lorenz im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBasilika St. Lorenz (Q2320318) in der Datenbank Wikidata. Frühbarocke Doppelturmkirche nach italienischem Vorbild, erbaut von 1652 bis 1666.
  • Hofgarten (siehe unter #Parks)
  • 9 Orangerie. Orangerie in der Enzyklopädie Wikipedia Orangerie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOrangerie (Q2028169) in der Datenbank Wikidata. 1780 als nördlicher Abschluss des Hofgartens erbaut, spätbarock-klassizistisch, beherbergt heute die Stadtbücherei. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 10 Marstall. Marstall in der Enzyklopädie Wikipedia Marstall im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMarstall (Q1902841) in der Datenbank Wikidata. 1730 als Nebengebäude der Residenz erbaut. Diente bis 2017 als Sitz des Alpinmuseums, soll nach einem Umbau das Allgäu-Museum beherbergen. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 11 Kornhaus. Kornhaus in der Enzyklopädie Wikipedia Kornhaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKornhaus (Q1784548) in der Datenbank Wikidata. Markantes Barockgebäude, um 1700 erbaut. Hier wurde Getreide gehandelt und notiert. Nach der Säkularisation 1803 verfiel es zunächst, bis die Stadt Kempten es 1875 erwarb und hier einen Festsaal einrichtete. Bis 1998 wurde der Wochenmarkt im Winter im Gewölbekeller des Kornhauses abgehalten. Der Nordflügel beherbergte von 1925 bis 2018 das Allgäu-Museum. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 12 Zumsteinhaus. Zumsteinhaus in der Enzyklopädie Wikipedia Zumsteinhaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZumsteinhaus (Q229742) in der Datenbank Wikidata. Klassizistischer Bau von 1802, errichtet für die aus Savoyen stammende Kaufmannsfamilie de la Pierre, die ihren Namen zu Zumstein eindeutschte. Nach der Restauration 1959 war hier das Römische Museum sowie ab 1975 das Naturkundemuseum untergebracht. Seit 2015 wird es umgebaut und soll 2019 als neu konzipiertes Stadtmuseum öffnen. Typ ist Gruppenbezeichnung

Archäologischer Park Cambodunum[Bearbeiten]

Rekonstruktion des gallo-römischen Tempelbezirks im APC
  • 13 APC Archäologischer Park Cambodunum, Cambodunumweg 3 (Haupteingang), 87437 Kempten (Allgäu). Tel.: +49(0)831 79731. APC Archäologischer Park Cambodunum in der Enzyklopädie Wikipedia APC Archäologischer Park Cambodunum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAPC Archäologischer Park Cambodunum (Q636787) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: März bis November jeweils Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen. Preis: Erwachsene 4,- €, Kinder von 10 bis 16 Jahre 2,- €. Jeden 1. Sonntag freier Eintritt.
  • 14 Gallo-Römischer Tempelbezirk. Die zum Teil rekonstruierten römischen Bauten bezeugen die über 2000-jährige Geschichte von Kempten.
  • 15 Kleine Thermen. Thermen und Badeanlage des römischen Stadthalters.
  • 16 Forum Basilika

Museen[Bearbeiten]

Das Zumsteinhaus soll ab 2019 das neue Stadtmuseum beherbergen.

Die Stadt Kempten führt seit 2015 eine Umstrukturierung der Museumslandschaft durch. Zunächst wurden das Römermuseum und Naturkundemuseum im Zumsteinhaus aufgelöst. Die Alpenländische Galerie im Marstall (Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums) wurde ebenfalls 2015 geschlossen. Das Allgäu-Museum im Kornhaus folgt zum Ende November 2018. Stattdessen soll im Herbst 2019 im Zumsteinhaus das Kempten-Museum eröffnen, das Allgäu-Museum soll im Marstall neu gestaltet werden.


  • 17 Alpinmuseum, Landwehrstraße 4, 87439 Kempten (Allgäu) (im Marstall). Tel.: (08 31) 2525-740. Alpinmuseum in der Enzyklopädie WikipediaAlpinmuseum (Q15106399) in der Datenbank Wikidata. geschichtliche Ausstellung zum Thema "Mensch und Gebirge" Geöffnet: März bis 18. November, Dienstag bis Sonntag, 10.00-16.00 Uhr Mo geschl. Preis: Eintritt Erw. 4 €,. jeden 1. So frei.
  • Schauraum Erasmuskapelle. Geöffnet: 11.00 - 17.00 Uhr 16. März - 23. Dezember: tägl. außer Mi; vom 27. Dezember - 15. März: geöffnet Samstag, Sonntag und Montag. Preis: Eintritt Erw. 2,50 €.
  • 18 Allgäuer Burgenmuseum, Burghalde 1. Tel.: (0)831 5 12 14 68 (nur während der Öffnungszeiten). Privates Museum, getragen vom Allgäuer Burgenverein Geöffnet: samstags, sonn- und feiertags 10 bis 16 Uhr. Preis: Eintritt 2,– €.

Parks[Bearbeiten]

Hofgarten und Orangerie

Der zentrale 19 Stadtpark Stadtpark in der Enzyklopädie Wikipedia Stadtpark im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadtpark (Q1752830) in der Datenbank Wikidata wurde im englischen Stil erbaut, aber durch zahlreiche Baumaßnahmen in der Fläche verkleinert. Zudem verlor er durch Umbaumaßnahmen an Attraktivität, was durch eine Besiedlung von Hunderten Saatkrähen nicht unterstützt wird. Nur noch ein Pavillon erinnert an die Ursprünge des Parks.

Unweit vom Stadtpark befindet sich der 20 Hofgarten Hofgarten in der Enzyklopädie Wikipedia Hofgarten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHofgarten (Q14906837) in der Datenbank Wikidata zwischen Residenz und Orangerie, der im barocken Stil gestaltet ist. Der ursprüngliche barocke Hofgarten aus dem 17. und 18. Jahrhundert verschwand Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Säkularisation des Fürststifts zugunsten einer Schotterfläche, auf der das in der Residenz stationierte Militär Übungen durchführte. In den späten 1950er-Jahren wurde dann der Hofgarten in seiner heutigen Form eingerichtet, wobei man versucht hat, an das barocke Vorbild anzuknüpfen.

Im Engelhaldepark

Der 21 Engelhaldepark Engelhaldepark in der Enzyklopädie Wikipedia Engelhaldepark im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEngelhaldepark (Q1342056) in der Datenbank Wikidata befindet sich in einer ehemaligen Kiesgrube in der Nähe der Römerstadt Cambodunum. Er erinnert mit seinem künstlich angelegten See und den zahlreichen Grünflächen, Spiel- und Sportplätzen an den Olympiapark in München.

Die 22 Haubenschloßanlage Haubenschloßanlage in der Enzyklopädie Wikipedia Haubenschloßanlage im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaubenschloßanlage (Q19285011) in der Datenbank Wikidata sowie der benachbarte Hoefelmayrpark am südlichen Stadtrand waren ursprünglich zwei separate Parkanlagen. Durch den Bau der Haubenschloßschule, des Allgäu-Gymnasiums sowie von Wohnhäusern wurden die beiden Grünflächen jedoch deutlich verkleinert und dadurch faktisch zu einer einzigen vereinigt.

Der 23 Calgeerpark Calgeerpark in der Enzyklopädie Wikipedia Calgeerpark im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCalgeerpark (Q19277024) in der Datenbank Wikidata zwischen Adenauerring und Parkstraße am nordwestlichen Stadtrand wurde – wie der Stadtpark und die Haubenschloßanlage – Anfang des 20. Jahrhunderts vom Stadtgärtner Dominikus Senn als englischer Landschaftsgarten gestaltet. Auch er war einst größer als heute, musste jedoch Flächen an ein Lazarett und das Carl-von-Linde-Gymnasium abgeben.

Erhalten sind die Wege entlang der Iller. Diese verlaufen im Süden der Stadt im 24 Illerdurchbruch Illerdurchbruch in der Enzyklopädie Wikipedia Illerdurchbruch im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIllerdurchbruch (Q17575955) in der Datenbank Wikidata, einem als Geotop geschützten schluchtartigen Gebilde, sowie weiter nördlich in Auen.

Weitere Gewässer mit weitestgehend unberührten Grünflächen sind die 25 Schwabelsberger Weiher Schwabelsberger Weiher in der Enzyklopädie Wikipedia Schwabelsberger Weiher im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchwabelsberger Weiher (Q14547537) in der Datenbank Wikidata am Stadtteil Thingers sowie der 26 Stadtweiher Stadtweiher in der Enzyklopädie Wikipedia Stadtweiher im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadtweiher (Q15130169) in der Datenbank Wikidata im Südwesten der Stadt.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Freizeitbad Cambomare
  • Vom Flugplatz Kempten/Durach besteht die Möglichkeit, einen Rundflug über das Voralpenland zu machen und die Allgäuer Berge von oben zu betrachten.
  • 1 Cambomare (Bade- und Saunawelt), Aybühlweg 58. Tel.: (0)831 58 121 -0. Familien- und Erlebnisbad direkt in Kempten. Im Sommer ist ein Übertritt ins direkt angrenzende Freibad möglich. Preis: Eintritt Bade- und Saunawelt ganztags 18 €.
  • 2 Golfpark Schloßgut Lenzfried, Friedensweg 4. Tel.: (0)831-5129550. 9 Loch Par 68

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Fußgängerzone im Herzen von Kempten erstreckt sich von der Residenz bis zum Forum Allgäu. Kempten gehört zu den Städten mit einer hohen Einkaufszentralität.

Küche[Bearbeiten]

Cafés[Bearbeiten]

Restaurants[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Drop-in, Memminger Straße 8. Tel.: (0)831 23297.

Mittel[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 8 Parkhotel, Beethovenstraße 3-5.
  • Bayerischer Hof - Füssener Straße 96

Lernen[Bearbeiten]

In Kempten gibt es die Hochschule Kempten, zusätzlich gibt es eine Volkhochschule. Um Kemptens Charakter als Schulstadt gerecht zu werden, gibt es auch ein Berufsschulszentrum für kaufmännische und handwerkliche Berufe.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Kempten ist tagsüber eine sichere Stadt. Die Kriminalität ist vergleichsweise niedrig. Taschendiebstähle sind weitestgehend unbekannt. In der dunklen Zeit sollten schlecht beleuchtete Bereiche wie Gassen und Hinterhöfe gemieden werden. Kempten gilt als ein Umschlagsplatz für den internationalen Drogenhandel mit Mafiastrukturen. Hierüber wurde in der Vergangenheit auch mehrfach in überregionalen Medien berichtet.

Gesundheit[Bearbeiten]

1 Klinikum Kempten, Robert-Weixler-Straße 50. Tel.: (0)831-530-0. Klinikum Kempten in der Enzyklopädie Wikipedia Klinikum Kempten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKlinikum Kempten (Q12342348) in der Datenbank Wikidata. Das Klinikum Kempten wurde in den letzten Jahren ständig erweitert, weiter entfernt liegende Abteilungen wurden an einem Ort zusammengefasst. Daher liegt die medizinische Betreuung zentral vor.

Weitere größere Einrichtungen sind zahlreiche Ärztehäuser mit Apotheken und Medizinern.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 2 Tourist Information Kempten, Rathausplatz 24. Tel.: +49(0)831 2525 237. Geöffnet: ganzjähr. Mo-Fr 9-17 Uhr, Mai-Okt Sa 10-13 Uhr.
  • Allgäuer Zeitung, Tageszeitung
  • Kreisbote, kostenlose Wochenzeitung
  • Das neue RSA-Radio, regionaler Radiosender
  • Radio Galaxy, Radiosender mit regionalem Studio
  • Allgäu TV, regionaler Fernsehsender
  • Deutsche Post Filiale - Albert-Ott-Straße - Brodkorbweg - Salzstraße

Ausflüge[Bearbeiten]

Badeseen:

  • Herrenwieser Weiher - Stillgewässer am Rand des Stadtgebiets
  • Niedersonthofer See - Der See liegt ca. 7 km südlich von Kempten: Bade- und Wassersportmöglichkeiten; Zeltplätze am See

Weblinks[Bearbeiten]

www.kempten.de – Offizielle Webseite von Kempten

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