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Fürst-Pückler-Weg

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Die Lausitz neu erfahren ist das Motto des Fürst-Pückler-Weges - Ein Radrundweg, der von der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land initiiert wurde.

Fürst Pückler Weg - Logo.svg

Streckenprofil[Bearbeiten]

Die Förderbrücke F60 in Lichterfeld - eines der Highlights am Fürst-Pückler-Weg
  • Länge: ca. 500 Kilometer
  • Ausschilderung: Im Wesentlichen recht gut und bis auf einige wenige Fallen ohne Beanstandungen, daher fast ohne Karte befahrbar. Am Ende des Artikels gibt es einige Bemerkungen zur Falschbeschilderung. Innerhalb des Textes wird mit einem Ausrufezeichen in Klammern auf solche Besonderheiten hingewiesem und verlinkt.
  • Steigungen: Es gibt nur wenige Steigungen in der Gegend um Spremberg (Kippengebiet) sowie zwischen Bad Muskau und Weißwasser.
  • Wegzustand: 75 % asphaltierte Oberfläche, 25 % Verbundsteine, Granitpflaster, wassergebundene Wege.
  • Verkehrsbelastung: Die Verkehrsbelastung ist eher gering. Einige wenige Teile auf öffentlichen Straßen sind nur mäßig befahren. Ein Großteil verläuft auf separaten Radwegen. Erhöhten Verkehr hat man nur in den Ortslagen, wenn der Radweg durch die Ortskerne verläuft.
  • Geeignetes Fahrrad: Jedes Fitness- und Crossbike ist hier bestens geeignet. Aber auch Kinder auf ihren kleinen Rädern können die Strecke im Regelfall befahren. Rennräder eignen sich aufgrund einiger unbefestigter Passagen und der Wurzelschäden am Asphalt nur bedingt.
  • Familieneignung: Recht gut, es gibt viele ruhige Abschnitte sowie eine gute Verkehrsanbindung - und nicht zuletzt wenig Berge.
  • Inlinereignung: Eher nicht. Der Radweg ist zwar in weiten Teilen asphaltiert, aber gerade die schönen Waldabschnitte weisen eine Unterwurzelung und damit verbunden viele unvorhersehbar aufgebrochene Stellen auf.

Hintergrund[Bearbeiten]

Vorbereitung[Bearbeiten]

Gesonderte spezielle Vorbereitungen sind für eine Tour auf dem Fürst-Pückler-Weg nicht zu treffen. Wichtig wären allerdings Werkzeug. Der Radweg verläuft im ländlichen Raum. Die nächste Fahrradwerkstatt ist weit entfernt - teilweise selbst die nächste frequentierte Fernstraße, an der man ein Auto anhalten könnte. Auf einige Teile der Strecke verlaufen auf längeren Abschnitten über Feld und Flur und auch im Bereich der Tagebaue. Schatten ist damit rar und Sonnenschutz unabdingbar.

Anreise[Bearbeiten]

Vorsicht bei kleinen Überaschungen! - Wurzelschäden an der Markgrafenmühle in Cottbus

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Der Fürst-Pückler-Weg besitzt eine Reihe von Bahnanschlüssen:

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Fürst-Pücklerweg trifft auf einigen Stellen zusammen mit überregionalen Fahrradrouten, so auch den Spree-Radweg (in Cottbus und Burg) und den Oder-Neiße-Radweg (in Forst)

Auf der Straße[Bearbeiten]

Bundesautobahn: Für Radreisende mit einer weiteren Anreise bieten sich einige Ausgangsorte mit Autobahnanschluss an. An der A15 gibt es Ausfahrten in Cottbus und Forst (Lausitz), in Reichweite der A13 liegen Luckau (Symbol: AS Duben), Calau (Symbol: AS Bronkow) sowie Großräschen.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Cottbus - Forst (Lausitz) – Bad Muskau[Bearbeiten]

Karte der Etappe 1
67km

Im Cottbusser Zentrum startet die Tour im grünen Puschkin-Park. Weiter geht es entlang der Spree, den Tierpark auf der anderen Seite passierend, bis zur Markgrafenmühle. Der Weg biegt jetzt links ab und führt durch einen schönen Laubwald. Der Weg ist wundervoll breit, aber leider stark von Wurzeln beschädigt. Die schlimmsten Stellen sind mit weißer Farbe markiert, dennoch ist stets hohe Vorsicht geboten, um keinen ungewollten Abflug zu vollführen. Nach der Überquerung des Spreewehres durchquert man den kleinen Ortsteil Branitz und findet sich an der Parkschmiede an der Rückseite des Branitzer Parks wieder. Wer Zeit hat, kann einen Abstecher in den sehenswerten Branitzer Park machen, Radfahren ist innerhalb des Parks aber nicht erlaubt. Von hier aus ist es nicht weit zum eigentlichen Schloß Branitz - ein Abstecher, der sich mit Sicherheit lohnt. Der Radweg an sich folgt rechter Hand der „Englischen Allee“ - allerdings ein beeindruckender Name für einen unbefestigten Waldweg. Am Ende muss man die recht befahrene Bundesstraße B115 überqueren. Ab jetzt geht es gemütlich zu. Ein separater und asphaltierter Radweg führt über Wald und Wiesen durch die Ortschaft Haasow (9 km), die Kathlower Mühle bis nach Klinge (17 km). Hier stehen das Raubritter-Tor sowie das Freilichtmuseum „Zeitsprung“ (siehe auch den Artikel zum Wiesengrund). Eine Infotafel informiert über das Mammut von Klinge, welches hier gefunden wurde und jetzt in Forst zu besichtigen ist. Nach einem Blick in den rekultivierten Tagebau Jänschwalde und in den in Flutung befindlichen Klinger See folgt man dem Radweg weiter bis in das kleine Örtchen Gosda I (20 km). Das letzte Stück nach Forst führt wieder separat auf Asphalt über Wald und Flur bis nach Klein Jamno (24 km). Ab hier muss man die letzten paar Kilometer auf öffentlicher, aber nicht sehr befahrener Straße bewältigen. Der Innenstadtbereich bis zum Forster Bahnhof (28 km) ist gut und eindeutig ausgeschildert und bequem befahrbar. Forst bietet die gute Möglichkeit für eine Rast sowie ein Blick auf den sehr schönen Wasserturm oder ein Besuch im berühmten Rosengarten.

Vom Bahnhof aus geht es geradewegs bis zum Neißedamm und weiter südlich bis zum Rosengarten, um diesen herum und daran entlang. An einer Rechtskurve teilen sich die Radwege. Der Fürst Pücklerweg geht rechts ab und ein Stück zurück Richtung Innenstadt. Dann geht es kurze Zeit später nach links. Diesen Abzweig kann man leicht verpassen. Durch den Forster Vorort Keune und über eine Allee geht es weiter bis nach Groß Schacksdorf (37 km). Durch den Ort hindurch, vorbei an der Kirche und den Heimatstuben biegt man am Ende rechts ab und verläßt das Dorf am Sportplatz entlang. Es folgt eine schöne ruhige Strecke über Wald und Flur bis nach Jocksdorf (41 km). Am Ortseingang befindet sich ein Affengehege mit einem „Dschungelimbiss“. Nächstes Ziel der Tour ist Groß Kölzig (45 km) - ebenfalls über einen asphaltierten Radweg zu erreichen. Nach einem kleinen Rundgang um Heimatstube und Marienkirche führt ein schöner Weg bis nach Preschen (49 km). Die Dorfdurchquerung ist recht holprig dafür wird man gleich danach durch einen schönen Radweg bis nach Jerischke (54 km) und weiter bis zur Neiße nach Pusack (59 km) im schönen Neißetal entschädigt. Die letzten Kilometer bis nach Bad Muskau (67 km) sind ausgesprochen reizvoll und mit der schönste Streckenabschnitt. Zum Finale läßt man sich den Berg hinab in die Innenstadt und bis zum Schloss des berühmten Muskauer Parks rollen.

Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Der Fürst Pückler-Park Branitz - Überreginal bekannter Park des Fürsten Pückler mit dem Schloss Branitz in Cottbus.
  • Rosengarten Forst - Gartenlandschaft mit Zehntausenden Rosen auf 16 Hektar in Forst.
  • Fürst Pückler Park Muskau - Weiteres Meisterwerk des Parkkünstlers Pückler in Bad Muskau

Durchquerte Orte und Regionen: Cottbus - Wiesengrund - Forster Umland - Forst (Lausitz) - Malxeland - Jerischker Wald - Bad Muskau

Rast:

  • Sportplatz Adler Klinge (kurz vor dem Rittertor, der kreuzenden Straße nach rechts 200m folgen).
  • Eselhof Gosda I (direkt am Radweg am Ortsausgang Richtung Forst). Geöffnet: Di-So, 11:00-18:00. - Kleiner Imbiss direkt am Eselhof von Gosda
  • Affengehege Jocksdorf. Tel.: +49 (0)35695-7183, Fax: +49 (0)35695-97495, E-Mail: . - Zum Affengehege gehört auch der Dschungelimbiss und lädt zu einer Rast ein.

Bed & Bike:

Fahrradgeschäft bzw. -werkstatt:

  • Bike Shop Bad Muskau, Clara-Zetkin-Str. 2. Tel.: +49 (0)35771-60284, Fax: +49 (0)35771-60930.
Parkschmiede im Branitzer Park Cottbus
Durch den Wiesengrund bei Haasow
Wasserturm in Forst
The Badlands of Brandenburg - Alter Tagebau Jänschwalde
Ehemalige Neißebrücke in Forst
Kirche Groß Schacksdorf
Über die Felder bei Jocksdorf
Die Marienkirche von Groß Kölzig
Neißetal bei Pusack
Schloß und Park Bad Muskau

Bad Muskau - Kromlau - Schleife - Spremberg[Bearbeiten]

48km

Die zweite Etappe starten im Pakr von Bad Muskau, führt durch die Altstadt vorbei am Bahnhof der Waldeisenbahn hinauf in den Bergpark. Nach dem Überqueren der Bundesstraße B115 folgt man dem Weg durch den Wald und erreicht den Ort Krauschwitz. Weiter geht es nochmals über die Bundesstraße und die Waldeisenbahn durch das Dorf Gablenz hindurch bis nach Kromlau. Wer die Zeit mibringt kann eine Abstecher in den schönen Rhododendron- und Azaleenpark machen. Der nächste Ort ist Halbendorf am gleichnamigen See. Er bietet Bade- und Campingmöglichkeiten und somit die Möglichkeit für eine Erfrischung bzw. eine kürzere oder längere Rast. Ein kleines Stück weite befindet sich Schleife, mit seinem Sorbischen Kulturzentrum. Der Weg wendet sich nun Richtung Norden und führt über die Dörfer Lieskau und Reuthen bis kurz vor den Felixsee. Mitten im Wald biegt der Radweg nach links ab. Wer sich aber eine Abkühlung an dem beliebten Badesee verschaffen will, hält sich rechts und bei nächster Gelegenheit wieder links. Zurück auf dem Radweg geht es durch die Wälder bis nach Klein Loitz, vorbei an einem kleinen idyllischen Dorfteichen bis Bloischdorf mit seiner Museumsscheune. Nächste Stationen sind Türkendorf, Weskow und der Südrand des Spremberger Stausees. In südlicher Richtung linksseitig der Spree fährt man nun dem Etappenziel Spremberg entgegen.

Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Kromlauer Park - schöner Landschaftspark westlich von Bad Muskau
  • Muskauer Faltenbogen - Geologisch einmalige Landschaft im Nordwesten von Bad Muskau

Durchquerte Orte und Regionen: Bad Muskau - Krauschwitz - Weißwasser - Schleifer Region - Bloischdorfer Alpen - Spremberg

Unterkunft:

Bed & Bike:

Rakotzbrücke im Rhododendronpark Kromlau
Glasmuseum Weißwasser
Uhrenturm Klein Loitz
Teiche Klein Loitz
Marktplatz Spremberg

Spremberg - Senftenberg - Lauchhammer[Bearbeiten]

72km

Von Sprembergs Zentrum aus geht es nach Westen entlang der Drebkauer Straße Richtung Tagebau. Hinter dem Ortsausgang erreicht man das Kippengelände. Man fährt hier sehr ruhig, allerdings gibt es auch ein paar kurze, aber steile Anstiege zu bewältigen. Die nächsten Kilometer ziehen sich über die rekultivierten Kippen bis hin zum Gelände des Tagebauunternehmens. Zwischendurchbekommt man ein paar Ausblicke in die Umgebung. Bei Vattenfall angekommen kann man einen Abstecher zum südlichen Tagebau-Aussichtspunkt machen. Es sind ein paar Kilometer durch das Betriebsgelände und den dahinter liegenden Wald zu bewältigen. Der Abstecher ist nicht Bestandteil des Radweges, lohnt sich aber für Interessierte durchaus.

Weiter geht es bergab auf einer wenig befahrenen öffentlichen Straße bis hin zum mittlerweile verlassenen Ort Haidemühl. Bis hierhin wird der Tagebau Welzow-Süd zukünftig reichen. Weiter geht es vermutlich auf einem idyllischen Radweg auf einer alten Bahntrasse bis nach Welzow. Der originale Verlauf zwischen den beiden Orten sollte 2010 dem Tagebau zum Opfer fallen. Welzow selbst empfindet der Besucher sicher als recht verschlafen, ein Eindruck der nicht trügt, lebte der Ort doch in der ehemaligen DDR von der Kohle und Energiewirtschaft. Und so viele Menschen werden heute nicht mehr dort beschäftigt. Jetzt wendet sich der Weg nach Süden und erreicht im Dörfchen Lieske das Lausitzer Seenland. Dort angekommen hat man einen schönen Blick auf den Sedlitzer See, der noch bis ca. 2015 geflutet wird. Zwischen ihm und dem Partwitzer See führt die Route weiter zum Geierswalder See. Dieser ist bereits erschlossen und als Naherholungsgebiet genutzt. Vor dem Geierswalder See biegt der Weg nach links ab. Ca. 1 Kilometer weiter geradeaus gefahren, erreicht man einen markanten Aussichtsturm, den „Rostigen Nagel“. Für einen Ausblick lohnt sich dieser Abstecher. Im Südosten des Geierswalder Sees befinden sich Strände, Campingplätze und Bootsverleih. Einmal umrundet schließt sich bei Kleinkoschen der Senftenberger See an. Er ist der älteste der Tagebau-Seen und ein beliebtes Erholungsziel. Nach fünf Kilometern erreicht man das Zwischenziel Senftenberg. Hier bietet sich eine Bade- und Erfrischungspause regelrecht an.
Wer in Senftenberg in die Tour einsteigt, und mit der Bahn anreist, fährt Richtung Süden die Bahnhofstr. hinunter und weiter bis zum Marktplatz. Von dort aus geht es weiter auf ruhigen Innenstadtstraßen, vor bei an der ehemaligen Skihalle über, die neue Umgehungsstraße zum Stadtteil Hörlitz. Hier sind Abstecher zu einem Aussichtspunkt in den ehemaligen Tagebau Meuro und einem Schaufelradbagger möglich. Der weitere schön befahrbare Asphaltweg verläuft parallel zur Hauptstraße vorbei am Eurospeedway Lausitz. Nun wird es ruhiger - ausgenommen an Renntagen, an denen das Motorengeräusch der Rennstrecke zu den umgebenden Dörfern dringt. nach dem Dorf Schipkau folgt Klettwitz mit seinem Bergbaudenkmal „Schacht Klettwitz“ (kleiner Ausflug in den Dorfkern). Der folgende Abschnitt ist geprägt vom ehemaligen Tagebau und seinen Windrädern. Die Straße führt einen kleinen Anstieg hinauf. Dann geht es links ab auf einen unbefestigten Weg ( ! ). Dieser Abschitt ist aber festgefahren und mit einem normalen Rad gut zu bewältigen. Am Abzweig nach Kostebrau bietet sich ein Ausflug nach rechts durch das Dorf hindurch bis zu einem Aussichtspunkt an. Das kleine Örtchen ust fast komplett vom ehemaligen Tagebau Klettwitz umgeben. Ein Radweg parallel zur Landstraße führt bis nach Lauchhammer Ost. Einige hindert Meter wieter im Ort befindet sich das Kunstgussmuseum Lauchhammer. Der Radweg selbst biegt allerdings bereits am Ortseingang rechts ab und führt weiter durch einen schönen Waldabschnitt nach Lauchhammer Nord. Jetzt geht es nach links und weiter durch den Ort. Der Weg ist mit Aufklebern des Logos markiert, man muss aber trotzdem die Augen offen halten. Ziel der Etappe sind die markanten Biotürme, die jetz südlich in Sicht kommen. Der Radweg biegt jetzt rechts ab ( ! ), wer es verpasst, trifft aber am Ortsausgang wieder auf den Weg. Dort bietet sich auch ein abschließender Spaziergang im Schlossgarten der Stadt an.

Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Aussichtspunkt Tagebau Welzow Süd - Der Aussichtspunkt bietet Einblick in die Diemsnionen des Braunkohlentagebaus in der Lausitz
  • Gartenstadt Marga sowie Schloss mit Dauerausstellung Industriegeschichte der Region in Senftenberg
  • Kunstgussmuseum und die Biotürme in Lauchhammer

Durchquerte Orte und Regionen: Spremberg - Lausitzer Seenland - Senftenberg - Lauchhammer

Rast:

Unterkunft:

Bed & Bike:

Fahrradgeschäft bzw. -werkstatt

  • Fahrradhaus Pötschke, Bahnhofstr. 27, Senftenberg. Tel.: +49 (0)3573-73326. Geöffnet: Mo-Fr: 09:00-18:00, Sa: 09:00-12:00 (So nach Vereinbarung).

Lauchhammer - Plessa - Elsterwerda - Bad Liebenwerda - Doberlug-Kirchhain[Bearbeiten]

61km
Ortskern Haida
Rastplatz zwischen Würdenhain und Zeischa

Start in Lauchhammer ist am Schloßpark man überquert die südlich liegende Bundesstraße und biegt nach 100 Metern rechts ab. Der Weg führt über eine idyllische Feldlandschaft. Nach einem Kilometer weicht der Asphalt allerdings einem unbefestigten, aber gut zu befahrenem Feldweg. Dieser ist recht lang und endet an der restaurierten Elstermühle von Plessa. Die Überfahrt über die Elster, wie in einigen Karten eingezeichnet, ist hier seit dem Sommer 2012 wieder möglich. Nördlich des Ortes gibt es das stillgelegte Kraftwerk Plessa, welches man jetzt als Erlebniskraftwerk besichtigen kann. Für technisch Interessierte ist dieser Abstecher, der jetzt auch Bestandteil des Radweges ist, sehr reizvoll. Eine Führung findet jede Stunde statt. Zurück an der Schwarzen Elster führt der Weg recht reizvoll am Fluss entlang bis nach Elsterwerda. Man erreicht den Ort am Gewerbegebiet. Hier befinden sich auch der Miniaturenpark sowie eine originalgetreue Bockwindmühle. Im Ort angekommen sieht man links der Schwarzen Elster das Barockschloss der Stadt. In der Innenstadt gibt es ein paar nette Straßen mit enger niedriger Bebauung, ein kleiner Rundgang über zwei, drei Straßen, der sich lohnt. Zwischen den Orten Saathain und Würdenhain ist der an dieser Stelle eigentlich gut ausgebaute Radweg bis auf unbestimmte Zeit wegen einer vor einiger Zeit abgerissenen Brücke unterbrochen. Bei Saathain weicht man hier am besten rechtsseitig des Flusses über Haida aus. Im Ortszentrum des Dorfes biegt man links in Richtung Würdenhain ab, wo man wieder auf die ursprüngliche Route gelangt. Wer möchte kann sich dreihundert Meter weiter aber auch noch kurz die kleine Dorfkirche des Ortes ansehen. Das Gebäude entstand im 15. Jahrhundert unter Verwendung von Steinen einer unweit gelegenen Elsterburg, welche zu jener Zeit auf Befehl des Meißner Markgrafen zerstört wurde. Die ursprünglich vorhandene Turmzwiebel fiel allerdings 1972 einem Blitzschlag zum Opfer. Weiter geht es durch die Elsteraue auf dem aspahltierten Elsterdamm. Linksseitig steht dieses Gebiet als Lebensraum des hier vorkommenden Elbebibers unter Naturschutz. Biegt man an der nächsten Elsterbrücke die Landstraße in Richtung Bundesstraße ab, erreicht man nach etwa zwei Kilometern das Waldbad Zeischa. Neben einer Gaststätte sind hier unter anderem ein bewachter Parkplatz und ein Campingplatz zu finden. In Bad Liebenwerda ist der Radweg wieder unbefestigt, aber trotzdem gut befahrbar. Nach knapp zwei Kilometern erreicht man zunächst den kleinen Ort Zeischa mit seinem idyllischem Dorfanger und nach weiteren zwei Kilometern schließlich die Kurstadt Bad Liebenwerda, welche neben einer hübschen Innenstadt auch zahlreiche gastronomische Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Kur- und Erholungseinrichtungen, wie die Fontanakliniken und die Lausitztherme „Wonnemar“ bietet. Gut zuerkennen sind im Stadtzentrum die ursprünglichen Konturen einer alten Schlossanlage. Ein gut zu erkennender Überrest ist hier der sogenannter Lubwartturm. Er ist ein alter Bergfried, wie er wohl ursprünglich an den meisten Elsterburgen des Gebietes vorhanden war. Das restaurierte Bauwerk kann man zu den Öffnungszeiten des benachbarten Heimatmuseums besteigen. Das Museum selbst zeigt neben zeitlich begrenzten Sonderausstellungen, zwei Dauerausstellungen, welche die Verwurzelung des historischen mitteldeutschen Wandermarionettentheaters mit der Elbe-Elster-Region sowie die aus der Umgebung stammenden Komponisten Gebrüder Graun zum Thema haben.

Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Erlebnis-Kraftwerk in Plessa
  • Miniaturenpark in Elsterwerda
  • Elsterschloss in Elsterwerda
  • Lubwartturm in Bad Liebenwerda
  • Technisches Denkmal Brikettfabrik LOUISE in Domsdorf

Durchquerte Orte und Regionen: Lauchhammer - Plessa - Elsterwerda - Bad Liebenwerda - Doberlug-Kirchhain

Bed & Bike:

Fahrradgeschäft bzw. -werkstatt:

Elstermühle Plessa
Erlebniskraftwerk Plessa
Bockwindmühle Elsterwerda
Schloss Elsterwerda
Fachwerkkirche Saathain
Waldbad Zeischa
Lubwartturm Bad Liebenwerda
Brikettfabrik Louise
Schloss Doberlug
Klosterkirche Doberlug

Doberlug-Kirchhain - Lichterfeld - Finsterwalde - Großräschen[Bearbeiten]

44km


Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Historischer Stadtkern von Finsterwalde mit dem Kreismuseum
  • Besucherbergwerk F60 mit der größten Förderbrücke der Welt
  • Besucherzentrum IBA-Terrassen sowie das Fälschermuseum in im See-Hotel in Großräschen

Durchquerte Orte und Regionen: Doberlug-Kirchhain - Lichterfeld - Finsterwalde - Großräschen

Unterkunft:

Bed & Bike:

Großräschen - Pritzen - Altdöbern - Fürstlich Drehna – Luckau[Bearbeiten]

95km


Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Biennale-Kunstobjekte, Kunstscheune in Pritzen
  • Barockschloss und Schlosspark Altdöbern
  • Schloss und Park Fürstlich Drehna
  • Heinz-Sielmann-Naturparkzentrum in Manninchen

Durchquerte Orte und Regionen: Großräschen - Pritzen - Altdöbern - Fürstlich DrehnaLuckau

Bed & Bike:

Luckau - Calau - Raddusch - Burg (Spreewald)[Bearbeiten]

63km


Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Slawenburg in Raddusch

Durchquerte Orte und Regionen: Luckau - Calau - Vetschau - Raddusch - UnterspreewaldBurg (Spreewald)

Bed & Bike:

Burg (Spreewald) - Peitz - Cottbus[Bearbeiten]

Karte der Etappe 8
57km

Die Etappe startet am Bismarkturm nördlich des Zentrums von Burg. Der Weg geht Richtung Ortszentrum (Süden) über einen Bach und folgt dem Penkeweg bis an das asphaltierte Ende ( ! ) und rechts weiter bis nach Werben (7km). Die Strecke ist eine öffentliche, aber kaum befahrene Straße. Der Abschnitt bis nach Guhrow (10km) ist ein separater Radweg und einer der beliebtesten und am meisten befahrenen Wege der Region. Dann wird es ruhig. Nach der Durchquerung von Guhrow geht es einsam aber kurz durch den Wald nach Briesen (12km). Man hält sich im Zentrum links, durchquert das Dorf und folgt dem Weg nach Striesow (14km), mit seinem Glockenturm auf dem Anger und weiter bis nach Dissen (16km) - dem Storchendorf. Wer Zeit hat, kann dem Heimatmuseum einen kleinen Besuch abstatten. Es liegt direkt neben der Kirche. Einige Meter hinter dem Dorfkern geht die Strecke nach links auf einer Straße nördlich bis zur Spree. Kurz vor der Spreeaue liegt ein kleines Feuchtbiotop, an welchem man sich über die Natur socher feuchten Auenzonen informieren kann. Wer möchte kann an der Spree die Auenlandschaft auf einem kleinen Rundkurs erkunden. Nach der überquerung der Spree zweigt der Weg rechts ab und verläuft auf dem Damm parallel zum Fluß bis zum nördlichsten Cottbus Stadtteil Maiberg. Dieser Teil der Strecke ist nicht asphaltiert aber sehr gut befahrbar.
Nun verläßt der Radwanderer die Spree und hält nach Norden. Auf einer öffentlichen, aber nur sehr mäßig befahrenen Straße geht es Richtung Drehnow. Kurz vor dem Ort biegt der Radweg rechts ab. Ab jetzt geht es auf schönem separatem Weg vorbei an den Orten Drehnow und Turnow bis zum Badesee Garkoschke, wo eine Erfrischung auf den Radler wartet. Wer möchte, kann auf dem Weg dorthin bei Turnow-Ausbau die Holländermühle besuchen. Sie liegt nur 200m vom Radweg entfernt. Vom See ist es nun noch ein kurzes Stück bis nach Peitz Im Ort kann man leicht eine Abfahrt nach rechts verpassen. Wer weiterfährt findet, sich nach 300m im Stadtzentrum am Rathaus wieder, ein Abstecher der sich lohnt. Nach der Besichtigung von Rathaus, Kirche und Festungsturm geht es zurück zum Abzweig. Jetzt geht es „Um die halbe Stadt“ - so heißt die Straße wirklich, der man jetzt folgt.
Am Ende überquert der Weg die Bundesstraße und macht einen Linksbogen. Am Ende der Straße geht es nach rechts. Die entsprechende Beschilderung ist nur schwer zu finden. Weiter geht es auf der Straße, die am Ende einen Bogen nach rechts vollführt. Der letzte Bereich ist von der Fahrbahn her recht erbärmlich. Am Ende erreicht man die Fischteiche. Hier steht das Peitzer Hüttenmuseum. Links bietet sich ein weiter Blick bis hin zur großen Kulisse des Kraftwerkes Jänschwalde. Jetzt führt der asphaltierte Weg weiter zwischen den Teichen bis hin zum beliebten Ausflugsziel Maustmühle. Weiter geht es östlich des Hammergrabens auf einem schmalen unbefestigten Weg. An der nächsten, nicht beschilderten, Weggabelung hält man sich links. Wer geradeaus fährt kürzt ca. 200m des Weges ab. Nach der Überquerung der Bahnstrecke und der Straße geht es gemütlich auf dem Damm neben dem Hammergraben bis nach Lakoma, ein ehemaliger Ort, der dem Tagebau weichen musste. Von hier führt der Weg rechts Richtung Cottbus-Schmellsitz. Hinter der Spreebrücke biegt der Weg links in den Wald ab. Bis in das Stadtzentrum führt der unbefestigte, aber gut zu befahrene Weg recht reizvoll an der Spree entlang. Nun ist das Ziel erreicht, und der Fürst-Pückler-Weg einmal umrundet.

Wichtige Sehenswürdigkeiten:

  • Fischereimusum und Hüttenwerk in Peitz
  • Staatstheater und Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus

Durchquerte Orte und Regionen: Burg (Spreewald) - Spreewaldvorland - Spreeaue zwischen Döbbrick und Schmogrow - Peitzer Land - Peitz - Teichland - Cottbus

Rast:

  • Zur fröhlichen Quelle, Fehrower Str. 2, Striesow. Tel.: +49 (0)35606-65424, Mobil: +49 (0)174-5722346, E-Mail: .
  • Karpfen-Klause, Hüttenwerk 1, Peitz (direkt an den Fischteichen naben dem Hüttenmuseum). Mobil: +49 (0)162-6803657. - Beliebtes Fischrestaurant direkt am Radweg an den Fischteichen Richtung Maust.
  • Maustmühle. Tel.: +49 (0)35601-802970. Geöffnet: Mi-So ab 11:30. - Das schön an einem der vielen Fischteiche gelegene Restaurant bietet ein Restaurant sowie einen Biergarten. Wer genauer hinschaut, findet in dem Garten auch einige separate Tische und sogar ein paar Strandkörbe direkt am Teich.

Übernachtung und Rast:

Bed & Bike:

  • Waldhotel Cottbus, Drachhausener Str. 70. Tel.: +49 (0)355-87640. Preis: ab € 53,00/74,00 (EZ/DZ). - Ruhig gelegenes Hotel im Norden der Stadt. Fahrradverleih ab € 10,00 am Tag.
  • Hotel Ostrow Cottbus, Wasserstr. 4. Tel.: +49 (0)355-780080. Geöffnet: Mo-Fr: 06:00-22:00, Sa-So: 07:00-22:00. Preis: ab € 44,00/66,00 (EZ/DZ). - Recht zentral nahe der Innenstadt gelegen
  • Ahorn Hotel Cottbus, Bautzener Str. 134. Tel.: +49 (0)355-478000. Geöffnet: Rezeption und Verleih 24h geöffnet. Preis: ab € 48,00/66,00 (EZ/DZ).
  • Hotel und Restaurant Haus Irmer, Berliner Str. 88, Kolkwitz. Tel.: +49 (0)355-287474. Geöffnet: ab 06:00. Preis: ab € 50,00/60,00 (EZ/DZ). - Das nette kleine Hotel liegt etwas abseits der Tour im westlich von Cottbus gelegenen Dorf Kolkwitz.

Fahrradgeschäft bzw. -werkstatt:

Start an der Bismarckschänke
Der Radweg nördllich von Werben
Kirche in Werben
Glockenturm in Striesow
Kirche in Dissen
Die Spreeaue
Der Radweg bei Drehnow
Die Mühle von Turnow
Badesee Garkoschke
Hüttenmuseum Peitz

Fehlende oder falsche Beschilderung[Bearbeiten]

Der Fürst-Pückler-Radweg ist im Regelfall sehr gut ausgeschildert. Hier folgen noch einige Detailhinweise zu fehlender oder falscher Berschilderung. Die Sortierung der der Hinweise entspricht der Umrundung im Uhrzeigersinn.

  • Im Uhrzeigersinn hinter Klettwitz am Ende des Anstieges am Windpark biegt der Weg nach links auf einen unbefestigten Waldweg ab. Dieser Abzweig ist nicht ausgeschildert.
  • An den Biotürmen von Lauchhammer biegt der Radweg von der Straße nach Westen hin ab. Diese Abbiegung kann man von Norden kommend leicht verpassen. Wer trotzdem gerade aus fährt verpasst nicht viel und ist hinter der Eisenbahn wieder auf Kurs.
  • Ca. 1,5km nördlich des Bismarckturms in Burg fehlt ein Abbiegehinweis. Dieses betrifft nur Fahrer, die den Weg gegen den Uhrzeigersinn befahren. An dieser Stelle muss man links zum Nordweg abbiegen Am Abzweig steht rechts ein Radwegeschild, welches nur nach Norden und Süden zeigt. In nördlicher Richtung steht richtigerweise kein Hinweis auf den Radweg. Das erforderliche Schild Richtung Westen fehlt. Wer im Uhrzeigersinn fährt, bemerkt es allerdings nicht.
  • Östlich von Burg Richtung Werben, im Uhrzeigersinn fahrend, (genau 2,5km nach dem Bismarkturm) erreicht man das Ende des Penkeweges. Hier zeigt die Beschilderung nach links Richtung Schmogrow. Der Weg geht allerdings nach rechts! Wer trotzdem links abbiegt und nicht zurück fahren will kann weiterfahren und an der Hauptstraße rechts Richtung Schmogrow abbiegen. An der Spreebrücke verläßt man die Straße und fährt rechts auf dem Spreedamm weiter. Am Spreewehr fährt man halb rechts über die Felder und kommt in Guhrow wieder auf den Radweg. Wer am Spreewehr die Seite wechselt und der Spree weiter folgt, trifft in Maiberg wieder auf den Radweg. Beide Alternativen (besonders die zweite) verkürzen die eigentliche Wegstrecke.

Fahrradvermietungen[Bearbeiten]

  • Fahrradservice Schenker, Beuchstr. 25, Cottbus. Tel.: +49 (0)355-33095. Geöffnet: Mo-Fr: 09:00-18:00, Sa: 09:00-16:00. Preis: ab €7,00.
  • Fahrrad-Nowak, Fürst-Pückler-Park, Bad Muskau. Tel.: +49 (0)35771-60460. Geöffnet: Apr-Okt: 10:00-18:00. Preis: ab € 5,00.
  • aktiv-tours im Lausitzer Seenland, Straße zur Südsee 1, Senftenberg, OT Großkoschen. Tel.: +49 (0)3573-810333. Geöffnet: Apr-Okt: tägl. 10:00-18:00. Preis: ab € 8,00.
  • Fahrradhaus Pötschke, Bahnhofstr. 27, Senftenberg. Tel.: +49 (0)3573-73326. Geöffnet: Mo-Fr: 09:00-18:00, Sa: 09:00-12:00 (So nach Vereinbarung). Preis: ab €5,00.
  • Haus des Gastes, Dresdener Str. 23, Bad Liebenwerda. Tel.: +49 (0)35341-6280. Geöffnet: Mo: 09:00-15:00, Di-Fr: 09:00-20:00, Sa-So: 14:00-18:00. Preis: ab €1,00 pro Stunde.

Weitere Übernachtungsorte[Bearbeiten]

Camping:

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

  • Bikeline: Radtourenbuch „Fürst-Pückler-Weg“ 1:75.000. Esterbauer Verlag.
  • Wander- und Radwanderkarten, 1:50.000, Sachsen-Kartographie Dresden
    • Spree-Neiße-Region
    • Landkreis Oberspreewald-Lausitz
    • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
    • Sängerstadt Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Umgebung

Weblinks[Bearbeiten]

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