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Spree-Radweg

Fahrrad
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Karte
Für die Darstellung der Strecke bei den Ebenen "Radwege" anklicken

Von der Spreequelle am Kottmar in der Oberlausitz folgt der Weg dem Fluß durch die Bergbauregion der Niederlausitz. Hinter Cottbus laden der Spreewald sowie der weniger bekannte Schwielochsee zum Verweilen ein.

Den krönenden Abschluß bietet die pulsierende Metropole Berlin. Hier mündet die Spree bei Berlin-Spandau in die Havel.

Streckenprofil

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Das Routenlogo (vorne rechts) zeigt einen stilisierten Fluss aus dem grünen Bergland zum Brandenburger Tor.
Wegabschnitt nördlich von Burg (Spreewald)
  • Länge: 356 km (ohne Alternativen)
  • Ausschilderung: ist vorhanden. Das Logo zeigt einen stilisierten Fluss aus dem grünen Bergland zum Brandenburger Tor.
  • Steigungen: in der Oberlausitz etwas bergig, sonst aber weitgehend eben.
  • Wegzustand: weitgehend gut ausgebaut. Oft Asphalt, teilweise aber auch Schotterwege
  • Verkehrsbelastung:außerorts in Brandenburg oft verkehrsfrei geführt, in Berlin oft zusammen mit Kfz
  • Geeignetes Fahrrad:- Alltagsrad mit 5 oder 7 Gang Nabenschaltung ist ausreichend.
  • Familieneignung: durchgängig nein
  • Inlinereignung: durchgängig nein

Hintergrund

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Vorbereitung

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Anreise

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Öffentliche Verkehrsmittel

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Der Bahnhof Neugersdorf ist mit Regionalexpresszügen und Regionalbahnen über Dresden Hauptbahnhof an den Fernverkehr angeschlossen.

Ab Berlin bestehen umfangreiche Fernverkehrsverbindungen in die weiteren Metropolen.

Mit dem Fahrrad

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Die Spreequellen im Oberlausitzer Bergland sind ab Dresden über die D-Route 4: Mittelland-Route per Rad erreichbar.

Auf der Straße

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Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen.

Die Rückfahrt per Bahn zum Abstellort des Kfz ist möglich. Die Verbindungen gehen in der Regel über Dresden Hauptbahnhof.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten

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1. Etappe Ebersbach-Neugersdorf – Bautzen (etwa 45 bis 50km)

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Altstadt Bautzen

Die Doppelstadt 1 Ebersbach-Neugersdorf besitzt auch den Beinamen Spreequellenstadt. Denn hier finden sich zwei der drei Spreequellen. Eine weitere ist am Kottmar zu finden:

  • 1 Spreeborn Ebersbach - älteste und bekannteste Quelle.
  • 2 Spreeborn Neugersdorf - am Freibad gelegen.
  • 3 Spreequelle am Kottmar

Vom Bahnhof Neugersdorf kurze Stichstrecke zum Spreeborn am Freibad fahren. Dann wieder zurück und der Route Richtung Ebersbach folgen.

Die Route schlängelt sich an der jungen Spree durch das Oberland der Oberlausitz. Viele Umgebindehäuser säumen den Weg. Vor Bautzen verlässt die Spree das Bergland.

Das historische 2 Bautzen besitzt viele Baudenkmäler. Die Altstadt lädt zur Erkundung ein.

Route am Bärwalder See, rechts das Kraftwerk Boxberg

2. Etappe Bautzen – Spremberg (etwa 65 bis 70km)

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Von Bautzen geht es am Ostufer der Talsperre Bautzen entlang. Im folgenden schlängelt sich die Radroute in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft durch kleine Dörfer, Wälder und entlang von Fischteichen vorbei Richtung Norden.

Ab Bärwalder See wird das Niederlausitzer Braunkohlerevier erreicht. Der Bergbau hat hier die Landschaft überformt. Bei 4 Badestrand und Gastronomie am Bärwalder See . Die Route begleitet das Seeufer ein Stück.

Höhe Kraftwerk Boxberg etwa 12km Radweg an der Landstraße. Die restlichen Kilometer bis 3 Spremberg danach wieder im Grünen direkt an der Spree.

3. Etappe: Spremberg – Cottbus – Burg (Spreewald) (etwa 65 bis 70km)

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Cottbus am Altmarkt

Wer mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten von 4 Cottbus haben möchte, kann die Etappe auch teilen.

Radreisende, die sich für historische Parkanlagen interessieren, können einen Abstecher zu Fuß in den Branitzer Park unternehmen. Auch ein Stopp am Altmarkt in der historischen Altstadt von Cottbus bietet sich an (Einkehrmöglichkeiten).

Der nächste Stopp bietet sich am 1 Cottbuser Ostsee bei Lakoma an. Hier am Flutungspunkt ergibt sich ein Blick auf den See. Stand 2025 ist der ehemalige Braunkohlentagebau komplett geflutet. Die Ufer können allerdings noch nicht betreten werden, da sich das Erdreich noch setzen muss. Baden ist also noch nicht möglich. Weitere Infos siehe Cottbuser Ostsee in der Wikipedia.

Attraktive Variante ab Stadtmitte: Wer einen umfangreichen Ausblick auf den See genießen möchte, verlässt den Spree-Radweg am Knotenpunkt 1 der Radwegweisung an der Käthe-Kollwitz-Brücke in Cottbus-Stadtmitte. Über die Knotenpunkte 51, 50 und 90 wird der Ostsee bei Merzdorf erreicht. Hier findet sich der frei zugängliche 1 Aussichtsturm Merzdorf mit tollem Panoramablick auf den Ostsee und zurück auf Cottbus. Über die Lakomaer Dorfstraße entlang des Ostsees erreicht man bei Lakoma wieder den Spreeradweg.

Nördlich des Ostsees geht es urig durch die Peitzer Teichlandschaft. Die Türme des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde stehen dazu im Gegensatz.

Nächste Station ist 5 Peitz (Einkehrmöglichkeiten in der Stadtmitte, Festungsturm mit Museum und Ausblick aus 35m Höhe.).

Die Etappe endet in 6 Burg (Spreewald) .

Bismarckschänke am Jugendturm

Raststätte in Burg:

  • Bismarckschänke, Schmogrower Str. 1, 03096 Burg (Spreewald). Tel.: +49(0)35603-60621. Die gemütliche Gaststätte mit Biergarten und Gastraum liegt direkt gegenüber dem Jugendturm.
Unterwegs im Spreewald

4. Etappe Burg (Spreewald) – Lübben (etwa 30km)

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Eingangsbereich Freilandmuseum Lehde

Kurze Etappe, die ganz im Zeichen des Spreewalds steht. Der Spreeradweg führt ab 7 Leipe auf der Trasse der ehemaligen Kleinbahn direkt durch den Oberspreewald. Die Strecke nach Lübben ist hier ein gut fahrer Schotterweg.

Ab 8 Lübbenau-Zentrum bietet sich ein Abstecher nach Lehde an. Hier kann das 2 Freilandmuseum Lehde besucht werden. Zu sehen sind hier alte Häuser und Stuben aus dem Spreewald. Wer möchte kann ab Lübbenau auch eine Kahnfahrt nach Lehde mit Pause für Besuch des Freilandmuseum absolvieren. Die dreistündigen Rundfahrten starten ab 1 Großer Spreewaldhafen (Infos). Am Hafen auch Fahrradständer.

In Lübbenau findet sich sonst noch das eigentliche Spreewaldmuseum.

Etappenstadt ist Lübben .

5. Etappe: Lübben – Beeskow (etwa 75 bis 80km)

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Blick vom Wehlaberg

Von Lübben geht es verkehrsfrei entlang der Spree nach 9 Schlepzig . Ab hier 5km Landstraße bis Krausnick (zu Ausflugszeiten evtl. stärkerer Verkehr).

Südlich von Krausnick werden auf geschotterten Waldwegen die Hügel der Krausnicker Berge erklommen. Es bietet sich ab Knotenpunkt 12 ein kurzer Abstecher auf den Wehlaberg an. Vom frei zugänglichen 2 Aussichtsturm ergibt sich ein weiter Blick über die Wälder von Brandenburg.

Nächstes Ziel ist der Neuendorfer See, der auf Landstraßen nördlich umrundet wird. Über kleine Dörfer geht es weiter Richtung Beeskow. Die letzten 10km weitgehend Radweg an der Bundesstraße nach 10 Beeskow .

Wer möchte kann hier den 5 Schwielochsee besuchen. Der reizvolle See liegt etwas östlich der Route. Dafür ist allerdings eine Übernachtung direkt am See sinnvoll. Das touristische Zentrum findet sich in Goyatz am südlichen Seebereich (offizielle Touristikseite).

6. Etappe: Beeskow – Erkner (etwa 70km)

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Der Dom ist das Wahrzeichen von Fürstenwalde

Von Besskow geh es auf gut ausgebauten asphaltierten Wegen durch viel Wald Richtung Fürstenberg. Auch die Spree ist teilweise zu sehen. Nach 35km ist 11 Fürstenwalde erreicht. Die Altstadt mit Einkehrmöglichkeiten lädt zur Mittagspause ein.

Durch viel Grün wird nach weiteren gut 35 bis 40km 12 Erkner erreicht. Die Kleinstadt liegt schön in mitten von viel Wasser.

7. Etappe: ErknerBerlin (etwa 50 bis 55 km)

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Spreeseite des Humboldt-Forums. Hierbei handelt es sich um das wiederaufgebaute Stadtschloss.
Blick von der Westseite der Marschallbrücke: Regierungsviertel bei Nacht
Unspektakulär: Die Spreemündung bei Spandau. Im Hintergrund das Kraftwerk Westend.

Vorbei am 6 Müggelsee und über 13 Köpenick (Altstadt) schlängelt sich der Spree-Radweg nach 14 Berlin hinein. Die ausgeschilderte Radroute endet laut Openstreetmap Stand 2025 am 3 Humboldt Forum auf der Spreeinsel direkt im Zentrum.

Die Spreee mündet allerdings erst 15km weiter westlich bei 7 Spandau in die Havel. Das bekannte Regierungsviertel liegt hier mit Reichstag und Bundeskanzleramt direkt an der Spree.

Der Spreeradweg besteht auf dem Abschnitt Berlin-Mitte bis Spandau noch nicht. Teile der südlichen Uferwege in Charlottenburg (sehenswertes Schloss) wurden schon als "Spree-Radweg" ausgebaut. Andere Teile des südlichen Ufers sind als "Trampelpfad" befahrbar. Zwischen Humboldt-Forum und Spandau muss man sich also mit Hilfe des Radnavi per App also selbst, soweit möglich, einen flussnahen Weg suchen.

In 15 Berlin/Spandau ist die Spreemündung von der Sternbergpromenade aus einsehbar. Die Spandau Altstadt lädt zur Erkundung ein. Sehenswert ist auch die Zitadelle.

Weiter geht's

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Literatur- und Kartenhinweise

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