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Lünen

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Luenen lippebruecke.jpg
Luenen lippebruecke.jpg
Lünen
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Einwohner
85.867 (2015)
Höhe
58 m
Tourist-Info +49 (0)2306 104-0
lünen.de
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Lünen

Lünen ist eine Stadt im Ruhrgebiet im Kreis Unna. Sie liegt an der Grenze des Münsterlandes zur Westfälischen Bucht.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bereits die Römer unterhielten im Ortsteil Beckinghausen ein Lager an der Lippe, 890 wurde Lünen erstmals urkundlich erwähnt, 1341 bekam es Stadtrechte. Mit der Industrialisierung des Ruhrgebiets kam auch das Hüttenwesen (1826 die Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia) und der Bergbau in die Stadt - und mit ihm viele zusätzliche Einwohner. 1992 wurde die letzte Zeche geschlossen, 1996 die Landesgartenschau NRW "LaGaLü" auf ehemaligem Zechengelände veranstaltet.

Der Datteln-Hamm-Kanal verläuft durch den Süden Lünens, etwas weiter nördlich fließt die Lippe durch die Innenstadt, hier mündet auch die Seseke ein.

Die Stadt gliedert sich in die Ortsteile Altlünen (ganz im Norden, sehr münsterländisch, mit den Bauernschaften Alstedde, Nordlünen und Wethmar), Beckinghausen (im Osten an der Grenze zu Werne), Brambauer (im Südwesten), Gahmen (zw. Kanal und A 2), Horstmar (mit Seepark und Loch), Lippholthausen, Niederaden (im Südosten an der Grenze zu Kamen), Lünen-Nord und -Süd.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächst gelegenen Flughäfen befinden sich in Dortmund (23km) und Münster/Osnabrück (70km).

Für Segelflieger gibt es den Segelflugplatz Lünen-Lippeweiden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Hbf Lünen

Der Hauptbahnhof befindet sich im Norden der Stadt, der Bahnhof Preußen im südlichen Ortsteil Horstmar, an beiden halten die Regionalbahnen:

  • RB50 "Der Lüner": Münster - Amelsbüren - Davensberg - Ascheberg - Capelle - Werne - Lünen Hbf - Preußen - Do-Derne - Do-Kirchderne - Dortmund Hbf, Mo-Fr stündlich von früh morgens bis kurz vor Mitternacht, sa/so/fe eine weitere Nachtfahrt, dafür morgens erst später, Betreiber ist die eurobahn
  • RB51 "Westmünsterland-Bahn": Dortmund Hbf - DO-Kirchderne - DO-Derne - Preußen - Lünen Hbf - Bork - Selm-Beifang - Selm - Lüdinghausen - Dülmen - Lette - Coesfeld - Gronau - Enschede (Niederlande), Mo-Fr, stündlich ab circa 6:00 bis circa 22:00 Uhr, Sa/So/Fe morgens später, Betreiber ist die Deutsche Bahn

Die RB51 fährt die Teilstrecke von Lünen bis Dortmund auch noch um eine halbe Stunde versetzt zum RB50, sodass sich hier insgesamt ein halbstündiger Takt ergibt.

Der Fernverkehr (ICE u.a.) fährt ohne Halt durch Lünen hindurch.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Kreis Unna (VKU) betreibt die Buslinien im Kreis Unna. Es gibt Schnellbusse, Stadtbusse, Nachtbusse und Anrufsammeltaxis. Zentraler Umsteigepunkt ist der ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof) am Hauptbahnhof, es gibt aber noch weitere, von vielen Linien angefahrene Haltestellen wie z.B. an der Persiluhr. Per Bus werden vor allem die Städte im Umfeld angebunden, die per Bahn nicht direkt oder nur umständlich erreichbar sind, zum Beispiel Bergkamen, Kamen, Unna, Hamm und Waltrop.

Überregional eingebunden ist der Nahverkehr in die Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe, die wiederum angebunden an den Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr ist.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Südlich der Stadt verläuft die A 2 in Ost-West-Richtung. Günstige Abfahrten sind hier die Nummer 14 Dortmund-Lanstrop (und via L556 nach Lünen-Süd) oder 15 Kamen/Bergkamen (und via B61 in den südlichen Innenstadtbereich).

Die autobahnähnlich ausgebaute B 236 mündet im Südwesten der Stadt auf die B 54, beide verlaufen in Richtung Norden zunächst gemeinsam durch die Stadt. Die B 236 geht dann weiter nach Selm und Olfen, die B 54 nach Werne und Münster.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Datteln-Hamm-Kanal verläuft in West-Ost-Richtung durch den südlichen Teil der Stadt. Er hat vor allem Bedeutung für die Versorgung der Kraftwerke und Industriebetriebe, für die es mehrere Häfen gibt. Er wird aber auch von Sportbooten genutzt. Der Preußenhafen am DHK (km 14,2) ist als Wasserwander-Rastplatz ausgewiesen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch Lünen verlaufen mehrere Radrouten:

Zu Fuß[Bearbeiten]

Durch Lünen führt der Jakobsweg Osnabrück – Wuppertal.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Stadtbusse innerhalb Lünens verkehren in Takten (Linienplan) und halten am ZOB bzw. der Persiluhr. Das VKU-ServiceCenter befindet sich am Hauptbahnhof und ist Mo-Fr von 9:00-17:00 und Sa bis 12:00 Uhr geöffnet. Der Taxibus kann über die kostenfrei Nummer 08003/504031 bestellt werden.

Insgesamt gilt Lünen als fahrradfreundlich, was an den kurzen Entfernungen zwischen den Stadtteilen (bis max. 5km vom Zentrum) und an den zumeist autofreien Fahrradtrassen liegt, die die Stadt einrichtet. Ein Beispiel ist der "Leezenpatt" (Leeze ist münsterländer Platt für Fahrrad), der 6km lang den Norden und Süden der Stadt verbindet und dabei auch eine alte Zechenbahnstrecke nutzt.

  • Fahrrad-Wegeplan der Stadt
  • Lünen ist Gründungsmitglied der AGFS - Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte in NRW"
  • Der ADFC Kreisverband Unna hat eine Ortsgruppe in Lünen
  • Im Sommer fährt am Wochenende ein Fahrradbus von Fröndenberg über Holzwickede, Unna, Kamen, Rünthe, Werne/Lünen, Cappenberg und Südkirchen bis Nordkirchen (Flyer).
  • Die AWO betreibt Radstationen im Kreis Unna, darunter auch zwei in Lünen: Am Markt und am Hauptbahnhof

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

  • Evangelische Stadtkirche St. Georg, eine spätgotische Hallenkirche aus dem 14. Jhr, Flügelaltar um 1470, Deckengemälde "Sündenfall und Jüngstes Gericht" um 1520
  • neugotische Pfarrkirche St. Marien, 1894-1896 mit/auf Teilen der Vorgängerkirche errichtet, Taufstein von 1270, Marien-Gnadenbild von 1260 (Wallfahrtsbild)
  • Selimiye-Moschee Lünen
Das Schloss Schwansbell in Lünen
Schloss Schwansbell bei Nacht
Die Persiluhr in Lünen
Sankt Marien Kirche in Lünen.
Das Rathaus in Lünen

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Schloss Schwansbell, ein 1872 bis 1875 erbautes, westfälisches Wasserschloss, dessen Graben aber nicht das Schloss sondern eine kleine Garteninsel umfasst (auf der mal eine Burg stand), Schloss und Insel sind nicht zugänglich, das Gebäude wird heute als Wohnungen und Büroräume genutzt. Der Schlosspark mit seinen ausgefallenen Baumarten (z.B. Trompeten- und Tulpenbaum, Christusdorn und Robinien) drumherum ist frei zugänglich und wird gerne als Spazierweg genutzt, in einem Wirtschaftsgebäude befindet sich das Museum Lünen.

Bauwerke[Bearbeiten]

1995 wurde der Förderturm der Zeche Minister Achenbach vom Designer Luigi Colani umgebaut, er trägt seitdem die Bezeichnung "Colani-Ei".

Denkmäler[Bearbeiten]

In der Innenstadt sind noch ein paar alte Fachwerkhäuser der historischen Altstadt erhalten geblieben. Das älteste Dielenhaus steht am Roggenmarkt 3, es stammt von 1600. Daneben findet sich in der Silberstraße 5 noch ein Ackerbürgerhaus. Außerdem stehen in der Mauer-, Langen- und Goldstraße mehrere einfache, tw. traufständigen Fachwerkbauten.

In Lippholthausen konnte die alte Schlossmühle durch Bürgerinitiative renoviert werden. Haus Buddenburg in Lippholthausen, eine geschichtsträchtige Schlossanlage im klassizistischen Stil, wurde 1977 abgerissen. Heute erinnern Ligusterhecken an den ehemaligen Grundriss.

Panorama aus der Ziethenstraße

Route der Industriekultur[Bearbeiten]

Die Ziethenstraße in Lünen-Süd wurde 1898 von der on der Harpener Bergbau AG für ihre Bergarbeiter der Zeche Preußen errichtet. Die 52 gleich gestalteten, einfachen Ziegelhäusern boten jeweils 4 Familien Platz. Heute stehen die Häuser unter Denkmalschutz, die Siedlung ist Teil der Route der Industriekultur. Der nahe Bahnhof Preußen ist auch dem Bergbau zu verdanken, er war für den Transport von Kohlen und Arbeitern gedacht.

Die Victoria-Siedlung in Lünen-Nord wurde 1909-1912 als Arbeitersiedlung für die Zeche Victoria errichtet. Ihre Bauweise orientiert sich stark an der Gartenstadtbewegung.

Die Siedlung "Am Kanal" ist eine weitere Bergarbeitersiedlung (für Arbeiter der Zechen Victoria, Preußen und Gneisenau und auch normale Bürger gedacht), diesmal nahe des Preußenhafens am Datteln-Hamm-Kanal und 1921-1922 von einer Treuhandgesellschaft errichtet. Von der ursprünglich geplanten Siedlung wurde nur die eine Hälfte nördlich des Kanals errichtet.

Die Ziegelei Siegeroth, ein altes Familienunternehmen in Lünen-Wethmar, ist stillgelegt und wird funktionstüchtig für Museumszwecke erhalten.

Von der 1826 als erstes Industrieunternehmen in Lünen gegründeten Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia ist nur noch die Kantine Westfalia erhalten. Das Gebäude steht seit 1990 unter Denkmalschutz und ist außen saniert, es steht allerdings leer und kann nicht besichtigt werden.

Seit 1937 erzeugen verschiedene Blöcke des Kraftwerkes Lünen Strom für die nahen Industrieanlagen, seit 2003 auch Fernwärme für das Stadtnetz. Es gehört der Steag und zum Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr, sein Schornstein ist 250m hoch, sein Kühlwasser kommt aus der Lippe, die Steinkohle wird über den Kanal herangeschafft. Es gibt noch zwei weitere Kraftwerke in Lünen, die aber nicht zur Route der Industriekultur gehören: ein neues, 2013 ans Netz gegangenes Steinkohlekraftwerk der Trianel Energie am Stummhafen und ein Biomassekraftwerk der Steag und Remondis, das mit Alt- und Restholz betrieben wird.

Alte Kaffeerösterei Lünen, 44534 Lünen, Cappenberger Str. 51. 1924 vom Kaufmann Ignaz Woestmann gegründete Rösterei, als VELUNA Werke (VEreinte LUener NAhrungsmittelwerke) hier bis 1932 tätig, stellte Bohnen-, Malz- und Kornkaffee her, heute beherbergt es ein Cafe und einen Kreativen Gewerbehof mit Handwerkern und Künstlern. 2014 wurde es in die Route Industriekultur aufgenommen. Geöffnet: Di-Do 9:00-20:00, Fr/Sa bis 22:00, So nur bis 18:00 Uhr.

Museen[Bearbeiten]

  • 1 Museum Lünen, 44532 Lünen, Schwansbeller Weg 32 (im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Schlosses Schwansbell). Tel.: +49 (0)2306 104-1649. Puppen- und Spielzeugsammlung, Wohnkultur, Gusseisen und Öfen, Keramik, Landwirtschaftliches Haus- und Arbeitsgerät, auerdem Wechselausstellungen verschiedener Themen Geöffnet: Apr-Sep Di-Fr 14:00-18:00, Sa/So 13:00-18:00 Uhr, Okt-Mär ein Stunde früher zu. Preis: 1,00€/Erw. Kind bis 15J. frei.
  • 2 Bergarbeiter-Wohnmuseum, 44536 Lünen-Brambauer, Rudolfstr. 10. Tel.: +49 (0)231 8779121, Fax: +49 (0)231 8822950, E-Mail: . Teil der Route der Industriekultur, zeigt die Lebensbedingungen einer Bergarbeiterfamilie um 1930 Geöffnet: Di 15:00-17:00, Do 17:00-19:00, So 15:00-17:00 Uhr. Preis: 1,50€/Erw., 0,50€/Kind.
  • Bergmannsmuseum (Begegnungsstätte des Multikulturellen Forums Lünen e. V.), 44532 Lünen, Bahnstraße 31. Tel.: +49 (0)2306 93390, Fax: +49 (0)2306 933929. Bilder, Fotos und Gegenstände aus dem Alltag von Bergmannsfamilien Geöffnet: Mo-Fr 9:00-16:00, Fr bis 13:00 Uhr. Preis: Eintritt frei.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Seepark Horstmar, Horstmarer Loch und Bergehalde
  • Preußenhafen

Aktivitäten[Bearbeiten]

Am Cappenberger See, einem vergrößerten Lehm-Baggerloch in Altlünen: Angeln und Tretbootverleih, in der näheren Umgebung auch Tennisplätze, Kinderspielplätze und eine Minigolfanlage. Schwimmen ist allerdings verboten. Im Nordosten liegt die gleichnamige Jugendherberge. Wenn der Winter kalt genug ist gibt es eine Schlittschuhbahn.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Das Technologiezentrum Lünen (LÜNTEC) befindet sich im Stadtteil Brambauer auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Minister Achenbach. Auf weiteren Flächen der ehemaligen Fördertürme gibt es Gewerbegebiete: Im Berge, Im Berge Ost und Wethmarheide.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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